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nicht gerade rosig ist, aber cs inuß immer auey wftii "^(ic gehört Ivcrdeii, nun dies, andere Seite der Inhaber nämlich bat es heutzutage wirklich auch E' muh schwer um seine Crisleuz kämpfen Es «W' Bestes und letztes AuShilfsmittel nur noch die [it w" n an das Publikum. bk W e i h u a ch i s l ä ii s c E besorgen, baß fiel) sozusagen automatisch ein jr« «äckästsschluß ergäbe Por allem an euch, ihr Haus- #trtr w &er ^nj. mit den Einkäufen nicht bis zum iini'' ^ allerletzten Augenblick zu warten, damit eure Ge- K ^assinuen, die setzt bis spät in die Porfeiertags- in den Geschäften tätig sein müssen, gleichfalls äirfiteit erhalten, sich für das Fest vorzubereUen und inb ermüdet an den Lichlerbaum zu treten. T henn strenge gesetzliche Regelung, wo menschliches ,,d Mitleid sprechen sollte und müßte!

.. ^aiigclischc Kirche für den Füiifuhrladcnschluß.

Movinzialkirchenvcrein Berlins und der Provinz i nimmt in einem Ausruf an alle evangelischen âintglicder zu der Frage des Fünfuhrladenschlusses labend Stellung und erklär« die Erfüllung der dahin- Forderungen des Verbandes der weiblichen Handels- N rcauangestellten für wünschenswert.

Der Friedhof geweihter Boden.

; ^nna des Würzburger Friedhofs kann man auf einer säendes lesen: Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger! Qttcsacker sei dir eine heilige Stätte, eine Stätte des nabe Ehrfurcht vor dem Boden, wo du einmal «6 wie bald ruhen wirst. Lasse die Toten ruhen! 2c den Friedhof nicht als Ort der Neugier und Schau- basses und der üblen Nachrede! Eine Beerdigung ist Muspiel sondern ein Gottesdienst! Ob und wie die Siebenen den Schmerz äußern, geht dick nichts an! Der Schmerz ist oft der echteste und tiefstes Wer im Fried- A Mi an offnen Grabern fernen Haß nrcht bändigen, ferne nicht zähmen kann, meide diesen geweihten Boden. «liindigt sich sonst und entwürdigt , sich unter , das Tier

rbctkr ?Wahre'deine Menschenwürde! Dieser beherzigenswerte ..»!'" w''?, ... . m?üT;lfl1trr, «tporhtunn ftnhon <0!?+ hnrfr

iw Hite nicht nur in Würzburg Beachtung finden. Ist doch diele oft die Beerdigung ein Schauspiel und kein kbienft! - . ,.

Heimliche Einwanderung.

tit eine bekannte Tatsache, das; aus der Ermöglichung lMer Einwanderung in die Bereinigten Staaten von Lrifa unlautere Elemente zum Schaden auch deutscher Lerer ein blühendes Geschäft gemacht haben.

Laings seht nun auch, wie der Evangelische Hauptver- 'ükwtungsstelle für Auswanderer, Berlin N. 24. Oranien- L 13/14 mitteilt, eine heimliche Einwanderung nach Linien ein. Die hierfür tätigen Schmuggler verlangen M erhebliche Geldbeträge. Auswanderer sollten diese », Die Einreisebestimmungen sind leicht zu erfüllen. Sie Hieber anerkannten Auswanderer-Beratungsstelle münd-

!M schriftlich zu erfragen.

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* Fulda, 19. November 1928.

Volkshochschule.

machen nochmals darauf aufmerksam, daß heute abend

'M Na der Aufbauschule der erste Vortrag der Volkshoch- M w diesjährigen Wintersemester stattfindet. Herr Regie- MMsfor Dr. Svecht-Frankfurt a. M. wird überModerne MiMgelung" sprechen.

6. Fuldaer Weihnachtsmesse.

gestrigen Sonntag vormittag wurde die 6. Fuldaer Mchtsmesse in den Stadtsälen eröffnet. Die Beliebtheit, Mich die vorangegangenen Messeveranstaltungen bei dem M Publikum erfreuten, und wohl auch die geschäftlichen M die diese Veranstaltungen den Ausstellern brachten, Müe Fuldaer Mesievereinigung veranlaßt, die diesjährige M bescuders reichhaltig auszugestalten. Ein Rundgang M die Äushelbuig zeigt, daß sie an Umfang und geschmack- itt Herrichtung der einzelnen Ausstellungsstände ihre Vor- leriimeii weit in den Schatten stellt. Die Ausstellung be- t mehr als alles andere, daß unsere Fuldaer Geschäfte durch- in der Lage sind, auch den verwöhntesten Ansprüchen ihrer Wasl vollauf gerecht zu werden und daß die immer wieder Pjprochene Mahnung:Kauft am Platze" mit bestem Ge- kii weitergegeben werden kann.'

Alis der Ausstellung, die Sonntagvormittag gegen 11 Uhr dem Borsitzenden 'der Fuldaer Mesievereinigung eröffnet ldk. stellen u. a. aus: Fritz Rieß geschmackvolle Blumen- Manzcndekorationen. Alfons Ständer (Encumufie aus imor, das photographische Atelier Otto Diel künstlerische tograp^ien, Carl Brust ist mit einer Fülle von Spielsachen l Art vertreten. Das Kaufhaus A. Wertheim zeigt Decken, cm Gardinen, die Firma Julius Becker kSchweinemarkt) 1 cirstrifche Heiz- und Kochavparate, Staubsauger, Elektro- "en usw. aus, Paul Duwe ist mit geschmackvollen Polster- vertreten, Eduard Halter hat Stand- pnd Wanduhren Mldwaren mancher Art ausgestellt. Das Institut Fendel Mare und hpaienischc Artikel für die kranke Menschheit. * Md Stücke für Mann und Frau und Groß und Klein «von,Mn Schirmhaus Schulz zur Schau und zum Kauf d Bürsten-Hauck zeigt Bürsten und Besen und Bohner- l-ohmüller u. Sommer bietet eine reiche Auswahl an Bilderbüchern usw. Neuvertreten ist diesmal die a. Labcrenz Nachf. mit Vüromöbeln. Schreibmaschinen, una Hugo Kiehl stellt Kleinautos, Fahr- uhb Motor- â Nähmaschinen aus. I. Schönfeld Nachf. zeigt in ge- Eer Aufmachung ein Sortiment von Herren- und «Mögen. Pianos und elektrische Klaviere werden von *wlortefabiik Schedel ausgestellt.

âusjtellung, die in ihrer Gesamtheit ein überaus er- Bild von dem rührigen Eeichäftsleben unserer Stadt bereits am gestrigen Tage sehr zahlreich besucht wor- hoffen, daß auch an den folgenden Tagen das Publikum sich die unbedingt sehenswerte Schau ansicht.

Der Kampf um Tsingtau 1914.

herein Fulda hatte auf Samstag abend zu einem Fmit Lichtbildern über obiaes Thema eingeladen und W Herrn Maior a. D. Rothenberg gewonnen, der bei M 3. Seebataillon Tsingtau staird. Recht zahl- Besucher zu diesem Vortrag im Saale des kaihol. «es erschienen. Nach kurzen 'Begrüßungsworten des Mden des Marinevereines, Herrn Iustus Ebert, machte M ebner des Abends zunächst eingehende geographische inen ÂV un^er einstiaes Schutzgebiet Tsingtau-Kiautschau ^Mn, beschrieb die Reise dorthin auf dem Land- und eit.* "^Mete über die Eesamtgröße des Gebietes. So- I»!/." iiber zu dem Kriegsjahre 1914. Bereits tm mifJ0 betonte er, sei von Reisenden, die auf dem Land- c^M^u über Moskau durch Sibirien nach Tsingtau s Leidet worden, daß sie russische Truppentransporte nbÄ .^b mit der Bahn von Sibirien in das Innere Ibtev rt wurden. Erst viel später bestätigte sich, baß lj ".damals mit der Mobilisierung begonnen hatte, ^.«ut tauchten in Tsingtau die ersten Gerüchte, vom 1 ein in den Weltkrieg auf. Am 16. August stellte ^?^m an Deutschland, worauf von Deutschland bito/hL.rS0 ^6- Redner verbreitet sich sodann über die tl®a 4nnÄc Besatzungen in Tsingtau, die 150 Offiziere l!faP in» A1U betrug. Zur Verfügung standen ihnen äct .Kaliber, darunter leider viele ältere. Die dbg MM-über 30 000 Mann und 1500 Engländer ser- Mti Äiitlt modernster Art und über ein Blokade- bestritt Redner, daß Tsingtau eine ^tn !ai. Es konnte nur als befestigter Platz an- über Anfang September kamen die ersten Mel- *'^au Tl,nPfe mit den Japanern an der Bahnlinie :t aus ."r Den Deutschen leisteten damals oom ^teurerr retn.lSc deutsche Kanonen- und Torpedoboote, ?'h"^ der österreichische KreuzerKaiierin t5 Wäs Rühmend gedachte der Redner der Helden- P°d°bottes S 90, das einen japanischen Küsten-

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Unsere Gefallenen 19141918»

Der gestrige Sonntag war für die Stadt Fulda ein Tag ernsten Gedenkens. Ein Tag des Gedenkens an die dreiund­einhalb Hundert ihrer Söhnè, die in den Jahren des großen Weltenbrandes ihr Leben auf den Schlachtfeldern für den Schutz und für die Ehre des Vaterlandes dahingegeben haben. Wie in anderen Städten ist gestern auch in Fulda dem Ge­denken an den Opfertod der Gefallenen ein Denkmal gesetzt worden. Durch eine schlichte Weihefeier wurde dieses Erin- nerungsmal, das zwischen den Gräbern des Fuldaer Ehrenfried­hofs Aufstellung gefunden hat, der Oeffentlichkeit übergeben.

Zahlreich war die Fuldaer Bürgerschaft zu dieser Gedenk- und Weihefeier erschienen. Zahlreiche Fahnendeputationen der hiesigen Vereine hatten um das Denkmal Aufstellung genom­men. Von den Behörden sah man den Magistrat und das Stadtverordnetenkollegium fast vollständig versammelt. Die Geistlichkeit war durch Herrn Kreispfarrer Weber und Herrn Bischof Dr. Schmitt, die Staatsregierung durch Herrn Landrat Freiherrn von Eagern, das Offizierkorps des Standorts Fulda durch Herrn Oberst Knuth vertreten.

Ein Choral, vom Trompeterkorps des hiesigen Artillerie­regiments gespielt, leitete die Feier ein. Dann sang der Män­nergesangverein Windfridia" den Anfang der deuschen Messe von Franz Schubert Herr Oberbürgermeister Dr. Antoni ergriff darauf das Wort zu folgender

Weiherede.

Wenn wir uns heute anschicken den Gedenkstein für unsere im Weltkriege 191418 Gefallenen zu enthüllen, da wird in uns die Erinnerung rege an jene schwere, unsagbar harte Zeit vor mehr als 10 Jahren. Ernste.Bilder tauchen vor unserem geistigen Auge auf, Bilder aus dem schweren Völ­kerringen, aus blutigen Schlachten, aus Hunger, Elend und Not. Von uns allen wurden Opfer verlangt. Aber das schwerste Opfer haben jene gebracht, die nicht nur die harten Kriegsnöte erdulden, Entbehrungen und Anstrengungen aller Art ertrugen, sondern die ihr Leben hingaben für ihr Vater­land, für ihre Heimat, für uns.

Wie klein und unbedeutend, trotz aller Schwere waren doch unsere Nöte und Beschwerden, diesem höchsten Opfer gegenüber.

Schwer und oft sehr untragbar traf insbesondere die Angehörigen der Gefallenen das schwere Verhängnis, das den tapfern Kämpfer ereilte, Ströme von Tränen' wurden vergossen, tiefes Herzeleid wurde ausgelöst, das nie ganz überwunden werden kann, denn wenn wir auch unser Haupt vor Gottes unerforfchlichem Willen in Demut und Ergeben­heit beugen müssen, der Schmerz und das Weh um den Toten bleibt doch. Wir fühlen mit jenen Leidbewegten, wir trauern mit ihnen und hegen überdies in uns das Empfin­den. dasi wir den Gefallenen gegenüber eine Dankesschuld zu tilgen haben. Das wollen wir heute wenigstens zu einem Teile tun. Die städtischen Körperschaften sind sich wohl be­wußt, daß ein Denkmal aus Stein allein nicht der Größe des Opfers, das jene brachten, entspricht, daß vielmehr aus jener Todessaat neues Leben entsprießen sollte, und sie haben deshalb in Aussicht genommen, zu Ehren aller Ge­fallenen unserer Stadt, auch jener, die in der Ferne und in fremder Erde ruhen, ein Waisenhaus mit einer Ehrenhalle zu errichten. Die Ungunst der Zeit hat die Ausführung die-

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Kreuzer in den Grund bohrte. Immer weiter drang der Feind vom Gebirge her gegen Tsingtau vor. Da die Deutschen auf Zufuhr von Munition nicht rechnen konnten, so kämpften sic aussichtslos. Vor der Uebergabe zerstörten sie die Werft, das Trockendock, das Elektrizitätswerk, versenkten und sprengten Torpedo- und Kanonenboote sowie den österreichischen Kreuzer Kaiserin Elisabeth". Im November 1914 sah sich die deut­sche Besatzung von Tsingtau nach heldenmütigem Kampfe ver­anlaßt, die weiße Flagge zu hissen. Der Verlust auf deutscher Seite betrug 700 Mann, derjenige der Japaner 5500. , Durch den Fall von Tsingtau gingen wir unseres Stützpunktes im fer­nen Osten verlustig, heute weht dort nicht mehr ldie deutsche Flagge. Anschließend verbreitete sich der Redner über die chine­sische'Revolution unter Teilnahme der russischen Bolschewisten. Großen Beifall erntete der Redner für seine vortrefflichen Aus­führungen. Nach einer kurzen Pause folgten eine Reihe Licht­bilder. Man sah z. B. Tsingtau vor der Besitzergreifung durch die Deutschen, dann viele Jahre später mit neuzeitlichen Bau­ten, modernen Straßen, den verschiedenen Kasernen, dem Eou- vernementsgebäude. Man sah interesiante Straßenbilder, den Chinescntempel, den Badeplatz mit Badehotel, die Rennbahn, auf der im Mai 1914 das letzte Rennen stattsand, das neue Villenviertel, den großen Hafen und viele weitere interessante Bilder. ' t.

Vom Kriegerverein Fulda

wird uns geschrieben:

Die deutsche Kriegerwohlfahrtsgemeinschaft, deren Mitglic- derzahl über 3% Millionen ehemaliger Soldaten beträgt, un­terhält 4 große besteingerichtete Waisenhäuser für evangelische und katholische Kinder. Nach den neuesten Bestimmungen kön­nen in diesen Häusern jetzt auch Kinder noch lebender aber be­dürftiger ' Mitglieder ausgenommen werden. Wir sind gerne bereit, von dieser Bestimmung Gebrauch zu machen, und bitten unsere Kricgervereinsmitglieder in geeigneten Füllen die Kin­der unseren Waisenhäusern zuzuführen, um ihnen die Wohl­taten unserer Waisenhauspflegc zuteil werden zu lassen. An­träge hierzu wolle man in vorkommenden Füllen an Herrn Franz Althaus, Fulda, Doll 3, gelangen lassen. K. V. F.

Hünfeld, 18. Nov. (Aus Gram über den Verlust seines Vermögens erschossen.) In Wehrda (Kreis Hünfeld) erschoß sich in einem Anfall von Schwermut der langjährige frühere Eutsvorsteher und Bürgermeister Friedrich Manns. Er soll die Tat aus Gram über den Verlust seines Vermögens in der In­flation begangen haben. .

Hünfeld, 18. Nov. (Unter dem Verdacht der Brandstiftung verhaftet.) Wie gemeldet, brannte kürzlich die bei Rasdorf ge­legene Bornmühle nieder. Schon damals wurde Brandstiftung vermutet. Nunmehr ist der Sohn des Mühlenbesitzer, Gregor Euler, wegen Verdachts, die Mühle in Brand gesteckt zu haben, verhaftet und in das Landesgerichtsgeiängnis in Hanau ein- geliefert worden. Er leugnet noch die Tat.

* Hettenhausen, 18. Nov. Unter Aufwendung bedeutender Geldmittel läßt die Gemeinde Hettenhausen gegenwärtig die nach der Kirche hinaufführende Ortsstraße, die sogen. Hohln, vollständig neu pflastern. Die alte Bezeichnung weist darauf­hin, daß noch vor etwas mehr als hundert Jahren hier ein Hohl­weg war, hauptsächlich entstanden durch das'nach einem Regen von der großen Hirtsecke hcrunterkommende Wasser. Auch die später ausgeführle Pflasterung der Straße trug diesem Um­stand Rechnung, war sie doch fast muldenförmig, damit die Ab­wässer in Straßenbreite abfließen konnten. Es entstanden da­durch allerdings im Laufe der Zeit Zustände, die nicht bloß häßlich wirkten, sondern auch in gesundheitlicher Beziehung als nicht einwandfrei galten. Eisflächen machten im Winter den Weg fast unpassierbar. Zur Beseitigung der Mängel erhält die Straße nun neben einer Neupflasterung auch eine den heu­tigen Kulturzustünden angcpaßte Kanalisation. Hoffentlich werden diese Arbeiten in den nächsten Jahren auch auf andere Ortsstraßen ausgedehnt.

* Schlitz, 16. Nov. Die Feuerwehren von Rimbach und Hub- dorf hielten gestern Uebungen ab, bei denen auch die dahier aus­gestellte Motorspritze des Schlitzerlandes eingesetzt worden war. Die Uebungen nahmen einen in jeder Beziehung befriedigenden Verlauf und haben gezeigt, daß es im Interesse einer schnellen Verwendungsmöglichkeit außerordentlich wünschenswert ist, in Zeiten der Ruhe schon die Spritze an den in Aussicht genomme­nen Wasserenlnahmcstellen anzufahren und die einheimische Mannschaft mit den ihnen obliegenden Hilfsdiensten bekannt zu machen. Die Bewohner der genannten Orte hatten bei den Vorführungen Gelegenheit, die Leistung der Motorspritze (sie gab zum Schlüsse aus 4 Schlauchlinien gleichmäßig kräftige Wasser­strahlen ab) zu bewundern und erkannten allgemein an, daß mit diesem Löschgerät eine Einrichtung beschafft worden ist, durch die die Feuersicherheit der Gemeinden des Schlitzerlandes wesentlich gefördert wird.

srr Absicht bis jetzt vereitelt und deshalb hat man einst­weilen den weiteren Gedanken verwirklicht, den hier auf dem Ehrenfriedhofe beigesetzten Kriegern ein würdiges Denk­mal zu errichten, das bis zur Vollendung des größeren Wer­kes der Mittelpunkt unseres Gedankens für unsere Gefallenen bilden soll.

Einfach und schlicht und doch voll innerer Gewalt und Wucht ist das Denkmal geworden, das der Architekt Herr Mahr - dem wir hierfür unsere volle Anerkennung zollen mit feinem Kunstsinn entworfen und ausgeführt hat.

Möge es sich jetzt unserem Blicke enthüllen, damit es für alle Zeiten uns an unsere Gefallenen und ihre Opfer erin­nere, daß es uns mahne, ihrer nicht zu vergessen und die Tugenden, die jene schmückten, nachzuahmen.

Fester wie der Stein, aus dem das Denkmal geschaffen ist, dauerhafter als das Erz, das in den Stein eingelassen wurde, muß die Treue sein, die wir unseren Toten zu hal­ten haben. f

Ebenso treu und opferwillig wie jene müßen wir aber auch in der Liebe zur Heimat sein, ebenso treu und ernst in der Erfüllung unserer Pflichten gegenüber Gott, dem Va­terlande und unseren Mitmenschen.

Dann ist das Opfer, das jene brachten, die hier ruhen, nicht umsonst gewsen, dann zieht es uns hinan zu den höchsten Höhen des Lebens. .

Darum soll dieser Gedenkstein, der sich aus der Juefe emporreckt zum Himmel und an seiner Stirne das Zeichen, der Erlösung trägt, uns ein unvergängliches Zeichen sein., ein Symbol

den Lebenden zur Mahnung

den Gefallenen zur Ehre und zum Gedächtnis.

Nach der Enthüllung uhb Weihe erklang, von derWin- fridia" gesungen, das Lied vom guten Kameraden. Die Zäh­nen senkten sich zum Gruß, die Häupter entblößten sich zu stU- lem Gedenken und Danken.

Dann wurden zahlreiche Kränze am Denkmal niedergelegt: durch den Herrn Oberbürgermeister für die Stadt, durch Herrn Landrat Freiherr von Eagern für den Landkreis Fulda. Wei­tere Kranzspenden gaben das Fuldaer Artillerieregiment, bte Arbeitsgemeinschaft der Militärvereine Fuldas, die Turnge­meinde 1848, das Reichsbanner, der Sportverein Borussia, der Schützenverein 1572, der Reichsverband der Kriegsbeschädigten, der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, die Unteroffiziere des 5. Artillerieregiments, der Spielverein Germania.

Mit dem Chorgesang derWinfrjdia"Den Gefallenen" und dem Vortrag des Niederländischen Dankgebets durch das Trompeterkorps 'nahm die schlichte, würdige Weihcfeier ihr Ende. *

Das in Walldürner Muschelkalk errichtete Denkmal wurde von Herrn Architekt Mahr-Fulda entworfen und von der Bildhauerfirma Gebr. Fleck-Fulda erbaut. Das Modell zur Bildverzierung (Christus am Kreuze) stammt, von dem Mün­chener Bildhauer Joh. Frey, die Figur selbst wurde in den Werkstätten von Ferd. von Miller in München gegossen.

Am gestrigen Sonntag wurde das Denkmal von der Fuldaer Bürgerschaft sehr zahlreich besucht.

* Schlitz, 17. Nov. Am gestrigen Abend und die Nacht über tobte hier ein heftiger Sturm, der zeitweise fast zu einem rechten Orkan sich steigerte. Er richtete an zahlreichen Dächern großen Schaden an, zertrümmerte Fensterscheiben, entwurzelte Bäume und knickte an der Turnhalle einen Mast der elektrischen Leitung glatt um, so daß verschiedene Häuser völlig im Dunkeln lagen. Gegen Mitternacht wurde auch Wetterleuchten am Himmel be­obachtet. Aus Anlaß der Kirmes hatte unser Turnverein zu einem fröhlichen Abend eingeladen; der Saal war stark besetzt. Bei einem guten Konzert, zwei hübschen, humorvollen Einaktern, Walzertraum" undDas gefährliche Alter", für deren Dar­bietung mit stürmischem Beifall gedankt wurde, und schließlich bei einem gemütlichen Tänzchen nahm die Feier einen sehr schönen Verlauf.

* Schlitz. Für den 10. November hatte unser Gesangverein Harmonisches Kränzchen" einen Konzertabend geplant, der einen Höhepunkt des geselligen Lebens in unserer Stadt bedeu­ten sollte. Leider mußte aber schon einige Wochen vorher die geplante Veranstaltung, wozu die Vorbereitungen schon im Gang waren, abgesagt werden, da der bewährte Vereins­dirigent Herr A. Mohr ernstlich erkrankte. Das Konzert soll aber im Januar oder Februar nächsten Jahres nachgeholt wer­den. Es wäre für dasHarmonische Kränzchen" und die Pflege des Männergesangs in unserer Stadt ein wohl unersetzlicher Verlust, wenn Herr Mohr seine Absicht, im nächsten Jahr aus Gesundheitsgründen seinen Dirigentenstab niederzulegen, wahr machen würde. Hoffentlich gelingt es demHarmonischen Kränzchen" doch noch, sich ihn als erprobten Führer auch weiterhin zu erhalten! Bei der gestern stattgefundenen Po- lizeijaad auf Wildschweine wurden im Distrikt Wolfersberg zwei Schwarzkittel zur Strecke gebracht. Die Herren Major Bode und Revierförster Bohländer waren die treffsicheren Schützen. Weidmannsheil!

Gießen, 17. Nov. (Erneute Ausrollung des Gießener Bc- trugsprozesses.) Wie wir zuverlässig erfahren, ist non den tn dem bekannten Gießener Betrugsprozeß verurteilten Angeklag­ten, dem früheren Studienrat Hahn und dem früheren Chemi­ker Röhrig, die vom Großen Schöffengericht Gießen zu drei Jahren und vier Monaten bzw. einem Jahr und zehn Mona­ten Gefängnis verurteilt worden waren, Berufung eingelegt worden. Ebenso hat die Staatsanwaltschaft Berufung ange­meldet. Der neue Prozeß wird nunmehr vor der Großen Strafkammer in Gießen stattfinden.

Gießen, 17. Nov. (Von einem Lastauro überfahren und tödlich verletzt.) Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern abend gegen 6.30 Uhr auf der Landstraße nach Marburg kurz vor der Gießener Stadtgrenze. Dort kam das Lastauto einer Gießener Brauerei von Lollar her in Richtung Gießen, während gleichzeitig zwei Personenautos aus der Richtung Gießen nach Lollar'fuhren. Die Lenker der Personenwagen blendeten ihre Fahrzeuge nicht ab, so daß der Lastkraftwagen­führer durch den blendenden Schein der Lichter die Uebersicht über die Fahrbahn verlor und seitlich der Straße geriet. In­folgedessen und durch die wegen des starken Regens verringerte Sicht gewahrte der Führer des Lastkraftwagens zwei Radler zu spät, die unmittelbar vor seinem Wagen waren. Das Last­auto erfaßte den einen Radler, den Hüttenarbeiter Karl Rau von Wieseck, der unter den Lastkraftwagen geriet und so schwer verletzt wurde, daß er heute vormittag seinen Verletzungen er­legen ist. Der andere Radler wurde seitlich in den Chaussee- graben geschleudert und kam mit dem Schrecken davon. Das Personal des Lastkraftwagens bemühte sich sofort um den Schwerverletzten und brachte ihn nach Hause. Die Fahrer der Personenwagen sind mit ihren Fahrzeugen leider unerkannt entkommen.

Gießen, 17. Nov. (Universitätsprofessor Dr. Ernst Leutert gestorben.) Gestern nachmittag ist nach schwerer Krankheit der frühere langjährige Direktor der Universitäts-Ohenklinik in Gießen, Professor Dr. Ernst Leutert, im 66. Lebensjahr ge­stoben. Der Heimgegangene war durch seine Tätigkeit als Lei­ter der Gießener Ohrenklinik in weiten Vevölkcrungskreisen Oberhcssens und darüber hinaus bekannt und hochgeschätzt.