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Nah and $erri

O Augertoperatton an einem Löwen. In einem in Wurzen gastierenden Zirkus wurde ein achtjähriger Berberlöwe, dem vor einigen Monaten ein Tiger durch einen Prankenhieb eine schwere Augenverletzung bei­gebracht hatte, von dem Leipziger Privatdozenten Dr. Völker, einem Spezialisten der Raubtierchirurgie, operiert. Dem Löwen wurde, nachdem er durch ein neues Narkose­mittel in Schlaf versetzt worden war, der Augapfel her­ausgenommen; außerdem wurden ihm beide Lider und die Tränendrüsen entfernt. Die Operation dauerte 75 Minuten.

O Speicherbrand in Magdeburg. In Magdeburg brach in einem siebengeschossigen Speichergebäude Feuer aus. In dem Gebäude waren große Mengen leicht brennbarer Materialien für Möbelpolsterung gelagert. Die Feuer­wehr mußte mit allen Mitteln einer Ausdehnung des Brandes entgegenarbeiten, um die völlige Vernichtung des Speichers zu verhindern. Mehrere Feuerwehrleute mußten wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus über­geführt werden.

O Feuer im Obdachlosenheim. In Bautzen entstand im Obdachlosenheim ein Brand, der den Dachstuhl des Hauses vernichtete. Eine 67 Jahre alte Hrau wurde auf dem Boden erstickt aufgefunden. Die Heiminsassen wurden vorläufig in der Turnhalle untergebracht.

O Zwei Familientragödien in Remscheid. In Remscheid wurde eine Frau Käsbach mit geöffneten Pulsadern in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Sie hatte vorher ihre drei Monate alte Tochter mit einem Strick erdrosselt. Die Tat ist anscheinend in einem Anfall plötzlicher Schwermut verübt worden. Bald darauf fand man einen Arbeiter Fechtner mit schweren Halsverletzungen auf, während sich seine Frau auf der Polizeiwache mit durchschnittenen Pulsadern meldete. Ob es sich um Selbstmordversuche handelt oder ob eine Bluttat begangen wurde, war noch nicht festzustellen.

O 74 Schafe erstickt. In Dhünn bei Wipperfürth brach aus einem noch nicht geklärten Grunde eine Schafherde aus der Hürde aus und fiel einen drei Meter hohen, Damm hinab gegen einen Weidenzaun, vor dem viele Schafe hângengeblieben. Die nachfolgenden Tiere be­gruben die ersten unter sich, wobei 74 Schafe den Tod durch Ersticken fanden.

O Eigenartiger Selbstmord. Auf eigenartige Weise ver­übte in Mörs ein Kraftwagenführer in seiner Garage Selbst­mord. Er ließ den Motor des Wagens laufen, nahm das Auspuffrohr in den Mund und atmete die giftigen Gase ein. Wie aus einem hinterlassenen Briefe hervorgeht, haben Ehezwistigkeiten den Mann in den Tod getrieben.

0 Ein Fürst Lubomirski wegen Zechprellerei verhaftet. In Warschau ist der 38jährige Besitzer des Gutes Plawno, Fürst Thomas Lubomirski, wegen Betrügereien und Zech­prellereien in einem Betrage von über 250 000 Zloty ver­haftet worden. Der Fürst, der einer der angesehensten Familien Polens angehört, war vor einiger Zeit aus Lemberg in Warschau eingetroffen und hatte in vornehmen Hotels gelebt.

Bunte Tageschronif

Altona. In einer Privatbadeanstalt in der Großen Rosen- straße ist der im Keller befindliche Dampfkessel explodiert. Durch den Luftdruck der Explosion wurden die Fenster der Badeanstalt zertrümmert und die Wände erheblich beschädigt. Auch die benachbarten Läden haben stark gelitten. Zwei ba­den ve Frauen erlitten Verletzungen und mußten ins Kranken­haus gebracht werden.

München. Der Skiläufer Andreas Schweighard aus Bad Tölz, der am Roß- und Buchstein von einer Lawine verschüttet wurde, wurde von einer Rettungsexpedition als Leiche ge­borgen.

Warschau. In der Nähe von Lodz wurden bei einem Zu­sammenstoß zwischen einem Autobus und einem Kohlenzug ein polnischer Oberst und der Führer des Autobusses schwer ver­letzt. Mehrere Offiziere trugen leichte Verletzungen davon.

Tryon (Oklahoma). Beim Brande eines Schulgebäudes fanden hier drei Kinder den Tod in den Flammen; 80 konnten sich mit knapper Not retten.

Knoxville (Tennessee). Im hiesigen Geschäftsvierrel ver- nichleie ein Feuer vier Gebäude. Vier Personen kamen bei dem Brande um, acht wurden verletzt.

ÄU6 dem Gerichtssaal

§ Sühne für einen dreifachen Meuchelmord. Das Ge­schworenengericht Korneuburg bei Wien verurteilte den Bauernsohn Franz Neumayer wegen dreifachen Mordes zu lebenslänglichem schweren Kerker. Neumayer hatte im August vorigen Jahres bei Korneuburg aus der Landstraße durch einen über den Weg gespannten Draht, der mit einer Starkstrom­leitung in Verbindung stand, eine Art Menschenfalle errichtet, um seinen von einem Besuch bei seiner Braut heimkehrenden Stiefbruder zu töten. Dem Anschlag fielen außer dem Bruder des Täters noch zwei andere Personen, die ahnungslos des Weges gekommen waren, zum Opser.

Frühlingskrankheiten.

Kalendermäßig hält der Frühling jetzt seinen Einzug, der ^ruhling, nach dem wir uns einen ganzen Winter lang ge­sehnt haben. Aber, wie ein Wunsch oft nur so lange, wie ihm die Erfüllung versagt bleibt, schön ist, so geht es vielen Men­schen auch mit dem Frühling. Ist der Frühling erst einmal da, dann sieht er häufig ganz anders aus, als man ihn erhofft hatte, ja, dann verursacht er nicht selten allerlei Unannehm­lichkeiten und Zustände, die hart an der Grenze der Krank­heit liegen. Hierher gehören Kopfschmerzen und Müdigkeit, Gliederschmerzen, abnormes Hungergefühl, Zahnfleischblutun- gen usw., Die als unerwünschte Begleiterscheinungen des Frrib- lings auszulrelen pflegen. Hat an alledem wirklich der Früh­ling schuld? Bis zu einem gewissen Grade ja; denn mit Ein­setzen des Frühlings vollzieht sich, wie draußen in der Natur, so auch im Innern unseres Körpers eine Umstellung, die mit gesteigerter Tätigkeit der Drüsen mit innerer Absonderung cinhergèht. Diese vermehrte Drüseniätigkeit verursacht zweifel­los einen Teil der genannten Erscheinungen. Zu einem guten Teil sind wir an DerFrühlingskrankheit" aber selbst schuld, denn die Mehrzahl der erwähnten Störungen ist, soweit wir heute wissen, zurückzuführen aus eine unzweckmäßige Ernäb- rung unseres Körpers während des Winters. Während der langen Winterszeit fehlen unserer Nahrung durch den Mangel an frischem Obst und Gemüse die nötigen Vitamine, jene Er, gänzungsnährstosse, die der Mensch neben Eiweiß, Fett, Zucker­stosfen und Salzen für sein Wohlbefinden nicht entbehren kann. Mit Dieser Erkenntnis ist uns aber gleichzeitig Die Möglichkeit gegeben, wirksame Abhilfe zu schaffen. Man ge­nieße daher, soweit als irgend möglich, in vermehrtem Maße Apfelsinen, Mandarinen und Tomaten, die ja fast zu allen Zeiten des Jahres zu wohlseilen Preisen zu haben sind. Auch das Trinken von auf kaltem Wege hergestelllen Obstsäften und dergleichen wird für Die Vermeidung der erwähnten Störun­gen zweckdienlich sein. Hilst das alles nichts, oder sind Die Beschwerden erheblicherer Natur, dann wende man sich ver­trauensvoll an den Arzt, dem heutzutage in Gestalt der künst- lichen Hohensonne und verschiedener Medikamente die nötigen HUssmmel zur Verfügung stehen, mit denen denOpfern des Frühlings" geholfen werden kann-

Börse unv Handel.

Frankfurter Börse vom 21. März. Tendenz: fest und leb­hafter. Auch heute war die Tendenz zu Beginn der Börse wei­ter freundlich. Die Kursbewegung zeigte weiter eine aufstei­gende Kurve. Die gestrige Diskontsenkung der Bank von Eng­land wirkte immer noch günstig nach, da im Zusammenhang hiermit eigentlich schon heute mit einer Diskontsenkung der Reichsbank gerechnet wurde. Der Zentralausschutz wurde aber nicht einberufen, doch störte man sich hieran nur wenig, da die Hoffnung für nächste Woche offenbleibt. Vor allem wurde vor- reilhaft verbucht, daß von Auslandsseite einige Käufe vorge­nommen wurden. Aber auch das Publikum scheint sich jetzt etwas mehr für die Börse zu interessieren. Die Eeldmarktver- hältniüe sind weiter sehr günstig und die Auslandsbörsen zeigten ebenfalls eine günstige Verfaßung, so daß die Kulisse Grund genug hatte, auf den meisten Marktgebieten in etwas größerem Umfänge zu Deckungen zu schreiten. Das Geschäft war ziemlich lebhaft. Im Vordergründe des Interesses standen vereinzelte Elektroaktien. Für diesen Markt lag durch das Zustandekom­men einer 20 Mill. Dollar-Anleihe der R.WE. eine Sonder­anregung vor. Siemens standen mit plus 3 % an der Spitze. Die übrigen Werte dieses Marktes besserten sich um bis zu 1% %. Größere Nachfrage machte sich weiter für Bauunterneh­mungen geltend. Der französische Reparationsauftrag von 40 Mill. R-ll woran Wayß u. Freytag beteiligt ist, blieb nicht ohne Wirkung. Dieses Papier lag erneut 2% % fester und in Verbindung hiermit konnten Holzmann 3 % gewinnen. Stär­ker hervor traten noch von Kunstseideaktien Bemberg, die nach schwächerer Veranlagung in letzter Zeit 4 % gewannen. I. E. Farben waren ebenfalls gefragt aber nur zunächst nur gering­fügig höher. Der Montanmarkt lag auch heute im großen und ganzen ziemlich still. Die Besserungen gingen hier bis zu 1% %. Banken bis an 1 % fester. Barmer Bank waren auf die unverändert belassene Dividende bevorzugt. Von Zellstoffaktien waren Waldhof angeboten und 1% % gedrückt. Dies war aber in erster Linie auf Gewinnmitnahmen nach der stärkeren gestri­gen Auswärtsbewegung zurückzuführen. Renten freundlich und lebhafter. Deutsche Anleihen weiter gebessert. Im Verlause wurde das Geschäft, nachdem die eingegangenen Aufträge er­ledigt waren, etwas, stiller, die Kurse besserten sich aber erneut bis zu 1% %. Spezialaktien erfreuten sich weiter einiger Nach­frage. Zellstoff Waldhof konnten ihren anfänglichen Verlust wieder vollkommen ausgleichen. Auch bis zum Schluß der Börse hielt die festere Stimmung an und es ergaben sich zumeist wei­tere Erhöhungen. Die Ermäßigung des Berliner Privatdiskon- tes regte an. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5 % wieder flüssiger. Am Devisenmarkt lag der Dollar etwas schwächer. Mark gegen Dollar 4.1905, gegen Pfunde 20.3850. London- Kabel 4.8650, -Paris 124.32, -Mailand 92.90, -Madrid 38.55, -Schweiz 25.12%, -Holland 12.12%.

Frankfurter Abendbörse vom 21. März. Tendenz: fester und lebhafter. An der Abendbörse war die Tendenz weiter fest, und im Zusammenhang mit eintreffenden Aufträgen nahm das Ee- schäf) in einigen Werten lebhaftere Formen an. Die erneute Ermäßigung des Berliner Privatdiskontes fand Beifall. Im Vordergründe standen Bankaktien, die gegen den Berliner Schluß bis au 1% % fester eröffneten. Wer auch für Farben und Elektrowerte bestand Nachfrage, doch waren hier die Er­höhungen anfangs geringer. Transportanstalten verkehrten un­einheitlich. Dt. Reichsbahn Vorz. knapp gehalten, Hapag waren einhalb Prozent schwächer, während Norod. Lloyd % % höher lagen. Renten ebenfalls freundlich. Im Verlaufe traten unter Bevorzugung einzelner Werte erneut kleinere Erhöhungen ein. Neubesitzanleihe 8%, Ungar. Eoldrente 26% Barmer Bank 131%, Commerzbank 159%, Danatbank 230%, Reichsbank 28a%, Gelsenkirchen 143, Aschersleben 215, Westeregeln 218, Man­nesmann 107%, Rhein. Braunkohlen 238 Rheinstabl 118. Sahl- verein 97, Aku 101%, AE G. 166%, Bemberg 150, Daimler 39%, Scheideanstalt 149, Licht u. Kraft 169, Z. E. Farben 166, Felten 127, Eesfürel 173, Metallgcsellschaft 108, Rütgerswerke 78%, Schuckert 189%, Siemens 252, Waldhof 211%, Süddeutsche Zul­ker 157, Reichsbahn Vorz. 92, Hapag 105%%, Lloyd 1098%.

Amtliche Berliner Notierungen vom 21. März.

* Börsenbericht. Tendenz: Fest. Die Befestigung an der Börse machte weitere Fortschritte. Einzelne Großbanken be­richteten erstmals auch wieder von einer etwas größeren Be­teiligung des Publikums. Die fortschreitende internationale Zinsverbilligung gab wieder eine kräftige Anregung. Die Hoffnungen, daß Die allgemeine Zinsverbilligung zu einer Auf­lockerung des Kapitalmarktes, die bisher nur schwach spürbar wird, und zu einer Belebung Der Konjunktur führen wird, scheinen nicht abwegig zu sein. Am Geldmarkt hörte man unver­änderte Sätre. Taaesaeld 3.75 bis 6. Monatsaeld 6.5 bis 8.5

Zeitgemäße Betrachtungen.

(Nachdruck verboten.)

Frühlings-Anfang.

Einer neuer Ruf, ein neuer Klang, den wir so gern ver­nommen, begeistert mich zu meinem Sang: der Frühling ist gekommen, er schreitet vorwärts siegsgewitz und wird das letzte Hindernis des Winters überwinden, wo er es auch mag finden. -

Er rüttelt Wald und Fluren wach, daß sie uns neu be­glücken, daß sie sich reich und mannigfach mit Blatt und Blüten schmücken, ein leises Weben, stilles Wehn, ein neues Werden und Ersteh'n, ein Wachsen und ein Sprießen wird Wunder uns erschließen.--

Der Frühling kam, der Frühling rief die Flur zu neuem Leben, und was im Schoß der Erde schlief, wird sich zum Licht erheben; versinken aber allzumal soll Winter­not und Winterqual, der Frühling soll sie enden und alles, alles wenden.--

Wenn Wald und Wiese sich erneu'n und neue Freuden bringen, soll sich der Mensch des Lebens freu'n und dadurch sich verjüngen; ersteht der Flur ein neues Kleid, wünscht auch der Mensch, ob Man, ob Maid, sich gleichfalls neue Kleider beim Herrn- und Damenschneider.

Der Winterpelz kommt in den Spind und ist dort wohl geborgen, jedoch nun hat das Menschenkind die Früh- jahrs-Kleiderforgen, und wenn man auch die Kosten scheut, im Frühjahr wird sehr vielerneut", das fordert Eeldaus- gaben, indes, man muß es haben.--

Der Frühling, der viel Neues bringt, bringt uns auch neue Steuern< und wenn er auch die Welt verjüngt, er wird sie auchverteuern", er hat auch manches schon gebracht, was uns vielleicht noch Sorge macht, jedoch im allge­meinen wird er als Freund erscheinen.--

Der Frühling kam, der Frühling bringt uns wieder neues Hoffen, wie schwer das deutsche Volk auch ringt, die Zu­kunft steht ihm offen. Sein stolzes Können offenbart jetzt derEuropa" Jungfernfahrt, Du stolzes Schiff trag' weiter Alldeutschlands Ruf! Ernst Heiter.

Turnen, (Sport und «Spiel.

Sp. Oberst Krähe, einer der bekanntesten Reiter und Reit­lehrer Deutschlands, ist gestorben. Krähe galt als der beste Reitlehrer der alten Armee.

Sp. 9000 Mark in der Minute hat Caruera bisher in seinen Amerikakämpsen verdient, sein Bankkonto beläuft sich zurzeit aus etwa 400 000 Mark, die in zehn Kämpfenverdient" wor­den sind.

Sp. Zusammenschluß der Turnerfänger. Der Zusammen­schluß der Sängerriegen in den einzelnen Gauen und Kreisen der Deutschen Turnerschaft zu einem Sängerbund der D. T. ist jetzt so gut wie abgeschlossen. Man erwartet, daß zum nächsten Deutschen Turnfest 1933 in Stuttgart bereits über 10 000 Turnersänger antreten «ni sich in den Dienst des Festes stellen werhxn.

Prozent. Im weiteren Verlauf machte die Befestigung gg, fangs Fortschritte, doch konnten sich die höchsten Kurse später nicht ganz behaupten. Trotzdem waren auf den meisten Ge­bieten weitere Gewinne von 13 Punkten zu buchen. Man wollte auch ausländische Nachfrage beobachten.

* Devisenbörse. Dollar 4,184,19; engl. Pfund 20,36 bis 20,40: holl. Gulden 167,86168,20; Danz. 81,3981,55; franz Frank 16,3716,41; schweiz. 81,0381,19; Belg. 58,3458,46; Italien 21,9121,95; schwed. Krone 112,46112,68; dän. 112,16 bis 112,32; norweg. 112,05112,27; tschech. 12,4012,42; öftetr. Schilling 5959,12; poln. Zloty (nichtamtlich) 46,8547,05; Argentinien 1,561,57; Spanien 52,5252,62.

* Produktenbörse. Die Auslandstendenz für Weizen war fest. Jnlandsangebot klein und 3 Mark teurer bezahlt. Nach­frage weiter gewachsen. Licferungspreise anfangs 4 Mark teurer, später nicht immer voll behauptet. Roggen stetig und ruhig. Lieferung und Promptpreise kaum verändert. Gute Gersten weiter gefragt. Hafer teurer und mehr verlangt in Deckung für Exportabgaben.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.

21 3.

20. 3.

21. 3

20 3

Wetz., mârk.

246-248

243-245

Wetzkl. s.Bln.

8.28.7

8,1-86

pommersch

Rogkl. s.Bln.

8,0 8 7

8.5 8.7

Rogg. märt.

144-149

144-149

Raps

Braugerste

162-172

162-172

Leinsaat

Futtergerste

142-152

142 152

Vikl.-Erbsen

20,0-25,0

20,0-25,0

Zommergste.

tl. Speiseerbs

18,0-20,0

18.0-20,0

Wintergerste

Futtererbsen

16.0-17,0

16.0-17.0

Hafer, märk.

127-137

124-134

Peluschken

16,5-19,0

16.5-19,0

pommersch.

Ackerbohnen

16.0-17,5

16.0 17,5.

westpreuß.

Wicken

19,0-28.0

19,0-23,0

Weizenmehl P 100kg fr. Brl.br inkl.

Lupln., blaue Lupine, gelbe Seradella

13,0-14 5 17.0-18,0 28,0-33,0

12,5-14,0

16,5-18.0

28,0-32,5

Sack(seinst.

Rapskuchen

13 0 14,0

12,1 131

Mrk.ü Not.

27,2-35.0 27.0-34.6

Leinkuchen

16.7-17,5

16,5-17,2

Noggenmehl

Trockenschtzl.

6,6 6,8

6466

p 100kg fr.

Sona-Schrot

14,0 15.043 7-14 5

Berlin br.

Torsml 30/70

inkl Sack 20,7-24.0 20.5-23.7 Kartofselflck. 12,0-12,5111.5-12.0

Berliner Schlachtviehmarkt. (Amtlicher Bericht.) Bezahlt wurden für 50 Kilogramm in Mark: 21. 8.1 18.3.

Ochsen: 1 vollst ausgcmäst. höchst. Schlachtw., jg 56-58 58-59 ältere -

2. sonstige vollsletschtge

jung, altere

3. fleischige

4. gering genährte

Bullen: 1 jüngere, vollfl, höchst Schlachtwertes

2. sonstige vollfleischige oder ausgemüstete

3 fleischige

4. gering genährte

Kühe: 1 jüngere, fleischige, höchsten Schlachtw

2. sonstige vollsleischige oder ausgemästete

3. fleischige

4. gering genährte

Färsen- 1 vollfl., ausgemäst., höchst Schlachtw

2 vollsleischige

3 fleischige

Fresser: 1 mäßig genährtes Jungvieh Kälber: 1 Doppellender bester Mast beste Mast- und Saugkälber

2. mittlere Mast- und Saugkälber

3 geringe Kälber

Schafe: 1 Mastlämmer u ja Masth tWeidemast)

2. Mastlämmer und junge Mastham (SiallmasA 3 mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel

und gut genährte Schafe

Schweine: 1 Fettschweine über 300 Pfd 2 vollst Schweine v etwa 240300 Pfd 3 vollst Schweine V etwa 200240 Pfd 4. vollst Schweine v etwa 160200 Pfd 5. fleisch Schweine v etwa 120160 Pfd. 6 fleischige Schweine unter 120 Pfd.

e

7 Sauen

5355 54-57

4952

50-53

38-47

40-48

54-55

54-56

5153

52-53

47-50

48-51

44-46

45-47

42-47

4247

3340

33-40

2831

28-31

22-27

23-27

52-54

5855

4650

47-51

40-45

40-46

40-47

40-49

7885

76-83

62-80

60-78

40-60

40-58

6265

62-65

58-61

57-60

74

70

74

69-70

7274

6870

70-72

66-48

68-69

64-65

67

64

Austrieb: 2901 Rinder, darunter 866 Ochsen, 648 Bullen, 1387 Kühe und Färsen, 2265 Kälber, 4013 Schafe, 581 Schafe zum Schlachthos direkt, 7658 Schweine, 1248 Schweine zum Schlachihof direkt feit letztem Viehmarkt, 202 Auslandsschweine. Verlauf: bei Rindern und Schafen ruhig, bei Kälbern und Schweinen glatt.

Aussprüche großer Männer über Tierschutz.

Der Gerechte erbarmt sich seines Viehes, aber das Herz des Gottlosen ist unbarmherzig. Spr. Salom. 12,10.

Ich dachte das in meinem Herzen nach den Reden der Men- 'chenkinder, daß Gott sie ausgesondert, aber um einzusehen, daß sie sind, was das Vieh ist. Denn das Geschick der Menschen­kinder ist wie das Geschick des Viehes, und ein Geschick haben sie; wie der stirbt, so stirbt jenes; und einen Geist haben sie ille, und der Vorzug des Menschen vor dem Vieh ist ein Nichts; denn alles ist eitel. Alles geht nach einem Orte; alles ist ge­worben aus dem Staub, und alles kehrt zurück in den Staub. Wer weiß, ob der Geist der Menschenkinder in die Höhe steigt, und ob der Geist des Viehes in die Tiefe steigt, zur Erde?

Pred. Salom. 3, 1821.

Für einen guten und edlen Menschen ist nicht nur die Liebe des Nächsten eine heilige Pflicht, sondern auch die Barmherzig­keit gegen die vernunftlosen Geschöpfe. Newton.

Wir dienen immer der Menschheit, wenn wir der Mensch- ichkeit dienen. Goethe.

Bücherfchau.

Westermanns Monatshefte. Fred Hildenbrandt hat^Liu-" neuen RomanSchmetterling im weißen Haar" beendet, Mfst" Abdruck im Aprilheft von .^Westermanns Monatsheften" be­ginnt. Der Schmetterling ist ein anmutiges junges Mädchen, das weiße Haar trägt ein Schriftsteller, der in seinen fortgeschrit­tenen Tagen gern noch heiraten möchte. In einer Zeitschrift fin­det er eine Anzeige Marlenes:Briefwechsel mit einem Pri­maner gesucht." Er kommt trotz seines Alters auf den Gedanken, auf das Inserat einzugehen, obwohl er fürchtet, keine Gegen­liebe zu finden. In einem Konzert sieht der Schriftsteller das Mädchen und ist von ihrer Anmut überrascht. Die Konflikte, die sich nun durch den Unterschied der Alter anbahnen, finden eine meisterhafte Schilderung. Zwei weitere Erzählungen, die eine von Hans Heinrich EhrlerKäthchen" und die andere von Heinz SteguweitDer tolle Magister^ sind in dem Heft enthalten. Ferner wird das Problem eines Eigenwohnhauses behandelst bei der herrschenden Wohnungsnot gewiß ein aktuelles Thema, das ebenso interessant ist, wie der Aufsatz über Berufe der Frauen. Auch dieses Thema beschäftigt heute jede Frau Daß sich in dem Hest wieder eine Unmenge ein- und mehrfar­biger Bilder finden, sei nur nebenbei erwähnt. Das erste Heft des neuen Vierteljahres eignet sich durch den Romananfang besonders zum Bezug der Zeitschrift. Es sei noch betont, daß der Preis von Westermanns Monatsheften" 2 M beträgt, nicht wn vielfach irrtümlich verbreitet 2.40 â Gemäß einer Verein­barung mit dem Verlag erhält jeder Leser 1 Probeheft .von Westermanns Monatsheften" mit 50 ein- und buntfarbigen Bildern und 1 Probekarte des Westermanns Monatsheft-fu- lasses gegen Einsendung von 30 Pfg. an den Verlag von stermanns Monatsheften Braunschweig.