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Wie ich zum Sparen kam.

Wohin man hört, überall werden Klagen laut über die Unmöglichkeit, mit seinen Einnahmen auszukommen. Besonders Familienväter und Hausfrauen, wenn sie ein­mal ein offenes Wort miteinander reden, gestehen sich gegenseitig ein, daß sie bereits viele Tage vor dem Ersten nicht mehr wissen, wovon sie die allernötigsten Ausgaben bestreiten sollen. Und kommt dann endlich der sehnlich er­wartete Gehalts- und Lohntag mit Mietezahlungen und all den anderen ständigen Ausgaben, sind die drückendsten Rückstände bezahlt, dann bleibt für den soeben erst ange­brochenen neuen Monat eine so kleine Summe, daß sich nach drei oder gar zwei Wochen die Sorgen von neuem türmen.

Mir ging es lange Zeit genau so, bis ich eine Ein­richtung traf, die mir die Einteilung meines Geldes, damit den Überblick und schließlich ein leidliches Auskommen ermöglicht. Sogar zu bescheidenem Sparen bin ich seitdem gelangt. Ich habe das „Brief um- s ch l a g s y st e m" eingeführt. Zuerst wurde ich ein wenig belächelt. „Du kannst am Ersten deine verschiedenen Brief­umschläge noch so sorgfätig mit den Summen der zu er­wartenden Ausgaben füllen; gegen Ende des Monats, wenn das Geld an einer anderen Stelle fehlt, wirfst du doch alles wieder durcheinander und leerst die Kuverts und hast dann für die einzelnen Posten doch nichts mehr zur Verfügung."

Ich will zugeben, daß es ganz am Anfang zuweilen so eintraf, von Monat zu Monat aber konnte ich mich mehr und mehr an die ganz feste Einstellung halten. So hatte ich mir ganz feste Posten für die alltäglichen Lebens­bedürfnisse ausgerechnet: In eins der Briefumschläge kommt z. B. das Geld für die M i l ch, in ein zweites das für die F r ü h st ü ck s s e m m e l n , in einem dritten hebe ich den Lohn für die Aufwärterin auf, in einem vierten den Betrag für Rundfunk und Zeitung. Für eine kleine Summe, die ich allmählich aufzusammeln hoffe, habe ich ein Konto auf der Stadtsparkasse einrichten lassen. An jedem Ersten wandern dort ein paar Mark hin, lediglich für Krankheitsfälle. Nicht eben viel, aber wenn die Familie gesund bleibt, kommt vielleicht doch einmal ein Betrag zusammen, der uns aus der größten Not rettet, falls man schnell einmal eine größere Summe bereit haben muß.

Das Briefumschlagsystem hat den großen Vorzug, daß man bereits am Ersten genau weiß, wieviel, oder besser gesagt: Wie wenig man für die sogenannten Extra­ausgaben übrig hat. Schon am Beginn des Monats also kommt man nicht in Versuchung, unnütze Ausgaben zu machen, wozu die uneingeteilte, scheinbar große Geldflut leicht verleitet. Im Gegenteil, gerade am Ersten ist man besonders sparsam, weil man vier lange Wochen und mehr vor sich hat mit jenem kleinen Betrag, der übrigblieb, nach­dem alles in die Umschläge verteilt wurde. Allmählich bringt man es dann auch wirklich so weit, daß man von dieser kleinen Restsumme sogar noch einen Bruchteil spart, ihn noch kurz vor dem neuen Monat stolz zur Sparkasse bringen kann. Leicht ist es heute nicht, dieses Ziel zu er­reichen, aber mein System hilft sehr wirksam dazu.

Eine Hausfrau

Zst das wirklich nötig?

Nun ist wahrhaftig die Zeit vorüber, in der man einen gewissen Mangel an frischem O b st e bei uns feststellen kann. In allen Geschäften liegen die frischen Früchte und verlocken zum Verzehr: Die letzten Erdbeeren, die ersten Johannisbeeren, helle und dunkle Kirschen sowie die tief­blauen Kügelchen der Heidelbeere.

Und dennoch: Gestern sah ich in der Stadt ein Bild, was ich niemals für möglich gehalten hätte, wenn ich es nicht mit eigenen Augen erlebte: An der Seitengasse einer der belebtesten Hauptstraßen baut ein fliegender Händler seinen Tisch hin und schüttet amerikanische Äpfel darauf, 3 Pfund eine Mark. Für dasselbe Geld erhält man 5 Pfund der herrlichen, eben vom Baum gepflückten, zum Platzen prallen Kirschen; man müßte denken, daß alle Leute nur mit einem flüchtigen Blick nach der amerikani­schen Ware schauen, an alle guten Lehren denken, an die Tatsache, daß jeder, der hier kauft, sein gutes deutsches Geld ins Ausland schickt, an die Tatsache, daß den deutschen Obstbauern auch in diesem Jahre die Früchte an Baum und Strauch verfaulen, wenn sie nicht von deutschen Städtern gekauft werden. So würde jeder einzige Mensch denken in Italien nicht nur, von dem man es so oft er­zählen hört, sondern in allen Ländern Europas. Nur bei uns ist es nicht so. Um den Tisch des fliegenden Händlers scharte sich sofort eine dichte Menge und jeder trug eine volle Tüte aus Amerika heim. Hausfrauen mit Einkaufsnetzen, Beamte, Bureauangestellte und was sonst die belebte Straße passierte. Alle schickten ihr gutes deut­sches Geld nach Kalifornien und trugen dazu bei, daß die deutschen Obstbauern in immer größere Not kommen.

Ist das wirklich nötig?

Bunte Schüssel.

Axel Hoover aus Berlin-Zehlendorf.

In Zehlendorf bei Berlin hat ein Familienvater, der im Bunde der Ausländsdeutschen eine Rolle spielt, seinen dieser Tage geborenen jüngsten Sprößling mit den Vor­namen „A r e l H o o v e r" in das Standesamisregister

Reinhold Begas.

Zum 100. Geburtstag.

Am 15. Juli hätte Reinhold Begas, der vor­treffliche Bildhauer, seinen 100. Geburtstag feiern können — am 15. Juli 1831 wurde er in Berlin geboren, und Berlin besitzt die Hauptwerke seiner Kunst.

Begas entstammte einer berühmten Künstlerfamilie. Der Vater, Karl Begas, Rheinländer von Geburt, war ein ausgezeichneter Maler, und mehrere seiner Bilder, vor allem die in der Berliner Nationalgalerie befindliche „Mohrenwäsche", sind durch Reproduktion weit be­kannt geworden. Von den vier Söhnen dieses rheinischen Malers, die sämtlich in Berlin das Licht der Welt er­blickten, haben sich zwei, Oskar und Adalbert, ebenfalls mit Erfolg der Malerei gewidmet, während die beiden andern, Reinhold und Karl, Bildhauer wurden.

Reinhold Begas war ein Schüler Rauchs, aber er zeigte in seiner Kunst schon frühzeitig eine andere Natur­auffassung als die Jünger der Rauchschen Schule. Als kühner Neuerer wurde er gefeiert, als Künstler, der in der deutschen Bildhauerei den realistischen Einschlag verstärkte. Schon mit seinem ersten Werk, der Mamorgruppe Hagar und Ismael, erregte er Aufsehen. 1855 ging er nach Rom, wo er mit Böcklin, Lenbach und Feuer- b a ch im Verkehr stand, und wo das Studium Michelan­gelos seinem Talente die naturalistische Richtung gab. Nach Berlin zurückgekehrt, schuf er außer mehreren Mar­morgruppen und Porträtbüsten die Fassadengruppe der Börse „Borussia. Handel und' Industrie beschützend".

eintragen lassen, zur ständigen Erinnerung an das durch Hoover proklamierte Schuldenfreijahr. Es mag dabei er­innert werden, daß vor einigen Jahren, als der Afghanen­könig Aman Ullah in Deutschland weilte, mehrere Ber­liner Jungen den Vornahmen „A m a n « l l a h" erhalten haben. Ob sie wohl später einmal restlos davon begeistert sein werden?

Die Berlinerinnen kaufen Gasmasken.

Im Pariser „Figaro" konnte man kürzlich lesen, daß es jetzt in jedem Berliner Warenhause eine Abteilung für Gasmasken gebe, und daß die Berlinerinnen, obwohl eine solche Gasmaske 50 Mark koste, in Scharen in die Warenhäuser eilten, um sich rechtzeitig mit den Masken zu versehen, da man unter allen Umständen gegen Gas­angriffe geschützt sein wolle. Inzwischen kauften die Pariserinnen, die nicht so ängstlich seien, die entzückenden kleinen Hütchen, die man jetzt trage . . . Man kann, wenn man die Geschichte von der Berlinerin mit der Gasmaske lieft, nur annehmen, daß der Berliner Berichterstatter des „Figaro" stark unter der Hundstagshitze, die in den letzten Wochen in Berlin herrschte, gelitten hat.

Ultraviolette Strahlen für Säuglinge.

In der letzten Zeit ist einigemal davon die Rede ge­wesen, daß in Geburtskliniken Kinder verwechselt worden seien. Um das zu vermeiden, sollen jetzt in Newyork die in Kliniken geborenen Kinder mit ultrabialetten Strahlen gekennzeichnet werden. Auf einen Schenkel des Säuglings wird eine Schablone mit seinem Namen gelegt, woraus eine Bestrahlung beginnt. Nach dieser Bestrahlung er­scheint der Name in brauner Farbe auf der Haut. Die Buchstaben bleiben mehrere Wochen sichtbar. Inzwischen hat sich der Säugling schon so entwickelt, daß man ihn auch ohne Zeichnung kennt. Schade, daß man so was nicht fürs ganze Leben behalten kann!

Zwei Millionen Engländer mehr.

Das jüngst veröffentlichte Ergebnis der englischen Volkszählung vom 1. April d. I. zeigt, daß die Zahl der Geburten in Großbritannien während der letzten zehn Jahre rund 6 930 000 betrug gegenüber rund 8 281 000 in den boraufgegangenen zehn Jahren. Die englische Ge- burchnziffer der letzten zehn Jahre ist niedriger als die jedes anderen Landes mit Ausnahme von Schweden. Die Einwohnerzahl von England, Schottland und Wales betrug am Tage der Zählung 44 790 485; das bedeutete eine Zunahme um über zwei Millionen in den letzten zehn Jahren. Groß-London hatte 8 202 818 Einwohner.

Der Mann, der das Tennisspiel erfand.

Während in Wimbledon das große Tennisturnier stattfand, starb in der englischen Grafschaft Kent im Alter von 93 Jahren Sir William Hart Dyke, der Mann, der vor 58 Jahren denTennissport erfunden hat. Hart Dyke war nicht Sportler von Beruf, sondern aus Neigung, wie jeder echte Engländer. Seine Hauptbeschäftigung war die Politik, und zu seinen engeren Freunden gehörten die größten Politiker der Viktoriazeit unter ihnen Disraeli. Dyke saß denn auch selbstverständlich im Unterhause, spielte dort aber keine hervorragende Rolle. Mit einem Schlage aber wurde er bekannt: er hatte im Jahre 1873 auf seinem Grundstück einen freien Platz mit weißen Kreidelinien und einem Netz für eine neue Form des Ballspieles eingerichtet und mit zwei Freunden die Spielregeln entworfen. Sie bestehen im wesentlichen noch heute, so daß Dyke ruhig und glückselig sterben konnte.

Heitere Umschau.

Verlaufen. „Wieso bist du denn auf einmal so sein ge­worden, Gustav?" — „Ja, ich habe mich verlaufen." — „Ver­laufen? Wieso das?" — „Ganz einfach! Ich habe mich in eine Villa verlaufen und der Inhaber hatte dieselbe Figur wie ich!"

Forscherlatein. „Ja," sprach der heimgekehrte Polar­forscher, „einmal fehlte nicht viel daran und ich wäre erfroren. Zu unserem Glück", und er sandte einen nachdenklichen Blick zur Zimmerdecke, „hatten wir eine hitzige Diskussion an­gefangen."

Vorsicht. Richter: „Sie haben den Diebstahl also allein begangen?" — Gefangener: „Gewiß, Herr Gerichtshof! Wenn man noch einen dabei hat, weiß man niemals, ob's auch ein ehrlicher Kerl ist, auf den man sich verlassen kann."

Der ewige Patient. Arzt: „Nun, wie geht's?" — Patient: „Ach, ich bin leidend." — Arzt: „Sie sehen aber doch recht wohl aus." — Patient: „Heute finde ich mich auch wieder besser; aber ich bin das Kränkeln schon so gewöhnt, daß mir immer etwas fehlt — wenn mir nichts fehlt?

Das große Sparen.

Starke Ausgabenkürzungen in Baden.

Der erst kürzlich gewählte badische Finanzminister Dr Mathes tritt jetzt mit scharfen Sparmaßnahmen hervor, d« er keine andere Möglichkeit sieht, die Fehlbeträge des Statt zu decken Die Maßnahmen werden von dèr Regierung mii Hilfe eines Notgesetzes ohne den Landtâg durchgesührt Am einschneidensten ist eine

besondere Gehaltskürzung für die Beamten, alle Gehälter werden um fünf Prozent gekürzt, auch bis Gemeinden sind zu Kürzungen gezwungen und müsse» außerdem ihre Gehaltssätze denen der Staatsbeamten am passen. Die vier Minister verzichten aus je 1000 Mark ihre: Aufwandsentschädigung.

Die Mietzinsstencr

wird ihrem ursprünglichen Zweck der Finanzierung von Neu­bauten ganz entzogen.und , in voller Höhe für Verwaltungs-

Es folgten dann — um nur »^e bekanntesten Buowerre des Künstlers zu neunen — das am 10. November (dem

Geburtstage des Dichters) 1871 enthüllte Schiller- Denkmal vor dem Berliner Schausvielbause, die

aüsgavcn verwendet. Tic Zuschüsse an die FNrsorgever. bände werden um 10 Prozent gekürzt.

Gehaltskürzungen in Österreich.

Die österreichische Regierung hat dem Parka- ment folgende Maßnahmen zur Gehaltskürzung vorgeschlageni Alle über den Kollektivvertrag

der Bankbeamten

hinausgchenden Sonderverträge, die bisher bei der Öster­reichischen Creditanstall bestanden, sollen mit dem 15. Juli dieses Jahres ihre Gültigkeit verlieren. Pensionen dürfen den Jahresbetrag von 15 000 Schilling nicht über- schreiten. Ähnliche Bestimmungen sollen für die Konzern- unternehmungen der Kreditanstalt, ferner für Gesellschaften, die eine Subvention des Staates genießen, Platz greifen. In der gleichen Richtung bewegt sich der Gesetzentwurf betreffend die Dundesthcater. Hinzu kommt noch ein Beschluß des Vcrkchrsausschusscs des Nationalrates, bei allen Per­sonen, die vor dem 1. Juni 1931 nicht aus dem

Stand der Bundesbahnbeamten

auf besondere Verwendungsposten berufen worden sind, di« Verträge zu prüfen und eventuell die Pension zu streichen. Bei den Bundesbahnen werden die Akkordsätze und die Gesamtnebenbezügc um 15 Prozent gekürzt.

Vermischtes

— Die Brüning-Mnedonald-Zigarette. Der bevor­stehende Besuch der englischen Minister Macdonald und Henderson in Berlin hat verschiedenen Leuten Veran­lassung gegeben, dem Reichskanzler Dr. Brüning ge­diegene Vorschläge für den Empfang seiner Gäste, vor allem aber ausgezeichnete geschäftliche Angebote, die den Völkerfrieden befestigen könnten, zu machen. Eine brofee Zigarettenfirma soll wörtlich folgendes geschrieben haben: „Da, wie wir glauben, der Besuch der englischen Minister in Deutschland nicht ganz unbemerkt bleiben dürfte, möchte ich die Schaffung einer besonderen Besuchszigarette und -zigarre empfehlen. Wir können ohne große Schwierig­keiten einen bei uns lagernden Posten entsprechend etiket­tieren, wenn wir Ihre Genehmigung bekommen, würden die Zigarren und Zigaretten dann „Brüning-Macdonald- Zigaretten" und „Ärüning-Henderson-Zigarren" nennen. Selbstverständlich würde es uns zur besonderen Ehre ge­reichen, wenn der Herr Reichskanzler zehn Mille „Brüning- Macdonald-Zigaretten" und zehn Kasten â 100 „Brüning- Henderson-Zigarren" als Besuchsrauchwaren anbieten würden, und bitten wir, für kostenlose Lieferung lediglich um telephonischen Anruf unter . . ." Der Briefschreiber ist bestimmt ein kleiner Schäker: man erkennt das schon aus seiner Bemerkung, daß der Besuch der Engländer „in Deutschland nicht ganz unbemerkt bleiben dürfte" . . . Ein anderer Herr bietet dem Reichskanzler Sportgeräte an: er müsse doch auf die Lebensgewohnheiten „der zu­reisenden Herren" Rücksicht nehmen und mit ihnen ein bißchen Golf spielen. Der Reichskanzler soll die Sport­geräte zu Nettopreisen mit 25 Prozent Rabatt bekommen, aber er muß dafür sorgen, daß die Presse den Namen der achtbaren Firma erwähnt . . . Ein dritter endlich will den englischen Ministern eine Sammlung vortrefflicher Heringsspezialitäten vorführen. Wahrscheinlich würden wir dann bald neuen „Macdonald-Hering" mit Pell- kartosfeln zu essen bekommen.

Börse und Handel

Frankfurter Eiergroßhandelspreise vom 11. Juli. Preise in Pfennig per Stück: bulgar. 7.50—7.75, jugoslav. 7.25—7.50, rumän. 7—7.50, Holland. 7.50—10, dänische 7.50—10, belg- flander. 9—9.25, bayer. 7.75—8, deutsche Frischeier 7.50—10,Jji» und ausländ. Mittel- und Schmutzeier 6—6.50. Tendenz ruhig, Absatz schwach.

Frankfurter Buttergroßhandelspreise vom 11. Juli. Tendenz: fest. Holl. Butter 1 Faß (50 kg.) 1.56, einhalb Faß 1.58, in Halbpfundstücken 1.60, deutsche Butter 1.45. Die Preise ver­stehen sich in Mark für 1 Pfund im Eroßhandelsverkehr.

Amtliche Berliner Notierungen vom 11. Juli.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.

11 7

10 7

11.7.

10. 8.

Wetz., mârt.

250-251

250-251-

Weizkl f Bln.

12,5-12,7 12,5-12.7

pommersch

—

—

Rogkl. s. Bln.

11,2-11,5

11.2-11.6

Nogg., märk.

185-190

187-192

Raps

Braugerste

—

—

Leinsaat

Wintergerste

152-162

154-162

Vtkt -Erbsen

26,0-31,0

26,0813

guttergerfte

—

—

kl. Speiseerbs.

sommergst.

——

—

Futtererbsen

19,0-21,0

19,0-21,0

Hafer, märk.

156-160

160-166

Peluschken

pommersch.

—

Ackerbohnen

19,0-21,0

19,021,0

westpreuß.

——

—-

Wicken

24,0-26,0

24.026,0

Weizenmehl

Lupine, blaue

16,0-17,5

16,017,5

P 100 kg fr.

Lupine, gelbe

22,0-27,0

22,027.0

Brl br. Infl.

Seradella

Sack (feinst.

Rapskuchen

9,30-9,80

9,309,80

Mk. ü. Not.

30,7-36,5 30,7-36,2

Leinkuchen

13,6-13,8

13.6-13.8

Roggenmehl L 100 kg fr.

Trockenschtzl.

Soya-Schrot

7,50-7,70

123-18,4

7.507,70

12,6-13,4

Frankfurter Schlachtviehmartt vom 13. Juli. (Nichtamtlicher Vorbericht.) Ochsen: al) 44—48, a2) 40—43, bl) 33—39, Bullen: a) 37—40, b) 32—36. Kühe: a) 34—36, b) 28—33, c) 20—MhFärsen: a) 44—48, b) 40—43, c) 33—39. Kälber) b) 50-56; c) 44—49, d) 35—43. Schweine: a) 42—46, b) 43 bis 47, c) 45—49, b) 44—48, e) 42—45. Aufgetrieben waren) Rinder 1248, darunter Ochsen 261, Bullen 137, Kühe 474, Fär­sen 352, ferner Kälber 605, Schafe 54, Schweine 4259. Markt-, verlauf: Rinder ruhig, Kälber und Schafe ruhig, Schweine rege.

Bronzegruppe Raub der Sabinerin, Merkur und Psyche, die Kolossalstatue der Borussia und zwei römische Krieger in der Ruhmeshalle des Berliner Zeughauses, das Denk­mal Alexanders von Humboldt vor dem Berliner Universitätsgebäude u. a.

Und dann kamen die Werke, die des Künstlers Namen über ganz Deutschland trugen: der kolossale Neptuns­brunnen auf dem Berliner Schloßplatz (die Berliner nannten ihn „das Forkenbecken", weil ihn der damalige Oberbürgermeister Forkenbeck eingeweiht hat), der Sar­kophag des Kaisers Friedrich in dessen Mausoleum in Potsdam mit der auf dem Deckel ruhenden Gestalt des Kaisers (später folgte gleichfalls von Begas geschaffen, diesem Sarkophag der Sarkophag der Kaiserin Friedrich), die auf dem Reichstagsgebäude befindliche Giebelgruppe Germania zu Pferd, die Gestalt des Reich­tums für das Reichsbankgebäude, das Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I. in Berlin, das 6,5 Meter hohe Bis­marckstandbild vor dem Reichstagsgebäude, die Gruppen Waldemar und Wilhelm I. in der Berliner Siegesallee usw. Von großer Bedeutung, wenn auch im Volke weniger gekannt, sind die Bildniswerke von Reinhold Begas, wir erwähnen nur die Büsten der Kaiser Friedrich UI. und Wilhelm II., der Kaiserin Friedrich, Bismarcks, Moltkes, Adolf Menzels.

Reinhold Begas hat auf die neuere Richtung in der Berliner Plastik entschieden stark eingewirkt. Strenge Kritiker haben allerdings hervorgehoben, daß seine Mo­numentalwerke mehr wuchtig und massig und dekorativ als rein künstlerisch wirkten.