Aus Seffen-Aaffau und Vachkargebieten.
Merkblatt für den 14. und 15. Dezember.
Sonnenaufgang 7.57 (7.58) Uhr, Sonnenuntergang 15.51 (15.51) Uhr. Mondaufgang 1.9 (2.31) Uhr, Monduntergang 12.57 (13.10) Uhr.
14. Dezember: 1546: Der Astronom Tycho Brahe in Knud- strup geb. — 1799: George Washington, Begründer der Unabhängigkeit Nordamerikas, in Mount Vernon gest. — 1849: Der Komponist Konradin Kreutzer in Riga gest. — 1911: Roald Amundsen erreicht den Südpol.
15. Dezember: 1775: Der Komponist Francois Adrien Boiel- dieu in Rouen geb. — 1784: Der Schauspieler Ludwig Devrient in Berlin geb. — 1832: Der französische Ingenieur Alexandre Gustave Eiffel in Dijon geb.
Grausamkeit gegen die Tiere ist eines der kennzeichnendsten Laster eines niedrigen und unedlen Volkes.
Alexander von Humboldt.
Wetterbericht.
Ein Randausläufer des bei Island liegenden Tiefdruckgebiets hat unser Gebiet am Freitag durchquert und dabei Niederschläge gebracht, die besonders in hohen Lagen als Schnee fielen. Die weitere Entwicklung des Wetters steht unter dem Einfluß des kräftigen Hochdruckgebiets über Finland und eines ebenfalls sehr kräftig entwickelten Tiefs bis Island. Da das Hochoruckgebiet dem Andränaen der Warmluftströmungen einen starken Widerstand entgegensetzt, wird es zu keiner ausgeprägten Westwind-Wetterlage kommen, sondern es wird das Eintreten einer Frostperiode wahrscheinlicher. — Vorhersage bis Samstag abend: Meist bewölkt, zeitweise noch Niederschläge, wärmer, südliche Winde. — Witterungsaussichten für Sonntag: Wieder zunehmende Niederschlagsneigung und später Abkühlung.
* Fulda, den 13. Dezember 1930.
Am Wochenende.
Glaubt es — oder glaubt es nicht: ein Mann verschluckt seine Zahnbürste und stirbt baran' — In London gerät irgendwo eine Giftschlange unter das Mittagsmahl — Resultat: 40 Tote! In Berlin findet ein armer Handwerksbursche 5 000 M in Scheinen und wird dafür mit 50 Pfennig Finderlohn „belohnt". — In — aber warum denn in die Ferne schweifen? Bleiben wir bei uns „Derheme". In Fulda also bekam der Inhaber eines Ladens von seinem Hausherrn die freudige Mitteilung: rückwirkend vom Oktober sind für Ladenmiete 30 Mark weniger zu zahlen. Ganz aus freiem Entschluß, ohne Aufforderung eine Ermäßigung von 30 Ml Das läßt sich hören und verdient öffentlich bekannt zu werden — glaubt es — oder glaubt es nicht — aber es ist buchstäblich wahr!
Der Mann hat jedenfalls am „kupfernen Sonntag" den „Andrang" in den Geschäften beobacht t und daraus seine praktische Folgerung gezogen. Leben und leben lasten. Der Geschäftsgang am „kupfernen" war unterschiedlich, Lederartikel. Spielwaren, Modeartikel wurden gut gekauft, in Haushaltwaren, Schuhen und — Büchern wurden die Erwartungen etwas enttäuscht — allse in Allem: Der Betrieb war wohl größer als im vorigen Jahr — aber die Umsätze waren kleiner. Der „silberne" und „goldene" muß die Scharten auswetzen. — —
Der Diensiag ist seit alters her in Fulda den Straßenmusikanten frei gegeben, es wird zwar nicht mehr so genau genommen, aber immerhin ist Dienstag der „musikalischste" Tag der Woche — ein Drehoraelmann ließ sich di ser Tage von einem Fuldaer „interviewen". Nachdem sich der Ausfrager genügend ausgewiesen hatte, daß er nichts mit dem Finanzamt „oder so" zu tuen habe, gab der Orgelmann einigen Aufschluß über sein Gewerbe: Die Kunst wird in Fulda nicht mehr richtig ästimiert! Die Konkurrenz ist zu groß, der Sinn für die „Feinheiten" der Drehorgelmusik ist durch den Zazzrhythmus verdorben worden. Die Tageseinnahme in einer Stadt wie Fulda: etwa 8 bis 1 ü M a r k: in den Vierteln der Minderbemittelten gibt es mehr als in den „reichen Vierteln". Orgelspieler mit einem eigenen Haus gibt es nicht mehr — in Berlin sollen noch einige orgeldrehende Hausbesitzer leben. Aber im allgemeinen: — „na ich danke, man verdient auch im Handumdrehen heute sein Geld nicht leicht " — Weiter zieht der Orgelmann und entlockt seinem Winnerkasten: Stille Nacht . . . Pfennige fallen aus oberen Etagen — die Kunst geht nach Brot. — Der Mann ist mit 8 Mark Tageseinnahme immerhin noch ein „Schwerverdiener" gegen die meisten anderen Zütgenossen.
Da ist der distinguiert aussehenoe Herr, er geht trepp auf, treppab und sucht Faberbleistifte und Füllfederhalter an den Mann zu bringen — hat ein D.oktordiplom in sein r Dachkammer hängen — hat sich seinen Titel erhungert und hausiert nun mit Faberbleistiflen' Seine Tageseinnahme beziffert er aus durchschnittlich 3 Mark. — Was nützen schließlich Fähigkeiten und Kenntniye — wenn die Protektion fehlt. Und immer noch Mastenandrang zum Studium' — Und eines Tages: „Gräben kann ich nicht — zu betteln schäme ich mich . . ." stirb, oder geh' hausieren mit Bleistiften oder Heftpflaster! Verbitterte Intellektuelle sind sozusagen die Bazillenträger einiger fieberhaften Zeitkrankheiten, sie wirken ansteckend und hochgradig zersetzend. „Wohin rollst Du Äpfelchen?" —
Nebel über der Welt — aber das glaubt kein Hutmacher, daß durch den dichten Nebel allein diese 100 Menschen in Belgien umgekommen sind. Hat man jemals gehört, daß durch noch so dichte Nebelschwaden Menschen und Tiere massenhaft umgekommen sind? Volkesstimm ist hier Eottesstimm' und das Volk b hü t-deliot c ; da müssen schon a^der" Gemische Giftstoffe .
Den allen Fuldaern sagte ein loshasier Geschichtsschreiber nach: nix. nox. nebulae — wären die übliche Kost in ihrem Heimatlande. Schnee, Nacht und Nebel — ein bißchen übertrieben — aber, daß einer am Nebel gestorben wäre im Fuldaer Land ist bis heute noch nicht bewiesen. —
In Süddeutschland wird dem Fuldaer mitunter ein Rätsel aufgegeben: „Wo hört der Nebel auf." Die Lösung: „Im Fuldaer Land — dort gibts nur „Nawel", was durchaus nicht stimmt, Näbel ist viel häufiger als Nawel — in der Stadt kennt man die letztere Aussprache überhaupt nicht. Was sich liebt, das neckt sich. —
Die Nebelfurcht machen sich die Italiener zunutze, sie locken mit bunten Werbebriefen: Verlassen Sie das Land des Nebels — Kommen Sie nach dem sonnigen Italien'" Was die Leute sich eigentlich denken? Die Sehnsucht der meisten Deutschen geht heute nach anderen Dingen. Arbeit und Brot ist heute die Parole. — Und dann natürlich Preisabbau — sogar die Post will abbauen mit dem Paketporto — wenn da nur kein S.reik ausbricht — man wartet bis das Porto noch billiger wird und schickt die an Weihnachten fälligen Pakete — erst zu Ostern! Der Stillstand im geschäftlichen Leben wird dem Preisabbaurummel z. Teil in die Schuhe geschoben. Es ist die alte Geschichte: fallende Preise wirken lahmend auf die Kauflust. Man wartet bis alles noch billiger ist. Diese Rechnung ist falsch und hat sich bisher imm r gerächt. —
Mit gemischten Gefühlen sieht ein Teil der Fuldaer der Vollendung des neuen Ueberlandwerkhauses entgegen. Die Elektroleute s hen da eine ungeheure Konkurrenz heraüfkommen und die Befürchtungen sind wirklich nicht grundlos. Der Verkauf von Beleuchtungskörpern etc. mußte der Privatwirtschaft Vorbehalten bleiben — das Arbeitsfeld ist ohnedies von Jahr zu Jahr kleiner geworden. Wie man hört hab n sich die Betraf enen beschwerdeführend an den Herrn Landrat gewandt. Mit welchem Erfolg bleibt noch abzuwarten. Auch verschiedenen anderen Gewerbezweigen setzt das Ueb rlandwerk in seinen neuen Läden, neue, wie es heißt, auswärtige Konkurrenten ins Arbeitsfeld. — Ja an der Gew rbefreiheit ist nicht zu rütteln. Aber immerhin müßte ein sozusagen „halbamtliches" * Unternehmen, daß von Fulda und seinen Gewerbetreibenden lebt — einige Rücksicht walten lassen. Es gibt in dieser Zeit ohnedies genug „böses Blut". Vielleicht zeigt sich das Ueder- landwerk durch einen Strom-Preisabbau, wenigstens in diefer Hinsicht etwas entgegenkommend. Es ist ein großer Fehler, daß die Stadt Fulda sich nicht mehr Rechte an der lokalen Elek- trizitätswirtschaft gesichert hat. „Ueberschußbetriebe" sollte man nich so leicht preisgeben. — Bei der steigenden Lichtflut in Fulda liegt der Gedanke an „steigende Gewinner" sehr nahe — mitunter iit es schließlich auch umgekehrt: Die Umsätze steigen — und der Gewinn fällt.-- A M
VildAUgsarbeit in Hessen.
Vortragsveranstaltungen der Landesabteilung Hessen der Reichszentrale für Heimatdi im Kreise Gersfeld.
Gersfeld, 13. Dezember.
Die Landesabteilung Hessen der Reichszentrale für Heimat- dienst veranstaltete gestern in Gersfeld eine Tagung, die der staatsbürgerlichen Aufklärung diente. Im Rahmen dieser Tagung waren drei Vorträge über aktuelle und allgemein interessierende Themen vorgesehen. Als erster Redner kam Oberstudiendirektor Dr. K. Weiner -Offenbach zu Wort, der über das Thema sprach:
Wellpolitik im Lichte der Weltwirtschaftskrise.
Ausgehend mn dem Imperium Romanum schilderte der Vortragende einleitend in großen Umrissen den Werdegang des politischen Weltbildes bis zur Gegenwart, wobei er insbesondere auf die einzelnen Staaten hinwies, die in der neueren Geschichte als Anwärter im Kampfe um die Weltvorherrschaft auftraten. Nach dem Grundsatz: „Ich verbinde mich mit dem Feinde meines Feindes" sei es England gelungen, in diesem Kampfe einen Gegner nach dem anderen zu beseitigen. Im Weltkriege sei es ihm dann auch geglückt, Deutschland niederzuwerfen, aber es hat nicht verhindern können, daß ihm nach dem Weltkriege ein neuer Gegner entstanden sei, nämlich die Vereinigten Staaten von Amerika. Während vor dem Kriege U.S A. mit etwa 20 Milliarden an England verschuldet waren, muß heute England jährlich 750 Millionen an USA. abliefern. Die Vereinigten Staaten haben ihre Kriegsflotte so verstärkt, daß der englische Grundsatz, wonach die englische Flotte so stark sein soll wie die beiden nächststarken Flotten der Erde, durchbrochen worden sei. In England bestehe gegenwärtig hauptsächlich Furcht vor folgenden Dingen: 1) Vor einem Kriege und 2) vor der Armut. Die Rüstungen Frankreichs seien heute so stark, daß hiergegen die insulare Lage Englands keinen Schutz mehr gewährt. England hat außerdem seit dem Kriege nie unter 1 Million Arbeitslose gehabt; gegenwärtig seien es sogar 2,4 Millionen. Unter dem Einfluß der drei Minister von der Labour-Partei: MacDonald, Henderson und Snowden habe England sich unter diesen Umständen genötigt gesehen, das Steuer der englischen Politik horumzuwersen, und zwar im Sinne einer Verständigung mit U.S.A. So sei der Flottenpakt zustande gekommen, wonach sich die Flottenstärken von England, U.S A., Japan und Frankreich wie 5 :5 : 3 :1,7 verhalten sollen. Die tiefer Ursache für diesen Kurswechsel, der von Frankreich und Polen sehr spürbar empfunden tvird, sei in der Wirtschaftskrise zu suchen, die ihren stärksten Niederschlag
3m Westen Erwärmung, im Güdosten Winter.
Da unter dem Einfluß eines kräftigen Hochdruckgebietes die Luftbewegung außerordentlich schwach war, kam es zu umfangreichen und kräftigen Nebelbildungen, die zwei Tage lang die Seeschiffahrt fast völlig lahmlegien. Die Temperaturen gingen allgemein zurück und lagen im Flachlande nur wenig über dem Gefrierpunkt. Mitte der Woche brachte eine Depression, die über Ungarn vorstieß, dem Bayerischen Walde und Oberbayern, dem Schwarzwald, dem Erzgebirge und dem Riesengebirge kräftige Schneefälle. Dabei sank die Ouecksilbersäule im Gebirge bis aus 10 Grad Celsius Kälte. Während im Südosten mit dem Anhalten des Winterwetters gerechnet werden kann, scheint mit dem Vordringen eines zunächst noch über den britischen Inseln lagernden kräftigen Tiefdruckwirbels im Westen und Nord westen neue Erwärmung bevorzustehen.
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Landrat Friherr von Eagern Vorsitzender des Unterverbandes
Kassel im Preußischen Landkreistag.
An Stelle des bisherigen Landrats in Kassel, nun mehligen Landeshauptmanns von Pappenheim ist Landrat Frh. von Eagern -Fulda zum Vorsitzenden des Unterverbandes Kassel im Preußischen Landkreistag gewählt worden.
Zusatzrentenempfänger ’
Am Montag, den 15. Dezember 30 vorm. 8%—12 Uhr wird die Zusatzrente für Dezember 30 an sieche, erwerbsunfähige Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene gezahlt. Gelbe Ausweiskarten sind vorzulegen. Renten, die in diesem Tage nicht abgeholt sind, werden den Empfangsberechtigten auf ihre. Kosten durch die Post übersandt.
Familienabend der Evangelischen Gemeinde.
Die Evangelische Gemeinde veranstaltet morgen, Sonntag, abend 8 Uhr im Gemeindehaus einen Familienabend, auf dem Professor Hofmann -Kastel einen Vortrag halten wird Allen Geme-ndegliedern sei der Besuch dieses Abends wärmstens empfohlen.
Schneefall.
Die Erde hat über Nacht ihr winterlichese Kleid angelegt. Wenn es auch hie und da noch nicht ganz weiß ist, so ist doch zu erwarten, daß sich die leichte Schneedecke bald verdichten wird. Unsere Jugend und vor allem die Skisportler erwarten sehn- lickst den zur Ausübung ihres Sports unentbehrlichen Schnee. Möge sich ihre Hoffnung bald erfüllen.
Nationalsozialistische Versammlung.
Der bekannte Kapitänleutnant a D. Manfred v. Kil- l i n g r wird heute abend im großen Stadtsaal im Auftrage der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei Fuliva über das Thema „Nationlsozialismus und Wehrpolitik" sprechen. Die Versammlung beginnt um 8.15 Uhr.
Fuldaer Schweinemarkt.
Auf dem heutigen Fuldaer Schweinemarkt waren Ferkel und Läufer angefahren. Je nach Alter und Nährzustand wurden folgende Preise gezahlt: Ferkel 14, 20 und 26 R-N. Läufer 40, 50 und 60 R^t. Der Handel war lebhaft, der Markt wurde jedoch nicht ganz geräumt.
in der Textilindustrie gefunden habe. Welche Möglich« ergeben sich demgegenüber für Europa? Zunächst b j« m e” Europaidee, die von Briand in die politische Debatte fen sei. Dieses Pan-Europa sei jedoch eine Unmöglichst ? es bestimmt am Widerstand Englands und auch ^m’ scheitern müsse. Diese beiden Staaten könnten nicht in ein h artiges Pan-Europa eingegliedert werden. Als nächst»^? Möglichkeit bleibe übrig, das Streben nach einem mih-u, patschen Staatswesen.
Im Anschluß hieran sprach Privatdozent Dr F mark-Frankfurt-a. M. über
Deutsche Wirtschaftsnot und Jnflationsfurcht
Er wies darauf hin, daß sich gegenwärtig die gesamte wirtschaft in einer Krise befinde, von der nur Frankreich M in starkem Maße erfaßt worden sei. Indessen sei es falsch, wollte man die deutsche Wirtschaftskrise lediglich aus Weltwirtschaftskrise zurückführen. Man müsse bedenken gewaltigen Folgen der Weltkrieg für Deutschland gebracht M So sei der Kapitalmangel auf die Zeit während und muh u Krieg zurückzuführen. Nicht ausschließlich der Stiec und seine Folgen, sondern auch die vielfache falsche 6 legung von Kapital der öffentlichen Hand und auch einzeln- Privatbetriebe trage Schuld an dem gegenwärtigen Kapitel mangel. Es kam hinzu, daß sehr hohe Steuern erhoben neben mußten, wodurch eine weitere Verschärfung des Kapital Marktes eingetreten sei. Sehr eingehend behandelte sodann da Vortragende die Frage einer möglichen Inflation und b» Frage der Kapitalflucht. Er wies insbesondere darauf hin daß die Kapitalflucht, die aus Steuer- und Inflationsfurcht erklären ist, das Uebel nur vergrößere, weil sie den Kapital markt verschärft und zu einer Erhöhung der Zinssätze Eine Inflationsfurcht sei nicht berechtigt. Unter der Voran-, setzung, daß die Sicherungen des Reichsbankgesetzes erhalt bleiben, könne eine Inflation nicht Platz greifen. Es sei je» unwahrscheinlich, daß das Reichsbankgesetz verletzt würdet könne höchstens der Fall sein, wenn eine politische Revolutm eintreten sollte.
An die sehr interessanten und außerordentlich sachkundig Ausführungen schloß sich eine längere Aussprache an, in bet« Verlauf der Vortragende noch einzelne Fragen klärte und b
antwortete.
(Schluß folgt]
Fuldaer Filmschau.
„Dolly macht Karriere".
Neues Theater.
„Dolly macht Karriere". Dieser Titel verrät schon, um was es. sich handelt. Natürlich um das plötzliche Aufleuchten eint? Bühnensterns, der sich in einem „miesèn Viertel" erhebt uni in schnellem Lauf die Höhe des Varitèhimmels erklimmt. lieft schon unzählige Mal in allen möglichen Variationen im Film angwandte Idee ist hier in Operettensorm verarbeitet warten. Man kann nicht behaupeten, daß man sich sonderliche Michze- geben hat, etwas Besonderes zu schaffen. Der nicht am sch hohem Niveau sich bewegenden Handlung paßt sich die Ächtat- tung und auch die Musik an. Mit witzigen Einfällen übet« streut, bietet der Film aber zum Ausgleich seiner mangel* geistigen Grundlage reichlich Anlaß zu frohem Lachen. Doh Haas in ihrer jugendlichen Ausgelassenheit und die zähln: chen komischen Situationen bieten beste Gewähr dafür, dah st auch nicht der ernsteste Besucher einem heiteren Lächeln neu schließen kann, -el.
Wochenspielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus: So. 14. Dez. 15% Uhr Hänsel und Bretel, Ito Uhr Das Land des Lächelns, Mo. 15. Dez. 19% Uhr W und Fall der Stadt Mahagonny, Di. 16. Dez. 19% ® Troubadour, Mi. 17. Dez. 19% Uhr zum ersten Male: Victo« und ihr Husar, Do. 18. Dez. 19% Uhr Simone Voccanegra, <5 19. Dez. 19 Uhr Tristan und Isolde, Sa. 20. Dez. 19% Uhr 3® schütz, So. 21. Dez. 15% Uhr Hänsel und Gretel, 19% Uhr Sie toria und ihr Husar.
Schauspielhaus: So. 14. Dez. 16 Uhr Tanzaastspiel TW Schulheis, 20 Uhr Wie werde ich reich und glücklich, Mo. 15. Sei 20 Uhr Der Mann. den sein Gewissen trieb, Di. 16. Dez. J Uhr Sturm im Wasserglas, Mi. 17. Dez. 20 Uhr Wie werde m resch und glücklich, Do. 18. Dez. 19% Uhr Urgötz, Fr. 19. De» 20 Uhr Der Mann, den sein Gewissen trieb, Sa. 20. Dez. - Uhr Wie werde ich reich und glücklich, So. 21. Dez. 16 ™ Kakadu-Kakada, 20 Uhr Charleys Tante.
Neues Theater: So. 14. Dez. 15% Uhr der Fratz, 20 Uhr Z denn das so wichtig, Mo. 15. Dez. und Di. 16. Dez. 20 Sommernachtstraum, Mi. 17. Dez. 15% Uhr zum ersten M Tischlein deck dich!, 20 Uhr Ist denn das so wichtig, Do. 18. w 20 Uhr Ist denn das so wichtig'. Fr. 19 Dez. 20 Uhr SonE nachtstraum, Sa. 20. Dez. 15% Uhr Tischlein deck dich, 20 W Ist denn das so wichtig, So. 21. Dez. 15% Uhr Sommernao?' träum, 20 Uhr Ist denn das so wichtig.
Kothen (Rhön), 12. Dez. (G roßfeuer beim Fe u Wehrkommandanten.) In der Mühle des ^euerw ? Hauptmanns August Zeier brach abends ein Brand aus, die ganze Schneidemühle mit sämtlichen Maschinen und ) Holzvorräten in Asche legte. Der Schaden ist betrachtn»), Entstehungsursache noch nicht bekannt. ,
Wetzlar, 12. Dez. (Schwere Verluste bei der larer Volksbank.) Eine außerordentliche Genera sammlung der Wetzlarer Volksbank beschäftigte sich mlt A Vorgängen, die zu schweren Verlusten der Bank und,zur % lassung zweier Vorstandsmitglieder geführt hatten. Die■ , Mitgliedern besuchte Generalversammlung beschloß, für dw " . luste in Höhe von 183 000 M die Mitglieder des Vchstande- Aufsichtsrats regreßpflichtig zu machen und gegen sie Klag zustrengen. Die Klage soll sofort erhoben werden.
Wetzlar, 12. Dez. (Unterschlagungen beim be 115 a m t Wetzlar.) Bei dem Arbeitsamt Wetzla , der Kontrolle des Landesarbeitsamtes Frankfurt a. steht, sind Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung ^ Itzwörden. Im Zusammenhang hiermit ist der seit mehrere ren auf dem Arbeitsamt beschäftigte Angestellte Pch"mriisung aus Wetzlar fristlos zur Entlastung gekommen. Die des umfangreichen Materials nimmt noch lange Zen ^, spruch, so daß sich die Höhe der unterschlagenen Summe » lässig noch nicht genau fItstellen läßt. Bis letzt 5 000 Mark als veruntreut ermittelt worden. Die u Len. gungen erstrecken sich auf einen Zeitraum von etwa drei j
Friedberg, 12. Dez. (Bürger st euer in «tadtrats beschlossen.) In der gestrigen Sitzung bes " wurde die Einführung der Bürgersteuer nach lange ~ ^, mit 13 gegen 12 Stimmen beschlossen. Weiter beschir>8 .„^ftirn sammlung mit Mehrheit, den Wohlsahrtsunterstutzui, zu gern eine Winterbeihilfe nach den Vorschlägen be-> ° gewähren. , Mark
Hanau, 12. Dez. (Voraussichtlich 1 ® ' ,' ist im Fehlbetrag in Hanau.) In der Stadt 9<na ^ unter rolge der außerordentlich gestiegenen Wohlfahrt-!! ^rten, i11” gleichzeitigem Rückgang der Steuereinnahmen zu er etrten der laufende städtische Etat gegenüber dem Voran! . »irf; voraussichtlichen Fehlbetrag von 1 Mill. ^ am"!, per Durch die kürzlich erfolgte zwangsweise Erhohuns ^ Mr steuern sind bereits 300 000 M und durch Einfuhr» F to gersteuer und der erhöhten Biersteuer weitere "°
deckt. Immerhin bleibt noch ein ungedeckter <1^