Einzelbild herunterladen
 

öaer Anzeiger

$ui»M / 6la0 2

Die deutschen Varietes flaggten halbmast.

Otto Reutters letzter Gang.

Des großen Humoristen Otto Reutters sterbliche Überreste find zur letzten Ruhe auf dem Friedhof in Gardelegen beigefetzt worden. Am Grabe sprach

^ 57 Montag, 9. März 1931

politische Rundschau

Deutsches ireich

Der Reichsrat berät immer noch die Osthilfe.

Die Ausschüsse des Reichsrates konnten die Beratun­gen über die Osthilfe noch nicht beenden und werden ihre Arbeit am Montag fortsetzen. Für Montag ist auch die Vollsitzung des Neichsrates vorgesehen, auf deren Tages­ordnung das Osthilfegesetz, die Frage des Gefrierfleisch- kontingents und das Brotgesetz stehen.

Städtische Wvhlsahrtslasten als Ursache der Fehlbeträge.

Wie der Neichsstädtebund durch Umfrage festgestellt hat, sind in den von dieser Umfrage erfaßten mittleren und kleinen Städten mehr als zweidrittel nicht in der Lage, das Rechnungsjahr 1930 ohne Fehlbetrag abzuschließen. yro$ Einführung der neuen Steuern wird in diesen Ztädten ein Fehlbetrag von durchschnittlich 11,94 Mark je Einwohner ungedeckt in das nächste Rechnungsjahr über­nommen werden müssen. Die Fehlbeträge sind in der Hauptsache auf die Steigerung der Wohlfahrtslasten im Rechnungsjahre 1930 zurückzuführen.

Aus In- und Ausland

Berlin. Das deutsch-tschechoslowakische Kohle,mustausch­abkommen wurde aus die Dauer von zwei Jahren verlängert. Unter Beibehaltung des bisherigen Umrechnungsschlüssels wurden für die deutsche Ausfuhr nach der Tschechoslowakei feste Monatskontingente vereinbart

München In einem Anwesen in Feldkirchen bei München wurde eine größere Menge Waffen gefunden, und zwar ein vollständiges Maschinengewehr mit Munition, Stielhand­granaten und Gewehre. Die Waffen stammen von Kommu­nisten. Das Lager wurde beschlagnahmt.

London. Die ersten politischen Gefangenen in Britisch- Fndien wurden aus den Gefängnissen entlassen. 65 Frauen verließen das Gefängnis in Puna.

London. Die Kaiserin Nagako von Japan ist von einer Tochter entbunden worden. Vor dem Kaiserpalast hatte sich eine zahllose Menschenmenge eingefunden, um das Ergebnis der Geburt abzuwarten. Man hoffte, daß die Kaiserin dem Lande einen Thronerben bescheren werde.

als Vertreter der Theaterdirektoren Verbandsdirektor Milos, der mitteilte, daß von allen Großvarietès Deutsch­lands die Fahnen halbmast wehen zum Zeichen der Trauer da« wirklich ein Großer aus der inter­nationalen Varietèwelt von uns geschieden ist. Vom Rathaus von Gardelegen wehte die tranerumflorte staotfahne in ihren Farben Rot und Grün.

Kritik an der Korm.

Ein Hirtenbrief zur nationalsozialistischen Bewegung.

Die Bischöse der Kölner Kirchenprovinz veröffentlichen eine Erklärung, in der es u a. heißt: Die Erwartung, daß es den Führern der Hitlerbewegung bald gelingen werde, ihre fiele und Grundsätze so zu entwickeln und so zu klären, daß »c zu begründeten M i ß v e r st ä n d n i s s e n oder zu Bedenken bei gläubigen Katholiken keinen Anlaß mehr gäben, hätte sich nicht erfüllt, ebensowenig auch die Einung, daß manches Beklagenswerte im Auftreten national- oHlisti scher Vertreter, nicht zuletzt in der Sprache ihrer Presse- WMt sich als vorübergehende Erscheinung erweisen würde. TrrM riefen die Bischöfe der Kölner Kirchenprovinz die üm unterstellten Gläubigen mit aller Eindringlichkeit zu mm misten Besinnen aus. Niemals dürre man sich, auch mchi im Kamps gegen Unrecht, Unwahrheit und Gewalt- l-u, zu Normen der Abwehr hinreißen lassen, die mit Jen christlichen Sittengeboten nicht vereinbar seien. Die Er- mihi ist unterzeichnet von Kardinal Schulte und den Wöfen von Münster, Osnabrück. Trier und 'iniburg.

Die Schönheitskönigin im Parlament.

Ungarns M. d. R. sind aus dem Reichstagshäuschen.

Als die schöne Helena eines Tages, während die Griechen und die Trojaner unten in der Ebene mitein­ander kämpften, auf der dicken Mauer der Stadt Troja erschien, um dem Kampfspiele zuzuschauen, gerieten die alten Herren von Troja, die „Greise", die auch dort oben als Zuschauer saßen, von der Schönheit der Griechin ge­blendet, in solche Aufregung, daß sie beinahe den ganzen Trojanischen Krieg vergessen hätten. Etwas Ähnliches, wenn auch nicht ganz so Schlimmes, ist jetzt in Budapest passiert.

In Ungarn gibt es, wie in jedem anständigen Lande, das etwas auf sich hält, eine Schönheitskönigin. Diese „Miß Hungaria 1931" ist im bürgerlichen Leben Studentin der Philosophie und heißt richtig Maria Tasnady-Szücs. Gegenwärtig betreibt sie die Philosophie bei einer Buda­pester Zeitung, wo sie als Volontärin wirkt. Diese Zeitung kam auf den großartigen Gedanken, die Miß Hungaria 1931 ins Parlament zu schicken, auf daß sie den Ministerpräsidenten Grafen Bethlen stelle und inter­viewe. Als man nun im Sitzungssaale des Ungarischen Reichstages erfuhr, daß eine lebendige Schönheitskönigin im Hause sei, waren die Herren Abgeordneten auch durch die schönsten Gesetzesvorlagen nicht mehr zu halten: in Scharen strömten sie aus den sonst so ernsten Räumen, um mit oder ohne Einglas die philosophische „Miß Hungaria" in Augenschein zu nehmen. Nicht mitgeteilt wird, ob es sich in Budapest auch nur um „Greise" gehandelt hat wie einst in Troja — möglich, daß auch ein paar jüngere Herren dabeigewesen sind.

Nah und Fern

O Eine arme Witwe gewinnt einen Teil des Großen Loses. Das Große Los der Sächsischen Landeslotterie ist zu einem Zehntel auf den Losanteil einer armen Witwe im Stadtteil Zaborze in Hindenburg gefallen. Die Witwe bezieht nur eine kleine Rente und muß mehrere Kinder ernähren. Außerdem sind zwei ihrer Söhne arbeitslos. Der Gewinnanteil beträgt 50 000 Mark.

p Der Naubübersall auf die Boizenburger Amtsspar­kasse aufgeklärt. Der Raubüberfall, der vor kurzem auf die Amtssparkasse in Boizenburg verübt wurde, hat jetzt feine Aufklärung gefunden. Der Polizei ist es gelungen, die bei­den Räuber festzunehmen; es handelt sich um den ^jäh­rigen Zimmermann Hans Ziegert und den 19jährigen Schlächter Karl Sahlmann, beide aus Boizenburg. Die beiden Täter hatten nach dem Überfall Zechen in verschie­denen Lokalen gemacht und sich dadurch verdächtigt.

0 Schwerer Unfall eines französischen Milttärflug- zeuges. Im Militärflughafen von Berre bei Marseille er­eignete sich ein Flugzeugunglück, bei dem die fünf Insassen eines großen Militärwasserflugzeuges lebensgefährlich verletzt wurden. Die Maschine war zu einem kurzen Übungsflug aufgestiegen und überschlug sich beim Nieder­gehen. Sämtliche fünf Insassen konnten zwar von den so­fort herbeigeeilten Motorbooten ausgenommen werden, hatten aber so schwere Verletzungen erlitten, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Das Flugzeug selbst ging in Trümmer.

O Elf Todesopfer einer Eisenbahnkatastrophe. Bei Apaseo, etwa 65 Kilometer von Mexiko - Stadt entfernt, entgleiste ein mit Feldgeschützen beladener Gitterzug. Sechs Soldaten und fünf Arbeiter wurden getötet und sechs weitere Personen schwer verletzt. Die meisten Opfer wurden von Geschützen, die herunterfielen, erschlagen.

0 Die Wirbelsturmopfer auf den Fidschiinseln. Nach einer Meldung des Gouverneurs der Fidschiinseln wurden bei dem letzten Wirbelsturm 136 Personen, dar­unter vier Europäer, getötet. Das Regierungsgebäude hat erheblichen Schaden erlitten. Auch die Ernte wurde schwer beschädigt, viele Häuser der Eingeborenen und Inder wurden vollkommen zerstört. Die Zuckerplantagen hatten bis zu 20 Prozent Verluste.

0 Selbstmord durch Sturz aus dem Flugzeug. Aus einem Flugzeug, das sich auf dem Fluge von Tokio nach Osaka befand, hat sich ein junger Mann in die Tiefe ge­stürzt. Es gelang ihm, die Tür des Flugzeuges zu öffnen, ehe ihn die Mitreisenden daran hindern konnten.

HGrönkte Heilbehandlung für Kriegsbeschädigte.

Kann-Anspruch statt Rechts-Anspruch.

Der Verband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinter- buebenen des Deutschen Reichskriegerbundes ,,K y f f hä u s e r" k'it mit: Anerkannte Kriegsbeschädigte ohne Rentenbezug Mtten bisher einen von keiner Seite bestrittenen

Rechtsanspruch auf freie Heilbehandlung für die als Folgen einer Dienstbeschädigung anerkannten -«den, wenn dadurch eine Verschlimmerung dieser Leiden ver- f >« wurde. Das R e i ch s a r b e i t s m i n i st e r i u m hat nunmehr durch einen Erlaß diesen Rechtsanspruch bestritten .!™,he Versorgungsbehörden angewiesen, solchen Kriegs- ' adiglen hinfort nur noch

befristete Heilbehandlung ohne Barbezüge

K a 11 n Anspruch zu gewähren. Der Verband steht auf J" Standpunkt, daß die Notverordnung des Reichspräsidenten, ' .^ sich das Reichsarbeitsministerium hierbei beruft, keine : v-nde Handhabe für eine solche Schmälerung der bis- Rechte der Kriegsbeschädigten bietet, und beabsichtigt, «ege zur Entschcidunng vor die hierfür zuständigen -uchbehörden der Reichsversorgung zu bringen.

Ein französisches Munitionslager in die Lust geflogen.

Explosion von mehreren taufend Tonnen Pulver.

Eine furchtbare Explosion ereignete sich in einem Munitionslager in Chemilly im französischen Departement Bonne. Zwei große Baracken von über 100 Metern Länge und 25 Metern Breite, in denen gefüllte Kartuschen aller Kaliber untergebracht waren,

flogen mit ungeheurem Getöse in die Luft.

Mehrere tausend Tonnen Pulver waren explodiert. Unter der Bevölkerung entstand große Beunruhigung, da die Gefahr bestand, daß weitere, in unmittelbarer Nähe ge­legene Munitionslager, in denen sich fertige Geschosse oe- fanden, ebenfalls von den Flammen ergriffen würden. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Frank. Menschenleben sind nicht zu beklagen.

Börse und Handel.

Frankfurter Börsenbericht vom 7. März. Tendenz: st i l l. Trotz der sehr schwachen gestrigen Newyorker Börse er­öffnete die Börse zum Wochenschluß in freundlicher Haltung. Einige kleine Kauforders von außenher und die feste Veran­lagung deutscher Papiere, besonders der Pounganleihe, an den Auslandsbörsen gaben der Tendenz eine Stütze. Die Spekula­tion bekundete jedoch stärkste Zurückhaltung, so daß das Geschäft äußerst gering war, und die Festsetzung der ersten Notierungen ging nur sehr langsam vor sich. Gegenüber der gestrigen Abend­börse ergaben sich dennoch meist neue Kursbesserungen bis zu 1 Prozent.

Frankfurter Eiergroßhandelspreise vom 7. März. Der hie­sige Markt lag infolge der Froftwitterung stetig, und die Preise blieben daher auf dem Vorwochenniveau unverändert, zumal das Angebot etwas geringer geworden ist. Der Absatz konnte sich etwas besser gestalten. Es notierten in Pf. per Stück ab loco Frankfurt a. M.: ital. 10—10.50, bulgar. 9—9.50, jugoslav. 8.50—9, rumün. 8.50—9, chines. 7—8, holl. 10.50—12, dän. 10.50—12, belg.-flandr. 10.50—11, schief. 9—10, bayerische 9.50 bis 10, norddeutsche je nach Gewicht 9.50—12.25.

Frankfurter Buttergrotzhandelspreise vom 7. März. Die Preise für Auslandsbutter sind weiter rückgängig, deutsche be­hauptet. Holl. 1 Faß (50 kg) 1.70 RM., einhalb Faß 1.72 NM., in Halbpfundstücken 1.75, deutsche Butter 1.56 RM. per Pfund.

Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 9. März. (Vorbericht.) Ochsen: al) 45—50, a2) 42—46, bl) 37—41. Bullen: a) 44— 47, b) 40—43. Kühe: a) 38-41, b) 34—37, c) 29—33, d) 25— 28. Färsen: a) 47—50, b) 42-^6, c) 37—41. Kälber: b) 59 bis 63, c) 54—58, d) 50-53. Schafe: al) 44—47, b) 35—43. Schweine: b) 49—51, c) 50—52, d) 49—51, e) 46—48. Aufge­trieben waren: Rinder 1282, darunter Ochsen 260, Bullen 116, Kühe 471, Färsen 320, Kälber 526, Schafe 133, Schweine 5341. Marktverlauf: Rinder und Schweine ruhig, Kälber und Schafe mittelmäßig.

öâ el Tarady und Kaiser Wilhelm L ®in „interessanter" Reger gestorben.

„ Im Irrenhause von Ancona in Italien starb im Alter In 76 Jahren der Neger Abel el Tarady, der dort fett ^nyrzehnten auf Kosten des Deutschen Kaisers und dann Kosten des republikanischen Deutschlands erhalten

Abel el Tarady war eine interessante und einst viel- Senannte Persönlichkeit. Der deutsche Afrikareisende Dr. 5°hlfs hatte im Jahre 1865 einen arabischen Sklaven- Andler ärztlich behandelt und als „Honorar" den Abel el Mady, der damals neun Jahre alt war, geschenkt be- °'nmen. Rohlfs brachte den Negerjungen, der angeblich sohn eines entthronten Negerkönigs war, nach Berlin ? stellte ihn dem damaligen König von Preußen, steten Kaiser Wilhelm I. vor. Der König nahm sich des . men Negerleins an, ließ es erziehen und hatte die Ab- den Abel el Tarady, wenn er erwachsen sein wurde, ägyptische Heer eintreten zu lassen. Der Neger urde auch wirklich 1875 nach Ägypten geschickt, brachte Idort zum Offizier, machte aber so viel dum,ye Streiche, Z. man ihn wieder aus dem Heere entfernen mußte.

Wer stellte es sich heraus, daß er unheilbar geisteskrank m' Er litt an Größenwahn und behauptete unter W ?"K er einen elfenbeinernen Magen habe und btLö selbst ein guter und ein böser Geist hausten. Man »ntnL^ dann nach Ancona in die Heilanstalt, wo er dritV^als Patient erster, seit 1919 aber als Patient Klasse lebte.

Zum 10. Jahrestage der Abstimmung in Oberschlesien am 20. März wird von der Gleiwitzör Hütte eine gußeisern« Plakette herausgegeben, die den heiß umkämpften Anna­berg — das Angriffsziel der polnischen Aufständischen — mit dem Franziskanerkloster wiedergibt.

«ermitote Nachricht«».

Poincarès Gesundheitszustand ernst.

Paris. P o j n c a r é hat einen Schwächeanfall gehabt, so daß sein Zustand als e r n st bezeichnet wird.

Deutsch-französische Besprechungen.

Luxemburg. Der frühere Zentrumsabgeordnete Lammers, das Präsidialmitglied des Reichsverbandes der deutschen In­dustrie, Geheimrat Bücher, und der Bankier Max Warburg werden sich mit einer Anzahl französischer Politiker und Ban­kiers, darunter dem wirtschaftlichen Berater Briands, Serruys, treffen. Es handelt sich um die Fortsetzung der Besprechungen vom Februar in Paris.

Spanisches Militärflugzeug abgestürzt. — Ein Fliegerhaupt- mânn getötet.

Madrid. Auf dem Militärflugplatz von Guadalajara stürzte ein Avro-Flugzeug aus unbekannter Ursache ab, wobei ein Fliegerhauptmann den Tod farld.

Gandhi über Judiens Zukunft.

London. Gandhi erklärte, er würde den Posten eines Ministerpräsidenten für Indien nicht annehmen. Er wolle ihn jüngeren Leuten überlassen. Er sehe den Tag kommen, wo der Mittelpunkt der indischen Nation nicht mehr London, sonder« Delhi sein werde.

Amtliche Berliner Notierungen vom 7. März.

* Börsenbericht. Tendenz: Freundlich. Die Stim­mung war trotz der schwächeren Newyorker Börse bei kleinem Geschäft befestigt. Die ersten Kurse waren etwa 1—2 Prozent höher. Tagesgeld entspann sich auf 4—6 Prozent. Nach den ersten Kursen war die Tendenz bei ruhigem Geschäft behauptet. Im Verlauf war die Haltung bei kleinem Geschäft weiter freundlich. Im Durchschnitt waren die Kurse noch ein Prozent höher.

* Devisenbörse. Dollar 4,201—4,202; engl. Pfund 20,40 bis 20,44; holl. Gulden 168,39—168,73; Danz. 81^5—81,71; franz. Frank 16,44—16,48; schweiz. 80,83—80,99; Belg. 58,54—58,66; Italien 22,00—22,04; schwed. Krone 112,47—112,69; dän. 112,35 bis 112,57; norweq. 112,38—112,60; tschech. 12,44—12,46; österr. Schilling 59,04—59,16; poln. Zloty (nichtamtlich) 47,02 bis 47,22; Argentinien 1,39—1,40; Spanien 45,30—45,40.

* Produktenbörse. Knappe Jnlandâzusuhren und flotteres Roggenmehlgeschäft wirkten auf Roggen vrcissteigcrnd. Auch Weizen neigte zur Festigkeit. Hafer war ebenfalls fester. Gerste still, Weizenm^l schwerer verkäuflich, in den Forde­rungen gut behauptet.

Gelretde und Olsaaien per 1000 Kilogramm, sonst per

100 Kilogramm in Reichsmark

7 3

6 3

Weiz., märk

291-293

291-298

pominersck,

—•—

—*•

Rogg., märk.

171-178

168 170

Braugerste

213-221

212-220

Futtergerste

195 211

195-211

Sommergst.

—

—

Winrergerste

—

—

Hafer, märk.

150157

148-155

pommersch.

—

.—

westpreuß.

—

•—

Weizenmehl p 100 kg fr. Sri br inkl. Sack (feinst. Mk. ü. Nol.

34,5-40.7

34,5-40.7

Roggenmehl p. 100 kg fr. Berlin br inkl. Sack

25,1-28,324,7-27.7

Werzkl. f. Bin. Rogkl. f. Bln. Raps Leinsaat

Bitt -Erbsen kl. Spetseerbs. Funcrerbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken Lupine, blaue Lupine, gelbe Seradella Rapskuchen Leinkuchen Trockenschtzl. Sopa-Schror Torsml 30/70 Sartoffelfld.

7.3. I 6 3. 12,1-12,5 12,0 12,4 : 10.8-11.2 10.7-11.1

- -

20,5-25,5 22,0-24,0 49,0-21,0 >22,0-24,0 17,0-19,0 19,0-22.0 43,0-15.0 21,0-24.0 54.0-59.0

9,1-9,6 15,4-15,8

6,8-7,0

14.6-153

20,5-25,5 22,0-24.0 19,0-21,0 22,0-24,0 17,0 19,0 18,0-21,0 13,0-15.0 21,0-24.0 53.0-59.0

9,1-9,6 15,3-15,6

6,7-6,9

14.4-14.7

118,8-14,2118,6-14.0

Berliner Effektensrühverkehr vom 9. März. Der erste Früh­verkehr der neuen Woche lag ohne besondere Anregung. Ge­schäft konnte sich noch nicht entwickeln, und man taxierte unver­änderte Tendenz. Der feste Schluß der Newyorker Sonnabend­börse befriedigte. Auch werden eie Ergebnisse der heutigen Reichsrats- und B. I. Z.-Sitzungen mit Spannung erwartet. Zn letzterer sollen u. a. die Möglichkeiten eines Kredits an Deutschland behandelt werden. Am Devisenmarkt nannte man Londott-Paris 124.06, -Mailand 92.73, -Spanien 44.^0, -Kabel 485%, -Berlin 20.426, Kabel-Berlin 4.20.66.