Zul-aer Anzeiger
Zul-a / Hlatt L
Nr. 229 Mittwoch, 1. Oktober 1980
Politische Rundschau
Deutsches Reich.
Die Rheinlandreife Hindenburgs.
Reichspräsident von Hindenburg wird seine zweite Rheinlandreife nur in Begleitung von Staatssekretär Meißner und des Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Dr. Fuchs, unternehmen, da sämtliche Reichsminister durch die Arbeiten des Kabinetts in Berlin festgehalten sind. Hindenburg wird am 10. Oktober nachmittags in Aachen eintreffen, dort die Nacht verbringen und dann mit der Bahn über Düren und Euskirchen, wo kurze Station geplant ist, nach Trier weiterfahren. Am 11. Oktober abends wird der Reichspräsident wieder in Berlin eintreffen.
Nationalsozialist Landtagsprästdent in Braunschweig.
Am Dienstag wurde der Braunschweigische Landtag eröffnet. Bei der Wahl des Präsidenten wurden zwanzig Stimmen der Nationalsozialisten und der bürgerlichen Einheitsliste für den nationalsozialistischen Abgeordneten Zörner abgegeben und siebzehn Stimmen der Sozialdemokraten für deren Parteimitglied, den Abgeordneten Rieke. Drei Abgeordnete, ein Staatsparteiler und zwei Kommunisten, enthielten sich der Stimme. Als Vizepräsidenten wurden Abgeordneter Rieke von der Sozialdemokratie und der Abgeordnete Wessel von der bürgerlichen Einheitsliste durch Zuruf gewählt. Nachdem Minister a. D. Jasper den Rücktritt des Kabinetts verkündet hatte, vertagte sich das Haus auf Mittwoch.
Großbritannien
Abschied des deutschen Botschafters.
Im Alter von 73 Jahren verläßt am 1. Oktober der deutsche Botschafter in London, Dr. Sthamer, den diplomatischen Dienst, um in seine Hamburger Heimat zurückzukehren. Dr. Sthamer war als erster Nachkriegsbotschafter nach London gekommen. In allen Parteilagern und in der Diplomatie wird das Scheiden Sthamers sehr bedauert. Der Staatssekretär des Äußeren, Henderson, gab ein Abschiedsfrühstück für den deutschen Botschafter und Frau Sthamer. Henderson richtete warme Worte des Abschieds an den deutschen Botschafter und Frau Sthamer. In seiner Antwort brachte der deutsche Botschafter zum Ausdruck, mit wie großem Bedauern er von dem Felde feiner zehnjährigen Tätigkeit scheide.
Aus Zn- und Ausland
München. Die Leiche des Prinzen Leopold von dayern ist am Montag einbalsamiert worden. Mit Rücksicht darauf, daß Reichspräsident von Hindenburg sein Erscheinen zu den Beisetzungsseierlichkciten zugesagt hat, wird die Bestattung auf Freitag festgesetzt. Hindenburg, der am 2 Oktober seinen Geburtstag feiert, wird am 3. Oktober in München eurtreffen und abends wieder nach Berlin zurückreisen.
Heidckrug. Am Montag wurden durch das Direktorium des Memelgebietes fünf deutschen Lehrern aus dem Kreise Heidekrug die vom 27. September datierten Kündigun- gen überreicht, die von dem Präsidenten Reisghs unterzeichnet sind.
London. LordBirkenheadist gestorben. Durch seinen Tod hat England einen feiner angesehensten Staatsmänner verloren. Lord Birkenhead war Rektor der Universität Glasgow und hatte außerdem mehrere hohe Ehrenstellen bei anderen Universitäten inne.
Hindenburgs 83. Geburtstag.
Dem Reichspräsidenten.
3 u m 8 3. Geburtstag.
Der Reichspräsident von Hindenburg vollendet am 2. Oktober das 83. Lebensjahr. Mitten in den Irrungen und Wirrungen unserer Zeit, mitten in diesen Tagen der aufgewühlten Leidenschaften und der Parteikämpfe steht sein Charakterbild unverrückbar und unbeirrbar fest — es schwankt nicht mehr in der Geschichte! Geradlinig und aufrecht, ein „rocher de bronze", ein Fels von Erz, inmitten der Brandung, die uns umtobt, so erscheint der greise Reichspräsident bis zum heutigen Tage der ganzen Welt, die sein Bemühen, auf einer höheren Warte zu stehen als aus den Zinnen der Partei, aufrichtig und bewundernd
anerkennt. Weder nach links noch nach rechts hin „abzubiegen", unparteiisch zu sein und zu bleiben, sich weder durch der Parteien Gunst noch durch der Parteien Haß — wenn ein rechtlicher Mann wie dieser überhaupt irgendeines Menschen „Haß" auf sich laden könnte — beeinflussen zu lassen, das war feit dem Tage, da ihm vom Volke das höchste Staatsamt verliehen wurde, sein Bestreben, uni das ist es bis heute geblieben. Ein treuer Diener seines Volkes zu sein — das erschien ihm allzeit als oberste bei Pflichten.
Das Jahr, das hinter ihm liegt, hat dem Reichspräsidenten, wie dem ganzen deutschen Volke, neben großer Freude auch großes Leid gebracht. Es war das Jahr bei lange ersehnten und endlich erfüllten Rheinlandbefreiung aber es war auch das Jahr, in dem fast unter den Auger des Reichspräsidenten das furchtbare Koblenzer Brückenunglück geschah, das Jahr, das uns harte wirtschaftlich« Nöte und in ihrem Verfolg die Auflösung des Reichstages und in ihren Ausmaßen und Auswirkungen nod gänzlich unübersehbare Kämpfe im Innern gebracht hat
Möge dem Reichspräsidenten in dem neuen Lebensjahre, in das er nunmehr eintritt, alles Schwere und Hart« und Grausame erspart bleiben, möge ihm ein gütiges Geschick einen ruhigen, von wilden Stürmen unberührter;
Lebensabend bereiten — zu seinem Heile und nicht zuletzt zum Heile des ganzen Deutschlands!
*
Hindenburg in der Anekdote.
Der volkstümlichste Deutsche.
Als im Weltkriege die großen Schlachten an der Ostgrenze des Reiches geschlagen waren, war Hindenburg der populärste Mann nicht nur Deutschlands, sondern — man darf das ruhig behaupten — der ganzen Welt. Als damals ein Mann bet »er Post eine Feldpostkarte aufgab mit der Adresse „An den volkstümlichsten Mann Deutschlands", wurde diese Karte selbstverständlich dem Generalfeldmarschall von Hindenburg zu- gestellt.
Die Russen sollten „gepfeffert" werden.
Einem Berichterstatter gegenüber äußerte Hindenburg damals: „Es kommen unaufhörlich Briese, die mir sichere Mittel angeben, den Krieg zu gewinnen. Da schreibt mir z. B. einer, ich solle immer am Ufer eines gewissen Flusses entlang ziehen, immer geradeaus bis Petersburg. Die Idee ist nicht schlecht, und wenn mir die Russen versprechen wurden, immer am anderen Ufer zu bleiben, so täte ich's vielleicht . . / Während der Generalseldmarschall solches erzählte, kam ein neuer Brief, dessen Schreiber dringend empfahl, die Russen aus Gewehren und aus Kanonen mit Pfeffer zu beschießen,
Mädchenbriefe an Hindenburg.
Besonders interessant aber waren die Briese, die junge Schulmädchen an Hindenburg richteten. Eine Käthe z. B. schrieb so: „Sehr geehrter Herr Hindenburg' Sie sind nun schon sehr alt und fange» noch so viel Russen. Ich freue mich sehr, wenn Russen gefangen sind. Als damals die 41) 0U0 Russen gefangen wurden, halten wir keine Schule. Ich habe dieses nur Ihnen zu verdanken. Fangen Sie, bitte, recht bald wieder Russen, und lassen Sie sich, bitte, nicht von den dummen Russen tot» schießen. Ich grüße Sie auch vielmals." Eine Elfriede aber möchte nicht nur Russen, sondern auch Portugiesen haben. „Ich möchte mich sehr freuen," schrieb sie, „wenn die Russen, Franzosen, Engländer und Portugiesen gefangen werden möchten. Hoffentlich wird der Krieg nicht lange dauern, und alle Väter, Onkels, Cousins und Brüder kommen gesund zurück. Lieber Herr Hindenburg, wenn Sie meinen Vater oder meinen Onkel treffen, so sind Sie so freundlich und geben Sie dem Vater oder dem Onkel das Eiserne Kreuz. Ich wünsche Ihnen und der ganzen Armee fröhliche Weihnachten und zugleich ein neues Jahr!" Auf Kriegsfuß mit der Grammatik — wer stand damals aber nicht mit irgendwem auf Kriegsfuß! — stand ein anderes kleines Fräulein, das sich also vernehmen ließ: „Hindenburg, wir sind Dir alle sehr dankbar, denn Du hast die Feinde aus Ostpreußen errettet. Es lebe durch des höchster) Gnade der General von Hindenburg. Haue nur die olschen Russen und Engländer tüchtig durch. Ich wünsche Dir ein fröhliches Weihnachtsfest und ein gutes Abendbrot." Zum Schluß ein Sendschreiben der achtjährigen Else G. Der Brief sängt so an: „Ich möchte Sie um einen kleinen Russen bitten, wie sieht -e§ denn auf dem Felde aus? Sind Sie schon verwundet? Ich habe gehört, Sie sollen sehr tüchtig fein. Hat Rußland noch viel Militär? Bitte schreiben Sie bald."
Die „Gallensteine" des Reichspräsidenten.
Einmal plauderte Hindenburg mit mehreren Herren über die vielen Alterskrankheiten, die man ihm andichte. „Am meisten," sagte er, „machen mir die Gallensteine zu schaffen. Nie im Leben habe ich Gallensteine gehabt, aber man glaubt mir das einfach nicht. Alle wissen das besser als ich, und so vergeht denn kaum ein Tag, an dem ich nicht Rezepte gegen Gallensteine erhalte. Manche schicken gleich das betreffende Pulver mit. Ich bin all den guten Menschen ja sehr dankbar, daß sie sich so mit meinen Gallensteinen beschäftigen. Aber es geht mir ausgezeichnet, und ich kann doch um der Leute willen nicht all das Zeug schlucken!"
Mn vernichtetes Deutschland
ist eine Gefahr für den Frieden!"
Briand über die Not Deutschlands.
Bei einem Empfang von Vertretern großer internationaler Fraucnverbände hat Briand bemerkenswerte Ausführungen über die heutige Lage Deutschlands und die Stellung Frankreichs zu Deutschland gemacht. In diesen Ausführungen Briands, die von einem Genfer Blatt wiedergegeben werden, heißt es u. a.:
Eine Erklärung für die in den deutschen Reichstagswahlen zutage getretene
Bewegung nach rechts
sei in der schwierigen, fast tragischen Lage Deutschlands zu suchen. Nach einem unabweisbaren Gesetz stießen das Elend und die Leiden die Völker zu radikalen Lösungen. In Deutschland werde es diesen Winter vielleicht vier Millionen Arbeitslose geben. Aber ein vernichtetes Deutschland sei eine Gefahr für den ^Frieden. Wenn ein Land eine derartig schwere Finanz- und Wirtschaftskrise durchmache, die sogar sein Dasein bedrohe, so müßten die übrigen Länder sich davon enthalten, schlechte Ratschläge zu geben, sondern
sofort zu Hilfe eilen.
Ihm schwebe ein europäischer Finanzierungsmechanismus vor, ver fähig wäre, den Nationen, die sich in schwerer Lage be- Hwn, sofort Dienste zu leisten. Heute wünsche zweifellos keine ^glcrung den Krieg; aber die Lage sei dadurch heute außer- vrventlich erschwert, daß
zu viele Interessen gegen den Frieden
arbeiteten. Die großen Fabrikanten von Munition und Rüstun- gen arbeiteten fortgesetzt gegen den Völkerbundpakt; sie wären
die den fortgesetzten Pressefeldzug gegen den Frieden lmanzierten.
. .. Von französischer Seite bemühe man sich um eine Ver - uandigung der Industrien uno Finanzen der einzelnen -ander untereinander. Der Öffentlichkeit sei es unbekannt, daß Kreits zwischen den maßgebendsten französischen und deutschen Industrien über zwanzig Kartelle abgeschlossen seien, die
im Interesse der europäischen Solidarität
arbeiteten. Briand betonte dann, daß er heute nicht die Absicht nabe, das Ruder aus der Hand zu legen. Die deutschen Wahlen hatten die Angriffe der Rationalisten gegen ihn verstärkt. Dennoch stände auf seiner Seite der Wille des französischen Volkes.
~ Die Erklärungen Briands über Deutschland haben überall Aaub aufgewirbelt und wegen ihres ungewöhnlich offenen Charakters vielfach Aufsehen hervorgerufen. -Briand selbst er» starte, es handele sich um eine private Unterredung. Aus der Unterredung seien einzelne Bruchstücke richtig, einzelne Teile in falscher Form wiedergegeben. Der wesentliche Inhalt der Er- uaxungen wird jedoch von französischer Seite nicht dementiert.
Börse und Handel.
Frankfurter Börse vom 30. September. Tendenz: schwächer, int Verlaufe erholt. Die etwas freundlichere Stimmung der gestrigen Abendbörse wich heute zunächst einer allgemeinen Abschwächung der Tendenz. Die Ungewißheit über das Regierungsprogramm, dessen Herausgabe man erwartet, und der heutige Zahltag gaben zu neuen Abgaben Anlaß. Verstimmend wirkten auch die schwache gestrige Newyorker Börse und der neue Kurseinbruch am Metallmarkt. Außerdem wurde die bestehende Unsicherheit durch die Schwierigkeiten einer Berliner Genossenschaftsbank verstärkt. Das herauskommende Material dürste kaum größeren Umfang angenommen haben, die Aufnahmefähig- keit des Marktes war jedoch infolge der herrschenden Zurückhaltung wieder sehr begrenzt. — An der A b e n d b ö r s e blieb die Stimmung freundlich, doch schien der überwiegend günstige Eindruck, den das nunmehr veröffentlichte Finanzprogramm der Reichsregierung machte, durch die Kurserhöhungen zum Schluß der Mittagsbörse bereits teilweise eskomptiert zu sein.
stroh 0,75—0,95; Roggenstroh, bindsadcngepreßt 0,65—0,80; Weizenstroh, bindfadengepreßt 0,60—0,70; Häcksel 1,40—1,50; Heu, handelsüblich, 1. Schnitt 1,45—1,85, 2. Schnitt 1,20 bis 1,50; Heu, gutes, 1. Schnitt 2,00—2,20, 2. Schnitt 1,60—1,90; Timothy 2,70—3,10; Kleeheu, lose 2,40—2,80; Mielitzheu, lose (Warthe) 1,65—1,85, Mielitzheu, lose (Havel) 1,20—1,50. Draht- gepreßtes Heu 40 Pfennig über Notiz.
Amtliche Berliner Notierungen vom 30. September.
* Börsenbericht. Tendenz: Freundlicher. An der Börse machte sich weiterer Abgabedruck, vornehmlich aus dem Jnlande, bemerkbar. Dagegen hatten einige Großbanken Kausorders aus dem Auslande. Die Haltung war abgeschwücht. Der reibungslose Verlauf des Zahltages konnte keine Anregung geben. Die Spekulation verhielt sich reserviert. Tagesgeld versteifte sich auf 5,50—7,50 Prozent. Teils wurden 5 Prozent bewilligt. Monatsgeld erforderte 5—6 Prozent. Im Verlauf konnte sich auf allen Gebieten eine, kräftige Erholung durchsetzen, so daß die Stimmung allgemein freundlicher wurde. Am Rentenmarkt bemerkte man verschiedentlich Interventionen. Die Allgemeintendenz war gehalten. Vereinzelt waren noch Abschwächungen sestzustellen.
Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm» sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.
M Tabakarbeiiennnen verbrannt.
Stan^/V,!^ -^ldung aus Tsingtau sind bei einem' men Weh™* ^abakfabrik 40 Arbeiterinnen umgekom-
' Mehrere hundert Arbeiterinnen wurden verlegt ^
Weiz., mark, pommersch.
Rogg., mark. Braugerste Futtergerste Sommergerste Wintergerste Hafer, märk.
nette Ernte alte Ernte Weizenmehl p. 100 kg fr. Brl. br. inkl. Sack (feinst Mrk. ü. Not.
Roggenmehl p. 100 kg fr. Berlin br.
27. 9. 222-224
150 198-220 172-184
147-158
26,5-84,7
29 9 222-225
149-150
198 220 172-184
147-158
26,5-34.7
22,2-26,0
22.2-26.0
Wetzkl. f. Bln. Rogkl. f. Bln. Raps Leinsaat Vikt.-Erbsen kl. Spetseerbs. Futtererbsen Peluschken Acketbohnen Wicken
Lupin., blaue Lupine, gelbe Seradella Rapskuchen Leinkuchen Trockenschtzl. Soya-Schrot Torfml. 30/70 Kartoffelflck. i
27 9.
7,2-7,7
7.0 7,2
29. 9. 7-, 2-7.7 7,0-7,2
30,0-84,0
30,0-34,0
19,021,0
20,0-21,0 17,0-18,0 20,0-22,0
19,0-21,0 20,0-21,0 17,018,0
20,0-22,0
♦ Berliner Schlachtvtehmarkt. (Amtlicher Bericht.)
Bezahlt
26.9.
wurden für 50 Kilogramm in Mark:
30. 9.
Ochsen: 1. vollfl. ausgemäst. höchst. Schlachtw., jg.
58-59
57-58
ältere
—
—
2. sonstige vollfleischige tüng.
55—57
54—56
ältere
—
—
3. fleischige
51—53
50—55
4. ge-ing genährte .
47—50
46-48
Bullen: 1. jüngere, vollfl., höchst. Schlachtwertes 2. sonstige vollfletschige oder ausgemästete
57—59
57—68
54—56
54—56
3. fleischige
51—53
51-53
4. gering genährte
49—50
48-50
Kühe: 1. jünger«, fleischige, höchsten Schlachtw.
43—48
44—49
2 sonstige vollfletschige oder ausgemästete
36—40
36—41
3. fleischige
30—34
30—34
4. gering genährte
25—28
25—28
Färsen: 1. vollfl., ausgemäst.. Höchst. Schlachtw.
54—56
53—55
2. vollfletschige
48—52
48-51
3 fleischige
43—46
43—46
Fresser: 1. mäßig genährtes Jungvieh
43—49
40—48
Kälber: 1. Doppellender bester Mast
—
beste Mast- und Saugkälber
75—85
73—83
2. mittlere Mast- und Saugkälber
70—83
70-81
3. geringe Kälber
55—68
55—68
Schafe: 1. Mastlämmer u jg. Masth. (Weidemast)
—
57-61
2 Mastlämmer und junge Mastham. (Stallmast)
70—71
67-70
3. mittlere Mastlämmer, ältere Masthammcl und gut genährte Schafe
63—68
58—66
Schweine: 1. Fenschweine über 300 Pfd. •
2. vollfl. Schweine v. etwa 240—300 Pfd. g
53
56—53
54—55
58—60
3. vollfl. Schweine v. etwa 200—240 Pfd. A
54—56
59—60
4. vollfl. Schweine v. etwa 160—200 Pfd. g
53—54
57—60
5. fleisch Schweine v. etwa 120—160 Pfd.
50—52
56-58
6. fleischige Schweine unter 12t) Pfd o
—
MW
7. Sauen
47
51
9,8-10,1
16,8-17,1
13,4-14,2
9,8-10,1
16,917,2
13,6-14,3
inkl. Sack
* Heu- und Strohnotierungen. Roggenstroh, drahtgepreßt 0,70-5,90; Weizenstroh, drahtgepreßt 0ch0—0,70; Haferstroh, hrahtgeLreßt 0,80—0,95; Gerstenstroh 0,70-0,85; Roggenlang-
Austrieb: 1093 Rinder, darunter 351 Ochsen, 213 Bullen, 529 Kühe und Färsen; 2200 Kälber, 3873 Schafe, zum Schlachthof direkt 100 Schafe, 14 857 Schweine, zum Schlachthof direkt seit letztem Viehmarkt 3247 Schweine, 162 Auslandsschweine. Verlauf: Bei Rindern und Kälbern ziemlich glatt, bei Schafen gute Stallämmer gesucht, sonst ruhig, bei Schweinen rubia.
Berliner Effektenfrühverkehr vom 1. Oktober. Da man die
Schwäche an der gestrigen Newyorker Börse mit rein lokalen Vorgängen begründen zu können glaubt, blieb die Stimmung auch im heutigen Frühverkehr, angeregt durch das Finanzprogramm des Kabinetts freundlich. Man taxierte gestrige Abendkurse eher Geld. Am Devisenmarkt nannte man London-Paris 123.83, -Mailand 92.79, -Spanien 46%—47, -Kabel 485.80—85, -Berlin 20.41%—42, Kabel-Berlin 4.20%. _