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Fuldaer Filmschau.

Westfront 1918".

Der Kriegstonfilm im Neuen Theater.

Ein neuer Kriegsfilm. Aber nicht irgend einer. Ein ganz besonderer. Einer, der persönlichstes menschlichstes Erleben im letzten Jahre des großen Weltkrieges mitten hineinstellt in die weitmaschigen Zusammenhänge des gewaltigen Völkerringens. Einer, der die Frontgeneration Rückschau halten läßt auf Zu­rückliegendes und doch immer Allgegenwärtiges. Einer, der den ganz Alten und den ganz Jungen gleichermaßen etwas zu sagen hat von Mannesmut, Kameradschaftsgeist, schicksalhafter Verbundenheit in großer Zeit und Opferbereitschaft in Stun­den allgemeiner Lebensentwertung. Vier von der Infanterie, die draußen im Schützengraben Tuchfühlung bekommen haben, Kameraden im tiefsten Änne des Wortes geworden sind, auf einander angewiesen, für einander einsatzbereit: diese vier, wie sie kämpfen und noch im Leiden siegen, stehen im Mittel­punkte einer an Eefechtsschilderungen reichen Handlung. Das Heulen der Schrapnells, das Tak-tak der Maschinengewehre, das Einschlagen der Granaten: das ist die akustische Kulisse dieses Films, vor der sich Menschenschicksale (unb im Hinter­gründe auch die Schicksale der Völker) erfüllen. Einzelszenen von bezwingender, erschütternder Kraft und Eindringlichkeit wie der Kampf gegen das Verschüttetwerden im berstenden Unterstand, des Studenten feldgraues Liebeserlebnis, des Ur­laubers Karl ernüchternde Heimkehr, der quälende Todes­kampf im Schlamm des Eranattrichters, die Streiflichter aus dem zum Lazarett hergerichteten zerschossenen Gotteshause das sind Eindrücke, die man nicht vergißt. Fritz Kampers, Gustav Dießl, Hans Joachim Moebis und Claus Clau- [ e n sind die vier von der Infanterie, die im Mittelpunkte der Handlung stehen. G. W. P a b st, der geniale Regisseur, hat un­vergleichliche Massenszenen geschaffen, beten1 atemberaubendes Tempo sichtbar mit dem hörbar gemachten Schlachtenlärm har­moniert. Hannes Peuckert.

Burghaun. (Die älteste Einwohnerin.) Frau Witwe Sara Levi beging am Donnerstag ihren 87. Geburts­tag. Frau Levi ist körperlich und geistig noch vollkommen frisch.

* Hersseld, 20. Sept. (M i t kochendem Wasser ver­brüht.) Einem tragischem Unfall fiel auf der Domäne Vin» gartes das zweijährige Kind einer Arbeiterfamilie zum Opfer. Infolge eines unglücklichen Zufalls wurde es durch kochendes Wasser derart verbrüht, daß es ins Krankenhaus gebracht wer­den mutzte. Dort ist das arme Wesen seinen erlittenen Ver­letzungen erlegen.

* Mellrichstadt (Rhön), 20. Sept. (Ein Bier-Auto überschlägt sich.) Aus der Schanz fuhr das Lastauto des Bierverlegers Schallenberg gegen einen Baum. Es überschlug sich zweimal. Die Bierfässer rollten in den Wald. Der Bier­verleger selbst und sein Mitfahrer kamen mit leichten Ver­letzungen am Kopfe davon Dem Sohne des Schallenberg dagegen würde von einem nachrollenden Bierfaß ein Fuß förmlich zer­splittert. Er mußte ins Krankenhaus überführt werden.

* Kaltennordheim (Rhön), 20. Sept. (V o n einem Ear­te n st o ck erschlagen.) Auf einem Gehöft in Oepfertshau- sen ereignete sich ein tragischer Uebersall. Ein Wirtschafts­

wagen fuhr beim Dreschen gegen einen massiven Eartenstock. Dieser stürzte um und zerschmetterte dem dahinter spielenden 5 jährigen Kinde des Hofbesitzers den Schädel. Der Tod war auf der Stelle eingetreten.

Marburg, 20. Sept. (Teure Obstpreise.) In der hie­sigen Gegend haben die Eemeindeobstverkäufe ihren Anfang ge­nommen. Bei dem schwachen Behang, besonders der Aepfel- bäume, herrscht lebhafte Nachfrage, und als Folge ist das Obst sehr teuer. So wurden bei dem Obstverkaut in Wehrshausen für gute Aepfel und Birnen im Durchschnitt bis zu 10 Mark für für den Korb am Baum geboten und oft auch bezahlt.

Marburg, 19. Sept. (Zielfahrt des ADAC, nach Marburg.) Anläßlich der 25. Wiederkehr der Gründung des Gaues II lb Hessen und Hessen-Nassau-Nord des Allgemeinen Deutschen Automobilklubs findet am 27. und 28. September eine Jubelfeier statt. Am 27. September abends wird ein Fest- kommers im Kurhotel am Ortenberg veranstaltet, und am 28. September folgt eine Zielfahrt nach Marburg mit anschließen­der Geschicklichkeitsprüfung aus dem Kämpfrasen.

Marburg, 19. Sept. (M it dem Motorrad in den T o d.) In der hiesigen Klinik stark ein 26 Jahre alter Mann aus Willersdorf im Kreise Frankenberg, der mit seinem Motor­rad verunglückt war und eine schwere Schädelverletzung davon­getragen hatte.

Gießen, 19. Sept. (Tödlicher Stu r z beim Zwet- schenpflücken.) Beim Abmachen von Zwetschen stürzte in der vergangenen Woche, wie am Dienstag berichtet, der Fuhr­mann Jakob von hier vom Baum ab und brach sich dabei die Wirbelsäule. Nach mehrtägigem schwerem Krankenlager ist der beduaernswerte Mann gestern abend seinen schweren Verletzun­gen erlegen.

Gießen, 20. Sept. (Freitod eines Krankenkassen­leiters.) Am Donnerstag hat sich der Geschäftsführer der Ortskrankenkasse Eietzen-Land Bechtold durch Vergiftung mit Gas das Leben genommen. Offensichtlich ist der Grund zu der Tat des Mannes in Unterschlagungen eines Kranken- kafsenangestellten zu erblicken, der unter Bechtolds verantwort­licher Leitung tätig war. Bechtold, der wegen dieser Angele­genheit seinerzeit vom Amte suspendiert worden war, hatte mit den Veruntreuungen des ungetreuen Angestellten nichts zu tun. Die Frau des Bechtold war zur Zeit der Tat bei auswär­tigen Verwandten zu Besuch.

* Aus dem oberen Vogelsberg, 19. Sept. (Späte Kar­toffelernte.) Mit der Ernte der Kartoffeln hat man in der vergangenen Woche auch in den Gemeinden des oberen Vogelsberges begonnen. Das Ergebnis wird sowohl hinsicht­lich der Menge als auch der Güte recht gut bezeichnet. Trotz der Ungunst der Witterung werden nennenswerte Erkrankun­gen nicht festgestellt. In Anbetracht der niedrigen Marktpreise hält man mit dem Verkauf zurück, um eine bessere Preisgestal­tung abzuwarten.

Frankfurt a. M., 20. Sept. (Ein Schaffner aus dem Zuge gefallen.) Am Donnerstag um 22.45 Uhr wurde bei der Ankunft des Personenzuges aus Niedernhausen im Frank­furter Hauptbahnhof festgestellt, daß der Zugschaffner Freund fehlte. Sofort angestellte Ermittlungen durch die Streifwachen ergaben, daß Freund zwischen den Stationen Nied und Höchst aus dem fahrenden Zuge gestürzt war. Freund wurde mit einer

Schädelverletzung ausgefunden und in bewußtlosem Zustande in das Krankenhaus nach Höchst verbracht. Die Verletzungen sind lebensgefährlich.

Evangelische Kirche Gersfeld.

14 . Sonntag nach Trinitatis, den 21. September.

9. 30 Uhr Gottesdienst mit Liturgie und Predigt. (Pfarrer Langheinrich.) 10.45 Uhr Christenlehre für Mädchen. 11.00 Uhr Kindergottesdienst im Diakonissenheim. ' 3.30 Uhr 3. Vier- teljahrsversâmmlung der evangelischen Frauenhilfe. 8.00 Uhr abends Jungmädchenverein im Diakonissenheim. Spiel- und Leseabend für Jungen im Pfarrhaus.

Mittwoch, den 24. September, abends pünktlich 8.30 Uhr im Diakonissenheim Volksliedersingstunde für Jungmädchen.

Amtlicher Teil.

Oeffentliche Steuermahnung.

Diejenigen Steuerpflichtigen, welche bis jetzt ihre

1. staatliche Grundvermögenssteuer für September 1930 ei- schließlich des 100 Proz. Zuschlages zur staatlichen.Grund­vermögenssteuer,

2. städtische Grundvermögens steuer für September 1930 in Höhe von 287 Proz. der staatlichen Grundvermögenssteuer, 3. Hauszinssteuer für September 1930, noch nicht gezahlt haben, werden hiermit aufgefordert, bis spätestens 24. September 1930 Zahlung zu leisten.

Nach diesem Termin beginnt alsbald die zwangsweise Ein­ziehung der Rückstände.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß von den nicht ter- minmätzig 15. d. M. gezahlten Steuern 10 Prozent Jah­reszinsen als Verzugszinsen erhoben werden.

Fulda, den 19 September 1930.

Stadtkasse: Jung.

Bekanntmachung.

Die städtische Badeanstalt in der Rosenau ist ab Montag, den 22. September d. I., geschloffen.

Fulda, den 19 September 1930.

Ter Magistrat: J. V. Eberlein.

Bekanntmachung.

Die Künzeller Straße von der Abzweigung der Straße nach Künzell bis zur Gastwirtschaft i:r wir wegen Straßen­neudeckung vom 22. bis 26. d. M. für allen Fährverkehr ge­sperrt. Die Verlehrsumleitung erfolgt über Künzell, bzw. Edelzell.

Fulda, den 18. September 1930.

Die Polizeiverwaltung: Dr. Danzebrink.

Verantwortl. für die Schristleitung: Dr. phil. Paul Meyer. Für den Anzeigenteil: Christian Seipel.

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Reichswerbetag

im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen am Sonntag, 21. Sept. 1930

Jugend Fuldas!

Mit persönlichem Opfermut und unentwegtem Aufbauwillen sichert Ihr das Jugendherbergswerk für alle Zukunft, wenn Ihr Begeisterung weckt und werbt für eine gute Sache.

Sonntag, 11.15 Uhr, marschiert die Jugend aller Jugendpflegevereinc mit Musikkapellen im Schlotzgarten auf. Darauf Singen, Ansprache und doppeltes Platzkonzert dortselbst. Für Fuldas neue Jugendherberge wird von allen Freunden der Jugend eine kleine Biichscnspcnde erwartet.

Die Bevölkerung ist zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.

Die Vertreter aller Jugendverbände Fuldas.

NB. Antreten %11 Uhr am Viehmarktplatz; Abmarsch 11 Uhr. Musikin­strumente, Wimpel und Fahnen sind mitzubringen. Aufstellung auf der Stadtsaalterrasse. Mitwirkende Kapellen: Bioneck, Feuerwehr und Jungmännerverein Dom. Straßensammlung durch jugendliche Ver­einsmitglieder von 95 Uhr nachmittags. Die Sammler treffen sich vormittags 8X> Uhr im II. Schloßhof, rechts. (Städt. Jugendamt, Zimmer 13/14.)

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