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Wieviel Schlaf braucht der Mensch?

Der Schlaf ist eine der wohltätigsten Einrichtungen der Natur zur Erhaltung unserer Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Diese Erfahrung hat wohl jeder längst an sich gemacht. Soweit die Wissenschaft über das Wesen des Schlafes unierrichtei >st, können wir heute sagen, daß die Aufgabe des Schlafes darin besteht, die während der Tagesarbeit im Körper angehäuften Ermüdungsstosse zu beseitigen und dem menschlichen Organis­mus seine Leistungsfähigkeit und Spannkraft wiederzugeben. Daß dafür eine bestimmte Schlasmenge oder Schlafdauer er­forderlich ist, versteht sich von selbst. Leider wird in diesem Punkte aber vielfach, teils aus wirtschaftlicher Rot, teils aus Unwissenheit und Leichtsinn gesündigt.

An sich gibt es auf die Frage: „Wie lange soll man schlafen?" nur die eine stets zutreffende Antwort: „Bis man ausgeschlafen hat." Den meisten Schlaf braucht der Mensch in den Kinderjahren. Es ist bekannt, daß der Säugling etwa drei Viertel seines Lebens verschläft. Tas gesunde Kind nn Alter von zwei bis zehn Fahren braucht eine Nachtruhe von wenigstens zwölf Stunden und wird mit Vorteil auch noch eine ein- bis zweistündige Rachmittagsschlasenszeit gebrauchen können. Die notwendige Schlafenszeit für den Erwachsenen be­trägt dagegen ausnahmslos etwa acht Stunden. Wenn von älteren Leuten behauptet wird, daß sie mit weniger Schlaf auskommen, so geschieht dies entweder auf Kosten ihrer Gesundheit und ihrer Nerven oder aber man gibt sich hier einer Täuschung hin. Es ist richtig, daß ältere Leute oft während der Nacht nur eine kurze Ruhe von etwa fünf bis sechs Stunden brauchen, um am Morgen das Gefühl des Ausgeschlafenseins und der körperlichen Frische zu haben. Allein wem wären nicht das oder die kleinen Nickerchen be-

rannt, mit denen man alte Leute, häufig im Lehnstuhl sitzend, zu den verschiedensten Stunden des Tages antrifft ¥ Zählt man diese kleinen Schlafenszeiten mit der Nachtruhe zusammen, so ergibt sich auch beim älteren Manne eine Schlafenszeit Vov etwa acht Stunden. In gleicher Weise mutz auch die Annahme, hast Napoleon, Edison oder Friedrich der Große mit un­gewöhnlich wenig Schlaf ausgekommcn sind, in das Reich der Fabel verwiesen werden. Außer der Schlafens zeit kommt für den Nutzen des Schlafens für die Gesundheit auch die Schlaf- tiefe in Betracht. Sie ist, wie neuere Untersuchungen fest- gestellt haben, bei den verschiedenen Menschen und bei den ver­schiedenen Altersklassen durchaus wechselnd. Es gibt Menschen, die zu Beginn der Nacht am tiefsten schlafen, und andere wieder, deren Schlaftiefe des Morgens am größten ist. Man hat dar­aus Folgerungen über Arbeitsbeginn, Schulbeginn usw. ziehen wollen, allein unsere Kenntnisse sind in diesem Punkte wohl noch nicht lo weit fortgeschritten, daß sie zu so ein­greifenden Maßnahmen Veranlassung geben können.

In jedem Falle aber gilt der Satz: „Wer schläft, der sündigt nicht — besonders nicht gegen seine Gesundheit!"

Vermischtes.

Bitte auswendig lernen! Eine chemische Fabrik fa­briziert ein Arzneimittel namens Melubrin. Damit auch der Laie weiß, daß dieses Melubrin kein Gift ist, sondern eine ganz einfache Medizin, hat es die Unterbezeichnung: Phennldintethylpyrazolonamidomethansulfosaueres Natrum erhalten. Wer dieses Wort fünfmal rasch hintereinander spricht, wird ermessen können, wie schwer es ist, den Band­wurm rückwärts aufzusagen.

— Ob er wohl kommt? Ein Landwirt fn dessen Krautacker von Dieben gründlich NmgtfJNl den war, gab daraufhin folgendes bekannt: W D^ der mir meine schönsten Krautköpfe gestohlen W t!W gezwungen bin, selbst Kraut zu kaufen, wird hi'»^!^ lichst eingeladen, zur Schlachtschüssel ungefähr wW vember zu kommen. Er kann sich dann unentgem^ das nötige Fleisch mitnehmen."

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird

1) der Landweg Mittelrode—Kleinlüder von Senicor, Kleinlüder vom 25. bis einschl. 28. Oktober und

2) der Landweg Giesel—Hosenfeld vom 29. Oktober bi- • • 3. November 1928 5 für jeglichen Fuhrwerks- und Kraftfahrzeugverkehr ncin„,„ Die Umleitung des Verkehrs kann zu 1) über Ä selb und zu 2) über Mittelrode—Kleinlüder erfolgen Uedertrctungen werden nach den geltenden Keitimw« mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. "Wi

Fulda, den 24. Oktober 1928.

Der Landrat:

I. V. Dr. Lorscheider, Regierungs-Assessor

Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr. Karl K r ö m m e l b e i n-Fulda. Verantwortlich für den Anzeigenteil: Otto Schneider -Fulda.

iirtrogs - Sei

HL Vortragsabend.

Am Freitag, den 26. Oktober, abends 8 Uhr, spricht im Biirgervcrcinssanl über:

Sie Mfdje SWerm- EMilm 1925

an Hand von Originalaufnahmen der Leiter der Expe­dition Herr Dr. Max Grotewahl aus Kiel.

Kartenverkauf in der Nehrkornschen Buchhandlung für Nichtmitglieder zu 1,50 Mark, für Schüler 50 Pfg. Stamm­karten für alle noch folgenden Vorträge zu 7,50 Mark, je eine Beikarte zu 3,50 Mark.

Um den Film dem Publikum zu zeigen, findet Freitag nach­mittag 3 Uhr im Ecutraltheater Bahnhofstraße eine Vorfüh­rung statt. Ein trittspreisc für Erwachsene 1 Mark, für Jugendliche und Kinder 50 Pfennig.

Verdingung!

Zum Neubau der geplanten städt. Klein­wohnungs-Gruppen im Kohlhäuserfeld (48 Wohnungen) sollen die

Erd- und Maurerarbeiten

auf Grund öffentlicher Submission durch den Magistrat der Stadt Fulda vergeben werden. Dic^ Verdingungsunterlagen können gegen porto- und bcstcllgeldfreie Einsendung von 5,00 RMk. vom Büro des Architekten B.D.A. Hermann Mahr, Kaiserplatz 3, Fernruf 125, ab Montag, den 29. er. bezogen werden. Da­selbst liegen auch die Zeichnungen auf und wird nähere Auskunft erteilt.

Die Angebote sind portofrei und mit ent­sprechender Aufschrift versehen bis zum Frei­rag, den 2. November 1928, vormittags 9 Uhr, an Herrn Mahr einzureichen, in dessen Büro zur angegebenen Zeit die Oeffnung der Ange­bote in Gegenwart etwa erschienener Bewerber vorgenommen wird.

Zuschlagsfrift 8 Tage.

Fulda, den 24. Oktober 1928.

Die Architekten:

F. A d a m, H. Hodes, Dipl.-Ing. H. Mahr, B.D.A., E. Staubach.

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