Son Blumenkörben und Operationen
Die internationalen Bankiers haben durch den Abschluß der Berliner S i i l l h a l l e k o n s e r e n z gc- ;eipt, daß sie die Notwendigkeil erkannt haben, nicht auf ihren Schein zu bestehen, daß sie eingesehen haben, daß das starre Festhallen an Verträgen, die unter gänzlich 'n Deren Verhältnissen und Voraussetzungen geschlossen norden sind, nicht nur dem Schuldner, sondern auch dem Gläubiger nichts als schwere Verluste bringen mu6. Die Not, die Eisen bricht, muß auch imstande sein. Vertrage aufzitlockern. Muß man in diesem Stillhalteabkommen sie Einsicht praktischer Möglichkeiten auch durch frauzö- stiebe Wirtschaftler anerkennen, so muß man andererseits sich doppelt darüber wundern, daß die französische Politik noch immer und jetzt wieder mit verstärkter straft an ihrer heuchlerischen Phrase von der „Heiligkeit der Verträge" festhält. Nachdem der französische Ministerpräsident Laval in letzter Zeit immer häufiger, mit einer Verneigung gegen sein Parlament, dieses alte Requisit aus der Kammer der Hetzreden P o i n c a r è s hervorgeholt hatte, meldet sich jetzt wieder einmal dieser alte Dcutschenfresser selbst zum Wort, um zu schüren und zu Hetzen. In einem Artikel wendet er sich gegen die deutsche These in der Reparationsfrage.
Tiber die Londoner Konferenz und den Dawes-Plan sei man zum Young- P l a n gelangt, der die Vorteile Deutschlands bedeutend verbessert habe. „Ich erinnere mich," so fährt PoincarS in dem Artikel fort, „seinerzeit den Besuch Stresemanns und anderer deutscher Staatsmänner erhalten zu haben. Sie machten aber nicht den Eindruck von Männern, denen man das Messer an die Kehle setzt. Dr. Stresemann hat sogar feiner besonderen Befriedigung dadurch Ausdruck gegeben, daß er meiner Frau einen Blumenkorb sandte. Wir haben also in netter Unabhängigkeit und in reiflicher Überlegung ein Abkommen getroffen, in dem so die beiderseitigen Interessen gewahrt waren. Wenn derartige Abkommen Papierfetzen werden, wie können sich die Staaten dann über irgend etwas einig werden? Was wird aus den Beziehungen der Völker zueinander werden und was aus der Zivilisation?"
Jm Gegensatz zu diesem französischen Phrasen- g cd resches mit dem Herr Poincarè wohl noch kaum jemanden außer seinen Landsleuten imponieren wird, sieben Äußerungen des bekannten amerikanischen S e naiv r s B o r a h zu der französischen Forderung nach einer Verlängerung des Zahlungsaufschubs unter Aufrechterhaltung des Young-Plans. Er erklärt, daß dadurch keine wirksame Abhilfe geschaffen würde. Ein Zahlungsaufschub unter den jetzigen Verhältnissen wirke wie Die Verschiebung einer Operation, bis der Patient an Schwäche sterbe. Zum Bedauern, das Herriot über Die Ablehnung Amerikas zum Ausdruck brachte, stellte Borah fest, daß die Vereinigten Staaten großes Interesse daran nehmen würden, wenn Frankreich ein Arbeits- Programm vorlege, das zu Der Hoffnung berechtige, daß ein neuer Tag für den Wiederaufbau Europas anvrcche. „Was nützt," so schloß Borah, „ein neuer Zahlungsaufschub unter den Bedingungen, die Laval in seiner Rede gestellt hat, und wie könnten die Vereinigten Staaten daran interessiert fein?"
Was nützen aber alle diese schönen Ermahnungen an Frankreich, dem ja letzten Endes gar nichts an einem Wiederaufbau Europas liegt, sondern nur an der Herstellung und Beseitigung seiner Hegemonie in Europa durch rücksichtslose Ausnutzung der Notlage der Völker. Tie Trikolore soll wehen und sei es auch nur über einem Trümmerfeld!
W Seffen-Aaffau und Aachbargebleten.
Merkblatt für den 27. Januar.
1756: Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg geb. — 1775: Der Philosoph Friedrich Wilhelm Schelling in Leonberg geb. — 1859: Wilhelm II., ehemaliger Deutscher Kaiser, in Berlin geb.
Wären wir von Kindheit an gewöhnt, unsere Umgebung zu einer freundlichen Ordnung zu gestalten, so würde auch unser Inneres diese Ordnung durch eine harmonische Stimmung der Seele abspiegeln. Feuchtersleben.
Wetterbericht.
liniere Witterung steht immer noch unter dem Einfluß eines stetigen Hochdruckgebietes, das sich vom Balkan über Deutschland hinweg bis nach England erstreckt. An seiner Nordleite geht über Nordeuropa heftige Wirbeltittiakeir ror sich, wobei i n der Einfluß der Tiefauslaufer gelegentlich bis nach Deutsch- I-nb hinein geltend macht. Die Witterung unseres Gebietes wird jedoch auch weiterhin im wesentlichen durch das Hochdruckgebiet bestimm: werden. — Witterungsaussichten bis Mittwochabend: Teils neblig, teils aber auch heiter, Wetter mit lia^trröften, trocken.
* Fulda, den 26. Januar 1932.
Frische Luft.
Für die Erhaltung unserer Gesundheit ist der Aufenthalt in frischer Luft von größter Bedeutung. Und doch wird, besonders im Winter, von diesem „Heilmittel der Viatur“ keineswegs immer genügend Gebrauch gemacht.
So sind z. B. viele Menschen durch ihren Berus für den größten Teil des Tages ans Zimmer — Bureau, Fabrikraum oder dergleichen — gefesselt. Schon nach wenigen Stunden macht sich bei manchen ein körperliches Unbehagen, Kopfschmerzen, Ohnmachtsanwandlungen und dergleichen bemerkbar. Ein Fenster zu öffnen, wagt man nicht, aus Angst vor Zugluft, aus Angst vor zu starker Abkühlung des Arbeitsraumes. Diese Sorge ist zwar nicht ganz unberechtigt. Aber darum sollte man doch nicht darauf verzichten, alle paar Stunden den Raum zu verlassen und für wenige Minuten, am besten unter Herstellung von Zugluft oder gleichzeitigem Offnen der Türen, frischer Lust Eintritt zu gestatteten.
Noch schlimmer steht es vielfach in Wohnräumen, die heutzutage der Not gehorchend einer größeren Anzahl von Menschen als Aufenthaltsort dienen. Die Hausfrau ist iroT wenn sie ihrer Familie eine warme Stube bieten kann. „Man kann doch die Wärme nicht auf die Straße lassen!" Darum werden die Fenster geschlossen gehalten, ja vielfach noch besonders abgedichtet, um Zugluft und so auch jeden Luftwechsel zu vermeiden! Gewiß muß man mit dem Heizmaterial sparsam umgehen, aber die Haussrau vergißt dabei, daß r e i n e f r i s ch e L u f 1 s i ch viel rascher erwärmt. Deshalb soll morgens zuerst der Ofen angemacht und dann für fünf bis zehn Minuten das Fenster geöffnet und durch Offnen der Türen für Zugluft gesorgt werden. Natürlich darf sich während dieser Zeit niemand im Zimmer aushalten. In gleicher Weise soll mindestens noch einmal am Nachmittag eine Lüftung der Zimmer vorgenommen werden.
Nord und Süd.
Probleme der Reichsreform
Das Verhältnis v o n Reich und Ländern.
Eine der wichtigsten Fragen für die Gestaltung der deutschen Zukunft ist die Reichsresorm. Die Schwierigkeit ihrer Durchführung, ja, nur ihrer Inangriffnahme, hat bisher immer wieder zu einem Aufschub geführt. — er enge Zusammenhang dieser Reform mit der Frage der Führung der großen Politik im Reich und dem Problem der Anpassung der öffentlichen Verwaltung an die «taat»- aufgabcn der neuen Zeit erklärt das Zögern, mit dem man an die Lösung dieser Riescnaufgnbc herantritt.
Dr. Geßler, der Vorsitzende des Bundes zur Er- ncuerung des Reiches, von der schon ein großer Reformplan vorgelegt wurde, äußerle sich jetzt in einem xluffah über das Verhältnis von Reich und Ländern im Rahmen der Reichsreform. Er vergleicht zunächst die Bestrebungen der im Reich widerstreitenden U n i l a r l e r und der F ö r d e r a l i ft e n verschiedentlicher Prägung und betont, daß Der Kernpunkt Der ganzsn Frage das
Verhältnis zwischen Reich und Preußen
sei. Er kommt zu dem Ergebnis, daß Der Dualismus dadurch beseitigt werden müsse, daß Preußen als Ganzes unter Abrundung durch Die kleinen norddeutschen Staaten und unter Hebung der Stellung seiner Provinzen vom Reich verwaltet werden müsse, daß die süddeutschen Länder und Sachsen, wenn H esse n und Thüringen wollen, auch diese ihre Hoheitsrechte behalten und eine feste Zuständigkeitscinteilung zwischen Reich und Ländern herbeigeführt wird. „Ich bin der Meinung," sagt er, „daß die Bismarcksche Lösung der
verschiedenen Behandlung von Nord und Süd
die richtige gewesen ist." Komplizierte Gebiete, wie Kirche
Vie nationalsozialistische Auffassung.
Nochmals Erklärung zu Brüning-Brief an Hil Beteiligung der NSDAP, an der Regierungsbildung Hofmanns Auslassungen. — „Wir warten in Ruhe .
Ter „Völkische Beobachter" zur Erwiderung des Reichskanzlers auf die Denkschrift Hitlers.
Der „Völkische Beobachter" nimmt zu der Antwort des Reichskanzlers Dr. Brüning auf die Denkschrift Hitlers Stellung.
Das Blatt wirft dem Reichskanzler hinsichtlich der Würdigung der staats- und verfassungsrechtlichen Bedenken der Hitlerschen Denkschrift Unklarheit und Oberflächlichkeit vor. Am schwächsten wirke die Antwort, wo sie versuche, die politischen Argumente Hitlers zu entkräften. Der Reichskanzler hätte besser auf jede Erwiderung verzichten sollen, anstatt gewissermaßen offiziell zu bekunden, daß niemand, selb st der Kanzler nicht, in der Lage sei, das System zu entlasten. Infolgedessen wirke die hochoffiziell angekündigte und sicherlich mit Spannung erwartete Antwort letzten Endes kaum viel mehr als eine Empfangsbestätigung. Der Reichskanzler habe nicht verfehlt, das Schlagwort von der „Geschlossenheit der Nation" zu benutzen, zu der auch die Nationalsozialisten beitragen sollten. „Wär lehnen es ab", schließt das Blatt, „unszusammen mit marxistischen Volksverrätern als Nation qualifizieren zu lassen. Und wir lehnen Belehrungen über unser nationales Verhalten umso mehr ab, als wir genau wissen, daß ohne unser nationalsozialistisches Dasein, mit dem allein das Ausland als etwas Realem rechnet, eine außenpolitische Handlung bescheidenster Art seitens der Regierung Brüning überhaupt nicht möglich wäre."
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„Bekenntnisse und Verlegenheiten des hessischen Zentrums".
Darmstadt, 25. Jan. Unter der obigen Ueberschrift erklärt der Führer der hessischen Nationalsozialisten, Abgeordneter Karl Lenz u. a.: Der Fraktionsvorsitzende der hessischen Zentrumspartei hat in einer Betrachtung unter dem verlegenen Titel „W a s nun?" zur politischen Lage in Hessen Stellung genommen. Seine tatsächlichen Behauptungen bedürfen einiger Korrekturen, seine Folgerungen einer Kritik von unserer Partei. Herr Ministerialrat Hofmann M. d. L. versucht zunächst nachzuweisen, daß die NSDAP. „Den Ausgang der hessischen Wahlen vom November v. Js. auch heute noch nicht objektiv zu würdigen vermöge" und stellt als seine objektive Würdigung fest, daß, da die NSDAP, noch nicht die Mehrheit, sondern „nur" '^...P^^nt der Stimmen erlangt hat, die Mehrheit der hessischenWählerschaft die Nationalsozialisten ablehne. In dieser Feststellung erblicken wir mehr als eine „objektive Würdigung" der Lage, nämlich ein Bekenntnis gegen die NSDAP, und zu allen ihren Gegnern. Damit ' ist die Einheitsfront von den Kommunisten bis zum Zentrum gebildet, verbunden durch den gemeinsamen Haß gegen den Nationalsozialismus und durch die gemeinsame Angst.
Wenn Ministerialrat Hofmann weiter feststellt, daß die oentrumswähler Zentrumspolitik — nicht natinoalfoziali- striche Politik — fordern, dann aber zugeben muß, daß in der bisherigen Koalition wirklich christliche Schulpolitik unmöglich war, die mit uns nach unserem 12 Punktepro- gramm durchgeführt werden könnte, so liegt darin das Ge- üssssdms, daß Zentrumspolitik ohne christliche Schulpolitik möglich ist und daß eine solche Zentrumspolitik einer Unterstützung der NSDAP, vorgezogen wird.
Ganz entschieden muß die beleidigende Unterstellung zuruckgewiesen werden, die Erklärung unserer Bereitschaft, in Hessen mit Unterstützung des Zentrums die Regierung U uoernehmen, sei nicht ehrlich gemeint gewesen. Das Urteil über die Ehrlichkeit oder Unehrlichkeit einer Politik wird letzten Endes das erwachende Volk mit sicherem In
Obstbau-Kurse
an der Obstbauanftalt Oberzwehren 1932.
fc-lg^nbe^luttfe^ an bei Obstbauanstalt Oberzwehren
6 11 6 a u l e br g a n g für Vaumwärter (Ge- âd Pereinsbaumwärterj: Frübjahrsabsä nitt (5 "â lo^ Februar bis 19. März: Sommerabschnitt (2 vâ m Auni bis 18. Juni: Herbstabschnitt (3 Wochen) ^19 W Oktober. Baumwärter, welche sich für spätere onentllchen Dienst (Kreis, Gemeinde, Genossen- erhalten durch Die Landwirtschafts- - rio^'kdungsbe ihi izen. Anträge und Anmeldungen mit ^ten^r ^L^^ Antragsteller den Kur- sijlen die gleiche Ausbildungsbeihilse gewährt, müssen an die
und Schule, müßten den süddeutschen Ländern als R c s e r- vatrechl überwiesen werden, so daß ein plötzliches Eingreifen einer Reichsmchrhcit in garantierte Rechte nicht möglich sei. Es handele sich bei all dem um keine ewige, sondern um
eine brauchbare Lösung für die Gegenwart. Außerachtlassung Der realen Machtverhältnisse werde dem deutschen Vaterlande so wenig förderlich fein wie Der Lösung Der vordringlichen Aufgabe, für eine Generation wieder alle Kräfte in den Dienst des Ganzen zu zwingen.
Mecklenburgische Wünsche.
Die mecklenburgischen Heimatverbände haben zur Frage Der Reichsreform eine Entschließung gefaßt, in Der es heißt, es gebe wohl keinen Mecklenburger, der nicht die
Erhaltung der Selbständigkeit
seines Heimatlandes wünsche. Wenn dies aber nicht möglich sei, so müsse man fordern, daß das Land, dessen Volk in fast SOOjähriger gemeinsamer geschichtlicher und kultureller Entwicklung zu einer Einheit verschmolzen sei, auf keinen Fall zerrissen werde, wie es schon vor- geschlagen sei; Mecklenburg müsse vielmehr ungeteilt und als geschlossener Verwaltungsbezirk nach Westen an
ein Land mit niedersächsischem Grundcharalter angegliedert werden, möglichst unter Einschluß des von Niedersachsen besiedelten nördlichen V o r p o in m e r n. Die K u l t u r p f l e g e müsse Sache der neuen Länder sein, ihnen seien hierfür ausreichende Mittel sicherzu- stellcn. Unter Aussicht des Reiches müsse das Schulwesen zur Zuständigkeit der neuen Länder gehören. Die mit der Verwaltung unserer Heimat betrauten Beamten sowie die Richter und Lehrer müßten den nieder- sächsischen Kulturkreisen entstammen.
ler. — Zur Lage in Hessen: Gauleiter Lenz lehnt die in Hessen ab. — An das hessische Zentrum: Kritik an
stinkt sprechen. Jedenfalls ist dieser Vorwurf der Unehrlichkeit wenig geeignet, unser Vertrauen auf den Willen des Zentrums zu einer „ehrlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit", wie sie unser erstes Schreiben an das hessische Zentrum forderte, zu festigen. Mehr noch: Wenn der Fraktionsvorsitzende des hessischen Zentrums behauptet, unsere Bewegung werde „aller Wahrscheinlichkeit nach in dem bestehenden Ausmaß nicht von langer Dauer sein", so bekennt er hiermit die alte stets enttäuschte Hoffnung des Zentrums, der Nationalsozialismus werde sich „totlaufen" bevor man ihn als die führende politische Kraft Deutsch- lands anzuerkennen gezwungen werde. Damit erscheint Irie Ehrlichkeit der vom Zentrum behaupteten Koalitionsbereitschaft bedenklich in Frage gestellt.
Dem entspricht auch die Ableugnung einer „Diffamierung" der Nationalsozialisten durch die Zentrumspartei, während von den gegenwärtigen Regierungen des Reichs und der meisten Länder unter Führung bezw. Mitwirkung des Zentrums die Nationalsozialisten zu Staatsbürgern zweiter und dritter Klasse erniedrigt werden.
So müssen wir feststellen, daß auf der anderen Seite, beim Zentrum der Willen zur Ermöglichung einer nati» nalen Regierung in Hessen gefehlt hat und fetzlD'^M^s Zentrum zieht noch immer — wie seit 13 Jahren — die marxistische Staatsführung (unter der es, wie Ministerialrat Hofmann zugibt, als Koalitionspartner feine behaupteten christlichen Grundsätze nicht durchsetzen kann) einer nationalsozialistischen Staatsführung vor.
So trägt die Zentrumspartei die Verantwortung für das, was kommen muß, eine Verantwortung, deren Last und Gefahr sie schon jetzt peinlich zu empfinden beginnt. Wir haben keinen Anlaß, ihr aus der Verlegenheit zu helfen. Bei uns liegt schon jetzt die Entscheidung, auch z. B. über den Zeitpunkt der Landtagsauflösung, und wir ge= J denken uns nicht das Gesetz des Handelns von andern vor- schreiben zu lassen. Es bleibt dabei: Heute haben wir die besseren Nerven und warten in Ruhe auf den Augenblick, in dem die anderen am unvermeidlichen Ende stehen und selbst uns zur Staatsführung rufen müssen.
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Keine Regierungsbeteiligung der NSDAP, in Hessen.
Gießen, 25. Jan. Der Gauleiter der NSDAP. in Hessen, Landtagsabgeordneter Len z, sprach hier in einer öffentlichen Versammlung und kam dabei auch auf die Frage der Regierungsbildung in Hessen zu sprechen. Er lehnte die Beteiligung seiner Partei an der Regierungsbildung entschieden ab und erklärte, man habe die NSDAP, in die Regierung hineinmanövrieren wollen. Die Nationalsozialisten dächten aber gar nicht daran, sondern wollten die andern selber regieren lassen und es ihnen anheim stellen, selber die Pleite anzumelden. Kirn- berger und Adelung sollten allein angeben, daß sie nicht mehr könnten. Die NSDAP könne warten bis das jetzige System zu Ende sei, und dann komme die Zeit, wo die NSDAP, allein die Macht haben werde.
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Die Nationalsozialisten fordern Freilassung der politischen Gefangenen.
. Darmstadt, 25. Jan.,. Die nationalsozialistische Landtags- fraktion hat an den Justizminister einen Brief gerichtet, in dem sie die Freilassung der politischen Gefangenen durch die Stellung und Behandlung eines dementsprechenden Antrags in Aussicht stellt. E>e fordert den Justizminister auf, unnötige Gerichts- kosten dadurch tunlichst vermeiden zu wollen, daß er die Anweisung erteilt, daß alle politischen Prozesse solange ausgesetzt werden, bis der Amnestieantrag int Landing beraten worden iT l Anmerkung: Dieser Antrag der Nationalsozialisten wird bereits am Freitag im Gesetzgèbungsausschuß zur Beratung «sitellt werden.)
Obstbauanstalt Oberzwehren bis zum 10. Februar einge reicht werden.
2 S ch ä d li n g sb e k ä m p f u n g stur s u s : am 11. und 12. Februar Anmeldungen sind an die Anstalt zu richten. Das Kur'msgeld beträgt 3 RMk.
T K u r s u s f iir L a n d wirte, E a r t e n b e s i k e r u n d Siedler: Fruhiahrsabschnitt vom 1. bis 3. März: Sommer- abichnitl am 7. und 8. Juni: HeMtabschnirt vom 27. bis 29. Gi’l1’ tember. Anmeldungen sind an die Anstalt zu richten. Das Kursusgeld zur 3 Abschnitte beträgt 5 RMk.
4. Obstverwcrtu n g v ku r su s : am 22. und 23. Juni- Anmeldungen sind an die Anstalt zu richten. Das Kursusgeld beträgt ,3 RMk.
Srnte -, Sortier- und Packerknrsus: uem • 1 j S “T september. Anmeldungen siè an die Dâlt ad richten. Das Knrsusgeld beträgt 3 RMk-