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- Die ArbeUsmarktlage.

Vom Arbeitsamt fyutba wird uns mdgcteut.

Sie Arbeitsmarktlage hat sich im Monat Dezember weiter »r s ch leckt e r t. In erster Linie sind die Angenberufe an den Neuzugängen beteiligt. Sowohl der Saumartt im hiest- a n Be irk wie in Rheinland und Westfalen setzte eine große Anzahl Bauhandwerker frei, eine Erscheinung, die ,edes ^ahr mit ziemlicher Sicherheit bei den jetzigen Vaume hoden zu.er­warten ist. Auch die Vasaltinduitrie entlieg Arbeitskräfte, was nicht auf Witterungseinflüsse zurückzusuhren tz - Die Lage in der Textilindustrie ist nach wie vor als Mecht zu bezeich­nen Vielfach wird kurz gearbeitet. Die Wachslndustrie ist saisönmäßig schwächer beschäftigt.

Stand der Unterstützungsempfänger männlich weiblich insgesamt

am 1. Januar 1930 nm 1. Dezember 1929

3052

1869

308

253

3360

2122

am 1. Januar 1929 4488 445

Die Vermittlungstätigkeit des Arbeitsamtes der Tabelle zu ersehen.

1928 1929

Januar 54 176

Februar 65 16.)

März 85 241

April 106 17/

Mai 109 150

Juni 86 134

Auli 76 1/6

August 93 199

September 100 154

Oktober 56 164

November 71

Dezember 132 58

4933 ist aus folgen;

1928 1929

Landwirtschaft

5 7

9 10

5 5

4 4

8 30

5- 26

13 35

11 63

7 13

4 13

4 , 6

3 4

zusammen

1033

1886

78

216

Der nächste Viehmarkt.

Am 23. Januar 1930 findet hier ein Viehmarkt statt. Der Abtrieb des Viehes am Vor-Marktag von der Viehladerampe am hiesigen Bahnhof erfolgt über die Straßenecke Kurfürsten- straße-Zieherserweg nach der StraßeAm Viehmarkt" wb von da unmittelbar nach den einzelnen Stallungen in der Stadt. Der Auftrieb des Viehes zum Markt am Marktage selbst be­ginnt um 8 Uhr und muß um 10 Uhr beendet sein. Hierbei ist das nicktuntersuchte Vieh durch die Schloßstraße, das vorunter­suchte Vieh durch die Lindenstraße aufzutreiben. Im Interesse der ungehinderten Abwicklung des Marktverkehrs wird die Be­völkerung ersucht, auf die vorstehenden Verhältnisse Rücksicht zu nehmen.'

Dimbach (Rhön). Für die Ergreifung des Brandstifters, der am 16. Dezember v. I. das Anwesen des Landwirts Wil­helm Fischer in Brand gesteckt hat, ist vom Oberstaatsanwalt in Eisenach eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt worden.

Oberelsbach (Rhön). Der 66 Jahre alte, allseits beliebte Polizeidiener Link hatte schon 24 Fahre lang zur vollsten Zu­friedenheit der Gemeinde seinen Dienst versehen. In der ersten Sitzung des neuen Gemeinderates wurde ihm wiederum die­ses Amt übertragen. Erfreut darüber, begab er sich abends auf den Heimweg, kam aber in der Dunkelheit vom Wege ab und fiel in den Mühlgraben. Erst am nächsten Tage fand man ihn tot auf.

Aus der Schwalmgegend. Als sich der Eenteinderechner von Rommershausen, Heinrich Stamm, von seinem Nachtlager er­hob, hatte er ein beklemmendes Erlebnis. Diebe waren in der Nacht eingedrungen und hatten 400 Mark aus der Gemeinde­kasse gestohlen. Ebenso fehlten 100 Mark aus Stamms nachts am Bett hängender Hose. In der Tasche befand sich der Schlüs­sel zu der unversehrten Gemeindekasse. Offenbar war er nach seiner Benutzung wieder hineingesteckt worden.

Marburg, 15. Jan. (Sitzung des Landesbühnenausschus- ses.) Der vor kurzem gebildete Landesbühnenausschuß für die Provinz Hessen-Nassau hielt hier unter dem Vorsitz eines Ver­treters des Oberpräsidenten seine erste Sitzung ab. Nachdem die Frage der Geschäftsführung eine vorläufige Regelung ge­funden, wurden die Theaterverhältnisse in den mittleren und kleineren Städten der Provinz einer Erörterung unterzogen und dabei die segensreiche Wirksamkeit der gemeinnützigen Wanderbühnen allseitig anerkannt und ihr weiterer Ausbau unter Schonung der berechtigten Interessen der kleineren stehen­den Bühnen ins Auge gefaßt. Dabei wurde auf die Bedeutung der Konzessionserteilung für Schauspielunternehmungen zur Verhinderung minderwertiger Darbietungen durch leistungs­fähige private Wandertruppen hingewiesen und die Unterstüt­zung der zuständigen Behörden hierbei erbeten, die der anwe­sende Regierungspräsident von Kassel für seinen Amtsbereich bereitwilligst zusagte. Besondere Anerkennung fand die vor­zügliche Organisation der unter Leitung des Studienrats Hin- denlang stehenden Theatergemeinden in Eschwege, die es er­möglicht, das Theater- und Konzertleben der Stadt durch vor­treffliche Gastspiele und musikalische Darbietungen trotz aller Ungunst der Zeit auf einer bemerkenswerten Höhe zu halten. Die Eschweger Organisation wurde zur Nachahmung empfoh­len. Es folgte eine eingehende Aussprache über die Voraus­setzungen für die Veranstaltung von Operngastspielen durch das Staatstheater in Kassel, insbesondere in der Universitätsstadt Marburg. Es wurden Mittel und Wege erwogen, um diese Unkosten auf ein erträgliches Maß herabzusetzen und damit der­artige Gastspiele des Kasseler Staatstheaters in anderen Städ­ten der Provinz in Zukunft wieder zu ermöglichen. Als drin­gendstes Bedürfnis soll indessen zunächst auf den weiteren Aus­bau der Schaufpielveranstaltungen durch die Wanderbühnen Bedacht genommen werden. Im Zusammenhang hiermit wur­den auch die durch Einlage von Sonderzügen ermöglichten Fremdenvorstellungen im Kasseler Staatstheater lobend her­vorgehoben.

Gießen, 16. Jan. (Wegen Unterschlagung von Lohngeldern ins Gefängnis.) Vor dem hiesigen Erweiterten Schöffengericht hatte sich gestern ein Lohnbuchhalter eines hiesigen großen In­dustrieunternehmens wegen Unterschlagung von Lohngeldern zu verantworten. Er hatte der Firma im Verlauf einer Reihe von Monaten durch allerlei Manipulationen rund 19 000 Js veruntreut. Das Gericht schickte ihn dafür auf sieben Monate ins Gefängnis.

Gießen, 16. Jan. (Der Gießener Studentenhausbau.) Der Bau eines neuen großen Heimes der Studenten, den die Gie­ßener Studentenhilfe errichten läßt, ist in gutem Fortschreiten begriffen. Die Studentenhilfe hat sich jetzt zur Finanzierung der weiteren Arbeiten in einem von dein Staatspräsidenten Dr. Adelung unterstützten Werbeschreiben an die Provinzen, Kreise und Gemeinden in ganz Hessen gewandt, um von ihnen Geldbeihilfen für die Fertigstellung und die innere Einrichtung des Baues zu erlangen. Die zur Zeit im Gange befindliche Sammlung bei den öffentlichen Körperschaften hat bisher schon über 15 000 Jt erbracht, jedoch ist sie noch lange nicht abge­schlossen. Die Evangelische Landeskirche Hessens hat die Ver­zinsung und Amortisation eines Kapitals von 30 000 Ji über­nommen, wofür ihr mietweise in dem neuen Studentenheim die Wohnräume für zwölf Theologie-Studenten überlassen wer­den. Auch der Bischof von Mainz hat für den gemeinnützigen Bau eine Geldspende übermittelt und dabei sein'wärmstes In­teresse für den Fortgang dieses Unternehmens ausgedrückt. Weiter ist zur Zeit eine Sammlung der Gießener Dozenten­schaft im Gange. Demnächst soll eine gleiche Aktion auch bei allen früheren Gießener Studenten unternommen werden, da­mit von diesen eine Eeldbeihilfe als Gabe der alten Gießener Studenten zu dem Bau beigesteuert wird. Mit der Ein­weihung des neuen Heims ist im kommenden Herbst zu rechnen.

Frankfurt a. M., 15. Jan. (Ehrensenator Dr. Schwander.) Rektor und Senat der Universität Frankfurt Ijaben beschlossen, Exzellenz Dr. Schmauder in dankbarer Anerkennung für seine Förderung der Interessen der Universität anläßlich seines Rück­tritts zum Ehrensenator zu ernennen.

Darmftddt, 15. Jan (Papageieneinfuhr nach Hessen ge­sperrt.) Der Hessische JnnentNrniM har mit sofortiger Wir­kung die Einfuhr von Papageien und Sittichen bis auf weiteres verboten. Dadurch soll, soweit als möglich, einer Einschleppung der Papageienkrankheit, die ja bereits mehrere Todesopfer ge­fordert hat, auch nach Hessen vorgebeugt werden.

Darmstadt, 16. Jan. (Aus dem hessischen Polizeidienst.) Mit dem 1. Januar ist der bekannte Berliner Kriminalist Dr. Riemann als Oberregierungsrat in den hessischen Staatsdienst übernommen worden. Damit sind die Bemühungen um die Re- orgauisation der hessischen Kriminalpolizei einen weiteren, sehr beachtlichen Schritt gefördert worden. Dr. Riemann war bis­her als Lehrer am Berliner Polizeiinstitut tätig und hat sich als Theoretiker und Praktiker auf dem Gebiete des Kriminal- wefens einen hervorragenden Namen gemacht. Er ist !peziell mit der Modernisierung der hefsichen Kriminalpolizei beauf­tragt.

Darmstadt, 14. Jan. Zwei halb erwachsene Lebemänner hatten sich gestern vor dem hiesigen Jugendgericht zu verant­worten. Sie stammen aus einer benachbarten Kreisstadt und kamen nach beendeter Schulzeit vor etwa 3 Jahren als Schreib­hilfen auf die Kanzlei des hiesigen Amtsgerichts. Sie, erhiel­ten keinerlei Vergütung, selbst das Krankengeld hatten sie, bzw. die Eltern zu zählen,' dazu kamen auch die täglichen Eisen- bahnfahrtkoften. Sie zeigten sich gewandt und anstellig und wurden auch seitens ihres vorgesetzten Justizinspektors mit mancherlei Besorgungen und Aufträgen betraut. Sie gerieten aber in leichte Gesellschaft, wofür ihre Taschengelder nicht aus­reichten, so daß sie Schulden machten und schließlich auf Grund gefälschter Unterschriften ihres Vorgesetzten bei der Haupt­staatskasse Geldbeträge angeblich zum Ankauf von Stempel­marken erhoben. Inwieweit es hier an der nötigen Kontrolle fehlte, steht noch nicht fest, jedenfalls brachten sie es fertig, nach und nach über 8000 Mark zu erschwindeln, mit denen sie ein flottes Leben, zum Teil auch mit weiblicher Gesellschaft, führ­ten, große Reisen auch nach dem Ausland machten, wobei auch das Flugzeug benutzt wurde. Sie müssen ihren Leichtsinn mit mehrmonatigen Freiheitsstrafen büßen.

Oppenheim, 16. Jan. (Gegen die Aufteilung des Kreises Oppenheim.) In der gestrigen ersten Sitzung des neuen Kreis­tages wurde folgende Resolution der Christlich-Nationalen Bauern- und Ländvolkpartei zur Kenntnis gebracht:Der Kreistag des Kreises Oppenheim erhebt schärfsten Einsvruch gegen die Bestrebungen der Hessischen Regierung, den Kreis Oppenheim aufzulösen Er wäre bereit, diesem Gedanken näher­zutreten, wenn sämtliche Kreise der Provinz Rheinhessen auf­gelöst und zu einem einzigen Kreis in einem großen Kreis­amt zu Mainz vereinigt würden." Die Vertreter sämtlicher Fraktionen des Kreistags gaben einmütige Erklärungen ab gegen eine Aufteilung des Kreises und setzten sich mit allem Nachdruck für die Erhaltung des Kreises Oppenheim ein.

Worms, 16. Jan. (Ueber fall auf einen Richter.) Amtsae- richtsrat Dr. Trautwein wurde gestern vormittag kurz nach 1411 Uhr auf einem Spaziergang überfallen. Ein junger Bursche fiel ihn in der Siegfriedstraße von hinten an und verletzte ihn durch Faüsthiebe im Gesicht. Der Ueberfallene wurde ins So- fienkrankenhaus gebracht und hier ärztlich behandelt. Die Ver­letzungen sind glücklicherweise nicht ernsthafter Natur. Nach Anlegung eines Notverbandes wurde Dr. Trautwein, der seit einiger Zeit krankheitshalber in Urlaub ist, in feine Wohnung gebracht. Allem Anschein nach handelt es sich bei dem Täter um einen Menschen, der in einer Strafsache von dem Ueberfallenen ackgeurteilt war. Die Polizei hofft, den Täter hinter Schloß und Riegel fetzen zu können.

Heidelberg, 16. Jan. Hier wurde am Mittwoch in feier­lichem Aktus der Grundstein zu dem von früheren amerikani­schen Komilitonen auf die Initiative des Botschafters Schur­mann ermöglichten Neubau der Universität gelegt.

Andernach, 15. Jan. (Stromunterbrechung durch eine Ratte.) Hier trat abends plötzlich eine Unterbrechung der Stromzufuhr ein, die etwa zwei Stunden andauerte. Kerzen, Petroleum­lampen und sonstige Leuchtgegenstände wurden hervorgesucht, um bei der großen Finsternis wenigstens eine notdürftige Be­leuchtung zu haben. Groß war das Erstaunen, als die Ursache der Störung bekannt wurde. Eine Ratte hate an einem End­verschluß in der Transformatorenstation einer Fabrik die Isolation zernagt, wodurch sich die beiden Pole berührten. Der entstandene Kurzschluß zerstörte darauf die Oelschalter der Hauptstativn.

Turnen, Gpnri und Spiel.

Gauversammlung des Gaues 8 der Concordia.

Herr E. F. Wiedmann, Frankfurt a. M., Gau-Ehrenmitglied.

Am Sontag, den 5. Januar 1930, fand unter starker Betei­ligung der Gauvereine die ordentliche Gauversammlung des Baues 8 des Deutschen Rad- und Motorfahrer-Verbandes Con­cordia e. V., Sitz Bamberg, in Wächtersbach statt. Nachdem vorher eine Eauvorstandssitzung stattfand, eröffnete der Gau­leiter, Herr Heinrich Pappert-Fulda die Gauversammlung, be­grüßte die Vertreter und wünschte der Versammlung einen wür­digen Verlauf. Als nächstes wurden die Orte und die Termine der diesjährigen Meisterschaften festgelegt. Die Querfeldein­meisterschaft wurde auf Antrag dem R. C. Opel-Fulda über­tragen und als Tag der Veranstaltung der 9. 3. 30 festgesetzt. Die Eaumeisterschaft im Einerfahren wurde dem R. V. Ger­mania-Salmünster übertragen und für den 27. Juli 1930 fest­gelegt, das 4er Mannschaftfahren wird der R. V. Germania Bad Orb am 6. Juli 1930 ausrichten, während die Eaufaal- meisterschaften am 14. September 1930 in Höchst a. M. stattfin­den. Die Eauwanderfahrt findet am 1. Juni 1930 nach Kassel, Kreis Gelnhausen, Haus der Naturfreunde, statt. Die Bahn­renntermine werden noch bekanntgegeben. Der Gauleiter gab noch bekannt, daß im Jahre 1929 der Gau einen Zuwachs von 21 Vereinen zu verzeichnen hatte. Für die im Jahre 1930 vor­gesehene Werbearbeit wurde eine Agitations-Kommission ge­bildet, bestehend aus folgenden Herren Gauleiter Pappert, Bezir'ksleiter Heinrich, Eddersheim, Bezirksleiter Riefer, Fulda, Bezirksleiter Wigand, Bad Orb, ferner die Mitglieder Stein, Wächtersbach, Lipps, Offenbach-Bürgel sowie ein weiteres noch zu ernennendes Mitglied aus dem Bezirk 25. Das Amt des Motorsportleiters wurde dem R. C. Opel-Fulda zur neuen Be­setzung überwiesen und Herr Hermann Waider vom R. C. Opel-Fulda einstimmig zum Gaumotorsportleiter gewählt.

Die Berichte der Fahrwarte lassen einen klaren Fortschritt erkennen. Auch die Terminkalender für das Jahre 1930 zeigen schon jetzt einen regen Sportbetrieb an. Zur Unterstützung der sportlichen Tätigkeit wurde einstimmig beschlossen, je Vereins­mitglied eine einmalige Sportumlage von 10 Pfg. zu erheben, welche bis zum 1. Februar 1930 an den Gaukassierer August Nüchter in Fulda, Werrastraße 5, abzuführen ist. Sodann wyrbe in Vorschlag gebracht, das Sport-Echo als amtlichesOrgan des Gaues 8 einzuführen und Herr Lipps, Bürgel beauftragt, dies­bezüglich sich an die einzelnen Vereine zu wenden. Ein An­trag des Bezirks 23 auf Bewerbung um die Bahnmeisterschaf­ten wurde an die Verbandsleitung weitergeleitet, ebenso ein Antrag auf Abänderung der Wettfahrbestimmungen. Die Saalmeisterschnften werden in Zukunft nur noch alle 2 Jahre, und zwar jeweils vor den Verbandsmeisterschaften ausgetra- gen. Im Zwischenjahr findet ein großer Vorwettbewerb statt.

Hierauf wurde unter starkem Beifall der zahlreichen Ver­treter und Mitglieder Herr E. F. Wiedmann, Frankfurt a. M., der bekannte Inhaber der Metallwarenfabrik und Enloanisier- austalt E. F. Wiedmann in Frankfurt a. M., ein verdienter Förderer und Gönner des Rad- und Motorsports zum ersten Ehrenmitglied des Gaues 8 der Concordia ernannt. Die Er­nennung wurde Herrn Wiedmann sofort telegrafisch übermittelt.

Im Auftrage des Gauvorstandes überreichte sodann noch Herr Eaudbmann Heinrich, Eddersheim, an Herrn Gauleiter Pappert in Fulda mit dem Wunsche weiterer Mitarbeit für seine Verdienste um den Gau 8 der Concordia ein Buch Das schöne Deutschland". Nach einigen weiteren belanglosen Beschlüssen fand die harmonisch verlaufene Versammlung mit einem Treugelöbnis zur Concordia gegen 3 Uhr ihr Ende, nach­dem vorher noch bekanntgegeben wurde, daß Vorschläge für die Werbetätigkeit oder Wünsche zur Unterstützung bei Werbever­sammlungen an die Gaugeschäftsstelle Fulda, Leipziger Straße 109, zu richten seien.

8p. Die Deutschen EMchnellaufmeisterfchaften. die am Montag auf dem Kleinen Teich oberhalb Krummhübels be­gonnen werden sollten, mußten wegen furchtbaren Sturmes auf den nächsten Tag verschoben werden.

Sp. Das Endspiel um den Futzbaübundespokal. für welches sich Berlin-Brandenburg und Rorddeutschland qualifiziert haben, wird wahrscheinlich am 9. Februar im Altonaer Stadion zum Austrag kommen.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer Gottesdienst.

~ Sonntag, den 19. Januar (2. Sonntag nach Epiphanias). Fulda. Vorm. 914 Uhr: Predigtgottesdienst Pfarrer Hatten­dorff (Kollekte). Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst. Abends 6 Uhr: Predigtgottesdienst Pfarrvikar Rübesam. 8 Uhr abends: Jungmädchenverein im Schwesternhaus. 8 Uhr abends Jungmännerverein im Bibliothekszimmer. Amts- lvoche: Pfarrer Hattendorfs. Dienstag, 8 Uhr: Bibelkreis der Schüler höherer Lehranstalten (B.K.) im Bibliothekszimmer. Mittwoch, den 22. Januar, abends 8 Uhr: Missionsstunde mit Vorführung von Lichtbildern im Schwesternhause. Donners­tag 8 Uhr abends: Mütterverein im Schwesternhaus.

Bad Salzschlirf. Dienstag, 414 Uhr nachm.: Bibelstunde im Hause Forkel.

Evangelische, landeskirchliche Gemeinschaft, Buttlarstraße 17.

Sonntag, 19. Januar, abends 8 Uhr: Eoangelisationsver- sammlung. Redner: Prediger Jäck, Soislieden.

Freitag abend 814 Uhr: Bibel- und Gebetstunde.

Jedermann ist herzlich eingeladen.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, den 19. Januar 1930. Fulda. Dom. Beichtge­legenheiten : Samslag morgens von 146 Uhr, nachm. von 2 3 Uhr für die Kinder, 1457 und von 148 an für die Erwachse­nen, Sonntag morgens von 146 Uhr ab. Gottesdienste: 146, 6, 147 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Kommunion. 7 Uhr. hl. Messe und Kommunion der Jung- frauensodalität in der Marienkapelle. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt, Aussetzung und Umgang und Kommunion des '5. Schuljahres und der chriftenlehrpflichtigen Jungfrauen und aller Jungfrauen der Dompfarrei. >510 Uhr Kathedralamt mit Predigt. %11 Uhr Christenlehre für die Jünglinge. 1412 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. >52 Uhr Andackt um Wie­dervereinigung im Glauben. %3 Uhr Predigt und Andacht für die Jungfrauen. 4 Uhr Sakram. Bruderschaftsandacht mit Pre­digt und Segen. Um 6 Uhr abends ist die Andacht in der Marienkapelle. Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von 1467 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Kommunion-Austei­lung %8 Uhr Pfarrgottesdienst mit Kommunion. 9 Uhr letzte Messe mit Kommunion. Montag ab5 Uhr Andacht um Wiedervereinigung im Glaub..: ^.adtpfarrkirchc. Beicht­gelegenheit: Samsta^ nachm. 37, 714814 Uhr, Sonntag früh 67 Uhr. Sonntagsgottesdienfte: 6 Uhr hl. Messe und Komm, der Kongregation St. Notburga. 6% Uhr hl. Mepe und Komm, der Jungfrauenfodalität und der übrigen Jungfrauen. 8 Uhr erster Schulgottesdienst, Predigt und Kommunion des 6. und 5. Schuljahres. 914 Uhr Pfarramt und Predigt. 11 Uhr zweiter Schulgottesdienst und Predigt. 9 Uhr Christenlehre der Jüng­linge in der Severikirche. 214 Uhr Andacht für den Kindheit- Jesu-Verein. 314 Uhr Andacht für die Jungfrauen-Sodalitöt. Um 4 Uhr nachmittags Andacht für die Kongregation St. Not­burga in der Severikirche. Die hl. Komm, wird von 6714 Uhr jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 8>4 Uhr und um 914 Uhr vormittags. Werktagsgottesdienste: 614, 7, 7% und 814 Uhr hl. Messen. Mittwoch, Freitag, Samstag früh 614 Uhr Beichtgelegenheit. Am Freitag nachmittag ist um 5 Uhr Segens-Andacht. An allen Tagen der Woche wird mit dem Morgengottesdienst die Andacht um Wiedervereinigung im Glauben verbunden. Pfarrkirche zum hl. Geist. 7 Uhr Früh­messe mit Predigt und Kommunion der Jungfrauen. 8 Uhr Hochamt und Predigt, Kommunion des 5. und 6. Schuljahres. ^11-Uhr Kindergottesdienst und Ansprache. >512 Uhr Christen­lehre für die Jünglinge. 2 Uhr Andacht und Predigt für den Jungfrauew-Verein. Um 5 Uhr Andacht um Wiedervereinigung im Glauben. Beichtgelegenheiten sind: In der Woche täglich eine halbe Stunde vor der Schulmesse. An den Vorabenden"der Sonn- und Feiertage nachmittags von 46 Uhr, an diesen Tagen selbst von 67 Uhr vormittags. St. Josephskirche. 148 Frühmesse m. Anspr. 1510 Amt m. Pred. 342 And. m. Segen. Beichtgelegenheit: Samstag von 23 Uhr für die Kinder und 3457 Uhr abends für Erwachsene, Sonntag morgens von 347 Uhr ab. Kommunion-Austeilung vor und nach der Früh­messe und 915 Uhr. Werktags >48 Uhr Schulgottesdienst. St. Sturmius-Pfarrkirche. 714 Uhr Kommunion-Austeilung. 714 Uhr Frühmesse mit Predigt. 9*4 Uhr Hochamt mit Predigt. Darauf Christenlehre. Um 342 Uhr Segensandacht. Abtei- kirche der Benediktinerinnen. Sonntag %6 Uhr Konventamt. Nachmittags um 3 Uhr ist Vesper. Werktags %6 Uhr hl. Messe. 149 Uhr Konventamt. 3 Uhr Vesper. Herz-Jcsu-Heim. Sonntags 634 Uhr Frühmesse. 8 Uhr Amt und Predigt.' Um 2 Uhr Andacht und Segen. An den Wochentagen beginnt die hl. Messe um 614 Uhr. Mittwochs um 8b; Uhr abends An­dacht und Segen. Friedhofskapelle am Franzofenwäldchen. Sonntag 614 Uhr hl. Messe mit Ansprache und Kommunion- Austeilung. An den Werktagen 734 Uhr hl. Messe mit Komm.- Austeilung. Frauenberg. Hl. Messen von 57 Uhr. 8 Uhr Sing messe mit Predigt und liturg. Gebeten. 9 Uhr Hochamt mit Predigt. 2 Uhr Andacht um Wiedervereinigung im Glauben.

Neuenberg. 349 Uhr Amt mit Predigt.

Israelitischer Gottesdienst.

Samstag, den 18. Januar. Vorabends 4.45, morgens 8.15, nachmittags 4.00, Sabbatausgang 5.45 Uhr.

Wochengottesdienst: Morgens 7.05, nachm. 4.30, abends 5.35.

Evangelische Kirchengemeinden Tann und Neuswarts.

Sonntag, 19. Januar. Tann: 10 Uhr Predigtgottesdienst Pfarrer Eüttel). Neuswarts: 11.30 Uhr Predigtgottesdienst (Pfarrer Eüttel).

Amtlicher Teil.

Ueber das Vermögen des Schreinermeisters Valentin Ernst in Fulda ist am 15. Januar 1930, 12 Uhr das Konkurs­verfahren eröffnet worden. Konkursverwalter: Kaufmann Heinrich Studt in Fulda. Erste Eläubiqerversammlung den 3. Februar 1930, 11 Uhr, allgemeiner Prüfungstermin den 17. Februar 1930, 934 Uhr. beide Termine bei uns Zimmer Nr. 6. Anmeldefrist und offener Arrest mit Anzeigepflichr bis 10. Februar 1930. (5 R. 4/301).

Fulda, den 15. Januar 1930.

Amtsgericht, Abt. 5.

Oeffentliche Steuermahnung.

Diejenigen Steuerpflichtigen, welche bis jetzt ihre

1. Gewerbelohnsummensteuer und Handelskammerbeitrag von den in den Monaten Oktober, November und Dezember 1929 gezahlten Löhnen und Gehältern,

2. Grundvermögenssteuer für Januar 1930,

3. Hauszinssteuer für Januar 1930,

nod) nicht gezahlt haben, werden hiermit aufgefordert bis spätestens 23. Januar 1930 Zahlung zu leisten.

Nach diesem Termin beginnt alsbald die zwangsweise Ein­ziehung der Rückstände.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß von den nicht tcr= minmaßlg gezahlten Steuern 10 Prozent Jahreszinsen als Ver­zugszinsen erhoben werden.

Fulda, den 16. Januar 1930.

Stadtkasse: Jung.