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>ieSea Werktag. Bezugspreis: monat- xeiLiefemngsbehinüerungen durch ^^ctDolttn", Streiks, Aussperrungen, Ent usw. erwachsen dem Bezieher keine "Loerlag §rkcSrich Chrenklau, Fulda, s 7 -es Vereins Deutscher Zeitungsver- i-poMeckkooto: Zrankfurt a. M. nr.16000

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

§ul-a- und Haunetal >Zul-aer Kreisblatt

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B6- 1928

Fulda, Samstag, 6 Oktober

5. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

ÄÄ'« Ä» M Demonstrationen, Hochs auf ehemalige Fürsten usw. ^Mk-utztschen Landtag wurde bei Beratung des Kom-

Gesetzes ein Zentrumsantrag angenommen, nach M Vahlen bis spätestens 31. Dezember 1929 vorzu-

È rreichtsche Regierung hat in Wiener-Neustadt er- ilâr- und GendarmeriekrSfte bereitgestellt, um M Vorfällen am 7. Oktober gegenüber gerüstet zu sein.

Eine Armee in Wiener-Neustadt.

Große Fahrt. ^

L 0c6cn8fraft. Ruhm deutscher Arbeitsleistung. Flammen des Haffes.

'ü Neid ist gewiß keine Eigenschaft, die den Men- m Zierde gereicht oder deren man sich gar auf ^Märkten rühmen soll. Aber wer wollte nicht ein» L daß er, als in diesen Tagen der stolzeGraf L|jn« in so wunderbar ruhig-sicherem Fluge durch W dehinsegelte, die Teilnehmer au dieser weitaus- M Probefahrt um das Glück ihrer Auserwähltheit Wude seines Herzens weidlich beneidet hat? Je jickr diese fast überirdische Erscheinung, kaum daß ijunseren Gesichtskreis getreten war, den Blicken eni- », desto mehr nahmen auch unsere Gedanken einen L' einen höheren Kurs. Herrlich die Zähigkeit Minner, die in Deutschlands schwerster Zeit ihr Linnen und Trachten auf e i n Arbeitsziel gerichtet Mu Nd eilen Hemmnissen zunr Trotz nicht nachließen, I littet standen, wohin sie gelangen wollten. Kost- rast haben sie hingegeben, um die Ungläu- Dip^tzeugen, die Gleichgültigen auszurüttcln, die bM-isscne und heimliche unschädlich zu machen. IHM die Geschichte dieses Bauwerks geschrieben |*k wird man in vollem Umfang ermessen, »KHenmaß von Anstrengungen nötig gewesen ist, MMaltiae Unternehmen nicht vorzeitig zu Bruch ^A lassen. Jetzt freuen wir alle uns des Erfolges, r imrbarer Glaube an eine gute Sache wieder em- »üch! bat, und der Gedanke an die ganz große » die dieserGraf Zeppelin" nun noch in der korn- F Woche zu bestehen haben wird, braucht jetzt nic- W mehr zu schrecken.

M B r iand hat allerdings einen neuen Beweis F gesährliche Tüchtigkeit des deutschen Volkes er- F das durchaus nicht stehenbleibeu will, wo seine r Mt 1914 bis 1918 cs festgenagelt zu haben ver- W, sondern das die Schwingen seines Geistes immer F höchsten Menschhcitszielcn zuzuwenden versteht, Wandere Nationen vielleicht kein Verständnis oder die nötige opfervolle Hingabe aufzubringen k.^dn tut nichts, ob man in Baris süße oder dazu machen mag, unserGraf Zep- Mt Mit rund 80 Personen an Bord in einigen W^bmden gut 3000 Kilometer zurückgelègt hat, er »Winnen Weg wie über die Länder so auch über F blichen, wird die Völker miteinander verbin- bisher ungeahnte Verkehrs»- ' lichkeiten er- WM^den Ruhm deutscher Arbeitsleistung in den Friedens über die ganze bewohnte Erde ver- soll Herr P o i n c a r â nur rvieder kommen daß man sich vor den Deutschen in acht Er wird hoffentlich erlebt er es noch werden.

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"'s^ "nach oben gesehen können die Ge- w iveite Fahrt nehmen. Von o b e n nach freilich ist cs nicht heute noch tote che- W ",arl im Raum die Sachen stoßen"? Die W ^Mlüngèn um einige Befriedung der Ge- E' > ^^ Auskommen der Völker, der Mehr- Minderheiten haben wir eben erst hinter ivnrde nicht erzielt. Aber von diesen nA^" abgesehen, auch der soziale Friede denn je bedroht, als sollte die Menschheit Mist»',, ^'^ ^htllè kommen dürfen. Eine große Miitav lleht durch Europa, fast läßt sich bc» M phL^^11^ Welt. In dem wichtigsten Hafen- Weil in k^'-^« -Reiches, in Schanghai, ruht M auf aiJ .,mI^ allen Wirtschaftszweigen, wie cs Md,» Ltn ^sben russisch-kommunistischer Elemente, zerrissene Land offenbar noch litit geblutet hat. In Australien liegt l'iiib c§ 1 gesamte Schiffs- und Hafenverkchr Mittai , Aw dort, in diesem ausgesprochenen Me^A <>ch^^N. Sfraßenkämpfeu gekommen, in leiten k^o"villige verstärkte Polizei die Ober» bie -v :.. >9i der Polnisch e n Republik sind M» an W^ "'^ die Bergarbeiter, die eine schon Wien, n>?^oralsjreik heranrcicheude Bewegung M io weiß schließlich Deutschland an» BHAtihM^J0' .daß auch in unseren großen in ^s^ Ivie an der Nordsee, zunächst die M auch A Ausstand getreten sind, denen sich 011 WestinV .bleute schon angeschlossen haben M ^beilèa^jA^"" Begriff stehen. Daneben sind » ^ Westens große Aussperrungs-

M Wied».'>' bahrend im schlesischen Bergrevier M bei l^;Auralden Brocken hingeschmissen" M noch Ausdruck in diesem Falle lauter.' MMtr» Q/: daß in der Reichshauptstadt ein M^" ttohhnn r bcn Gewerkschaften nicht aner» k W erbrti.^'1^ ständig ausbrcitcnder Streik Ml'-,M sw, -Aden Untergrundbahnen unterhalten '^ und ZNaulmenfassend wohl sagen, daß so 5 âU einem gewissen Grade mitein»

Die bevorstehenden Kundgebvngen in Oesterreich.

Kavallerie aus dem Burgenlande.

Trotz aller Bemühungen um eine Verständigung zwischen den Parteien sieht man in Österreich dem nächsten Sonntag mit großer Beunruhigung entgegen. Die Regie- rung hat sich bekanntlich nicht entschließen können, das Ra­dikalmittel des Demonstrationsvcrbotcs für alle Parteien auzuwenden, und so muß sie durch Aufwand starker mili- tarlschcr Mittel versuchen, den erwarteten Zusammenstoß der feindlichen Massen zu verhindern. Wiener-Neustadt zeigt ein vollständig verändertes Bild. Es sind bereits einige tausend Mann Militär und Gendarmerie in die Stadt eingezogcn; sic erregten um so mehr Aussehen, als sie in feldmarschmäßiger Ausrüstung, mit Stahlhelm und aufgepflanztem Bajonett, durch die Stadt marschierten. Fortwährend treffen weitere Militär- und Gendarmerie- abteilungen ein. Die österreichische Kavallerie aus dem Burgenland sandte fast ihren gangen Bestand nach -Wiener-Neustadt.

Eine der Hauptgefahren des 7. Oktober, die Über­schwemmung der kleinen Wiener Industriestadt mit 200* bis 300 00st Wiener Arbeitern, scheint dadurch beseitigt zu sein, daß die Sozialdeurokratische Partei an die Wiener Arbeiter die Bitte gerichtet hat, den Kundgebungen fern­zubleiben und die Demonstration dem Schutzbunde und den Arbeiten, von Wiener-Neustadt zu überlassen. Es ist aber noch nicht ganz sicher, ob diese Parole in vollem Um- ianae befolgt wird.

ander in Einklang stehende Zeitcrschcinungen doch zu aller­hand Besorgnissen Anlaß gâu müssen. Die ^jammen des Hasses werden, das steht fest allerorts von unter­irdischen Gewalten mit leidenschaftlichen. Verlangen nach abermals grundstürzenden Katastrophen geschürt. Wer au verantwortlicher Stelle steht, hat wohl zurzeit feine größere Sorge als die, zu verhüten, daß sie eines unschönen Tages lichterloh zum Ausbruch kommen. Dr. Sy.

Regierung und Presse.

Eine Rede des Reichskanzlers.

Der Verein Deutscher Zeitungsverleger, der gegenwärtig in Berlin seine diesjährige Hauptversammlung abhält, ver- anftaltctc aus diesem Anlaß ein großes Festbankett im Mar­morsaal des Zoologischen Gartens. Mit der großen Schar der Ehrengäste waren auch erschienen als Vertreter der Reichsregierung Reichskanzler Müller sowie die Reichs­minister Dr. Gröuer, Dr. Curtius, Severing, Dr. Hilferding und Koch-Weser. Von der preußischen Staats- regierung ivaren anwesend die Minister Dr. Hirtsiefer, Dr. Becker, Dr. Steiger, Dr. Schreiber, Höpker-Aschoff und Grze- sinski. Weiter fast man den österreichischen Gesandten Dr. Frank Fast vollzählig waren die Gesandten und Vertreter der Länder erschienen. Die Militärbehörden waren u a. durch den Chef der Heeresleitung, General Heye, und den Chef der Marincleitung, Admiral Dr. Räder, vertreten. Tie Be­grüßungsansprache hielt der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleacr, Kommerzienrat Dr. K r u m b h a a r. Er wies u. a. daraus hin, daß im parlamentarisch regierten Volks- staatc die Presse zum mitbcstimmeudcn Faktor des Staats- lcbens werden konnte.

Reichskanzler Müller nahm nach dem Vorsitzenden das Wort und betonte die Rot- weudiqke't einer Zusammenarbeit zwischen Presse und Re­gierung die nur dann förderlich fern könne, wenn beide Teile von dem Pklichtbewußtsein durchdrungen seien, das Vaterland zu neuer Höhe emporzuführen., Die Lage des deutschen Volkes werde nicht immer richtig eingeschätzt: denn nicht alles, was der Ausländer in Deutschland sehe, entspreche der wirklichen "aac Immerhin könne man aber sagen, daß in den zehn Jahren seit Beendigung des Krieges für den Wiederaufstieg Deutschlands viel mehr erreicht worden ,c,. als es felb|t die größten Optimisten angenommen hatten

In der nahen Zukunft handle es sich jcljt nicht nur um b;» Reacluna ber Repnrationssrage, sondern insbesondere auch dar,in- bie Souveränität des gesamten deutschen Gebietes wicder'zttliewimicn. Ich verkenne nicht, so fuhr der Reichs­kanzler fori bie Schwierigkeiten, bie sich vor uns aufturmcu. Deshalb müssen sich alle diejenigen, die positiv zum Staat ein­gestellt sind, zusammcnschlicßcn und eine Arbeitsgemeinschaft bilden rot dem Zwecke, dir großen Aufgaben zu bewältigen, bie uns jetzt bevarstehrn.

Dwse Pressefreiheit, jur bte untere Vater ichon im Jahre 181'1 uiit ihrem Veben eingetreten seien, sei die Grundlage für ein gesundes Staatswesen.. und Deutschland könne besonders stolz aus seine Pressefreiheit fein

Nach dem Reichskanzler sprachen noch mehrere Voriiand--- mitalieder des Vereins Deutscher Zeitungsverleger Der Ber­liner^Oberbürgermeister Dr. Voß begrüßte die Zettungsver- lcacr arG dem Reiche im Namen der Stadt Berlin und hob bte enae Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Presse, die è'lrm in Arm miteinander groß geworden seien, hervor.

^ie 'am Freitag im alten Herrenhause stattgesnndene Simma der c Pmngsvcrleger brachte eine scharfe Entschließung aea ^ immer wettcrgebcndcn Forderungen von Annoucou- erbebitionen und Inserenten zur, Gratisreklamc. Auch die Platzvürmuiften wurden kritisiert. Die Aufnahme von An- -»ia-n auf den vorderen Textfesten entwertet den redaktionellen ^cil und schabet dem Ansehen der Zeitung.

-~ An den Reichspräsidenten und den ReichSaugen- minifter Tr. Stresemann wurden herzliche Begrüßungs- telegrammc gesandt.

Die städtische Sicherheitswache hat in den letzten Tagen Schießübungen abgehalten; sie ist für den 6. und . 7. Oktober mit Manulichergewehren ausgerüstet. Großes i Aufsehen erregen die vielen Militärordonnanzen, die auf Motorrädern durch die Stadt rasen. Die Stadt wimmelt von Uniformen. Für den Fall eventueller Zusammen­stöße wurden im Allgemeinen Krankenhaus 300 Notbetten und 22 Tragbahren bereitgestellt.

Viele Geschäftsleute haben für ihre Auslagen Holz­verschalungen machen lassen, so daß die Tischler mit Ar­beit überhäuft sind. Der sonst am Sonnabend abgehaltene Wochenmarkt wurde bereits am Freitag abgehalten, da Sonnabend früh sämtliche Betriebe der Stabt stillftehcn, aller Voraussicht nach auch die Geschäftsleute von Wieuer- Renstadt ihre Lokale bereits Sonnabend mittag schließen werden.

Ein Alkoholausschankverbot ist erlassen. Viele Ein­wohner haben die Stadt verlassen.

Erklärungen des Landeshauptmanns.

Der Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Bu­resch, erklärte den Pressevertretern, daß in beiden Lagern, sowohl bei den Heimwehren als auch beim Re­publikanischen Schutzbund, die größte Bereit­willigkeit gezeigt werde, damit der Verlauf des 7. Oktober ein friedlicher werde. Der Aufmarsch der Heimwehren be* ginne schon um 9 Uhr früh. Um 12 Uhr mittags werden ihre letzten Marschtruppen die Straßen und den Hauptplatz von Wiener-Neustadt passiert haben, wonach dann auf dem Paradeplatz, der außerhalb der Stadt liegt, die Feldmesse abgehalten wird. Dann werde sofort der Abtransport beginnen.

Die Aesierungsumbildung in Preußen.

, Berlin. Nachdem die Verhandlungen über die Bildung' bei Großen Koalition durch die Frettagsbesprechungen in Fluß gekommen sind, werden nunmehr voraussichtlich in der kommenden Woche die Regierungsparteien, Zentrum, Sozial­demokraten und Demokraten, zu einer gemeinsamen Sitzung zusammentreten. An dieser Sitzung wird Ministerpräsident Braun teilnehmen. Vor allem wird die Frage der Besetzung der Ressorts zu lösen sein

Preußischer Landtag

(14. Sitzung.) tt. Berlin, 5. Oktober.

Präsident Bartels, der von einem schweren Grippeanfall wieder genesen ist, teilt zu Beginn mit, daß die deutschnatlo- uale Große Anfrage über die Sicherung der Gewilsensfrelhett der Lehrer und der Autoritär der Lehrerschaft von der Tages­ordnung abgesetzt werben müsse, weil der Kultusminister Hewe noch nicht in der Lage fei, sie zu beantworten.

Das Kommunalwahlgefetz kommt nun zur Beratung. Nach längerer Debatte, in der die bekannten Gründe für Hinausschiebung und dagegen angeführt werden wird bei der Abstimmung der Antrag aus Wieder­herstellung des § 1 nach der Regierungsvorlage (Wahl am 2. Dezember 1928) abgelehnt.

In Abänderung des Nusschußbcschlusses, der für alle Wahlen einen Termin bis zum Oktober 1929 vorschlug, wurde ein Zentrumsantrag angenommen, wonach bte Wahlen bi» zum 31. Dezember 1929 vorzunehmen sind.

Die Beratung wird darauf abgebrochen, bte dritte Lesung soll Sonnabend stattfinden. Nach kleineren Angelegenheiten folgt die Große Anfrage Dr. Zoillin »Dem.) betr die «ber- iiaitme der Getreide-Industrie- und Kommissrons-A.-G. durch die Preußenkassc und die Rcntcnbankkreditanstalt (Schener-Konzern).

Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff gibt ausführliche Er­klärungen und kommt zu dem Schluß, durch den Ausbau einer neuen genossenschaftlichen Stelle hätte man der sich ergebende» Nottvendigkeit Rechnung tragen können. Die Preußenkassc glaubte diesen Weg nichl gehen zu sollen, weil bei der strebt^ jage der Landwirtschaft bte erforderlichen Geldmittel nur durch erneuten finanziellen Rückgriff aus die Preutzenkasse hätte» bcreitqestellt werden können. Diese Erwägungen hätten die Preutzenkasse veranlatzt, sich in die bereits schwebenden Ver­handlungen mit der Rentenbankkreditanstalt und dem Banken- konsortium einzuschalten. Die Fragen, ob beabsichtigt ist, die Übernahme weiterer Unternehmungen gleicher ober ähnlicher Art folgen zu lassen, und ob daran gedacht wird, den freien Getreidehandel durch ein Getreidemonopol auszuschalten, seien zu verneinen. Zum Zwecke der Milderung von Preisschwan­kungen auf dem Gelreidemarkt sind von dem Bankenkonsortium, das bisher die Mehrheit der übernommenen Aktien besaß, und der Preutzenkasse erhebliche Mittel bereitgefient worden.

Abg. Rau (Komm.) lehnt die Scheuer-Transaktion ab.

? .' Abg. Dr. Kaufhold (Dtn.) betont, datz die Scheuer-Trans- altion in der Öffentlichkeit große Beunruhigung herborgerufen habe. Der Scheuer-Konzern habe sich bisher, trotzdem bte Gelreidepreisc unter Friedenspreis lägen, nicht bemerkbar ge­macht. Für die Preisstabilisierung könne der Konzern wirken als eine Art Verkaussspitzenorganisation der Landwirtschaft.

Abg. Dr. Leidig (D. Vp.): Bet dem Eingehen des Ge­schäfts haben sich große Regiefehler ergeben. Bis in die Kreise Tier demokratischen Minister hinein sind die Dinge verschleden beurteilt worden. . ,

Abg. Jürgensen (Soz.) erklärt, die Zersplitterung im land- wirtschaftlichen Genössenschaftswescn müsse auf dein Wege über diese Getreidegroßhandelsgenossenschaft beseitigt werden Ge­lange es, die landivirtschaftlichen Produzenten und die Kon­sumenten näher zusammenzubringcn, so sei dies ein erfreu­licher Eriola.

Abg. Dr. Schmidt-Höple (Wirtschaftspartei) nennt die Politik der Demokratendemagogisch und inkonsequent". Die Wirtschaftspartei stehe zur freien Wirtschaft und trete für den Individualismus gegen den sozialistischen Schwindel ein.

Abg. Vollmar (Deutsche Fraktion) erkennt den guten Willen, der Landwirtschaft zu helfen, an. Durch den Scheuer- Konzern sei dieses Ziel aber nicht zu erreichen.

Damit schließt bte Aussprache und die Große Anfrage geht <in den Hguptâusfchub.