LIM-aer Rostiger
. 1 S 'mstag, r. I muar 1932
Sicheren Sckrttts voran?
Hcbr. 12, 13: Tut gewisse Tritte mit eurer Füßen, Daß nicht lemand strauchle wie ein Lahmer, sonvern vielmehr gesund werde Nun sind wir in« neue Jahr hincingewandert. Was wird cs uns bringen? Alle Antworten aus diese Frage, so verschieden sie im einzelnen lauten mögen, können doch in dem einen Wunsch gipfeln: Möge uns das neue Jahr in eine neue Zeit hineinführen, die besser ist. Und da heißt es klar erkennen: diese neue, bessere Zeit müssen wir muschafsen helfen, so wie die Geschlechter vor uns und unsere eigene Generation die trübe Lage mitgeschaffen haben, in der wir jetzt seufzen. Und dazu heißt es wieder klar erfassen und immer wieder aussprechen, wo der Grundfehler liegt, damit wir nicht über dasselbe stolpern, worüber wir gestrauchelt sind.
Wir gehen von dem Grundtrieb aus, der alles menschliche Handeln bestimmt: der Mensch lebt und will Freude am Leben haben. Das kann er aber nur, wenn er sich versorgt und sicher weiß. So sucht er sich diese Sicherheit zu schaffen, für den einzelnen und für die Gesamtheit. Dabei hat sich feit längerer Zeit die Menschheit immer mehr dahin gewendet, daß sie durch äußere Sicherungen und Versorgungen die Lebensfreude hat haben wollen: durch die Technik und ihre Güter, durch Hygiene, Sozial- versorgüng und ähnliche Organisierungen. Sie hat darin Großes geleistet, aber diese ihre Schöpfungen Haven nicht das geleistet, was sie leisten sollen: nicht gesteigerte Lebensfreude, sondern wachsende Lebensangst, Unsicherheit und Hilflosigkeit den wahren Mächten des Daseins gegenüber waren schon lange vor dem Krieg immer mehr zu erkc-mcu und beherrschen jetzt die ganze Welt, wo die Krücken zusammcngèbtochen sind, an denen man solange noch forthumpelte.
Dieses Uusichcrsein, Straucheln, Fallen ist das Zeichen unserer. Zeit — der Zeit, aus der wir hinauswandern wollen und müssen. Wollen wir's, so müssen wir es anders machen, als wir es gemacht haben: daß wir nicht mehr bei den Krücken des Lebens, der äußeren Organisationen, Gesundung suchen, denn Krücken machen nicht gesund, sondern immer hilfloser, sondern, daß wir uns endlich, ebe es zu spät ist, aufraffen zu der Erkenntnis und dem Willen: innerlich zuerst müssen wir gesunden, um äußerlich eine gesunde Welt um uns zu schaffen. Das heißt: wir müssen uns auf uns selbst, aus den Adel unserer Seele besinnen, daß wir mit unserem Besten einer höheren Welt angehören, wir und die Unseren, und wir müssen für unsere Seele diese höhere Welt, die ewige, reiche Welt Gottes, wieder zu erobern suchen. Nur dann ist das Wandern ins neue Jahr auch ein Wandern in eine neue, eine bessere Zeit. Immer deutlicher wird es, wie gründlich der alte Irrtum versagt hat. Wir wenden uns neuen Wahrheiten zu, die doch die alten, starken, befreienden sind: unruhig ist unsere und unsicher, ehe sie nicht die ruhmvolle Sicherheit und wie Freude gefunden hat in Gott. Mit ihm gehen wir sicher, an ihm gesunden wir.
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CT^ne psüiische Nachrrchien.
Die Berchsregierung bai den neuen Verwal- " rat der Reichsbahn ernannt Die Herren Bera :ii ann , von Baiocki und von Siemens ane nnederernanm worden An Stelle der Herren Grund, cewels und von Miller sind die Herren Siaaisierretär s - G u t b r o b und Ministerialdirektor Schulze vom ei!./:;c!;en Handelsministerium ernannt worden Pic Ernennung eines Vertreters der Beamtenschaft der Reichsbahn liebt noch aus.
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. :t stelle des zum Verwaltungsratsmitglied der
: '^"°nnten Staatssekretärs Gutbrod ist IluufterialDirehoi Koenigs zum Staatssekretär im --erchsveikehrsministerium ernannt
Im Zeichen her Preissenkung.
Der Reichskommissar für Preisüberwachung hat für diejenigen Gegenstände und Leistungen zur Befriedigung des täglichen Bedarfs, deren Preisgestaltung zentral kaum beeinflußt werd cnkann, die ihm zustehenden Befugnisse auf die obersten Landesbehörden übertragen.
Die Äbertragung erfolgt einstweilen nur für
alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die im kleinen Marktverkchr feilgehalten werden, wie Kartoffeln, Gemüse, Obst, Eier; ausgenommen Milch, Butter und Schmalz;
Geflügel aller Art;
F i f ch, mit Ausnahme der Seefische;
Leistungen des Sattler- und Tischler. Handwerks;
alle Markenartikel, soweit die Reichs- regierung ihre Befugnisse aus der Notverordnung den obersten Landesbehörden übertragen hat oder übertragen wird.
Die Befugnisse über die Schließung von Betrieben und Geschäftsräumen hat sich der Reichskommissar auch , für diese Waren selbst Vorbehalten.
Bestimmungen über das kassenärztliche Dienstverhältnis.
Der Rcichsanzeigcr enthält in 76 Paragraphen die neuen AuSführnngs- und uberleitungsbcstimmungen über das kussenärzUiche' Dienstverhältnis, die der Rcichsarbcits- mimsrer auf Grund der vierten Notverordnung anstelle des Reichsausschusses für Ärzte und Krankenkassen erlassen hat. Die umfangreiche Verordnung verfolgt insbesondere den Zweck, die Arztkosten auf ein vernünftiges Maß herabzuschen und andererseits die Zulassungsmög- lio eilen für die Ärzte zu erleichtert. In der neuen Ver- ordnung ivirb festgesetzt, daß auf je 600 Kasscnmitglicder ein Kassenarzt zugelassen werden soll. Es ist zu hoffen, bau hierdurch etwa 3000 Jungärzte zur Kassenpraxis zugelassen werden können.
Aus dem Gerichtssaal.
Weitere Erörterung der Sklarek-Geschäste
Die WcttUeiaeiMäiee mit Der StaDtbant
Im Sklarek-Prozeß wurden die Wechwigeschäfte der Sklareks mit der StaDtbant wenereröreerl Aus Den Hinweis des Vorsitzenden, daß der Vorsitzende des Wechsel- konirollbiireaiis, 5 auschel, wiederholt Bedenken wegen der hohen Sklarek-Kreoite geäußert habe, erwiderte Stadibankvirekioi Hoffmann, es habe sich bei diesen Bedenken niemals um Die Sicherheiten, sondern um reine Formalien gehandelt. Wenige Tage vor der Verhaftung der Sklareks habe Tauschet noch gesagt, daß
bei den Sklareks alles in Ordnung
sei. Nach dem Zusammenbruch sei Stadtrat Gäbel zu ihm, Hoffmann, gekommen, und habe erflärt, er solle sich vor Bürgermeister Scholz in acht nehmen, da dieser alles aus ihn schieben wolle Der Vorsitzende erklärte, daß, wenn Hoffmann eine einzige gründliche Prüfung des Sklarekschen Wechselgeschäftes vorgenommen hätte, das ganze Gebäude hätte zusammenstürzen müssen.
Sklareks im Reich der unbegrenzten Möglichkeiten.
Zu den angeblichen Russengeschäften der Sklareks, die niemals zustande gekommen sind, erklärte Hoffmann auf eine Frage des Vorsitzenden, warum die Angaben der Sklareks nicht sorgfältig nachgeprüft worden seien, der Ruf der Sklareks sei der gewesen, daß sie im Reich der unbegrenzten Möglichkeiten lebten. Vorsitzender: „Stabt» dankdirekioren sollen aber lieber auf bei Erde bleiben." Hoffmann: „Die Sklareks waren aber doch ein Anhängsel der Stadt Berlin." Vorsitzender: „Das sagt gar nichts. Wenn jemand täglich mit einem Minister spazieren geht, wird er selbst noch lange kein Minister " Bei der Erörterung eines anonnmen Briefes an die Stadtbank, in dem darauf aufmerksam gemacht worden war, daß die Sklarek-Wechsel Kellerwechsel seien, machte der Vorsitzende Hoffmann Den Vorwurf, daß er bereits aus dem Ergebnis der aus Grund dieses Briefes angeordneten Revision hätte ersehen müssen, daß bei den Sklareks nicht alles in Ordnung fei Hoffmann entgegnete, es fei wahrscheinlich sein großer Fehler, alle Menschen zunächst für an» ständig und gut zu halten.
Die Verhandlung wird am Montag fortgesetzt.
Professor Muchs Guiachien
im Calmette-Prozeß.
Ein heimlich gefüttertes Kind schwer erkrankt.
Im Calmette-Prozeß erstattete Professor Hans Much- Hamburg sein Gutachten. Der Sachverständige kam Dabei auf die Versuche Dr. Devckens mit den BUG»
Chronik der Jahreswende.
Schwere RmwersNe im ZMslriegebiet.
In Bottrop raubten am Silvesterabend auf dem Bahnhof zwei maskierte mit Pistolen bewaffnete Burschen eine Geldkiste mit 56 50(1 Mark Inhalt. Während der eine Bursche mit der Geldkiste flüchtete, stürzten sich die Postbeamten auf den anderen, der mehrere Schüsse »bgab. Die Täter sprangen dann vom Bahnsteig über -einen Zaun und bestiegen ein bereitstehendes viersitzigeâ Auto, das wahrscheinlich in Richtung Essen abfuhr.
Ein zweiter Raubüberfall wurde in Herne verübt. Drei unbekannte Männer drangen mit vorgehaltenen Revolvern in die Commerz- und Privatbank ein und raubten aus der Bankkasse etwa 1500 Mark in Papiergeld sowie eine Menge Silbergeld. Daraus verließen sie eiligst die Bankräume und verschwanden.
Die Silvesternacht in Berlin.
Die Silvesternacht ist in Berlin verhältnismäßig ruhig verlaufen. Im Ganzen wurden 429 Männer und 22 weibliche Personen wegen groben Unfugs, Trunkenheit, Schlägerei, Körperverletzung, Nichtbefolgung polizeilicher Anördnungen usw. zwangsgestellt. Die Feuerwehr wurde während der Nacht 26mal zur Löschung kleinerer Brände und zur Hilfeleistung bei leichteren Unglücksfällen alarmiert. In Wilmersdorf wurde um %4 Uhr morgens der 20jährige Kraftwagenführer Rudolf Stellter, der der Nationalsozialistischen Partei angehört, von bisher nicht ermittelten politischen Gegnern durch einen Schuß in den Unterleib schwer verletzt.
Naubübcrfälle in der Neujahrsnacht.
Köln. Die Silvesternacht ist sehr ruhig verlaufen. Die Ordnungspolizei brauchte kaum einzugreifen. Kölns Vcr- brecherweli dagegen bat eine besonders „rege" Tätigkeii eul- faltet. Abgesehen von Den üblichen Schausenstereinbrüchen wird ein schwerer Wobnungseinbruch geineldei. bei dem den Tälern Gold- und Schmucksachen im Werte von 25 00(1 30 000 Mark in die Hände fielen, außerdem ein größerer Posten Wäsche und Bekleidungsstücke sowie 3500 Mark bar In Köln - Poll raubten zwei mit schwarzen Gesichtsmasken ver- sebene Räuber in einer Konsumzweigstellc die Ladenkaffe, in der sich 2000—3000 Mark befanden, aus. Die Burschen konnten
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Nah und Fern
O Belagerung und Beschießung eines Schwerverbrechers. Die Dortmunder Kriminalpolizei hatte davon Kenntnis erhalten, daß sich Der vor mehreren Wochen aus einer Krankenanstalt in Köln entwichene, mehrfach mit Zuchthaus vorbestrafte und in Verbrecherkrcisen unter Dem Namen „Bobby vom Rhein" bekannte Räuber Walter Augustin in Dortmund ein möbliertes Zimmer gemietet hatte. Vier Kriminalbeamte begaben sich Darauf nach Der Wohnung des Räubers. Den Beamten gelang es nach vieler Mühe und stach regelrechter Belagerung, durch Die von Augustin von innen verbarrikadierte Tur tn das Zimmer einzudringen. Als der Verbrecher dem Befehl Hände hoch!" keine Folge leistete, wurden mehrere Schuste aus ihn abgegeben, von denen einer tödlich wirkte.
O Tragischer Tod eines Leipziger Sèotars. Der 52 Jahre alte Rechtsanwalt und Notar Friedrich Guiwaster in Keibua ist im Hose seines Wohngrundstückes schwerverletzt ausgesunden worden. Er ist gleich Darauf verstorben. Gutwasser ist vom Küchenbalkon Joiner tm Dritten Stockwerk gelegenen Wohnung in die Liefe gestürzt
O Tödlicher Fagvunsall. Ein tödlicher Jagdunfall er» eignete sich in Der Nähe des Forsthauses in Deutsch- Wartenberg. An einer kleineren Jagd nahm em Herr von Rieben aus Berlin als Jagdgast teil. 01 Herren zur Jagd aufbrachen, entlud stch plötzlich das Gewehr von Riebens. das er über Die Schulter, mit der
Kulturen zu sprechen und erklärte, es liege kein Fehler Deyckes vor Dr Deycke habe damals an die Unschädlichkeit glauben können Die ganze Lübecker Atmosphäre sei mit Unschädlichkeiisgedanken geschwängert gewesen Er nehme nicht an, daß die 806-Kulturen von vornherein virulent gewesen seien
Zum Schluß erklärte Much, ein verantwortlicher Staatsbeamter, der ein so kompliziertes Verfahren zur Einführung gcnchnligte, hätte mindestens von Zeit zu Zeit Erkundigungen über den Verlauf der von ihm für gut gehaltenen Impfung cinzichen müssen. Auf die Frage des Staatsanwalts, ob sich Diese Äußerung ausDr Allst a e d t beziehe, erwiderte Much, sie beziehe sich auch auf die vorgesetzten Behörden Altstaedts und auf die Stellen, die für die Einführung des Calmette-Verfahrens besonders verantwortlich seien.
Rechtsanwalt Frev beantragte im weiteren Verlauf der Verhandlung, Professor K l e i n s ch m i d t zu beauftragen, das Kind Jutta Hinz zu untersuchen, das
an Magen- und Darmtuberkulose
leide und im Sterben liege. Das im Dezember 1928 geborene Kind sei tm Dezember 1929 wegen einer Erkrankung in ein Kinder- und Säuglingsheim eingeliefert worden Von Don fei es am 5 Januar 1930 mit der Reakflonserschemung nach der Calmette-Fütterung in ein Säuglingshospital überwiesen worden Inzwischen sei bekannt geworden, daß die Pflegerin Martha Schulz das Kind im Dezember 1929 heimlich m i 1 dem B C G gefüttert habe Der Oberstaatsanwalt widersprach dem Anträge, da der Fall bereits zum General- siaatsanwalt gelangt und Dort das Ermittlungsverfahren abgelehnt worden sei. Rechtsanwalt Freu wies darauf hin, daß Die Pflegerin Martha Schulz noch nicht vernommen worden fei, und darauf komme es an. Die Verteidiger stimmten dem Antrag zu.
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Ein neues Todesopfer in Lübeck
Rechtsanwalt Dr. Frey beantragte im Lübecker Eal- mette-Prozeß, die Leiche der inzwischen verstorbenen Jutta Hinz zu beschlagnahmen und durch Professor Dr. Schürmann öffnen zu lassen Das Gericht beschloß. Die Pflegerin Marta Schulze als Zeugin zu hören und Prof. Dr. Schürmann zu beauftragen, festzustellen, ob das Kind Jutta Hinz an Tuberkulose verstorben ist. Die auf eine Fütterung mit dem Lübecker Impfstoff zurückgeführt werden kann
Professor Dr. Kleinschmidt kommt in seinem Gutachten zum Falle Griese zu dem Schluß, daß man an eine Fütterungstuberkulose in diesem Falle nicht denken könnte. Die Möglichkeit, daß durch Tierversuche das Lübecker Unglück hätte vermieden werden können, verneint er.
unerkannt entkommen. Die Rrau des Gastwirts vom Hanveis- bof am Waidmarkt wurde überfallen und niedergeschlagen. Der Täter raubte der Frau einen Geldbeutel mit 1200 bis 1300 Mark
Bombenanschlag auf daS italienische Konsulat in Cleveland.
Newnorl. Das italienische Konsulat in Cleveland erbtelt ein Postpaket aus Newvork, in dem eine bocherplostv« Bombe enthalten war. Die Polizei bat eine eingehende Unter» iuchung einaeleitei
Straßenbahnunglück in Lüttich. — Ein Toter, 33 Verletzte.
Brüssel Fn Lüttich entgleiste ein Straßenbabnzug und stürzte um. Dabei wurden eine Person getötet und 33 verletzt. Darunter vier Personen schwer.
Japan marschiert. — Eisenbahnlinie von Chinesen zerstört.
London. Die flüchtenden Chinesen haben in der Nähe von Tschuschan die Eisenbahnlinie an zwei Stellen zerstört, um am diese Weise den Vormarsch der Truppen des japanischen Generals Stamura zu behindern. Die japanischen Truppen haben die Siadt Riutschwang besetzi. Die japanische Vorhut befindet sich nur noch etwa 20 Kilometer vor Kintschau. Tic Besetzung der Stadt steht unmittelbar bevor. — Aus der Strecke Tschangtschung— Mulden wurde ein japanischer Panzerzug zur Enigleisung gebracht. Die Lokomotwe und sechs Wagen wurden völlig zertrümmert. Acht Soldaten fanden den Tod, 17 wurden schwer verletzt. — DaS chinesische Kabinett bat beschlossen, Kint schau unter allen Umständen zu halten. Marschall Tschanghsueliang hat die Anweisung erhalten, den Befehl auf Räumung der Stadt wieder zurückzuziehen.
Llngehorsam und Boykott in Zndien.
Der Vollzugsausschuß des A l l i u d i f ch c n Kongresses hat beschlossen, den Ungchorsamkeitsseldzug und den Boykott aus britische Waren wieder aufzunehmen.
Gandhi hat sofort nach der Sitzung ein Ultimatum an den Vizekönig gesandt, in dem er ihn von dem Beschluß des Kongresses unterrichiet, ihn noch einmal um eine Unterredung bittet und mitteilt, daß der Kongreß die Eröffnung des Ungehorsamkeiisfcldzuges noch zurückhalte, bis die Unterredung statigefunden habe,
Mündung nach oben, trug. Das Geschoß durchschlug ihm Nacken und Schädelwand und drang in das Gehirn ein, so daß Der Tod auf Der Stelle eintrat. Das Unglück Dürfte auf eine Unvorsichtigkeit zurückzuführen sein, zumal von Rieben am rechten Arme eine Prothese trug.
O Blutiges Ende eines Familicnstrcits. In Sagan geriet Der Malermeister Marczinski mit seiner Frau in Streit und feuerte mehrere Revolverschiisse ab. Eme Kugel Drang der Frau in Den Unterleib. In hoffnungslosem Zustande mußte sie ins Krankenhaus eingeliefert werden. Durch zwei weitere Schüsse wurden der zufällig anwesende Fleischermeister Schilke, ein Verwandter Marczinskts, sowie ein Mädchen leicht verletzt. Der Later ergriff die Flucht. Über die Gründe der Tat ist noch nichts besannt.
O Ihren Mann mit dem Küchenmesser erstochen. In H a et barg stellte sich die Ehefrau Garber der Polizei und erklärte, sie habe ihrem Manne etwas angetan. Als Polizeibeamte daraufhin in die Wohnung Der Eheleute eindrangen. fanden sie den Mann auf dem Bette tot auf. Die Leiche zeigte schwere Schnittwunden am Halse. Die Eheleute waren feit 1925 verheiratet. Die Frau will die Tat aus Eifersucht begangen haben Am frühen Morgen habe sie mit ihrem Mann Streit gehabt. Dabei habe er ihr gesagt, er wolle Den Silvesterabend nicht mit ihr zusammen ^verleben. Darüber fei sie in große Erregung geraten und habe mit einem Küchenmesser auf ihn ein- a »stochen.