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^.dringlich daraus hingewftsen, daß heute schon viele Sart^ Wirisch änlich so weit heruntergekommen leten, baß ?^!?Sfa® Last fallen. Allgemein wurden z fte bet awial)^ bem Handwerk den be^leim ^ al6 bedeutsamen Mittel

Era bn s der Kundgebung wurde eine Kommission eingesetzt, den in Betracht kommenden Behörden sofort ins LnAnen setzt mid dort bk Forderungen des Handwerks vor- bringen soll. gmtern. (Streit um einen Lotte- Der Arbeiter Detsch schuldete dem Arbeiter fLV 1lt,s aaß ihm, angeblich als vorläufiges Ent- Sch/v'ndel Geld und ^^^i'terâohlfahrtslotterie. Als die- w^^nnfhem Hauptgewinn, einem Wohnhaus im Werte von ?VoO()"marf^ beanspruchte jeder den Gewinn. Die Se5 j°tzt gerichtlich ausgetragen. Es, ist eine ^ingeregeno erla sen worden, dag der Gewinn vor- läusig lücht ausbezahlt werden darf, bis das Gericht entschieden

(Zusammenstotz mit Wilde-

TKreisort Kassel stiess ein Förster im Staatsforst auf Wilddiebe, die ein Stück Schwarzwild und ein Reh bei sich Nuaen Einer der Wilddiebe führte eine Schußwaffe bei sich, mnmit er nach dem Anruf des Beamten auf diesen anlegte. Der Wärter konnte jedoch einem Schuß zuvorkommen, worauf die Wilderer unter Zurücklassung ihrer Beute die Flucht ergriffen, ^»ter gelang es, einen Wilddieb, der im Besitz eines Militär- karabiners und seit längerer Zeit dieses verwerflichen Hand­werks verdächtig war, festzunehmen.

Bad Orb, 21. Jan. (Auszeichnung für erfolg­reich e W i l d d i e b b e k ä m p f u n g.) Für erfolgreiche Tätig­keit auf dem Gebiete der Wilddiebbekämpfung erhielt Oberland- jäger Hotz von Bad Orb vom Allgemeinen Deutschen Jagdschutz­verband, Landesverein Kurhessen, einen größeren Betrag als Ehrengabe, die Medaille des A.D.J.V. mit gekreuzten Hirsch­fängern und das Ehrendiplom für Wilddiebbekümpfung. Gleich­zeitig wurde ihm aus dem gleichen Anlaß eine Ehrengabe und ein Ehrendiplom des Hessischen Jagdklubs, Darmstadt, über­

vier

mittelt.

Frankfurt a. M., 21. Jan. (Gefährliche Einbrecher- bande unschädlich gemacht.) Durch die Aufmerksamkeit eines Hausmeisters gelang es gestern nacht der Polizei, aus einem Keller in der Kaiserstraße drei Einbrecher herauszuholen, und zwar drei Polizei- und aerichtsbekannte Burschen, einen Walter Rabe aus Pleißa (Sachsen), den Monteur Alois Böß aus Saarlouis und einen Alfred Böhm aus Flottenburg. In dem Keller versteckt fand man in einer Aktentasche Schuß- und Stich­waffen und Einbrecherwerkzeuge. Bei einer sofortigen Durch­suchung der Mansarde, die die drei in der Blüchcrstraße be­wohnten, wurde noch ein junges Mädchen vorgefunden, die 24- jährige Anna G., die wegen Verdachts der Mittäterschaft eben­falls festgenommen wurde. Zahlreiche Tabakwaren, die in der Mansarde lagerten und aus Diebstählen herrühren dürften, wurden beschlagnahmt.

Frankfurt a. M., 22. Jan. (Fast 3 5 0 0 0 0 Arbeits­lose iin LandesarbeitsAmtsbezirk Hessen.) lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen-Nassau und Hessen be­richtet das Landesarbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Die Arbeitslosigkeit hat auch in der ersten Januarhälfte noch ganz beträchtlich^zugenommen. Die Zahl der Arbeitsuchenden erhöhte sich um rund 16 400 oder 5 Prozent auf 346 275 (in der Vorde- richtszeit um 18 500 oder 6 Prozent). Diesesmal sind die Sai­sonaußenberufe an der Zunahme weniger stark beteiligt als die übrigen Berufe, und zwar mit nur rund 5000 oder 30,4 Prozent gegen 8700 oder 47 Prozent im vorigen Berichtsabschnitt, was darauf zurückzuführen sein dürfte, daß der Zustrom aus den Außenberufen allniählich aufhören muß, weil überhaupt nur noch wenige unbedingt notwendige Arbeitskräfte beschäftigt werden. Von den übrigen Berufen werden durch die weitere Verschlechterung der Wirtschaftslage immer mehr Kräfte ent­behrlich und entlassen. Die Zunahme an Arbeitsuchenden war am größten in der Metallindustrie (plus 2804), im Beklei­dungsgewerbe '(plus 1228), im Holzgewerbe (plus 1003), in der Lederindustrie (plus 928) und im Nahrungs- und Eenutzmittel- gewerbe (plus 855). In den Angestelltenberufen ist die Ar­beitslosigkeit gleichfalls stärker gestiegen. Die Hauptunter- sttttzungsempfänger in Arbeitslosenunterstützung und Krisen­fürsorge sind insgesamt um 11222 aus 174 699 gestiegen. Von den Arbeitsuchenden erhielten 90 514 oder 26,1 Prozent Arbeits­losenunterstützung, 84 185 oder 24,3 Prozent Krisenunterstützung; 93 380 oder 27 Prozent waren von den Arbeitsämtern aner­kannte Wohlfahrtserwerbslose. Kurzarbeiterunterstützung wurde Mitte Dezember an 11615 Personen gezahlt, im November an 10 806.

Frankfurt a. M., 22. Jan. (Der Preiskommissar für Hessen-Nassau und Hessen.) Der Reichskommis­sar für Preisüberwachung hat für Hessen-Nassau und Hessen den Stadtrat a. D. Dr. Heinrich Langer in Frankfurt a. M. als Landesbeauftragten eingesetzt.

Offenbach a. M., 21. Jan. (Unglücksfall oder Ver­brechen ?) Die Leiche des aus dem Main bei Mainz gelan­deten 24jährigen Kaufmanns Köhler von hier war bekanntlich zur Beerdigung freigegeben worden, da eine Besichtigung durch den Kreisarzt keinerlei Anhaltspunkte für ein Verbrechen er­geben hatte. Inzwischen war aber der Staatsanwaltschaft be­kannt geworden, daß sich bei der Landung der Leiche Reste eines fremden Hemdsärmels in der Faust befunden haben, die man entfernt hatte, ohne die Staatsanwaltschaft zu unterrichten. In­folgedessen ist die nachträgliche Sezierung der Leiche angeordnet worden, deren Ergebnis noch nicht bekannt ist.

Karlstadt a. M., 22. Januar. (E i n Viehtransport stürzt um.) Zwischen Wiesenfeld und Karlstadt stürzte ein Birkenfelder Viehtransportauto um, Menschen und Tiere unter sich begrabend. Zwei Personen wurden verletzt, die übrigen Mitfahrer kamen mit dem Schrecken und einigen Hautabschür­fungen davon. Von den verladenen Rindern wurden einige

Fuldaer Filmschau.

„Yorck".

Ein historischer Spitzenfilm im „Neuen Theater".

„Tut Eure Pflicht, Ihr tut sie für Euer Leben und für Eure Kinder, damit dereinst die Sonne über Deutschland schöner leuchten möge".

Aiit diesen Worten mahnt Porck am Schluß des Films die ungestüm drängenden Kämpfer,' die in hellen Scharen seinen Fahnen zuströmen, bereit zum Opfer für des Vaterlandes Be­freiung. Ein Stück preußisch-deutscher Geschehnisse tiefster völ­kischer Notzeit ist lebendig geworden vor unseren Augèn. Mit sicherer Hand sind die Höhepunkte der frei gestalteten, in allen wesentlichen Punkten aber geschichtstreuen Handlung vorberei­tet. Und wer noch nicht ganz die Stimme seines Blutes in sich erstickt hat und wem noch ein Funke nationaler Ehre im Herzen glüht, der wird in tiefster Seele gepackt und fortgerissen von der Wucht dieses einzigartigen Geschehens und von der ragen­den sittlichen Größe dieses seltenen Mannes Porck.

Warum macht gerade dieser Film auf uns heute einen so tiefen Eindruck?

Die Frage ist leicht und rasch beantwortet. Wie im Jahre 4812 liegt Deutschland auch heute am Boden, geknechtet, ver­höhnt und ausgepowert bis zum Weißbluten. Und es ist das­selbe Frankreich, das mit allen Mitteln brutaler Gewalt uns zu vernichten sucht, wenn auch seine Vernichtunqsmethoden ge­wechselt haben. Damals sollte das letzte preußische Korps, das wirklich noch als vollwertige Truppe gelten konnte, durch einen sinn- und zwecklosen Angriff aus die ganz wesentlich stärkere russische Stellung geopfert werden, damit Frankreich dann um so leichteres Spiel hatte bei der Zertrümmerung Deutschlands und vor allem Preußens.

Ist es in unseren Tagen nicht genau so? Ist unsere politische Ohnmacht nicht ganz die gleiche wie damals? Sind wir nicht genau wie vor 120 Jahren durch wahnwitzige, nur vom Haß diktierte Verträge gebunden, deren sittliche Berechtigung kein wahrheitliebeuder Mensch anerkennen kann und von ‘ deren

^^ ^wußqujv «euvrvnung uueruw

Mietsenkung.

Vom Rathaus wird uns geschrieben:

tts Preußische Staatsminifterium hat aufgrund der in der 4. Notverordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen erteilten Ermächtigung Aussühruligs- beftimmungen zur Mictsenkung erlassen. Es hat in feiner Ver­ordnung vom 21. Dezember 1931 Cie Berechnungsweije der Mietsenkung für Altwohnungen, Neubauten und Gemeinnützige Wohnungsunternchmungen übersichtlich geregelt und Verfah- rensvorschriften erlassen, nach denen die infolge der Mietfenkung Hervorgerufenen Streitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter zu schlichten find.

' 1. Altwchnungen.

Die gesetzliche Miete ermäßigt sich für die mit dem 1. Januar 1932 beginnende Mietzeit von 120 von Hundert auf 110 von Hundert der reinen Friedensmiete. Von den HD von Hundert der reinen Friedensmiete sind für die Kosten der laufenden Jnstandsetzungsardeiten 16 von Hundert in Ansatz gebracht (L 1). Desgleichen sind von dem am 10. Dezember 1931 gezahl­ten Mietzins 10 % der reinen Friodensmiete zu kürzen bei Mietverhältnissen über Gebäude oder Gebäudeteile, die bis zum 1. Juli 1918 bezugsfertig geworden find, für die jedoch nicht die gesetzliche Miete zu zahlen war. Galt am 10. Dezember 1931 ein Mietzins der niedriger war als der Mietzins für die mit dem 1. Januar 1932 beginnende Mistzeit, so ist der Ver- "mietet in beiden Fällen berechtigt, den Unterschied aus diese Mietermäßigung anzurechnen. Der Mieter kann aufgrund cer allgemeinen Ermäßigung der gesetzlichen Miete eine entspre­chende Ermäßigung seines Mietzinses verlangen, wenn sich nach dem Mietverträge der Mietzins nach der Höhe der gesetzlichen Miete bemißt.

Einigen sich Vermieter und Mieter nicht über die nunmehr zu zahlende Friedensmiete, so entscheidet auf Antrag über die Ermäßigung des Mietzinses das M i e t'e ün i g u n g s- a m t. Der Vermieter hat dem Mieteinigungsamt die erforder­lichen Unterlagen vor-ulegen. Der Vermieter hat dem Miet cinigungsamt die erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Dir Entscheidung des Mieteinigungsamtes ist endgültig u'nb bindet Gerichte und Verwaltungsbehörden. Für das Verfahren vor dem Mieternigungsamt gelten im übrigen bje bestehenden Vor­schriften. •

2. Neubauten.

Bei MietverMtwissen über Gebäude oder Gebäudeteile, die nach dem 1. Juli 1918 bezugsfertig geworden sind (sogenannte Neubauten) ermäßigt sich.vom 1. Januar 1932 ab der Mietzins anteilig um den Betrag, um den die laufende Belastung des Grundstückes nach den Vorschriften über die Zinssenlüng auf­grund der Notverordnung vom 8. Dezember 1931 gemindert wird. Der Betrag, um den sich die laufende Belastung des Grund­stückes verringert, ist auf die einzelnen Mieter nach dem Ver­hältnis der Mietzinsen umzulegen, die für die mit dem 1. Januar 1932 beginnende Mietzeit zu entrichten waren. Bei der Berechnung sind auch nicht vermietete Räume mit zu be­rücksichtigen. Bei Räumen, die am 1. Januar 1931 nicht ver­mietet waren, ist der vorher zuletzt vereinbarte Mietzins, bei Bauten, die nach dem 1. Januar 1931 fertiggostellt sind, ist die erste vereinbarte Miete zugrunde zu legen. Heizungskosten und sonstige Nebenleistungen bleiben außer Betracht, wenn sie be­sonders berechnet werden. Bei Mietverhältnissen über Räume in Altwchnungen. die durch Umbauten oder Anbauten nach dem 1. Juli 1918 in Gebäuden neu geichassen sind, ermäßigt sich der am 10. Dezember 1931 geltende Mietzins um 8 von Hundert.

getötet, andere so schwer verletzt, daß sie geschlachtet werden mußten. Der Verkehr war auf längere Zeit gestört.

Darmstadt, 21. Jan. (Verurteilung eines Ee- s u n d b e t e r s.) Der ehemalige Chemiker Johannes Meding aus Darmstadt, der als Ausüber der „christlichen Wissenschaft" Kranke behandelt hatte, wurde heute vom Darmstädter Schöffen­gericht wegen Betrugs zu einem Monat Gefängnis und 500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Seine Ehefrau erhielt als Mittäterin 300 Mark Geldstrafe. Für die Freiheitsstrafe erhielt Meding fünf Jahre Bewährungsfrist. Die Verhandlung fand vor einem großen Publikumsandrang statt. Das Gericht ließ jedoch eine Debatte über den Wert der „christlichen Wissenschaft" nicht zu und fällte das Urteil auf Grund eines bestimmten Falles, wo ein Kind durch die „Behandlung" Medings gestorben ist, da auf Anraten des Angeklagten, der etwa 300 Mark Honorar erhielt, ein Arzt nicht hinzugezogen worden war.

Darmstadt, 22. Januar. (Denkmalsschändung in Darmstad t.) In der vergangenen Nacht haben noch unbe­kannte Täter an dem Reiterdenrmal vor dem Residenzschloß den Bronzesäbel des alten Großherzogs abgesägt und entwendet.

Mainz, 21. Jan. (Die Frau in Männerkleidung. — Der Fall Einsman n.) Im August v. I. erregte es in der ganzen Welt großes Aufsehen, als bekannt wurde, daß sich hier die 46jährige geschiedene Ehefrau Einsmann feit zwölf Jah­ren in Männerkleidung bewege und mit der 37jährigen Arbei­terin Helene Müller, eine ebenfalls geschiedene Frau, als Mann und Frau zusammenlebte. Die beiden Frauen wurden wochen­lang von Neugierigen verfolgt und sie konnten sich der vielen Presseleute, die aus aller Wit herbeiströmten, kaum erwehren. Alle Versuche der Polizei, die Einsmann, die man int Volks­munde mit „Einst-Mann" bezeichnet, zum Ablegen der Män­nerkleidung zu bewegen, sind bisher erfolglos gewesen, Die „Einstmann" erklärl kategorisch, daß ihr die männliche Kleidung zu einer unentbehrlichen Gewohnheit geworden sei. Die Sache wird nun für die beiden Frauen demnächst ein gerichtliches Nach­spiel haben. Die Müller hat nämlich' während des Zusammen­lebens zwei Mädchen geboren, als deren Vater die Einsmann 3BS5S5?3^$^^^^

praktischer Unerfüllbarkeit allgemach auch der blödeste über­zeugt ist, die zu zerreißen bisher aber noch keiner den Niut fand? Porck hat in heißem Ringen um Gehorsam und höchste Pflichterfüllung seiner Zeit den Weg in die Freiheit gewiesen. Er setzte dabei bewußt alles auf eine Karte, aber er stand auch bedingungslos zu seiner Tat. Er wußte genau, daß er nicht nur seine Stellung, sondern auch seinen Kopf wagte. Als Clause­witz während der Vorverhandlung in Tauroggen darauf hin- weist, daß der Abschluß einer Konvention für Preußen und die preußische Armee große Vorteile bringe, Nachteile und Gefahr hingegen nur für die Person Borcks, da sagt der: „Was? Meine Person? Für meinen König gehe auf das Schafott. Ihr habt mich." Der Beschluß, gegen den Willen seines Königs eine solch schicksalsschwere Entscheidung zu treffen, ist diesem'königs- treuen Soldaten nicht leicht geworden. Er entschied nmn im Rausche eines überschwänglichen Gefühls, sondern rang sich in hartem Kampfe zur Klarheit hindurch in seiner starken herr­lichen Seele. And die vernahm den Ruf des Schicksals und folgte ihm. Mußte er nicht diesen günstigen Augenblick nützen für sein Volk, und wenn er selbst darüber zugrunde ging?' Die große Armee Napoleons war geschlagen und vernichtet. Sein Korps war das letzte wertvolle Machtinstrument seines Landes, der Kern des neu aufzustellenden Volksheeres. Folgte er dem Be­fehl seines Königs und fügte er sich den Anordnüngen^des fran­zösischen Oberbefehlshabers und opferte _er_ seine Truppe, dann war für unabsehbare Zeit, vielleicht auf Generationen hinaus, jede Hoffnung auf Befreiung begraben. In seiner Hand lag das Schicksal seines Preußens und Deutschlands. Und darum erzwang er im letzten unwiederbringlichen Augenblick die Ent­scheidung auch gegen den Willen seines Königs, der erst später auf seine Seite trat, als Napoleon ihn durch seinen Abgesandten unerträglich demütigen wollte.

Ein Mann, ein starker Wille, hat Preußen-Deutschland da­mals gerettet, hat den Weg gebahnt zu seines Volkes Brfrei- ung. Porck bat den Weg gefunden, nach heißem Ringen ist er nach der Poscheruner Mühle gegangen. Begeistert jubelten ihm seine Soldaten zu, befreit atmete ganz Preußen auf. Endlich hatte einer den Mut gesunden und gehandelt. And heute? Was ist in den letzten 10 Jahren schon alles geredet worden, was ist unserem armen, geschundenen Volke schon alles ver­

Auch bei den Neubauten findet eine 'Anrechnung auf die Miei- sentung statt, wenn der am 10. Dezember 1931 zu zahlende Mietzins niedriger war, als der Mietzins für die mit oem 1. Januar 1931 beginnende Mielzeit. Mieter eines Reu, baues, sie nach dem Mietverträge einen Mietzins in Höhe der gesetzlichen Miete für Altwohnungen entrichten, können nur die durch sie Zin-senlung bedingte Mietermäßigung in Anspruch nehmen: nicht aber die für Altwohnungen geltende Ermäßigung in Höhe von 10 von Hundert der Frieden--mime für sich bean­spruchen.

Streitigkeiten der Vermieter und Mieter über die Berech­nung der Neubaumieten entscheidet auf Antrag der Gemeinde- vorstand, in Fulda also der Magistrat, im Land­kreis der K r ei s a us s chuß. Der Antrag muß innerhalb von 2 Wochen gestellt werden, nachdem der Vermieter dem Mieter den Mietzins mitgeteilt hat. Ist die Frist versäumt, io, bleibt es bei der vom Vermieter angegebenen Ermäßigung. Die Entscheidung über die Mietermäßigung erstreckt sich auf sämtliche Mieter des Grundstückes ohne Rücksicht darauf, ob sie sich am Verfahren beteiligt haben. Sie ist den am Verfahren beteiligten sowie den Mietern zuzustellen, deren Miete gegen­über dem vom Vermieter angegebenen Mietzins erhöht wird. Gegen die Entscheidung des Magistrats bzw. Kreisausschusses ist innerhalb 2 Wochen die Beschwerde an den Regierungs-Prä­sidenten gegeben. Die Entscheidung des Regierungs-Präsiden­ten ist endgültig und bindet Gerichte wie Verwaltungs­behörden. Für die Entscheidung wird eine Verwaltungsgebühr erhoben, die der unterliegende Teil zu tragen hat; sie kann je­doch auch dem obsiegenden Teil auferlegt werden, soweit dies nach Lage der Sache der Billigkeit entspricht.

3. Gemeinnützige Wohnungsunternehmuagrn.

Gemeinnützige Wohnungsunternehmungen sind verpflichtet, den Betrag um den die Mistzinsen ihrer gesamten Grundstücke zu senken wären, derart zur Ermäßigung der einzelnen Mieten zu verwenden, daß unbeschadet des Grundsatzes einer möglichst allgemeinen Mietsenkung eine weitgehende Angleichung der Mietzinsen vergleichbarer Räume erreicht wird. Streitigkeiten über die Mietsenkung hat gleichfalls der Magistrat oder Kreis- ausschuß zu entscheiden. Es sei bemerkt, daß der Antrag auf Entscheidung nur von einem Zehntel der beteiligten Mieter ge­stellt werden kann.

4. Vorläufige Mietsenkung.

Die Vermieter von Altwohnungen, Neubauten sowie Ge­meinnützigen Wohnungsunternehmungen habe ihren Mietern unverzüglich den ermäßigten Mietzins mitzuteilen. Bereitet die entgültige Berechnung des Mietzinses Schwierigkeiten, io hat der Vermieter dem Mieter unverzüglich eine vor­läufige Mitteilung zu machen. Den in der vorläufigen Mit­teilung angegebenen Mietzins hat der Mieter vorbehaltlich einer endgültigen Mietberechnung zu zahlen. Den endgültig errechneten Mietzins, der sich für die mit dem 1. Januar 1932 beginnende Mietzeit ergibt, muß der Vermieter dem Mieter bis zum 25. Januar 1932 mitteilen. Versäumt der Vermieter diese Frist und zahlt infolgedessen der Mieter nicht oder nicht rechtzeitio, gelten die Rechtsfolgen, die für den Mieter deswegen nach Gesetz oder Vertrag eintreten, als nicht eingetreten. Die vorläufige Festsetzung gilt nicht für die Mietermäßigung der gesetzlichen Miete, da bei ihrer Berechnung Schwierig­keiten nicht zu befürchten sind.

in das Standesregister eingetragen wurde. Weiter hat sich die Einsmann, als sie bei der Hochzeit eines ihrer Bekannten als Trauzeuge auftrat, als der Arbeiter Josef Einsmann ausge­geben. Die beiden Frauen haben sich al|o des Vergehens in Be­ziehung auf den Personenstand und der intellektuellen Urkunden­fälschung schuldig gemacht.

Bad Kreuznach, 21. Jan. („Kongreß der Bärenfüh- r e r“.) Ein romantisches Rendezvous gaben sich etwa 100 Bä­renführer mit ihren Tanzbären im Soonwald. Aus allen Gegenden Westdeutschlands zogen die braunen Gesellen herbei. Die Bärenführer, die meistens Zigeuner sind und allem Anschein nach in einer Gilde organisiert sind, hielten ihre Jahrestagung ab. Es war ein Bild wie aus den Zeiten des Schinderhannes: flackernde Lagerfeuer, Schweine wurden am Spieß gebraten, die Bärenführer gestikulierten. Leider machte die Polizei dem ro­mantischen Treiben ein vorzeitiges Ende, da das fahrende Volk nach den gesetzlichen Vorschriften sich nur zwei Tage an einem Ort anfhalten darf. Der „Kongreß der Bärenführer" wurde in die nächste Gemarkung abgeschoben. — Der Tierquälerei durch die Bärenführer sollte endlich der Garaus gemacht werden.

Wochenspielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus: Sonntag, 24. Jan., 15 und 20 Uhr: Im weißen Röss l. Montag, 25. Jan., 16 Uhr: Pelerchens Mond fahrt; 20 Uhr: Im weißen Röss'l. Dienstag, 26. Jan., 19.30 Uhr: Macbeth. Mittwoch, 27. Jan., 19.30 Uhr: Boris Godunow. Donnerstag, 28. Jan., 20 Uhr: Die vertäust: Braut. Samstag, 39. Jan., 19.30 Uhr: Die Zauberflüte. Sonntag, 31. Jan., 15 und 20 Uhr: Im weißen Röss'l.

Schauspielhaus: Sonntag, 2 L Jan., 15 Uhr: Der Kaufmann von Venedig; 20 Uhr: Der Hauptmann von Köpenick. Montag, 25. Jan., 20 Uhr: Fuhrmann Hen chel. Dienstag, 26. Jan., 20 Uhr: Jim und Jill. Mittwoch, 27. Jan., 20 Uhr: Fuhr­mann Henschel. Donnerstag. 28. Jan.. 20 Uhr: Tim und Jill. Freitag, 29. Jan., 20 Uhr: Literatur, hierauf: Liebe­lei. Samstag, 30. Jan., 20 Uhr: Fuhrmann Hcwch-l. Sonntag, 31. Jan., 18.30 Uhr: Wallenstein.

sprochen worden von sagenhaften Silberstreifen, von Friede, von Freiheit und von Brot? And was ist aus all den schönen Reden geworden? Wo blieben die Taten? Ans fehlt eben der Mann, der handelt. Aus Schwäche wurde noch niemals eine große Tat geboren, noch nie ein hartes Schicksal gebannt. Wann wird unserem deutschen Volke nach diesen Notjahren seit 1918 endlich sein Porck erstehen? Fast unter gleichen Ver­hältnissen wie heute trat vor 120 Jahren die Schicksalswende ein mit Porcks Gang nach der Poscheruner Mühle. 'Auch heute kann uns nichts anderes als nur eine befreiende Tat erlösen aus den Sklavenkeiten, in die uns Feinde und wieder in erster Linie Frankreich schlugen.

Porck, dieser eiserne stolze Preuße, ist mehr als nur eine geschichtlich bedeutende Persönlichkeit, er ist Symbol, ist Weg­weiser in eine bessere Zukunft. Er, der treu war wie keiner, wurde zum Rebell um der Pflicht und der Ehre willen, aber nicht der eigenen Ehre willen, sondern es ging ihm einzig um die Freiheit und das Wohl seines Vaterlandes.

Männer vom Geiste Borcks sind heute noch gar inandien Zeitgenossen unsympathisch. In der neupreutzischen Zeit, bat man wenig Verständnis für solche Verkörpere! altpreußischen Pflicht- und Verantwotrungsbewußtseins. Vielleicht werden manche Leute auch diesen Porckfilm als Hugenbergsälen, Edel­kitsch abzutun versuchen. Unkenrufe hat man schon ausgestoßen. Die bestimmt nicht deutschfreundliche „Neue Züricher Zeitung' bat nämlich in dem Porckfilm ein Haar,gefunden und sieht in ihm eine Schädigung des Friedens in einer Zen, wo doch be­kanntlich in Verständigungswillen und Pazifismus gemacht wird. And nebenbei soll der Film auch noch mit demogogvmen Täuschungen arbeiten. And das ist doch unerhört uiu lurm- terlich. Darum hat es wohl auch das betreffende Blair rur an­gebracht gehalten, diese von deutschfeindlichem .Standpunkte aus immerhin noch verständliche, wenn auch sachlich unberechtigte, ablehnende Kritik der Schweizer Zeitung, leinen leiern, nicht vorenthalten zu müssen. Ganz bestimmt in das m nur in -er besten Absicht geschehen; wer könnte daran Zweiteln. ,

Allerdings daran werden auch die rubrendnen Irrem,«den nichts mehr'ändern. Der Geist Borcks in benbworde» und ,ein gewaltiger Schatten geht mahnend und stegoerheuzend durch das deutsM' Land.