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Nah und Fern.

O Zwei Kinder durch Rauchvergiftung getötet. In der Wohnung der Eheleute Meier in Rendsburg entstand in deren Abwesenheit ein Feuer, bei dem sich starker Qualm entwickelte. Die in der Wohnung allein zurückgelassenen drei Kinder im Alter von ein bis vier Jahren erlitten eine schwere Rauchvergiftung, an deren Folgen zwei von ihnen gestorben sind, während das dritte so schwer da­niederliegt, daß an seinem Auskommen gezweifelt wird.

O Schwere Unwetterschäden im Ätnagebiet. Das Ätnagebiet auf Sizilien, besonders die Gegend, in die 1928 die Lava abfloß, ist durch Wolkenbrüche von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. In Santa Maria sind die Weinkeller überschwemmt. Mehrere Käufer sind eingestürzt, auch wird der Verlust zahlreicher Schaf- und Rinderherden gemeldet.

0 Die Explosion in Brooklyn durch eine Geheim brennerei verursacht. Bei der großen Explosion in Brook­lyn wurden insgesamt 35 Schulkinder und acht Erwachsene verletzt. Siebzehn Kinder mußten ins Krankenhaus über­geführt werden, von den acht Erwachsenen befinden sich drei in Lebensgefahr. Die Explosion soll durch eine ge­heime Schnapsbrennerei verursacht worden sein. Die Polizei ist auf der Suche nach einem Neger, der diese Brennerei betrieben haben soll.

0 Raubüberfall aus das Bureau der Western Union. Auf das Hauptbureau der Western Union Telegraphen­gesellschaft in Detroit, das bereits vor kurzem einmal überfallen worden war, wurde abermals ein Raubüber­fall ausgeführt. Hierbei kam es zu einem Revolver­gefecht, wobei einer der Verbrecher erschossen, ein zweiter verwundet und mehrere Polizisten schwer verletzt wurden. Drei Räuber entkamen in einem Auto, das sie zwei Armeeoffizieren abnahmen.

0 EineHinrichtung" in der Newyorker Unterwelt. Ein in gewissen Newyorker Kreisen sehr bekannter Spieler und Lebemann ist in der Nähe des Uankeestadions in Newyork von vier Unbekannten überfallen und samt seiner Begleiterin durch unzählige Nevolverschüsse getötet wor­den. Die vier Unbekannten, die im Automobil gekommen waren, konnten sich nach der Tat unbehelligt entfernen. Der Fall erregt insofern besonderes Aufsehen, als man annimmt, daß es sich um eineHinrichtung" handelt, die eine Folge der vielen Fehden in der Newyorker Unter­welt ist.

Börse und Handel.

Frankfurter Börse vom 14. Februar. Tendenz: freundlich, zum Schluß abgeschwächt. Zu Beginn der heutigen Börse trat eine zuversichtlichere Stimmung zutage. Veranlassung hier­zu boten der gute Abschluß der Berliner Handelsgesellschaft und die immerhin noch leichten Eeldmarktverhältniße. Die Spe­kulation bekundete wieder Interesse zu Neuengagements, da die Abgaben von Auslandsseite in Siemensaktien nachgelassen haben. Von der zweiten Hand war aber noch nicht viel zu merken, so daß das Geschäft zunächst nur zögernd in Gang kam und sich nur auf einige Spezialaktien beschränkte. Die Ctats- beratungen im Reichstag wurden etwas ruhiger beurteilt. Die gestrige Newyorker Börse schloß unsicher blieb aber ohne Einfluß auf die Tendenzgestaltung. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten Besserungen von 12 % ein. Siemens^stan­den bei etwas regerer Nächst Von den übrigen Elektroaktien zogen Kraft 1% % und AEG. 1 % an. 1 stand für J. E. Farben etwas mehr Interesse Rütgerswerke und Deutsche Erdöl gewänne: Montanmarkt war die Umsatztätigkeit gern

aber nicht mehr darunter, zu Hachen. Monatsgeld 78,5 Prozent. Nach den ersten Kursen war die Tendenz weiter freundlich. Im weiteren Verlauf blieb das Geschäft außer­ordentlich ruhig. Da die anfangs beobachteten Deckungen beendet zu sein schienen, bröckelten die Kurse überwiegend ab.

Bücherschau.

Adam Karrillon, Meine Argonautenfahrt. (Grote'sche Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller Bd. 180.) Geh. 3 geb. in Leinen 4,50 X E. Grote, Berlin. Noch einmal zieht Vater Karrillon hinaus aufs Meer in jenen Ta­gen des Wirrsals, als der Krieg aufgehört und der Friede noch nicht angesangen hatte. Als Schiffsarzt auf der Ostsee kreuzend, begleitet er Menschentransporte aller Art. Bald sind es Op­tanten die nach Ostpreußen zur Abstimmung für Deutschland gebracht werden, bald nach Rußland zurückkehrende russische Truppen, bald deutsche und verbündete Soldaten, die fangenenlagern und Lazaretten nach Deutschland heimgeführt werden. Was der Dichter da an Ernstem und Heiterem erlebt,

aus

Trotz aller

schildert er in humorvoller, oi seelischer und leiblicher Not 1, Posten aus, bis ihn ein Unglücksfall zum Abschied zwingt. armer Jason, hatte ich in Kolchis keine Medeia gesunden, auch wicht das goldene Vlies jenes Widders, der einst Phrixos und iHelle auf seinem Rücken getragen. Das einzige, was ich, am Oder- .strand gelandet, mein Eigen nennen konnte, war ein Heftpflaster- Verband um die kurzen Rippen und goldene Erinnerungen an überstandene Fährniße."

einem Ein

rage mit plus 3 % an der Spitze, en zogen Schuckert 1% %, Licht u. Auch am Chemiemarkt be- Jnteresse mit plus 1% %.

je 1 %. Am Hier kamen

Produktenbörse. Die auswärtigen Börsen melden wenig veränderte Haltung und boten für hier nur insoweit Anregung, a's die meisten Cifosferten leicht ermäßigt waren. Weizen . tendierte, etwas schwächer. Roggen wird weiter gestützt und hielt seinen Preisstand. Das Mehlgeschäst ist schleppend. Hafer eher ruhiger. Jndustriegerste gefragt.

* Devisenbörse. Dollar 4,184,19; engl. Pfund 20,34 bis 20,38; hott. Gulden 167,75168,09; Danz. 81,3581,51; franz. Frank 16,3816,42; schweiz. 80,7280,88; Belg. 58,2958,41; Italien 21,8921,93; schweb. Krone 112,21112,43; dän. 112,08 bis 112,30; norweg. 111,90112,12; tschech. 12,3812,40; österr. Schilling, 58,9259,04; poln. Zloty (nichtamtlich) 46,8047,00; Argentinien 1,591,60; Spanien 52,4752,57.

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zu den ersten Kursen nur wenige Abschlüsse zustande. Rhein- stahl konnten 2% %, Stahlverein und Buderus bis zu 1 % anziehen. Schiffahrtswerte leicht gebessert. Am Vankenmarkt lagen Dresdner Bank etwas schwächer, während die übrigen Bankaktien etwas anzogen. Am Rentenmarkt war das Ge­schäft nicht nennenswert groß. Deutsche Anleihen waren etwas gebessert. Türken lagen wenig verändert. Im Verlaufe konn­ten Spezialaktien noch etwas mehr in den Vordergrund treten. Besonders für Bemberg bestand mit plus 5 % Interesse. Die Gründung einer neuen holländischen Kunstseidefabrik wurde günstig kommentiert. Aku. lagen behauptet wurden aber spä­ter etwas schwächer taxiert. An den übrigen Märkten wurden Eewinnmitnahmen vorgenommen, so daß die zwischendurch ein­getretenen Gewinne wieder verloren gingen. Gegen Anfang blieben die Kurse jedoch gut gehalten. Die Stimmung vermindert freundlich. Äuf Gerüchte von einer Divid: zierung bei Hapag wurde es vom Schiffahrtsmarkte ausgehend gegen Schluß der Börse allgemein etwas schwächer. Hapag ver­loren gegen Anfang ca. 3% % und Norddeutscher Lloyd ca. 2% %. ' Am Geldmarkt wurde im Zusammenhang mit dem «Medio der Satz für Tagesgeld um 1% auf 5% A erhöht. Am

Devisenmarkt war die Mark gegen Devisen wieder etwas schwächer. Mark gegen Dollar 4.1899. gegen Pfunde 20.372. London-Kabel 4.8625, -Paris 124.15, -Mailand 92.88, -Madrid 38.60, -Schweiz 25.19% und -Holland 12.12%.

Frankfurter Abendbörse vom 14. Februar. Tendenz: _ schäftslos. Die Abendbörfe war wieder fast vollkommen ge- fchäftslos. Bei den wenigen Werten, in denen eine Notiz zu­nächst zustandekam ergaben sich kaum Veränderungen gegen den Berliner Schluß. Siemens konnten geringfügig anziehen. Auch im Verlaufe hielt die Geschäftslosigkeit an, da neue Orders und sonstige Anregungen nicht vorlagen. Am Rentenmarkt nannte man Talonserben mit 19% bis 19%, 1913er Ungarn mit 24% bis 24% %. Neubesitzanleihe 8.45. B.H.G. 190, Danat­bank 238, Deutsche und Diskonto 150%, Reichsbank 307, Buderus 75, Gelsenkirchen 138, Aschersleben 212, Salzdetfurth 360, We­steregeln 215, Mansfelder Bergbau 104%, Phönix 104, Rhein- stahl 118%, Stahlverein 102%, Aku. 116%, Bergmann 206, Deutsche Linoleum 248%, Licht u. Kraft 169, J. E. Farben 167%, Felten 126%, Goldschmidt 70, Holzmann 98, Metallae- sellschaft 111. Rütgerswerke 77%, Schuckert 189%, Siemens 267 bis 268, Südd. Zucker 159, Hapag 99%,

wurden für 50 Kilogramm in Mark:

Ochsen: 1 voll sh ausgemäst. höchst. Schlachtw., sg ältere

2. sonstige vollfleischige

3. fleischige

4. gering genährte

jung ältere

Bullen: i jüngere, vollfl., höchst Schlachtwertes vollsleischtge oder ausgemästete

2. sonstige

3. fleischig

ge

war un-

Dividenderedu-

ge-

4. gering genährte

Kühe: 1. jüngere, fleischige, höchsten Schlachtw.

2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete

3. fleischige

4. gering genährte

?ärfcn: 1 vollfl., ausgemäst., höchst. Schlachtw. vollfleischige

3. fleischige

Fresser: 1. mäßig genährtes Jungvieh

Kälber: 1. Doppellender bester Mast

beste Mast- und Saugkälber

2. mittlere Mast- und Saugkälber

3. geringe Kälber

Schafe: 1. Mastlämmer u. jg Masth (Weidemast)

2 . Mastlämmer und junge Mastham (Stallmast)

3 mittlere Mastlämmer, ältere Masthammcl

und gut genährte Schafe

Schweine: 1 Fettschweine über 300 Pfd.

2. vollst Schweine v. etwa 240300 Pfd.

3 vollfl. Schweine v. etwa 200240 Pfd

4. vollst. Schweine v. etwa 160200 Pfd.

5. fleisch. Schweine v. etwa 120160 Pfd.

6. fleischige Schweine unter 120 Psd.

7. Sauen

2

14. 2.

57-60

5866

4861

40-45

55-5?

5364

49-51

4548

4348

28-31 2428

5355

4951 8747 3848

7480

6273

50-60

65-6?

6064

80

79

7879

767?

73-75

73

11.2.

5758

5256

4750 4044 54-56 5254 48-50 4547 4245 3240 2630 2225 5254

3545

3?48

75-83

6276

5060

6668

6065 80

79-80 7980 7880 74

72

Auftrieb: 2261 Rinder, darunter 568 Ochsen, 498 Bullen, 1195 Kühe und Färsen; 1840 Kälber, 4085 Schafe, zum Schlacht- hos direkt 773 Schafe, 7551 Schweine, zum Schlachthof direkt seit letztem Viehmarkt 1402 Schweine, 2600 Auslandsschweine.

Amtliche Berliner Notierungen vom 14. Februar.

* Börsenbericht. Tendenz: Ruhigund n a ch g e b e n d. Die Börse bot nach abwartendem vorbörslichen Verkehr ein nicht unfreundliches Bild. Der Ordereingang war zwar weiter gering, doch wollte man besonders am Farbenmarkt lebhafteres Interesse bemerken. Die Spekulation ließ sich von dem an­haltenden Interesse für Farbenaktien anregen und war eher au Rückkäufen geneigt. Die verschiedenen günstigen Nach­richten, die vorlagen, konnten daher erstmals wieder etwas an- reaen. Am Geldmarkt war tüalicbes Geld mit 46.5 Vrorent.

Berliner Effektenfrühverkehr vom 15. Februar. Aw, heutige Frühverkehr zeigte das übliche geschäftslose Aussehen. Nach wie vor gibt die zu heute einberufene Zentral-Ausschuß- sitzung der Reichsbank zu Gerüchten Anlaß, die von einer even­tuellen Diskontermäßigung wissen wollen. Unseres Erachtens 'ren jedoch diese Mutmaßungen jeglicher realen Grund- diese Sitzung lediglich der Wahl der Bezirksausschüsse dienen soll. Effektenkurse waren noch nicht zu hören, und von Renten bleiben Serben stärker gesucht. Am Devisenmarkt nannte man London-Paris 124.10, -Mailand 92.8892, -Spanien 38.90 ca -Buenos 42%%, -Kabel 486.18, -Berlin 20.36% bis 37. Kabel-Berlin 4.18.9519.

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