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Luloaer Anzeiger

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«54^1928

Fulda, Donnerstag, 18 Oktober

5. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

lAShräfibent v. Hindenburg ließ bei der Einweihung *?S der Kavallericschule in Hannover, da verbinden war, durch General Heye eine Ansprache " Ä in welcher der Reichsprästdeni sich über die Pflichten verbreitet.

W «ölt amtlicher Seite werden Richtlinien für die Erteilung Ahrpreisermäßigungen auf der Bahn an Jugendorgani- von^den ^Kommunisten veranlaßte Volksbegehren in «anierkreuzerfrage ist gescheitert, da die nötige Stimmen- ! noch nicht zur Hälfte aufgebracht wurde.

Eckener plant, vor der wahrscheinlich in zehn Tagen mmenden Rückkehr aus Amerika noch die Städte Pittsburg, Mck und Chikago zu besuchen.

Kans Joachim v. Brockhusen f.

Der Reichspräsident in Trauer.

(it Bad Reichenhall verschied im 60. Lebensjahre der »leaersohn des Reichspräsidenten v. Hinden- iurq Dr. phil. Hans Joachim v. Brockhusen. Der Ver- Abwe war vor der Umwälzung preußischer Landrat und U ständigen Wohnsitz auf dem ihm gehörigen Rittergut mh-Justin im Bezirke Stettin.

Hm HanS Joachim war geboren am 20. März 1869 in WWer Er studierte Rechtswissenschaft und wurde nach "Wäger Tätigkeit als Regierungsassessor 1903 .Landrat in Gmuberg (Schlesien) und 1911 in Kolberg. Im Kriege «e er als Hauptmann d. R., wurde Adjutant des Ober- Mshabers Ost und später Stellv. Verwaltungschef des Umlandes. 1902 hatte sich v. Brockhusen mit Irmengard ^enedenborff und v. Hindenburg, der ältesten Tochter des -lichèpräsidenten, vermählt. Aus dieser Ehe sind drei Söhne miprosstn. Der Abgeschiedene widmete sich nach dem Kriege iWisachllch literarischen Arbeiten.

Nochmals die Kreigabc

deutscher Werte in Amerika.

Antrag bis 10. März 1929 notwendig. ,

en Eigentümer sich

ireâ Vermögens be-

. Trotz aller aufklärenden Bekanntmachungen scheint !^"noch die Ansicht verbreitet zu sein, dgß die ameri- «W Regierung, nachdem das Freigabegesetz erlassen

^ ^0 sich aus die Rückgabe der beschlagnahmten Mchen Werte anordnen und sie den deutschen Eigen- w zustellen werde. Es muß nochmals darauf hin- SSn werden, daß die dem " ~.....

im, Um die Wiedererlangung

«1?"?^ in einer an. ben Alien Property Custodian ^V"^« Eingabe, für die gewisse Formen vorgeschrie- ^^â.dw Rückgabe ihres beschlagnahmten Eigentums limwf beantragen müssen. Diesem Antrag sind die > beizufügen, aus denen die Berechtigung der rH^u^ ^hervorgeht. Der Antrag muß nach dem ame- ^,^ . ^reigabegefe^ bis zum 10. März 1929 gestellt ^«psGr l?^d dieser Antrag nicht oder nicht rechtzeitig ^gültig ^ ^^ Eigentum für den deutschen Berechtigten >â^^'"8en deutschen Interessenten, die bei ihren An- >' fi xon^e^et vermeiden wollen oder nicht in der M p , X' dw Angelegenheit selbst zu betreiben, können

' ^en Deutsch-Amerikanischen Wirtschaftsverband, V7, Wilhelmstraße 12/14, oder an die Amerika-

^^ Bundes der Ausländsdeutschen, Berlin 'Ciditmi^r ^ 27/28, wenden, die bereit sind, auch beth.. ,h wd^rn Auskunft zu erteilen und Hilfe ange- d zu lasten.

^boi amerikanischer Iuiöergerste

^diici,,^ vlu ^rlngticykettsantrag des Abgeordneten ^^reatp?,^ (Landesblock) eingebracht, der die 'chsregierung vor- Linfuhrverbot für

. verlangt.

>0 111 ^ ( dcnbitrgischc n Landtag.

^ tauS ®r?ffiutng§fi^ung des Oldenburgischen Land

>i«e S ctn Dringlichkeitsantrag

>*^0»n (Landesblock) cingc fettig ersucht, bei der Rei- ^rikanisch^^^' sofortiges E , -Hach ^ ^ftgerste einzuführen.

pi Stimmt 5 ^'" .einstündigen Aussprache wurde mit 5°)iald^,. ," 'amtlicher Parteien mit Ausnahme der Rolfen, xPr âsen die Annahme des Antrages be- ^ständigen Unterstützung des schon abgegangenen /deutet.J -^: ' Ä^>?es der oldenburgischen Regierung S die R,r^^ Regierung fordert in ihrem Schreiben «^"hrvcrb^I^^^"^ bic Einführung eines sofortigen ^^Qcbtrt s '"^.^tncrikanische Futtergerste aus dem ^digL^ Barleygerste, die nâweislich die "' der Versutterung hcrbeigesührt hat.

Das gescheiterte

Nur iy2 Millionen Stimmen.

Mit dem Ablauf der gesetzten Frist für das von der Kommunistischen Partei veranlaßte Volksbegehren auf Einleitung eines Volksentscheids in der Panzerkreuzer- frage kann diese politische Aktion als abgeschlossen be­trachtet werden. Denn wenn auch alle aus dem Volks­begehren im ganzen Reiche festgeftettten Ergebnisse noch nicht bekanntgegeben werden können, unterliegt es doch keinem Zweifel mehr, daß das Volksbegehren g e - scheitert ist, da die nötigen Stimmen zur Insze­nierung des.Volksentscheids bei weitem nicht aufgebracht wurden.

Zehn Prozent der wahlfähigen Bevölkerung halten sich für das Begehren einzeichnen müssen, also etwa 4,1 Mil­lionen Wähler, getan haben es kaum 2, vielleicht nur 1% Millionen, soweit es sich jetzt übersehen läßt. Somit wird der Reichstag gar nicht in die Lage kommen, sich mit einem Volksentscheid zu befassen, an dem sich wieder die Hälfte Wähler, also etwa 20^ Millionen, beteiligen müßten, um ihn wirksam zu machen, ganz abgesehen da­von, ob er sich für oder gegen den Panzerkreuzer aus­spräche.

Vorliegende Resultate.

In Groß-Berlin, das Den Wahlkreis 2 und Teile des Wahlkreises 3 umfaßt, haben sich (nach vorläufiger Zählung) 413 949 Personen eingezeichnei. Die SUmmenzahl der Kommu­nisten bei den Maiwahlen betrug Gil 190.

Kostbares Gut des Vaterlandes".

General Heye an Stelle

Hindenburgs in Hannoner.

Der Erweiterungsbajl ber Kavallenefchnlc in Hun- nover wurde Dienstag feierlich eingeweiht. Anfänglich war die Teilnahme des Reichspräsidenten v. Hindenburg an dieser Feier vorgesehen. Da aber der Reichspräsident durch den unerwarteten Tod seines Schwiegersohnes im letzten Augenblick verhindert wurde, selbst in Hannover zu erscheinen, ließ er sich durch den Oberkommandeur der Reichswehr General Heye vertreten.

General Heye brachte bei der Feierlichkeit die An­sprache, welche Reichspräsident v. Hindenburg halten wollte, in seinem Namen zur Verlesung. Sie stellt sich sozusagen dar als eine Art

Botschaft des Reichspräsidenten

an diejenigen, welche auf der Kavalleriefchule ihre Eig­nung als Offiziersersatz für die Kavallerie der Reichs­wehr erweisen sollen, im weiteren Sinne aber als eine Erklärung über die wünschenswerte Pflichtauffassung bei den Führern der Neichswehrmannschaften überhaupt. In der Ansprache heißt es:

Am eigenen Kommen verhindert, lasse ich nachstehendes bckanntgeben, um zu zeigen, welchen hohen Wert ich der Er­ziehung des Offiziersersatzes bcimestc. Die Kavallerie

Der Wiederbefestigte Dom.

Die Einweihungsfeier in Mainz.

In Mainz versammelten sich die geistlichen und weltlichen Festgäste der Einweihungsfeier des in seinem Aufbau wieder völlig gesicherten Domes im Akademiesaal des Kurfürstlichen Schlosses zu einer akademischen Feier. Domdekan May bc» grüßte insbesondere den Vertreter des Papstes, Nuntius Pacelli, die Bischöfe, an ihrer Spitze den Erzbischof von Freibura. den Reichsrninister v, Guörard. den Siaatsvi-äsiden-

Dcr Mainzer Dom.

Volksbegehren.

Nach Mitteilung des Landeswahlamtes haben sich in Hamburg für das Volksbegehren rund 40500 Personen, das sind 4,9 Prozent der Wahlberechtigten zur letzten Reichs­tagswahl, eingetragen.

In Leipzig wurden nach der vorläufigen amtlichen Fest­stellung 35 811 Eintragungen für das Volksbegehren gegen den Panzerkreuzerbau bewirkt. Bei der letzten Wahl wurden 70 088 kommunistische Stimmen abgegeben.

In Plauen sind insgesamt 2651 Eintragungen für das Volksbegehren festgestellt worden. Bei der letzten Reichstags­wahl wurden 10 398 kommunistische Stimmen abgegeben

Für das Volksbegehren sino in Chemnitz 15 831 Stim­men aufgebracht worden. Bei der letzten Wahl in Chemnitz erhielten die Kommunisten 38 000 Stimmen

Die Endziffer der Eintragungen zum Volksbegehren be­trägt in der Stadt Halle 13130 gegenüber 28 500 Stimmen der Kommunisten zur Reichstagswahl am 20 Mai 1928

In der Stadt Dresden haben sich 17 557 Personen zum Volksbegehren eingetragen. Die am 20. Mai bei den Reichs­tagswahlen für die Kommunisten abgegebene Stimmenzahl be­trug 42 637

Das Ergebnis des Volksbegehrens ist in Bremen- Stadt 9119 Eintragungen. Bei der Reichstagswahl er­hielten die Kommunisten 19 622 Stimmen.

In München wurden 5669 Stimmen aufgebracht gegen- über 29 000 Stimmen, die die Kommunisten bei der letzten Reichstagswahl erhalten hatten.

Im 22. Stimmkreis (D ü s s e l d o r s - Ost) sind innerhalb der Eintragungszeit vom 3. bis 16. Oktober 81 495 Eintraaun- gen abgegeben worden. Die Zahl der Stimmberechtigten be­trug 1 455171.

ist tn unserem kleinen Heere verhältnismäßig zahlreich ver­treten und ihre Aufgaben haben sich gegen früher wesentlich verändert und erweitert. Um so größer sind die Anforde­rungen geworden, die an die Offiziere dieser Waffe gestellt werden müssen In Ihren Leistungen zu Pferde sollen Sie Ihren Untergebenen ein Vorbild sein Das genügt aber nicht. Sie müssen auch deren sichere, zielbewußle Führer vor dem Feinde werden. Schulen Sie daher nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihren Geist und festigen Sie Ihren Charakter. Denn bloß derartig durchgebildete Offiziere können ihre Untergebenen zu der höchsten Leistung, dem Einsatz des Lebens, mit sich fortreißen und zum Siege führen. Wer in solch hohem Maße befehlen will, der mutz aber vorher selbst gehorchen gelernt und sich körperlich, geistig und charakterlich auf feinen hohen Beruf »arbeitet haben. Erblicken Sie in Ihren Mannschaften ein Ihnen annertrauteS kostbares Gut des Vaterlandes Machen Sie aus ihnen brave, pflichttreue Männer, zeigen Sie bei aller militärischen Strenge ein Herz für Ihre Leute werden Sie ihr Berater. Dann erwecken Sie in ihnen Vertrauen und Dienstfreudigkeit. Gute Leistungen werden Sie dafür belohnen."

Herr v. Hindenburg betont sodann den rechten Sinn der Kameradschaft, warnt vor Überhebung, spricht für Reinhaltung der Ehre, deren innerster Kern Liebe und Treue zum Vaterlands ist und wünscht zum Schluß, daß die Kavallerieschule die Pflanzstätte aller militärischen Schulen sein werde. Dann würden Männer aus ihr her­vorgehen, deren Arbeit dem Vaterlande zum Segen gereicht.

fen Adelung. Namens des Hessischen Staates sprach Staats­präsident Adelung Worte herzlicher Begrüßung. Ms Vertreter der Neichsregieruna sprach der Reichsminister für die besetzten Gebiete, v. Guèrard. Er führte aus:

Der deutschen Reichsregierung, des Deutschen Reiches und des gesamten deutschen Volkes herzlichste Glückwünsche heute entbieten zu können, ist mir eine liebe Aufgabe. Trotz der Not der Zeit bat es auch die Reichsregierung für ihre vornehmste Aufgabe gehalten, beizutragen zur Wiederherstellung des Domes, beizusteuern zur Erhaltung dieses uns von unseren Vätern überkommenen hehren deutschen Kunstwerkes, dessen religiöse und geschichtliche Bedeutung weit hinausgeht über die Mauern dieser Stadt Die Geschicke der Stadt Mainz wie die des Domes waren immer verbunden mit dem Geichick des Deutschen Reiches. Das hat sich gezeigt bis in die neueste Zeit, die Zeit der Not. Wie Mainz leidet ja keine andere Stadt unter der Besetzungsnot. Der Minister erinnerte daran daß gemeinsame Arbeit den Dom wieder gefestigt habe So tonne auch nur einträchtiges Zusammenwirken dem, Deutschen Reich wieder eine bessere Zukunft sichern. Der Minister schloß: Möge der entfesselte Dom Wahrzeichen fein und

Verkünder einer freien deutschen Zukunft.

Hierauf sprach der Erzbischof von Freiburg seine Freude über die gelöste Ausgabe au^ und knüpfte daran ben Wunsch, das; der wiederbefcstiate Dom, bei dessen Sicherung Staat und Kirche, Reich und Volk einträchtig sufammenarbeiteten. cut Wahrzeichen sein möge dafür, daß auch in Zukunft die beiden Gewalten Kirche und Staat zum ^oble des Volkes, jede in ihrem Bereich, selbständig zusammcustehen mögen. Im An­schluß daran gab Oberbürgermeister Dr. Külb dem Stolze der Stadt Mainz darüber Ausdruck, daß ihr herrlicher, altehr­würdiger Dom

vor dem drohenden Untergang gerettet fet

Hierauf ergriff der hessische Staatsminister Kirnberger daS Wort zur Festrede, in der er die Schönheit des Domes feierte und seine Bedeutung als Symbol des menschlichen Lebens unterstrich. Der Bischof von Mainz, D. Ludwig Maria Hugo, gab dem Gefühl des Dankes gegenüber allen Ausdruck, die zum Gelingen des Werkes beigetragen haben. Gesangsdarbietungen des Mainzer Domchores schlossen die Feier.

Aus èlnlaß der Domweihc hat der Papst den Bischof Ludwig Maria Hugo zum päpstlichen Thronassistenten und den Domdekan Prälat May zum Apostollschen Protonotar ernannt.