'-‘üt Verkäufer ron MfhNachtsiäu«c «7
^'^iicke Landwirrschaftsminister Hai astgeordnet, daß
-" I Bcricncn, die Weihnachlsbäume, Pfingstmaien UND f'&ta das zur Verwendung als Zimmerichmuck oder ^Kinderei geeignet ist, feilbieten, verkaufen oder Sc über den rechtmäßigen Erwerb der Eegenstänve "^ müssen. Beim Erwerb aus staatlichen Forsten gilt Verabsolaezettel als Ausweis. Privatwaldbe- , Nutzungsberechtigte benötigen eine Bescheinigung der : Ortsxclèzßi. Wieder-Verkäufer von Gegenständen Art aus Privat-Besttz oder Privathand haben durch Rechnung den Erwerb nachzuweisen. Diese Haen müssen außer Datum. Namen und Wohnort bei und Empfänger auch Art und Zahl enthalten. Die-: und den Aufslchtsbcamten auf Verlangen vorzuzeige» '> Wandlungen werden mit Geldstrafe bis 150 Mark oder 14 Tagen bestraft.
* Fulda, den 13. Dezember 1928.
Anstellung, Beschäftigung und Nückkehrpflicht der ausländischen Arbeiter im Stadtkreise Fulda.
J der Pclizeiverwaltung Fulda wird über die Beschäf- ron ausländischen Arbeitern folgende Bekanntmachung
Ren:
Pj^erholt wurde die Wahrnehmung gemacht, daß unlegi- ' te ausländische Arbeiter in Arbeitsstellen eingestellt und Äugt werden, für die das Landesarbeitsamt ober die von beauftragte Stelle die Beschäftigung ausländischer Arbeiter genehmigt hat. Dies ist nach der Verordnung vom ' <926 strafbar. Beabsichtigt ein Arbeitgeber ausländische einzustellen, so hat er einen diesbezüglichen Antrag dem isamt Fulda zur Begutachtung und Weiterleitung an das ‘^Arbeitsamt in Frankfurt a. M. einzureichen. Die Ce- MNg zur Beschäftigung eines Ausländers wird in der -! längstens für ein ^ahr ausgestellt; deshalb müssen diese &t jährlich und zwar vor Ablauf der im Eenehmiqung's- i/sestgesktzten Zeit wiederholt werden. Wird die Eeneh- E zur Beschäftigung ausländischer Arbeiter erteilt, so ist Mäft.igung nur zulässig, wenn sich die Arbeiter im Be- Dr ordnungsmäßigen Legitimationskarte oder eines Be- Wsscheines der Deutschen Arbeiterzentrale befinden. Für er’ite Beschäftigung nach der Einreise bis zur Beendigung v-gitimationsverfahrens genügt Reiseausweis oder Paß.
Wechsel der Arbeitsstelle darf der ausländische Arbeiter ine neue Arbeitsstelle nur eingestellt werden, wenn der l Arbeitgeber oder das zuständige Arbeitsamt durch Ner- j auf der Arbeiterlegitimationskarte dagegen keine Ein- mg erhoben hat und die Umschreibung dieser Karte auf andere Arbeitsstelle von der Polizeibehörde erfolgt ist.
Jie Anträge auf Legitimierung müssen a) für die neu in Inland gelangten und eingestellten ausländischen Arbeiter it und b) für die bereits im Inlands in Arbeitsstellen be- ili^en Arbeiter spätestens bis zum 28. 2. eines jeden Jahres 1 Arbeitgeber bei der Polizeibehörde beantragt sein, der H die Kosten des Legitimierungsverfahrens zu tragen und v bei Stellung des Antrages einzuzahlen hat.
Sie Erteilung des Befreiungsscheines ist von dem aussen Arbeitnehmer bei der Polizeibehörde zu beantragen; dem Anträge ist der Paß oder Paßersatz und die Gebühr liegen.
Sri) das Arbeitsverhältnis gelöst, so hat der Arbeitgeber i. a. unter Angabe der Nummer der Legilimationskarte, Mb 3 Tagen" schriftlich anzuzeigen. Gleichzeitig wird if hingewicsèn, daß die Weiterbeschäftigung oder Sie Neu- eUung von Arbeitern, deren Legitimationskarten den Vertragen „Inhaber unterliegt dem Rückkehrzwange" unter : Umständen verboten und strafbar ist. Solche Arbeiter en in jedem Falle und ohne Rücksicht auf die Jahreszeit, ienenfalls auch noch im Laufe des nächsten Jahres, zwangs- : auf Kosten des jeweiligen Arbeitgebers in die Heimat tat.
- braucht wohl nicht besonders erwähnt zu werden, daß -naae Vriolaung der.Verordnung über, die Einstellung mW ww^ ausländischer Arbeirer im Interesse der Deutjchen kèmrWfl und mit Rücksicht aus die große Notlage am eimischew Arbeitsmarkt notwendig ist.
»Men in Zukunft trotzdem Zuwiderhandlungen gegen die mite Verordnung und gegen die Bestimmungen über den iimierungszwang festgestellt werden so würde die Polizei- altung dann gezwungen sein, die Strafverfolgung bei der icanwaltschast zu beantragen.
Kersfeld, 14. Dez. (Eine neue Autostraße zum Kreuzberg.) r die schlechte Beschaffenheit der Zuganasstraßen zum lzbcrg ist schon viel geklagt worden. Für Fuhrwerke und mobile ist die gegenwärtige Zugangsstraße von, Bischofsher überdürstig und auch der Weg von Oberwergenorunn et den Anforderungen nicht mehr. Dank der Bemühungen siebener interessierter Stellen ist jetzt ein Ausschuß gebubet len der die vorbereitenden Schritte für den 'Bau einer Stätte Kissinacn-Aichach-Burckorroth-Waldberg-Kreuzberg ic Wege leiten soll. So erfreulich das Projekt ist, so sicher seine Durchführung die wirtschaftliche Entwicklung des sud- »Rhöngcbictes vorwärts treiben würde, seist baintt doch feine Besserung der Zufahrtswcge von hessischer «eile her leiten, die ebenfalls dringend nötig ist.
' hersfsld, 12. Dez. Der Verband kurhessischer Fleckvieh- :s hält am 20. Dezember in Hersfeld unter dem Borgtz Kubrats von Fulda. Freiherrn von Eagern, eine Sitzung ^rwaltungsausschusses und eine Mitgliederoerfammlung " ms der reichhaltigen Tagesordnung stehen u. a.^ folgende
Die Ee'chüftsberichte für 1927 und Eß, die Rech- -seauna, dü Neuwahl der Fleckviehgenoßenschaft zur een Rotenburg, die Frage einer Ermäßigung der Verbands- Hr und ein Vortrag von Landwirtschaftsrat. Br.Smaub- -ti über die Bedeutung und d^e Durchführung bei -Nuck)- Mebei der kurhessischen Fleckviehzucht, tlußerdem st.) shanze Reihe ron zum Teil sehr, wichtigen Anträgen m siebenen Fleâviehzuchtgenosienschaften zur ^rschlumasiun ,. 'besonderer Bedeutung dürfte die Enischeidung uber n-- I Anträge fein: Hünfeld beantragt die Wahl emer Kom- Mzur Festlegung des Begriftes „Zuchttauguchteit. Eeln- M beantragt die Abhaltung -e einer Fruhiahrs- und j^ersteigerung in Wächtersbach. Hersfeld bsantragt, ■ Maserungen des Verbandes für den ganzen Bezirk'nur ^noch ^nt zentral gelegenen Ort abzuhaltem und schlagt E . - "er.. Auch Homberg beantragt die Zufamine.-legu. g ■- ^WDerjieigerungeri an einen oder zwei -».'N. -. <-- èsuhruna beantragt schließlich n.a. Gencralmw e- â aller eingetragenen ^iere im Frühjahr zu
und die Herdbuchkommission zu verstaaiuchen.
.Sergeis (bei Hersfeld), 12. Dez. (Dagabundenleben) In Dickicht im Forstschutzbezirk Obergeis hatten sich zwei Leicher häuslich niedergelassen. Sie hâ n sich reich isttayrungsmittcln, die wahrscheinlich aus einem kurzucl, er- Anbruch im benachbarten Wallenstein ta-muen ver- ^and fühlten sich anscheinend ganz wohl konnte Borden jedoch bald vom Förster entdeckt. Der eine konnte Zi genommeu werden, während es dem anderen g 8, Wehen.
Ellingshausen, r> Dez. (100 Jahre Malerrolonie W-r- -iusen.j 'n hipiein ''(obre das vor kurzem eine rlebcr- SS der berühmten WAlingsbäuser Malerstube aus eine -taebäude in ein offenes Easchaus-brachte kanndas inborf Willingshausen auf ein lOOigbriges Bestehen als .^n zurückblicken. Eine im Majolstazimuwr de.
E^toebauses hängende getufchre ,^derzeich.iu g „
Willingshausen" kann man als ^^S^fii ; & Den dem aus die Herleikiing.des t,ic ' â'H'ngshausen berechtigt ist. Diese ^derzeichn L : 160 Jahren entstanden ist, stammt p-» Gerhardt von 2 hu, der sich 1820 mit Charlotte von Schverizell ve.rn.ay , - 183o in Willinashausen wohnte. Zu s^uer Z - ^
' gelegentlich auch der Kasseler Maler Ludwig w« ^ m Willingshachen Zu den dann im Laufe der hum
dcrr ^ahre nach Williirgshausen gekommenes Mülern, die hier im stillen Schauen jungsraulichcr Naturschönheit und eifrigem Studium eines eigenartigen Pclkscharaktcrs Muße zu künst- ^'ifchem Schasfcn fanden, gehören auch viele Maler, deren Berühmtheit über die Grenzen der engeren Heimat hinaus gewachten ist, so Ludwig Knaus, Adolf 'Lins-Düsseldorf, Prof. Paul Thumann-Berlin, Heinrich Hoffmann-Heidelberg. Hans von Volkmann-Karlsruhe, Prof. Otto Strötzel-München, Paul Weber-Darmstadt, Prof. Kretzschmer-Berlin, Prof. Erwin Raupp-München, Prof. Hugo Moblig-Düsseldorf, Emil Zimmer- mann-Düsseldorf, Prof. Banner-Mârburg, Prof. Thielmann- Willingshausen. Heinrich Giebel-Marburg, Franz Hochmann- Dresden und viele andere. Die seit 75 Jahren bestehende Malerstubc ist, nachdem die Hasesche Wirtschaft eingegangen war. jetzt durch die finanzielle Unterstützung eines ' Kasseler Kunstfreundes mit ihren alten Insignien in die Völkersche Wirtschaft überführt worden, nachdem sie vorher einige Jahre einen Dornröschenschlaf gehalten hatte, wenn auch die Maler- besuche nie ganz aufgehört haben und besonders in letzter Zeil wieder im Wachsen begriffen sind. Willingshausen ist, da Dachau und Worpswede erst viel später zu ihrem Ruf gekommen sind, die älteste deutsche Malerkolonie. Frau Prof. Thielmann, die Gattin des ersten leider früh ventorbcnen Malers, der sich in Willingshausen niedergelassen hatte, verhilft Willingshausen durch die Einrichtung einer Werkstätte hessische Baucrnstiâerci zu einer weiteren Berühmtheit.
Marburg. In einer Versammlung des Hessischen Bauernvereins, Kreis Marburg, wies der Vorsitzende", Landwirt Mink- Wolfshausen, darauf hin, .daß die Preisbildung die E n l s ch u l o u n g s h o f f n u n g e n der Landwirte trotz der guten Ernte wieder einmal z e r ft ö r i hätte. Die Preise, die mit denen vcr 30 Jahren gleichständen, ständen in keinem Verhältnis zu den hohen steuerlichen und sozialen Abgaben. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stand ein Vortrag von Dr. Heßling (Landwirtschaftskammer Kassel) über die Entwicklung, die die Landwirtschafl nach dem Kriege genommen hat. Wenn jetzt die Vorkriegserträae nahezu wieder erreicht seien, so sei dies nur dadurch möglich geworden, daß sich die Landwirte in Schulden gestürzt hätten. Er forderte genügenden Zollschutz der Landwirtschaft und wies auf die Selbsthilfe durch genossenschaftlichen Zuzammenschluß hin Nur durch genossenschaftliche Verwertung aller landwirtschaftlichen Produkte in Verbindung mit der Lieferung von Qualitätsware sei ein Einfluß auf die Preisbildung zu erlangen. Der Vorstand wurde beauftragt, mit den landwirtschaftlichen Nachbarorganisationen zwecks strafferen Ausbaues der genossenschaftlichen Ertragsverwertung in Verbindung zu treten.
In diesen Tagen
zieht der Briefträger die Gebühren für den Januarbezug dieser Zeitung ein. Wir empfehlen, das Geld bereif zu halfen und die Posfquittung möglichst schon bei der ersten Vorzeigung einzulösen. Nur dadurth wird die ununterbrochene Lieferung dieser Zeitung gesichert und der Sonderzuschlag vermieden, den die Post für alle nach dem 25. eines jeden Monats eingehenden Zeitungsbestellungen in Anrechnung bringt.
Marburg, 11. Dez. (Ein Taubstummen Heim in Marburg.) Der Provinzialverein „Taubstummenheim" für Hessen-Nassau plant hier die Errichiung eines Heims für ältere alleinstehende erwerbsunfähige Taubstumme. Aus diesem Grunde weilte hier am Samstag eine Kommission von Regierungsvertretern aus Kasiel und Wiesbaden, sowie mehreren Bausachverständigen. Nach eingehender Prüfung wurde der ursprüngliche Plan des Ankaufs eines Besitztums in einem Dorf bei Marubrg aulgc- geben und der Neubau eines Heims in Marburg in Aussicht genommen. Der Oberpräsident hat. wie mitgeteilt wird, eine Sammlung freiwilliger Gaben in Hessen-Nassau genehmigt.
Gießen Dez. (Seinen VMet^u^en . Tor Ab jährige Steinbrucharbeiter Wilhelm HoMann aus Eichels- dorf, der, wie berichtet, in einem Steinbruch in der Nähe von Nidda von einer Stâklcpsmgfchinc schwer verletzt worden war, ist geestrn abend in der hiesigen Chirurgischen Klinik, wohin man ihn verbracht hatte, seinen schweren Verletzungen erlegen.
* Gießen, 11. Dez. Sein 2bjähriges Jubiläum kann im kommenden Jahre der hiesige evangelische Kirchengesangverein begehen. Mit dem Jubiläum verbindet der Verband der hessischen evangelischen Kirchengesangvereine am Sonntag Exaudi 1929 sein nächstjähriges Verbandsfest. Da man mit einer starken Beteiligung rechnet, soll ein Teil der Veranstaltung in der geräumigen Volkshalle abgehalten werden.
* Gießen, 11. Dez. Die Jubiläums-Werbewoche, „Gießen im Licht" zeigt bis jetzt bei riesenhaftem Besuche einen überaus glänzenden Verlauf. Manche Geschäfte,weisen einen fünf- bis sechsfachen Umsatz auf. infolgedesien ist der Loseverkaus zur Werbelotterie so stark, daß die Zahl der Lose um Tausende erhöht werden muß. Ebenso sollen die Gewinne entsprechend erhöht werden. Unter den ersten Gewinnen seien genannt: Ein Viersitzer-Opelwagen, ein Schlafzimmer, ein Klavier, 9Cab= Maschine, Slairduhr, Fahrräder usw. Infolge des Riesenvcr- kehrs mußten am Sonntag zur Verstärkung der Polizei ^chupo- lcute aus Butzbach herangezogen werden.
Hanau, 11. Dez. (Eine Zweigsabrik der Henckelwcrke in Hanau.) Seit Monaten sind zwilchen den Chemischen Fabriken Henckel u. Co. in Düsseldorf einerseits und der <-tadt Hanau anderseits Verhandlungen wogen Errichtung einer Zweigsabrik der Henckelwerke am hiesigen Mainhafen gepilogen worden. Dieser Tage ist zwischen Oberbürgermeister Dr. Blaum und den Henckelwerken der diesbezügliche Vertrag unterzeichnet worden.
5>anau 11 Dez (Unterschlagung beim Hanauer Wohlfahrts- amn Von dem Oberpostsekretär Wüstenhoser beim hiesigen Wohlfahrtsamt sind nach und nach Beträge unterschlagen worden die wie man hört, zusammen etwas über 2000 Mark ausmachen sollen. Ein Teil dieser unter,chlagenen Gelder ist ersetzt worden.
Aickaiienburo, 11. Dez. (Anschlag auf einen Eisenbahn- zugZ^Jm Bahnhof Lohr-Sradt ber Sirecke Lohr- Werthe, m ir.iube am Sa ins tag um 7-W ^hk ern quer über die schienen gelegter 12 m langer und 60 mm starker Dnenstab vom ein- fahrenden Nebenbahnzug -co. 45 m weit geschleift und dann überfahren. Eine weitere Betriebsstörung en,stand nicht. Die Untersuchung ist eingeleitet. v
Necktenbach (Unters rauten), 8. Dez. (Fürchterlicher Tod) ^cr 78* Jahre alte Rentner Anton DicH wurde in Ieiner Woh- nuna auf dem heißen Zimmerofen liegend, tot aufgesunden. Mem Anschein nach überkam Noll eine Ohnmacht, wobei er aus den Ofen tu liegen kam. Da- der Unglückliche allein das Haus bewânt?, bemerkten erst später hinzukommende Verwandte den Verfall. Die erheblichen Brandwunden durften zweifeltvs e-en Tod herbeigeführt 'haben.
Darmstadt, 11. Dez. (Rücktritt des Direktors der Landes- bibliolhel.) Der langjährige Direktor der Hessitchen Landes- üibliothek Dr Ludwig Voltz in Darmstadt, tritt am 1. Januar des kommenden Jahres wegen Erreichung des Pensionsalters in den Ruhestand.
Darmsradi, 12^ Den Im Frühjahr 1929 finden wieder Reifeprüfungen für Nicktschülcr und Nichtichulerinnen und Prüfungen zum Nachweis der Reife ^rur Obcriekuiida und Prima statt. Meldeschluß ist am 19. Januar 192.). Die stem- pelpfttchtigen Meldungen sind unter Beisugung derin der un -taatsverlag erschienenen Prüfungsordnung in, da^ Ministerium für Kultus- und Bildungswefen einzureichen.
Bensheim a. d. B., 11. Den (45 000 Mark Schaden.) Wie iett bekünnr wird, bat eine hiesige Paplerkabrik durch leichtsinniges Verhalten eines Angestellten bei Speditionen in den Ickten Jahren ungefähr 45 000 Mark überzahl-. Cm -eil des Betrages wurde zurückerstaftet. Der Angestellte wurde fristlos entlassen.
Nah und ^ern
C- Rachspirk 3um Kyritzer Protest. Im Kyritzer Prozeß ivciv.'ii LaiIdfricd.'ndb,uchS der lurjch in del Perns»n,z>s ittsranz schwebt, wird co deninächst ein Nachspiel geben. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Vorsitzenden des Landbnndcd Ostpriegnitz, von Jena, und den Geschäfts sührer Cordes eine besondere Anlage wegen Anfforde rung suu: Sienerstreik erhoben. Bei der Kyriiser Not knndgebnng wurde nämlich eine Entschließung angenom- meii. in der ès heißt daß die Landwirte keine sveiteren Zahlungen an b’' öffentliche Hand leisten könnten und leisten würden. Dein Porfisteud:u von Jena wird zur Last gelegt, djeke Entschließung vorgelesen, dem Hauch: geschäftssührer Cordes, sie veröffentlicht tu habet, Tie Hauvlverl'stndliidg steht am 5. Januar vor dem Grössere gerickt Pritzwalk an.
H Die Tabakspfrife ins Gehirn gebohrt. In Jglan stürzte ein Arbeiter, der etwas getrunken hatte, so ungl m lieh, daß die Tabakspfeife, die er im Msude hatte ii u durch den Gaumen ins Gehirn bohrte. Im Kr-ul: ihav-- versuchte man vergeblich, das Rohr auS dein Gehirn zu entfernen, Inzwischen starb der Mann.
; > Durch Explosion einer Dampfheizung getötet Durci» das Zerreißen der Fenernngsanlage der 9t!edevdk:".> dampfbeizung ereignete sich in dem Algäuer Ort SiH'' gaben in dèr Gerberei Hurler eine schwere Erplosio«. Die Sprengstücke flogen durch das Kellergewölbe in die Miw wobei Frau Hurler' getötet,' ihr Mann leicht und die Tockter schwer verletzt wurden. Fenster tvurden zc^ trümmert und das Gebäude ziemlich start beschädig«, llrsachc der Erplosigu bürste fein daß sich in der mit Love geheizten Feuerung Gase gebildet hatten.
H Im Blutrausch. In einem Dorfe bei Metz geriet ein polnischer Arbeiter mit einem Kaufmann in 21reit und verletzte den Kaufmann und dessen Frau durch Revolver schlisse. Nach Rückkehr in seine Wohnung erschoß der ^eb' feine beiden KindeK. seine Frau und jagte sich bann selbst eine Kugel in den Kopf.
) Bier Tute bei einem Schwebebahnnnsall. In der Gemeinde Brvnzolo fanden vier Arbeiter den e ob bei einem Schwebcbahnunsatt. • Der Wagen, in dem sich du- Arbeiter befanden, stieß bei der Abfahrt gegen einen nur Material beladenen aufwärtsfahrenden Wagen, moburen das Drahtseil der Schwebebahn riß und die Arbeite^ zwölf Meter tief abstürzten. Drei waren aus der stelle tot, der vierte konnte nur sterbend ins Krankenhaus ein geliefert werden.
0 Audbrnch von wilden Tieren aus einer Menagerie. In WassN kam aus einer abschüssigen Straße der letzv- Wagen einer Menagerie ins Rollen und überschlug sub Dabei erlangten eine Löwin, zwei junge Löwen und drei Wölse die Freiheit. ES gelang den Bewohnern der Ge gcnd, die drei Löwen wieder einzufangrn. Die Gendar inerie und die Bewohner der Gegend verfolgen zurzeit noch die Wölfe, die sich in den Wald geflüchtet haben.
Bunte Tagesckronit
Leipzig. Dr. Raimund Köhler, Vorstand des veibüger Messeamtes, begeht am 13. Dezember seinen 50. Gcbur'sma. Seitdem Dr. Köhler an her Spitze des Leipziger Meheamte» sicht, bat die Leipziger Messe die große Entwicklung genom men, bic sie zu einem Hauptförderer bot deutschen Ausfuhr gemacht hat.
Brühl (Bez. Köln). In der hiesigen Zündwarensadrik Webra brach Feuer aus Glücklicherweise befanden sich tu ber Fabrik keine größeren Atengen Erplosivstosse. Die geringen Wengen dieser Stosse entzündeten sich unter gewaltigem Knau Verletz! wurde niemand. In der 9ladibarfc()aii wurden wn reiche Fensterscheiben zertrümmert.
-LuJiwiHU; .-Zipriweg Min iciiiDtidtcii Parteien Ul, beut Arheuerlaaer einer jphüteret kam es zu Zusammenstvß.'n. Die Polizei. Die einschrette» woll le. ivurve von Der Menge mit Stein e n u n v I l o i ch c n a n g e g r i f i e n r > bei Gebrauch ves Pollzeikniippel ntd'i anéreWife. Mackste tue Polizei von per Dcknßwaüe Gebrauch Zwei Arbeu.n ivni eu getötet, 23 verwundei Eben jo ivmaen im ‘Werigin ves Tumuliä zwei Polizisten dermiMWct
Turnen, Gpori und Gpies.
Der heutige Stand des Segelslnges.
Der motorlose Segelslug hat besonders in Deutschland in den letzten Jahren einen ungewöhnlichen Aufschwung gc nommen. "Seit dem 800 m-Fliig Guthermuts im Jahre 1912 wurden die Leistungen sprunghaft bis zum 71 km-Flug Nehrings in diesem Jahre gesteigert. Jin letzten August sind alle bisherigen Rhön-Rekorde gebrochen worben: die höchste Höhe beträgt jetzt 775 m, die längste Strecke 71,5 km, die längste Dauer 7 Stunden 54 Minuten. (Die Dauer-Höchstleistung zur die Welt hält Ferdinand Schulz mit 14 Stunden 8 Minuten!) I, teressante Eiiizelaiigaben über die Entwicklung des Segeftlnges und die steigende Anteilnahme der Oesfentlichkeit an der Ar beit der Segelflieger machte kürzlich der Vorsitzende der Rhoii- Rosjitteil-Kescttschaft, Professor Walter Georgii, in einer Versammlung der Wissenschaftlichen Gesellschas, für Luftfahrt in Berlin Der Redner erinnerte it. a. an die Amerika-Expedition der Rhön-Rofsittcn-Eesellschaft und an das jüngste jran zösische Meeting, das durch die lleberlegenheit der beiitidjen Teilnehmer fast zu einer rein deutschen Angelegenheit würbe.
Das größte Interesse beansznachleii Gecrgiw Aliszührnugeii über die Wolkenjlüge, die in diesem Jahre zuerst ausgeführt wurden und den Segelflug auf eine ganz neue Basts stellen dürften. Der „Wolkenflug" erschließt völlig neue Segeln?«;, lichkcitrii; er ist keineswegs eine Zusallsentöecknng gewesen, sondern beruht auf fnftematifdjet Erforschung des Instituts der Rhön-Rossitten-Eesellzchaft. Es ist denkbar, daß in Zukuirft unter Nutzung etwa des Rnab-Katzenstein-Schleppzuge-, an Segelflieger zum Wolkenflug ausgelassen wird und so ohne Aufwind benötigt zu haben über-der Ebene seinen Flug sortsctzt. ......
Pp Aussperrung der Berliner Sportsstudenten. Cer mti her Deutschen Hochschifte für Lethcsübuligcn trat sinter, bem Voriiy des Rektors Professor Dr. Bier zusammcii. é r Studeutetischasi war der Aufshrderung, in her i mutig ne - Senats zu erscheinen und mit ihm die in ihrer Denkschrizt not gebrachten Beschwerden zu erörtern, nicht gefolgt. Rektor un« Senat haben daher beschlossen: Die Deutsche Hochschule in LcibcSübuilgcii wird bis auf weiteres geschlossen Nur die Wohlfahrtseinrichtungen bleiben bis zum Beginn oer iiachtsfericil geöffnet.
Sp. Die ersten Spnnigversychc auf der Mcisterschastssihnnz.' bei Klingenthal verliefen recht günstig. Die .^chauzciianlege ip das Ziel zahlreicher Skisportier und Winterwandercr, die dm Sprüngen begeistert folgen.
Sp Das Fuswalländersplel Deutschland England, das schon für dieses Jahr geplant war nud nun enbgühig nu kommen beii Mai in Berlin vor sich gehen sollte, wird wiederum nicht, zur Tatsache werden, da die Engländer angeblich unter Der minschwierigkciren leiden.
Sp. Der Kontrakt Schmelings mit Bülow bleibt nun vo. > läufig doch noch weiter bestehen. Newporter Meldungen zufolge soll allerdings Schmeling bereits inK eurem nnvcrcu Manager verhandeln.
)^r Der heutigen Auflage unserer Zeitung liegt ein fjro= fneh bej Firma Gebrüder Müller, Fulda, bei.
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Verantwortlich für die Schriftleitung: Pr KarlKrömmelbein -Fulda.