Nah and $erri
O Augertoperatton an einem Löwen. In einem in Wurzen gastierenden Zirkus wurde ein achtjähriger Berberlöwe, dem vor einigen Monaten ein Tiger durch einen Prankenhieb eine schwere Augenverletzung beigebracht hatte, von dem Leipziger Privatdozenten Dr. Völker, einem Spezialisten der Raubtierchirurgie, operiert. Dem Löwen wurde, nachdem er durch ein neues Narkosemittel in Schlaf versetzt worden war, der Augapfel herausgenommen; außerdem wurden ihm beide Lider und die Tränendrüsen entfernt. Die Operation dauerte 75 Minuten.
O Speicherbrand in Magdeburg. In Magdeburg brach in einem siebengeschossigen Speichergebäude Feuer aus. In dem Gebäude waren große Mengen leicht brennbarer Materialien für Möbelpolsterung gelagert. Die Feuerwehr mußte mit allen Mitteln einer Ausdehnung des Brandes entgegenarbeiten, um die völlige Vernichtung des Speichers zu verhindern. Mehrere Feuerwehrleute mußten wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus übergeführt werden.
O Feuer im Obdachlosenheim. In Bautzen entstand im Obdachlosenheim ein Brand, der den Dachstuhl des Hauses vernichtete. Eine 67 Jahre alte Hrau wurde auf dem Boden erstickt aufgefunden. Die Heiminsassen wurden vorläufig in der Turnhalle untergebracht.
O Zwei Familientragödien in Remscheid. In Remscheid wurde eine Frau Käsbach mit geöffneten Pulsadern in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Sie hatte vorher ihre drei Monate alte Tochter mit einem Strick erdrosselt. Die Tat ist anscheinend in einem Anfall plötzlicher Schwermut verübt worden. Bald darauf fand man einen Arbeiter Fechtner mit schweren Halsverletzungen auf, während sich seine Frau auf der Polizeiwache mit durchschnittenen Pulsadern meldete. Ob es sich um Selbstmordversuche handelt oder ob eine Bluttat begangen wurde, war noch nicht festzustellen.
O 74 Schafe erstickt. In Dhünn bei Wipperfürth brach aus einem noch nicht geklärten Grunde eine Schafherde aus der Hürde aus und fiel einen drei Meter hohen, Damm hinab gegen einen Weidenzaun, vor dem viele Schafe hângengeblieben. Die nachfolgenden Tiere begruben die ersten unter sich, wobei 74 Schafe den Tod durch Ersticken fanden.
O Eigenartiger Selbstmord. Auf eigenartige Weise verübte in Mörs ein Kraftwagenführer in seiner Garage Selbstmord. Er ließ den Motor des Wagens laufen, nahm das Auspuffrohr in den Mund und atmete die giftigen Gase ein. Wie aus einem hinterlassenen Briefe hervorgeht, haben Ehezwistigkeiten den Mann in den Tod getrieben.
0 Ein Fürst Lubomirski wegen Zechprellerei verhaftet. In Warschau ist der 38jährige Besitzer des Gutes Plawno, Fürst Thomas Lubomirski, wegen Betrügereien und Zechprellereien in einem Betrage von über 250 000 Zloty verhaftet worden. Der Fürst, der einer der angesehensten Familien Polens angehört, war vor einiger Zeit aus Lemberg in Warschau eingetroffen und hatte in vornehmen Hotels gelebt.
Bunte Tageschronif
Altona. In einer Privatbadeanstalt in der Großen Rosen- straße ist der im Keller befindliche Dampfkessel explodiert. Durch den Luftdruck der Explosion wurden die Fenster der Badeanstalt zertrümmert und die Wände erheblich beschädigt. Auch die benachbarten Läden haben stark gelitten. Zwei baden ve Frauen erlitten Verletzungen und mußten ins Krankenhaus gebracht werden.
München. Der Skiläufer Andreas Schweighard aus Bad Tölz, der am Roß- und Buchstein von einer Lawine verschüttet wurde, wurde von einer Rettungsexpedition als Leiche geborgen.
Warschau. In der Nähe von Lodz wurden bei einem Zusammenstoß zwischen einem Autobus und einem Kohlenzug ein polnischer Oberst und der Führer des Autobusses schwer verletzt. Mehrere Offiziere trugen leichte Verletzungen davon.
Tryon (Oklahoma). Beim Brande eines Schulgebäudes fanden hier drei Kinder den Tod in den Flammen; 80 konnten sich mit knapper Not retten.
Knoxville (Tennessee). Im hiesigen Geschäftsvierrel ver- nichleie ein Feuer vier Gebäude. Vier Personen kamen bei dem Brande um, acht wurden verletzt.
ÄU6 dem Gerichtssaal
§ Sühne für einen dreifachen Meuchelmord. Das Geschworenengericht Korneuburg bei Wien verurteilte den Bauernsohn Franz Neumayer wegen dreifachen Mordes zu lebenslänglichem schweren Kerker. Neumayer hatte im August vorigen Jahres bei Korneuburg aus der Landstraße durch einen über den Weg gespannten Draht, der mit einer Starkstromleitung in Verbindung stand, eine Art Menschenfalle errichtet, um seinen von einem Besuch bei seiner Braut heimkehrenden Stiefbruder zu töten. Dem Anschlag fielen außer dem Bruder des Täters noch zwei andere Personen, die ahnungslos des Weges gekommen waren, zum Opser.
Frühlingskrankheiten.
Kalendermäßig hält der Frühling jetzt seinen Einzug, der ^ruhling, nach dem wir uns einen ganzen Winter lang gesehnt haben. Aber, wie ein Wunsch oft nur so lange, wie ihm die Erfüllung versagt bleibt, schön ist, so geht es vielen Menschen auch mit dem Frühling. Ist der Frühling erst einmal da, dann sieht er häufig ganz anders aus, als man ihn erhofft hatte, ja, dann verursacht er nicht selten allerlei Unannehmlichkeiten und Zustände, die hart an der Grenze der Krankheit liegen. Hierher gehören Kopfschmerzen und Müdigkeit, Gliederschmerzen, abnormes Hungergefühl, Zahnfleischblutun- gen usw., Die als unerwünschte Begleiterscheinungen des Frrib- lings auszulrelen pflegen. Hat an alledem wirklich der Frühling schuld? Bis zu einem gewissen Grade ja; denn mit Einsetzen des Frühlings vollzieht sich, wie draußen in der Natur, so auch im Innern unseres Körpers eine Umstellung, die mit gesteigerter Tätigkeit der Drüsen mit innerer Absonderung cinhergèht. Diese vermehrte Drüseniätigkeit verursacht zweifellos einen Teil der genannten Erscheinungen. Zu einem guten Teil sind wir an Der „Frühlingskrankheit" aber selbst schuld, denn die Mehrzahl der erwähnten Störungen ist, soweit wir heute wissen, zurückzuführen aus eine unzweckmäßige Ernäb- rung unseres Körpers während des Winters. Während der langen Winterszeit fehlen unserer Nahrung durch den Mangel an frischem Obst und Gemüse die nötigen Vitamine, jene Er, gänzungsnährstosse, die der Mensch neben Eiweiß, Fett, Zuckerstosfen und Salzen für sein Wohlbefinden nicht entbehren kann. Mit Dieser Erkenntnis ist uns aber gleichzeitig Die Möglichkeit gegeben, wirksame Abhilfe zu schaffen. Man genieße daher, soweit als irgend möglich, in vermehrtem Maße Apfelsinen, Mandarinen und Tomaten, die ja fast zu allen Zeiten des Jahres zu wohlseilen Preisen zu haben sind. Auch das Trinken von auf kaltem Wege hergestelllen Obstsäften und dergleichen wird für Die Vermeidung der erwähnten Störungen zweckdienlich sein. Hilst das alles nichts, oder sind Die Beschwerden erheblicherer Natur, dann wende man sich vertrauensvoll an den Arzt, dem heutzutage in Gestalt der künst- lichen Hohensonne und verschiedener Medikamente die nötigen HUssmmel zur Verfügung stehen, mit denen den „Opfern des Frühlings" geholfen werden kann-
Börse unv Handel.
Frankfurter Börse vom 21. März. Tendenz: fest und lebhafter. Auch heute war die Tendenz zu Beginn der Börse weiter freundlich. Die Kursbewegung zeigte weiter eine aufsteigende Kurve. Die gestrige Diskontsenkung der Bank von England wirkte immer noch günstig nach, da im Zusammenhang hiermit eigentlich schon heute mit einer Diskontsenkung der Reichsbank gerechnet wurde. Der Zentralausschutz wurde aber nicht einberufen, doch störte man sich hieran nur wenig, da die Hoffnung für nächste Woche offenbleibt. Vor allem wurde vor- reilhaft verbucht, daß von Auslandsseite einige Käufe vorgenommen wurden. Aber auch das Publikum scheint sich jetzt etwas mehr für die Börse zu interessieren. Die Eeldmarktver- hältniüe sind weiter sehr günstig und die Auslandsbörsen zeigten ebenfalls eine günstige Verfaßung, so daß die Kulisse Grund genug hatte, auf den meisten Marktgebieten in etwas größerem Umfänge zu Deckungen zu schreiten. Das Geschäft war ziemlich lebhaft. Im Vordergründe des Interesses standen vereinzelte Elektroaktien. Für diesen Markt lag durch das Zustandekommen einer 20 Mill. Dollar-Anleihe der R.WE. eine Sonderanregung vor. Siemens standen mit plus 3 % an der Spitze. Die übrigen Werte dieses Marktes besserten sich um bis zu 1% %. Größere Nachfrage machte sich weiter für Bauunternehmungen geltend. Der französische Reparationsauftrag von 40 Mill. R-ll woran Wayß u. Freytag beteiligt ist, blieb nicht ohne Wirkung. Dieses Papier lag erneut 2% % fester und in Verbindung hiermit konnten Holzmann 3 % gewinnen. Stärker hervor traten noch von Kunstseideaktien Bemberg, die nach schwächerer Veranlagung in letzter Zeit 4 % gewannen. I. E. Farben waren ebenfalls gefragt aber nur zunächst nur geringfügig höher. Der Montanmarkt lag auch heute im großen und ganzen ziemlich still. Die Besserungen gingen hier bis zu 1% %. Banken bis an 1 % fester. Barmer Bank waren auf die unverändert belassene Dividende bevorzugt. Von Zellstoffaktien waren Waldhof angeboten und 1% % gedrückt. Dies war aber in erster Linie auf Gewinnmitnahmen nach der stärkeren gestrigen Auswärtsbewegung zurückzuführen. Renten freundlich und lebhafter. Deutsche Anleihen weiter gebessert. Im Verlause wurde das Geschäft, nachdem die eingegangenen Aufträge erledigt waren, etwas, stiller, die Kurse besserten sich aber erneut bis zu 1% %. Spezialaktien erfreuten sich weiter einiger Nachfrage. Zellstoff Waldhof konnten ihren anfänglichen Verlust wieder vollkommen ausgleichen. Auch bis zum Schluß der Börse hielt die festere Stimmung an und es ergaben sich zumeist weitere Erhöhungen. Die Ermäßigung des Berliner Privatdiskon- tes regte an. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5 % wieder flüssiger. Am Devisenmarkt lag der Dollar etwas schwächer. Mark gegen Dollar 4.1905, gegen Pfunde 20.3850. London- Kabel 4.8650, -Paris 124.32, -Mailand 92.90, -Madrid 38.55, -Schweiz 25.12%, -Holland 12.12%.
Frankfurter Abendbörse vom 21. März. Tendenz: fester und lebhafter. An der Abendbörse war die Tendenz weiter fest, und im Zusammenhang mit eintreffenden Aufträgen nahm das Ee- schäf) in einigen Werten lebhaftere Formen an. Die erneute Ermäßigung des Berliner Privatdiskontes fand Beifall. Im Vordergründe standen Bankaktien, die gegen den Berliner Schluß bis au 1% % fester eröffneten. Wer auch für Farben und Elektrowerte bestand Nachfrage, doch waren hier die Erhöhungen anfangs geringer. Transportanstalten verkehrten uneinheitlich. Dt. Reichsbahn Vorz. knapp gehalten, Hapag waren einhalb Prozent schwächer, während Norod. Lloyd % % höher lagen. Renten ebenfalls freundlich. Im Verlaufe traten unter Bevorzugung einzelner Werte erneut kleinere Erhöhungen ein. Neubesitzanleihe 8%, Ungar. Eoldrente 26% Barmer Bank 131%, Commerzbank 159%, Danatbank 230%, Reichsbank 28a%, Gelsenkirchen 143, Aschersleben 215, Westeregeln 218, Mannesmann 107%, Rhein. Braunkohlen 238 Rheinstabl 118. Sahl- verein 97, Aku 101%, AE G. 166%, Bemberg 150, Daimler 39%, Scheideanstalt 149, Licht u. Kraft 169, Z. E. Farben 166, Felten 127, Eesfürel 173, Metallgcsellschaft 108, Rütgerswerke 78%, Schuckert 189%, Siemens 252, Waldhof 211%, Süddeutsche Zulker 157, Reichsbahn Vorz. 92, Hapag 105%—%, Lloyd 109—8%.
Amtliche Berliner Notierungen vom 21. März.
* Börsenbericht. Tendenz: Fest. Die Befestigung an der Börse machte weitere Fortschritte. Einzelne Großbanken berichteten erstmals auch wieder von einer etwas größeren Beteiligung des Publikums. Die fortschreitende internationale Zinsverbilligung gab wieder eine kräftige Anregung. Die Hoffnungen, daß Die allgemeine Zinsverbilligung zu einer Auflockerung des Kapitalmarktes, die bisher nur schwach spürbar wird, und zu einer Belebung Der Konjunktur führen wird, scheinen nicht abwegig zu sein. Am Geldmarkt hörte man unveränderte Sätre. Taaesaeld 3.75 bis 6. Monatsaeld 6.5 bis 8.5
Zeitgemäße Betrachtungen.
(Nachdruck verboten.)
Frühlings-Anfang.
Einer neuer Ruf, ein neuer Klang, — den wir so gern vernommen, — begeistert mich zu meinem Sang: — der Frühling ist gekommen, — er schreitet vorwärts siegsgewitz — und wird das letzte Hindernis — des Winters überwinden, — wo er es auch mag finden. — — -
Er rüttelt Wald und Fluren wach, — daß sie uns neu beglücken, — daß sie sich reich und mannigfach — mit Blatt und Blüten schmücken, — ein leises Weben, stilles Wehn, — ein neues Werden und Ersteh'n, — ein Wachsen und ein Sprießen — wird Wunder uns erschließen.--
Der Frühling kam, der Frühling rief — die Flur zu neuem Leben, — und was im Schoß der Erde schlief, — wird sich zum Licht erheben; — versinken aber allzumal — soll Winternot und Winterqual, — der Frühling soll sie enden — und alles, alles wenden.--
Wenn Wald und Wiese sich erneu'n — und neue Freuden bringen, — soll sich der Mensch des Lebens freu'n — und dadurch sich verjüngen; — ersteht der Flur ein neues Kleid, — wünscht auch der Mensch, ob Man, ob Maid, — sich gleichfalls neue Kleider — beim Herrn- und Damenschneider. — —
Der Winterpelz kommt in den Spind — und ist dort wohl geborgen, — jedoch nun hat das Menschenkind — die Früh- jahrs-Kleiderforgen, — und wenn man auch die Kosten scheut,— im Frühjahr wird sehr viel „erneut", — das fordert Eeldaus- gaben, — indes, man muß es haben.--
Der Frühling, der viel Neues bringt, — bringt uns auch neue Steuern —< und wenn er auch die Welt verjüngt, — er wird sie auch „verteuern", — er hat auch manches schon gebracht, — was uns vielleicht noch Sorge macht, — jedoch im allgemeinen — wird er als Freund erscheinen.--
Der Frühling kam, der Frühling bringt — uns wieder neues Hoffen, — wie schwer das deutsche Volk auch ringt, — die Zukunft steht ihm offen. — Sein stolzes Können offenbart — jetzt der „Europa" Jungfernfahrt, — Du stolzes Schiff trag' weiter — Alldeutschlands Ruf! Ernst Heiter.
Turnen, (Sport und «Spiel.
Sp. Oberst Krähe, einer der bekanntesten Reiter und Reitlehrer Deutschlands, ist gestorben. Krähe galt als der beste Reitlehrer der alten Armee.
Sp. 9000 Mark in der Minute hat Caruera bisher in seinen Amerikakämpsen verdient, sein Bankkonto beläuft sich zurzeit aus etwa 400 000 Mark, die in zehn Kämpfen „verdient" worden sind.
Sp. Zusammenschluß der Turnerfänger. Der Zusammenschluß der Sängerriegen in den einzelnen Gauen und Kreisen der Deutschen Turnerschaft zu einem Sängerbund der D. T. ist jetzt so gut wie abgeschlossen. Man erwartet, daß zum nächsten Deutschen Turnfest 1933 in Stuttgart bereits über 10 000 Turnersänger antreten «ni sich in den Dienst des Festes stellen werhxn.
Prozent. Im weiteren Verlauf machte die Befestigung gg, fangs Fortschritte, doch konnten sich die höchsten Kurse später nicht ganz behaupten. Trotzdem waren auf den meisten Gebieten weitere Gewinne von 1—3 Punkten zu buchen. Man wollte auch ausländische Nachfrage beobachten.
* Devisenbörse. Dollar 4,18—4,19; engl. Pfund 20,36 bis 20,40: holl. Gulden 167,86—168,20; Danz. 81,39—81,55; franz Frank 16,37—16,41; schweiz. 81,03—81,19; Belg. 58,34—58,46; Italien 21,91—21,95; schwed. Krone 112,46—112,68; dän. 112,16 bis 112,32; norweg. 112,05—112,27; tschech. 12,40—12,42; öftetr. Schilling 59—59,12; poln. Zloty (nichtamtlich) 46,85—47,05; Argentinien 1,56—1,57; Spanien 52,52—52,62.
* Produktenbörse. Die Auslandstendenz für Weizen war fest. Jnlandsangebot klein und 3 Mark teurer bezahlt. Nachfrage weiter gewachsen. Licferungspreise anfangs 4 Mark teurer, später nicht immer voll behauptet. Roggen stetig und ruhig. Lieferung und Promptpreise kaum verändert. Gute Gersten weiter gefragt. Hafer teurer und mehr verlangt in Deckung für Exportabgaben.
Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.
21 3.
20. 3.
21. 3
20 3
Wetz., mârk.
246-248
243-245
Wetzkl. s.Bln.
8.28.7
8,1-86
pommersch
—
—
Rogkl. s.Bln.
8,0 8 7
8.5 8.7
Rogg. märt.
144-149
144-149
Raps
—
—
Braugerste
162-172
162-172
Leinsaat
—
—
Futtergerste
142-152
142 152
Vikl.-Erbsen
20,0-25,0
20,0-25,0
Zommergste.
——
—
tl. Speiseerbs
18,0-20,0
18.0-20,0
Wintergerste
—
—
Futtererbsen
16.0-17,0
16.0-17.0
Hafer, märk.
127-137
124-134
Peluschken
16,5-19,0
16.5-19,0
pommersch.
—
—
Ackerbohnen
16.0-17,5
16.0 17,5.
westpreuß.
—
—
Wicken
19,0-28.0
19,0-23,0
Weizenmehl P 100kg fr. Brl.br inkl.
Lupln., blaue Lupine, gelbe Seradella
13,0-14 5 17.0-18,0 28,0-33,0
12,5-14,0
16,5-18.0
28,0-32,5
Sack(seinst.
Rapskuchen
13 0 14,0
12,1 131
Mrk.ü Not.
27,2-35.0 27.0-34.6
Leinkuchen
16.7-17,5
16,5-17,2
Noggenmehl
Trockenschtzl.
6,6 6,8
6466
p 100kg fr.
Sona-Schrot
14,0 15.043 7-14 5
Berlin br.
Torsml 30/70
—
—
inkl Sack 20,7-24.0 20.5-23.7 Kartofselflck. 12,0-12,5111.5-12.0
♦ Berliner Schlachtviehmarkt. (Amtlicher Bericht.) Bezahlt wurden für 50 Kilogramm in Mark: 21. 8.1 18.3.
Ochsen: 1 vollst ausgcmäst. höchst. Schlachtw., jg 56-58 58-59 ältere — -
2. sonstige vollsletschtge
jung, altere
3. fleischige
4. gering genährte
Bullen: 1 jüngere, vollfl, höchst Schlachtwertes
2. sonstige vollfleischige oder ausgemüstete
3 fleischige
4. gering genährte
Kühe: 1 jüngere, fleischige, höchsten Schlachtw
2. sonstige vollsleischige oder ausgemästete
3. fleischige
4. gering genährte
Färsen- 1 vollfl., ausgemäst., höchst Schlachtw
2 vollsleischige
3 fleischige
Fresser: 1 mäßig genährtes Jungvieh Kälber: 1 Doppellender bester Mast beste Mast- und Saugkälber
2. mittlere Mast- und Saugkälber
3 geringe Kälber
Schafe: 1 Mastlämmer u ja Masth tWeidemast)
2. Mastlämmer und junge Mastham (SiallmasA 3 mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel
und gut genährte Schafe
Schweine: 1 Fettschweine über 300 Pfd 2 vollst Schweine v etwa 240—300 Pfd 3 vollst Schweine V etwa 200—240 Pfd 4. vollst Schweine v etwa 160—200 Pfd 5. fleisch Schweine v etwa 120—160 Pfd. 6 fleischige Schweine unter 120 Pfd.
e
7 Sauen
53—55 54-57
49—52
50-53
38-47
40-48
54-55
54-56
51—53
52-53
47-50
48-51
44-46
45-47
42-47
42—47
33—40
33-40
28—31
28-31
22-27
23-27
52-54
58—55
46—50
47-51
40-45
40-46
40-47
40-49
78—85
76-83
62-80
60-78
40-60
40-58
62—65
62-65
58-61
57-60
74
70
74
69-70
72—74
68—70
70-72
66-48
68-69
64-65
67
64
Austrieb: 2901 Rinder, darunter 866 Ochsen, 648 Bullen, 1387 Kühe und Färsen, 2265 Kälber, 4013 Schafe, 581 Schafe zum Schlachthos direkt, 7658 Schweine, 1248 Schweine zum Schlachihof direkt feit letztem Viehmarkt, 202 Auslandsschweine. Verlauf: bei Rindern und Schafen ruhig, bei Kälbern und Schweinen glatt.
Aussprüche großer Männer über Tierschutz.
Der Gerechte erbarmt sich seines Viehes, aber das Herz des Gottlosen ist unbarmherzig. Spr. Salom. 12,10.
Ich dachte das in meinem Herzen nach den Reden der Men- 'chenkinder, daß Gott sie ausgesondert, aber um einzusehen, daß sie sind, was das Vieh ist. — Denn das Geschick der Menschenkinder ist wie das Geschick des Viehes, und ein Geschick haben sie; wie der stirbt, so stirbt jenes; und einen Geist haben sie ille, und der Vorzug des Menschen vor dem Vieh ist ein Nichts; denn alles ist eitel. — Alles geht nach einem Orte; alles ist geworben aus dem Staub, und alles kehrt zurück in den Staub. — Wer weiß, ob der Geist der Menschenkinder in die Höhe steigt, und ob der Geist des Viehes in die Tiefe steigt, zur Erde?
Pred. Salom. 3, 18—21.
Für einen guten und edlen Menschen ist nicht nur die Liebe des Nächsten eine heilige Pflicht, sondern auch die Barmherzigkeit gegen die vernunftlosen Geschöpfe. Newton.
Wir dienen immer der Menschheit, wenn wir der Mensch- ichkeit dienen. Goethe.
Bücherfchau.
Westermanns Monatshefte. Fred Hildenbrandt hat^Liu-" neuen Roman „Schmetterling im weißen Haar" beendet, Mfst" Abdruck im Aprilheft von .^Westermanns Monatsheften" beginnt. Der Schmetterling ist ein anmutiges junges Mädchen, das weiße Haar trägt ein Schriftsteller, der in seinen fortgeschrittenen Tagen gern noch heiraten möchte. In einer Zeitschrift findet er eine Anzeige Marlenes: „Briefwechsel mit einem Primaner gesucht." Er kommt trotz seines Alters auf den Gedanken, auf das Inserat einzugehen, obwohl er fürchtet, keine Gegenliebe zu finden. In einem Konzert sieht der Schriftsteller das Mädchen und ist von ihrer Anmut überrascht. Die Konflikte, die sich nun durch den Unterschied der Alter anbahnen, finden eine meisterhafte Schilderung. — Zwei weitere Erzählungen, die eine von Hans Heinrich Ehrler „Käthchen" und die andere von Heinz Steguweit „Der tolle Magister^ sind in dem Heft enthalten. Ferner wird das Problem eines Eigenwohnhauses behandelst bei der herrschenden Wohnungsnot gewiß ein aktuelles Thema, das ebenso interessant ist, wie der Aufsatz über Berufe der Frauen. Auch dieses Thema beschäftigt heute jede Frau Daß sich in dem Hest wieder eine Unmenge ein- und mehrfarbiger Bilder finden, sei nur nebenbei erwähnt. — Das erste Heft des neuen Vierteljahres eignet sich durch den Romananfang besonders zum Bezug der Zeitschrift. Es sei noch betont, daß der Preis von Westermanns Monatsheften" 2 M beträgt, nicht wn vielfach irrtümlich verbreitet 2.40 â — Gemäß einer Vereinbarung mit dem Verlag erhält jeder Leser 1 Probeheft .von „Westermanns Monatsheften" mit 50 ein- und buntfarbigen Bildern und 1 Probekarte des Westermanns Monatsheft-fu- lasses gegen Einsendung von 30 Pfg. an den Verlag von stermanns Monatsheften Braunschweig.