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Um die Reichsregierung.

Dietrich ist sehr zmerstchtlich. — Der LaMoniMiWent fordert bessere Siihrmg.

Oie Reichspräsidenienwahl

als Schicksalswende.

Der Reichsfinanzminifter über die RegierungSpolitik.

Auf der Tagung der schwäbischen Demokraten in Stuttgart hielt der Reichsfinanzminister Dr. Dietrich eine Rede, in der er u. a. ausführte: Es steht nach Mei­nung aller Sachverständigen fest, daß die heutige Krise mit in erster Linie auf die Zahlungen Deutschlands aus dem verlorenen Kriege und die Verrechnung der Kriegs­schulden unter den Alliierten zurückzuführen ist. Es steht weiter fest, daß in Verfolg dieser Zahlungen eine Gold- v e r t e i l n n g in der Welt stattgefunden hat, die förmlich dazu anreizt, darüber nachzudenken, ob das Gold ^iiber- Haupt noch irgendeine Bedeutung im bisherigen Sinne des Wortes, d. h. als Deckung der in Umlauf befindlichen Sloten beanspruchen kann. Ich bin aber nicht vermessen genug, zu behaupten, daß die Reparationszahlungen und Schuldenverrechnungen allein die Schuld an der Welt­krise tragen. Vielmehr sind daran eben so sehr Schuld

die unmöglichen Fricdcnsverträge,

die den Kriegszustand in latenter Form fortgesetzt haben und die wirtschaftlichen Fehlgriffe der ver­gangenen Jahre, in denen eine Überspekulation in Wert­papieren und in Waren stattgefunden hat, die schließlich unter Zerstörung einer ungeheuren Menge ^von Kapital zusammenbrach und damit einen großen Teil der Be­triebsmittel der Weltwirtschaft vernichtete.

Dietrich ging dann auf die innenpolitischen Fragen über. Hinter uns liegt, so führte er aus, das Jahr der Notverordnungen. So wichtig der Inhalt der Notverordnungen ist, entscheidend für die Zukunft des deutschen Volkes wird der Ausgang des Kampfes sein, Ler sich in einigen Monaten bei

der Wahl des Reichspräsidenten entspinnen wird.

Hier wird sich zeigen, ob das deutsche Volk gesonnen ist, cinzusehen, daß man nur mit Einsicht, Beharrlichkeit und rücksichtsloser Anspannung aller Kräfte die Not meistern kann, aber nicht dadurch, daß man irgendeinem Phantom nachläuft, das dem deutschen Volke Wunder ver­spricht. Hier ist die Schicksalswende Deutschlands.

Der Redner ging dann noch ein auf die Frage der Arbeitsbeschaffung, die leider im vergangenen Jahre nicht mit der Energie betrieben wurde, die wün- fchenswert sei und legte dar, daß durch die Auftragsver­gebung der Reichsbahn, durch die Umgestaltung der Sied­lung Wohl etwas, aber nicht genug, erreicht sei.

Zum Schluß führte der Redner aus, daß die Außen­politik nur mit Erfolg betrieben werden kann, wenn der,Kampf im Innern gedämpft wird. Dabei wird

Kämpfe im Osten.

Das gärende Indien.

Die Vorbereitungen für den Ungehorsamleitsseldzug.

Der „Kriegsrat" des Kongresses in Bombay hat die Einzelheiten für den Ungehorsamleitsseldzug festgelegt, darunter die Boykottierung englischer Schiffahrtsgesellschaften und Versicherungskonzerne, die Ausstellung von Streikposten vor englischen Läden sowie die ungesetzliche Herstellung von Salz. Ferner ist ist Einrichtung von zwei Hospitälern mit je 450 Betten in Angriff genommen worden. Gelder zur Unter­stützung der Kongretzaktion werden gesammelt. Die bis­herigen Sammlungen haben bereits über zwei Millionen Mark eingebracht. Weiter soll der Kongreß mit der Bom- bayer Goldbarrenbörse in Verbindung getreten sein, um die G o l d a u s f u h r einzustellen.

Ein Provinzialkongreß hat sämtliche Mühlenbesitzer aufgefordert, die Aufträge auf e n g l i s ch c M a s ch i n e n in Höhe von mindestens sieben Millionen Mark für un­gültig zu erklären.

An vielen Orten kam es zu schweren Zusammen­stößen zwischen Rothemden und Polizei, die zahlreiche Verhaftungen vornahm. In Benares veranstaltete eine riesige Menschenmenge eine Sympathiekundgebung für Gandhi. Die Polizei ging mit Stöcken gegen die Menge vor, wobei eine Person getötet wurde. Als die Menge sich weigerte, auseinanderzugehen, gab die Polizei vierzehn Gewehrsalven ab, durch die zahlreiche Personen getötet und verletzt wurden.

*

Das englische Militär in Indien entwickelt angesichts der gespannten Lage eine verschärfte Tätigkeit, um Aus- fchrertungen von vornherein zu verhindern. Das Flagg- schtsf „Effingham" setzte in Chittagong eine Abteilung Matroien und ein Schisfsgeschütz an Land. Es folgte ein Marsch durch die Straßen der Stadt, an dem auch Mann­schaften der englisch-indischen Armee und Polizei teil- nabmen.

Aeus Militärkontrolle

für Deutschland gefordert.

Französische Sabotageversuche der Abrüstungskonferenz.

-lüe französische öffentliche Meinung zeigt in be­achtenswerter Einmütigkeit die Tendenz des Versuchs einer Sabotierung der Abrüstungskonferenz. In ver- kchiedenen Pariser Blättern beschäftigt man sich aus ein» mal wieder mit der Ständigen M i l i t ä r k o ni - Mission des Völkerbundes. Es sei bedauer­lich, daß die Kommission seit acht Jahren nicht ein ein­ziges Mal zusammenberufen worden sei, da sie doch ein Reglement für „I n v e st i g a t i o n e n" ü b e r d e u t sche R ü st u n g e n ausgearbeitet habe und einen der wich­tigsten Bestandteile bei der Anwendüng dieses Reglements selber darstelle.

Man wird kaum sehlgehen, wenn man in diesem Pafsus eine versteckte Aufforderung findet, es möge eine N a ch p r ü f u n g der deutschen Rüstungen vorgenommen werden. Die hier zum Ausdruck kommende Tendenz ist keineswegs vereinzelt. In der führenden französischen Militärzeilschrift konnte man kürzlich lesen, daß die Aufgaben der Abrüstungskonferenz zunächst darin bestehen müsse, den tatsächlichen Stand der deutschen Rüttungen festzustellen, und daß die Konferenz wider­standslos scheitern müsse, wenn Deutschland eine solche Untersuchung ablehne.

entscheidend sein, ob das Bürgertum gesonnen ist, sich zu­sammenzuschließen, um eine politische Rolle zu spielen.

Die Reichsregierung kann und wird ihre Pläne durch­setzen und das Volk wird durch die Schwierigkeiten der Zeit hindurchkommen, wenn es entschlossen ist, an seinem Teile den Kampf um seine Zukunft aufzunehmen.

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Gras Kalckreuih appelliert

an Hindenburg.

Scharfe Kritik am Reichskabinett.

Auf der Generalversammlung des Westfälischen Land­bundes in Hamm führte der Präsident des Reichsland- bundes, Graf von K a l ck r e n t h , nach eingehender Kritik der Notverordnung vom 8. Dezember 1931 unter anderem aus:

„Wenn der Reichspräsident in seinen schönen Worten, die er dem deutschen Volke zum Jahreswechsel sagte, die heutige Zeit mit den Tagen der Sch l a ch 1 b e i T a n n e n- b e r g vergleicht, so muß ich mir in aller Ehrerbietung gegen den hohen Führer unseres Volkes gegen diesen Vergleich den Einwurf erlauben, daß er m. E. heute noch nicht stimmt, denn was in den Tagen der Schlacht bei Tannenberg das hohe und unauslöschliche Verdienst der Führung war, das war die Verantwortungs­freudigkeit und 'E n t s ch l u ß k r a f 1, mit der die Führung sich zu einem Angriff mit dem Feinde im Rücken entschloß und ihn durchführte und damit dem Feinde das Gesetz des Handelns auferlegte. Das Wesen unserer politischen Führung von heute aber ist das gerade Gegenteil des Wesens der damaligen militärischen Führung: Nirgends ein klares Ziel, nirgends ent­schlossenes und rechtzeitiges Handeln, sondern stets ein Abwarten der Entwicklung, um dann auf dem Wege der Notverordnung den schlimmsten Mißständen wirt­schaftlicher Katastrophen, denen vorzubeugen man ver­absäumt hat, entgegenzutreten. Wenn der Herr Reichs­präsident jetzt vom Volke verlangt, daß es in so schwerer und kritischer Zeit der Reichsregierung Vertrauen ent­gegenbringt, so ist es das Recht und die Pflicht politischer und wirtschaftlicher Führer, heute in kritischer Stunde dem Herrn Reichspräsidenten zu sagen:

Geben Sie dem deutschen Volke eine Regierung, die den Willen und die Kraft aufbringt, die Gestaltung des Geschickes des deutschen Volkes selb st in die Hand zu nehmen, die nicht die schweren Folgen eigener Unterlassungssünden als unentrinnbare Fügung des Schicksals betrachtet, dann wird auch die große Mehrheit des deutschen Volkes opferbereit und entschlossen sich hinter eine solche starke und selbst zum Handeln ent­schlossene Führung stellen."

Der Bombayer Kongreß aufgelöst.

Bombay. Das Gebäude des Bombayer Kongresses und Der Freiwilligenorganisationen wurde von der Polizei be- fchlagnabmi. Der Kongreß und die mit ihm verbundenen Körperschaften werden für ungesetzlich erklärt. Unier den hundert führenden Kongreßmitgliedern, die in den Morgen­stunden in Bombay verhaftet wurden, befinden sich acht Frauen.

Vor neuen Kämpfen in der Mandschurei.

Japanischer Vormarsch von Kirin nach Süden.

Die japanischen Truppen haben von Kirin aus den Vormarsch in südlicher Richtung angetreten. Sie beab­sichtigen, sich mit den in Schanghaikwan liegenden japa- nischen Truppen zu vereinigen, die nach Ankunft japa­nischer Kriegsschiffe bedeutend verstärkt worden sind. Die Meldungen aus dem Fernen Osten bringen die Befürch­tung neuer Kämpfe zum Ausdruck.

Ein Zusammenstoß der Japaner mit starken chinesi­schen Truppen in der Nähe von Schanhaikwan wird als unvermeidlich angesehen. General Honjo teilte mit, daß er einen neuen

Vernichtungsfeldzug gegen das Bandenunwesen eingeleitet habe und hierbei von den unabhängigen Pro­vinzregierungen in Kirin und Mulden unterstützt werde.

*

Japanischer Vormarsch aus Peking.

Weitere Truppenverstärkungen.

Die japanischen Truppen setzen ihren Vormarsch in ver M a n d s ch u r e i fort. In Inka» sind zwei weitere japanische Zerstörer eingetrofsen. In Tientsin zählt die japanische Garnison 2400 Mann. Außerdem sollen dort Flugzeuge und neue Artillerietruppen eingetroffen sein, die für den japanischen Vormarsch aus Peking ver- Wandt werden sollen. Das gesamte Verkehrswesen der Mandichuerei befindet sich in japanischen Händen,

Die Steuersorgen Preußens. m»«r^E^betrag im preußischen Haushalt, der sich auf M.E beläuft, kann durch weitere Ein- unö Einnahmeerhöhungen in den einzelnen nicht gedeckt werden. Wie verlautet, .hIung einer Salzsteuer erwogen worden, oie vom Reich zu erheben wäre und deren Auskommen einem Schlüssel auf die einzelnen Länder zur Er- hoyung ihrer Mittel verteilt werden könnte. Eine solche Steuer hat es bekanntlich schon früher gegeben.

Über das Ergebnis, das eine Unterredung zwischen dem preußischen Finanzminister und Reichskanzler Brü- Ntng gehabt hat, wird an zuständiger Stelle Stillschweigen ^^"wrt. immerhin wird bekannt: Wenn Preußen durch

,1I(L die notwendige Hilfe erlangt, so wird es iicy genötigt sehen, von sich aus durch steuerliche Maß­nahmen neue Mittel zu erschließen. In diesem Zu- lammenhang wird der Gedanke, eine S ch l a ch t st e u e r ernzu,uhren, wieder ausgenommen, obgleich man sich der Bedenken bewußt ist, die in wirtschaftlicher Beziehung gegen biete Steuer sprechen.

c . ®et Weg, durch Erhöhung der preu- 5? ” ; „ « I ft e u e r n, der Grundvermögens- und S irfhb Ä“' neue Einnahmen flüssig zu machen, ist Realsteuersperre, die für das laufende Jahr ver- ;"Ngt worden ist und voraussichtlich auch noch weiter be- stchenbleiben wird, v c r s ch lo s s e n.

Aus Sessen-Aaffau und AaHbargebieten.

Merkblatt für den 8. Januar.

1081: Kaiser Heinrich V. geb. — 1642: Der Physiker und Astronom Galileo Galilei in Ärcetri bei Florenz gest. — 1867: Wilhelm Stolze, Begründer eines stenographischen Systems in Berlin gest. — 1919: Der Schriftsteller Peter Altenberg in Wien gest.

Das kleine Pfefferkorn sieh für gering nicht an, — Versuch es nur, und sieh, wie scharf es beißen kann.

Wetterbericht.

Die Witterung Deutschlands steht unter dem Einfluß eines kräftigen Sturmwirbels, dessen Kern vor der skandinavischen Äiifte' liegt. Ein kräftig ausgebildeter Ausläufer erstreckt sich über die Nordsee südwärts und wird in der Nacht zum Don­nerstag bei uns nochmals Anwachsen des Sturmes und der Niederschlagstütigkeit bringen. An seiner Rückseite steigt der Luftdruck kräftig an, während gleichzeitig die Temperaturen niedriger liegen. Da vom Ozean weitere Wirbel nachzufolgen scheinen, ist eine nachhaltige Abkühlung nicht wahrscheinlich, ooch wird sich vorübergehend mit merklichem Temperaturrück­gang wechselhafteres Wetter mit Schauern einstellen. — Vor­hersage bis Donnerstag abend: Nach anfänglicher Verstärkung der Niederschlagstütigkeit Uebergang zu mehr wechselnder Be­wölkung mit kräftigen Schauern und bei stürmischen, von Süd­west auf West und Norüwest umspringenden Winden rasche Ab­kühlung (um ca. 5 Grad). — Witterungsaussichten für Freitag: Fortdauer der lebhaften und unbeständigen Witterung mit Niederschlägen bei kühleren westlichen Winden.

* Fulda, den 7, Januar 1932.

21. Februar Volksiraueriag.

Der Ausschuß für die Festsetzung eines Volkstrauer­tages hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, den Volkstrauertag in Deutschland und den deutschen Aus­landsgemeinden zum Andenken an die im Weltkriege Ge­fallenen auch im Jahre 1932 am fünften Sonntag vor Ostern, „Reminiszere", also am 21. Februar, in gleicher Weise wie in den Vorjahren, zu feiern.

In der Sitzung ist auch über die Absicht der preußischen Regierung, den Totensonntag für Preußen zum Volks­trauertag zu bestimmen, diskutiert worden. Es ist dabei nicht eine Stimme für den Totensonntag laut geworden.

Es wächst der Tag!

Ganz, ganz langsam weicht die Nacht. Und ganz, ganz langsam wächst der Tag. Das trostlose Dämmern, das Düster des Tages ist überwunden.. Es geht wieder aufwärts. Kaum merklich zwar, nur schüchtern verlängert sich der Tag: „Stephani um einen Katzensprung — Drei­könig um einen Hirschensprung," sagt der Volksmund. Aber nichts, gar nichts kann den Siegeszug des Lichtes aufhalten. Der Tag nimmt zu, ständig und deutlich: „Sebastiani um eine halbe Stund' — Ünd Lichtmeß um eine ganze Stund'."

Wie sehr sind wir Menschen doch Geschöpfe des Lichtes und der Sonne. Wo war unser Mut, unsere Zu­versicht während der langen Nacht? Wachsender Tag! Schafft er in uns nicht ein Glücksgefühl? Ist es nicht, als ob neuer Glaube, neue Hoffnung, neues Leben in uns cinkehrten? Das Lichi des Tages hat gesiegt über das Dunkel der Nacht. Es geht wieder auswärts.

Aufwärts! Einst wird auch der Tag kommen, der uns, unser Volk, unser Vaterland herausführt äM W % Drangsalen, aus der Not, dem Elend, der Finsternis in der Gegenwart und hinführt zu einer besseren, glück­licheren und lichtvollen Zukunft . . .

Wechsel in der Intendantur des Gruppenkommandos

Erst im Herbst 1931 wurde als Nachfolger des Intendanten beim Gruppenkommando 2, des Wirklichen Geheimen Kriegs- rats Bartholdy, Herr Haak nach Kassel versetzt. Inzwi­schen wurde vom Reichswehr-Ministerium eine abermalige Neu­besetzung dieser Stelle des obersten Heeresbeamten im Bereich der Gruppe 2 verfügt: Mit Wirkung vom 15. Januar ab wird Intendant Haak in gleicher Eigenschaft zum Wehrkreis IV, nach.Dresden versetzt. Sein Nachfolger in Kassel wird Intendant P r e st i n g, bisher als Intendant beim Wehr-' kreis IV tätig. Bei der Stellung des Intendanten des Gruppen­kommandos 2 handelt es sich um den obersten Heeresbeamten der Gruppe, dem die dienstliche Aufsicht über alle Dienststellen der Heeresverwaltung obliegt.

In die Aerztekammer der Provinz Hessen-Nassau gewählt wurden für die 4jährige Wahlperiode 1932—1935 aus Fulda und Umgebung Herr Sanitäts-Rat Dr. Emil Schulte in Fulda und Dr. Fritz Tölle in Flieden, letzterer als Stellver­treter.

lleberschwemmungen bei Fulda.

Die anhaltenden Regengüsse am gestrigen Mittwoch und wäh­rend der ganzen Nacht zum Donnerstag haben ein erneutes gewaltiges Steigen des Fuldaflusiës zur Folge, gehabt. Am Schlachthof reicht die Flut an einer Stelle bis fast an den Ver­bindungsweg nach „den Löhern". Die Wiesenmühle steht von allen Seiten tief int Wasser. Die Verbindung nach Neuenberg von der Pumpstation aus ist durch das Hochwasser gesperrt. Auch bei Kohlhaus und Horas haben die Ueberschwemmungen be­deutenden Umfang angenommen. Der sonst so harmose Waides- bach ist bei der Pumpstation über seine Ufern getreten. Sollte der Regen auch heute noch weiter anhalten, besteht für die Be­wohner der Wiesenmühlenstraße nach der Pumpstation zu durch das Hochwasser große Gefahr.

Vom Fuldaer Vaumarkt.

Bekanntlich sah sich die Stadtverwaltung im September vorigen Jahres veranläßt, aus finanzpolitischen Erwägungen heraus die Fortjührung der Bauarberten an dein im Kohlhau-

errichtenden 18 FamiAenwohnhaus nachdem etwa 17 000 Mark verbaut waren, einzustellen. Es ist inzwischen ge» lungen, die „Gagfah (Gemeinnützige Aktiengesellschaft für An- gestellten-Heimjtattenj zur die Uebernahme und die Fortfüh­rung des angefangenen Baues zu interessieren. Zum Zwecke einer unverbindlichen Vorbesprechung hatten sich daher am D'-nstaa abend im D H -V-Heim etwa 20 Interessenten ein- gejunbeu. Nach den Ausführungen Herrn Bautechnikers Hos- mauu wird das Wohnhaus, dessen Lage sich oberhalb der Wohnungen, tte sämtlich mit BadeMichtung ^

TsößoT ImrtAwwa.... J CM ^^ V^Q^V^^" gün- begonnenen.Baues einschliesslich des Bau- plal^ev entschließt, kann nach der jetzigen Laae der Dinae anae- "—^werden, däß die Frankfurter ÄalWngS

d^ FertiAstellttng des begonnenen Baues übernimmt, -dâttüc. dxs Wohnungsmarktes als auch der abhlegen Finanzen zu wünschen wäre. Die Bauarbeiten sollen S'nes Zustandeskommens des Uebergabevertrages int ^ruly ahr begonnen werden, so daß die Wohnungen im Herbst bezugsjertig wurden.

Januarmärkte int Regierungsbezirk Kassel.

Am 8. in Hesb-Oldendorf Rind unb Schweine: ant 9 in Aâm Ferkel- und Wochenmarkt: am 11. in Kassel Schlacht- Pferde und Schweine: am 12. in Kirchhain Rind und Schweine und in Poppenhausen Kram: am