Die Sechzigjährigen von heute, die damals als zehnjährige Buben und Mädel die Schulbank drückten, werden sich sicher mit Schrecken an die Tage erinnern, wo ihren kleinen Gehirnen, die knapp die alte Orthographie ersaßt hatten, ganz plötzlich eine neue Orthographie ausgemuyt wurde. Es war ein furchtbarer Kampf entbrannt gegen das H und gegen Doppelvokale, und was mit großen Buchstaben geschrieben worden war, wurde auf einmal klein geschrieben und umgekehrt, so daß einem der Kopf schwirrte und man weder ein noch aus wußte. Am 21. Januar 1880 war durch einen Erlaß des Ministers von Puttkamex diese neuartige Orthographie für Preußen dekretiert worden, nachdem sie in Österreich und in Bayern schon ein halbes Jahr früher begonnen hatte, während die anderen deutschen oder deutschsprecheu- den (die deutsche Schweiz) Staaten ein bißchen nachhink- ten, manche — z. B. Sachsen — um ein ganzes Jahrzehnt.
Wer nun aber glaubt, daß nur die Schulkinder gegen die neue Rechtschreibung rebelliert hätten, und daß die vernünftigen Erwachsenen mit ihr durchaus zufrieden gewesen seien, der irrt sich gewaltig, In allen Lagern gab es Revolutionäre, die ihre eigene Orthographie schrieben und von der neuen absolut nichts wissen wollten, und auch heute noch gibt cs sehr gelehrte Eigenbrötler mit ganz persönlicher Rechtschreibung. Fürst Bismarck, der in politischen Dingen mit seinem Minister Puttkamer übereinstimmte, war in puncto Orthographie sein schärfster Gegner: er hat sich nie zu dieser neumodischen Rechtschreibung bekehrt und setzte es durch, daß sie im amtlichen Verkehre der Behörden zunächst nicht in Anwendung kam, so daß sie anfangs in der Hauptsache auf die Schulen beschränkt blieb. Im übrigen tut man dem Minister Puttkamer durchaus unrecht, wenn man meint, daß er die neue Orthographie erfunden habe. Bestrebungen zur Änderung, Vereinfachung und Verbesserung — manche sagen allerdings: Verschlimmbesserung — der Rechtschreibung waren schon seit Jahrhunderten im Gange, und Männer von Bedeutung/ wie Adelung („Schreib, wie du sprichst"), Jakob Grimm und andere haben sich um die Vereinheitlichung der deutschen Orthographie große Verdienste erworben und bahnbrechend gewirkt. Robert von Puttkamer hat dann — ohne selbst ein gelehrtes Haus gewesen zu fein — eine neue Vereinfachung der Rechtschreibung, die seit dem Jahre 1876 angestrebt wurde, mit seinem Namen gedeckt. Damals, im Jahre 1876, trat in Berlin eine Konferenz von Sprachforschern und Schulmännern zur Festsetzung einer einheitlichen Rechtschreibung zusammen. Die Grundlage der Verhandlungen bildete ein von dem Professor Rudolf von Raumer ausgearbeiteter Entwurf, der dann im großen und ganzen gutgeheitzen wurde.
Wie dann die neue Rechtschreibung sich weiterentwickelt und was besonders Konrad Duden, der vielen noch bis zum heutigen Tage ein Rührmichnichtan ist, für sie getan hat, das braucht heute, wo nur der fünfzigste Geburtstag der Puttkamerschen Orthographie zu feiern ist, nicht näher dargelegt zu werden.
Tumen, Sport und Spiel.
Phantastische Geschwindigkeit auf Skiern.
Gustav Lantscher, Innsbruck, der akademische Ski- weltmeister, und Otto Lantschner liefen, bei den St. Moritzer Kilometerrennen die phantastische Geschwindigkeit von über 105 Kilometern, schneller also als Deutschlands schnellster D-Zug.
Sp. 3207 Siege errang Hellas-Magdeburg, Deutschlands Meistervereiu, seit seinem Bestehen. 250 davon wurden im Auslande erzielt. 80 Siege brachten deutsche, ausländische und Weltmeistertiiel ein.
Sp. Deutschland—Polen sieben sich im Rückkampf der Ama- teurborer am 4. April in Magdeburg gegenüber. Den ersten Kamps am 6. Januar in Kattow'tz hatte Deutschland 10 • 6 gewonnen:
Sp. Ein Zchnstädtekampf im Kunstturnen soll im Rahmen der diesjährigen Zoppoter Sportwoche veranstaltet werden. Beteiligt sind Danzig, Königsberg. Marienburg, Breslau, Berlin, Dresden, Leipzig, Hamburg, München und eine Westfalenriege.
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Der Herr von Chicago.
Kriminalroman von Claus Andersen.
Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister-Werdau Sa.
70) (Nachdruck verboten).
Zwei kräftige Arme schlangen sich um ihn, und im Nu ist er gefesselt
Sie fassen ihn und tragen ihn ein Stück.
Plötzlich laufen sie auf einem schmalen Steg mit ihm, und jetzt merkt Polders, daß er auf einem Wasserfahrzeug ist.
Er weiß, was man beabsichtigte.
Sie werden auf den See fahren und ihn versenken, daß er gewesen ist
Wahrscheinlich ist die Prüfung nicht nach Silvers Zufriedenheit ausgefallen.
George hat beim Fesseln schon aufgepaßt. Er kennt den Trick, mit dem er wieder freikommen kann. Nur vor einem bangte ihn: Werfen sie ihn in das eiskalte Wasser, dann ist es möglich, daß er keine hundert Meter schwimmen kann, daß ihn die Kälte lähmte.
Was ist zu tun?
Er muß vorher handeln.
Mit einem plötzlichen Ruck hat er sich von den Handfesseln befreit, das Tuch ist von den Augen, und jetzt reißt er sich auch die Fußfesseln ab, die nicht sonderlich fest und geschickt gebunden sind.
Er sieht sich kurz um.
Es ist ein Motorsegler, auf den man ihm gebracht hat.
Drei Mann bedienen ihn.
Noch hatte keiner bemerkt, daß er freigekommen ist.
Es gilt.
George schnellt zu dem Ahnungslosen, der am Rade steht und mit einem mächtigen Borhieb ichlägt er ihn nieder.
Der Verbrecher hatte keine Zeit gefunden, einen Laut auszustoßen, aber er fällt dumpf auf' das Deck, so daß sich die beiden anderen Männer umdrehen
Mit einem Blick erkannten sie, was geschehen ist.
George aber hat mit raschem Blick aus des Bewußtlosen Tasche den Browning gezogen und hält den Männern die Waffe entgegen „Hände hoch!"
Sie folgen dieser Aufforderung.
„Ihr seid mir Brüder!" höhnte Polder. „Komme nicht von Frisko, daß ihr mich armen Teufel in den See lenkt. Das merkt euch! Seid wohl mit der Polizei zusammen. Das ist mir ein General, den ihr habt! Paßt ihm wohl nicht, meine Viiage, und da macht er eine Handbewegung, und das heißt: Kalt machen. Das ist mir ein General! Hähäl Mag mit ihm nichts zu tun haben Jetzt fahrt mal wohin, wo ich absteigen kann Euer verfluchtes Chicago und euren verfluchten Silver soll der Teufel holen. Ihr verdient, daß ich euch ne Kugel gebe!"
, der eine Verbrecher vernehmen, „Be- jehl ist Befehl! Silver ist scharf, muß es jein! Was denkst
Frankfurter Börse vom 2g. Januar. Tendenz: fest, im Verlauf schwächer. Die befriedigende Lösung der Mobilisierungs- fraae, die Aussicht, daß heute die letzte Sitzung im Haas stattfindet und die plötzlich starke Erleichterung am Geldmarkt hatten zu Beginn der neuen Woche wieder eine feste Tendenz zur Folge. Die Spekulation schritt zu Rückdeckungen, zumal sich wieder lebhafteres Interesse von Publikums- und Auslandsseite geltend machte. Das Geschäft war aber nur in Spezial- werten lebhaft, in denen ganz erhebliche Besserungen zu verzeichnen waren. Als dann aber eine Meldung emtraft in der zum Ausdruck kam, daß eine Regelung der Ostreparationen noch' nicht erzielt worden sei, machte sich wieder eine Unsicher- heit bemerkbar, und die hohen vorbörslichen Kurse konnten nicht gehalten werden. Doch änderte sich an der festen Grund- stimmung nichts; auch blieb das Interesse für Spezialwerte bestehen. Man beruhigte sich bald wieder, da doch die Schlußsitzung nur um einige Stunden verschoben wurde und auch eine Einigung in der Ostreparationsangelegenheit in nicht mehr weiter Ferne steht. Gegenüber den Schlußkursen vom Samstag ergaben sich im allgemeinen Erholungen von 1 bis zu 3 %. Im Vordergründe des Interesses standen Salzdetfurth mit plus 5 %, Westeregeln mit plus 5% % und Aschersleben mit plus 4% %. Am Elektromarkt eröffneten AEG. ca. 1 % schwächer. Nachfrage bestand nach Siemensaktien, die nach Berücksichtigung des «Dividendeabschlages 3 % gewinnen konnten. Lahmener lagen 3 %, Gesfürel 4 %, Schlickert 2 % und Chadeaktien 2 h Mark fester. Am Chemiemarkt waren J. E. Farben zum ersten Kurs leicht gedrückt. Deutsche Erdöl gewannen 2 % und Rütgerswerke 3 %. Am Montanmarkt rückten Mannesmann mit plus 3 % etwas mehr in den Vordergrund. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen bis zu 2 % höher. Schiffahrtsaktien bis zu 2% %, Zellstoffwerte bis zu 3 % erhöht. Renten still aber etwas fester. Im Verlaufe neigte die Tendenz zur Schwäche, und es traten auf Glattstellungen bis zu 3 % ein. Am Geldmarkt wurde der Satz für Tagesgeld auf 5% % ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1840, aegen Pfunde 20.370. London- Kabel 4.8675, -Paris 123.91, -Mailand 93.00, -Madrid 36.90, -Schweiz 25.19%, -Holland 12.11 %.
Frankfurter Abendbörse vom 20. Januar. Tendenz: lustlos. An der Abendbörse herrschte fast vollkommene Geschäftslosigkeit, und die allgemeine Stimmung war lustlos und zurückhaltend. Die wenigen Kurse, die zunächst zustande kamen, waren gegen den Berliner Schluß leicht abgeschwächt, doch lag nennenswertes Angebot nicht vor. Commerzbank, ÄEG. und I. G. Farben gaben bis 1 % nach. Im Verlaufe blieb die Haltung still. Neubesitzanleihe 8.45, Commerzbank 159, Dresdner Bank 152%, Reichsbank 294%, Gelsenkirchen 142, Aschersleben 213. Westeregeln 218. Rbeinstahl 121%, Stahlverein 105, AEG. 174%, Licht u. Kraft 166%, I. E. Farben 176, Siemens 294%, Zellstoff Aschaffenburg 150, Hapag 106. —
Frankfurter Vroduktenmarkt vom 20. Januar. Tendenz: schwach. Der hiesige Markt eröffnete die neue Woche in schwacher Haltung. Das Geschäft kam mangels Anregung nur sehr schleppend in Gang. Die Grundtendenz war aber eher als stetig zu bezeichnen. Die Umsätze beschränken sich nur auf Dek- kung des notwendigsten Bedarfs. Schwächer waren nur Futtermittel. Weizenmehl leicht erhöht. Im allgemeinen blieben die Preise auf dem Niveau der letzten Woche behauvtct. Weizen 26.60—26.75, Roggen 18.50. Gerste 19.50—19.75, Hafer 17—17.25, Mais 16.50—16.75, Weizenmehl südd. und Niederrhein. 39.50—40.25, Roggenmehl 26.25—27..50. Weizenkleie 8.60, Roagenkleie 9.25—9.50. Erbsen 31^44, Linsen 55—100, Heu 10.50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt und gebündelt 5 50, Treber 14.00.
Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 20. Januar. Der Auf- trieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1341 Rindern, darunter 369 Ochsen, 80 Bullen, 521 Kühen. 345 Färsen, 554 Kälbern, 175 Schafen und 5066 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb des Hauptmarktes der vergangenen Woche waren 315 Rinder, 58 Kälber und 83 Schafe weniger angetrieben, während 255 Schweine mehr zum Verkauf standen. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberftand, Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Schweine schleppend, Üeberstand. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen al. 55—57, 2. 50—54, Bl. 45—49, Bullen " 53—56, b 46—52, Kühe a 44—47, b 40—43, c 35—39, d 28 Dis 34, Färsen a 57—59, b 53—56. c 48—52, Kälbet b 70 bis 75, c 64—69, d 54—63, Schafe al. 50—53, b 45—49, Schweine a 78—80, b 79—81, c 80—82, d 79—81, e 77—80. -^m Vergleich mit den Notierungen des letzten Hauptmarktes gaben Rinder bis zu einer Mark nach. Gegenüber den Preisen vom 16. Januar waren Kälber bis zu einer Mark und Schweine bis zu drei Mark billiger, während Schafe eine Mark teurer
du denn: Der George . .. der hat uns zugesetzt. Wir konnten nur was werden, wenn wir eifern zusammengehalten werden, und das tut Silver."
„Der Präsident ist fast tot! Das ist jetzt nicht mehr nötig! An Land, Jungens, aber rasch! Werde euch nicht mehr belästigen. Laßt ihr euch von eurem Silver kujonieren. Sagt ihm, daß ihr mich habt absacken lassen. Sagt's ihm getrost, sonst geht's euch an den Kragen."
Der Motorsegler legt an.
Polders springt ans Land und sieht sich um.
Plötzlich kracht ein Schuß. Die Kugel streift dicht an seiner Wange vorbei. Er läuft, was er kann Er ist nicht weit vom Hafen entfernt.
In der nüchternen Hafenstraße, die zwischen den Speichern hindurchführt, stößt er auf Menschen.
Nun atmet er auf und geht mit den Schiffern in eine der Kneipen, in der er sich bei einem kräftigen Happen und bei einem Glase feinsten Genevers von dem Abenteuer erholt
Aber er ist befriedigt.
Jetzt... wird er Silver finden.
Er hat Anhaltspunkte.
Er weiß: Silvers Haus liegt am See. Die Vorhänge waren in Silvers Zimmer zwar herabgelassen. aber durch einen Spalt hat er den mondbeglänzten See bemerkt
Das Haus liegt abseits, nicht an einer regulären Straße, denn als sie den letzten Teil der Fahrt zurücklegten, hatte das Auto n;äd)tig geschleudert. Es war anscheinend auf einen Wiesenweg gefahren.
Und George hat sich das Gesicht des Chauffeurs, eines alten Herrn mit greisenhaften Zügen, die an einen Totenkopf gemahnten, genau angesehen, und er hat die Nummer erkannt: X 111 346/13.
Das ist ganz besonders wertvoll.
Und dann ist er überzeugt: Er kennt Weißkopf, hat ihn in anderer Gestalt schon einmal gesehen. Er wird noch herausbekommen, wann und wo.
George beschließt, an diesem Abend nichts mehr zu unternehmen.
Er ist zu den Schiffern sehr kameradschaftlich und hält sie frei, so daß sie ganz begeistert von dem Rotkopf sind.
^Irving, der wußte, daß George ausgezogen war, um ötlper zu finden, atmete auf, als Maggens-George wieder erschien und seine Honneurs machte.
„Er hat etwas erreicht!" sagte er sich. „Das erkannte et an dem ganzen Wesen Georges.
Plötzlich erblickte Maggens-George zu seinem Erstaunen Oskot
®r, ^^ ^n«vP.?,r. B.?r und war in Begleitung der jungen Tochter des Millionärs Brown. Sie waren vewe sehr lustig.
gerade mit übermäßig viel Schönheit geplagte Mädchen schien ganz verliebt in Oskot zu fein.
Oskot schon lange da?" fragte George Irving.
„Eben gekommen, Mr. Maggeys "
- „Schade, daß er mit dem Madel nicht in einer Nische sitzt
lagen. Fleifchgroßmarkt: Ochsenfleisch 1. 90—98, 2. 80—90, Büllenfleisch 85—90, Kuhfleisch 2. 60—70, 3. 55—60, Kalbfleisch 2. 95—100, Schweinefleisch inl. 105—110, ausl. 100—105, Gefrierfleisch, Rindfleisch Vorderviertel zollfrei 56 und Hinterviertel 65.
Amtliche Berliner Notierungen vom 20. Januar.
* Börsenbericht. Tendenz: Rückgängig Die Börse eröffnete in freundlicher Haltung, da aus Provinz- und Publi- kumskrcisen neue Kausorders Vorlagen. Das Geschäft war jedoch außerordentlich still und die Spekulation schien eher zu Realisationen geneigt zu sein Tägliches Geld war leichter, der Satz ging auf 5—7 Prozent zurück. Mouatsgeld 7,5—9 Prozent, Warenwechsel 6,5 Prozent. Im weiteren Verlauf gab das Kursniveau allgemein nach.
* Devisenbörse. Dollar 4,180—4,188; engl. Pfund 20,34 bis 20,38; holl. Gulden 167,94—168,28; Danz. 81,31—81,47; franz. Frank 16,41—16,45; schweiz. 80,76—80,92; Belg. 58,19—58,31; Italien 21,87—21,91; schweb. Krone 112,18—112,40; dän. 111,86 bis 112,08; vorweg. 111,68—111,90; tsch-ch 12,36—12,38; österr. Schilling 58,79—58,91; Argentinien 1,663—1,667; Spanien 55,14 bis 55,26.
* Produktenbörse. Die Weizentendenz war hier wenig verändert, da festeren vordamerikanischen Meldungen mattere argentinische gegenüberstanden. Lieferungspreise ruhiger. Roggen im Pr'omptbandel etwa eine Mark billiger, im Lieferungsverkehr durch Abgaben gedrückter. Hafer gut angeboten, Mehl ruhig.
Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.
20. 1.
18 1.
20 1.
18. 1.
Wetz., märt.
24 5 248
245-248
Weizkl. s.Bln.
10 0 10 5
10,0-10 5
pommcrsch.
—
—
Rogkl. s. Bln.
8,5- 9.0
8,5- 9 0
fRogg., märt
153 155
155 157
Raps
—
—
Braugerste
178-192
178-192
Leinsaat
—
—
Wintergerste
160168
160 168
Vikl.-Erbsen
25,0-34,0
25,0-34,0
Sommergste.
—
—
kl. Speiseerbs.
22,0-250
22,0-25,0
Winiergerste
—
Futtererbsen
20.5-21,5
20 5-21.5
Hafer, märt.
133 141
133 141
Peluschken
ly,0-21.0
20,0-21,0
pommersch.
—
—
Ackerbohnen
18.2-19,5
18,2-19,5
westpreüh.
—
Wicken
22,0-25,0
22,0-25,0
Weizenmehl
Lupin., blaue Lupine, gelbe
14,0-15,0
14,0-15,0
p. 100 kg fr.
17.0-18.0
17,0-18.0
Brl.br.inkl.
Seradella
26,0-31,0
26,0-31.0
. Sack(seinst. Mrk.ü.Not.
29.7-35.2
29.7-35,2
Rapskuchen Leinkuchen
17.0-17 5
22 4-22,8
17,4 17.9
22.4-22,8
Roggenmehl
Trockenschtzl.
7.6 7.8
7 6 7.8
p. 100 kg fr.
Sova-Schrot
14,7-14,9
15 0-15 3
Berlin br.
Torsml. 30/70
—
—
inst Sack 22 0 25 0 22 5 25 0 Karlofselflck. 13.7-14.113.7-14,2
* Preisnotierungen für Eier von der amtlichen Berliner Eiervotierungskommission. 1. Deutsche Eier: Trinkeier, vollfr., gest., über 65 Gramm 16,50, 60 Gramm 15, 53 Gramm 13, 48 Gramm 10,50; aussortierte kleine und Schinutzeier 9. 2. Aus- lavdseier: Dänen, 18er 15,50; Holländer, 60—62 Gramm 14 bis 14,50; 57—58 Gramm 13,50; Belgier, 68 Gramm 15,50; Ungarn 11—11,50; kleine, Mittel- und Schmutzeier 8,50—9. 3. In- und ausländische Kühlhauseier: Extra große 11,50, große 8—9, normale 7,50. 4. Kalkeier: Normale 7. Tendenz: Flau.
* Karèoffelprcise. Die Landwirtschaftskammer für die Provinz Brandenburg ermittelte die Karwffelerzeugerpreise je Zentner waggoufrei märkischer Station wie folgt: Weiße Kartoffeln 1,90—2,20, Odenwälder blaue Kartoffeln 2,10—2,50, gelbfleischige (außer Nierenkartoffeln) 2,70—3,10, Nieren- kartosfeln 3,80—4,20 Mark. Gute Jndustriekartoffeln gesucht. Fabrikkartoffeln 8,5—9 Pfg. je Stärkeprozent.
Berliner Effektenfrühverkehr vom 21. Januar. Der heutige Frühverkehr liegt geschäftslos, und die Ansichten über die Kurs- gestaltung sind geteilt. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nannte man London-Paris 123.90, -Mailand 92.98, -Spanien 37%—%, -Kabel 486.75—80, -Berlin 20.36% bis 37, Kabel-Berlin 4.18.45—50.
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Flaschen mit gefährlichem Inhalt!
Immer und immer wieder hört man von Unfällen, wo Personen aus Flaschen Franken, deren Inhalt für den menschlichen Körper gefährlich ist. Es ist nicht selten, daß in Bierflaschen Säure aufbewahrt wird, oder in sonstigen Gefäßen giftige Stoffe. Auf jeden Fall sollte — wenn man schon solche Flaschen verwendet — ein Etikett mit deutlicher Aufschrift angebracht .werden.
Ich würde gern wissen, was er mit ihr spricht. Aber in diesem Falle wird es kaum interessant genug fein, denn hier bereitet er anscheinend erst etwas vor."
Irving sagte bedeutsam:
„Wir haben von Oskot eine interessante Platte, Mr. Maggens. Ich glaube, sie würde genügen, ihn festzufetzen."
„Wer ist das Opfer?"
„Mrs. Sammler "
„Was? Die Gattin des Professors Sommler, die den allerbesten Ruf genießt?"
„Ja Nun, der Ruf besteht auch zu Recht. Sie ist sicher ihrem Mann die beste Frau. Aber Oskot hat Briefe aus der Zeit vor ihrer Ehe."
„So! Ich habe keine Ahnung, ob die Sammlers reich sind. Was verlangt denn der Gaunèr diesmal für die Briefe?"
„Nur fünfzigtausend Dollar, Maggens "
„Fünfzigtausend Dollar! Dieser verfluchte Kerl! Es ist doch die ekelhafteste Sorte der Verbrecher, diese Hyänen von Erpressern, und es ist so schwer, ihnen das Handwerk zu legen. Wissen Sie was. Irving, ich werde der Wohnung Mr. Oskots einmal einen kleinen Besuch abstatten."
Der Besuch bei Oskot gelang ohne Mühe
Oskot bewohnte eine kleine, reizende Villa und hatte außer einer alten Haushälterin und einem noch älteren Diener kein Pcnwnal
Die Wohnung war in keiner Welle geschützt.
George drang ohne Mühe über den Balkon ein und durchwühlte alles, ohne einen einzigen Brief zu finden. Nirgends war Material-
George verließ die Villa ungesehen und war recht unbefriedigt.
Dann überlegte er: Oskot mußte einen zuverlässigen Helfer haben, bei dem er seine Briefschaften verwahren ließ.
Wer konnte der Helfer fein?
Oskot hatte viele Bekannte. Er war einer, der mit aller. Welt auf gutem Fuße stand.
Wer? Wer?
Plötzlich kam George ein Gedanke.
Der Notar Dr Rosenbeacher! Der konnte es fein. George entsann sich der Szene, da er als Maggens mit Rosenbeacher nach dem Eden fuhr, um den Vertrag mit Huizenbroek zu tätigen.
Oskot war gekommen und hatte mit Rosenbeacher gesprochen wie mit einem alten Bekannten, der bei ihm aus» und einging.
Rosenbeacher! George kannte ihn nicht näher. Er stand nicht im Gerüche übergossener Gescheitheit, aber er wurde von den exklusiven Kreisen Chicagos tzern herangezogen, wenn es galt, irgendeinen Vertrag zu tätiget], von dem man wünschte, daß er nicht publik wurde. Rosenbeacher schwieg wie das Grab
Also entschloß sich George, sich näher mit Rosenbeacher zu besassen.
(Forrsetzung ; olgt).