sehen. dass das Jahr 1931 durch gutes Wetter und reichliche Aesung die Gehörnbildung begünstigt hat und daß die Wildbahn in erfreulichem Aufstieg begriffen ist. Der beste Schaufler stammt auch aus der Mark Brandenburg. Er ist in den Templiner Forsten von dem Oberförster Hauncckcr crlcqt worden.
Tie Ausschmückung der Halle läßt wie immer nichts zu wünschen übrig. Zahlreiche Maler und Bildhauer baden die in diesen Zeiten doppelt wichtige Gelegenheit benutzt, Gemälde, Skizzen und Plastiken anszustellen. Ebenso schön ist die Halle II, in der die Turnierprüfungeu staltfinden, von dem Maler Heilinger durch ein Ge nälde, das eine Weide in Trakchnen darstellt und durch einen Fries, der Turnerszeucn wiedergibt, geschmückt worden.
Kurze poLiiifche Nachnchien.
Als Tag der R e u w a h l des Mecklenburg- Strelitzcr Landtages ist vom Staatsministerium der 13. März festgesetzt worden.
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Reichstagsabgeordneter Dr. Schnee, der bekanntlich zum Vertreter Deutschlands für den Mandschureiausschuß ernannt worden ist, wird am Montag seine Reise nach dem Fernen Osten antreter
s
Der Reichskommissar für Preisüberwachung bat an den Reichsverband des Deutschen Schuh- macherhandwerks ein Schreiben gerichtet, weil festgestellt worden ist, daß die Preisverzeichnisse bei den Schuhmachern völlig gleichlautend und einheitlich gedruckt sind. Daraus sei zu schließen, so erklärt der Rcichs- kommifsar, daß noch Preisbindungen in diesem Handwerk bestünden. Er weise darauf hin, daß dieses Verfahren durchaus unzulässig sei. Die Mißstände müßten bis zum 3. Februar beseitigt werden.
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Die Eeneralverwaltung des ehemaligen preußischen Königshauses teilt mit: „Die in diesem Jahre so besonders große Anzahl von Bekundungen der Anteilnahme am Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers durch Schreiben, Telegramme und Adresse« macht es leider unmöglich, einem jeden einzelnen persönlich zu danken. Infolgedessen bittet die Generalverwal- tung darum, den aufrichtigen, von Herzen kommenden Dank Seiner Majestät für alle Kundgebungen zum 27. Januar auf diesem Wege verbreiten zu wollen."
48 Zombenanschlâge in Stallen aufgeklärt.
Ter Täter verhaftet.
Der römischen Politischen Polizei ist es gelungen, rund 48 Bombenanschläge aufzuklären und den Täter zu verhaften. Es handelt sich um den 30jährigen Mario M e r i q h i, der in Verona festgenommen wurde. Er ist geständig, im Laufe der letzten neun Jahre etwa 48 Postpakete mit Explosivstoffen an Privatperspouen und Verbände geschickt zu haben. In seiner Wohnung wurde ein Verzeichnis von Personen gefunden, gegen die er ähnliche Anschläge plante. Ferner konnte ein erheblicher Vorrat an Sprengstoffen beschlagnahmt werden.
Gegen Inflaironsgerüchie.
Eine Inflation wird auf jeden Fall verhindert.
Zu den in den letzten Tagen immer wiederkehrenden Befürchtungen in der Presse über eine möglicherweise bevorstehende neueJnslationin Deutschland wird von zuständiger Stelle erklärt, die Auffassung der Reichsregierung sei die, daß eine Inflation bei allem Unglück, das Deutschland in den letzten Jahren getroffen habe, das größte Unglück wäre und auf jeden Fall verhindert werden müsse. Mit dem Wagemann-Plan habe sich die Reichsregierung noch gar nicht beschäftigt, werde cs aber in den nächsten Tagen ausführlich tun.
Die Reichsregierung steht mit der Reichsbank nach wie vor gestossen auf dem Standpunkt, daß nichts geschehen darf, was einer inflatorischen Maßnahme auch nur ähnlich sieht. Es wird keinerlei Veränderung des Reichsbank- gesetzeâ erwogen.
Wie erivirbtman dieMchsangehörigkeit?
Um die Einbürgerung Hitlers.
In der Öffentlichkeit ist neuerdings verstärkt die Frage der Einbürgerung des Führers der NSDAP., Adolf Hitler, erörtert worden. Nach dem Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juni 1913, ergänzt durch ein Gesetz vom 5. November 1923, kann die Einbürgerung auf zweierleiWeise erfolgen:
1. Ter betreffende Ausländer hat bei der Regierung des Landes, in dem er seinen Wohnsitz hat, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Diese Regierung kann den Antrag ablehnen. Im Falle der Annahme des Antrages entscheidet der R e i ch s r a 1, in dem Einspruch erhoben werden kann, mit der Begründung, daß die Einbürgerung dem Wohle des Reiches oder des betreffenden Bundesstaates (Landes) zuwiderlaufe. Im Einspruchsfalle entscheidet Der Reichsrat mit Mehrheit.
2. Tie Anstellung eines Ausländers im Reichs- oder Staatsdienst oder in einer Körperschaft des öffentlichen Rechtes in B e a m t e n e i g e n s ch a f t gilt zugleich als Einbürgerung, und zwar erwirbt der Betreffende oadurch automatisch die jeweilige Staatsangehörigkeit oder im Falle der Anstellung im Reichsdienst mit Beamteneigenschaft die unmittelbare Reichs- angehörigkeit.
Wählbar, also auch als Reichspräsidentschaftskandidat, sind nur deutsche Staats- bzw. Reichsangehörige.
Finanzielle Aushungerung Memels.
Der litauische Finanzanteil entzogen.
Um den Rücktritt der memelländischen Landesregierung zu erzwingen, hat Gouverneur Werths den am 25. Januar fällig gewesenen Finanz- anteck der litauischen Regierung für das Memelgebiet gesperrt. Damit ist es cen Kassen des Memelgebietes unmöglich gemacht, am 1. Februar die Gehälter aus- zuzachen^ Durch dieses Vorgehen des Gouverneurs wird P^1 !m '^^e 1926 abgeschlossene Finanzvertrag verletzt, Ppr Fruanzanterl am 10. und 25. eines lecen ^conais zur Auszahlung kommen muß.
Schultheiß-Patzenhofer.
Prozeß Katzenellenbogen u. Genossen
F ü n f Generaldirektoren auf der Anklage- b a n k.
Vor der dritten Großen Strafkammer beim Landgericht I in Berlin begann der Prozeß gegen K a tz c n • cllenbogen und Genossen, in dem gewisse „Transaktionen" in der Schultheiß-Patzenhofer A.-G., der weitbekannten Bicrbraucrcigcscllschaft, zur Erörterung gelangen sollen. Der Prozeß, der voraussichtlich drei Wochen dauern wird, ist auf Grund der Notverordnung vom 6. Oktober 1931 gleich vor eine Strafkammer gekommen. Damit ist die Berufungsmöglichkcit aus- geschaltet, so daß gegen das Urteil, das ergehen wirb, sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Angeklagten nur eine Revisionsmöglichkeit (Reichsgericht) haben. K atze n- cllenbogen wurde aus der Untersuchungshaft vor- geführt. Seine „Genossen", die sich auf freiem Fuß befinden, sind der Braucrcidircktor Dr. Sobernheim, der Handelsrichter Direktor Penzlin, der Brauerei- direktor K u h l m a y und der Braucrcidircktor Funke, Altere Herren zwischen 50 und 60. Die Anklage lautet gegen alle fünf Generaldirektoren ans Bilanzverschleierung. Katzenellenbogen wird außerdem beschuldigt, im handelsrechtlichen Sinuc Untreue begangen zu haben. Ferner hat die Staatsanwaltschaft gegen ihn und Penzlin Anklage wegen Herausgabe eines Prospektes mit irreführenden Angaben erhoben.
Die Vernehmung Katzencllcnbogens.
Bei bet Vernehmung der Angeklagten gab zunächst der G e n e r a l d i r e k t o r K a tz c u e l l e n b o g cu einen Überblick über die Gliederung der Gesellschaften. Danach ist Katzenellen- bogen
Vorstandsmitglied der Breslauer Spritfabrik gewesen und als solcher mit Dr. Sobernheim von Schultheiß bekannt geworden Im Jahre 1921 sei es zu der Interessengemeinschaft gekommen, nachdem die Breslauer Spritfabrik, die in die Ostwerke - A.-G. umgewandclt worden sei, bereits eine Interessengemeinschaft mit K a h l b a n m gehabt hatte. In Wahrheit sei die Interessengemeinschaft tatsächlich eine Fusion gewesen. Er sei damals Vorstandsmitglied der Ost- Werke gewesen, in den Aussichtsrat von Schultheiß gekommen und gleichzeitig im Direktorium der Interessengemeinschaft beider Gesellschaften, also
einer Dachgesellschaft gewesen. Schließlich sei er Generaldirektor der Schultheiß- Patzenbofer A.-G. geworden, nachdem im Herbst 1930 die Fusion erfolg: fei. Außerdem sei er noch stellvertretender Vorsitzender im Aussichtsrat der Commerz- und Privatbank gewesen.
Katzenellenbogen erörterte dann einen mit der Deutschen, der Danat-, der Commerz- und Privatbank und der Dresdner Bank geschlossenen Konsortialvertrag vom 13. Dezember 1928, der sich
mit Stützungskäufen beschäftigte.
Zu dieser Zeit seien die Vermögensverhältnisse der Gesellschaften außerordentlich gut gewesen. Er habe deshalb bei Kursrückgängen nie irgendwelche Gefahren gesehen. In Holland sei ein Konsortium zum Zwecke des Aufkaufs von Ostwerke- und Schultheiß-Aktien gegründet worden, weil man aus geschäftlichen Interessen eine Kurspflege habe durchführen wollen. Das Kapital habe drei Millionen Dollar betragen. An dem Effektensyndikal seien die Eidgenössische Bank, die Holländische Kaufmannsbank und die Commerz- und Privatbank beteiligt gewesen. Schultheiß habe die Garantie übernehmen Müssen, bei einem Verlustgeschäft
die Aktien zu Einstandspreisen zu übernehmen. Er habe sofort durchschaut, daß dieses Hollandkonsortium nicht ausreiche, um die Kurspflege richtig durchzuführen, weshalb er Unterredungen mit Gold - s ch m i d t gehabt habe, um ein Danatbankkonsortium zu gründen, das Nachfolger des Holland-Konsortiums werden sollte.
Der Konsortialbetrag des Danatbankkonsortiums habe drei Millionen Dollar betragen, und sei später auf sechs Millionen Dollar erhöht worden, wobei man auch andere Vertragsbedingungen gemacht habe. Die Danat
Die Braunschweigische Landeszeriung verboien.
Ter braunschweigische Minister des Innern hat an den Verlag der Braunschweigischen Landeszeitung ein Schreiben gerichtet, in dem er mit Berufung aus das Ersuchen des Reichsministers des Innern, das der vierte ^Senal des Reichsgerichts für zulässig erklärt, die Braunschweigische Landeszeitung für die Dauer einer Woche verbietet.
Zusammenstöße in Braunschweig.
Im Anschluß an die Beerdigung des bei einem politischen Zusammenstoß erschossenen Neichsbannermannes Meier kam es am Friedhof in Braunschweig zu Ausschreitungen. Der kommunistische Redner wurde am Sprechen verhindert.
Auf dem Rückweg vom Friedhof sang die nach Tausenden zählende Menge Kampflieder. Es wurden aus der Menge Steine gegen die Polizei geworfen, diese ging mit der Waffe vor. Festgenommen wurden insgesamt 25 Personen, die dem Schnellrichter zugeführt werden. Bei den Ausschreitungen sind drei Personen sowie mehrere Polizeibeamte verletzt worden.
Vermischte Nachrichten
an
Teutsch-französisches Elektroabkommcn.
Paris. Das Ministerpräsidium teilt mit, daß im Anschluß ln. Berlin abgehaltene Sitzung des dcutfch- Wirtzchaftsausschusses Verhandlungen »wische« i ""d der französischen Elekirizftätsindustrie e» . abgeschlossen wurden. Das Pariser Svndicaie Gä- , Eonstruction Rektrique und der gleichartige rdand haben ein Koutengierungsabkommen für du ^Arischen Maschinen und verschiedener Kaiego- npfsrH»« Apparate und elektrischer Haushaltsgegenstäud«
Wiener Universität bis auf weiteres geschlossen.
Wiener Universität und ihre Nebengebäudi . v.an Zusammenstößen, die sich bei Vorlesungen ölP “a 11 scher Professoren zwischen deutschvölkischcn und schlossen worden" Studenten ereigneten, bis aus weiteres ge-
Letttändisch-rusfischer Vertrag fcrtiggestellt. ■ einen nm den lettländisch-russischcn Verhandlungen übet licken ^nntA» n 011 U" 5 1> e r t r a g konnte in allen toefenb Unternimm ha U"^tger Abschluß erreicht werden. Di« ftmtfinben 8 b 3 Vertrages durfte in den nächsten Tagen
„Do X 3" fertig
das mie S Das Dornier-Flugschifs „Do X 3', rehrsaesells^ Jm Auftrage einer italienischen Lustvcr-
bank sei mit 25 Prozent am Gewinn beteiligt worden und beim Verlustgeschäft ausgcschicden. Letzteres sei aber nur durch ein Versehen von ihm geschehen. Der Schultheiß-Konzern sei bei den Stützungskäüfen der Konsortien mit 36 Millionen Mark beteiligt gewesen.
Es kam dann zur Sprache, daß bei den Transaktionen anläßlich der Gründung des kleinen Dauat-Bank-Konsor- tiums neben Schultheiß-Aktien auch Aktien, die sich
in persönlichem Eigentum Katzenellcnbogcns befanden, mitverkauft wurden. Katzenellenbogen erklärte va- zu, es sei manchmal erforderlich gewesen, Privatgcldcr flüssig zu machen, zumal zur damaligen Zeit sein Gehalt noch niedrig gewesen sei. Er habe aber seine privaten Geschäftshandlungen stets parallel mit den Geschäststransaknoneu des Konzerns getätigt. Von den ganzen Konsortialgeschäften habe er Dr. Soberheim Mitteilung gemacht, jedoch habe man dcm Aufsichtsrat nichts gesagt, »veil man nicht die Verantwortung habe übernehmen wollen, gerade in einem sorgenvollen Augenblick diese geschäftliche Angelegenheit dem Aufsichtsrat zu unterbreiten.
Katzenellenbogen betonte dann noch, daß er kein wilder Spekulant sei; er habe auch sein eigenes und das Vermögen seiner Familie in Schnltheitzaktien festgelegt mtb habe sein Vermögen dabei verloren.
Die Vernehmung der anderen Angeklagten.
Nach der Vernehmung Katzenellcnbogcns wurde Dr. Sobernheim vernommen. Er erklärte, daß cr von uen Transaktionen und Konsortialverträgen Katzenellenbogens gewußt habe; er habe aber nicht gewußt, daß diese Gezchaftc zu Lasten der Schultheiß-Patzeuhofer A.-G. gingen. Die ganze Angelegenheit erkläre sich
aus dem unbürokratischen Wesen Katzenellcnbogcns.
Katzenellenbogen habe sehr selbständig gehandelt doch seien niemals Streitigkeiten entstanden, weshalb man ihm habe gewähren lassen. Direktor Penzlin sagte aus, daß Katzenellcn- bogen die Konsortialverträge allein abgeschlossen habe; er sei jedoch von Katzenellenbogen unterrichtet worden. Direktor K u b l m a v erklärte, daß ihm der Zufall einen Brief der Danatbank in die Hände gespielt habe, aus dem er ersehen habe daß Schultheiß bei der Danatbank Verpflichtungen in von 25 Millionen Mark hatte. Bei seinen Nachforschungen habe er dann erst von den Konsortialvertragen erfahren. <;n einer Rücksprache mit Katzenellenbogen sei dieser der Ansicht gewesen, daß cs sich für das Unternehmen katastrophal aus- ivirkeri müsse, wenn die Sache öffentlich bekannt wurde. diesem Grunde habe er, Kuhlmay, die Verantwortung aut sich genommen, dem Aufsichtsrat keinerlei Mitteilung von den Transaktionen zu machen. Auch Direktor F u n k e hat Zunächst von den Konsortialverträgen keine Kenntnis gehabt. Er steht zwar ans dcm Standpunkt, daß dem Aussichtsrat von diesen Verträgen hätte Mitteilung gemacht werden müssen, er sei aber schließlich den Vorscblägen Katzenellenbogens beigetreten, daß es besser fei, den Aussichtsrat nicht zu unterrichten, weck dies verhängnisvolle Folgen für den Konzern gehabt hatte.
Die Verhandlung wurde sodann aus Montag vormittag vertagt.
Di§ Bmösr SAarsk unö ihre MÄhrfagsriK.
Laßt Blumen sprechen.
IM Stlarek-Prozeß kam das Gericht auf die W a h.r- zagcrinSeidlerzu sprechen, zu der Mar Skl a rek sehr oft gegangen sein und mit der ihm eine unzertrennbare Freundschaft verbunden haben soll. Frau Setbier .. soll von Max Sklarek sehr viel Geld erhalten haben. Da- durch erklärt sich auch, daß Frau Seidler nach der, VeL. Haftung der Brüder Sklarek für die Verteidigung von W
einen Betrag von 8000 Mark zur Verfügung stellte. Leo Sklarek sagt, daß auch er zu Frau Seidler gegangen sei, ihr aber nur Blumen gebracht habe. Als er ihr einmal Rosen mitbrachte, habe Fran Seidler zu ihm gesagt: „Rosen sind ein Zeichen von Liebe." Er sei dann nur noch mit Fltederstrautzen ym- gegangen.
Nah und Aern
O „Fräulein Deutschland 1932." Wir haben eine nagelneue Schönheitskönigin! Von einem der zahlreichen „Komitees", die für solche Dinge Zeit haben, wurde in Berlin eine junge Dame aus Elberfeld, die 19jährige Ruth Behnen, zum „Fräulein Deutschland 1932" oder auf gut deutsch: zur „Miß Germanh" 1932" erkoren.
O Graf Helldorf verhaftet, aber wieder aus der Haft _ entlassen. Im Berliner Kurfürstendammprozeß wurde bei Beginn der Verhandlung am Freitag der Angeklagte Gras Helldorf aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Gegen den Grafen Helldors war auf Antrag des Staatsanwaltes ein Haftbefehl erlassen worden, weil er einer der letzten Verhandlungen unentschuldigt fortgeblieben und zu einer Führertagung seiner Partei nach München gefahren war. Der Graf, der sich am Donnerstag mit dem Flugzeug von München nach Berlin znrück- begeben wollte, mußte infolge Nebels in der Nähe von Würzburg notlanden. In Würzburg wurde er verhaftet. Nach der Gerichtsverhandlung ist er wieder aus der Haft entlassen worden.
O Ein Waschbär in Pommern. — Kein Jägerlatein! Bei Seebuckow im pomnierschen Kreise Schlawe fingen die Dackel eines Försters einen Waschbären, der sich unter einem Baumstamm eine Höhle gebaut hatte. Das Tier, das sonst nur in 9iorbamerifa vorkomnit, muß einem Zirkus entlausen sein.
, O Drei Fischer ertrunken. Auf dem Stausee bei Noßnow int Kreise oublifj hat sich ein schweres Bootsnnglück ereignet. Drei Fischer waren mit einem Boote zum Fischfang ausgefahren, sind aber von dieser Fahrt nicht znrück- gekchrt. Als man nach den Vermißten Ansschan hielt, sand man das Boot kieloben treibend auf. Die Leichen der Verunglückten sind auf dem Grunde des bei dem ilnreii Wasser gesichtet worden; sic sonnten jedoch bisher nicht geborgen werden.
O Schiffszusammenstoß auf der Unicrelbc. Auf der Unterelbe bei Schnlau stießen das deutsche Motorschifi "^residente Gomcz" und der norwegische Passagier- dampfer „Leda" zusammen.
O Die Suche nach dem englischen U-Boot „M, 2" anf- gcgebcn? Die Versuche zur Feststellung des Wracks des englischen Unterseebootes „Ak. 2" haben zu keinem Ergebnis geführt. Der Chef der Marinestation Porlö- mouth berief deswegen die Bergungs- und Hebefahr' zeuge zurück. Es besteht kaum Hofjuung, daß noch An- gehörige der Besatzung am Leben sind.
0 Sven Hedin fährt wieder nach Asien. Der schwedische Asiensorschcr Dr. Sven Hedin kehrt Mitte Februar von Schweden, wo er längere Zeit geweilt hat, zu seiner Erpe- ditlon nach Asien zurück. Zunächst fährt er nach Chikagö, Miu dort einen von dem Schwedischamerikaner Bendix gestifteten Buddhatempel zu errichten. Von Ehikago fährt pr direkt zum Hauptquartier der Asienervedftiou in Peking.