BiilseMtiWileil M der StmtlwW-
r Don
Dr. H. Ferres.
(Nachdruck verboten.)
Endlich ist die Krisis überstanden! Das Fieber ist normaler Temperatur gewichen; Die eigentliche Krankheit ist glücklich vorüber Aber matt und blaß liegt der Patient noch in den Kissen; Der geschwächte Körper bedarf dringend der Kräftigung. ^^^^^ genug wird Die völlige Wiederherstellung jedoch durch Appetit- mangel verzögert, und man muß deshalb nach allen möglichen Mitteln suchen, um Die Lust am Essen wieder zu wecken und zu steigern. Zunächst stehen eine ganze Anzahl von Medikamenten zur' Verfügung, die nach dieser Richtung anregend wirken. Ich nenne beispielsweise Die sogenannten Sittermittel, wie Chinarinde, Kondurangoriude. Enzian, Rhabarber, sowie — mehr als Volksmittel - Schafgarbe und Kalmus; auch Pepsin tn irgendeiner Form und verdünnte Salzsäure werden viel gegeben. Gern reicht man Die genannten Mittel auch in Form von medikamentösen Weinen und likörartigen Getränken. Bei nur hat sich zum Beispiel Vialsonischcr Wein gut bewährt. Mindestens ebenso wichtig wie all Diese Medikamente ist aber die richtige Darreichung der Speisen und Getränke. Zunächst soll man niemals größere Mengen auf einmal dem Genesenden vorsctzen. Jedes Uebcrlastcn der nach jeder Krankheit stets enipstndlichcn Vcrdaunngsorgane bedeutet ein Herabmindern des Appetits, ganz abgesehen von Der Möglichkeit einer direkten Schädigung der empfindlichen Teile Außerdem wirkt cs auf Die Psyche des Genesenden nicht gerade günstig ein, wenn er sieht, daß er mit Dem angebotenen Essen nicht fertig wird und wenn er nun befürchten muß, zur nächsten Mahlzeit vielleicht Die Reste vorgesetzt zu bekommen. Lieber öfter kleine, abwechslungsreich gehaltene Mahlzeiten, als weniger oft normale Speiscmèngcn! Selbstverständlich dürfen auch Speisen, die schon für den gesunden Magen und Darm eine besondere Belastung sind, nicht auf Dem Speisezettel eines Genesenden erscheinen. Damit ist natürlich nicht gesagt, daß man auf das Verwenden von appelitreizenden Gewürzen etwa völlig verzichten soll; nur muß man dabei vorsichtig sein und Schritt für Schritt dem Gesundenden allmählich mehr zumuten, bis schließlich Die normale Gewohnheit erreicht ist.
Sehr wichtig ist es, etwas zu beachten, was vielleicht manchem als überflüssige Kleinigkeit erscheinen könnte: das ist die äußere Aufmachung jeder Mahlzeit. Wenn schon ein Gesunder am sauber und freundlich gedeckten Tisch durch Entwickeln eines größeren Appetits beweist, daß diese Aeußcrlichkeiten in Wirklichkeit nicht überflüssig sind, so ist gerade der Genesende besonders enlpfänglich für solche scheinbar unnützen Kleinigkeiten.
Eine hübsch zurechtgeinachic Platte, die auf freundlich ge- Dedtem, vielleicht mit einer Blume geziertem Tisch an das Krankenbett gebracht wird, das Vcrwcnoen des guten, sonst nur zu hohen Feiertagen benutzten Geschirrs, eines'besonders hübschen Trinkbechers oder Glases: all das zeigt dem Krank- gewesenen, daß ganz besondere Sorgfalt für seine Pflege aufgeweudei lvird, und er dankt dafür mit der erwünschten stärkeren Eßlust. Nicht nur Kinder sind für solche Kleinigkeiten zugänglich! Auch Erwachsene, die vielleicht in gesunden Tagen gar nicht daran gewöhnt waren, besonders umsorgt zu sein, empfinven diese freunolidjen Kleinigkeiten als willkommenen Anreiz zum Erwachen eines immer stärker werdenden Gesundungswillens.
EhrzeiMe Sieter.
(Nachdruck verboten.)
Ist der Ehrgeiz bei Kindern anzuspornen oder einzudämmen ? Das ist eine Frage, Die man nicht so schnell mit ja oder nein beantworten ^«nn. Wie alles, so hat auch der Ehrgeiz seine Licht- und Schattenseiten, wenn auch letztere vorwiegen.
In den meisten Fällen wird der Ehrgeiz anerzogen. Stolze Eltern wollen, daß ihre Kinder es einmal zu was bringen, daß sie im späteren Leben es weiterbringen als sie selbst. Es beginnt mit Dem Eintritt des Kindes in Die Schule. Wohl soll man sich um die Leistungen des Kindes kümmern und auch dementsprechend Fragen stellen. Aber schon das Vergleichen ist von Uebel. Wer hat besser gearbeitet? Wer wurde mehr gelobt? Allmählich merkt das Kind: nicht aus die Leistungen selbst kommt es an, sondern Darauf, anoere zu übertrumpfen. Schon kommt cs das nächste Mal triumphierend aus der Schule: „Mutti, heute habe ich es noch besser gekonnt als der X." Balo ist es so weit, daß das Kind verstunml ist wenn andere gelobt werden, und jubelt, wenn'sie geladel! werden Der Ehrgeiz ist geweckt, Die Such, verfolgt den jungen Menschen immer mehr Erfolge zu erreichen, nur um an erster Stelle zu stehen Elterliche Unvernunft hat dies hervorgerufen
Bei den Mitschülern sind solch ehrgeizige Kinder immer sehr unbeliebt; Kinder sind gute Beobachter und merken schnell wer vor dem Lehrer heuchelt - nicht seine Tugendhaftigkeit nehmen sie dem Mitschüler übel, nur seine Kriecherei. Und das mit Recht Ehrgeizige verlangen immer eine Sonderstellung Und um diese zu erreichen, scheuen sie vor keinem Mittel zurück. Sie sind rücksichtslos, Verleumden andere, nur, um sich in Helles Licht zu setzen. Die Hauptsache ist ihnen, das ersehnte Ziel zu erreichen. Bei Kinsern ist der Ehrgeiz auch bedenklich, weil ne ms; leicht überanstrengen. Die Anforderungen steigern sich und nur um zu glänzen, muten sie sich leicht zu viel zu.
Zeig« sich Ehrgeiz von selbst, so versuche man, ihn in ber« nmiftigcn Schranken zu halten. Das Sich-Herausstreichen die sucht nach Anerkennung sind Folgen von falschem Ehrgeiz Jeder denke daran: es gibt Wichtigeres im Leben, als immer die erite Rolle zu spielen und das Lob der anderen herauszu- sordern - nämlich: ein anständiger Mensch zu sein mit reinem Gewissen. Erfülle deine Pflichten um ihrer selbst willen!
Isabella.
die Sonst, WM zu Wen.
Eine oft vermißte Frauentugend.
Von Gertrud Reinsch.
(Nachdruck verboten.)
Seitdem das junge Mädchen nicht mehr als Haustochter au, den Freier wartet, sondern sich auf eigene Füße stellt, ist auch ihr Verhältnis zum Manne ein anderes geworden Diese neue Einstellung zum Leben besingt aber auch eine 'andere Einstellung zu den Mitmenschen und ganz besouvers zum Manne. Mit der einst viel gepriesenen Zurückhaltung kann sich oa^ junge Mädchen jetzt kaum noch durchsetzen — zum Beispiel im Berufsleben -, denn es wird wohl oder übel dazu ae- zwangen, hier und da aktiv zu werden und zu handeln um sich zu schützen oder zu rechtfertigen. Einst taten das Vater oder Mutter, letz, heißt die Forderung: „Selbst ist die — ?yrau!"
Beobachtet man die heutige Jugend, so mutz man sich wundern, tote mtennv ,ie sich bemüht, mit dem Leben und seinen Anforderungen fertig zu werden. Andererseits aber beobachtet der Erwachsene nur allzu oft, datz die weibliche Jugend häuii- auf dem besten Wege ist, das Weiblum zu verleugnen
Sie wünschen
Mitteilungen, Briefbogen, NA 8 g
£»^^ nnimarhpn
karten oder sonstige NM A O VIlUll wl9 whH
I ©le Behandlung, die sich manche junge Mädchen von ihren Freunden und Verehrern bieten lassen, ja, lächelnd gefallen lassen, spottet mitunter jeder Beschreibung. Ick aill — um keine unrühmlichen Vorbilder zu geben — von V. .spielen absehen. Wer aufmerksam beobachtet, weiß, was ich meine. Zum größten Teil liegt die Schuld nicht an ihnen selbst, auch nicht an Der oft zitierten Verrohung der heutigen Jugend, sondern an der wirtschaftlichen Notlage, die die Eltern und Erzieher zwingt, für die Notwendigkeiten des täglichen Lebens mehr denn je zu sorgen. Das Erziehungswerk leidet naturgemäß sehr darunter; die Jugend ist mehr sich selbst überlassen uiiD bösen Einflüssen ausgesetzt, die — einmal erworben oder angenommen - sich nur sehr schwer wieder ausmerzen lassen. Andererseits aber verstehen es viele Eltern selbst nicht besser, und geben ein betrübliches Vorbild, besonders aber die Mutter als Erzieher in eigentlichem Sinne.
Von Kindern sagt man oft: „Da fehlt der Vater! Die Hausfrau klagt, das Dienstmädchen tanze ihr auf der Nase herum. Die Kontoristin beschwert sich, daß ihre Kollegen ihr Ungezogenheiten bieten... „ . „ r
Umgang mit den Menschen ist gewiß eine Kunst, aber dennoch keine schwer erlernbare, sofern der gute Wille vorhanden ist und genügend Selbstachtung. Vermag die Mutter als Erzieherin ihrem Kinde auch Freund zu sein, kann sie ihm gütig, verstehend zur Seite stehen, dann kennt sie bald auch die geheimen trüben Quellen und kann auch ohne Vater einen wertvollen Menschen heranbilden. Trotz der Freundschaft aber muß sie Distanz zu halten totffen. Distanz wahren muß Die berufstätige Frau, Die Hausfrau, die Braut und — in gewissem Sinne — auch die Ehefrau ihrem angetranten Manne gegenüber. Ein Fehltritt, ein Zuviel an Entgegenkommen, an Zugeständnissen oder ein Zuwenig an Selbstzucht hat schon oft die schwersten Folgen gezeitigt. Halten wir also Distanz — das ist eine vergessene Tugend, Die nicht wert ist, verloren zu gehen.
(Nachdruck verboten.)
Der schwere Winter erinnert uns Hausfrauen an jenen berüchtigten Winter 1916/17; das damalige Schreckgespenst aller Familien, die Kohlrübe, taucht wieder auf! Es ist aber gar nicht nötig, daß die Kohlrübe zum „Familien- und Kindcr- schreck" wird, man muß nur verstehen, sie auf verschiedene Arten geschmackhafi zuznbereiten. Darin haben wir Frauen es ja in diesem Winter leichter gegen damals — wir können bei großer Sparsamkeit die notwendigen Lebensmittel, vor allen Dingen Fett, kaufen, während wir das in den Kriegsjahren nicht hatten. Das Geheimnis der Kohlrübe ist nämlich dies: sie will mit reichlich Fett gekocht sein! Dann erst schmeckt sie! In der letzten Zeit ist das Schweinefleisch, ganz besonders die fetten Teile — Kamm und Bauch —, so im Preise heruntergegangen, daß es jede Frau zum Kochen, gerade aber der einfachen Hausmannskost verwenden sollte. Kohlrüben mit Schweinebauch, zusammengekocht mit Kanoffelstückchen, ist auf dem Lande ein sehr beliebtes Essen. Silber auch wir Stadtfrauen sollten es öfter kochen: Gut abgeschmcckt, mit Salz und (nach Belieben) mit etwas Pfeffer, ergibt es ein nahrhaftes, sättigendes Gericht.
Nicht überall ist es bekannt, daß man die Kohlrüben wie die sehr viel teureren Teltower Rübchen kochen kann. Dazu wird die Kohlrübe in feine Streifen geschnitten, in lochendem Salzwasser kurz abgewellt und dann in einer braunen, dicklichen Soße gedämpft. Auch hierzu schmeckt am besten Schweinefleisch. Kann man zu diesem Kohlrübengericht gar ein Stück Keule braten, dann ist ein festliches Mittagessen gezaubert.
Als drittes möchte ich allen Hausfrauen das nachfolgende Rezept zu einem Kohlrübenauflauf empfehlen. Es stammt aus Estland und ist ganz vorzüglich: vier Kohlrüben werden tags zuvor sauber geschält und gewaschen, in beliebig große Teile zerschnitten und in Salzwasser weich gekocht. Man reibt sie, erkaltet, durch die Retbeinühle und fügt hinzu: eine halbe Tasse saure Sahne, eine halbe Tasse zerlassene Butter, vier Eigelb, acht gestoßene Zwiebäcke, Salz und Pfeffer; zuletzt zieht man den stets geschlagenen Eierschnee darunter und füllt die-Masse in eine ausgestrichene Backform, bestreut oben nochmals mit Zwieback oder geriebener Semmel, legt einige Butterflöckchen daraus und bäckt bei Mittelhitze dreiviertel Stunde. (Im Küchenwunder besonders gut!)
^Jch höre schon eine ganze Anzahl Hausfrauen stöhnen: „Saure Sahne, Eier, Butter! Wer kann sich das heutzutage für ein Mittagessen leisten?" Nur gemach! Auch hier läßt sich vieles vereinfachen, ohne daß der Wohlgeschmack darunter leidet. Statt der sauren Sahne nehme man etwas saure, dicke Milch; die Butter kann durch Margarine sehr wohl ersetzt werden.
Als Beilage schmeckt ausgezeichnet dazu: Kaltes Pökelfleisch, Zunge, kalt oder warm, Corned beef, oder auch das weil billigere deutsche Siems Kraftfleisch! Dieser Auflauf, in Estland Kalifat Pastete genannt, ist auch für Magenkranke, die nur leichte Kost zu sich nehmen dürfen, die sonst keine Kohlrüben vertragen, sehr zu empfehlen. Sie schmeckt nicht im geringsten nach der so viel geschmähten Kohlrübe und jede Hausfrau kann )ie unbesorgt abends ihren Gästen vorsetzen. Denn so hart der Winter sein wird, so sehr wir uns auch ëinschräNkcn müssen: eine bescheidene Geselligkeit wollen wir im eigenen Heim doch pflegen, gerade wie in jenem schweren Kriegswimer 1916/17, too wir uns auch aus Sparsamkeitsgründen zusammenfanden, um zu sparen, an Licht und Heizung. Was damals schier unmöglich war, den Gästen dabei etwas vorzusetzen — in diesem Winter werden wir es doch noch schaffen können, wenn wir in nmng angewandter Sparsamkeit billige und einfache Gerichte gefällig zubereiten. H. Gerhardt.
Irei Mimen 8HMe im Ähre.
(Nachdruck verboten.)
"°^ nicht so lange her, daß eine amerikanische Jnnen- J L suchte, Wohnhäuser zu entwerfen, die so ein« toare.n- daß der Hausfrau viel Laufen innerhalb ihrer Zahnung erspart wurde. Diese Anregung war gewiß nicht m»ltiLanJrU,AIa0en- Ist es doch Tatsache, daß Die Hausfrau, hLVaÄIm Zum größten Teil selbst verrichtet, in einer Wohnung nicht nur Tausende von Bewegungen '" e.lner praktisch gebauten Wohnung gespart werden in .[te legt auch durch die gezwungene Lauferei
Wohnung täglich einen langen Weg hatte man kürzlich, wie eine holländische Die ihr» "gerechnet, bah dje Durchschnittshausfrau, Wtohuunn verrichtet, in 35 Jahren innerhalb ihrer
S ' umhergetipp.lt ist, daß cs einem Gang um oie Weit gleichkomm, m
umhergetipp.lt ist, daß cs einem Gang um man'eë oer»^ Dies ist fast unglaublich, und doch wird nur von einem ”’“" M einmal die Mühe macht und (nur innerhalb dw man gemacht hat
(nur iuHprhMt, T^^", «grille jagn, Die man gemacht yai Wette- mÄ We oft klingelt die Haustür-
n st es ein Muhrir "'â)is und wieder nichts dorthin — jetzt :t schrillt das Te^ ber Hacker, der Fleischer usw. Wie oft g verkehrter ^^n laust hin, und dann ist cs ein
' W- Urin. »AX£?» WÄUÄ'" *•"*
Kochen und Küchenarbeiten erfordern Hundert und aber hundert Schritte. Das alltägliche Reinigen der Wohn- und Schlafräume bedingt dasselbe. Und liegt die Küche dann noch unpraktisch, wie in so vielen alten Häusern z. B. im Anbau, dann kommen noch viele unnötige Schritte hinzu, die Kraft und Zeit erfordern'— und so ist es lvohl zu verstehen, daß diese Lauferei innerhalb von 35 Jahren einen Gang um die Welt ausmacht. M. N.
Wozu oerVeuSei am WeisiucuWleu?
Einige praktisch sparsame Anregungen.
(Nachdruck verboten.)'
In heutiger Zeit kommt cs darauf an, selbst die Abfälle noch zu irgend etwas zu verwerten, um damit, wenn auch nicht in merklicher Weise, der Volkswirtschaft, so doch in größerem Maßstabe der eigenen Haushaltskasse zu nützen. Unter den vorgenannten Abfällen finden sich auch Apfelsinenschalen, die noch zu mancherlei nütze sind. Nur wenige Hausfrauen wissen um ihre Verwendbarkeit. Darum einige wertvolle Anregungen darüber in Kürze.
In fast allen Fällen ist es wichtig, die Apfelsine sorgfältig zu schälen, und zwar am besten mit dem sehr praktischen Apfelsincnmesser. Die Schale wird ebenfalls immer von der weißen Jnncnhaui befreit, da sie zum Genuß zu ledern ist und in anderen Fällen zu leicht schimmelt.
Zwecks Bereitung einer Apfclsinen-Essenz werden . Die Schalen zerschnitten und in eine weithalsige Flasche getan. Darauf gießt man nun Weinessig, und zwar so viel, daß der Weinessig zur Hälfie übersteht. Die Flasche wird nun gut zugekorkt und an einen kühlen Ort gestellt. Erst nach Verlauf von zirka sechs Wochen gießt man die Flüssigkeit von den Schalen ab und füllt in eine andere Flasche um. Daraus läßt sich nun eine vorzügliche Orangeade im Sommer bereiten oder aber eine Essenz gewinnen, die sich als Zusatz beim Backen oder Bereiten von Pudding eignet.
Auf andere Weise kommen die sonst so mißachteten Apfelsinenschalen noch zu Werte, wenn sic gut getrocknet werden. Das darf möglichst nicht in Der Sonne erfolgen oder an einer heißen Stelle, sondern Dort, wo es gut warm ist. Wenn Die Schalen getrocknet sind, wickelt man sie — ganz nach Bedarf mehrere oder nur eine — in sauberes Sciöenpapier. Diese Päckchen stopft man in die Fugen der Polstermöbel, in den Sommcrmantel unD Sommerpelz, in die Wintersachen, in den Kleiderschrank oder in Die Truhe. Ein auf diese Art geschütztes Möbel- oder Kleidungsstück wird von den Motten verschont. Es darf aber nicht der Fall sein, daß die Gegenstände schon stark vermottet sind. Dann müssen sie erst, einschließlich der Polsterung, neu behandelt werden. Die Apfelsinenschalen dienen lediglich dazu, die Motten von einem Gegenstände aus Stoff fernzuhalten, aber nicht dazu, sie zu löten oder auszn- treiben. G. R.
Jie MktW H«W.
(Nachdruck verboten.)
f. Wie schützt man Glasschüsscln beim Füllen mit heißer Flüssigkeit vor dem Zerspringen? Will man eine Glasschüssel, in Die man eine heiße Flüssigkeit einfüllt, vor dem Platzen schützen, so stelle man sie auf ein feuchtes Tuch — ein Zerspringen der Schüssel ist dann ausgeschlossen. Das Zerspringen von Einmachegläsern beim Einfüllen von kochend heißem Gelee und dergleichen verhütet man, wenn man einen silbernen Lösfel in das Einmacheglas stellt, der Die Hitze anzieht.
f. Tropfende Tee- und andere Kannen. Viele Kannen haben es an sich, selbst bei geschicktester Handhabung zu tropfen. Wohl gibt es Tropfenfänger, doch sind sie keine Zierde der Kanner-^-’^ funktionieren auch häufig nicht richtig. Es gibt aber ein sehr- einfaches Mittel: man nehme eine winzige Menge irgendeines Fettes (Butter, Schmalz u. dgl.) und schmiere sie an Die untere Seite Der Schnauze, dicht unter Die Mündung des Ausgusses Das Stopfen wird alsbald aufhören und der Geschmack des Getränks wird nicht beeinträchtigt.
f. Mittel gegen Schnupfen. Wer seinen Schnupfen schnell los fein will, versuche folgendes einfaches Mittel: Vor Dem Schlafengehen, ebenso nach dem Aufstehen, trinke man ein Glas lauwarmes Wasser, dem man zwei bis Drei Tropfen Iod bcimischt Im Anfangsstadium hilft das unter Garantie; untertags ist es zwecklos, dieses Mittel zu gebrauchen.
k. Reinigung von Rähniafchincu. Wenn Nähmaschinen, mit verharztem Del und Staub beschmutzt, in ihrem Gange verhindert sind, verschaffe man sich etwas Benzin, bestreiche die Teile, die sonst geölt werden, mit einem Pinsel, trete die Maschine einige Minuten, und wenn das Del aufgeweicht ist, wischt man Die Teile mit einem Lappen rein und öle sie wie gewöhnlich.
Sir iie KW.
(Nachdruck verboten.)
k. Jussuppc. In heißem Suppensett dünstet man zerschnittene gelbe Rübe, Petersilie und Sellerieivurzcl, ein Stück zerschnittene Rindsleber, ein halbes Köpfchen Wirsingkohl und einige Kalbsknochen braun, füllt sodann mit Fleischbrühe auf, läßt alles gut weich kochen, salzt die Suppe und treibt sie durch das Haarsieb.
f. Epiluräerbntter. Vier entgrätete Sardellen, Schnittlauch, Estragon und vier Essiggürkchcn fein gehackt, sodann mit vier harten Eidottern, 125 Gramm Butter und einem Teelöffel Senf durch ein Haarsieb getrieben und aus geröstete Weißbrotschnitten gestrichen.
k. Rosenkohl mit Schweinefleisch und Kartoffeln. (Kräftiges Eintopfgericht.) Für fünf Personen benötigt man IX bis 1% Psuud frisches Schweinefleisch (Karbonaden- oder Nackcn- stück), eine Kilodosc Rosenkohl und zwei Pfund kleine, gleichmäßige Nierenkartosfeln. Das Fleisch schneidet man in hübsche Stücke, brät es in etwas Margarine oder Butter mit Zwiebel- ringen ein wenig hellbräunlich an, streut Salz und Pfeffer darauf und gibt so viel Wasser hinzu, daß es bedeckt ist. Man läßt es langsam nicht allzu weich schmoren, gibt dann die kleinen, ganzen Kartöffelchen daraus und, wenn diese halbgar sind, den der Dose entnommenen gut abgetropften Rosenkohl, den man leicht salzt und nach Belieben mit etwas Kümmel bestreut. Man läßt alles zusammen gut durchdünsten, schüttelt es vor dem Anrichten durcheinander und bringt das Gericht recht heiß zu Tisch. Die Brühe darauf darf nicht zu lang sein, kann auch mit Mehl etwas eingedickt werden.
f. Dicke oder Puffbohnen. Den Inhalt einer Kilodose läßt man aus dem Sieb möglichst trocken ablausen. Inzwischen bereitet man aus einem guten Kochlöffel Butter oder bester Margarine, einem Löffel Mehl und einer kleinen feingeschnittenen Zwiebel eine helle Schwitze, Die man mit etwas Fleischbrühe oder Wasser dickslüssig verrührt. Dann gibt man einige Löffel sauren Rahm, ein Eigelb, Salz und eine Prise Pfeffer und die Bohnen hinein. Das Gericht darf nur heiß werden, keinesfalls mehr kochen. Vor dem Anrichten vermischt man cs mit feingchackter Petersilie und ein wenig getrocknetem Bohnenkraut. Man kaun Die Tunke auch einfacher bereiten, indem man den Rahm und das Eigelb fortlätzt.
KäflmBlgBgHMSMBaCB^^
in sachgemäßer, moderner Ausführung, g druckt auf Ihrem Geschmack entsprechenden Papieren? Wir drucken Ihnen aller und berücksichtigen gerne Ihre persönlichen Wünsche.
Kommen Sie zu uns!
„Anzeiger-Druckerei“