Zul-aer Anzeiger
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Nr. 127 — 1930
sFulda, Montag, 2. Juni
7. Jahrgang
Das Deutschtum draußen.
„Selbstbestimmungsrecht der Völker" — das war ja auch einer der berühmten 14 Punkte Wilsons, deren Aus- und Durchführung dann so berüchtigte Resultate zeitigte. Aber eine Folge hat dieser „Punkt" — trotz Versailles, St. Germain usw. — doch gehabt, eine Folge, die freilich damals, als diese Friedensschlüsse diktiert wurden, durchaus nicht beabsichtigt war: die Frage des Minderheitenrechtes, die Stellung der Minderheiten zu den Staaten, in die sie hineingezwungen wurden, ist eine Frage, ein Kampf fast ausschließlich des Deutschtums geworden und hat sich immer wieder eine internationale Behandlung und Erörterung erzwungen, nämlich vor dem Völkerbund in Genf. Daß diese Behandlung durchaus nicht immer so war, wie primitivstes Recht der Minderheiten es verlangen durfte, weiß man in Deutschland. Die staatlichen Neugründungen in Europa stehen aber weit stärker als die älteren Gebilde auf dem Boden nicht mehr eines berechtigten Nationalismus, sondern eines maßlos überhitzten Chauvinismus, der mit allen Mitteln den Anspruch jeder Minderheit auf Pflege ihres Volkstums bekämpft.
Um so stärker und umfangreicher wächst aber gerade darum für das Deutsche Reich die Pflicht heran, alles zu tun, um das in fremdem Land bedrohte deutsche Volkstum zu retten, vor dem Untergang zu bewahren. Machtmittel irgendwelcher Art stehen ja nicht zur Verfügung und die finanzielle Lage Deutschlands setzt auch hier für Hilfsmaßnahmen enge Grenzen. Der Reichsaußenminister Dr. Curtius hat auf der Stuttgarter Tagung des Deutschen Auslandsinstituts be- weglich auch hierüber geklagt. Aber er hat doch die Genugtuung, fcststellen zu können, daß das Deutschtum draußen nicht mehr so rasch und bedingungslos zum „Kulturdünger" wird wie einst. Es ist fast so, als wachse d i e Liebe zur Mutter Heimat, seitdem diese in Not und Bedrängnis, in Elend und Sorge geraten ist. Das „Gedenke, daß du ein Deutscher bist" ist über das Stadium, notwendige Mahnung zu sein, erfreulich Unausgewachsen, ist Wirklichkeit geworden. Und Dr. Curtius freut sich, „fest- stellen Lu können, daß die Zusammenarbeit zwischen den amtlichen Vertretungen des Reiches im Ausland und den einzelnen Deutschen oder ihren Vereinen dort mit der Zeit Wieber enger und vertrauensvoller geworden ist". Und zwar nicht bloß dann, wenn der Deutsche draußen seine Reichsangehörigkeit behielt, sondern auch, wenn er Bürger des andern Staates freiwillig oder — unfreiwillig wurde. Lauter als Ententediktate spricht ja Blut und Volkstum.
Tie amtliche deutsche Auslandspolitik ebensowenig wie die entsprechende Arbeit privater Institutionen, also etwa des Vereins für das Deutschtum im Ausland oder des Deutschen Auslandsinstituts, will und kann auf „irre- dentistische" Ziele gerichtet sein. „Aber andererseits wird kein deutscher Außenminister die Tatsache übersehen können und wollen, daß in Europa außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches etwa neun bis zehn Millionen Angehörige des deutschen Sprach- und Volkskörpers als nationale Minderheiten unter fremden Staatsvölkern leben," betonte Dr. Curtius nicht bloß als Tatsache, sondern auch als Mahnung und — Pflichtgebot. Die Zahl ist noch sehr vorsichtig beziffert, weil allein schon fast so viele Deutsche in Österreich und der Tschechoslowakei sitzen. Auf alle Fälle stellen aber die Deutschen unter den etwa 35 Millionen zählenden „nationalen Minderheiten" in Europa mindestens ein Drittel dar; andere Schätzungen gehen noch viel weiter. Doch es handelt sich ja um mehr als nur um das Deutschtum in Europa außerhalb des Reiches. Auch und selbst in den früheren deutschen Kolonien ist der wieder zugewanderte oder dort verbliebene Deutsche ein Bürger minderen Rechtes.
Und vom Völkerbund haben, wie zehnjährige ^sahrung beweist, die nationalen Minderheiten »licht allzuviel zu erwarten. Sie stehen ja in dem Ruf, schlechte Staatsbürger zu sein, oder vielmehr: sie werden dessen verdächtigt. Nur weil sie nicht aufgeben wollen, was sie ererbt von ihren Vätern haben, weil sie nicht aufgehen wollen in fremdem Volkstum, das in bewußter chauvi- tustischer Absicht mit dem Staat verwechselt Wirb, ilnd d^ ist eine weitere, betrübende Feststellung, die Dr. Curtius machen muß, daß trotz aller Minderheitenschutzerklärungen und vor dem Völkerbund die Entwicklung der lebten vsapre gezeigt hat, in welch unaufhörlichem, schwerem Kampfe um die Verteidigung ihrer Rechte die Mindcr- tzetten stehen, statt daß sie in den verschiedenen Staaten die chnen gewährleistete Gleichberechtigung und kulturelle Freiheit genießen dürfen.
Keine nationale Minderheit — und zu allerletzt die deutsche — denkt daran, auf dem Wege eines „Jrredentis- mus" die Aushöhlung und Unterwühlung des Staates unzustreben, in dem zu wohnen sie gezwungen ist. Was ne will, ist nur kulturelle Entwicklungsfreiheil im Muhmen dieser Staaten, ist das Verlangen, nicht minderen Fechts zu sein, nur deswegen, weil sie dem anderen Volks- Nlm der Mehrheit nicht angehört. Und was sie fordert, ‘1t nur Gerechtigkeit, und diese zu verlangen, ist ihr io Mr und so laut verkündetes, aber so selten oder gar nicht erfülltes Recht. Deutschland hat gehofft und beabsichtigt, 'N" seinem Eintritt in den Völkerbund auch dem Deutsch- mm draußen helfen zu können, weil es Pflicht dieser Jn- wrutton in Genf ist, die Erfüllung jener Rechtsverbindlich- n gegenüber den nationalen ^Minderheiten nicht ganz .Blchwinden zu lassen; er wird, wie Dr. Curtius hofft, "BW dieser Aufgabe nicht entziehen können, wenn er seiner molle als Wegbereiter für die Welt gerecht werden will."
n, Der Bischof von Augsburg gestorben.
Augsburg. Der Bischof von Augsburg, Dr. Maximilian Sorben9®’ ^ ’" Faulenbach bei Füßen im 89. Lebens;ahr
Zeppelins schwerste Sturmfahrt.
„Graf Zeppelin" wohlbehalten in Lakehurst gelandet, insgesamt 150 000 Kilometer zurückgelegt.
Die Landung.
Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Sonnabend mittag 12.30 Uhr auf dem Flugplatz Lakehurst glatt gelandet. Der Zeppelin wurde von seinem amerikanischen Schwesterschiff „Los Angeles", dem früheren „Z. R. 3", einem kleineren Heeresluftschiff und mehreren Flugzeugen zum Lufthafen geleitet. Das Wetter ist kühl und klar. Der „Graf Zeppelin" war bis Atlantik-City der Küste gefolgt, hat aber die Stadt Newyork vor der Landung nicht überflogen. Von Pernambuko bis Lakehurst hat das Luftschiff nur etwa 69 Stunden benötigt, obwohl cs stellenweise m i t großem Sturm zu kämpfen hatte, der das Luftschiff stark zum Schwanken brachte.
Der „Graf Zeppelin" hatte kaum an dem beweglichen Ankermast festgemacht, als der Hintere Teil des Luftschiffes durch einen Windstoß etwa fünf Meter hochgehoben wurde. Zwei Mitglieder der Bodenmannschaft, welche die Hintere Motorengondel festhielten, wurden mit hochgezogen. Die beiden Matrosen, die offenbar befürchteten, daß das Luftschiff wieder aufsteigen werde, ließen sich schließlich zu Boden fallen. Einer von ihnen wurde durch den Fall leicht verletzt und in das Hospital des Flugfeldes gebracht.
Das Luftschiff beging am Sonnabend, dem dreizehnten Tag seiner Amerikafahrt, das in der Geschichte der Luftfahrt beispiellose Jubiläum, seit seiner Jungfernfahrt im Herbst 1928 insgesamt 150 000 Kilometer Fahrt gemacht zu haben. Diese 150 000 Kilometer sind mit der Landung in Lakehurst erreicht. Auf dem Flugplatz waren unter anderen Vertreter der deutschen Regierung, der Hamburg-Amerika-Linie und der Goodyear Zeppelin- Corporation, mit ihnen Dr. Eckeners Sohn Knut, ferner der Flieger Wilkins, dessen..Frau nnd eine große Zahl von Journalisten eingetroffen.
Jedem Wetter gewachsen.
Nach Erledigung der Zollformalitäten in Lakchurst begaben sich die Passagiere des „Graf Zeppelin" bis zur Abfahrt des Sonderzuges, der sie nach Newyork bringen soll, in die Wartehalle. Dr. Eckener erschien im Pressezimmer und bat die Pressevertreter, ihre Fragen möglichst kurz zu fassen. Er war offensichtlich sehr müde und machte einen weit abgespannteren Eindruck als nach den früheren Fahrten. Er ließ sich auf einen Stuhl hin- sinken und teilte meist durch Vermittlung des Dolmetschers über den Verlauf der Fahrt folgendes mit: Freitag abend, etwa um 8.30 Uhr, geriet das Luftschiff in die schwerste Sturmböe, die es je erlebt hat. Sie war sogar schlimmer als der Sturm, der bei der ersten Transozeansahrt im vergangenen Jahr den Flossenbezug aufriß. Es herrschte zunächst ein 45-Kilometer-Wind, plötzlich setzte ein Nordwind von 65 Stundenkilometern ein. Das Luftschiff stampfte wie ein Schiff in schwerster See, jedoch ist kein einziger Passagier erkrankt und cs wurde kein Schaden ungerichtet. Zwei Minuten, nachdem wir in den Sturm geraten waren, erhielten wir durch Funkspruch die Warnung des Wetterbureaus in Washington, daß ein solcher Sturm zu erwarten sei. Wir nahmen von Pernambuko direkten Kurs aus Lakchurst statt auf Havanna, weil wir über Kuba starke Gegenwinde angc- troffen hätten. Wir befürchteten, daß wir unter diesen Umständen bei einer Zwischenlandung in Havanna nicht mit unserem Brennstoff bis Lakehurst kommen würden. Das Luftschiff hatte bei der Ankunft in Lalehurst noch Brennstoff für 30 Stunden. Infolge des Regens in Pernambuko war das Gewicht des Luftschiffes so stark erhöht morden, daß wir vier Tonnen Brennstoff weniger, als ursprünglich beabsichtigt, Mitnahmen. Der „Graf Zeppelin" wird Montag die Rückfahrt nach Sevilla antreten. Aus dem Logbuch Dr. Eckeners ergibt sich, daß der „Gras Zeppelin" auf dieser Fahrt bisher 13 400 Seemeilen in 204*4 Flugstunden zurück gelegt hat.
Dr. Eckener erklärte weiter über den Verlauf der Fahrt: Das Wetter war während der Fahrt größtenteils ungefähr normal. Erst hinter Bermuda traten starke
Wachsende Erbitterung in Indien.
Ein Brief Gandhis an den Vicekönig.
Der Sonderkorrespondent des „Daily Herald" in Simla meldet: Gandhi hat aus dem Gefängnis einen Brief an den Vicekönig geschriebenen dem er seinem Bedauern über die gewalttätigen Zwischenfälle Ausdruck gibt, die auf seinen Feldzug zugunsten des zivielen Ungehorsams gefolgt sind. Gandhi lehnt alle Verantwortung dafür ab und bekräftigt erneut, daß seine Anhänger entschlossen seien, an dem Grundsatz des passiven Widerstandes festzuhalten — Außer einer formellen Bestätigung wird — dem Korrespondenten zufolge — das Schreiben Gandhis keine Antwort erhalten; denn die Behörden scheinen fest entschlossen zu sein, sich nicht auf schriftliche und mündliche Verhandlungen mit den indischen Führern elnzulayen, bis die Bewegung des zivilen Ungehorsams unterdrückt ist. Der Berichterstatter bemerkt, die vielleicht ernsteste Seite des Konfliktes sei die wachsende Bitterkeit gegen Europäer sowie die Verschärfung des Boykotts britischer Waren.
__ Das Luftschiff hat seit seiner Jungfernfahrt
__ Vor dem Rückflug nach Europa.
Gegenwinde auf. Der starke Sturm, der dann einsetzte, dauerte nur drei bis vier Minuten. Dr. Eckener gab seiner Überzeugung Ausdruck, daß der „Graf Zeppeliu" jedem Wetter gewachsen sei. Er sagte weiter, er habe über die Einrichtung eines regelmäßigen Zeppelindienstes zwischen Europa und Brasilien noch keine bestimmten Pläne. Seiner Ansicht nach sei es ratsam, diesen Dienst nur bis Pernambuko durchzuführen und von dort aus Flugzeuge zu verwenden. Die Bedingungen für die Einrichtung eines Passagier- und P o st d i e n st e s von S ü d a m e r i k a nach Newyork seien ideal. Er werde bei der American Zeppelin Co. einen solchen Dienst befürworten. Dr. Eckener äußerte sich dann lobend über den beweglichen Ankermast, der die Einbringung des Luftschiffes in die Halle mit nur 30 Mann Bedienungspersonal binnen neun Minuten gestattet.
Nach der Einbringung des „Graf Zeppelin" in die Halle ist sofort damit begonnen worden, B r e n n st o f f li n d Gas nachzufüllen.
„Wir wurden herumgewirbett.^
DieFahrgäste sind zufrieden.
Die Fahrgäste des „Graf Zeppelin" äußerten sich ve- griftert über die Fahrt. Sie erzählten, der Sturm bei Kap Hatteras habe ihnen keine Furcht eingesloßt Infam Alfonso sagte Pressevertretern, über haarsträubende Eindrücke könne er keine Mitteilungen machen, da er Haarsträubendes nicht erlebt habe. Frau Durston erklärte, die Fahrt sei zwar sehr rauh gewesen, habe aber doch keinen Grund zur Angst geboten. Ein anderer weiblicher Fahrgast, Frau Pierce, die auch die Fahrt nach Sevilla noch initmachen wird, äußert unbekümmert: Wir hauen etwas schlechtes Wetter. Aus die Frage, ob es so schlecht gewesen sei wie im vorigen Jahre im Rhonetal, sagte die Dame lächelnd: Ja, ich glaube, es ist noch schlechter gewesen. Wir wurden h e r u in g e w i r b e l t Es regnete viel und die Fahrt wurde ziemlich holperig. Der Fahrgast Crouse bemerkte: Das Luftschiff benahm sich im Sturm wie ein bockendes Pserd. Wir waren aber nicht beunruhigt. Das Bewußtsein der Größe und Stabilität des Luftschiffes und das Vertrauen, das Dr. Eckener an den Tag legte, ließ Angst nicht aufkommen. Wir waren nachts alle auf den Beinen und warteten im Salon das Ende des Unwetters ab. Als es dann vorüber war, gingen wir friedlich schlafen Ich schlief fest wie ein Kind
Jnsani Alfonso sagte über die Fahrt: Eine Reise im Zeppelin ist kaum eine Reise zu nennen. Alles ist Komfort, es gibt keinen Lärm, und die Landschaft in der Tiefe eilt schneller vorüber als bei einer Eisenbabnfahri, ohne daß irgendwelche Erschütterungen zu spüren sind. Nicht ganz zufrieden mit der Fahrt sind die spanischen Fahrgäste oa sie, wie Oberst Herrera äußerte, sehr enttäuscht darüber seien, daß das Luft- schiff nicht in Havanna gelandet ist.
Der stellvertretende Staatssekretär der Marine der Vereinigten Staaten, Jahnke, und der Leiter der Aeronautischen Abteilung der amerikanischen Marine, Konteradmiral Moffett, kargten wie die übrigen Fahrgäste ebenfalls nicht mit ihrer Bewunderung. Jahnke erklärte: Es war eine großartige Fahrt; wir sprechen Dr. Eckener und seinen Mannschaften im Namen der amerikanischen Marine unsere Glückwünsche aus. Mosfetl äußerte: Diese Zeppelinsahrt nördlich und südlich vom Äquator unter den unerprobten schwierigen Verhältnissen, wie sie in den Tropen bestehen, ist wieder ein Beweis für die Verwendbarkeit der Lenklufischtsfe. Wir wollen hoffen, daß nunmehr allen Zweiflern ein Licht aufgeht und daß der Hilfsmarine der Vereinigten Staaten die Fertigstellung ihrer beiden großen Luftschiffe und der geplanten Luftschiffbasis an der Küste des Stillen Ozeans ermöglicht werden wird, damit unser Land den ihm gebührenden Platz auf dem Gebiet dieses neuen Beförderungsmittels einnehmen kann.
Leichte Beschädigung des Luftschiffes.
Die Fahrgäste für die Rück fahrt.
Wie ein Zeppelinvertreter in Lakehurst mitteilte, sind zwei Gondelstrebcn des Luftschiffes in Pernambuko beschädigt und dort behelfsmäßig ausgcbesscrl worden. Die Streben würden jetzt sachgemäß wiederhergestellt. Auf der Fahrt nach Lakehurst sei kein weiterer Bruch erfolgt.
Mit dem „Graf Zeppelin" werden 19 europäische Fahrgäste und Frau Mary Pierce, die sämtlich bereits die Fahrt nach Lakehurst mitgemacht haben die Fahrt nach Europa unternehmen; außerdem haben sich für die Rückfahrt noch neun Fahrgäste, meist Amerikaner, gemeldet.
Stadtrat Busch gestorben.
Der in den bekannten Berliner Erundstücksskandal verwickelte Stadtrat Busch ist gestern nachmittag im Moabiter Krankenhaus an den Folgen einer allgemeinen Nierenvereiterung gestorben.
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Das Luftschiss „Gras Zeppelin" ist in Lakehurst gelandet und hat damit 150 000 Kilometer zuriickgelegt.
* Zn Trier hat die Nicderlegung der Flugzeughallen und der Zeppelinhalle durch Bcjatzungstruppen begonnen.
* Der thüringische Staatsminister Baum teilte mit, daß, salls die Zahlungssperrung durch das Reich erfolgen sollte, Thüringen die Entscheidung des Staatsgerichtshoses anrufen würde.