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tümliche Humor des reizenden Merkchens wird von Laienspie­lern und -spielerinnen in urwüchsigem und natürlichem -ton in­terpretiert. Ein Stück Kirmesfreude wurde in die Stadt am Lahntal getragen und die städtische Hörerschaft nahm leoen- diqst Anteil, zumal die Typen des Hessendorfes, die Ellemutter, der Bauer, die Bäuerin, die Mädels und die Burschen so lebens­echt und wahr vor uns standen, wie sie aus ihrer Heimat zu uns gekommen sind. Der Beifall wollte kein Ende nehmen.

Ehrenmal für die Gefallenen

der Großh. Hess. Train-Abteilung Nr. 18 in Darmstadt und zugehöriger Feldsormationen.

Uns wird geschrieben: Inder ehemaligen Garnison- und Residenzstadt Darmstadt sind in den letzten Jahren drei Gefal­lenendenkmäler entstanden, die die ehemaligen Zugehörigen des Leibgarde-Infanterie-Regts., der beiden Dragoner- und der bei­den Feldartillerie-Regimenter ihren Gefallenen errichtet haben. Bei der vierten Waffengattung, die in Darmstadt vertreten war, dem Train, konnte diese Ehrenpflicht bisher nicht erfüllt werden da das Aufbringen der erforderlichen Mittel, obwohl die Vorarbeiten fest Jahren im Gange sind, sich schwierig gestal­tete. Es ist in Betracht zu ziehen, baß die Kopfstärke der Tram- Abteilung 18 nebst Feldsormationen geringer war, als die der vorerwähnten Waffen, und daß gerade die Mannschaften^ der Feldformationen zu einem erheblichen Teil autzcrhalb des Staa­tes Hessen beheimatet waren und nunmehr für die Werbetätig­keit 'sehr schwer zu erreichen sind. Aber 12 Jahre nach dem Weltkriege ist ein weiterer Aufschub aus Gründen, die _ ohne weitercs'einleuchten, nicht mehr angängig und deshalb ist das Ehrenmal bereits in Auftrag gegeben und wird am 16. Novem­ber eingeweiht werden. Es erhält einen besonders schönen Platz im Bessunger Orangeriegarten. Die Ausführung hält sich an den Entwurf, der aus dem ersten Traintag im November 1926 einstimmig angenommen wurde. Eine kleine Abweichung ändert nichts an der Idee, die dem Kunstwerke zugrunde lag und wird sicher auch den Beifall derjenigen finden, die Aende- rungswünsche nachträglich vorgebracht hatten. Von den Bau­kosten ist zwar ein ansehnlicher Rest noch aufzubringen, doch hoffen wir, baß dieser Aufruf bei den Trainkameraden, die ihn lesen, die Erkenntnis wachrufen wird, daß der, Ehrung der Ge­fallenen nur dann voll und ganz Genüge geschieht, wenn am Einweihungstage keine ungedeckte Schuld mehr auf dem Denk­mal lastet. Vorsitzender des Denkmalsausfchusses Jft General a. D. von Oheimb, Darmstadt, Am Erlenberg 13; Schatzmeister der Denkmalskasse: Stabszahlmeister a. D. Friedrich Werner, Rückertstraße 26, dessen Postschcckkonio Frankfurt a. M. 30939 Spenden erbeten werden. Auch kleine Beträge werden mit herzlichem Danke entgegengenommen.

1000 RM. Belohnung!

In der Nacht zum 2. Juli ist in Ducherow im Kreise Anklam, Vorpommern, der 58 Jahre alte Pastor Gustav Kappel von Einbrechern erschoßen worden. Es handelt sich bei den Mördern um zwei Männer, die wie folgt beschrieben werden: 1. 2830 Jahre alt, reichlich mittelgroß, längliches Ge­fickt, kleinen gestutzten Schnurrdari, grauen abgetragenen Jakett- anzug, Wickelgamaschen oder Ueberstrümpfe, graue Reisemütze. 2. Erwa Mitte zwanzig, knapp mittelgrotz, untersetzt, kräftig, bartlos, volles rundes Gesicht, lebhaft und gesprächig, trug dunkelgestreiften Zakettanzug. anscheinend Wickelgamaschen und blaue Schirmmütze. Das Publikum wird überall gebeten, irgendwelche Mitteilungen, die zur Festnahme der Täter führen können, sofort der Kriminalpolizei mitzuteilen. Für die Er­mittlung der Täter ist eine Belohnung von 1000 RM. ausgesetzt.

* Fulda, den 9. Juli 1930.

Sonderzug nach Wertheim a. M.

Wie aus dem heutigen Inserat hervorgeht, will die Turn- gemeinbe 1848 Fulda e. D. am Sonntag, den 3. August einen Sonderzug nach Wertheim a. M. fahren lassen. Das wird nicht nur den Mitgliedern des Vereins, sondern auch der übrigen Bürgerschaft, die an dieser Fahrt teilnehmen kann, eine willkommene Gelegenheit sein, die Perle des schönen Maintals kennen zu lernen. Wertheim mit ca. 4000^ Einwoh­nern liegt an der Mündung der Zauber in den Main, im schönsten Teile des an Naturschönheiten so reichen Maintales, überragt von einer der größten Burgruinen Deutschlands. Ur­kundlich schon 779 erwähnt, im 12. Jahrhundert bereits eine befestigte Stadt im Besitze der Grafen von Wertheun. Alte Stadtmauern, Tore Türme und Brunnen zeugen von einer rei­chen geschichtlichen Vergangenheit. Von der Burg, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde, hat man einen prachtvollen Rund­blick über die Stadt und das Maintal. Der Main bietet reich­lich Gelegenheit zum Baden, da ein großes Schwimm- und Strandbad vorhanden ist. Alle Ansprüche, die man an eine solche Sonderfahrt stellt, sind also hier vorhanden, und ,eder Teilnehmer wird unvergeßliche Eindrücke mit nach Hause neh­men. Die Einzeichnungsliste liegt bis 25. Juli in der Buch­handlung Lohmüller und Sommer auf.

Straßensperrung.

Heute abend um 9 Uhr erfolgt eine Sperrung der Mittel­stratze zwecks Legung eines Kabels _ vom Gebäude ^rtebrid>s= markt 1 (Arbeitsamt) bis zum Kaffee Thiele. Die c-perimng soll gegen 2 Uhr aufgehoben werden. Die Umleitung des Ver­kehrs erfolgt über beit Fricdrichsmarkt durch den Steinweg oder Borgiasstraße.

Gersfeld, 9. Juli. (Sprechtag des Landratsamtes) Der Landrat macht bekannt: Der amtliche Sprechtag d^ ratsamtes und des Fürsorgeamtes Gersfeld für den Uhtergr findet am Donnerstag, den 10. Juli 1930 und Zwar lur Hilde und Nachbargemeinden von 9 bis 11 Uhr tn Silbers (Salti] T Engel) und für Tann und Nachbargmeinden von 1214 Uhr in Tann (Gasthof E. Krenzcr) statt Die Herren Bürgermeister des Ulstergrundes werden um ortsübliche Bekanntmachung ersucht.

Fritzlar 8 Juli. (Zwei Postautos zusammenge­stoßen.) 'Noch ist die Erregung über den tragt)d)cn Tod eines Kindes auf der Edderbrücke in der Bevölkerung nicht verstummt, als schon wieder in früher Morgenstunde vor dem Bahnbots- Restaurant Arend in der Kurve der Kaßel-Meßener- und Wa­bernerstratze zwei Postautos zusammenstießen. Als der große Postomnibus FritzlarKastel die nach Wabern abzweigende Straße postierte, tauchte mitten in der Kurve der kleine Post- lieferwagen, der nach Wildungen fuhr, auf. Der Führer des Omnibus konnte den schweren Wagen nicht auf der Stelle zum Stehen bringen; der kleine Wagen wurde einige Meter mtige= schleift und blieb schwer beschädigt liegen. Personen sind glück­licherweise nicht verletzt worden.

* Köddingen, 6. Juli. (Tödlicher Unfall.) Ein töd­licher Unfall'ereignete sich auf der Provinzstratze Meiches-Köd­dingen. Ein Landwirt aus Meiches wollte mit seinem mit meh­reren Personen besetzten Wagen noch Stumpertenrod fahren. Am Anfang des steilen Berges nach Köddingen mürbe plötzlich eins der Pferde scheu. schlug aus, und brach dabei die Deichsel in Stücke. Schnell entschlossen ritz der Fuhrmann die Pferde herum. Dabei fiel der Wagen um. Während alle anderen Personen des Wagens mit geringen Schäden davonkamen, blieb eine ältere Frau' bewußtlos liegen. Aerztliche Hilfe, welche sofort zur Stelle war, konnte nur noch den inzwischen eingetre- tenen Tod infolge Herzschlag feststellen.

Ulrichstein, 7. Juli. (A u t o zu s a m m e n st öß.) Auf der Ohlnstratzc stieß vor einigen Tagen abends ein Personenauto, das mit mehreren Personen besetzt war, mit einem Lastauto zu­sammen. Dabei wurde der Personenwagen schwer beschädigt. Wie uns mitgeteilt wird, soll der Führer des Personenautos durch die Scheinwerfer des Lastkraftwagens geblendet worden

Montabaur, 4. Juli. (Wilderer im Westerwald.) Einer Wildererbande ist die Landjägerei in Niedererbach auf die Spur gekommen. Bei einer plötzlichen Haussuchung wurde bei einem Einwohner eine gebratene Rehkeule, bei einem an­deren ein Rehbraten im Topf vorgefunden. Die saftigen Ge­richte wurden beschlagnahmt und an Arme verteilt. Zahlreiche Schlingen und Fanggeräte wurden vorgefunden und sicherge- stellt Ein dritter Einwohner, der eine Jagdflinte im Wald versteckt hatte, wurde mit den beiden andern zusammen ver­haftet. Die Waffe konnte an der angegebenen Stelle gefunden werden.

Darmstadt, 8. Juli. (Ein weiteres Todesopfer in Darmstadt.) Von den im Elisabethenstift an Para typhus erkrankten Personen ist gestern abend eine 70 Jahre alte Schwester gestorben. Damit erhöht sich die Zahl der Todes­fälle auf vier. Die übrigen erkrankten Personen befinden sich auf dem Wege der Vesseru-g

Turnen, Sport und Spiel.

Sp. Deutsch-französische Schwimmwettkämpfe gingen in Weißenfels vor sich. Ein Mannschaftskampf zwischen dem französischen Rationalteam und Poseidon-Leipzig endete mit einem Siege der Franzosen, die die 4X200-Meler-Stafsel mit 25 Meter Vorsprung und das Wasserballspiel mit 4:2 (3 :2) gewannen.

Sp. Berliner Sieger im StraßenrennenRund um Warschau". Das StraßenrennenRund um Warschau" über 200 Silometer gestaltete sich zu einem Triumph der Berliner Straßenfahrer Risch, Michael und Stache. Die Berliner trennten sich schon nach 80 Kilometer vom Felde. Im End­spurt siegte dann Risch in 5 : 38 : 47 vor Michael und Stache.

Amtlicher Teil.

I. Erinnerung.

Die Herren Bürgermeister, welche mit der Erledigung der Verfügung vom 12. Mai d. I K. 1527, betreffend Einrei­chung der Abschrift der bei der Prüfung der Eemcinde-Schul- oerbandskasse am 30. Juni d. J. aufgenommenen Verhandlung, noch im Verzüge sind, werden hieran mit 24stündiger Frist erinnert.

Die Verhandlungsabschrift ist auch dann innerhalb der ge­setzten Frist einzureichen, wenn ein festgestellter Unterschied zwi­schen der Kasse und dem Rechnungsbuch noch nicht aufgeklärt sein sollte.

Unter Bezugnahme auf die Verfügung vom 12. Mai d. J. K. 1527 und 23. Juni d. J. K. 1527 ersuche ich, den für die Einreichung der Zahresrechnung für 1929 auf den 15. d. M. festgesetzten Termin wegen der Dringlichkeit der Finanzstati- ftiken bestimmt einzuhalten.

Fulda, den 7. Juli 1930.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses:

J. V. Dr. Stachels, Regierungsassessor.

NM

Fräulein

Auguste Scheffer

im 78. Lebensjahre,

FULDA, den 8. Juli 1950.

Heute morgen 6 Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden meine liebe, treue Freun­din, unsere gute Tante

Die Beerdigung findet Freitag, den 11. Juli, nach mittags 3 Uhr am neuen städtischen Friedhof statt.

In tiefer Trauer:

Frau Paula Schwedler

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Wir laden hierdurch unsere Mitglieder zu unserer am Samstag, den 12. Juli 1930, abends 129 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus stattfindenden

Halbjahres -tuiiinglmi

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freundlichst ein. Tagesordnung hängt im Gemeindehaus aus.

Wir erwarten recht zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand.

Konkursverfahren.

In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Schrei­nermeisters Valentin Ernst in Fulda ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendun­gen gegen das Schlutzverzeichnis der bei der Verteilung zu be­rücksichtigenden Forderungen der Schlußtermin auf den 2 1. Juli 1 930, 1 0 Uhr, vor dem Amtsgerichte hierselbst Zimmer Nr.- 23 bestimmt.

Fulda, den 4. Juli 1930.

Amtsgericht, Abteilung 5.

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<Evang. Volks-Verein Fulda. |

E Sonntag, den 13. Juli, findet unser diesjähriges

5 Sommer-Fest {

veibunbey mit Rheinlandseier,

Turngememde 1848 Fulda e.B

Es ist beabsichtigt, am Sonntag, den 3. August 1930 einen

Sonderzug nach Wertheim a. Main fahren zu lasten.

Wertheim ist ein altes historisches Städtchen mit vielen Sehens­würdigkeiten. im schönsten Teil des Maintales, überragt von einer der größten, malerischsten Burgruinen Deutschlands.

Der Fahrpreis beträgt ca. 7 «K incl. Führung etc. Abfahrt ca. 7 Uhr morgens. Rückfahrt etwa 23 Uhr. Zu dieser Sonder­fahrt laden wir unsere Mitglieder nebst Angehörigen höflich ein. Auch Richtmilgliedci sind herzlich willkommen.

Einzeichnungslisten liegen bis 2a. Juli in der Buchhandlung Lohmüller u. Sommer auf.

Der Vorstand.

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