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Die Operation verlief günstig. Jede andere hätte ge­nesen müssen. Meta Winkelmann wollte nicht wieder gesund werden. Ich besuchte sie in ihrem Zimmer. Sie war bei vollem Bewußtsein und lächelte: ,Sehen Sie, Herr Doktor, ich behalte recht. Es war zwecklos, daß Sie fick noch um mich bemühten.' Ich setzte mich an ihr Bett: »Sie könnten leben, doch Sie wollen nicht!' Sie schloß die Augen und lag minutenlang still.

La', sagte sie dann, »Sie haben recht. Ich will nicht leben. Sie werdèn mich jetzt vielleicht für feige halten, denken, als zusammengeflickter Mensch fürchtete ich mich vor dem Leben. Oder Sie glauben, ich habe eine Schuld auf mich ge­laden. Nein! Vielleicht verstehe» Sie mich, wenn ich Ihne» e^ähle, was ich erlebte.

Ich war zwanzig Jahre alt, als ich heiratete. Wir lieb­ten uns und lebten drei Jahre lang glücklich. Dann spürte ich, daß mein Mann mir zu entgleiten begann. Ich wollte ihn halten. Ich beging einen Fehler: Ich warf mich chm an den Hals. Er stieß mich zuruck: »Geh, ich will Dich nicht mehr!' Ich ging. Ich zog in eine andere Stadt, well ich mich schämte, dort weiter zu leben, wo die Leute mich glück­lich gesehen hatten. Zwei Jahre lang dachte ich, er würde die S<^iduna beantragen. Doch ick hörte nichts von ihm, Ich selber schwieg. Einmal nur schrieb mir eine alte Be­kannte, mein Mann habe die Stadt verlaffen. Niemand« wiffe, wohin er gezogen sei. j

In meinem neuen Wohnort hielt ich mich von jedem Verkehr fern. Doch ich war noch jung. Zweimal bot mir ein Mann feine Hand an. Ich hätte mich scheiden lassen können. Ich wollte nicht und wußte doch nicht recht warum. Vielleicht hoffte ich noch immer.

Fünfzehn Jahre lang lebte ich ruhig. Ich glaubte, nichts * würde mich mehr stören. Da bekam ich den Prospett einer Baugenossenschaft ins Haus geschickt. Ich blätterte dari» ohne jedes Interesse, nur weil das Heft ein paar Abbildun­gen enthielt. Dann stutzte ich. Auf dem Balkon eines nen­erbauten Hauses in einem Borort stand eine Gruppe: Eine Frau, drei Kinder und ein Mann. Meiu Mann! Ich konnte mich nicht irren. Unter dem Bild las ich seinen Namen. Er war Besitzer des Hauses und Familienvater! <

Ich haßte ihn in diesem Augenblick: âmp, Bigamist^ Wh wollte klar überlegen und konnte nicht. »Mir gehört er rwch', schrie alles in mir. »Wenn lch chn nicht mehr besitzen ckann, so soll chn die andere auch nicht haben!' Ich wollte ihn anzeigen. Ich sah chn schon vor dem Richter, und ich; straf als Zeugin gegen ihn auf. So fuhr ich hierher.

Ich wollte erst sein Haus sehen, das sein erstohleneN Glück barg. Ich fand es bald, stand chm gegenüber, als mein Mann auf die Straße trat. Er sah mich nicht. Denn er war mit, chr, der anderen, beschäftigt und mit den Kin-' dern. Sie standen am Fenster und winkten chm nach. Die» Kleinen lachten, und im Blick der Frau, in chrem leisen» Lächeln, las ich das unbewußte Geständnis: Lch liebe ihn', j

Da packte mich wieder die Eifersucht. Mir gehörte er^ nicht der anderen dort oben. Ich wollte in das Haus stü»-' zen und chr ins Gesicht schreien: »Ich bin seine Frau. Sie, tragen seinen Namen mit Unrecht!' ;

Ich schellte und wurde in das Wohnzimmer geführt.- Ich nannte einen falschen Slawen, denn ich wollte sie »be»- fallen mit den Worten, die sie niederfchmettern sollten. Sie sah mich verwundert an. Mein Benehmen mußte auffällig sein. Ich wurde verwirrt. Missen Sie', sagte ich unvermit­telt, ohne nach einem anderen Vorwand für mein Einbrechen in das fremde Haus zu suchen, »Wissen Sie, daß Ihr Mann schon einmal verheiratet war?' Nun glaubte «h, sie würde mit einem entsetzten»Nein' auffahren. »Ja', wollte ich dann schreien, »mit mir, und er ist Bigamist!' Aber sie sah mich an, als fragte sie: Mas kümmerst Du Dich darum?' Dau»! sagte sie: La, das weiß ich.'

Ich fuhr zurück Mein Plan schien durchkreuzt. Da«t! fragte ich: »Und was wissen Sie von dieser ersten Frau?'j »Sie ist tot', sagte sie ruhig. »Mein Mann lebte getrennt! von ihr. Er erzählte es mir damals, als er während des Krieges im Lazarett lag und von mir gepflegt wurde. Er wollte sich von ihr schecken lassen, denn wir hatten unS lieb gewonnen. Er schrieb an einen Freund in der Heimat und bat chn, sich nach seiner Frau zu erkundigen. »Sie ist ge-' storben', erhielt er zur Antwort, und wir wurden kriegsgetraut.

Ich wußte nicht, was ich noch sagen sollte. Mein Haß war plötzlich vergangen. Mein Mann trug keine Schuld. Er hatte mich tot geglaubt. Was wollte ich da noch in seinem Hause? Ich entschuldigte mich verwirrt und ging. Ihre verwunderten Augen folgten mir bis zur Pforte. Im Gar­ten spielten die Kinder. Seine Kinder! Sie grüßten mich unbefangen. Ich schämte mich fast vor ihnen. Wenn sie getont hätten, daß ich ihnen noch vor wenigen Augenblicken den Vater nehmen wollte! Ich floh die Straße hinunter und irrte planlos durch die fremde Stadt.

Meine Gedanken überstürzten sich. Ich wollte sofort zurück fahren und niemals wieder den We^ des Mannes kreuzen, der mir doch nicht mehr gehörte. Dann schrie es

Das Toöesurleiß.

Rowan von Kurt Martin.

(Alle Rechte Vorbehalten^

ÄrtrkeV! Literarisches DuroStas neue Leben", Bayr. Gmain, Oberbayern.

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»Was soll denn geschehe» sein?"

Höre mall Mn ich dein Freund, über bin ich es- ächt?"

Ich hoffe es! Du hast mir aber auch nicht gesagt, daß Sm früher mal Mary nachgelaufen bist, und daß sie dich, abgewiesen hatt"

Mich?"

Reinhold Schmidt kürrzelte die Stirn.

Also so arbeitet die Dame! Sie lügt, um uns womöglich gtt entzweien, zum mindesten aber, um dich mißtrauisch gegen Mich zu machen!"

Willst du behaupten "

»Adalbert! GUI dir mein Ehrenwort etwas?"

Der stutzte.

^Dein Ehrenwort? - Natürlich!"

V®uL Ich gebe dir mein Ehrenwort, daß ich niemals Mary Wilken irgendwie nachgelaufen bin, daß ich niemals pnn ihre Gunst geworben habe, in keiner Form."

Dann."

_Werde dir doch endlich klar, wer es ehrlich mit dir hneint!"

Aber hK

Und nun sage mir noch eins: Interessierst du dich ânstlich für Ilse Burckardt?"

Ich? Mein Gott, * Also schön: Ja, ich interessiere Mich für sie."

Und sie? Mst du ihr angenehm?"

Scheinbar schon. Ich war für heute zum Tennis ein> Mladen."

_Ja, das hat mir Lorch gesagt. Den traf ich vorhin. Du hast ihm davon gesprochen. Darauf bin ich zum Hause Murckardt gegangen und habe auf dich gewartet."

»Aber weshalb nur? Erkläre hoch!"

wiederum nur* »Er '#W W WW UM M^MK« hat nichts in seinem Hause zu suchen!' Ich erschrak vor die­ser Stimme der wieder auskeimenden Eifersucht und Rach­gier. Nein, ich hatte chn für immer verloren. Ich besaß kein moralisches Recht mehr an chm. Und doch fühlte ich, daß ich nickt fähig sein wurde, mit dem Bewußtsein weiter M leben, eine andere liegt jetzt in seinen Armen. Eine andere bat ihm Kinder geschenkt! Ich wußte plötzlich, wie sehr ich chn noch liebte. Doch meine Liebe bedeutete für ihn, für seine Familie nur Unglück Der Zwiespalt zermarterte mein Gehirn.

Dann warf mich plötzlich ein Stoß zu Boden, und lag unter den Rädern. Da wußte ich, was das Schicksal wollte: Mir die Qual ersparen und ihn vor meiner eifer- flicktigen Liebe retten. Was soll ich noch im Leben? Die Prüfung würde für mich doch zu hart sein.'"

Der Arzt schwieg einen Augenblick. Dann fuhr er fort: ,Lch tat meine Pflicht als Mensch. Ich gab der Frau die Hand und versprach, nie nach dem Manne zu forschen, um dessentwillen sie in den Tod ging. Denn ich wußte nun, daß chr Unglück auf der Straße kein Zufall gewesen war.

I Als sie am nächsten Abend die Augen für immer schloß lag auf ihren Lippen ein Lächeln. Es war ein Wenig stolz und i sprach von erfüllter Pflicht, von einem Opfer, das nur die Frau bringen kann, die liebt."

Dem toten Freunde,

(Zum Volkstrauertag.)

Mr wollten die Welt durchwandern ... Wir hatten zusammen die Schulbank gedrückt. Wir waren Freunde, begeistert, beglückt Er liegt begraben in Flandern.

Wir hatten eine Laute.

Und ein Mädel hat uns ein Band gestiâ, Wir haben ihr selige Verse geschickt Das liebe Mädel hieß Traute.

Wir spielten, und wir fangest, Wir haben zusammen geweint und gelacht Durchschwärmt den Tag und durchschwärmt die Nachtz Und Becher und Herzen klangen.

Nun sind verrauscht die Lieder...

Die Laute hängt stumm bei dem Bild an der Wand,. Ein Flor daran und von Traute daS Baud, Und keiner spielt sie wieder.

Wir wollten die Welt durchwandern, Da kam der Krieg und der Tod, der nicht «iM Wir wußten noch nicht, was Leben if^ Da starb er in Flandern.

Heinrich Eisen.

Das Glas.

Skizze von L. Schupp.

Die einfachsten Dinge können manches Mal eine Schick­salsrolle in einem Menschenleben spielen. Das war z. B. bei einem Glase der Fall, einem einfachen Trinkglas, wie man es auf den Bahnhöfen für einen kleinen Einsatz be­kommt. Ein junger Mann hatte es von einem Ausfluge heimgebracht, und lange stand es unbeachtet in einer Ecke des Geschirrschrankes seiner Mutter, auch dann noch, als der junge Mann schon ein Jahr auf dem Friedhof ruhte. Jeden Tag ging die^ kleine alte Frau, seine Mutter, zum Gottes­acker. Der Totenaarten und ihre zwei Stuben bedeuteten ihre ganze Welt. Sogar im Winter sah man sie Tag für Tag vor dem Hügel, und wenn alle anderen unter tiefem Scknee

Halt! Du hast bis vorhin im Hause Burckardt ge­weilt. Waren noch mehr Gäste zugegen?"

Nein."

Man sicht dich also dort gern."

Sicher! Ich freue mich. Am Montag soll ich Ilse und ihre Mutter in die Oper begleiten. Fatal ja! Da singt Mary zum ersten Male wieder."

Du hast zugesagt?"

Ja.

Hättest du es lieber nicht getan!- Nun, wir werven sehen. Also was ist vorher geschehen. Ich dachte, die Wilken ist noch in Wien; und dabei ist sie schon wieder in Leipzig."

Ja."

z,(5prt$r

Ich war vorgestern bei chr. Sie schrieb mir, daß sie zurückgekehrt sei, und lud mich ein, nachmittags zu ihr zu kommen."

Und?"

Lieber Himmel! Ich wollte es nicht zu einem schroffen Bruch kommen lassen."

Du hast chr aber gesagt, daß es mit dem Flirt vorbei sein muß?"

Ich deutete es an. Sie ward sehr heftig."

Das war zu erwarten. Und dann?"

Ich sollte mit ihr in den Harz fahren."

Du? Mit chr? Ich verstehe! Ein neues Liebes- Äyll."

Ich schlug es ab."

Das scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein!"

Doch! Aber sie bedrängte mich so. Da versprach ich ihr, heute mit ihr zu fahren."

Und dann hast du es dir gestern Abend im Hause Burckardt anders überlegt und zogst das Tennisspiel mit Ilse Burckardt vor."

Ja. Herrgott, ich bin doch nicht ihr Sklave!"

Leider bist du e^ doch. Du bist ihr gegenüber haltlos."

Wieso?"

Erzähle weiter! Was geschah dann noch, bei ihr"

Noch? Hm. Ich ging."

Du gingst. Und vorher?"

^Vorher?"

vergrab Äs' toiift^'H» hüftë MLrer gëschaWssL»», dem grünen Moosteppick lag immer ein Tannenkreür Zapfen und Beeren, und Weihnachten brannte ein Lickt^ bäumchen. Ick Sommer war die Ruhestätte ein HeinS Blumenwunder, und stundenlang saß die einsame Alte dem Bänkchen unter der Weide und dachte an ihren Solin Er war ein reichbegabter Bildhauer gewesen, ein glühender Verehrer der Schönheit, die er in traumhaft zarten Fronen gestalten verkörperte. Aber nie hatte ihn ein Frauenbli^ anders getroffen als mit Abwehr, Gleichgültigkeit oder hoch

Mitleid. Denn er war klein, häßlich und verwachsen D e ter sah stumm, mit wehem zerrissenem Herzen, bas'&ib seiner Kindheit, dem das Spiel, das Leid seiner Jugend dem \ die Liebe gefehlt. Dann starb er. Der bitterste Gedanke seiner Mutter war es, daß er nicht einmal ein volles Glück genossen hatte. Aus diesem Gedanken heraus ließ sie am feinem Grabstein einmeißeln: Das Leben ging an ihm dor- mber.

Wieder war es Sommer geworden. Sein Todestag jährte sich. Die Mutter hatte wunderschöne Rosen gekauft, aber der Tag war heiß, sie würden bald welken. Da fiel ihr das Glas ein; sie holte es aus dem Schrank, füllte es am Friedshoss--! brunnen mit Wasser, ordnete liebevoll die Rosen hinein und. stellte das Glas zwischen die Pflanzen auf das Grab. 3hm! würden die Blumen den ganzen Tag in Schönheit blühen und» duften. Am andern Morgen, gerade als das Friedhofstorl geöffnet wurde, kam eilig ein junges Mädchen mit einem großen Strauß Vergißmeinnicht. Sie wollte die Blumen-^ schale am Grabe ihrer Eltern füllen, noch geschwind, bevor s sie ins Geschäft ging. Aber die Sommerglut hatte die Schale vollständig ausgetrocknet.Zu dumm, daß ich das vergessen habe! Nun werden meine schönen Blumen bald Heu sein", dachte sie. Sie sah sich um. Niemand weit und breit, den sie um ein Gefäß zum Wasserholen hätte bitten können. Da fiel ihr Blick auf das Glas. Wenn sie das zu leihen nähme'? Äoch sie zögerte. Etwas von einem fremden Grabe zu nehmen, tviderstrebte ihr. Aber sie würde ja das Glas gleich wieder mit frischem Wasser zurück 'bringen, und das würde den Rosen, die schon etwas matt geworden waren, nur gut tun. Vorsichtig sah sie sich um: Leer lag der Friedhof. Schnell ergriff sie das Glas. Einige Minuten später kniete sie vor dem fremden Grabe, um sie Rosen in das frische Wasser zu stecken. Da berührte jemand ihre Schulter. Ent­setzt fuhr das junge Mädchen in die Höhe. Vor ihm stand die kleine alte Frau, die nach ihrer Gewohnheit zeitig zum Friedhof gekommen war.Was machen Sie da?" fragte sie erstaunt.Was geht Sie dieses Grab an?" Blutröte stieg dem Mädchen ins Gesicht, Tränen schossen ihm in die Augen. Einer ertappten Diebin gleich, die nicht wußte, was sie sagen sollte. Da fiel der Blick auf die Grabinschrift:Hier ruht mein einziger Sohn Norbert, Bildhauer, gestorben im 25. Lebensjahr." Ein rettender Gedanke:Ich ... ich habe chn gekannt." Dann rannte das Mädchen davon.

Die alte Frau sah der Enteilenden nach. Sie war schön, schlank und biegsam. Glich sie nicht seinerFliehenden Diana" oder noch mehr derJugend", feinem schönsten, unvollendeten Werk? dachte die Mutter.Ich habe ihn. ge­kannt", hatte sie gesagt. Tränen standen dabei in ihren Augen. Sie besuchte nach Jahren noch sein Grab, sie brachte Blumen. (Das junge Mädchen hatte als Dank in das g» liehene Glas ein Sträußchen seiner Vergißmeinnicht gesteckt). Vergißmeinnicht, dachte die Mutter weiter^ sie hat ihn also geliebt. Eine große Freude und Ruhe zog ms Herz der alten Frau ein. Ihr Schmerz hatte mit einem Mal den Stachel verloren. Zärtlich strich sie über den Grabstein:Nlern Junge, warum hast Du mir das nicht gesagt?" Und dann ging sie zum Steinmetz und fragte, ob man die Jnschrm ^LaS Leben ging an ihm vorüber" nicht entfernen könne.

Die Laterne der Toren."

Las eigenartigste Denkmal, das einem Gefallene» aus Cent Weltkriege gesetzt wurde, ist der kürzlich eingeweihte Leuchtturm auf dem Schlachtfeld vor Douaumont. Seine Stifterin, die verwitwete Prinzessin von Polignac, wollte durch ihn das Andenken an ihren oort gefallenen Gatten und an die 400 000 auf den einstigen Schlachtfeldern im Nord­osten von Verdun bestatteten Deutschen und Franzoseir lebendig erhalten. Fünfundvierzig Meter hoch ragt dieLa­terne der Toten" über der Gräoerstätte auf. Ihr Grundriß bildet ein riesiges Kreuz, das von einem vierfachen Leucht­feuer gekrönt wird. Ursprünglich war hierfür weißes Licht vorgesehen, das wie ein Strahl der Hoffnung durch die Fin- ternis über der Gräberstätte leuchten sollte, doch das Luft- ahrtsministerium wies darauf hin, daß im Flugverkehr ein olches ZeichenLandungsplatz" bedeutet. Daraufhin wurde rotes und weißes Licht gewählt. Der Schein der vier 450- Watt-Lampen besitzt, durch optische Instrumente verstärkt, eine Reichweite von rund dreißig Kilometern. Zur Lieferung des erforderlichen Stromes hat sich die wieder aufgebaüte Ge­meinde Douaumont aus freien Stücken bereit erklärt.

Adalbert! Sio hat mir ja vorhin ins Gesicht geschrien^ daß sie dich vorgestern wieder besessen hat."

Das ist gemein!"

Hat sie gelogen? Sei offen, ich bitte dich!'

Adalbert senkte den Kopf. Er schämte sich.

Nein, sie hat nicht gelogen."

Also doch! Das hätte nicht kommen dürfen: - Wie konntest du wieder"

Adalbert brauste in seiner hitzigen Art auf.

Wie konnte ich! Wie konnte ich!"

Du hättest an Ilse Burckardt denken sollen!"

Zum Teufel, höre mir mit deiner Moralpauke aup Willst du mir nun endlich sagen, was vorhin in meiner Duoe geschah, oder nicht?"

Ereifre dich nicht!"

Ich habe wohl hinreichend Grund dazu!"

Ganz und gar nicht. Höre! Die Wilken fragte Ä wo du seiest. Ich war unschlüssig, was ich antworten sollte- Ich sagte: Er ist irgendwohin gefahren; er hat mir aber nicht gesagt wohin. Da brach sie los: Du seist ein Lugner, ein gewissenloser Kerl; geschrieben hättest du ihr, das; du gar nicht hier, alles sei erlogen Wege gebracht, ich stecke mit vn

krank seist, und nun seist du

Und ich hätte das wieder zu Wege gebracht, ich stecke mit o" unter einer Decke, Ich solle mich aber hüten. Ich vervar lmir ihre Verleumdung und sagte ihr, sie solle mich vdUg aus dem Spiele lassen. Da bekam sie einen Weinkrampp scheinbar wenigstens. Sie jammerte, du seist undankbar, i» habe sich deiner angenommen und meine es ehrlich mit dir. -Ich sagte ihr, sie solle bedenken, daß sie einen jungen un­erfahrenen Menschen in ein Liebesabenteuer gezogen W daß ja doch eines Tages enden müsse, und daß sie dich w unglücklich machen solle. Aber sie hörte gar nicht.

fing wieder an zu toben. Don der Harzreise sprach sie auw- Da versuchte ich einen Ausweg. Ich sagte, du seist bereits nach Goslar abgereift. Sie solle nur nach Gos:a fahren. Da ward sie etwas ruhiger. Sie sagte, sie won sogleich nach Goslar depeschieren, an das Hotel, das sie w genannt habe. Als sie ging, rief sie mir noch zu: ^n -Sie Ihren Freund treffen sollten, so sagen Sie ihm, er jou Üein falsches Spiel mit Mary Wilken wagen, und stellen o sich nicht zwischen mich und ihm! Also sie droht mir, sie droht dir noch Diel mehr. So, was soll nun geschehen

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