Turnen, Sport und Spiel
Futzball.
Aus dem Bezirk Hessen-Hannover.
Wer steigt ab?
Der westdeutsche Spielverband hat sich bei dem Beschluß des Aufstiegs zur Oberliga recht großmütig gezeigt und im vergair- qanqencn habre viele Vereine von der 1. Bezirksklaffe zur Oberliga aufsteigen lassen. Allerdings stand hinter dieser großen Geste die Frage, ob nach dem schnellen Aufstieg „ein ebenso schneller Abstieq folgen würde. Leider haben sich mit der Maßnahme so große Härten ortnüpft, daß man an den vorgesehenen Abstieg, wenigstens in ber jetzigen Form, noch nicht recht glauben will, da sehr qcwichtige Gründe dagegen sprechen. Es steht die Existenz vieler alter Vereine auf dem Spiel, die der Zeit folgend, sich mit kostspieligen Sportplätzen und dergl. versehen „ haben. Der westdeutsche Spielvcrband wird sich entscheiden müßen ob es bei den gegenwärtigen schlechten Zeiten möglich ist den^krassen Abstieg durchzusühren. Es ist wohl richtig, daß das Erup- pensystem verschwindet, aber man muß doch sagen daß der gegenwärtige Zeitpunkt dafür recht ungünstig ist. Ein lang» keiner Abstieg führt auch zum gleichen Ziele, wenn man ihn aus zwei oder drei Jahre ausdehnt. Es wäre daher richtiger, die Instanzen des heff.-hann. Bezirks befaßten sich schon heute mit dieser Frage und zwar bevor die absteigenden Vereine feststehen. Im Hejj.-Hann. Bezirk haben wir 21 Vereine, von denen bestimmungsgemäß 11 absteigen sollen. Die Nordgruppe hat 11 -vereine. Könnten von diesen nicht vorerst einmal 4 Vereine ausscheiden und einer aussteigen, so daß 8 Vereine im kommenden Spieljahr übrig bleiben? In der Südgruppe steigen 3 Vereine ab und einer auf, so daß 8 Vereine verbleiben. Wir hatten also dann im Spieljahr 1932=33 16 Vereine in 2 Gruppen. In diesem Spieljahr muß die Aufteilung der Kasieler Vereine in beiden Gruppen ihrer Spielstarke entsprechend verteilt werden, ^er üble Zustand der gegenwärtigen Zusammensetzung wurde zu einer großen Ungerechtigkeit führen, wenn IN der Sudgruppe 5 Vereine absteigen müßten, da bereit Spielstarke über der der Nordgruppe steht.
Die gegenwärtige Lage.
Betrachtet man die letzte Tabelle über die bisherigen Spiele, so könnte man nach den gegenwärtigen Bestimmungen schon einige Feststellungen machen. In der N 0 r d g r u p p e stehen heute schon die Abstiegskandidaten fest, und es wirb auch unter normalem Ablauf der weiteren Spiele hierin keine Aenderung mehr eintreten. Anders lägen die Dinge aber wenn nur vier Vereine in Betracht kämen. Die noch ausstehenden 8 Spiele würden außerdem mehr an Interesse gewinnen, so daß die Spielstarke weiter gehoben, bie Einnahmen verbessert und die Kampfkraft gesteigert würde.
Die Südgruppe hat ein ganz anderes Aussehen. Während die Nordgruppe sich in zwei Teile getrennt hat sind es hier drei Abteilungen. Drei Vereine sind voraussichtlich heute schon dem Abstieg entronnen. Es sind dies: Borussia-Fulda, Germania-Marburg und 09-Kassel. Um die folgenden Plätze ringen 03-Kassel, 'Kurhessen-Marburg, Germania-Fulda und Kurhessen-Kassel.
Welche zwei von diesen vier Vereinen steigen ab?
Bestimmte Voraussagen darüber lassen sich heute sehr schwer machen. Doch kann man an Hand der Terminliste und Tabelle schon einiges sagen. Beginnen wir mit 03-Kassel. Der Bezirksmeister hat noch 6 Spiele. Davon 3 auf eigenem Platz und
Kirchliche Nachrichten
Katholischer Gottesdienst.
Sonntag, den 3 Januar 1932.
Fulda. Dom. (Namen-Jesufest.) Veichtgelegenheit: Sonntag früh von -46. Uhr an. Gottesdienst: Hl. Messen %6, 6, %7, 7 Uhr. In der %7 Uhr Messe hl. Kommunion des Männer- apostolates. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und hl. Kommunion foei Kinder bes 7. und 8. TchuIjahTes. %1O U^i ^a ^he^drul amt mit Predigt. %11 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 1412 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. %2 Uhr Andacht vom hl. Namen Jesu. 2 Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. 4 Uhr Predigt mit Andacht und hl. Segen. 6 Uhr Andacht zur lb. Mutter Gottes in der Marienkapelle. Montag 5 Uhr Andacht mit Segen. An Werktagen: %6, 6, %7, 7 Uhr hl. Messen. %8 Uhr Pfarrgotteedienst. 9 Uhr letzte hl. Messe mit hl. Komm. — Stadtpfarrkirche. Beichtgelegenheit: Sonntag früh 6—7 Uhr.
MmMAut
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22)
(Nachdruck verboten.!
„So ein Paienkesell" Wütend zerknüllte Herr Friedrich Wilhelm Stürmer den Brief, schob Kaffeetasse und Zeitungen beiseite, gab — nach jahrelanger Gewohnheit — seiner Frau einen flüchtigen Kuß auf die Stirn, dann knallte die Tür ins Schloß.
Mit einem ganz leisen Lächeln glättete die alte Dame den Bogen rückte das schwarze, etwas altväterisiche Spitzenhäubchen zurecht und las:
_ „Mem lieber Fritz!
Deinem Wunsche entsprechend, habe ich eine unauffällige Gelegenheit gesucht, um Fräulein Bender kennenzulernen. Es machte sich sehr bequem, anläßlich eines kleinen Atelierfestes bei Holst. Apropos — den Namen wird man sich merken müssen; denn es ist weiß Gott nicht die schlechteste Kapitalanlage, ein Werk von ihm zu erwerben! Natürlich war auch „sie" anwesend und Dein Herr Filius Letzterer offensichtlich etwas animiert Das liegt hier in der Luft und der Enkheimer „Herrenberg" hat's in sich Davon habe ich einen Hektoliter getauft Persönlich, 0 amice! Mein Binche hat schon mit dem Zigeunerle dicke Freundschaft geschlossen. Allo ich sage bloß: Ein Pcachtmädel! W-rllchaftllch, sparsam. Colossal gescheit, ich meine lebensflua. trotz des (übrigens «ehr nieütichen) Dialekts ladellole Umgangsformen. die Familie tip-top. Und ich weiß Nicht, ob mir io ein Weinberg in bester Lage mehr lieber wäre als die weltberühmten „Stürmerwerke" Eine sichere Kapitalanlage ist er schon! Nun sei mal ganz ehrlich, lieber aller Freund, was in Gottes oder dre- Teusels Namen hast Du eigentlich gegen die Kleine?! Versteh' ich nicht! Bildhübsch, und was noch mehr heißen will, unendlich viel Charme, kein verbildetes, hysterisches Nervenbündel mit eingelernten Phrasen und ungemessenen Ansprüchen! Bescheiden, heiter, durchaus Dame, dabei ganz Kind, kerngesund — Alter, das gibt .mal prächtige Enkelchen! — Ich tollte in Deinem Auftrage wndieren. Du wolltest meinen Rat hören Na schön, da hast Du ihn: Setz Dich, je eher desto besser, ins Auto, in die Bahn, in ein Flugzeug, komm her und gib tief gerührt Deinen Segen Denn heiraten wird der Hellmut das Zigeunerle doch! Uebrtgens macht sich her Junge vorzüglich, die Koniervatoriumsprofesjoren sind seines Lobes voll, er verdient nett, legt aber viel auf die hohe Kante, um unabhängig zu fein Famos! Wenn nun noch feine Operette Erfolg hat, dann bist Du nicht mehr der berühmte Friedrich Wilhelm Stür*
3 auf fremden Plätzen. Nimmt man an, daß 2 Spiele gewonnen werden, 3 unentschieden bleiben und 1 verloren wird, so ergibt sich eine Punktzahl am Ende der „Spiele »»n 2115 ^ie Marburger Kurhesjen stehen etwas günstiger. Marburg hat noch 7 Spiele, davon 4 in Marburg und 3 auswärts Es können davon 4 gewonnen und 3 unent chieden gespielt werden, wobei sich eine Punktzahl von 24 :12 ergibt Die Fuldaer Germanen haben noch 8 Spiele, davon 4 in Fulda und H auswarts. Sie dürften 4 Spiele gewinnen, 2 unentschieden spwlen uns 2 verlieren, so daß sie eine Gesamtpunktzahl von 21 erreichten. Kurhessen-Kassel hat noch 7 Spiele auszutragen. Sein heutiger Stand eröffnet keine guten Aussichten. Von den < ^Mlen sind auf eigenem Platz 4 und 3 auf anderen Platzes
Es dürsten 2 Spiele gewonnen, 3 unentj^teben und 2 verloren werden, so daß eine Punktzahl von 18 :18 zustande kame^ Stellt man nun diese 4 Vereine untereinander, so ergibt sich folgende
Tabelle:
Kurhessen-Marburg 03-Kassel Eerinania-Kassel Kurhesjen-Kassel
24:12
21 :15
21 :15 18:18
Diese Berechnungen können natürlich keinen Anspruch darauf erheben, daß sie zutreffen: sie geben aber cm Bild darüber, daß diese 4 Vereine zur Zeit sich ziemlich ebenbürtig sind und auch nach Ablauf der Spiele sich ungefähr auf der gleichen Linie be
Es soll nun zum Schluß der Wunsch ausgedruckt werden, daß der Endkampf sich in anständigen Formen bewegt und daß man zur Erinnerung der Punkte dem Gegner keine körperlichen Schäden zufügt. - Hoffentlich hat bei westdeutsche Spielver- band in der Frage des Auf- und Abstiegs noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Die Spiele der Sonderklasse.
Der 19. Spielsonntag und erste im neuen Jahre wird für die Führuna der Tabelle in der Südgruppe von entsarmdender Bedeutung sein. Kurhessen-Marburg hat auf eigenem Platz die Kasseler Hessen als Gast. Die Chancen beider Vereine stehen sich ziemlich gleich, doch dürfte Marburg vor hermischein Publikum im Vorteil sein, und Borussia Fulda wird dann mit 5 Punkten Vorsprung unbestritten die Führung übernehmen. 3 n Fulda spielt Germania gegen FV. Horas. Sie Germanen dürfen Spiele gegen die 3 letzten Vereine nicht verlieren, sonst bekommen sie nicht den Anschluß an die Spitzengruppe. Das Spiel auf dem Sportplatz „Waldheim" ist nicht leicht zu nehmen, da die Horafer ein beachtlicher Gegner sind. Ockershausen fährt nach Kassel und spielt dort gegen die Kurhessen. Der Sieg der Kaseler steht außer Zweifel, ebenso wird VfL. Gießen gegen den Sportklub 03 in Kassel verlieren. In der Nordgruppe finden 4 Spiele statt, von denen das in Hersfeld gegen 05 Göttingen ftattfinbenbe das wichtigste ist. Vielleicht erhält Göttingen die erste Niederlage, es würde aber trotzdem noch mit
3 Punkten Vorsprung die Tabelle führen. Die weiteren Spiele sind: Spielverein Kassel — Großalmerode, Grone — Hermannia Kassel, Spielvgg. Göttingen — Sport Kassel. -i-
Der ungarische Meister in Fulda.
Die Fuldaer Borussen haben wieder einmal eine Mannschaft von internationaler Bedeutung verpflichtet. Am hl. Dreikönigstag (Mittwoch, den 6. Januar) wird in der Johannisau gegen die erste Borussen-Mannschaft die Meistermannschaft von Ungarn, der Ferencvaros Torna-Club Budapest, spielen.
SonntagsgotteMenste: 6 Uhr hl. Messe. 6% Uhr hl. Messe und Kommunion für das Männerapostolat. 8 .Uhr erster Kinder- gottesdieitst, Predigt und Kommunion der Kinder des 7. und 8. Schuljahres. 8)4 Uhr Pfarramt uitd Predigt. 11 Uhr zweiter Ki nder gN tesdre iist und Predigte 9 Uhr Christenlehre für die Jünglinge in der Sevcrikirche. 1% Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. 2)4 Uhr Rofenkranzbruderschast. Die hl. Kommunion wird von 6 bis 7% Uhr jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8% und 9% Uhr. Werktag sgo ttesdienste 6-4, 7, 7%, 8/4 hl. Messen. Freitag und Samstag früh 6% Uhr Beichtgelegenheit. Freitag nachmittag um 5 Uhr Segensandacht. — Zum Hl. Geist.. 7 Uhr Frühmesse und Ansprache mit Kommunion des Männeraplstolats. 8 Uhr Hochamt und Predigt, Kommunion des 7. und 8. Schuljahres. %11 Uhr Kindergottesdienst und Ansprache. -412 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 5 Uhr nachmittags Andacht. — St. Joseph. Kollekte für die St. Jaephskirche Veichtgelegenheit: Sonntag -47— %8 Uhr. Gottesdienst: %8 Uhr hl. Messe mit Ansprache und Kom-
wer, sondern »der Vater unieres beliebten Komponisten", Ist auch nicht zu verachten, Du! Herzliche Gruße vom Binche Drahte mir, wann Du eintriffst. Handschlag, mein Aller! Dein
Jean Marlo ro«
P.S. Soeben waren die beiden Kunstbonzen bei mir. ist also entschieden: Ich werde die „Gudrun" von Werner Holst kaufen. — Schon weil „das" Lou so nieblid) bat Hat ein gutes Herz, das Mädel, man kann ihm nichts abidilagen. Die Statue wäre vielleicht billiger zu haben gewesen, aber nicht nur Vornehmheit, sondern auch Reichtum verpflichleü Beherzige das!
Nochmals, auf baldiges Wiedersehen
Dein alter Jean."
„So ]o, et — ei!“ Frau Stürmer verschloß den Briefs ■?Sen in einem Geheimfach ihres zierlichen Schreibtischchens, achelte noch einmal und beschloß, ihrem Ehemann zur Besänftigung seines offensichtlichen Aergers zu Mittag glacierten Rehrucken mit Maronen vorzusetzen. Denn nicht nur die Liebe, sondern auch die Vernunft geht mitunter durch den Magen,
* * !
^^m^H blickte Hellmut in das wirbelnde Flocken- gerinfel. Weihnachten! Wie anders hatte er das Fest 'onst ae« eiert daheim bei den Eltern! - Und heute würde er einsam [ein — ganz einsam . . . Zwar lag da noch die freundliche oon Frau Bender geschriebene Einladung nach Enkheim aber er hatte abgesagt, hatte zwei große Bonbonnieren, emen Korb sorgfältig verpackter Roien und für „Schnauzerle" ein kaltes auf dem Spirituskocher gebratenes Schnitzel hingeschickü expreß, mit einem Begleitbrief —
Draußen stapften schwere Schritte, eine Männersaust donnerte an die Tür 1
„Hallo! Halloi Der Weihnachtsmann! Tag, Hellmut! nicht etwa krank, siehst so mickerig aus?"
„Ach, Unsinn! Guten Tag, Werner. Wie geht's deiner Lisa und Frau Göpfert?"
„Lassen 'chön grüßen " Der Bildhauer hängte feinen Loden- mantel, aus dem feine Schneewasserbächlein herabsickerten, an einen SRagel. „Ich will dich bloß abholen."
„Mich?"
.t.”$'?'r.natürI't5! Oder dachtest du, ich ließe dich am Christabend hier in der kalten Bude hocken und Trübsal blasen? 3s nid), mein Jungchen!"
Stürmer machte den schwachen Versuch einer Gegenwehr. „Ich verderbe euch nur das Fest, habe auch gar nichts." „Jia. was das anbetrifft: Mama Göpfert kannst du nen soliden, gediegenen Roman schenken, der Lisa Pralinen, mir Zigaret.en, die inspirieren mich immer, soll ich dir was pumpen?
„Blech! Hellmut musterte seine Brieftasche, schmunzelte: »Gerade heute habe ich das Honorar für 'nen neuen 3cm*
munion-Austeilung. 1410 Uhk Amt mit Predigt, vorher Kommunion-Austeilung. Nach dem Amt Christenlehre. Nachmittags um %2 Uhr Andacht mit Segen. Werktags 7)4 Uhr hl. Messe und Kommunion-Austeilung. — St. Sturmius. Beichtgelegenheit: Sonntag früh %7 Uhr. Gemeinschaftliche hl. Kom- inunion für die Männer und die Kinder des 7. und 8. Schuljahres. %8 Uhr Austeilung der hl. Komm. W Uhr Frühmesse mit Ansprache und Austeilung der hl. Kommunion. )<lf) Uhr Hochamt und Predigt. Anschließend Christenlehre. ,'..2 Uhr nachm. Segensandacht. — Kapelle am Franzosenwäld hen. 614 Uhr morgens hl. Messe mit Ansprache und Kommunion- Austeilung. — Herz-Jesu-Heim. 6% Uhr Hl. Messe. 8% Uhr Hochamt. 2 Uhr Segensandacht. Werktags 7 Uhr hl. Messe. — Frauenberg. Fest des hlst. Namens Jesu. (Ablaßtag.) Hl. Messen von 5—7 Uhr. 8 Uhr Singmejse mit Predigt und liturg. Gebeten. 9 Uhr Levitenamt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr Predigt, Andacht und Umgang für die ÄntoniuâLruder- fchast. — Dienstag, den 5. Januar 1932 nachmittags %6 Uhr feierliche Vesper mit sakr. Segen. — Neuenberg. -49 Uhr Amt mit Predigt — Lehnerz. %10 Uhr Amt mit Predigt. K
Evangelische Kirche Gersfeld.
Sonntag nach Neujahr, 3. Januar 1932.
10 Uhr: Gottesdienst,mit Liturgie und Predigt (Taufgottes- dienlst) (Pfr. Langheinrich). 4.30 Uhr: Evangelische Rhüngilde im Pfarrhaus. 8 Uhr: Jungmädchen im Diâkonissenheim.
Dienstag, 5. Jan., 8 Uhr: PosaunenübungÄstunde int Pfarrhaus.
Mittwoch, 6. Jan. Epiphaniafest.
10 Uhr: Gottesdienst mit Liturgie und Predigt (Missionar Schmoll). 3 Uhr: Versammlung der Frauen im Dtaidnissen- Heim. 8 Uhr: Missionsstunde in der Kirche.
Donnerstag, 7. Jan., Gemischter Chor im Pfarrhaus.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Der Herr Regierungspräsident in Kassel hat die Gebühren für die Schlachtvieh- und Fleischbeschau und Trichinenschau anderweit wie folgt festgesetzt:
I. Ordentliche Beschau:
1) für die ordentliche Schlachtvieh- und Fleischbeschau zusammen und für die Trichinenschau:
a) für 1 Pferd oder einen sonstigen Einhufer (gilt zugleich auch für 3.14 der Gebührenordnung)
6) für 1 Stück Rindvieh (ausschl. Kälber)
c) für 1 Schwein (einschließl. Trichinenschau)
d) für 1 Schwein (ausschließl. Trichinenschau)
e) für 1 Schwein oder 1 Hund (Trichinenschau allein)
f) für 1 Kalb
4,75 RM.
2,50 RM.
1,70 RM 0,90 RM.
0,80 RM.
0,80 RM.
0,65 RM.
0,30 RM.
0,45 RM.
2)
8) für ein sonstiges Stück Kleinvieh (Schaf, Ziege, Hund) J b
h) für ein Ferkel, oder Zickel oder Lamm
Trichinenschau bei einzelnen Fleischteilen:
i) zur einen Schinken
k) für ein Stück (Seite) Speck oder ein sonstiges
Fleischstück „
Für die auf Grund der Polizeiverordnung des Herrn Ober- prästdenten zu Kassel vom 8. September 1930 (Reg.Amtsöl. 6 213/214) dem Beschauzwang unterliegenden Haus- schlachtungen:
0,30 RM.
a) für 1 Rind (ausschließlich Kälber)
b) für 1 Schwein (einschließl. Trichinienschau)
c) für 1 Schwein (ausschließl. Trichinenschau) d) für 1 Schwein (Trichinenschau allein)
e) für 1 Kalb
2,00 RM.
1,20 RM.
0,60 RM.
0,60 RM.
„ . 0,60 RM.
Dwse Aenderung tritt mit Wirkung voin 1. Januar 1932 in
Für den im Landkreis Fulda gebildeten ErgämiMbosäiis , tonds werdermzrr deri Heck Ziffer k 'ünd 2 angegebenen Gebüchrèn " wie seither Zuschläge von 20 v. H. erhoben und an die Kreis- kommunalkaße abgeführt. Z
Die Zuschläge betragen:
zu Nr. 1 a) 0,95 RM., b) 0,50 RM., c) 0,30 RM. d) 0,15 NM., e) 0,15 RM.. f) 0,15 RM., g) 0,10 NM., h) 0,05 RM., i) 0,0a Reichsmark, k) 0,05 NM.;
zu Nr. 2 a) 0,40 NM., b) 0,20 NM., c) 0,10 RM., d) 0,10 RM., e) 0,10 RM.
Zusatz für die Herren Fleischbeschauer:
Ich ersuche, hiernach zu verfahren.
Fulda, den 30. Dezember 1931.
_______Der Landrat: Frh. von Gagern.
Schlager bekommen, ganz blödsinniger Text, aber schmiffiae Melodie — wann ioll's denn losgehen?"
„Gleich," tagte Holst und hielt «einem Freund einladend den Mantel mit Schiebergürtel hin.
Noch immer tanzten die Flocken, so ein echtes, rechtes Wsihnachtswelter. Und überall hastende Menschen, die m Ser Vorfreude des Beichenkens, des Gebendürfens selbst wieder zu Kindern wurden---
Vor einem Altwarengejchäft auf dem Hirschgraben blieb Werner stehen, musterte die Auslage und deutete auf eine intite mattsilberne Gürtelschnalle mit kün«tler>schen Ornamenten und -1 jour-gefaßten Halbedelsteinen.
, "Du. auf so was versteh' ich mich, das ist italienische Renais- [ancearbeit, ein ganz köstliches Stück!" Da drückte er auch schon die Türklinke nieder.
„Tag! Sie haben da eine Gürtelschnalle. Preis?"
„Hundertundzwanzig Mark," sagte der Ladeninhaber
„Na, dann viel Spaß, vielleicht finden Sie 'nen Dummen, Ser Ihnen die Hälfte bezahlt"
Der dicke Mann stutzte „San d'r Herr Künstler? Och — haw ich m'r doch gedenkt! Also achtzig Mark Kassa."
„Vierzig,"„erklärte Holst seelenruhig.
„Verzch?!" Wie von einem kräftigen elektrischen Schlag getroffen zuckte der Antiquar zusammen „Soll 'ch Pleite zeh'n? So e fcheenes Stick! So e faines Stick! Allein de Rubine . .
„Granaten!" verbesserte der Bildhauer.
„Soll'n 6 sein Granaten — awer de Arweit! D'r Stil!" „Dreißig!" bot Werner.
„Se sin, mit Verlaub z' saegen, e Spaßvogel — nu scheen — s is heit e hohes Fest von Ihre Last — saach'n m'r siebz'ch."
„Nix zu machen." Holst zählte vierzig Mark auf den Gummiunterleßer neben der Registraturkaste. „Und zwei M-nuten Bedenkzeit . ."
„Sechz'g!" stöhnte Chaim Rosenbaum.
,®er Bildhauer blieb ungerührt.
Auf der Stirn des Dicken perlten seine SHweißirapfchen. „Fimfunfuffz'g!"
„Es geht doch nichts über ein gütliches Einverständnis." Werner legte noch einen Zehnmarkschein zu. „Die zwei Minuten sind um - stimmt's?"
, «®3 — stimmt!"
„Sann nerpaden S«? das Ding recht schön, aber Fier, vor Augen - inan irrt sich manchmal — so—ol Ein A'hnacht-n, Herr Rosenbaum!"
M„^"^^tiândler schnitt eine Grimasse
m'r de Fest' von de Gojm an? Deckhre mich oe Herre t»ald w'dder!"
Kleiner." Holst brannte sich eine Zigarettr Tasche - '$* &u' Hellmut, steck' nur das Dings in deine
"DaronU^ fr0**16 Stürmer verblüfft.
(Fortsetzung folgt.;