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Wieder vertagt.

Der Evangelische Preßverbaud schrerbr E

Nach Blättermeldungen sollte sich das Preußische Staats- ministerium am 21. d. M. zum ersten Male mit der Mage des Eoana. Kirchenvertrags beschäftigen, um die offiziellen Richt­linien festzulegen, nach denen die eigentlichen Verhandlungen zu führen sind. Während es sich bisher nur umunverbindliche Besprechungen handelt, würde dies den Eintritt in das Sta­dium der Verbindlichkeit bedeuten. Jener Termin ist fedoch vorüber gegangen, ohne daß von den angekündigten Beratungen etwas bekannt geworden wäre. Daß die Vertagung dreier Be­ratungen wie man annehmen muß, mit der plötzlich akut gewordenen Frage der Regierungsumbildung zu>ammenhangt, kann an der bedauerlichen Tatsache einer neuen Verzögerung der wichtigen Angelegenheit nichts ändern. Dazu kommt, dag die drohende Neubesetzung des Kultusministeriums mit einem Dissidenten, auch wenn dieses unmögliche Projekt zur Stunde wieder in den Hintergrund getreten ist, die Beunruhigung in weitesten Kreisen noch verschärft hat. In ca. 3 Wochen tritt die altpreutzische Eeneralsynode in Berlin zusammen. Sie wird auch zu der noch immer nicht bereinigten Kirchenvertrag,ssrage Stellung nehmen.

Freigabe des Abschusses von Rotwild.

Wegen des strengen Winter 1928/29, unter dem das Wild schwer gelitten hatte, waren die festgesetzten Schon­zeitfristen verlängert worden. Der Regierungspräsident hatte sich auch veranlaßt gesehen, die Schonzeit für Rot­wild zu verlängern. Auf Bitten aus Jägerkrersen hat der Regierungspräsident (in einer Verordnung vom 22. Januar) die âlte Verordnung über die Schonzeit von Rot­wild aufgehoben. Damit tritt die alte kurhessische Bestim­mung wieder in Kraft, daß der Abschuß freigegeben wird, und zwar vom 1. Februar ab für weibliches Rot- und Damwild, vom 1. März ab für männliches Rot- und Dam­wild.

Der Schulkinder schwerste Zeit.

Viele Eltern sind nicht in der Lage,^ ihren schulpflichtigen Kindern selbst die wünschenswerte Hilfe bei ihren Hausauf­gaben zu teil werden zu lassen. Wenn nun die Zensuren er­scheinen, so wird ihnen zur Gewißheit, woran sie sind. Da hat es in diesem oder jenem Fach eine unbefriedigende Note ge­geben, und nun ist die Sorge natürlich groß. Die Kinder wer­den in harte Stränge gespannt, da es gilt, Versäumtes nachzu­holen. Die Eltern sitzen jetzt dauernd hinter ihnen, ober, wenn es ihnen durch irgend welche Umstände möglich, läßt man ihnen Nachhilfeunterricht geben. Die sich zeigenden Lücken sol­len und müssen ausgefüllt werden: Man mutet den Kindern Dinge zu, deren sie gâr nicht Herr werden können, wenn sie nicht eine gute Veranlagung zeigen, um die neuen Begriffe, Erkennt­nisse und Wahrheiten richtig zu verarbeiten.

Hier wird viel gesündigt, und deshalb möchte ich das Augen­merk der betreffenden Eltern gerade darauf gerichtet haben. Man kann so sagt ein großer Pädagoge aus einem Nest keine Eier herausnehmen, wenn keine darin sind. Die kleine Seele des bildungsfähigen Menschen nun um mich mal dra­stisch auszudrücken stopfen zu wollen, verfehlt ganz und gar den ursprünglich gut gemeinten Zweck. Diese Erscheinung möchte ich mit dem bezeichnen, was man sonst Raubbau nennt. Diese Sünden rächen sich bitter, denn die Seele ist ein gar emp­findliches Gärtlein, wo verkehrte Maßnahmen leicht großes Unheil gebieren können. Es ist ja erfreulich, wenn man alles daran setzt, das Kind das Gesagte gilt für alle Vildungs- arten seinem gesteckten Ziele nahe zu bringen oder es das­selbe überschreiten zu lassen. Doch hüte man sich, den Vogen all­zu straff zu spannen. Man mache sich doch klar, welche 'geistige Energie erforderlich ist, den Stoff von feiten der noch nicht voll­ständig Entwickelten zu meistern, zu beberrschen! Falsche Eitel­keit darf hier nicht am Platze fein. Wenn eben die erforder­liche Zeit nicht zur Verfügung steht, so muß sie eben geschaffen werden, und sei es auf die Weise, daß der Pflegebefohlene den Jahrgang wiederholt. Mit diesem Gedanken können sich die meisten Eltern nicht befreunden, und doch sollten sie erwägen, was zum Vorteil des Kindes gereichte es erreicht das Klassen­ziel mit seelischem und körperlichem Schaden, oder es durchläuft noch einmal den alten Kurs. Keinen Raubbau! Gut Ding will feine Weile haben, am meisten verlangt wird diese Muße ge­rade für die hehre Bildungsarbeit. K. W.

Aus der Schwalmgegend. Auf Hephata fand am 31. Januar und 1. Februar ein Kursus für Wohlfahrtsbeamte statt. Ihnen wurde der neue Schwälmerfilm im Burgsaale in Treysa gezeigt, nachdem sie Wasenberger Schulkinder in Schwälmer Tracht durch Spiele und Tänze erfreut hatten. In Leimsfeld verletzte sich ein Landwirt, der einem Bullen einen Nasenring anlegen wollte, so erheblich, daß sofort ärztliche Hilfe herbeigerufen wer­den mußte.

Witzenhausen. Als wertvolle Einrichtung haben sich die all­jährlichen Vertreterversammlungen der Raisfeisen-Unterver- bände erwiesen. Eine solche Vertreterversammlung unter Vor­sitz des Unterverbandsdirektors Pfarrer Koch-Witzenhausen tagte kürzlich in der Johannisberg-Gaststätte in Witzenhausen, zu der die 28 Raiffeisengenossenschaften der Kreise Witzenhausen und Heiligenstadt 70 Abgeordnete entsandt hatten. Als Ver­treter der Kasseler Zentralen nahmen Verbandsanwalt Schüler, Direktor Hennings, Verbandsrevisor Dr. Volte und Bezirks­leiter Müller teil. In siebenstündigen Verhandlungen wurden die brennendsten Tagesfragen des genossenschaftlichen Versiche­rungswesens und des gemeinsamen Warenbezuges behandelt, zu denen Bezirksleiter Müller, Dr. Bolte und Lagerhausverwalter Rüßli vom Lagerhaus Witzenhausen einleitende Referate gaben. Verbandsanwalt Schüler berichtete über das genossenschaftliche Zentralgeldinstitut, die Kurhessische Raiffeisenbank in Kassel, die ihr erstes Geschäftsjahr mit einem Gewinnergebnis ab­schließen kann. Direktor Hennings von der Landwirtschaftlichen An- und VerkaufsgesellschaftHessenland" erläuterte die ge­plante Reorganisation des genossenschaftlichen Warenverkehrs, der zufolge das Schwergewicht des gemeinsamen Wareneinkaufs von den Lagerhäusern in die Einzelgenossenschaften verlegt werden soll.

Kirchhain. Der zum Bürgermeister der Stadt Kirchhain ge­wählte Landwirt Heinrich Metzler ist vom Regierungspräsiden­ten bestätigt worden. Die Einführung wird voraussichtlich am 10. d. M. erfolgen. In der in dieser, Woche stattgefundenen Stadtverordnetenversammlung wurde die Abtretung eines Bau­platzes aus dem städtischen Siedlungsgelände an einen Bau- lustigen, der dort ein Wohnhaus errichten will, genehmigt. Der Kaufpreis für einen Quadratmeter wurde auf 70 Pfg. festge­setzt. In der städtischen Mittelschule soll ab 1. April d. J. der Lateinunterricht eingeführt werden. Die Verlängerung der Biersteuerordnung wurde beschlossen und der Erlaß einer neuen Vergnügungssteuer genehmigt. Weiter beschäftigte sich die öffentliche Sitzung mit der Verbesserung und der Neuanlage von Bürgersteigen.

Marburg, 5. Febr. (Das Taubstummenheim der Provinz.) In der Provinz Hessen-Nassau befindet sich bisher noch kein Taubstummenheim, während fast alle anderen preußischen Pro­vinzen solche Heime für alte alleinstehende, nicht mehr erwerbs­fähige Taubstumme besitzen. Die Taubstummen-Fürsorgevereine der Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden haben nun end­gültig beschlossen, in Marburg ein Altersheim für Taubstumme, dem später Lehrwerkstätten angegliedert werden sollen, zu er­richten und zu diesem Zweck wurde ein etwa 4600 qm großes Baugelände am Ortenberg (unmittelbar beim Wald) angekauft. Mit dem Bau des Heims, dessen Kosten auf 250300 000 Mark zu schätzen sind, soll im Frühjahr 1931 begonnen werden. Die Mittel zu dem Bau sollen durch den Provinzialverein, die Lan­deshauptleute und den Staat aufgebracht werden. Für die zu­künftige Entwicklung der Stadt Marburg ist die Errichtung die­ses Heims bedeutungsvoll, wurde doch erst kürzlich am Orten- berg das Mütter- und Säuglingsheim des Diakonifsen-Mutter- hauses Kassel eröffnet, und im Frühjahr steht der große Bau eines Tuberkulosen-Krankenhauses für die Provinz bevor.

Marburg, 5. Febr. (Tod zweier bekannter Mediziner.) Einer der bekanntesten Marburger Aerzte, Sanitätsrat Dr. Emil Eardemann, ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Der Ver­blichene wurde vor vier Jahren wegen feiner Verdienste um die

, ärztliche.Akisssnß^ast Ed das ZUfaMMenatdeitsn zwischen Aerz­ten und AniversitätsprofefforeN zum Ehrensenatvr der Philipps- Universität ernannt. Lange Jahre bekleidete er das Amt eines Vorsitzenden des hiesigen ärztlichen Vereins. Ferner starb in Königsberg der vor einigen Jahren nach dort, feinem frühe­ren Wirkungskreise, versetzte langjährige Direktor der hiesigen Universitäts-Frauenklinik, Professor Dr. Wilhelm Zangemeister. Der Verblichene, der aus Gotha stammte, ist nur 59 Jahre alt geworden.

Gießen, 5. Febr. (Ein eigenartiger Selbstmord.) Der 60 Jahre alte Klempnermeister Georg Dahmer von hier machte ge­stern auf eigenartige Weise seinem Leben freiwillig ein Ende. Er ließ in seinem von ihm allein bewohnten Kaufe nach Ab­stellen des Hauptwasserleitungsrohres die ganzen Wasserlei- tungsrohre im Haus leerlaufen. Darauf stellte er in der im Parterre gelegenen Küche mit einem Schlauch eine Verbindung vom Küchengasherd mit der Wasserleitung her und drehte nun den Gashahn auf. Das Gas drang jetzt von der Küche in die Wasserleitungsrohre bis zum zweiten Stockwerk des Hauses, worauf Dahmer in der Badestube neben seinem Schlafzimmer alle Wasserhähne aufdrehte und hierdurch das Gas in die Wohnung einströmen ließ. Er legte sich dann zu Bett und fand hier den von ihm gesuchten Gastod. Schwere Fami­lienzwistigkeiten dürften als Grund der Tat anzusehen sei,n.

Gießen, 4. Febr. Ein Opfer der Not der Zeit dürfte der hiesige bedeutende Oekonom und Gutspächter E. geworden sein, der seinen Zahlungsverpflichtungen schon seit einiger Zeit nicht mehr nachkommen konnte und nunmehr Gießen verlassen hat. Er hat sich zu seinem Sohne nach Thüringen begeben. E. ge­noß in unserer Stadt als hervorragender Landwirt großes An­sehen und gehörte lange Jahre dem Stadtparlamen an.

Unser neuer Roman

TODESURTEIL

beginnt am

nächsten Montag!

* Hanau. (Eine Hundertjährige.) Im evangelischen Pfarr­hause zu Langenselbold (Landkreis Hanau) lebt bei dem Schwiegersöhne ihrer Tochter, dem evangelischen Pfarrer Bill, die Försterswitwe Minna Kersting, die am 9. Februar 1836 in Hünfeld (Reg.-Bez. Kassel) als jüngste Tochter des damaligen Landesbaukommissars Elaus geboren worden ist und somit in wenigen Tagen ihr 100. Lebensjahr erreicht haben wird. Leider ist sie jetzt bettlägerig, denn sie hat am 23. November v. I. durch einen Sturz einen Unfall erlitten, an dessen Folgen sie heute noch leidet. Hierdurch wird es auch unmöglich sein, den 100. Geburtstag entsprechend feiern zu können. Einer kinderreichen Familie entstammend, die jüngste von 9 Geschwistern, hat sie im Alter von 25 Jahren in Schlüchtern einen Förster geheiratet, der nach einigen Jahren einen schweren Unfall erlitt und ein fünfjähriges Krankenlager davontrug, bis ihn der Tod erlöste. Ihr Schwiegervater war Finanzrat beim letzten Kurfürsten von Hessen in Kassel.. Von ihren drei Kindern leben noch ein 74 Jahre alter Sohn, der in Amerika eine Existenz gefunden hat und eine 65 Jahre alte Tochter, bei deren Schwiegrsohn sie ihren Lebensabend zubringt. Bis kurz vor dem im Herbst vorigen Jahres erlittenen Unfall war es ihr noch möglich ohne Brille die Zeitung zu lesen und tägliche Spaziergänge zu un­ternehmen. Mit 94 Jahren hat sie noch von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Sie ist mit ihren lOO Jahren die älteste Einwohnerin der Provinz Hessen-Nassau und die älteste noch lebende ehemalige Kurhessin.

Schweres Explosionsunglück in einer Frank­furter Metallwarenfabrik.

Sechs Personen verletzt, davon zwei schwer.

Frankfurt a. M., 5. Februar.

Heute nachmittag gegen 4 Uhr ereignete sich in der Metall­warenfabrik Hermann Franke im Stadtteil Bockenheim ein schweres Explosionsunglück. Dabei erlitten der Betriebsleiter, vier Arbeiter und eine Arbeiterin Brandverletzungen, die bei der Arbeiterin und einem Arbeiter zwar schwerer Natur, aber nicht lebensgefährlich sind. Die Verletzten wurden ins Kran­kenhaus gebracht. Infolge der Explosion entstand in den Fabrikräumen ein Brand, der nach halbstündiger Tätigkeit der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Die Ursache der Explosion konnte noch nicht genau ermitelt werden, doch dürfte es sich wahrscheinlich um eine Gasexplosion handeln. Es werden zur Zeit von Sachverständigen Ermittlungen angestellt. Durch die Explosion erleidet die Fabrik, die in der Hauptsache Autozube- hörteile herstellt, einen Sachschaden von etwa 10 000 Mark, der durch Versicherung gedeckt ist.

Turnen, Sport und Spiet.

Deutsche Straßenmeisterschaft der V.D.R.V. in Fulda.

Die Hauptversammlung der Vereinigung Deutscher Radsport­verbände hat dem Anträge des Radsportklub Opel 1907 e. V. Fulda entsprochen und ihm die Ausrichtung der Deutschen Stra­ßenmeisterschaft 1930 übertragen. Die Meisterschaft rollt am 7. September 1930 mit Start und Ziel in Fulda. Für den 4. Mai 1930 ist dem Verein der traditionelle Große Opelpreis von Fulda übertragen worden.

Die KATrstlÄrrfweltäisterschuften.

Berlin, 6. Febr. Der WTB.-Sportdienst meldet aus New- york: Die Kuuftlaufweltmeisterschaften brachten nach den Kür­übungen am Donnerstag die erwarteten Ergebnisse. Bei den Damen siegte die 3fache Weltmeisterin Sonja Henie (Norwegen), bei den Herren in Anwesenheit des Titelverteidigers Gillis Grafftröm (Norwegen), der Wiener Karl Schäfer und im Paar­laufen siegte das französische Ehepaar Brunet.

Kirchliche Nachrichten.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, den 9. Februar 1930. Feier des Jahrestages von der Krönung des hl. Vaters. Fulda. Dom. Beichte: Samstag morgens von 246, nachm. von 23 Uhr für die Kinder, 2457 und von 248 an für die Erwachsenen, Sonntag morgens von 246 Uhr ab. Gottesdienste: 246, 6, 247 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Komm. 247 Uhr hl. Messe und Kommunion des Jugend- und Jungmännervereins in der Marienkapelle. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und Kom­munion des 6. und 7. Schuljahres. Am Schlüsse des Hochamtes Aussetzung des Allerheiligsten, Te Deum und Segen anläßlich des Jahrestages der Krönung des hl. Vaters. 2410 Uhr feierl. Pontifikalamt. 2411 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 2412 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 242 Uhr Andacht zu Ehren der Mutter Gottes mit Segen. 2 Uhr Christenlehre der Jungfr. Um 4 Uhr nachmittags ist Predigt, Andacht und Segen. Um 6 Uhr abends Herz-Mariä-Bruderfchaft mit Segen. Werktags­gottesdienste: Jeden Morgen von 2467 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Kommunion-Austeilung. 248 Uhr Pfarrgottes­dienst mit Kommunion. 9 Uhr letzte Messe mit Kommunion. Montag nachm. 5 Uhr Segensandacht. Donnerstag nachm. 2457 und Freitag früh von 246 Uhr an Beichtgelegenheit wegen des Festes des hl. Valentinus. (Vollk. Ablaß im Dom.) Freitag nachmittag 5 Uhr Andacht zu Ehren des hl. Valentinus. Von Samstag, den 15. Februar an, beginnt der Pfarrgottes­dienst wieder, um 724 Uhr. Stadtpfarrkirche. Beichtgelegen­heit: Samstag nachm. von 37, 724824, Sonntag früh 67 Uhr. Sonntagsgottesdienste: 6 Uhr hl. Messe, 6% Uhr hl. Messe und Kommunion des stadtpfarrlichen Jugend- und Jung­männervereins sowie der Jugendabteilung und der Jungmänner des KKV. 8 Uhr erster Schulgottesdienst, Predigt und Komm, des 7. Schuljahres. 924 Uhr Primiz und Fest-Predigt. 11 Uhr zweiter Schulgottesdienst und Predigt. 9 Uhr Andacht der Jünglings- und Jungmännersodalität in der Severikirche. 124 Uhr Christenlehre der Jungfrauen. 224 Uhr Bruderschaft von der Todesangst des Herrn. Die hl. Kommunion wird von 6724 Uhr jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 824 und um 9 24 Uhr vormittags. Werktagsgottesdienste: 6 24, 7, 7 24 und 824 Uhr hl. Messen. Mittwoch, Freitag, Samstag früh 624 Uhr Beichtgelegenheit. Am Freitao nachmittag ist um 5 Uhr Segens-Andacht. Pfarrkirche P. Geist. 7 Uhr Frühmesse mit Ansprache. Kommunion der Jünglinge. Um 8 Uhr Hoch­amt und Predigt, Kommunion des 7 Schuljahres. ^11 Uhr Kindergottesdienst und Ansprache. 2412 Uhr Christenlehre für die Jungfrauen. 5 Uhr Andacht. Beichtgelegenheiten sind: In der Woche täglich eine halbe Stunde vor der Schulmesse. An den Vorabenden der Sonn- und Feiertagen nachmittags von 46 Uhr, an diesen Tagen selbst von 67 Uhr vormittags. Sodalität. Vormittags um 2410 Uhr Gottesdienst. St. Jo­sephskirche. 248 Uhr Frühmesse mit Ansprache. 2410 Uhr Hoch­amt, danach Christenlehre. 242 Uhr Andacht mit Segen. Beicht­gelegenheit: Samstag von 23 Uhr für die Kinder und 2457 Uhr abends für Erwachsene, Sonntag morgens von 247 Uhr ab. Kommunion-Austeilung vor und nach der Frühmesse und 924 Uhr. Werktags 248 Uhr Schulgottesdienst. St. Sturmius- Pfarrkirche. 724 Uhr Kommunion-Austeilung. 724 Uhr Früh­messe mit Predigt. 924 Uhr Hochamt mit Predigt. Darauf Christenlehre. Um 242 Uhr Segensandacht. Abteikirche der Benediktinerinnen. Sonntag 246 Uhr Konventamt. Nachmit­tags um 3 Uhr ist Vesper. Werktags 246 Uhr hl. Messe, 249 Uhr Konventamt, 3 Uhr Vesper. Herz-Jesu-Heim. Sonntags 624 Uhr Frühmesse. 8 Uhr Amt und Predigt. Um 2 Uhr An­dacht und Segen. An den Wochentagen beginnt die hl. Messe um 624 Uhr. Mittwochs um 824 Uhr abends Andacht und Segen. Friedhofskapelle am Franzosenwäldchen. Sonntag 624 Uhr hl. Messe mit Ansprache und Kommunion-Austeilung. An den Werktagen 724 Uhr hl. Messe mit Kommunion-Austeilung. Frauenberg. Hl. Messen von 57 Uhr. 8 Uhr Bruderschafts­messe mit Predigt und liturg. Gebeten. 9 Uhr Hochamt mit Predigt. 243 Uhr Predigt und Andacht für die Frauengemeinde des 3. Ordens.

Neuenberg. 249 Uhr Amt mit Predigt.

Amtlicher Teil.

An die Herren Bürgermeister des Kreises.

Der auf Veranlassung der Landesversicherungs-Anstalt Hes- sen-Nasiau zu Kassel herausgegebene Leitfaden betr. die reichsgesetzliche Invalidenversicherung von I. E. Groß ist in neuer Auflage erschienen. Ein Stück des Leitfadens wird Ihnen in Kürze zum Dienstgebrauch kostenlos zugehen. Da der Leit­faden über Beiträge. Anwartschaftserhaltung und Leistungen der Invalidenversicherung in gemeinverständlicher Form Beleh­rung gibt, dürfte es sich empfehlen, in den Kreisen der Versicher­ten, Arbeitgeber und sonstigen Interessenten (Lehrer usw.) aus das Büchlein aufmerksam zu machen. Der Preis beträgt 0.50 R-N pro Stück. Etwaige Bestellungen sind mir bis späte­stens 20. Februar d. Js. vorzulegen.

Fulda, den 4. Februar 1930.

Staatl. Versicherungsamt des Landkreises Fulda.

Bekanntmachung.

Die Wahlzeit der Mitglieder des Unterausschusses für wirt­schaftliche Fürsorge ist abgelaufen.

Dem Unterausschuß für wirtschaftliche Fürsorge gehören u. a. zwei Vertreter der Kriegsbeschädigten bzw. Kriegshinterblie­benen und je zwei Mitglieder aus dem Kreise der Sozial- und Kleinrentner an. Die Vertreter der Fürsorgeberechtigten sowie deren Stellvertreter werden vom Wohlfahrtsausschuß auf Vor­schlag der beteiligten Vereinigungen bestimmt.

Wir fordern die hiernach beteiligten Vereinigungen hiermit auf, bis zum 28. Februar 1930 Vorschläge an den Magistrat ein­zureichen. Es sind mindestens drei Mitglieder und drei Stell­vertreter zur Auswahl in Vorschlag zu bringen.

Fulda, den 5. Februar 1930.

Der Magistrat: Dr. Antoni.

Bekanntmachung.

Die Wahlzeit der Mitglieder des Wohlfahrtsausschusses ist abgelaufen.

Dem Wohlfahrtsausschuß gehören u. a. vier Vertreter der Vereinigungen der freien Wohlfahrtspflege sowie ein Vertre­ter der Krankenkassen an. Die Wahl dieser Vertreter erfolgt auf Vorschlag der zuständigen Vereinigungen durch den Magi­strat. Die Mitglieder des Wohlfahrtsausschusses müssen die Wählbarkeit für öffentliche Ehrenämter besitzen: sie sollen für die Wohlfahrtsarbeit geeignet und darin erfahren sein. Die Wähl erfolgt auf die Dauer der Wahlzeit der Stadtoerordneten- Versammlung.

Die Vereinigungen der freien Wohlfahrtspflege und die Krankenkassen in der Stadt Fulda fordern wir hiermit auf, bis zum 28. Februar 1930 von ihrem Vorschlagsrecht Gebrauch zu machen. Es sind mindestens vier Vertreter für jede Stelle dem Magistrat zur Auswahl in Vorschlag zu bringen.

Fulda, den 5. Februar 1930.

Der Magistrat: Dr. Antoni.

Verantwortlich für die Schriftleitung: Ferdinand Ehrenklau.