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Amerikanischer Aberptaube.

^n Amerika sind die Geschäftsreisenden überaus aber Ai?, - (v-r Vertreter, der schon lange von Pech »erfolgt seinem Auto ;n wildem Sturm durch das

" -m ^regon Der Wind rin das Schutzdach des --- tzanz weg der Reisende fror jämmerlich aber von diesem Augenblick an war der böse Zauber gebrochen, und regnete Aufträge. Seitdem fährt er noch immer in seinem allen Fordwagen ohne Dach. Der Reisende eines L bensmittclgroßhän lers gab einmal auf der Straße bet eer Sammlung der Heilsarmee einen ganzen Dollar als Svende, denn der Sammler versicherte ihm, dies sei die beste Anlage. In der folgenden Woche brachte er viele Aufträge herein, und seitdem gibt er jeden Sonntag an derselben Stelle einen Dollar für die Heilsarmee. Die Inhaber von Einzelhandelsgeschäften sind oft dem Aber­glauben unterworfen, es bringe Glück, am Montag den Auftrag des ersten das Geschäft besuchenden Kunden ent- gegenzunehmen. So läßt es sich der Inhaber eines Ge­schäftes mit mehreren hundert Angestellten aus aller Ge­wohnheit nicht nehmen, am Montag den ersten Kunden selbst zu bedienen, und er konnte Tränen vergießen, wenn dieser wegging, ohne etwas gekauft zu haben. Daß ein Reisender, bevor er ein Geschäft betrat, erst langsam bis zehn zählte, war kein bloßer Aberglaube. Er sammelte inzwischen seine Gedanken zum Perkaufsgespräch. Nur ein junger Vertreter mißbrauchte das gute Recht auf den Aberglauben, das jede Firma ihren Vertretern zubilligt, indem er erklärte, wenn er nicht am Morgen ein riesiges Beefsteak verzehrt habe, könne man auf keine Erfolge rechnen. Dementsprechend groß waren auch seine Früh­stücksrechnungen.

Die Znsel der Hunde.

Bei Madagaskar liegt die Insel Juan ,de Neva, die von Menschen nicht bewohnt ist. Wer sich dem Eiland nähert kann eine merkwürdige Entdeckung machen; die Insel beherbergt nämlich eine große Anzahl von Hunde». Als vor einiger Zeit ein französischer Segler i» der «the des Strandes vorüberkam, erblickte der Kapitän ein «lies Boot. Durch diese Beobachtung neugierig gemacht, ging der Kapitän mit einigen Begleitern an Land. Statt, wie er erwartet hatte, Schiffbrüchige zu finden, sahen sich die Seeleute plötzlich einem Rudel von Hunden gegenüber, die wie wilde Tiere heulten und dadurch immer mehr Hunde, und zwar Tiere der merkwürdigsten Kreuzungen, herbeilockten. Da die vierbeinigen Inselbewohner eine recht unfreundliche Haltung gegenüber den Seeleuten ein­nahmen, hielten es diese für geraten, wieder an Bord z» geben. Die Hunde folgten ihnen bis zum etranb. wo sie sich zerstreuten. Man erklärt sich diese merkwürdige Tatsache damit, daß Juan de Neva früher ein Anlegeplatz für Segelschiffe war. Wenn Seefahrer und Fischer dort landeten, mag es vorgekommen sein, daß ihnen Hunde entliefen, die sich dann vermischten und vermehrten. Da heute kein Schiff mehr an Juan de Neva anlegt, sind die Nachkommen dieser Hunde völlig verwildert.

Heiteres.

Keinen Grund. Der Ehemann stellt am Ufer des FlusseS, in dem seine Frau Hernmschwimmr. Plötzlich hört er sie »am csiffe scbre'cnWas ist denn lo^" ruft er. Die Mau: habe keinen Grund!" Er:Na, dann brauchst du doch nicht zu schreien!"

überführt. Chef:Sie haben gerade geschlafen, Herr Pfefkc!" Piefke:Aber Sie irren, Herr Direktor, ich . . . Chef:Reden Sie nicht, Sic haben ja mit der Stirn auf dem Stempelkissen gelegen!"

Aber ncmisi doch. Gattin:Ich muß wegen eines neuen Kleides mit dir reden, Schatz." Gatte:Mach's kurz!" Gattin: Aber natürlich nur bis zum Knie."

Gcharfrichier und Theaierdirekior.

Herr Broumarsky, amtlich beglaubigter Scharfrichter der Tschechoslowakei, hat nichts zu tun. Herr Broumarsky will doch aber leben und da sein Amt nicht genug abmirft für seinen und seiner alten Mutter Lebensunterhalt, h«t er sich vor einiger Zeit einen Nebenberuf gesucht, einen Nebenberuf, der früher einmal sein Hauptberuf war, und zu dem er jetzt, der Not gehorchend, zurückgekehrt ist: Broumarsky zieht nämlich mit einem Kasperletheater durch die Tschechoslowakei und führt Kindern und Er­wachsenen seine hözernen Puppen vor. In früheren Ja ren schon als er noch nicht Menschen zu köpfen hatte, ist Broumarsky mit seinem stummen, aber doch so beredten Ensemble auf jeder tschechischen Kirchweih erschienen, und alles freute sich, wenn er kam. Jetzt allerdings gehen ihm viele, die von seinem Köpfgeschäft wissen, ein bißchen ängstlich aus dem Wege. Aber, wie gesagt, er muß doch leben, und so wird er weiter Kasperletheater spielen.

Börse und Handel.

Frankfurter Börsenbericht vom 18. Januar. Tendenz: freund­lich. An der Wochenschlußbörse war man hinsichtlich der nicht gerade günstigen innerholitischen Verhältnisse etwas beruhig­ter, und die Allgemeinsituation wurde wieder zuversichtlicher beurteilt, zumal eine Lösung in der Mobilisierungsfrage ge­funden wurde. Das Geschäft nahm aber keinen größeren Um­fang an, da die eingegangenen Aufträge nur geringes Aus­maß annahmen. Die sich wieder bemerkbar machende Entspan­nung am Geldmarkt seit dem Medio trug ebenfalls etwas zur Besserung der Lage bei. Die flaue gestrige Newyorker Börse blieb ohne Eindruck Ewas lebhafter gehandelt wurden Spe- zialaktien, bei denen gegenüber der gestrigen Abendbörse ganz ansehnliche Kurserholungen eintraten. Die Spekulation schritt aber nur zögernd zu Rückdeckungen. Entlastungsverkäufe wur­den nicht mehr vorgenommen, und es machten sich später An­zeichen einer etwas lebhafteren Geschäftstätigkeit geltend. Die Umsatztätigkeit blieb aber immer noch stark hinter der der letzten Tage zurück. Der gestern wenig beachtete Reichsbank- aüsweis, der eine kräftige Entlastung aufwies, wirkte heute günstig nach. Im Vordergründe standen Kaliwerte; Aschers­leben gewannen 3 %, Salzdetfurth 4 % und Westeregeln 5 %. Am Elektramarkt zogen Siemens 4 %, Schuckert 2% %, AEG. 2% %, Eesfürel 1% % und Licht u. Kraft 1 % an. Von Chemieaktien eröffneten I E Farben 2% %, Scheideanstalt

%, Deutsche Erdöl und Rütgetswerke je 1% % fester. Am Montanmarkt war die Umsatztätigkeit sehr bescheiden, doch er­gaben sich auch hier Erholungen bis au 1% %. Zu erwähnen waren noch Bemberg mit plus 5 %, Zellstoff Aschaffenburg und Waldhor mit je plus 3 % und von Banken Reichsbank mit plus 2H %. Renten freundlicher. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft erheblich ein; Aufträge fehlten und unter dem Druck einer gewissen Lustlosigkeit traten kleinere Abschläge ein. Die Erundstimmung blieb aber freundlich^ und ein großer Teil der Anfangsgewinne konnte erhalten werden. Später machte sich für einzelne Montanwerte wie Mannesmann, Rheinstahl und Stahlverein einiges Interesse geltend, und diese Werte konnten bis §u 1% % gewinnen. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 6 % weiter leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar ca. 4 1847%, gegen Pfunde 20.373, Lon­don-Kabel 4.8672%, Paris 123.91, Mailand 93, Madrid 37, Schweiz 25.18%, Holland 12.11%.

Frankfurter Eiergrotzhandelspreise. Marktlage: In Fach­kreisen rechnet man, daß die Eierpreise ihren Tiefstand erreicht haben werden, da mit dem Eintreten einer kälteren Witterung wieder mit einer Aufwärtsbewegung der Preise für frische Eier gerechnet wird. Kühlhauseier wurden von 912 Pfg. per Stück loco, gehandelt. Preise in Pfennigen per Stück: Bulgarische 9.7510, Jugoslavische 9.259.75, Rumänische 9.25 bis 9.50, Dänische 9.7512.50, Holländische 9.7512.50, Belg, flandr. 11.5012, Französische 11.5012.50, Schlesische 13 13 50, Bayerische 9.5010.50, Norddeutsche 13.13.50.

Frankfurter Duttergrotzhandelspreife. Marktlage: Bei sehr schwachem Absatz gaben die Butterpreise weiter nach. Es kostete das Pfund im Eroßhandelsverkehr: Auslandsbutter (holl. u. dän.) 1 Faß (50 kg) 1.92, einhalb Faß 1.94,. in Halbpfund­stücken 1.95. Deutsche Molkereibutter 1.60.

Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 20. Januar. (Nichtamt­licher Bericht.) Ochsen: A 1. 5658, A 2. 5054, B 1. 4549. Bullen: A 5456, B 5053. Kühe: A 4448, B 4044, C 36 bis 40, D 2935. Färsen: A 5759, B 5356, C 4852. Kälber: B 7073, C 6569, D 5564. Schafe: A 1. 4852 A 2. 4047. Schweine: B 7881, C 7881, D 8082, E 76 bis 80. Aufgetrieben waren: Rinder 1341,- darunter Ochsen 369, Bullen 80, Kühe 521, Färsen 345, Kälber 508, Schafe 115, Schweine 5106. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ueberstand. Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine schleppend, Ueberstand.

Amtliche Berliner Notierungen vom 18. Januar.

* Börsenbericht. Tendenz: Freundlich. Die Börse eröffnete aus der ganzen Linie in freundlicher Haltung. Am Geldmarkt war heute eine wcscnilichc Erleichterung festzustcllen. Der Ordereingang aus der Provinz und teilweise auch aus Pu- bliknmskrcisen hat sich gebessert. Die Geldsätzc gaben nach, tägliches Geld 5,50 bis 7,75, Monatsgcld unverändert 7,50 bis 9 Prozent. Nach den ersten Surfen war die Börse weiter freundlich. Im weiteren Verlauf blieb die Stimmung freundlich.

Devisenbörse. Dollar 4,1814,189; engl. Pfund 20,34 bis 20,38; holl. Gulden 168,00168,34; Danz. 81,3181,47; franz. Frank 16,4216,16; schweiz. 80,77-80,93: Belg. 58,2158,33; Italien 21,9721,91; schwed. Krone 112,21112,43; dän. 111,87 bis 112,09: vorweg. 111,72111,94; tschech. 12,3712,39; österr. Schilling 58,7858,90: poln. Slot» (nichtamtlich) 46,7746,97; Argentinien 1,6611,665; Spanien 55,1955,31.

* Produktenbörse. Die ermäßigten Getreidcprcise verrin­gerten das ersthändige und teilweise auch das indirekte An­gebot bei gleichzeitig vermehrter Nachfrage. Besonders Rog­gen war verstärkt gefragt. Für Weizen war die Unterneh­mungslust zwar auch lebhafter, dennoch waren hier die Preis­gewinne begrenzter.

Gerreide und Olsaaten per 100 Kilogramm

18 L

17 1.

Wc!z märt

245-248

248-246

pommersch.

Rogg., mark

155 157

153 154

Braugersle

17s 192

178 192

Fultergerste

160 168

160 168

Sommergste.

Winiergerste

Hafer, märt.

133 141

133 141

pommersch.

westpreuß.

Weizenmehl P 100 kg fr. Bri.br. inkl. Sacksfeinst.

Mrk ü.Noi.

2.1.7-35,2

29.5-35.0

Rogaenmehi P 100kg fr. Berlin br. inkl Sack

22 5 25 0

21 5-24 7

1000 Kilogramm, sonst per in Reichsmark.

18. 1. I 17 1

Weizkl. s.BIn. 10,0-10 5 10 2 10 7

~ - ' - 8.5 9 0 8,5 9.5

Rogkl s. Bln. Raps Leinsaat Vikt.-Erbsen kl. Speiseerbs. Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen

25.0-34,0 25.0-34,0

22.0-25.0 23.0-26 0

20 6-21.5 21 0 22,0

20.0-21,0 20,0-21.0

18,2 19,5 1(5,2-19,5

22.0-25,0 22,i 1-25,0

Wicken

Lupin.. blaue n.o i5,0 14,0-15,0

Lupine, gelbe

Seradella Ravskuchen Leinkuchen Trockenschtzl

17.0-18.0 17.0-18.0 26,0-31,0 26,0-31,0 17,4 17.9 17 4-17 9 22,4-22,8 22 4-22.8

7 6 7.» 7.8 8.0

Sona-Scbrot ;15 0-15.8 16.1 15,3

Torsml 30/76 - | -

Kanofselslck 03.7-14.2 13.8-14 3

* Berliner Butternotierungen. 1. Qualität 155, 2. Qualität 140, abfallende 124 Mark per Zentner.

* Weiteres Sinken der Großhandelspreise. Die aus den Stichtag des 15. Januar berechnete Großhandelsindexzisfer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber der Vorwoche von 133,1 aus 132,4 oder um 0,5 Prozent gesunken. In der Houpo- sache ist die Indexziffer für Agrarsiofse um 1,5 Prozent auf 122.0 utriidpf^nunen

Berliner Efsektensrühverkehr vom 20. Januar. Der erste Frühverkehr der neuen Woche lag noch sehr ruhig, und eine zu­verlässige Tendenz war nicht zu erkennen. Da aber seine un­günstigen Nachrichten vorliegen, glaubt man mit einer weiter freundlichen Entwicklung rechnen zu können. Interesse macht sich für Schuckert bemerkbar, die mit 193% d. h. 1% % über dem Schlußkurs vom Sonnabend, gesucht sind. Am Devisen­markt nannte man London-Paris 123.90, -Mailand 93, -Spa­nien 36 7585, -Kabel 486.7276, -Berlin 20.37%, Kabel- Berlin 4.18%..

Bückerfchou.

Krankheiten des Jungviehes, plötzliches Zurückgehen des Milchflusses, Verwerfen, auffällige Schwäche der Muttertiere nach Eeourten, Knochenerkrankungen und viele andere Geiseln der Viehhaltung haben zumeist ihre Ursache im Fehlen von Vita­minen im Futter. Die überraschenden Ergebnisse nun, die über­all mit der besonders stark vitaminhaltigen und ständig biolo­gisch kontrollierten Vieh-Lebertran-EmulsionOsteosan" der be-' kannten Firma M. Brockmann Chem. Fabr. m. b. H., Leipzig- Eutritzsch, erzielt wurden, beweisen die Notwendigkeit der Zu­fütterung einer guten Lebertran-Emulsion. Die großen Vor­teile, die mitOsteosan" allerorts und bei allen Verbrauchern erzielt wurden, haben ihre Ursache darin, daß dieses Futtermit­tel 500mal vitaminstärker als beste Vollmilch ist und niemals ohne vorherige Prüfung die Fabrik verläßt. Diese Tatsachen sind die Geheimnisse der großen Erfolge!Osteosan" kann nie Fehlschläge bringen! Wer sich über die Wirkungen des Osteosan" genauer unterrichten will, der verlange von seinem Händler oder direkt ab Fabrik M. Brockmanns Ratgeber für Tierhalter und Züchter. Das Buch mit genauen Fütterungs­anweisungen und vielen vortrefflichen Ratschlägen für die ge« samte Viehhaltung wird kostenlos abgegeben.

Der Herr von Chicago.

Kriminalroman von Claus Andersen.

Urheber-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister-Werdau Sa.

69) (Nachdruck verboten)

6.

Silver.

Während Inspektor Bebberley die Vertretung des Poffzer- »räfibenten übernimmt und Jörns tm Krankenhaus mit dem Tode kämpft, hat sich Robert Georg« in das vielleicht letzte Abenteuer seines Lebens gestürzt.

Nicht der beste Freund, ja, wenn er verheiratet wäre, nicht die eiaene Frau könnte Robert George erkennen, wie er als entflohener Mörder Polders Weißkopfs Keller aufsucht.

Seine Züge sind von abstoßender Häßlichkeit, das struppige Haar entstellt ihn vollständig.

George ist ein Meister nicht nur der Maske, sondern auch der Mimik.

Im Leben ist er ernst und er lacht selten. Aber wenn er die Maske eines lustigen Gesellen angelegt, dann ist er da­mit ein anderer geworden, bann verschließt er sein eigenes Ich.

George hat an der Maske, an feinem mimischen Ausdruck tagelang gearbeitet. Kleine Retoufchen waren nötig. Das Haar mußte er etwas mehr wachsen lassen. Es ist gefärbt. Eirohrot ist es Seine Sachen sind von einer unwahr­scheinlichen Echtheit. Er ist der absolute Verbrecher, ein Glied der Kaste, di« er bekämpft.

Er geht zu Weißkopf, steigt in den Keller und geht ruhig und sicher, als ob er wohl schon hundertmal den Keller be­treten hätte.

Er steht wohl, wie ihn Weißkopf mustert, und als ihn die Auge» treffen, ist es ihm auf einmal, als habe er diese Augen irgendwo schon gesehen.

George nennen wir ihn jetzt Polders setzt sich und bestellt sich einen Whisky.

Weißkops kommt selber und fährt ihn unwirsch an.

Weißt wohl noch nicht, daß wir trocken sind!"

Hähä . . . Ihr trocken! Hähä . . . Ihr seid ebensowenig trocken wie ich ohne Geld. Mach fix, alter Herr! Hab Zaster!"

Weißkopf starrt den fremden Kerl wütend an.

-Halt's Maul!" sagt er derb.Ich geb dir keinen Whisky!" Hähä . . . warum willst du mir keinen Whisky geben? Der Bruder dort in der Ecke, der ist wohl vom Selterwasser besoffen? Hähä!"

Ich kenn dich nicht! Ich will dich nicht kennen!"

Hähä . . warum willst du mich nicht kennen? Eh . ., Wechkops, ist mir gerade dein Lokal empfohlen worden. Suche Arbeit, verstehst du . . . und da hat mir einer gelogt, Der lange Jonathan war's, hat mir getagt: Geh zu Weiß­es'- . Das hat mir der lange Kerl mit den Pockennarben gefaßt Geh zuWechkopf und ... frage nach Silver."

Die letzten Worte sagte er ganz leise

Weißkopf fährt wie von einer Tarantel gestochen hoch.

Du .!" knirscht er.Was weißt du von ihm?"

Doch der Verbrecher blieb ganz ruhig Er streift Weißkopf von sich wie ein Kind, so daß seine Störte dem Alten im­poniert

Hähä ... bin neu in eurer verfluchten Stadt Ihr seid mir Leute . . den Polizeipräsidenten . . . wie hieß der Kerl den knallt ihr weg Feine Sache . . . feine Sache! Mir sympathisch! Denn wenn der mich gesehen hätte, dann hätten mir meine roten Haare verdammt wenig genützt, so sagt Jonathan wenigstens"

Ich will wissen, was du von Silver weißt!"

Was soll ich willen? Komme von Frisko. Luftverânde- runa hat mir der Arzt gesagt . . . hähä . . . und so bin ich hierher gekommen. Haben mich gegriffen, hatte aber Glück. Fünf Tage habe ich gesessen."

Während er spricht, winkt Weißkopf ein paar Kumpanen mit den Augen.

Polders steht sich plötzlich von vier Kerlen umringt, die durchaus keinen vertrauenswürdigen Ausdruck in ihren Zuaen haben.

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Wie auf ein stummes Kommando packten sie .Polders, und innerhalb weniger Sekunden ist er im geheimen Zimmer.

nfet auf dem Schemel, und die vier umdrängten ihn.

"Wer bist du?" fährt ihn Weißkopf an.

Polders aus Frisko."

Was hast du hier zu suchen?"

n bißchen Beschäftigung. Habe in Frisko Pech gehabt. Wollte nen alten Herrn um eine kleine Anleihe bitten, und da fiel er plötzlich vom Stuhle. Herzschlag Die Leute werden es mir aber nicht glauben, habe ich gedacht, und da bin ich losgefahren. '

"Du lügst, Bursche! Deine Haare sind gefärbt."

Stimmt. Ihr seht besser als die Polizei. Hab es dir doch !§°-^?bsagt, alter Herr. Sind gefärbt. Das verändert so'n Gesicht. Das Zeug hält wie Gift/'

Durchsucht ihn!" befiehlt Weißpof.

Das geschieht sehr rasch Sie drehen seine Kleider um und um, aber sie fanden nichts, was ihn irgendwie belastete, etwa dreihundert Dollar, ein hartes Brötchen, eine Fahr- karte der Tram und allerlei kleinen Kram.

Sie riechen feine Sacken an.

Du riechst nach Heu!" sagte Der eine

Stimmt. Habe gestern im Heu geschlafen, in dem einen Speicher im Hafen."

Die drei Männer iahen zu Weißkopf hin.

Der Alte schien unschlüssig zu sein

Dann sagt er:Du bleibst vorläufig hier! Ich komme Dann wieder "

Well. Polders wartet! Aber nicht trocken. Bring mir 'n Whisky, alter Herr "

Gut, kriegst 'n Whisky, stinkst ja schon genug nach Schnaps "

Noch nicht genug, Boß!"

Und Polders bekommt tatsächlich seinen Whisky, der nicht schlecht ist.

Er trinkt ihn wirklich, merkt auch, daß er wirkt. 6s schadet nicht, wenn er etwas angetrunken ist. Umso weniger Mißtrauen werden sie zu ihm haben.

Er sitzt lange in dem unheimlichen Zimmer.

Die Mauern sind ungetüncht und feucht.

Eine Ratte läuft ihm über_bie Füße.

Ein Tisch, eine Bank und zwei Stühle sind die einzig« Möbelierung.

Er sondiert nicht weiter, denn er hatte das Gefühl, als ob man ihn unausgesetzt beobachtete.

Die Stunden vergehen.

Stockdunkel ist es in dem Geheimzimmer.

Endlich erscheint Weißkopf wieder.

Komm!" sagte er kurz.

Polders folgt ihm.

Sie verlassen das Lokal Draußen wartet ein Auto, ein gewöhnlicher Fordwagen. Polders wird in das Hute ge­drängt, zwei Mann folgen ihm nach. Dann verbindet man ihm die Augen.

Dreiviertelstunde fahren sie. Polders gibt sich Mühe, die Route mitzugehen, aber es gelingt ihm nicht. Iedenfall» stellt er fest, daß sie kreuz und quer fahren.

Endlich hält der Wagen.

Polders wird aus dem Wagen gezerrt. Dann geht es einige Treppen empor in ein warmes Zimmer.

Eine Anzahl Leute find im Raume.

Das spürt er. Im Flüsterton schien man sich über ihm zu unterhalten Bis ihm die Binde abgenommen wird

Und er steht . . . George fühlte innerlich einen Schlag ... vor einem schlanken' weihbärtigen Mann, der ihn forschend ansieht.

Polders erwidert frech den Blick.

Der Weißbärtige deutet auf einen Stuhl.

olders nimmt Platz

inter ihm steht Weißkopf.

ange sieht ihn der Weißbärtige an, dann schüttelt er den Kopf.

Das ist das Signal für Weißkopf. Er verbindet Polders die Augen wieder und führt ihn nach dem Auto zurück.

Wieder geht die Fahrt kreuz und quer, bis man endlich hält

(Forts«tzung folgt.)