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§u!-aer Anzeiger
Iulöa / Nott 2
43 Samstag 20. Februar 1932
Um die Freiheit.
Galater 5, 1. So bestehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreist hat. Auf den Volkstrauertag fallt dieses Jahr der 200. Geburtstag von George Washington. Das gibt einen seltsamen Zusammenklang: wir gedenken der Opfer des Sieges, durch den unsere Freiheit verlorenging, Amerika cMUit des Führers in dem Kampfe, durch den es seine Unabhängigkeit errungen hat. Äußerlich gesehen ist es tjn großer Gegensatz: Trauer hier, Freude dort. Aber jtor betrachtet sind in Wirklichkeit beide Erinnerungen â gleicher Antrieb ernstester Art zu gleichem Werk, „Änlich zum Kampf um die Freiheit.
Man braucht ja nur zu fragen: Ist denn Amerika frei? Es seufzt wie alle Völker, auch die scheinbar freien Siegerstaaten, gerade jetzt unter der Knechtschaft der unheimlichsten Macht, die die Erde kennt, der Macht, die man auch Materialismus, Geist dieser Welt und ähnlich genannt hat. Das ist unheimlich klar geworden: Solange cs nicht gelingt, die Herrschaft dieser teuflischen Macht zu brechen, wird es keine wahre Freiheit auf der Erde geben, weder bei den ^Völkern noch bei dem einzelnen. Daher gilt es, diesen Geist zu bekämpfen. Dazu mahnt uns auch die Erinnerung an unsere Toten: Wenn ihr Opfer und ihr Andenken überhaupt noch einen Sinn hat, barm muß es dies sein, daß sie für eine bessere Zukunft gefallen sind und daß wir den Kampf dafür weiterzuführen haben. Dieser Kampf um die wirkliche Befreiung des Menschengeschlechts von den Mächten dieser Welt ist ja der eigentliche Sinn unseres Lebens überhaupt, und in diesen wahrhaft heiligen Kan,Pf einzutreten, ist unser aller eigentliche Lebensaufgabe.
Über die rechte Art, um diesen Kampf zu führen, kann ms gerade die Erinnerung an George Washington be- smders Wertvolles sagen. Man erzählt von ihm, als die Not am größten war und sie vom Feinde bedrängt verloren schienen, da zeigte er den verzagenden Freunden auf der Landkarte den großen weißen Fleck westlich von ihrer Stellung, das unbekannte Land hinter ihnen: dafür kämpfen wir, das soll einst unser freies Land sein, da hinein ziehen wir und jetzt zurück, es wird uns auf- uehmen, da hinein kann der Feind nicht nach, da sammeln wir neue Kraft und stoßen wieder vor gegen den Feind und befreien so das Land vor uns im Osten, das er jetzt noch in seiner Gewalt hat.
Muß es so nicht auch in unserem Freiheitskampf der Wchschenseelè und des Menschengeschlechts sein? Daß wir uns, bedrängt von den Mächten dieser Welt, immer wieder zurückziehen in die Gotteswelt hinter uns, vor der .w:r kämpfend stehen, zu die wir immer wieder unsere Zuflucht nehmen, um uns in ihr zu sammeln und zu stärken, und aus der wir dann mit neuem Mut und neuer Kraft immer wieder vorstoßen gegen den Tyrannen. So hat cs Jesus, der freieste und größte Befreier auch gemacht, zuletzt in Gethsemane. So wollem auch wir es machen: aus dem Kamps mit den Mächten der Finsternis in stillen'Stunden uns zurückziehen in das Goties- rriGdes Friedens und der Kraft, um dann Mmn wieder neu gestärkt zu kämpfen um die wahre Metbèh.
Ike Verschärfung der Vevisenordamg.
Die zehnte Durchführungsverordnung.
Eine neue zehnte Durchführungsverordnung zur Devisenv e r o r d n un g bestimmt, daß Reichsmark- swten. die aus dem Ausland oder dem Saargebiet an in-
Zampe in Amerika.
tin luftiger Roman von Fritz Körner.
'^ lNachdruck v erböte».)
âann gedenken Sie zurückzufahren, Miß Nissen? Ich möchte unsere Rückreise gleichzeitig mit Ihnen unternehmen."
»Erst will ich den Weltmeisterschaftsboxkampf angesehen heben. Sann fahre ich zurück nach der Heimat!"
»Dann werde ich das gleiche tun, Miß Nissen! Ich freue M, mit Ihnen gemeinsam Zeuge des Kampfes zu sein. 'ber wird ihn gewinnen?"
Die Frage ist an die Männer gerichtet.
Aber Marianne antwortet fest: „Nur mein Lands-
Anton Zumpe, nicht wahr, Herr... Bayer?"
»Jawohl, ich stimme Ihnen bei, Marianne!" sagte -anton verschmitzt.
*
Gady Casdane ist überglücklia,, als sie den Sohn wieder umarmen kann.
Sie küßte ihn und hat tausend frohe, liebe Worte für
Dann stellt ihr der Lord seine Leidensgefährtin vor, und
1 Dame heißt das Mädchen herzlich willkommen.
. . Ie hat nie eine Tochter gehabt und sich doch so danach ^"^ jetzt ist ihr, als müßte sie alle Liebe, die sie ' smUn}'^cn Tochter aufgespart hat, Marianne geben.
^h Dianne bezieht ihre Zimmer und begibt sich zur
''In ""chste" Morgen sind die Reporter da, vom Präsi- "nb sie gebeten, zur Vernehmung zu erscheinen.
st, als ob das ganze Hotel sich bemühen wollte, das sir, ^Hr die Leidenszeit zu entschädigen. Sie mühen 5. , ' ^tenstbar zu sein, ihre Höflichkeit wird fast zur barmt?ns schöne Mädchen in ihrer Frische und Herz- " gefällt ausgezeichnet.
des „Indus", wie auch der Kapitän, die üü \u 2‘^ofi sind, lesen die Ereignisse und kommen alle an, um Marianne zu beglückwünschen.
Ant«,,"" " ziehen sie nach dem Polizeipräsidium, verlangen ucr. sprechen und werden an das Polizeigefängnis händc'^ treffen sie ihn an und schütteln ihm begeistert die kvm ! hat jeden Augenblick Angst, daß sie ihn verraten daß versehentlich einer „Anton" sagt.
« I "ein, sie wissen ja, um was es geht.
"t°n ist Karl Bayer und kein anderer.
Scharfe Kristi an
Direktor von Stauß als Zeuge.
Großer Tag im Schultheiß Prozeß.
Im Schultheiß-Patzenhofer-Prozeß wurde Direktor von S t a u ß v o n der Deutschen Bant als Zeuge ver- nommen über den Kredit, den die Deutsche Bank der Tochter- geiellschast der Ostwerke, der Norddeutschen Hefe-Jndustrie- A.-G., in Hohe von 2,5 Millionen Dollar aus ein Jahr gegeben hat. Der Zeuge erklärte, daß die „Nordhese" ein Unternehmen m aufsteigender Entwicklung gewesen sei, deshalb habe man bei der Deutschen Bank geglaubt, den Kredit auf ein Jahr Leben zu können. Die Ostwerke hatten bestätigt, daß das iseschaft als
ein Kreditauftrag der Ostwerke
an die Deutsche Bank betrachtet werden könne. Das Geschäft sei hauptsächlich abgeschlossen worden aus Grund der günstigen Lage der Muttergesellschaft. Nachdem der Kredit nach einem ^ahre verlängert worden sei, habe die Deutsche Bank eine formelle Bürgschaft verlangt. Katzenellenbogen habe sich dagegen gesträubt und erklärt, der Strebit werde ohnehin nach wenigen Monaten abbezahlt werden können. Er habe sich dann mit Katzenellenbogen auf eine A u s f a l l b ü r g s ch a f 1 geeinigt, die nach Ansicht Katzenellenbogens in die Bilanzen nicht ausgenommen zu werden brauchte, im Gegensatz zur formellen Bürgschaft. In den Prospekt zur Zulassung der jungen Aktien habe, seiner Meinung nach, diese Ausfallbürgschaft nicht auf- genommen zu werden brauchen. Allerdings hätte die Ausfall- bürgschaft in die Liste ausgenommen werden müssen, in der für die Deutsche Bank die Garantieverbindlichkeiten verzeichnet gewesen seien.
Zu den Stützungskäufen des Konzerns
sagte der Zeuge von Stauß aus, Katzenellenbogen habe ihm eines Tages erklärt, die Stützungskäufe betrügen zwar nominell 13 Millionen Mark, in Wirklichkeit machten sie aber 35 Millionen Mark aus. Er habe daraus erwidert, dann müsse das Präsidium des Aufsichtsrates sofort beraten. Am nächsten Tage sei festgestellt worden, daß die Schulden sogar noch
erheblich höher als 35 Millionen Marl
waren. Er habe auf dem Standpunkt gestanden, daß die Öffentlichkeit zunächst davon nichts erfahren dürfe, weil dann die Kurse ins Unermeßliche sinken würden. Keinesfalls aber
ländische Kreditinstitute eingesandt werden, Dort nur aus Sperrkonto gutgebracht werden dürfen. Ebenso kommen Einzahlungen von Ausländern, die im Inland auf Ausländerkonten geleistet werden, zunächst auf Sperrkonto. Inländische Personen dursten bekanntlich schon bisher auf Ausländerkonten nur mit Genehmigung der Devisenbewirtschaftungsstelle Einzahlungen leisten. Eine Verfügung über dieses Sperrguthaben wird unr gestattet werden, wenn der Nachweis geführt wird, daß die eingezahlten Beträge dem betreffenden Ausländer mit Genehmigung der Devifenbewirtschaftungs- st e l l e im Inland ausgehändigt wurde oder daß er sie in anderer Form als in Reichsmarknoten aus dem Auslande mitgebracht oder von dort zugesandt erhalten hat. Kann ein solcher Nachweis nicht geführt werden, so wird eine Verfügung über die gutgebrachten Beträge — wie über andere Sperrkonten — nur zu langfristiger Kapitalanlage im Inland gestattet.
Die starken Devisenabflüsse der letzten Woche und ein auffallender Rückfluß von Reichsmarknoten aus dem Auslande sind der Grund für diese neuen verschärften Bestimmungen.
250000 Mark Zollgebühren unterschlagen
Die Beamten unschuldig.
Der im Zusammenhänge mit Dem großen Grenzschmuggel t m Kreise Flatow vorläufig entlassene Zoüamtsvcr- walter in Preußenfeld wurde wieder in sein Amt eingesetzt, nachdem die Untersuchung ergeben Hal, daß er unschuldig war. Es sind lediglich einige Beamte von dem Großbutier- Händler Berndt übers Ohr gehauen worden; dienstliche Verfehlungen kommen nicht in Frage. Soweit man bis jetzt seststellen kann, beträgt die unterschlagene Zollsumme etwa 250 000 Mark.
Karl Droysen nimmt Anton das Versprechen ab, die nächsten Tage ins Seemannsheim zu kommen, um dort einen guten Grog zu trinken.
Anton geht zur Staatsbank, will um 11 Uhr den lieben Monet treffen. Aber Monet ist nicht da.
Da ruft er ihn an.
„Gehen Sie zum Teufel!" brüllt Monet.
„Was haben Sie denn, mein Freund?" sagt Anton seelenruhig. „Wie steht es denn mit unserem Geschäft?"
„Machen Sie das Geschäft mit dem Teufel!"
„Will ich ja eben! Mr. Monet, ich bin's gewöhnt, ein Mann ein Wort. In einer Stunde erwarte ich Sie!"
Da wird Monet plötzlich ruhig.
„Gut, ich komme! Aber das Deponieren findet nicht bei der Staatsbank statt, sondern bei der Bankfirma Barker, Wilms & Rudgerd."
„Ausgeschlossen!" sagt Anton, der die Firma nicht kennt. „Die Firma ist mir nicht gut für ein Depot in dieser Höhe."
„Gut... dann die Staatsbank! Ich mache das Geschäft!"
Nach einer Stunde ist Monet da. Er sieht verärgert aus, macht einen unruhigen Eindruck und sieht Anton mißtrauisch an.
„Warum sind Sie uns gestern so in die Quere gekommen?" •
„Ich? Mein Lieber, Sie irren sich! Ich will Ihnen was sagen, seien Sie froh, daß ich Ihnen in die Quere kam und diese Dummheit mit Lord Casdane und die Gemeinheit mit Ihrer Nichte... zu schänden machte."
Monet will auffahren.
„Und die Sache mit dem Match? Sie haben es wohl Gray gegeben, daß er... für die erforderliche Wendung sorgt. Ich sage Ihnen, Gray ist ein elender Schuster! wo auffällig macht man es nicht! Da muß doch alle Welt spüren, daß was im Gange ist, und Sie laufen Gefahr, daß die Boxsportbehörde den Kampf verschiebt!"
„Das tut sie nicht!"
„Wenn die öffentlichkeit aufmuckt, dann muß sie ihre Wünsche zurückstellen!"
Monet sagt nichts mehr.
Sie tätigten das Geschäft in der Staatsbank und trennten sich dann.
„Besuchen Sie mich mal, Mr. Bayer!" sagte Monet, ehe sie auseinandergehen.
Anton überlegt.
„Kann ich machen! Sagen Sic Monet, ist Purcell eigentlich mit im Spiel?"
Monet zuckt vielsagend die Achseln.
.Ick weist cs nickt!"
Katzenellenbogen.
könne man die ganze Angelegenheit für sich behalten, denn die Verantwortung sei zu groß. Katzenellenbogen habe ihm geantwortet, daß Sobernheim unterrichtet sei. Sobernheim dagegen habe beteuert, daß er nicht unterrichtet worden sei. Der Zeuge von Stauß erklärte weiter, daß er über die Ent - v ullun ae n entsetz 1 gewesen sei. Nach den Enthüllungen habe eine Prapdmlntzung stattgefunden. Katzenellenbogen habe dort gesagt, daß er geglaubt habe, daß bei einer Besserung der Wirtschaftslage die Kurse bald wieder steigen würden. Bei einer Sitzung des Generaldirektoriums sei beschlossen worden, den Aufsichtsrat nicht zu unterrichten, um den Kreis der Eingeweihten nicht zu erweitern. Gegen die Stimme Sobernheims habe man im Generaldirektorium beschlossen, auch nicht das engere Präsidium einzuweihen.
Er selbst habe es einfach für undenkbar gehalten, daß das Generaldirektorium ohne Wissen des Präsidiums Aufkäufe in eigenen Aktien mache. Tas Familienvermögen Katzenellenbogens habe man auf4VMillionen geschätzt, in Schlesien sogar noch höher.
Katzcnellenbogens Aktienkäufe.
Direktor von Stauß wird dann noch zu den geschäftlichen Transaktionen der Finanzabteilung bei der N o r d h e f e vernommen. Er erklärt, daß deren Engagements, wie ihm angegeben worden sei, aus Konzerninteresse nicht in die Bilanzen ausgenommen worden seien. Die Preffe sei über diese Vorgänge besser unterrichtet gewesen als der Aussichtsrat. Dann kommt es zu einer Aussprache zwischen dem Verteidiger Katzenellenbogens, P r o f. D r. A l s b e r g, und Direktor von Stauß. Es handelte sich dabei um die Frage des Kaufes eigener Aktien. Katzenellenbogen bemerkt hierzu, daß es
allgemeiner Brauch gewesen sei, solche Käufe vorzunehmen, ohne den Aufsichtsrat zu befragen. Direktor von Stauß erklärt, daß jedenfalls bei der Deutschen Bank größere Aktienposten niemals gekauft - worden seien, ohne daß der Aufsichtsrat gefragt worden sei. Der Zeuge betont weiter, daß er sich die Handlungsweise Katzenellenbogens nur damit habe erklären können, daß dieser geglaubt habe, die Schultheiß-Kurse würden in die Höhe gehen. Der Zeuge bestreitet, daß e r durch die Pressestelle der Deutschen Bank die Schultheiß-Angelegenheit in die Öffentlichkeit gebracht habe. Er habe aus der Presse viel eher von der Sache gehört als aus der Verwaltung seiner eigenen Bank.
Eisenbahnunglück bei Leningrad.
Sechs Tote, dreizehn Verletzte.
In der Nähe von Leningrad auf der Strecke Kolpino—Popowki ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem D-Zug und einem Güterzug, bei dem sechs Personen getötet und 13 verletzt wurden. Die politische Polizei hat fünf Beamte verhaftet, die das Eisenbahnunglück verschuldet haben sollen .
Schwierige Nücherprüfung bei Sllareks.
Erörterungen um Rosenthal.
Im Sklarek-Prozetz wurde Stadtbankdirektor Schröder weiter vernommen. Er erklärte, daß bereits am 20. September Gerüchte umgelaufen seien, daß bei den Bezirksämtern mit den Sklarekschen Aufträgen und Rechnungen etwas nicht stimme. Er sei darauf m i t Stadtamtmann Hoge zu den Sklareks gegangen, um die Bücher zu prüfen An diesem Tage habe sich der Buchhalter Lehmann verleugnen lassen, weil er, wie sich später herausgestellt habe,
die Buchfälschungen noch nicht fertiggeftellt
hatte. Am nächsten Tage sei er, der Zeuge Schröder, mit dem Obermagi stratsrat Müller nochmals zu der Firma Sklarek gegangen, wo ihnen dann die von Lehmann inzwischen hergestellten Unterlagen gezeigt worden seien. Der Stadtverordnete Rosenthal habe ihn ersucht, wegen der Prüfung nicht zu den Bezirksämtern selbst zu gehen, weil das den Sklareks unermeßlich schadeN-könne. Im gleichen Sinne habe sich Rosenthal dem Stadtbankdirektor Hoffmann gegenüber geäußert.
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„Auch gut!"
Anton blickt Monet mit verjcynngiem Lachen nach.
„Dummkopf!" denkt er. „Schuft, gewissenloser Jobber ...ich will's dir beweisen, wie man euch Gesellschaft aus- rottet! Ganz naiv muß man euch kommen, das vertragt ihr nicht, dann werdet ihr verwirrt und fallt auf alles rein. Euch geht's so wie dem genialen Feldherrn, der die Schlacht verlor, weil er dem Gegner das Maß von Dummheit nicht augetraut hatte! So wird's euch gehen!"
Anton wird auf dem Polizeigefängnis mit Spannung erwartet
Trainer Wrangel ist bei Moon vorstellig geworden, fragt an, ob Mr. Bayer bereit wäre, einen oder mehrere Tage Sparringspartner von Mr. Purcell zu sein."
Als Anton das hört, muß er sich Gewalt antun, um nicht aufzubrüllen vor Lachen.
Nein, köstlicher kann das Leben die Situationen nicht gestalten.
Er, Anton Zumpe, soll seinem Gegner Trainingspartner sein.
„Warum nicht?" sagt Zumpe. „Kann ich machen!"
Mr. Wrangel, Purcells Trainer, mustert ihn scharf und lange und sagt freundlich: „Mr. Bayer, wir haben von Ihnen gehört! Purcell hat nur Amerikaner als Partner und würde es begrüßen, auch mit einem Deutschen zu sparren!"
„Das Vergnügen kann Mr. Purcell haben!" sagt Anton ruhig und wundert sich, daß er nicht in helles Lachen ausbrechen muß.
Bequemer kann mir's nicht gemacht werden, denkt Anton. Auf in die Höhle des Löwen!
Er fährt mit Wrangel nach Beverlys Landgut, wo Purcell fein Trainingsquartier aufgeschlagen hat.
Wrangel beehrt ihn auf der Fahrt mit einer Menge von Fragen.
Schließlich platzt er heraus:'„Ist es wahr, Mr. Bayer, daß Sie für eine halbe Million Mark Wetten auf Zumpe in Amerika unterbringen wollen?"
„Sind schon untergebracht, Mr. Wrangel!" sagt Anton und blickt ruhig in die stechenden Augen.
Das weiß er von Monet, denkt er dann und weiß, i ay zwischen Monet und Purcell eine Verbindung besteht.
„Man hat in Ihrem Lande viel Vertrauen zu Ihrem Mann, Mr. Bayer!" . . _ __
(Fortsetzung folgt.)