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9M$radtofcSoo^»^^

Nach achttägigem Suchen ist das Wrack deS cnglischcn Untericcvoolcs 3“ 5,8 Seeälen vom Leuchtturm Portland Bill entfernt ^fgefunbeu worden. Es liegtt in her Nähe von vier Wracks, die schon in den ersten ^agcu des Suchens fcstgcstellt worden waren.

Die Entdeckung erfolgte durch die Untcrwajserschall-- avvarale des Untersceboot-Abwehrfahntzeug,.^ „^ornd . Als die Luchleinen aus ein Hinderms auf dem Lceeres- gründe stießen wurden Taucher abgelegt, Die dald earauf K & MB man .St 2- pf«®» MM S« gesamte Park an Hebefahrzeugen in Portsmouth qt alarmiert und soll die Hedcarvelten sofort,begurneu. so- bald der Befehl der Admiralität hlcr»u emlauft. ^ach kreise nehmen an, daß der Verlust des U-Bootes Höchst- wahrscheinlich durch eine Wassersto^explosion cer -lkku- mulatoren erfolgt ist.

Auf dem Meeresboden vereint!

Das Wrack des U-Bootes M 2 liegt, wie Londoner Blätter melden, Seite an Seite mit einem während des Krieges gesunkenen deutschen U-Boot und einer drii ischen U-Boot-Falle, einem sogenannten Q-Boot.

Gift in Likörflafchen.

Drama ans einem Müllabladeplatz.

Auf einem Kopenhagener M.Mabladcplatz ereignete sich ein furchtbares Gistdrama. Einige MWarbeiter und ein Kutscher fanden Flaschen im MM, deren Inhalt sie für Likör hielten und austranken. Kurz darauf traten der den Leuten schwere Lergiftungserschcinuugen aus. Ein Ar­beiter verstarb, zwei Arbeiter liegen m hoffnungslosem Zustand im Krankenhaus. .

Es handelt sich um Flaschen, dre das Ettkett einer Likörfirma trugen, jedoch mit einem Giftstoff gefüllt waren. Die Flaschen waren von einer kleinen Jarben- fabrik gekauft und anscheinend mit Probelösungen gefüllt worden, die man spater fortwarf. Man nimmt an, daß vielleicht noch mehr Leute, vor allem Arbeitslofe, die den Abladeplatz aufsuchten, aus den Flaschen getrunken haben.

Vermischte Nachrichten

Freilassung einer zum Tode Verurteilten.

Breslau. In Glogau hat sich der ungewöhnliche Fall er­eignet, daß eine zum Tode verurteilte Mörderin wieder auf freien Fuß gesetzr wurde. Es handelt sich um die 1920 vom Schwurgericht verurteilte Dienstmagd Wolff, die thue Dienst­herrin erwürgt hatte. Zunächst war die zum Tode Verurteilte zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt worden, Bann hatte man die Strafe auf 15 Jahre Zuchthaus herabgesetzt, lind jetzt ist die Verurteilte, da sie sich in der Strafzeit gut _ geführt hat, nach elfjähriger Haftverbüßung mit Bewährungsfrist für den Rest der Strafe aus dem Zuchthaus entlassen worden.

207 neue LfthilfcficherungSvcrfahrcn in Mecklenburg.

Rostock. Die mecklenburgische Handelskammer in Rostock veröffentlicht eine weitere Liste derjenigen landwirtschaftlichen Berriebsinhaber, für die das Sicherungsverfahren der Osthilfe eröffnet worden ist Danach ist von der Landesstelle Rostock bis zum 31. Januar wiederum für 96 Besitzer aller landwirt­schaftlichen Betriebsgrößen das Sicherungsverfahren cmgeleitct worden. Durch die Finanzämter Güstrow, Malchin, Neu­brandenburg, Parchims Rostock-Land, Rostock-Stadt und Waren wurden nfälnträge auf Eröffnung des Osthilseverfahrens ge­stellt.

Gefährlicher Verbrecher verhaftet.

Braunsberg. Die Polizei verhaftete auf dem Bahnhof in Wormvitt einen bekannten Einbrecher, der im Moment der Verhaftung eine geladene und entsicherte Pistole aus der Tasche zog. Er konnte jedoch noch rechtzeitig überwältigt werden. Seinem Begleiter gelang es aber zu entfliehen, obwohl er be­schossen und auch ^getroffen wurde. Der gefaßte Einbrecher Adolf Conrad hat nicht nur in Ostpreußen zahlreiche Ein­bruchsdiebstahle aus dem Kerbholz, bei denen ihm eine erheb­liche Beute in die Hände gefallen ist. Er wird auch aus dem Rheinland wegen eines Raubmordes steckbrieflich verfolgt. Außerdem hat "er zwei Polizeibeamte durch Schüsse schwer verletzt.

Zumpe in Amerika.

Ein lustiger Roman von Fritz Körner.

23) (Nachdruck verboten.)

Im nächsten Moment erschrak er, denn das Bild ging zurück und ließ einen Hohlraum frei. Er kletterte hinein und stand am Fuße einer schmalen Wendeltreppe, die in die Tiefe führte.

Ohne lange zu überlegen, ging er der Wendeltreppe nach, die in die Kellerräume hinabführte.

Er blieb stehen und leuchtete unten mit der Taschen­lampe alles ab. Kahle Mauern zeigten sich ihm. Er stand in einem quadratischen Raume, der vollkommen leer war, aus diesem Raume aber führte ein Gang.

Er lief chn entlang und zählte zweihundert Schritte, bis er an eine verschlossene Tür kam.

Anton hatte natürlich weder Dietriche noch anderes Werkzeug mit.

Kurz entschlossen packte er die Tür und riß sie aus den Angeln. Es war verhältnismäßig leicht und machte kerne Schwierigkeiten.

Er zwängte sich durch den Spalt, fand innen den Schlüssel stecken, schloß auf und hängte die Türe wieder ein.

Mit der Taschenlampe suchte er den Raum ab, der wie ein kleines Büro eingerichtet war.

Deutlich sah er, daß darin bis vor kurzem gearbeitet worden war.

Er knipste das Licht an.

Zwei kleine Geldschränke standen an der Wand, ein Schreibtisch mit Sessel war vorhanden, dazu ein Garderobe­ständer. Das war aber auch alles. Der Raum war fenster­los, befand sich in einem Keller des Nachbargrundstückes.

Anton klinkte an der Ausgangstür.

Sie war verschlossen. Um nicht überrascht zu werden, schob er von innen den Riegel vor.

Dann setzte er sich an den Schreibtisch und sah in die Papiere. Nach wenigen Minuten wußte er, wo er war: im Geheimkontor des berüchtigten Bandenführers Sam Gray.

Er fand Verträge über Schnapslieferungen, Abrech­nungen über erpreßte Summen und einen Vertragsentwurf/ der ihn ganz besonders interessierte.

Denn der Vertrag zwischen Monet und X — X war wohl Gray — behandelte nichts geringeres,. als . . . feinen Kampf um die Weltmeisterschaft. Gray übernahm es . . . ihn. Zumpe, vor dem Kampf für den Match unbrauchbar zu machen, gegen Zahlung von 50 % der Wettbeträge. Ws Mindeftfummtz war der Betrag, von 100 009 Dollar em-- aefefet. • -

Börse und Handel.

Frankfurter Schlachtvieh markt vom 4. Februar. Am heutigen Nebenmarkt waren 134 Rinder (gegen 94 am letz­ten Nebenmarkt), 970 (1009) Kälber, 161 (178) Schafe und 995 (880) Schweine, darunter 270 Litauer aufgetrieben. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Kälber: a) —, b) 35-38, c) 28-34, b) 24—27. Schafe: al) 28—30, b) 22—27. Schweine: a) —, b) 37—39, c) 37 bis 39, d) 36—39, e) 32—35, f) und g) nicht notiert. Im Preisverhältnis zum Nebenmarkt vom 28. Januar gaben Kälber um 1—2 Mark nach, Schweine blieben unverändert. Dagegen konnten Schafe erneut um 2 Mark anziehen. Marktverlauf: Kälber schleppend, Schafe rege, ausverkauft. Schweine ruhig, geräumt. Fleischgrogmarkt. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in NM.: Ochsen- und Rindfleisch 1. 48—56, Ochsen- und Rindslisch 2. 40—16. Bullenfleisch 42 bis 48. Kuhfleisch 2. 30—35, Kuhfleisch 3. 20—25. Kalb­fleisch 1. 55—65, Kalbfleisch 2'. 45—50. Hammelfleisch 58 bis 60. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch 50—56. Geschäftsgang: langsam.

Amtliche Berliner Notierungen Dom 4. Februar.

4c Devisenbörse. Dollar 4,20—4,21; cngL Pfund 14,48 bis 14,52; holl. Gulden 169,48—169,82; Danz. 82,02—82,18; franz. Frane 16,56—16,60; fdnveij. 82,07—82,23; Belg. 58,6a—58,<7; Italien 21,68—21,72; schwcd. Krpne 81,42—81,58; Ban. 79,92 bis 80,08; norweg. 78,92—79,08; tschcch. 12,46—12,48; östcrr. Schilling 49,95—50,05; Argentinien 1,043—1,047; Spanien 33,22 bis 33,28.

♦ Produktenbörse. Weizen einzeln mehr da, Roggen knapp behauptet, Kauflust fehlt allseitig. Konsum wartet ab. Haser und Gerste über Bedarf angeboten.

Getreide und Olsaaren per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.

4. 2. 3. 2.

Weiz., märt, pommersch.

Rogg., märt.

Braugerste Sommergft. Futtergerste Wintergerste Hascr, märt, pommersch. westpreuß. Weizenmehl per 100 kg fr. Berl, br inkl. Sack 2'

Roggenmehl per 100 kg fr. Berl, br

239-241 241-243

197-199 197-199

160-168 160-168

153-157 153-157

138-146 138-146

9,0-33,0 29,0-33,0

inkl. Sack 27,2-29,5 27,5-29,7

Weizkl. f. Bln. Roggkl. f. Bln. Leinsaat Raps

4. 2. 3. 2.

9,6-10,0 9,6-10,0

9,6-10,0 9,6-10,0

Erbsen, Vikt. 21,0-27,5 21,0-27,5 kl. Spcifccrbf. 21,0-23,5 21,0-23,5 Futtererbsen 15,0-17,0 15,0-17,0 Peluschken 16,0-18,0 16,0-18,0 Ackerbohnen 14,0-16,0 14,0-16,0 Wicken 16,0-19,0 16,0-19,0 Lupine, blaue 10,0-12,0 10,0-12,0 Lupine, gelbe 14,5-16,0 14,5-16,0 SerabcHa 23,0-29,0 23,0-29,0 Leinkuchen 11,2-11,3 11,3-11,4 Erdnußkuchen 12,4-12,5 12,5-12,6 Trockenschtzl. 7,1-7,2 7,0-7,1 Soyaschrot 10,5-10,6 10,5-10,6 Torfml. 30/70 — —

* Amtliche Berliner Kartoffelpreisnotiernng je Zentner waggonfrei märkischer Station: Weiße Kartosseln 1,50—1,60, rote Kartoffeln 1,70—1,90; Odenwälder blaue 1,80—2,00; an­dere gelbfleischige (außer Nieren) 2,10—2,30 Mark. Fabrik­kartoffeln 8,25—9,25 Ps. pro Stärkeprozent. — Exportware über Nottz.

* Berliner Magerviehmarkt. (Amtlicher Marktbericht vom Magerviehhof in Friedrichsfelde.) Auftrieb: 356 Rinder, dar­unter 315 Milchkühe, 1 Zugochse, 40 Jungvieh, 97 Kälber, 358 Pferde. Verlauf: Langsam bei gedrückten Preisen. Es wurden gezahlt: A. Milchkühe und hochtragende Kühe je nach Qualität 190—320 Mark. B. Tragende Färsen je nach Qualität 160 bis 260 Mark. C. Jungvieh zur Mast je nach Qualität 18—22 Mark. — Pserdemarkt: Preise je nach Qualität: a) 900 bis 1200, 6) 500—800, c) 200—450, Schlachtpferde 20—150 Mark. Verlauf: Langsam, Preise wenig verändert.

* Preisnotierungen für Eier. (Festgestellt von der amt­lichen Berliner Eiernotierungskommission.) A. Deutsche Eier: Trinkeicr vollfr. geftemp. über 65 Gramm 9,75, über 60 Gramm 8,75, über 53 Gramm 7,75, über 48 Gramm 7; aussortierte kleine und Schmutzcier 5,50—6,50. B. Auslandseier: Dänen 18er 9,75, 17er 9,25, 15 34—16er 7,75, leichtere 6,25—6,75; Hol­länder 68 Gramm 10, 60—62 Gramm 8,25—8,75, 57—58 Gramm 7,75—8, leichtere 7,25—7,50; Rumänen 6—7,50; Ungarn und Jugoslawen 7; Polen normale 6—6,50; kleine, Mittel- und Schmutzeier 5—5,50.

* Amtliche Berliner Butternotierungen. 1. Qualität 112, 2. Qualität 105, abfallende Sorten 95 Mark per Zentner.

Anton lachte grimmig und steckte den Vertrag ein.

„Geht seltsam zu in unserem Leben!" dachte er. „Die Neuyorker Polizei quält sich sicher schon seit Jahren ab, diesen Gray dingfest und ausfindig zu machen, und mir fliegt alles zu."

Was nun tun?

Wo befand er sich überhaupt?

Er mußte versuchen, weiter vorzudringen, um das fest­zustellen. Aber so sehr er sich auch mühte, es war aussichts­los, er bekam die Tür nicht-aus den Angeln.

Er entschloß sich darum, den Rückzug anzutreten, und erreichte das Bildzimmer unangefochten, kroch aus der Öffnung heraus und drückte das Bild wieder zurück.

Dann kam er wieder in den Saal.

Er suchte die Stelle, wo der Safe in der Wand war und drehte an dem Ornament und siehe da, der geheimnis­volle Safe öffnete sich.

Die eiserne Kassette war unverschlossen.

Donnerwetter, dachte Anton, wie sicher muß sich Monet fühlen. Und der Mann war ein Deutscher, der hier zum großen Verbrecher geworden war.

Anton stellte das beschämt fest.

Anton wühlte in der Kassette, aber er fand nur Geld. ®riff nach seinen Banknoten und hatte das Gefühl, als ob bie 80 Tausenddollarscheine falsch seien.

Er konnte es nicht feststellen, aber er hatte das Gefühl.

Kurz entschlossen tauschte er feine Noten gegen andere, die er für echt hielt, um.

Sein Gefühl leitete ihn tatsächlich richtig, denn die Noten waren wirklich falsch gewesen.

Er steckte sie wieder zu sich, verschloß den Safe wieder und wollte gehen.

Aber er blieb noch einmal stehen. War es nicht besser, wenn er das Geld in Sicherheit brachte? Vielleicht konnten die Opfer wieder entschädigt werden.

Er verwarf den Gedanken wieder, beschloß, alles so zu lassen.

Er lief vorsichtig die dunkle Treppe hinab, öffnete im Erdgeschoß ein Fenster und kletterte heraus.

Den Revolver hielt er in der Rechten, um gegen alles gesichert zu sein. Aber der Garten, über beim Heller Mond- •$ein lag, war restlos verlassen. Kein Mensch, kein Tier wachte.

Er schwang sich über das Gitter und stand auf der Straße.

®°r d'sher alles gut gegangen, so nahte jetzt das Un» Ein patroullierender Polizist sah ihn über das Gitter klettern.

..Hinds up!" hörte Anton eine scharfe Stimme und sah Den Policeman steh«« - - - ■

Sesahrdete„Selbstversorgung"E

(Bericht der Vichzentrale, G. m. b. H., Berlin-Friedrichsfelde.)

Die Tendenz des Vieh- und Fleischmarktes pflegt auch in normalen Zeiten im Monat Januar nach unten ge­richtet zu sein. Bekanntlich hat die Landwirtschaft in dieser Zeit Zahlungsverpflichtungen in größerem Um­fange zu erfüllen. Der Verbraucher schränkt seinen Bedarf ein," so daß die an und für sich geschwächte Kaufkraft eine weitere Verminderung erfährt. Auf der anderen Seite drängt marktreifes Schlachtvieh zum Verkauf. Besonders unangenehm fühlbar machte sich daher diesmal der Absatz zu sehr niedrigen Preisen.

In den letzten Jahren hatten wir infolge einer künstlichen und ungesunden Hochkonjunktur auch den Fleischverbrauch über­mäßig gesteigert. Infolgedessen drängte alles nach einer Steigerung der Produktion. Heute entscheidet in der Preis­politik für jedes Produkt, das von der Masse gebraucht wird, die Kauskraft.

Diese ist aber infolge der stetig steigenden Arbeitsloscnziffer um 25 Prozent und mehr gesunken. Dementsprechend erscheint eine Senkung der Preise in biefem Ausmaß als erklärlich, wenn gleichzeitig auch auf anderen Gebieten bi< gleiche Senkung der Kosten cingetrcten wäre. Vergleichi man dagegen die Entwicklung der Preise anderer Produkte in den letzten vier Jahren und berücksichtigt, daß die Preise für Viehprodukte seit mehr als zwei Jahren fortgesetzt weiter zurückgingen, so muß diese Erscheinung doch bedenklich stimmen!

über die tatsächlichen Verkäufe

der Landwirtschaft an Viehproduktcn innerhalb eines Jahres gibt es keine zuverlässigen Unterlagen. Man wird sich daher an den Gesamtschlachtviehaustricb, wie er für neununddreißig der bedeutendsten Schlachtviehmärkte im Jahre 1931 veröffent­licht wird, halten müssen, um diese schätzungsweise fcstzustellcn. Unter Zugrundelegung eines Durchschnittsschlachtgcwichtes von 250 Kilogramm je Rind, 30 Kilogramm je Kalb, 20 Kilogramm je Schaf und 80 Kilogramm je Schwein ergibt sich ein

jährliches Fleischquantum von rund 82 Millionen Zentnern. Eine höhere Bewertung von nur 10 Mark je Ze n 1 n et würde einen Mehrerlös hierauf in Höhe von 8 2 0 M i l - Honen Mark in einem Jahre ergeben. Alle Hilfsaktionen, Zinsverbilligungen, Zollcrhöhungcn einschließlich Markt- stützungsaktionen zusammen, ergeben nur einen geringen Prozentsatz dieser Summe, die auf viehwirtschaftlichcm Gebiet allein schon eine bessere Rentabilität der Landwirtschaft herbei- führen könnte.

Daß Deutschland feinen Bedarf an Fleischprodukten voll und ganz

aus dem Jnlande zu decken vermag, wird jetzt von niemandem mehr bestritten. Der katastrophale Preisrückgang aus diesem Gebiete beweist dies zur Genüge. Trotzdem wird man sich seinen Illusionen darüber hingeben dürfen, daß diese „S e l b st v e r s o r g u n g" ihre Grenzen finben muß in dem Moment, wo die Produktion sich nicht mehr lohnt. Es wäre verhängnisvoll, wenn die gegenwärtig niedrigen Preise tatsächlich

zu einer Verringerung der Produktion führten.

Die Produktion an Vieh läßt sich nun einmal nicht von beute zu morgen ändern. Jede Einschränkung hätte nur unan­genehme Folgen für Deutschland, das cinsach nicht in der Lage ist, die notwendigsten in Deutschland erzcugungsfähigen Lebensmittel vom Auslande zu beziehen.

Was für Schlachtvieh gilt, bezieht sich auch auf die Preis­gestaltung für Zucht- und Nutzvieh. Auch hierin liegt das Geschäft vollständig darnieder. Der Butter- und Fettmarkt mit seiner ebenfalls katastrophalen Preiseutwicklung beeinflußt die Preise für Milch und damit auch für Zuchtvieh, das jetzt fast nirgends lohnenden Absatz mehr findet, so daß Kauf und Austausch von Milchvieh vollständig stockt. In inanchen Gegen­den lohnt es sich kaum, die Milch nach der Stadt zu fahren.

Die Lage auf dem Ferkelmarkt ,M^M hat sich etwas gebessert. Läuferschweine sind dagegen infolgeM der schlechten Preise für Schlachtschweine sehr gedruckt, da sich bei den heutigen Preisen das Futter nicht mehr bezahlt macht. Auch die Kartofselsüttcrung ist heute nicht mehr lohnend, so­lange der Schlachtviehpreis für Schweine unb Rinder sich um 30 Mark je Zentner herum bewegt. Soll daher die Produktion erhalten bleiben, so muß hier Wmldel geschossen werden, und zwar nicht nur im Interesse der Landwirtschaft allein. Unsere Wirtschaft wird erst wieder gefunden, wenn diescs Mitzverhältnis in den Preisen aller Produkte beseitigt sein wird, wird.

BBMiBMmHmaimMMii^^

Anton sah die auf sich gerichtete Waffe.

Der Policeman sah, daß Anton den Revolver gleichfalls schußbereit hielt.

Die Chancen waren gleich verteilt.

„Sie müssen mir auf die Station folgen, Herr!" rief Der Policeman. „Was haben Sie in dem Hause gemacht?"

„Das kann ich Ihnen ganz genau sagen! Ich habe drin gespielt! Sie wissen doch, daß drin eine Spielhölle auf­gemacht ist!"

Der Policeman sah ihn betroffen am

„Eine Spielhölle?"

„Ms, Sergeant, stecken Sie Ihr Schießeisen weg, ich tu's auch. Ich bin kein Verbrecher, wenn ich auch aus einer Verbrecherhöhle komme. Wissen Sie, wohin ich jetzt will? Nach dem Polizeipräsidium. Alles enthüllen, was da vor sich gegangen ist. Verkleidete Polizisten sind gekommen und haben den Spielern ihr Geld abgenommen. Man hat hier die Methode. Sagen Sie, Sergeant, wer bewohnt die Nach­barvilla?"

„Die Nachbarvilla? Ein Privatgelehrtc-r namens Ollmers, Dr. Ollmcrs."

„So, so, mit diesem Ollmers wird sich die Polizei noch sehr eingehend befassen müssen. Sergeant, wollen Sie mit • mir zum Polizeipräsidium fahren?"

Der Beamte nickte und sagte: „Gehen Sie vor mir her!"

Anton tat das. Als sie an die nächste Straßenecke kamen, va überlegte er sich, daß es doch besser sei, wenn er die Sach^ noch nicht der Polizei preisgäbe.

Er drehte sich mit einem plötzlichen Ruck herum und ehe sich's der Beamte versah, lag er am Boden.

Anton hatte ihn mit einem Schlage auf die Kinnspitze kampfunfähig gemacht.

Anton lief, was er konnte, die menschenleere Straße entlang. Ein Taxi kam. Anton rief cs an und ließ sich nach dem Hauptbahsihof fahren. Dort stieg er ab, tat, als wenn er verreisen wollte, und als er sah, daß das Taxi verschwunden war, machte er kehrt, nahm einen Wagen und fuhr nach dem kleinen deutschen Hotel, wo Marianne gespannt auf ü,n marine.

Ihre Augen leuchteten auf. als sie auf den Korridor hinaustrat und Anton in dem Neuankömmling erkannte.

„Gottlob, Sie sind wieder zurück!" „ „

Anton lachte herzhaft auf. „War ein schweres Siuc Arbeit. Marianne, aber ich habe ein Sauglück gehabt. Ent­schuldigen Sie meine derbe Aussprache. Das hätte ich n,,L nicht träumen lassen, daß ich an meinem ersten Tage "i Neuyork soviel erleben mürbe."

Hermann Schmidt, der Wirt des kleinen Hotels, "a> und begrüßte Anton.