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Unterhaltungsblatt

Der König siegt.

Historische Skizze von Hubert S ü d c k it m.

In qifiqelbeu Schwaden prasselt das Feuer aus den brennenden Dächern von Zorndorf. Schwere schwarze Wolken türmen sich. Drohend wölbt sich der düstere, von lohendem Rot verfärbte Augnsthimmel über Freund und Feind. In erbittertem Todes.ringen kämpfen die preußischen und russischen Regimenter.

- M:- bellendem Geheul mähen die Kartätschen des Preußen­konias die Sturmreifen der Russen nieder. Die branden- burglsche Kavallerie attackiert immer wieder die Bataillone der "feindlichen Infanterie und haut sie zusammen, daß die Toten haufenweise das Schlachtfeld bedecken. Doch unermüdlich schieben sich neue Reserven in die Breschen, unaufhörlich brausen frische Schwadronen von Kosaken und Kalmücken auf schäumenden Gäulen gegen die preußischen Linien, immer größere Horden peitschen rasend ihre Pferde gegen die feuer- seeienden Reihen der friderizianischen Grenadiere und Füseliere. Die Preußen schießen Salve auf Salve in die heranwogenden Ptaisen des Feindes. Pardon gibt es nicht. Hüben wie drüben Kür der Tod reiche Ernte. Aber die Füseliere müssen der liebormacht weichen. Sie knirschen mit den Zähnen — es hilft nichts, wenn sie auch jeden Fußbreit Bodens bis zum änßcrften verteidigen. Die mordbrennenden asiatischen Scharen folgen tote Bienenschwärme. Die Front der Preußen beginnt sich aufzurollen. Nur die Grenadiere stehen wie angewurzelt. Dort iit der König in vorderster Linie!

Friedrichs Augen funkeln durch den Pulverdampf. „Kinder, nicht Pardonieren! Schießt! Schießt!" schreit er. Da sieht er das Zurückweichen der Füseliere. Er reißt sich empor; wie ein Adler späht er einen Augenblick hinüber und herüber. Dann stürmt er in langen Sätzen nach rechts.

, Hundsfotts, Ihr!" Schneidend gellt sein Fluch den Wankenden ins Ohr. „Hundsfotts, Ihr!" Und noch ein­mal: „Hundsfotts, Ihr!" Und dann: „Bor diesen Kanaillen habt Ihr Angst?"

Erschrocken starren ihn die Wankenden an. Gesicht und Hände sind ihm geschwärzt von Staub und Pulverdampf, zcr- rr’m in ftine Uniform, und die Feldbinde hängt in ver­blichenen Fetzen am Arm. Nur die Stimme macht ihn kenntlich.

Der König! Tie seine Stimme hören, stehen. Die hintere Linie stutzt und wendet sich um. Wie ein Lauffeuer g -'s nun von Mann zu Mann: der König! Und da sie den König unter sich wissen, stemmen sie die Hacken in den Sand. Nimmermehr zurück! preßt es sich durch die Zähne.

„Ich führe die Bataille! Wer mir nicht folgt, ist keinen Schuß Pulver wert." Erhobenen Hauptes späht Friedrich in die Runde, sein Blick bannt die Furcht, sein Blick zwingt die I? Giere zum Stehen, und nun scharen sie sich um ihn. Dir Fahne reißt der König an sich, schwenkt sie über seinem Haupte, daß im Winde das zerfetzte Tuch flattert: „Ein erbärmlicher Wicht, wer die Fahne verlässt!" Und vorwärts stürmt er, sein Dreispitz fliegt in den Sand, der Sturm kühlt die brennende S::rn. Und Preußens Füseliere folgen dem König und der -Gone. Stickiger Qualm treibt ihnen vom Torfe her ent- gegen Dorwârls!^ Die Höhe dorr muß genommen werden! , .öbms vom König stürzt ein blutjunger Leutnant. Die : reck'enden Augen heften sich auf Friedrich, daß der einen t^ugenoUck zögert. „Majestät, wir gewinnen die Bataille", r^mmt _ es über, dir bleichen Lippen des Sterbenden. Die sz^gne -ernt nch feierlich. Dann geht's keuchend die Höhe hinan.

Center schlagen sich jetzt die Füseliere; ihre Gesichter g-uhen, und der Schweiß hä^l Staub und Ruß darin fest, daß ne. w:e die Temel aussehen. Die Russen glauben, der leib- yaft-ge^ Satan stände gegen sie. Bis auf den letzten Mann la 'ien ne ihre Bataillone zusammenhauen. Sie sind zäh. Jede

mug im Stürm genommen werden, und nur Bajonette und Kolben können, aufräumen. Aber der König ist dabei!

Jetzt setzt der Feind neue Massen ein. Wie Lavaströme wogen sie heran, die klaffenden Lücken schließen sich, und in tapferem Ansturm gewinnen die Russen wieder Boden. Salve a:n ^moe prasselt in die Menschenwogen. Fest stehen die - "-lere und zielen sicher. Wortlos sterben die Russen; aber new lyrc Zeichen hinweg quillt ihre unerschöpfliche Masse

T- „yGeliere, nur noch kurze Zeit! Der Seydlitz attacriertz die Flanke."

Adlitz? — Das sind seine Kürassiere nicht! Der König ipiim über das Schlachtfeld. Auf wilden Zottelpferden braust es yeran, gellende Rufe ertönen. „Diable, das ist der Seydlitz fW- ist der vjeinbi" Und nun bricht es herein wie Sturmesnacht — Kosaken, Kalmücken, Tartaren ...

_ , Ein Dutzend Füseliere schart sich todesmutig um die ^aone. Ueber stürzende Pferdeleiber hinweg rast das Auatenvolk vorwärts. Die Schlitzäugigen nehmen den waa« hal'lgen -^ahnputräger aufs Korn. Die Kugeln pfeifen, die - V / blitzen in der heißen Sonne. Schreiend umkreisen die ■h^^h den König.

Friedrich hält die Fahne in der Linken; in seiner Rechten outztoer -vegen mit dem goldenen Knauf. Um ihn her sterben

streuen, ihr Blut gerinnt dunkel im gelben Sand. Tod- muoe verteidigen noch vier Füseliere die Fahne und den

Friedrich reckt sich empor; groß und kühn schauen Angelin die Sonne; sie leuchten und funkeln, Blitze weuyen. „So will ich mit den Meinen sterben" —, denkt der König und hebt die Fahne.

. Ein Kosak zieht das Pistol und will aus nächster Nähe 'M ihn tchteßen. Drohend richtet sich Friedrichs Adlerauge auf den Angreifer. a

Ein lautes unverständliches Wort poltert über die wM'Ugen Lippen des Kosaken. Er stutzt vor des Königs Blick uns steht Wie angenagelt. Und wieder poltert das laute Wort auö feinem Munde. Es muß ein Zauberwort sein, denn jäh

u die Russen ringsum ihre Pferde und werfen sich in den hmaub. Keine Hand rührt sich, den König zu töten; kein Finger krümmt sich, das Pistol abzudrücken. Friedrich blickt v ewundert um lief; er senkt den Degen mit dem goldenen Knam und hebt die Fahne...

~ Da braust es plötzlich tausendstimmig heran. In mächtiger Ltauowol-? blitzen die Kürasse der Seydlitzschen Reiter Preußens -Kavallerie attackiert die Russen!

7p er König sieht leuchtenden Auges, wie sich der Feind ivend.t, wie die Grenadiere links vorwärtsstürmen, wie die zurückgedrängten Füsiliere gleich Furien den weichenden :- U! i r nachstürzen, wie Seydlitz sie zusammenhaut! Und der -GG:G:ei der Preußen bricht über das Schlachtfeld von Zorndorf: „T:eg! Sieg!"

Da erst treffen Friedrichs Augen wieder die vor ihm im Stande liegenden Russen. Fragend blickt er von einem zum andern. Füseliere umzingeln die Feinde. „-Halt!" ruft der König. „D:e habe ich gefangen, ich gebe Pardon."

„ Tic Gefangenen werden' in Reih und Glied gebracht. HNNN wünscht der König einen Dolmetsch. „Frag' Er sie: Wärmn bin ich vvn den Kanaillen nicht getötet?"

. . . 6ân die Russen Antwort; der Dolmetsch über- retz-. „Maiestat, es sind asiatische Völker. In ihrer Heimat

spricht man von dem mächtigen Bjurkut, der alle hundert Jahre durch die Steppe fliegt und heilig ist.' Wer seine Hand wider den Bjurkut erhebt, den verschlingt ein böser Drache."

„Und was hat das nun mit dem König von Preußen zu tun?"

„Majestät, diese Wilden nennen E u ch den Zaren Bjurkut, bett heiligen Adlerkönig, der gekommen fei, alle Länder zu erobern..."

„Wie kommen diese Kerle dazu, mich so zu nennen?"

„Sie haben Eure Majestät am Blick erkannt; der Blick des Königs hat sie in den Staub gezwungen."

Friedrich lächelt und blickt sich im Kreise um. Er nickt freundlich den Gefangenen.zu: „Man behandele sie gut", sagt er, nnd dann steht er auf der Höhe und läßt seine hellen Augen über das weite, blutgetränttc Schlachtfeld schweifen. An den weißen Monturen der Seydlitz-Kürassiere bleiben sie haften. „Prachtkerle, meine Preußen!" lacht er. Die letzten Feuergarben des hartumkämpften Zorndorf beleuchten sein rußgeschwärztes Gesicht und lassen im Widerschein seine Blicke wie strahlende Sterne blitzen.

Der bittere Trank.

Humoreske von Kathe Donny.

Eine Tur fragte, daß Die Wände zitterten. Laute Schritte ballten im steinernen Hausflur, und eine zweite Tür flog knallend zu. Die alte Luise setzte sich aus einen Kuchenstuhl und rana die Hanse. Es war also genau so gekommen, wie sie Dotausaefeben, sie hatte es ja dem pingen Herrn gleich gesagt: „Magda Lenzner? Da wird der Herr Rat schon wild, wenn er nur ben ^èamen horr."

Aber natürlich, Der pinge Herr wollte es besser wissen: „Meine Magda'? Froh und dankbar wird Der Onkel sein, wenn Dieser Enael in unser finsteres Haus kommt." Du lieber Himmel, und wenn Die Magda nicht nur ein Engel, sondern vie aanse himmlische Heerschar in einer Person wäre — der Name Lenzner genuate, um bet Dem Herrn Rat die Hölle toszulassen. Die gute" alte Luise horchte hinauf. Da ging es oben fchon los mit Dem wütenden Hinundererlaufen, morgen lag Der alte Herr sicher an einem Gallenanfass. Sie seufzte noch einmal und machte sich wieder an ihre Preißelbeeren.

Der funge Herr, Fritz Emmerich, Doktor Der Rechte, Assessor am Amtsgericht, stürmte durch die Straßen der kleinen âtabt. Weil der "Onkel vor zwanzig Jahren einen Prozeß gegen ihren Großvater verloren hatte, sollte er die Magda nicht betraten. Und Dabei kannte er das geliebte Mädchen nicht einmal. Es war lächerlich, es war verrückt — es war grausam von Dem Onkel. —

Die alte Luise hatte recht gehabt, am nächsten Tag lag Ra: Emmerich mit einem heißen Umschlag tm Bett. Diesmal war Der Anfall besonders schmerzhaft, und Die gute Luise, die Beim Einkochen war, meinte, es wäre wohl das beste, für eine Woche eine Pflege; chwester zu nehmen. Der Rat wollte auf- iabren. aber Da kamen schon wieder diese gräßlichen Schmerzen, und er fdjrte: „Meinetwegen, wenn mir das Frauenzimmer nur helfen kann."

Schwester Agathe kam. Sie hatte sanfte geschickte Hände und hantierte so geräuschlos, daß Rat Emmerich ein paarmal neugierig Den Kopf drehte, ob sie auch noch im Zimmer war. „Eine hübsche Person", dachte er, „und so jung. Das ist nun Schwester anstatt zu heiraten. Verrückte Welt!" Schwester Agathe erneuerte Den Umschlag, stützte Dem Kranken Den Kopf und ließ ihn einen heißen bitteren Tee trinken.

„Ein Teufelszeug", fchimpfte er, „aber es hilft."

Die Schwester lächelte sanft. „Tas Bittere im Leben schluckt sich immer am schwersten, aber Dafür hilft es meistens am besten." Ter Rat blinzelte mißtrauisch in das schöne Gesicht unter Der weißen Haube. Aber nein, von Bosheit lag keine Spur Darin. „Eine verteufelte Perfon", dachte er und fchluckte gehorsam Den bitteren Trank. Als Fritz später als sonst nach Haufe kam, Da er mit Magda noch einen Gang durch Den Stadt­park gemacht hatte, erstaunte er aufs höchste. Der gallige Onkel war merkwürdig sanft und freundlich. Er fing sogar eine aus­gedehnte Unterhaltung an und fragte so ganz nebenbei. „Sag mal, Dürfen Krankenschwestern so ohne weiteres heiraten, oder brauchen Sie traenDeine Erlaubnis?" — „Nicht, daß ich wutzke, Onkel. Wieso übrigens?" — „Ach, nur so." Und der Onkel pfiff. Das war seit Jahren nicht vorgekommen.

Am nächsten Abend begann Der Onkel wieder von Krankenschwestern tm allgemeinen und Schwester Agathe im befonberen zu sprechen. ,',Du müßtest sie nur einmal sehen, ivrib. Sie ist ein Enael." — „Danke, ich möchte wegen Deiner

Wiinschelrutenpslanzen.

v Professor Dr. Max Wolff- Eberswalde,

Setter Des Zoologischen Instituts der Forstlichen Hochschule. , ^"".^.Wünschelrute können wir heute wohl sagen: Sie m h erheblich Weniger, als viele meinen, und immerhin S allgemein vor einigen Jahrzehnten zugestanden wurde. Einbildung bleibt es, wenn behauptet wird, die tlutenausichlage unterrichteten den Rutengänger über die v V Gharakter Der angezeigten ^" denen man auf andere Weise keine fern« « ^" erhalten im Stande wäre. Dagegen ist sondern eine wissenschaftlich in exakter Tatsache, daß eine große Zahl von Pflanzen- fotogen jene Dienste leisten, die man früher s ertjoffte und in manchen Rutengängerkreisen auch Ju bon der Zauberrute erwartet, nämlich Boden- n^m?-U dachen, von deren Vorhandensein sonst keine grob« s Zeichen Kunde geben/

'â) kennen wir „Goldpflanzen", „Vleipflanzen", ganzen' — die Reihe der wirtschaftlich lvichtigen deren Gegenwart von bestimmten Pflanzen an« 'Ü zn groß, als daß wir sie hier vollständig hoL , °""^n, Solche Pflanzen, die man wissenschaftlich

verdienen den Namen

balti^» Kalifornien deckt sich die Verbreitung der gold- veren dein Vorkommen bestimmter Sträucher, E'tenbèn °"s wette Entfernungen hin bem tar ""auer projektierenden Geologen die goldhaltigen ^übeXo^ 7?m norbamerifamfehen Staate Montana sind utr das Borkommen der „Silberpflanze", einer worden E - „^wssonum gehörigen Knöterichart entdeckt öeaEitti'rirfJ^ Ul ^)>na und Japan beheimatete ' Arsche g'lt m Queensland als Gold- und Silberpflanze, den Nelkenocwâi^^ lx$. in ^rdaustralien von einer zu styles auf de^ "^11 Mauze, Polycarpaca spiro« Manche dentis '^ V^ kupferhaltigen Ablagerungen leiten. Namen KnE^r ^"^^- ^"^ Lebermoose verdienen den

himmlischen Lichtgcstalt nicht in höchst rrbifche Mons litte kommen. Meine Dienststunden enden zur Zeit erst, wenn Dein Engel schon heimwärts geflogen ist."

Die Woche war vergangen, die Gasse des Herrn Nat befand sich wieder im Normalzustand, aber Schwester Agathe mußte immer noch täglich von neun bis fünf Uhr zn ihn: kommen. „Ich habe ein ernstes Wort mit Dir zu reden, lieber Neffe", begann er eines Abends, hüstelte, fuhr sich durch feinen grauen Haarschopf und hüstelte wieder. „Ich möchte — das heißl, es ist meine Absicht, vielmehr, ich bin zu dem wohlüber­legten Entschluß gekommen ..."

„Den Engel von Schwester Agathe zn heiraten", fiel Fritz ein, „ich habe baS schon längst kommen sehen."

Rat Emmerich hüstelte, fuhr sich wieder durch den Haar­schopf: „Fabelhafte Auffassungsgabe, echt juristisches Kom- binationstalent... Ja, die Schwester Agathe soll geheiratet werden, aber — von Dir, lieber Neffe."

Fritz sprang aus: „Onkel, Du weißt ganz genau, Magda Lenzner..." .

„Papperlapapp, laß mich mit dem Lenznerpack zufrieden, Du heiratest die Agathe, sonst ist's aus mit der Onkelschaft. Hier hast Du's schriftlich. Asseinerbe, wenn Du den Engel nimmst. Sie hat bereits zugestininit." Fritz hörte nicht mehr, was der Onkel noch asses von ben Vorzügen der Schwester hinzufügte, er raste die Treppe hinunter und schloß sich in sein Zimmer ein. Der Onkel mußte verrückt geworden sein, aber er, Fritz, würde schon seinen „fabelhaften Juristenkopf" anstrengen um ihn von diesem wahnsinnigen Heiratsplan zu heilen.

Am nächsten Mittag kam er unerwartet und von keinem gesehen nach Hause, schlich die Treppe hinauf zu dem Schlaf­zimmer des Onkels und legte die Hand auf die Klinke. Dieser Schwester, die es natürlich nur auf ben Reichtum des Onkels abgesehen hatte, würde er die falsche Engelsmaske schon vom Gesicht reißen. Er öffnete leise die Tür und blieb auf der Schwelle stehen.

„Magda, Du ..."

„Fritz, Du..." . .

Rat Emmerich brauchte eine ganze Weile, bis es ihm klar wurde, daß die von der guten alten Luise eingeschmuggelte Schwester Agathe niemand anders war als Magda Lenzner. Da machte er gute Miene zum bösen Spiel, denn der bittere Trank des „Engels" hatte ihn wirklich geheilt.

Wenn's immer so wär!

Wenn's immer, wenn's immer, wenn's immer so wär, Kein Geld in den Taschen, der Beutel stets leer, Stets Wolken am Himmel, das Herze voll Sorgen Unb Notordnung heute, und Notordnung morgen, Dann wär unser Leben an Freuden bald leer, Wenn's immer, wenn’s immer, wenn's immer so wär,

Wenn's immer, wenn’s immer, wenn's immer so wär, Die Welt voller Kummer, voll Elend umher, Viel Menschen ohn' Arbeit, ohn' Brot, ohne Hoffen, Non bitterstern Armut des Lebens betroffen.

Dann wär unser Leben zu tragen nicht mehr, Wenn's immer, wenn’s immer, wenn’s immer so war.

Wenn's immer, wenn's immer, wenn's immer s o wär, Kein Zwietracht im Lande, wenn Einigkeit wär, Wenn „Linke und Rechte" sich reichten die Hände, Wenn's ganze Volk einig zusammen treu stände, Dann fehlt uns zum Glücke des Lebens nichts mehr, Wenn's immer, wenn's immer, wenn’s immer f o wär,

Wenn's immer, wenn’s immer, wenn's immer s o wär, Ein jeder dem Lande ergeben stets wär

In Treue und Liebe; Vertrauen ihm schenkte, Devisen unb Gelder ins Ausland nicht lenkte, Dann krankte mein Deutschland wohl heut nicht so sehr, Wenn's immer, wenn’s immer, wenn’s immer f o wär.

Daß es wieder, daß es wieder, daß es wieder so wär, Millionen von Brüdern nicht hungerten mehr, Daß Deutschland befreit sei von Fesseln und Lasten, Unb Deutsche sich liebten, nicht länger mehr sh a ß t e n !

Dies Ziel zu erreichen, und sei es noch so schwer, Sei heiligstes Streben Dir, Deutscher. Dein' Ehr!

Ob.

Eine Zinnpflanze scheint Der Siebenstern zn sein, Denn . nirgend gedeiht er so üppig wie auf alten Zinnhalden. Im 1 Siegerlands wurde der gemeine Huflattich als Bleipflanze angesprochen, Weil sein Vorkommen dort durchaus mit dem Ausstreicheu der bleiglanzhaltigen Erzgänge zusainmenfällt.

An das Vorkommen Der unter dem Namen Galmei zu- saminyngefaßten Zinkerze ist das danach benannte Galinci- veilchen gebunben, wie in unserer Heimat bei Aachen und in Westfalen die auf Zinkerze abgebauten Böden zeigen. Eine qanze Jlora von salzliebenden Pflanzen weist auf tief in der Erde ihrer Erschließung harrende Kalijalzlager, mindestens auf unter Umftänben verwertbare Solquellen hin.

Ob unsere Weißbirke zuverlässig Eisen anzeigt, ist noch umstritten. Bei Siegen in Westfalen folgen auf weite Ent- | fernung Weißbirkenbestände einem Spateisensteinlager, wähl | renb außerhalb seiner Erstreckung ausschließlich Buche und | Eiche auftreten.

Kleine Wahrheiten.

Von Hans Bethge.

. . Vw^ ^ch^, Menschen haben von ihrem Reichtum nichts f weiter als die Angst, ihn zu verlieren. o , ?^n. heisst- Glied sein einer Kette von Geschlechtern. “ ^cbeii heisst also: Erleben — und Wcitergebcn.

hnrs^i'^s^ vw.Freite des Erfolges, der einem zuteil wènd'et ""^^^" ^^ Dualität des Publikums, an das man sich

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Man muß sich von einer Fran, die man geliebt hat, erst ennt haben, um ihr Inneres klar überblicken zu können.