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Gönnern Titels Mevetlkopf)', 8. Mcks. (A17 schick st aus ein Auto.) Auf das Auto eines hiesigen Arztes, der abends durch das Scheldetal fuhr, wurde ein Anschlag verübt. Unbe­kannte Täter warfen eine schwere Eisenstange gegen den Wagen. Glücklicherweise ging der Wurf, der der Ähutzscheibe gelten sollte, zu tief und prallte ad, so daß kein nennenswerter Scha­den am Auto entstand. Sofortiges Ableuchten und Suchen ) blieb leider ergebnislos. Die Polizei stellt Nachforschungen nach den Tätern an.

Marburg, 8. Mai. (Die Philipps-Universität im Sommersemester.) Mit dem gestrigen Tage erreich­ten die Immatrikulationen zum Sommersemester an der hiesigen Universität ihr Ende. Insgesamt sind es diesmal 4228 Stu­dierende nämlich 3299 Männer und 929 Frauen, eine bis jetzt unerreichte Zahl, die sich durch Nachzügler noch etwas vermeh­ren dürfte. Nicht mit eingerechnet sind auch die zum Hören der Vorlesungen Berechtigten, deren Zahl durchschnittlich 60 betrögt. Auf die einzelnen Fakultäten verteilen sich die immatrikulierten Studierenden wie folgt: Theologen 398 Männer und 28 Frauen, Rechts- und Staatswissenschaftler 806 Männer und 60 Frauen, Mediziner 940 Männer und 164 Frauen, Philosophen 1155 Männer und 677 Frauen. Im vergangenen Wintersemester wurden am letzten Immatrikulationstage 3563 Studierende, nämlich 2882 Männer und 681 Frauen gezählt, während im Sommersemester 1929 insgesamt 4087, nämlich 3291 Männer und 796 Frauen, immatrikuliert waren.

Gießen, 8. Mai. (Erst Vierreise — dann Straßen­raub.) Ein bierfroher junger Bayer machte, kaum aus dem Gefängnis entlasten, hier im November o. I. die Bekanntschaft eines alten Mannes, der gerade seine Rente abgehoben hatte. Gemeinsam wurde eine Bierreise durch mehrere Lokale unter­nommen, in deren Verlauf der junge Vajuvare bemerkte, daß sein neuer alter Freund allerlei Moneten bei sich hatte. Nach dem Verlassen einer Wirtschaft machte sich der Bayer in einer weniger belebten Ste^e der Stadt über seinen Zechkumpan her, den er mit dessen eigenem Stock schwer mißhandelte und da­bei bedrohte, um das Geld des Alten zu bekommen. Schließlich konnte er auch einen Teil davon an sich bringen, mit dem er Reißaus nahm. Erft einige Monate später konnte er von der Polizei festgenommen werden. Nun hatte er sich vor dem Er­weiterten Schöffengericht in Gießen wegen Straßenraubs zu verantworten, das ihm in Anbetracht seines jugendlichen Alters und seiner trüben und freudlosen Jugend mildernde Umstände gewährte und ihn zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilte.

Wölfersheim 7. Mai. (Bon der Greiferbrücke ab - g e stürzt.) Auf der Ereiferbrücke des Schwelkraftwerks in Wölfersheim stürzte aus bisher noch nicht bekannter Ursache der Arbeiter August Metzler aus Frankfurt a. M. ab. Er wurde mit schweren Verletzungen in das Friedberger Bürger­hospital eingeliefert.

Gelnhausen, 8. Mai. (Eröffnung des Selbstan­schlußamts EelnhausenZ Am 1. Juni wird in Geln­hausen der Selbstanschlußbetried eingeführt. Mit der Errich­tung des neuen Amts wird gleichzeitig die Verlegung des gan­zen Telefonbetriebes von der Poft nach dem Verstärkeramt er- lolgen.

Frcknksuri ä. M., 7. Mal. (Zsfkün-gsvtzrkaüf mH falschen Zweimarkstücken?) In letzter Zeit werden hier wiederholt falsche Zweimarkstücke von einem Unbekannten bei Zeilungsverkäusern auf der Straße in Zahlung gegeben. Der Unbekannte sucht sich nur solche Zeitungsverkaussstellen aus, deren Stand in der Nähe einer Straße mit Straßenbahn- betrieb ijf. Beim Einkauf der Zeitungen hat er es sehr eilig und tut so, als wenn er mit der gerade ankommenden Straßen­bahn noch mitkommen müsse. Der Falschgeldverbreiter konnte bis jetzt noch nicht gefaßt werden.

Frankfurt n. M., 7. Mai. (Warnung vor einem Scheckbetrüger.) Der angebliche Schriftsteller Dr. Franz Josef Friedrich setzt seit einiger Zeit in verschiedenen Städten,

darunter auch in Frankfurt a. M., ungedeckte Schecks der Deut­schen Bank und Diskonto-Gesellschaft, Filiale Augsburg, um.

. , )iskonto-Gesellschaft, Filiale Augsburg, um.

Friedrich ist etwa 40 Jahre alt, trägt aufgedrehten Schnurr­bart, dunkelbonden Vollbart und hat rotentzündete Augen. Er

tritt sehr sicher auf, führt meist mit Auto und verkehrt nur in besseren Hotels.

Frankfurt a. M^ 8. Mai. (Liquidation der Süd- westdeutschen Bank.) In einer außerordentlichen Gene­ralversammlung der zum Faoag-Konzern gehörigen Südwest­deutschen Bank A.G. ist die Liquidation der Gesellschaft be- schlosien worden. Zu Liquidatoren wurden die Herren Paul Ausmus von Schack und Heinrich Becker bestellt. Sämtliche Mitglieder des alten Aufsichtsrats haben ihr Amt niedergelegt.

Darmstadt, 7. Mai. (Verbrechen im Amt.) Wegen Verbrechens und Vergehens im Amt stand ein aus Offenbach stammender Verwaltungsoberinspektor des Landes-Eichamts Darmstadt vor dem Gericht, der beschuldigt ist, in den Jahren 1924 bis 1929 in einer Reihe von Fällen Amtsunterschlagungen begangen zu haben. Er hat Eichgebühren angefordert, die Be­träge aber nicht an die Hauptstaatskasse, sondern an sein Bank­konto abgeführt. Er kaufte sich mit diesem Geld u. a. ein Mo­torrad und brachte es sogar fertig, daß ihm auf Vorlage der Quittung der Betrag von der Haüptstaatskasse noch einmal er­setzt wurde, welche Handlungsweise ihm heute als Betrug an­gerechnet wurde. Insgesamt hat er in den sechs Jahren 12 000 Mark in leichtsinniger Weise verbraucht, trotzdem er Hausbe­sitzer war und ein Gehalt von 530 Mark monatlich für seine kleine Familie zu verleben hatte. Er war nach dem Bekannt­werden der Unterschlagungen freiwillig nach Heppenheim ge­gangen, um sich auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lagen. Der Arzt des Angeklagten bekundete als medizinischer Sachver­ständiger, daß sein Patient unter pswischen Störungen leide. Ein Gutachten der Landesheil- und Pflegeanstalt Heppenheim besagt, daß die Krankheit noch nicht so weit vorgeschritten sei, daß ausgesprochen psysische Schäden zu befürchten seien. Der Staatsanwalt beantragte unter Versagung mildernder Um­stände zwei Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Das Gericht erkannte auf 2% Jahre Gefängnis abzüglich zwei Mo­naten Untersuchungshaft.

Darmstadt, 7. Mai. (Die Biersteuererhebung der hessischen Städte.) Der Hessische Verwaltungsgerichts­hof in Darmstadt hat eine Entscheidung gefällt, die für die Fina-nzgedarung der hessischen Städte von allergrößter Wichtig-

seit ist. Me Sie MM Mâg, beabsichtigen auch , fische Städte die Erhebung einer Viersteuer. In Worms von den interessierten Stellen gegen diese Biersteuer erhoben. Der Derwaltungsgerichtshof in Darmstad

Ä »Urte

Einspruch zurückgewiesen, so "daß 'nunmehr durchs'hiXM ^ - die Städte in der Lage sind, die Biersteuer zu erheben j

Darmstadt, 7. Mai. (Au s der hessischen ßn„k hauptftadt.) Vom 10. bis 15. Mai findet hier die delsschau statt zu der sich bisher über 100 Aussteller haben. Am Äessesonntag. dem 11. Mai, geht der 8°^ zwischen 12 und 3 Uhr durch die Hauptstraßen der Der Hessen-Darmstädter Volksfestverein Newyork stattet 1 stabt am 21. Juli einen Besuch ab. Etwa 90 Mitglieder i den dabei wahrscheinlich mehrere Tage hier Station und ihre in Hessen wohnenden Verwandten besuchen « heutigen Mittwoch hatten sich die protestantischen Eeiitli^ Provinz Starkenburg im Plenarsaal des I

erngefunden, wo Professor Bornkamm von der Landesunin-D Gießen über „Die theologische Bedeutung der Augsburger K fession" sprach.

Darmstadt, 7. Mai. (Zeppelinlandung.) Di- s pagoertretung Friedrichshafen veröffentlicht das Fak^tn gramm des „Grafen Zeppelin". Danach ist für den 2 dre Fahrt nach Darmstadt mit Landung vorgesehen — AusÄ ungshafen wird gemeldet, daß am 12. oder 13. Juli das S schiff „Graf Zeppelin" einen Flug nach Neustadt a. d. H »ni-s nehmen werde. Bei dieser Gelegenheit würden am Bormiti», und dann noch einmal am Nachmittag kurze Landuno-n T genommen werden.

Darmstadt 7. Mai. (Eine Richtigstellung) Hessische Landbund bittet uns um Veröffentlichung fola^ Notiz: „Durch die Presse geht die Nachricht, daß fi S Fauerbach bei Butzbach, der zweite Vorsitzende des Landjugend dundes zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeitern»-»-! überge^reten sei. Wir stellen demgegenüber fest, daß Herr Mn Seipel nicht stellvertretender Vorsitzender des Landjugendbul! des ist' er ist überhaupt kein Mitglied des Landjugendbund-? und bekleidet in dem Bund auch keinerlei Ehrenftellen " °

Die ersten Originalaufnahmen vom Welfenschatz wurden für „Hackebeils" I. 3“ gemacht. In der am Dienstag erscheinen­den Nummer 19 der H. 3. Z. ist ein Aufsatz von Dr. Niels n Holst mit wundervollen Aufnahmen enthalten, die in dem Gase einer Schweizer Bank gemacht wurden. So sehen wir kostbare Kuppelreliquiar, einen Reliquienschrein aus dem

Handel war, wird Mitte Mai für kurze Zeit im Städel-Jnsliiut in Frankfurt a. M. ausgestellt, bevor sich sein weiteres Schick­sal entscheidet. — Auch der übrige Inhalt der Hackebeils 3 q lft wieder auffallend vielseitig und Zehr interessant. Die Zeit­schrift ist im Buch- und Zeitungshandel für 20 Pfg erhältlich Verlag: Hackebeil A.-E., Berlin SW 48.

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Monatsoersammlung findet am Samstag, den 10. ds. Mts., abends 8 Uhr im Dereinslokal „Zum Frankfurter Hof" statt. Besprechung über den Ausflug am 1^. ds. Mts. Zahlreiche Betei­ligung erwünscht

der Borstand.

Ueber das Vermögen den Kaufmanns Moritz Kallenbach in Zell bei Fulda ist am 6. Mai 1930, 12 Uhr das Konkursverfah- reu eröffnet worden. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Dr. Büttner in Fulda. Erste Gläubigerversammlung: den 2. Juni 1930, 10 Uhr, allgemeiner Prüfungstermin den 16. Juni 1930 12 Uhr, beide Termine bei uns Zimmer Nr. 23. Anmeldefrist und offener Arrest mit Anzeigepflicht bis 10. Juni 1930 (5 N. 11/30. — 1 —).

Fulda, den 6. Mai 1930.

Amtsgericht, Abteilung 5.

............................. MIU.....Wir

Garde-Berein.

Samstag, den 10. Mai, abends 8.30 Uhr

Monatsversammlung

im Vereinslokal. Anschließend Feier des Sttftunassestes. Wir erwarten, daß zu dieser Ve-sammlung alle Kameraden restlos erscheinen. Der Borstand.

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Dienstag, den 13. Mai, 2 nachmittags.

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Samstag, den 10. Mai, 8.30 Uhr abends.

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