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sM- 1928
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zul-a- un- Haunetal *§ul-aer Kreisblatt Re-aktlon un- Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Zernsprech-slnschluß Nr. SS- Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit chuellenangabe »Zuldaer flnzetger'geflaaet.
Fulda, Donnerstag, 25 Oktober
Der große Bauernprozeß
fremde Schupo in Kyritz
Vernehmung der Angeklagten.
M der Vernehmung des Hauptangeklagten Landwirt , ‘£ jm Landfrtevensbruchprozeß in Kyrrtz kam es Liboli zu erregten Zusammenstößen zwischen Staats- R|LaH und dem Verteidiger. Kleine erklärte zunächst, b, in der Nähe des Finanzamts in der Menge eingekeilt sei. Er hätte ft
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klichaft und dem Verteidiger, l..^..,. v*.*m..v
■ des Finanzamts in der Menge eingekeilt
„ , te sich in sehr starker Erregung befunden elchimpst. Die ihm zur Last gelegten Schimpfworte allerdings zum größten Teil in Abrede stellen. In
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Willie habe er
hen Abmarsch der Schutzpolizei gefordert.
»Miwalt Bloch erklärte dann, der Hauplangeklagte M her Täter, der aus den Polizisten Müller
Lg hätte. Ihm, dem Angeklagten, sei aber der Täter Will Der Verhändlungsleiter fordert daraus den Angeli« Kleine aus, den Namen zu nennen. Kleine antwortete, 'lcine Veranlassung, den Mann namentlich zu nennen, ril Dieser schwer bestraft würde. Der Siaaisanwalt machte ^Wcklagten Kleine Darauf aufmerksam, daß er unter Widcn verurteilt werden könne, weil eine Reihe von Zeu- unter Eid aussageu sonnten, daß Kleine der Schlager K'M sei Bei diesen Worten sprang der Verteidiger erregt „jiniD «klärte, daß der Staalsanwali bezüglich des Ange- [®u Kleine ein vorgesaßtes Urteil habe. Der Waalsanwalt antwortete, daß ihm eine solche Absicht
Kleine
eilige»
Ange
Hi» Angelegen habe. Der Angeklagte Vierte gab zu, hi! Wieibcamten scharf ungefaßt zu haben. Es habe sich Miabei um eine eigene Abwehr gehandelt. Glitsvächtcr Diü! und Landwirt Langhoff erklärten, Ausdrücke ■ Ma-'^cr n»d Lnmv nicht gebraucht zu haben. Baade Mitte die Handlungsweise
I von zwei Finanzbeamten als sehr rigoros.
K« IM während sein Vater einen Schlaganfall erlitten eint yüdierpriifitng vorgenommen. Während der Feier khsMcrabends seiner Schwester hätten sie Pfändungen »EMeil. Der Angeklagte Gulsvächter Brandt gab 1.7 «8 ter erste Stein, der aus das Fwanzami geworfen FS. Mummt nicht von den Landwi rten gekom- F sei, sondern von landwirtschaftsfeindlichen Elementen.
Landwirtssohn Bräsecke sagt auS, daß das Auftreten I minen Polizei sehr aufreizend gewirkt habe. Er habe !.i Kommando der Schutzpolizei gehört:
„Gummiknüppel hcranS!"
tebefiber Schulte gab an, aus dem Marktplatz vvnt Land- MMrsitzenden aufgeforbert worden zu sein, sich zu ent« MN. Er sei aus persönlichen Disferenzen vorher aus dem Mund ausgetreten. Er sei jedoch auf dem Marktplatz ge» Men, weil er in seiner Eigenschaft als Ziegeleibesitzer das Mhen des Landbundes billigte. Als die Polizei sich zum N fertig machte, hätten zwei Arbeiter mit rheinischem »It gerufen: „Wenn die schießen,
dann schiesten wir auch!"
Setter versuchte der Verteidiger, den Nachweis dafür zu daß die von dem Auklagevertreter
als Dum-Dum-Gefchoffe bezeichneten
nur alte, an der Spitze abgeplattete Munition seien, nweiterer Angeklagter wurde Landwirt Mewes ver- der den Angriff gegen den Polizeiwachtmeister ans der Nähe gesehen hatte. Es war ihm aber nicht irgend jemanden mit Namen zu nem-<-u. Dann wurde Landwirt Bork vernommen, der bekundete, C™ lireislandbundvorsitzende v. Jena, bem von der An- «"^lung ein aufreizender Ton seiner Rede unterstellt »^ lediglich laut gesprochen habe, um durchzudringen.
wurde Angeklagter Landwirt Weger vernom» p eine
I Schilderung des Verhaltens der Schupo
LJu Angeklagte behauptete, daß die Schutzpolizei in
< ^ Tempo durch die Menge gefahren sei. Der Po- LJ^umunt Pöck wäre mit höhnischer und zynischer L ,’1 dem Publikum auf- und abmarfchiert und hätte so â ^..aufreizend wirken müssen. Als Führer der Land- seiner Ortschaft Glienicke hätte er sich an- Li“ wmitljt, Ordnung zu halten. Der Angeklagte gab Mi ‘ ' Aß deswegen der Hauptangeklagte Kleine schon IM 7 Au Polizeiwachtmeister Müller eingeschlagen haben toi er (Kleine», als Müller geschlagen wurde, gerade Mittm vn,bwit Schupoleuten verhaftet worden sei. Im d w c>, ilaus gibt der Landwirt Brcddi n an, daß Mts 1 ^'AManrt ein Schupoboamter, den er fraglos wicder-
Aude, gerufen hätte:
„Zurück, du Schwein!"
hlefirÄ Köppen erklärte, daß er vor dem Fiuanz. ^ ouittiin^ Alvesen fei, eine Erregung, die vor allem auf Min seiende Auftreten der Polizei zurückzufiihren ge- l^hVr^ Interesse war noch die Vernehmung des hw'^ Müller II, eines Vorstandsmitgliedes
MNnti der eine Ansprache aus dem
hlenL^ hat. „Mir wird zur Last gelegt, daß ich haben soll. Das stimmt -licht." - Vor- p»Mt auf dem Marktplatz u. a. gesagt haben: PMtJÄ Wenn wir unser Ziel nicht erreichen, 'âvus'" Bauern nicht mehr zu halten. Und darauf soll KÄ 28U gehen los! - Angeklagter:
blossen, denn sonst hätte ich nicht mit dem Wort
Hutc Trum, Freunde, reichet euch die Hand!
bPChÄn gekommen waren, waren nicht zum Spaß nMnh Stimmung im Lande war so, daß man Seite tS>i hätte, etwas zu tun, wenn nicht von :b ?^ etwas erfolgt wäre. Übrigens habe ich ® MeiitenLWf^n. wie fremde Elemente die Rote Ä tourbe hi » unsere Mitglieder der Schupo ansichtig
° 6bauder Ruf laut: „Wir sind doch 1 11 c n!"
^ Tribunal ward die Szene!
» Rc äaz . Kyritz, im Oktober. '
bar h ° eine kleine Landstadt kommen sann!
Ie Iwanin / ra»eßbeginn sah es hier aus wie alle Tage, B "am lieben Gott acschassen worden ist unp
Mzelgenpreis: §üe Behöröen, Genossenschaften,Banken usw. beträgt öie Kleinzeile 0.Z0Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 tragen zu erfolgen ♦ Hag- und plahvorschristen unverbindllch.
5. Jahrgang
draußen tm wetten Reiche kennt man Kyritz nur als die Stadt an der sagenhaften Knatter, wobei man nicht genau weiß, ob Kyritz oder Pyritz gemeint ist und sich eines alten Schwankes aus Vätertagen erinnert, der Kyritz-Pyritz hieß.
- Und jetzt, welche Veränderung! Fremde Polizei, daS ist das erste Auffallende, dann eine Unzahl Autos auf dem alter« liimlichen quadratischen Marktplatz und dann der Zustrom der Fremden mit jedem ankommenden Zuge. Plötzlich ist Kyritz in aller Welt Mund gekommen wegen des Landfriedensbruch. Prozesses, der ein so großes Aufsehen erregt.
Da das niedliche Backsteingebäude, welches gleichzeitig daS Rathaus und das Amtsgericht enthält, nicht einmal die Zahl der 55 Angeklagten fassen könnte, so hat man den größten Saal gemietet, der in der ganzen Pricgnitz auszutreiben ist, und das ist der Theatersaal des .Deutschen Hauses", wo sonst Liebhaber-
Kleine Zeitung für eilige Leser
* Im Reichstag fanden Besprechungen zwischen dem Zentrum und der Sozialdemokratie statt, wobei überein- stimmung erzielt wurde über Bestrebungen nach einer dauerhaften Koalitionsregierung im Reiche
* Bei den Weilerbesprechungen der Länderkonferenz sollen sich die Widersprüche der süddeutschen Staaten gegen die Vorschläge der Reichsregierung verstärkt haben.
* Das kommunistische Volksbegehren gegen den Panzerkreuzerbau hat nur 1 216 501 Stimmen auf sich vereinigt Zur Einleitung eines Volksentscheides wären aber 4 134 899 Stimmen notwendig gewesen.
und Wanderbühnen ihre Kunst zeigen. Vielleicht spielt man hier, hinter dem Vorhang, sogar noch manchmal .Kyritz und Pyritz". Aber heute geht es hier bitter ernst her. Auf einem erhöhten Podium tagt das Gericht, davor auf fünf langen Stuhlreihen sitzen die Angeklagten, und dann bleibt nur noch gerade so viel Platz in dem größten Saale der Gegend, daß 150 mit Eintrittskarten zugelassene Zuschauer zugelaffen werden können — und dann kann gerade noch die Presse unterkommen. Wenn abends die Verhandlung geschlossen worden ist, bleiben für den langen Abend vier Gaststätten, wo jedermann jedermann wieder begegnet, wieder begegnen muß. Und man begegnet sich in der Tat. Staatsanwälte, Richter, Laienrichter, Anwälte, Angeklagte, und wieder in der Majorität die Presse, sie alle halten die benachbarten Gasthäuser bis in das letzte Bett unterm Dach besetzt; und bis die Schlummerstunde schlägt, begegnen sie sich wieder und immer wieder in den wenigen Bierstuben ,(wo man vortrefflich ißt und nach ländlicher guter Überlieferung auch einen trefflichen Rotspon trinkt), und man verkehrt notgedrungen gelassen und friedlich, wie Menschenfresser, die auf ein Korallenriff verschlagen sind.
Aber morgen begegnet man sich in dem altertümlich abgeschlossenen Thcatersaal, der zum Tribunal geworden ist, auf das ganz Deutschland schaut, wieder und dann wird aus der kleinstädtisch-engen Vertraulichkeit auch wieder der bittere E r n st, bei dem es um die Freiheit der Angeklagten geht, um die Freiheit von Männern, die bisher zu den angesehensten Staatsbürgern ihrer engeren Heimat gehört haben und nun unter so schwerer, vom Gesetz mit strenger Strafe bedrohter Anklaac sieben.
Die VuchsHrmg in der Westentasche.
Bergmanns Börsengeschäfte.
Sehr lebhaft gestaltete sich im Bergmann-Prozeß die Verhandlung, in der ein Kaufmann Balsam vernommen wurde, der für Bergmann wie auch für Staatsanwaltschaftsrat Jacoby Spekulationen sehr verlustreich vor« aenommen hatte. Der Angeklagte erklärte, durch verfehlte Spekulationen habe ihm Balsam rund 45 000 Mark verpulvert. Seine Buchführung habe Balsam immer nur i n der Westentasche gehabt. Der Vorsitzende wies Bergmann darauf hin, daß er für seine Börsengeschäfte überhaupt keine Buchführung gehabt habe. Jacvby habe, wie der Zeuge erklärte, auch gern etwas verdienen wollen und ihm 2000 Mark, dâs Guthaben seiner Schwester, für Börsenspekulationen überlassen. An einem schwarzen Freitag aber seien Jacobys Gelder nicht allein verlorengegangen, sondern es hätte sich überdies noch ein Schuldsaldo von 900 Mark ergeben. Oberstaatsanwalt Binder betonte, daß Dr. Jacoby auch nach dem Verlust seines Guthabens in anderen Empfehlungsschreiben für Bergmann davon gesprochen hätte, er habe bei der Firma Bergmann „Kapital investiert" und bislang keinen Anlaß gehabt, dies zu bereuen.
Sie NädHen um Daube und Sußmann.
Primaner auf b e m Zeugen st and.
Die Beweisaufnahme im Hußmann-Prozeß geht weiter. Freundinnen des ermordeten Daube und des Angeklagten saaen aus, hübsche Gladbecker Mädchen, die mit den Primanern Freundschaft hielten. Ilse Klciböhmer ist darunter die Pflegcschwcstcr Hußmanns und lange Zeit DaubeS aute Freundin; bis die Freundschaft, die nicht ganz Liebe war, langsam versandete. »Aus religiösen Gründen," sagt Fräulein Kleiböhmer. Im übrigen ist ihre Aussage nicht allzu bedeutsam, ebensowenig wie die der anderen jungen Damen, die vernommen wurden: Charakterschilderungen. Eindrücke
von der Art der Freundschaft "zwischen Hußmann und Daube, Primanerliebe und wie Liebe sich in Gleichgültigkeit verwandelte — das ist so ungefähr der Inhalt der Bekundungen. Auch von Gedichten ist selbstverständlich die Rede — sonst wäre es ja keine richtige Primanerliebe gewesen. Bemerkenswert bei all diesen Dingen ist höchstens, daß die Zeugin Käthe Bartel bestimmt erklärt, Hußmann habe sich immer wi-der " ßert, während Hußmann das ebenso dann erscheinen
gehässig über Daube geäu bestimmt bestreitet. Und
die Oberprimaner.
Um unsittliche Dinge, die bei einer Schülerfahrt in die Eifel vorgekommen sein sollen, geht es. Eine Tagebuchnotiz Daubes scheint daraus anzuspielen und einer der Primaner will auch etwas davon wissen. Selbst eine der jungen Damen ist, wie man zu sagen pflegt, „tm Bilde". Sicheres weiß sie nicht, aber Daube soll ihr einmal gesagt haben, daß um dieser Peinlichkeiten willen seine Freundschaft mit Hußmann zu Ende sei. Drei der vernommenen Zeugen erklären, daß Hußmann mit ihnen unsittliche Handlungen vorgenommen habe, und Hußmann kann das nicht abstreiten.
Sensationen?
Da wird in Essen unter beispiellosem Zulauf von Zuhörern, unter Teilnahme Dutzender von Pressevertretern durch ein Gerlryr das Seelen- und Triebleben eines Primaners seziert bis in die letzte Faser, weil er angeblich den Freund ermordet und grauenvoll verstümmelt hat. Gewiß — alle Anstrengungen muß das Gericht machen, um die Schuld oder Unschuld des Angeklagten ans Licht der Sonne zu bringen; gewiß — kann und darf die Untersuchung des Falles und des Menschen tage- und wochenlang dauern, wenn und soweit das nötig ist. Aber daß nun durch kilometerlange, jede Frage und Antwort bringende Prozeßberichte die Sensation geschaffen wird, macht alles fast unerträglich. Es ist doch, wenn auch mit Irrtum und Fehlern behaftet, ein Mensch, der als Angeklagter auf dem Seziertisch nicht bloß vor seinen Richtern, sondern vor den Millionen der Öffentlichkeit liegt. Und von nichts anderem als von Neugierde ist diese Öffentlichkeit erfüllt. Eine Öffentlichkeit, die mit derselben Neugierde in früherer Zeit Folterungen und Hinrichtungen zusah, sich seelisch auch in unserem Zeitalter der Humanität kaum geändert hat. Nur daß diese Öffentlichkeit um vieles größer geworden ist.
Altes deutsches Rechtsverfahren war ja die völlige Öffentlichkeit der Untersuchung bis zur Urteilsfällung, erst das späte Mittelalter — die Feme ist Ausnahme — hat die Öffentlichkeit weitestens ausgeschlossen. Mit dem Laienrichter, dem Geschworenen, kehrte sie wieder an die Gerichtsställe zurück — als Kontrollorgan sozusagen, das die Rechtspflege beaufsichtigen sollte. Man hat bald erkannt, daß hier gewisse sozialethische Gefahren entstanden, daß Grenzen aus staatspolitischer Notwendigkeit heraus gesetzt werden mußten. Lehren nicht die vielen Erfahrungen, daß diese Grenzen allzu enge sind, weil die Öffentlichkeit sich nur durch Neugierde — und zwar einer meist sehr üblen — in den Gerichtssaal treiben läßt? Die seelisch verheerenden Folgen allzu weil gespannter Öffentlichkeit des Verfahrens sind ja bekannt genug. '
Als Kontrollorgan soll sie bleiben dort, wo es sich um im Hinter- oder Vordergrund politische Prozesse handelt. Hier schwingen ja andere Seelentöne. Hier ist aber die Öffentlichkeit von vornherein — Partei. So im Kyritzer Prozeß gegen die Landwirte, die bei einer Demonstration gegen Steuerdruck und Wirt» schaftsnot u. a. dem Finanzamt die Fenster einwerfen und allerhand sonstiges veranstalteten, was sie jetzt vor den Strafrichter geführt hat. Gleich mehr als vier Dutzend sitzen dort als Angeklagte. Alle eines Standes und eines Sinnes, umgeben von einer Öffentlichkeit, die ihnen freundlich oder feindlich gegenübersteht. Und die scharf nach den Richtern auslugl, ob sie auch ja nicht von der Linie der politischen Neutralität einen Fußbreit nach rechts oder links abweichen; eine Kontrolle, die ja in vielleicht noch schärferer — aber ob ganz objektiver? — Form durch die anwesende Presse ausgeübt wird Man mag diese Aufsicht der Öffentlichkeit nicht missen in derartigen mehr oder weniger stark politisch gefärbten Prozessen, obwohl ia auch hier wieder — nicht in Kyritz, aber sonst nicht selten — die Staatsgewalt Grenzen setzt, nämlich dort, wo ihre eigensten Lebensinteressen die Jntcr- essen der Gesamtheit entscheiden.
Diese Interessen der Gesamtheit sieben doch auch im Hintergrund des Streits über die Abschaffung der T 0 d e s st r a f er gerade jetzt berät ja in sehr erregten Debatten der Strafrechtsausschuß diese Frage. Man glaubt, die Interessen der Gcsamtbeit im letzten, äußersten Fall nicht anders schützen zu können als durch Beibehaltung dieser Strafe: die anderen erklären dieses Mittel für unzweckmäßig, weil erfolglos, aber auch als unmenschlich. Die Demokraten wollen die Todesstrafe nur für solche Fälle beibehalten wissen, in denen es sich um imulaacn politische Mordversuche am Staat handelt, also