geworden waren. Natürlich rst es nicht möglich, 115 MD Deutsche nun lnftsichc abznschlietzen von Len pol irischen Srrörmmaen unserer Lage. Aber «rK anderes wäre es, ihnen auf dem Gebrere ' ö« miliMtifchen Dienstpflicht irgendwelchen Einfluß zu verstatten Daß dies mchr geschiehr, weiß ein j^er Deutsche, sei fein« Nsichswebr nicht selbst durch dre ParretdriÜe hindurch oeurceiir
So ist oenn — und das ist erne Wt Ergänzung nach der arideren Seite hin — auch im Reichstag endgültig aus geschaltet worden, was bei dem Urteil über die Reichs Wehr noch ein wenig nach parteipolitischer Festlegung aus sah. Die „Panzerkreuzerfrage" ist keine Frage mehr in dem Sinne, wie sie ein paar Jahre hindurch noch bestanden hat, denn die Sozialdemokratie hat den Beschluß gefaßt, sich im Reichstag bei der Abstimmung über die Bauraten für die Panzerkreuzer A und B der Stimme zu enthalten, und fügte hinzu, daß das deutsche Volk einen Reichstag gewählt habe und besitze, der in seiner übergroßen Mehrheit für diese Ersatzbamen eintrete, zum mindesten eine Polksrnchrheit, die den Bau ablehne, nicht in Erscheinung getreten sei. Die innenpolitische Seite dieses Beschlusses sollte man in der Beurteilung hinter der erfreulichen Tatsache zurücktreten lassen, daß jene übergroße Mehrheit des deutschen Polkes willens ist, im Rahmen der uns auferlegten Bestimmungen alles zu tun und zu leisten, was den Schutz der Heimat wenigstens so gut als möglich zwar nicht gewährleisten, aber doch stärken kann.
Gegen die Ae?igionsfein-e.
(218. Sitzung.) tt. Berlin, 19. März.
Der Preußische Landtag fctzre die allgemeine Aussprache zur zweiten Beratung des 5k u l t u s h a u s h a l t s fort.
Abg. Kerff (Komm.) begründet einen Antrag seiner Frak- tion, 78 Millionen bei den Ausgaben für kirchliche Zwecke zu streichen und sie den Gemeinden mit der Verpflichtung zu über» weisen, aus diesen Mitteln zusätzliche Unterstützungen an die Arbeitslosen und die Wohffabrtscmpfängcr zur Auszahlung zu bringen.
Abg. Meyer-Herford 0t. Pp. > verlangt, daß die berechtigte» Forderungen der evangelischen Kirchen wem der Regierung erfüllt werden.
Gegen die Verletzung der religiösen Überzeugung und die Schmähung kirchlicher Einrichtungen durch die Freidenker- und Gottlöscnvcrbändc müsse energisch eingcschritten werden. Den Geistlichen dürfe man das Recht der politischen Meinungsäußerung nicht verwehren: allerdings müßten sich die Geistlichen dabei in den Grenzen halten, die ihnen ihr Amt vorschreibe.
Abg. Schmitt-Limburg (Laudvolkp.) ist der Ansicht, daß die deutsche Kultur durch die Kirche geschaffen worden sei. Es wär daher geradezu ein Verbrechen, wenn man eine Trennung von Staat und Kirche herdeisührcn wollte. Den Freidenkern dürfe man die Körperschastsrechte nicht verleihen, da sie einreißen wollten, was die Kirchen aufbauten. Der Redner setzt sick für die baldige Verabschiedung des Vertrages mit den evangelischen Kirchen ein und fordert eine gemeinsame bürgerliche Abwehr attion gegen die Gottlosenpropaganda.
Abg. Graue (Staatspartei) wendet sich gegen die religions- Hetzeriscken Werke.
Religio» bedeute Wahrheit,
Nächstenliebe, VerantworMngsbewutztsein und soziales Pslichr- gefühl dem einzelnen gegenüber. Das sei die inabre Grundlage aller Kultur; sie gebe durch alle Konfessionen hindurch, die nur verschieden gefärbt ist.
Abg. Grüter (Wirtschaftspartei) führt unter anhaltenden Unterbrechungen der Kommunisten aus, die Religion sei die beste Stütze für den Staat. Was freilich die Kirche für die Armen und Notleidenden tue und getan habe, könnten die Kommunisten nicht beurteilen.
Abg. Kliesch cC hriftlicksoz.) heb!
die sozialen Leistungen der evangelischen Kirchen hervor. Beim evangelischen Kirchenvertrag müsse der Staat ein Schiedsgericht anerkennen.
Abg. Toht (Soz.) hält ein neuures Schuljahr in der Volksschule für erwünscht. Überhaupt müsse man der Bedeutung der Volksschule größere Beachtung widmen.
Abg. Fritzsche-Wormsleben (Dtn.) kritisiert den Schul- lasienausgleich, der zur Finanznot vieler Gemeinden wesentlich beigetragen habe. Zur Klärung der Frage der Polksschul- lehrerblldung solle die Regierung eine Erklärung abgeben, ob die neue akademische Bildung der Lehrer sich besser bewähre als die seminaristische.
Abg. Frau Stoffe» (Ztr.) bezeichnet den Ministererlaß, der die Möglichkeit andeute, daß nicht jede Klaffe der Volksschule einen eigenen Lehrer brauche, als sehr bedenklich. Zu begrüßen sei der Wunsch des Reichsinnenministers, die sogenannte mittlere Reife auch den Aufbauklaffen der Volksschule zu gewähren.
Abg. Beuscheid (Komm.) vergleicht die Arbeirerlöhue mit den Psarrergehältern. In der Kirche werde der Faschismus gezüchtet.
Abg. Frau Kulesza (D. Vp.) soeben größere Tätigkeit und ruhigere Arbeit im Unterricht und Schulbetricb. Eine zu weitgehende Aufklärung in sexuellen Dingen bringe sittliche Gefahren mit sich.
Abg. von Posadowsly-Wehner (Volksrechtsparteil wünscht, daß es bald zu einer Einigung zwischen dem Staat und der evangelischen Kirche kommen möge. Verfassungswidrig würde es sein, toenn die preußische Regierung einen gewissen Einfluß auf die Besetzung der leitenden Stellen in der evangelischen Kirche ausüben wollte, denn die Religionsgenoflenschaften hätten das Recht, ihre kirchlichen Angelegenheiten selbständig zu ordnen. Zum katholischen Konkordat wäre eine Bestimmung erwünscht gewesen, daß die Vorbildung der katholischen Geistlichen nur auf Univerntäten innerhalb Deutschlands erfolgen dürfe.
Abg. Hoff (Staatspartei) begrüßt d« Möglichkeit eines neunten Volksschuljahres.
Abg. Dr. Schmidt-Höpte (Wirtschaftspartei) wendet sich gegen die Pläne auf Abbau der Oberprima und Schaffung eines neunten Volksschuljahres Redner meint, das Verhalten des Kultusministers anläßlich der Reichsgründungsfeier bedeute eine Taktlosigkeit. Der Präsident rügt diesen Ausdruck.
Die SSeiterbcrahtng wird auf Freitag vertagt.
Unerhörte Beschimpfung.
Ein Schritt der Reichsregierung in Prag gefordert.
Die Landtagsfraktton der Deutschen Volkspartei hat einen Antrag im Sächsischen Landtag eingebracht, wonach die Regierung ersucht wird, die Reichsregierung
zu entscheidendem Einschreiten gegen Beschimpfungen Deutschlands
durch das offiziöse Benesch-Organ, die „Prager Presse", fomie gegen die Ausweisung des reichsdeutschen Korrespondenten in Prag, Kornhuber, zu veranlassen. I» dem Antrag heißt es: Die in deutscher Sprache geschriebene „Prager Presse", das offiziöse Organ des tschechoslowakischen Außenministers, hat am 18. März unerhört scharfe Angriffe gegen die deutsche Justiz gerichtet, die deutsche Rechtsprechung „seit Erzberger und Rathenau" als einen „Faustschlag ins Gesicht der g a n z en Welt" und als „politisierte Megäre" bezeichnet. Sachsen als deutsches Grenzland gegenüber der Tschechoslowakei hat die besondere natioualpolitische Verpflichtung, die Aufmerksamkeit der reichsdeutschen Öffentlichkeit auf diese Anstände zu lenken und beim Reiche Maßnahmen gegen drese Beschimpfung Deutschlands und die Unterdrückung des freien deutschen Wortes durch tschechische Auttsorgan« einzuleiten.
Aus Heffen-Raffa« und Nachbargebiete,
Mvrtblall jur ihm 21. Ätzirz.
EoaaananfWng 6.08 Uhr. Sonnenunletgaag 18.12 Uhr Mondausgang 611 Uhr. MonhMtergang 20.49 Uhr.
1685 Johann Sebastian Bach in Eisenach geb. 1763: Der Dichter Jean Paul (Friedrich Richter) in Wunsiedel geb.
1871: Eröffnung des ersten Deutschen Reichstages.
Leute ohne Bildung beharren um so eigensinniger bei ihrem Willen, je weniger sie dafür zu sagen wissen. Gotthelf.
'Wetterbericht.
Die Großwetterlage ist in einer langsamen Umgestaltung begriffen, die sich allmählich auch auf unser Wetter auswirken wird. Vorläufig bleibt jedoch bei uns noch der Einfluß des südöstlichen Hochdruckgebiets der vorherrschende, so daß zwar zeitweise mit Aufkommen von Bewölkung, aber vorerst noch nicht mit Niederschlägen gerechnet werden kann. — Vorhersage bis Freitag abend: Heiter bis bewölkl, trocken, mild, meist südöstliche Winde. — 'Witterungsaussichten für Samstag: Vielfach bewölkt, keine oder nicht nennenswerte Niederschläge, milde aber ausgeglichenere Temperaturen östliche und südliche Winde.
* Fulda, den 19. März 1931.
Das Tor ins Leben.
Pforten schließen sich, neue Pforten öffnen sich. In diesen Tagen verlassen Scharen junger Menschenkinder die Schule der Wissenschaft, in welcher ihnen ein Mäßlein Weisheit sozusagen eßlöffelweise eingegeben wurde, um hinauszutreten in die wett ernstere Schule des Lebens, die härter anzufassen und ihre Lehren schonungsloser beizubringen pflegt. Und in diesen Tagen legen Scharen junger Menschenkinder vor versammelter Christengemeinde feierlich ihr Glaubensbekenntnis ab und treten ein in die Gemeinde der Erwachsenen. Es ist die Ae i t der Konfirmation, die Zeit der Einsegnung. Die Scbulc entläßt die Jugend, Die Kirche nimmt sie durch Erneuerung des Taufbundes als vollgültig auf, und es erhebt sich die bange, sorgenvolle Frage: Was wird? Durch das Tor des Lebens, das sich öffnet, führt der Weg zur Selbständigkeit, zur Selbstbestimmung, zur Selbstverantwortung. Zaghaft, schüch- terti, vorsichtig sind die ersten Schritte, denn noch wachen Elternaugen, noch lenken Vormünder, die sich ihrer Pflicht bewußt sind, den Gang, der hier nicht selten über Dornen und Gestrüpp führt. Bald aber gebt es rascher weiter, bald verfolgt das junge Menschenkind unbekümmerter den Pfad, der ihn hinausführt aus der Enge des Hauses in die Weite des Lebens, dieses Lebens, das oft keine Zeit läßt zu Ruhepausen das so selten Gelegenheit bietet zu besinnlichem Halten, zu nachdenklicher Überlegung über das Weiter.
Was wird und wohin führt der Weg? Wohin führt er und, wo endet er? Ein großer Teil, der größte Teil der Jugend dieser Zeit hat schon als Jugend hat schon im Eltern- baüfe das Leben von seiner schwersten Seite fennengelernt: Nor in allen Winkeln, Kampf mit dem Heute, Sorgen um das Morgen. Aber im Schutze deS Elternbauses, und mag es noch so kütnmerlich, noch so armselig sein, lebt es sich immerhin leichter als draußen in der rauhen Welt, die so wenig Mitleid kennt und jeden, der ihr nicht standhalten kann, zermürbt und zerreibt. Dies alles sollten sich die jungen Menschenkinder, di, jetzt durch das dunkle Tor in das unbekannte Leben schreiten, vor Augen halten „Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern mutz," heißt es im „Faust", und «als „der Weisheit letzter Schluß" wird dieses Wort bezeichnet. Es ist der Weisheit letzter Schluß' Die Schulentlassenen, die Eingesegneten sollen sich bewußt bleiben der großen $ er» antwortuna, die sie übernehmen, wenn sie jetzt „selbständig" ihr Leben ausbaucn müssen — bleiben sie sich dessen bewußt und denken sie auch in Nöten und Schmerzen der Lehren, die ihnen die Schule, die ihnen der Glaube mit auf den Lebensweg gegeben hat, so werden sie auch im härtesten Kampfe nicht schwäcbsich Unterliegen.
Konzert der Zitherspielvereinigung Fulda.
Wenn im Radioprogramm des Münchener Senders der Name Fritz M ü h l h ö l z l erscheint, so stellen viele Hörer zu der angegebenen Zeit ihren Apparat auf München ein, denn alle diese Hörer wißen. Mühlhölzl zu hören, ist immer ein Genuß. Wenn man nun Gelegenheit hat, den genannten Künstler nicht nur zu hören, sondern ihn auch noch bei seinem Spiel beobachten zu können, so ist der musikalische Eenutz doppelt. Diese Gelegenheit vermittelte uns gestern abend die Zitherfpielvereini- gung Fulda. Und der Dank der sehr zahlreich erschienenen Besucher ist ihr dafür gewiß. Saal und Galerien waren dicht besetzt. Lautlose Stille während der Vorträge, langanhaltender Beifall nach jedem einzelnen Stück, so daß sich der Künstler zu mancher Zugabe bequemen mutzte. Die Vortragssolge verzeichnete Kompositionen klangvoller Namen, wie Mendelssohn, Pugh, Sor, Giuliani, Malats usw. In hervorragender Wiedergabe, mit feinster Musikalität wurden die Gedankengänge der verschiedensten Komponisten zu Gehör gebracht. Ob Zither oder Gitarre, auf beiden Instrumenten ist Mühlhölzl Meister. Verblüffende, virtuose Technik verbunden mit gehaltvollem Spiel, zwingen die Hörer in den Bann. Irgend eine Progranlm- nummer beionders zu erwähnen, erübrigt' sich, jede Piere wcr Klaffe. Die Umrahmung zu den künstlerischen Vorträgen bildeten zwei Chorstücke der veranstaltenden Vereinigung, die sich durch recht ansprechende Wiedergabe, wobei besonders das gute Zusammenspiel hervorgehoben zu werden verdient, ar-szeich- neten. —.
Der Landeshauptmann von Pappenheim hatte gestern bn Presse zu einer Besprechung gebeten, um Erläuterungen M dem Etat des Vezirksverbandes des Regierungsbezirks zu geben. Er betonte, datz der Etat für 1930 nur unter rigen Verhältnissen zustande gekommen sei. Wenn auch grösste Teil des Wenigereinganges an SteuerüberweifunW von etwa 437 000 RM. durch Minderausgaben und durchs Gehaltskürzungen im Februar und März 1931 gedeckt wirb, " mutz doch mit einem Fehlbetrag von rund 200 000 Mark gerechnet werden. Die Gehaltskürzungen für Beamte und gestellte im Bezirksverband betragen insgesamt 284 000 Um den Etat auszugleichen mußten erhebliche Abstriche genommen werden. Jedoch hat man bei dem Sozialetat niog lichst geringe Streichungen an tatsächlichen Ausgaben nommen, um die so notwendigen sozialen Aufgaben nicht beeinträchtigen. Auch die kulturellen Ausgaben sollen Möglichkeit nicht benachteiligt werden. ' :
Der Landeshauptmann wies bei dieser Gelegenheit dar«! hin. datz^eine in diesem Winter vorgenommene Statistik ergevc habe, datz die Studierenden der Landesuniversität in Marvu- nur einen durchschnittlichen Monatswechsel von 37 Mark
Der Ausgleich wurde in der Hauptsache herbeigeführt dm umfangreiche Streichungen bei der Landstratzenbauverwami * Zwar seien dem Bezirksverband vom Landtag 4 Reichsmark bewilligt worden, jedoch feien davon nur 2.b lionew eingesetzt worden, weil die Zinsen für die 4 zu hoch gewesen wären. Mit diesen 2,6 Millionen Mark M im Sommer bis zum Herbst alle sogenannten Reicher-adas heitzt, die wichtigsten Durchgangs'stratzen unseres vollständig hergestellt und mit Decken versehen^ werden, schritten, was sich durch Visionen und "Ansprachen mit "Gott heutigen Verkehr entsprechen. So sollen d ie Straße
offenbare. Die Visionen der Therese Neumann zeigten alle Mn---Bebra und bie gro^ ^ranffurter Straße von Cowe^
- Biedenkopf, eine wichtige Ausfallstraße nach Westfalen,»"^ ausgebaut werden. Vollstcffrdig neu hergestellt werden G auch die Straße von Wildungen nach Frankfurt, zum Kleinpflaster. Die Straße nach Karlshafen soll einem großen Teil ausgebaut werden, weiter die EtraM.^ Thüringen und Eisenach vollständig überholt werden. soll die Fuldastratze von Kassel nach Münden so Wew werden, datz sie auch für den Lastkraftwagenverkehr m 1 stem Matze benutzt werden kann. u
Das Rätsel von Konnersreuth.
Im überfüllten Stadtsaal sprach gestern abend der onrch seines Vorträge und Bücher weithin bekannte Kaplan F a h s e l über die Erscheinungen in Konnersreuth. Kaplan Fahsel, der oft in Konnersreuth weilte und dort eingehende 23e>b Tötungen machen konnte, mußte neben der eindrucksvollen Schilderung seiner persönlichen Beobachtungen durch sein Stuhl um der christlichen Mystik auch in leichtverständlicher Weise Erklärungen und Deutungen über die Phänomene in Konnersreuth zu ' geben. Er schilderte das AKsen der christlichen Mystik und stellte fest, daß die Erscheinungen an der Therese Neumann in volle Uebereinstimmung zu bringen seien mit den Grundsätzen der Lehre der Mystiker. Therese Neumann galt in ihrem Dorf als kräftiges und gesundes Mädchen, bis sie sich eines Tages 'm Jahre 1928 bei Löscharbeiten verhob und von dieser Zeit an von schweren Krankheiten heimgesucht wurde, zu denen noch röllrge Erblindung trat. Die ärztlichen Bemühungen blieben erfolglos. Im Jahre 1923 am Tage der Heiligsprechung der kleinen Theresia vom Kinde Jesu sei die Erblindung plötzlich rerschwun- den. Am gleichen Tage des Jahres 1925 wichen dann ebenso plötzlich auch die anderen Leiden des Mädchens, das angab, eine von einer Stimme begleitete Lichterscheinung wahrgenommen zu haben. Neben diesen körperlichen Erscheinungen, die nach der Lehre der Mystik als der Weg der Reinigung bezeichnet werden, hat auch Therese Neumann in Uebereinstimmung mit der mystischen Lehre den Weg der Erleuchtung be» sich durch Visionen und Ansprachen mit Gott
Merkmale der Echtheit. Schlieizlich befinde sich Therese Neumann auch auf dem Wege der Bereinigung mit Gott. Der Redner schilderte dann die stigmatischen Erscheinungen an Therese Neumann und stellte fest, daß hierbei von Hysterie, mit der man die Erscheinungen zu erklären versuche, keine Rede sein könne. Der Redner sah in den Erscheinungen von Konnersreuth einen Ausdruck des Willens Gottes und wies darauf hin, daß sie uns eine stumme Predigt seien, die hindeuten aus die Auferstehung. Im zweiten Teil seines Vortrages wandte sich der Redner den psychischen Phänomenen zu. die in dem Zustand der erhabenen Ruhe, dem Zustand der Eingenommenheit und den Versetzungen in die Vision bestehen. Im erstgenannten
Zustand sei Therese Heumann das Medium einet stimme, die Kenntnis von den Seelenzuständen fremder (chen geben kann Die Stimme trage zur Vermehrung acösen Lebens bei. Zm Zustand der Eingerlornmenhelt* Therese Heumann einen fast kindlichen Verstand, der andererseits wieder sehr rege sei. Bedeutsam sei ferner Reaktion des Mädchens auf Segenerteilungen vom Orte ; ^ ab wohnender Priester. In gewissen Zuständen ist es Neumann gegeben, körperliche Leiden fremder Menschs sich zu nehmen. Auch hier wirke sie wie eine stumme die auf große und göttliche Liebe hinweise. Der Redner T trachtete die Erscheinungen in Konnersreuth als göttlich weise, die uns lehren sollen, den Blick von bem Irdisch^ wenden und in uns den Glauben an die Herrschaft Gottes , über das, was uns als Naturgesetz erscheint, zu stärken
Sitzung der Kleinen Strafkammer.
Wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretuna v Verkehrsvorschriften hatte der Krâstwagensührer A. Fs t” in Hannover in Stellung ist, einen Strafbefehl über 100 MW erhalten. Hiergegen hatte St. Einspruch erhoben, so dak \ Angelegenheit vor dem Amtsgericht in Burghaun zur Handlung kam, das den Kraftwagenführer freisprach.' dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein t; Kleine Strafkammer in Fulda stellte in ihrer Beweiserhebung fest, daß der Angeklagte am 27. Mai mit einem Lastkraftwagen- Sa von Frankfurt a. M. nach Hannover unterwegs war
en Michelsrombach und Hünfeld mußte der gesamte Ä. verkehr umgeleitet werden. Aus der Umleitungsstrecke hatte St. in einer Linkskurve bereits schon mehrere Langholzsuft. werke überholt. Als er schließlich das Langholzfuhrwerk bei Landwirts Frz. W. Sch. aus Rudolfshan überholen wollte eifolgte ein Zusammenstoß mit diesem Fuhrwerk. Hierbei erlitt Sch. schwere Verletzungen, während St. mit einer Verstauchum der linken Hand davonkam. Die Kleine Strafkammer hob da; Urteil des Burghauner Amtsgerichts auf und verurteilte bei Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung und Heben tretung der Verkehrsoorschriften zu 75 Mark Geldstrafe und w Tragung der Kosten.
Vom Amtsgericht Weyhers ^war der 35jährias Arbeiter A $ aus Altenfeld (Krs. Gersfeld) wegen Diebjtahls, statt zu einer verwirkten Gefängnisstrafe von 2 Tagen zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Da B. gegen dieses Urteil Berufung eingelegt hatte, kam die Sache vor der Kleinen Strafkammer in Fuida nochmals zur Verhandlung. Es wurde festgestellt, bei der Angeklagte sich einige Malo nachmittags in einem Geisfelder Hotel aufgehalten hat. Bei dieser Gelegenheit hat tt zwei mit den Zeichen des Inhabers versehene silberne Tischmesser gestohlen, die später in seiner Wohnung aufgefunden wurden. Der Angeklagte bestritt, den Diebstahl ausg'eW zu haben. Seine Angaben wurden jedoch von Zeugen 'widerlegt. Die Kleine Strafkammer schloß sich dem Anträge bet Staatsanwaltschaft auf Verwerfung der Berufung auf' Kosten des Angeklagten an.
Der Kaufmann W. H. aus Hünfeld war vom Amtsgerich! Hünfeld in einer Unterschlagungssache fteigesprochen worden. Auch das Oberlandesgericht hatte in dieser Sache Freisprechung erteilt. Hiergegen hatte die Staatsanwaltschast Berufung eingelegt. In der gestrigen Verhandlung vor der Kleinen Stras- lammer wurde festgestellt, daß der Angeklagte, der schon 2 mal den Offenbarungseid geleistet hatte, bei einer Bamberger Firm für ca. 400 Mark Waren zum Wiederverkauf bestellt Haiti. H. verkaufte die gelieferten Wären zum Teil, lieferte aber bei Erlös nicht an die Lieferfirma ab. Die Kleine Straskam« verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft auf Kosten bet Staatskasse.
*
Die Berufung des D. mutzte auf seine Kosten verwoisü werden, weil er trotz richtiger Ladung nicht zum Termin tt schienen war. t
Vereinigung ehem. 87er.
Die Kameraden der Vereinigung ehem. 87er und dem Kriegsformationen werden in einer heutigen Anzeige zu eins Besprechungen am Sonntag nachmittag 4 Uhr ins Gasthaus Dalberg eingeladen. Es sei an dieser Stelle die Beachtung btt Anzeige empfohlen.
Motorrad gegen Pferdegespann.
In der letzten Nacht ereignete sich gegen 1.30 Uhr auf bet Stratze Maberzell—Fulda ein Verkehrsunfnll. der glücklicherweise nicht die schwere Folge hatte, die er haben könnte. Ei" Motorradfahrer aus Müs. fuhr in angetrunkenem Zustande gegen die Pferde eines ihm entgegenkommenden Fuhrwerks Das Sattelpferd wurde hierbei an der Brust erheblich verlG Der Motorradfahrer und sein Sozius kamen glücklicherweise ohne nennenswerten Schaden davon. Das Motorrad wurde stark beschädigt. Die Ursache des Zusammenstoß dürfte in der Betrunkenheit des Motorradfahrers zu suchen sein, der fein Rad nicht mehr in der Gewalt hatte.
Erläuterungen
zu dem Etat des Bezirksverbandes Kassel.
Kassel, 19. März-
Der Landeshauptmann trat noch der Ansicht entgegen- Nassau gegenüber Kassel bei der Verteilung der Krasil zeugsteuor besonders schlecht rojeggefo.ni men sei.