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_ (nf wen Werktag. Bezugspreis: monat- ' VeiMerungsbehmüerungen üurch Gewalten", Streiks, Aussperrungen, usw. erwachsen dem Bezieher keine E Verlag Krieörich Chrenklau, Zulöa, Es Vereins Deutscher Zeitungsver- ^.Postscheckkonto: Kcanksurt a. M. nr.16009

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Tageblatt für Rhön un- Vogelsber

Zulöa- und Haunetal -Zulöaer Kreisbr

Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernsprech-slnschluß Nrâ

Nachöruck der mit * »ersehenen Frètkel nur mit (Quellenangabe »Zulöaer ^ngeiger'genattet

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Fulda, Montag, 1. Oktober.

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/chnungsstel- agen zu erfoU xsl unverbindlich.

94. Jahrgang

K diH erfoi An reibet

Verbilligung der Agrarproduktion.

Kleine Zeitung für eilige Leser

L w 2. Oktober vollendet Reichspräsident von Hindenburg < Lebensjahr.

sur Prüfung der Sicherheit auf der Reichsbahn ein« ; parlamentarische Untersuchungskommission hat einen ,n Form einer Denkschrift erstattet, in der sie im allgs- , -frieden erklärt mit dem Zustand der Bahn, aber Abnahmen zur Vergrößerung der Sicherheit vor«

Noten an Frankreich und England, in denen die Betz- Staaten es ablehnen, dem französisch-englischen ommen beizutreten, sind veröffentlicht worden.

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., alter, der dem ameri« Stäats'sekretär Kellogg bei seiner Landung in

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Abgelehnt !

W beut' goldenen Fullfederh, M Staatssekretär Kellogg bi « überreicht wurde, um zur Unterfchrift des »zMiungspaktes zu dienen, stand die Mahnung: du den Frieden erhalten willst, so stärke den Frie- Hißt aber, wie der Ausspruch ursprünglich

. MM du den Frieden erhalten, so rüste dich für kiica!' Trotz Kellogg-Pakt und einer neunjährigen jiiMsdebatte, trotz Völkerbund und internationalen und Schiedsgerichtsverträgen halten es fast alle immer noch mit dem alten, dem bisher immer Satz. Bei den Land- und Luftstreitkräften ist t nicht abgerüstet worden und die Bestimmungen Mingtoner Abkommen über die Beschränkung der üiftinn g werden teils nicht befolgt oder zum an* Äl umgangen oder umgebeutet.

»i: Vereinigten Staaten haben wiederholt Amigstens ein Programm der Rüstnngsdeschrän- MÄè herbeizuführen, sind aber stets an der eng* ' Wen Ablehnung gescheitert, so noch der ver- tzMWdent H a r d i n g bei direkten Verhandlungen ' Mm und Paris. Daß infolgedessen schon die Tat- MeV'-^ zwischen diesen beiden

' gen in Washington stark verschnupfen mußte, ist «sieben und wurde dadurch deutlich gemacht, daß Kel« pd) seinem Pariser Aufenthalt jedem Besuch in Lon« i Monstrativ auswich. Run ist in London und Paris 1 amerikanische Rote überreicht worden, die die thngnabme Washingtons zu jenem Abkommen ent* so zu i hub die zu der Feststellung kommt: die neue Flotten« Mion stellt überhaupt keine wirkliche Rüstungs« . irfnäntung dar, weil der Bau kleiner Kreuzer und M . ,$00te uneingeschränkt zugelassen wird, und sie ist etnge* Haltung dlediglich auf die Befriedigung der Seeverleidi- t in din "^Bedürfnisse Englands und Frankreichs ohne jede ^slchi auf die der Vereinigten Staaten. Damit wird k Verhandlung über die Grundlagen des Abkommens Weint

lr, eines er Fra«.

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lptvölti stehe» Börter ii' Kant««!

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An man macht einen Gegenvorschlag: Festlegung k Gesamthöchstlonnage, wobei für England und Ame- gleicher Satz gelten soll, dann Begrenzung der Ge- MAmoge auch für die einzelnen Schiffsklassen- jenes Meret französischer, dies ein ebensolcher englischer - n^ cstz Kompromiß und zum Zwecke der Wng an die besonderen SeeverteidignngSnotwendig« Mijkdes Landes, die Zulassung eines Tonnageaus- Wischen den Schiffsklassen. Will also ein Land rM^ mehr kleine Kreuzer bauen, dann darf es Machend weniger Linienschiffe oder Schlachtkreuzer, Große Kreuzer auf Stapel legen. Oder ent» M weniger Torpedoboote oder U-Boote bauen. U^^sttonnagefestsetzung für die Gesamtflotte und die M?" Schiffsklassen bleibt grundsätzlich bestehen, doch » 'm amerikanische Rote wieder die Gelegenheit, um gegen die U-Boot-Waffe auszu- M^de also das, worauf es den beiden anderen Re- ankommt» wird in Washington als ganz undis- U. °°Selehnt; man macht aber Gegenvorschläge, an M London und Paris nicht so einfach vorüber- soll nicht der Eindruck noch stärker werden, W^Wse Abkommen vor allem politisch gemeint und EK Wirkungen abgestellt ist. In der amerikani- Eehrt der Wunsch nach Verhandlungen Au^M iinmer wieder und die etwaige Richtbeach- Ih1 Wunsches durch die französische und die eng- bNlng, ein Ausweichen oder gar eine Ablehnung 1 ofs' wird in der amerikanischen Presse schon W«il o^âgt zu einer Ablehnung auch der Ratifi« W Z.'.?Eogg-Poktes namentlich durch den amerikanr- |£ 'Uhren. Also zu politisch doch wohl recht un. »An »,,5°^en. Und in England wächst überhaupt Wch^ gegen das ganze Flottenabkommen mit

ja die ganze Sache! Noch immer ist Mi offiziell nicht veröffentlicht, nachdem es zu MW uuAan$ ungeeigneten Stunde abgeschlossen IW P1! französischen Außenminister Briand Sote w ^bzwang, daß es dem Wettrüsten zur See U«'»iueu im?^ue. Und wie es mit einem Parallel. Du MmI^le Luftstreitkräfte steht, weiß die öffent- Wen onch nicht. Das alles macht cs den Ver- »!^ und ^hr leicht, vor den Augen der Welt dA Äderte Äl>r!5?^nzösische Regierung als nicht gerade ^c .^freunbe erscheinen zu lassen, bei Umsatz iu ih, '" einem denn doch etwas allzu krassen L Taten stehen.

»^i>? Schachts zum ReichSbanlpräfidenten. M^N ^Schâ -sulrat der Reichsbank wählte Reichsbank- è, sie W-Äiiur eine neue Amtsdauer von vier Jahren-

I ^HeMH- ^r^efchriebens Bestätigung durch den

Pioniere Der pflanzenzüchiung.

Das neue Kaifer-Wilhelm-Jnstitut für Züchtungslehre.

Aus Anlaß der Eröffnung des neuen Kaiser-Wilhelm- Jnstituts für Züchtungslehre in M ü n ch e b e r g in der Mark versammelten sich dort zahlreiche Festgäste. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier brachte Exzellenz von Harnack den Dank der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft an alle Beteiligten, insbesondere an die Landwirtschaft, an die Großbanken, an die Züchter, an die Düngerindustrie, dar­über hinaus an das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft zum Ausdruck.

Darauf ergriff Professor Dr. E. Baur daS Wort. Der Plan -es Institutes fet erwachsen aus der Erkenntnis, daß auf dem Gebiete der Landwirtschaft, immer noch dem wichtigsten Er- tverbszweig unseres Volkes, wir nur vorwärtskommen durch eine dauernde Verbilligung der Produktion.

In fast allen an den Weltverkehr angeschlossenen Ländern fei die landwirtschaftliche Produktion in den letzten Jahrzehnten stärker gestiegen, als die Bevölkerung zugenommen hat in sehr vielen Ländern nehme ja heute die Bevölkerung überhaupt nicht mehr zu. Wir hätten insolgedesscn eine Überproduktion bei den meisten Lebensmitteln und dementsprechend eine ver­schärfte Konkurrenz der Erzeuger und einen schweren Druck aus die Preise. Die Agrarkrise, unter der wir heute Otten, sei keine

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Exzellenz von Harnack,

Präsident der Kaiser-Wtlhelm-Gescttschaft.

deutsche Angelegenheit allein, sie bestehe überall. Und In allen Ländern, die teuer produzieren, werde bu Landwirtschaft nur künstlich durch sehr hohe Schutzzölle lebensfähig erhalten werden können. Und diese Völker würden in ihrer Lebensmittelver­sorgung völlig vom Auslande abhängig. DaS bedeutet aber das

Ende der wirtschafUichcii und der politischen Selbständigkeit.

Daher müsse Deutschland so billig produzieren, daß es auf dem Weltmarkt konkurrenzfährg bleibe. Und seinen Landarbeitern und Bauer» müßten dabei die gleichen Lebensbedingungen ge­boten werden, wie sie die Industriearbeiter hätten. Eines der

wtcyttgsten Mittel hierzu sei die züchterische Verbesserung und die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Kulturpflanzen Es müßten Pflanzen geschaffen werden, die bei gleichem Arbeits­aufwand von der gleichen Fläche wesentlich höhere Erträge brächten als die heute vorhandenen Rassen. Ferner müßten Rassen geschaffen werden, die imstande seien, die übrigen Fort­schritte der landwirtschaftlichen Technik, wie bessere Boden­bearbeitung, stärkere Düngung, künstliche Beregnung usw völlig auszunutzen und rentabel zu machen.

Ramens der Spitzenorganisationen der deutschen Landwirtschaft brachte der Präsident des Deutschen Land­wirtschaftsrats, Dr. Brandes, der Kaifer-Wilhelm-Ge« fellschaft und ihrem Präsidenten den Dank zum Ausdruck. Die Grüße der deutschen Züchter überbrachte Dr. ehren« halber Kühle, der Präsident der Gesellschaft zur Förde­rung Deutscher Pflanzenzucht. Im Namen der Stadt Müncheberg und des Kreises Lebus sprach sodann Bürger­meister Dohse.

Oie Veredelungsproduktion der Landwirtschaft.

Bauernschaft und Absatzfrage.

Der Vorstand der deutschen Bauernschaft befaßte sich <n einer Sitzung mit der Frage, welche Forderungen mit Siücffidft außdie heutige Lage deß laNdwirtfchaftlichen Ab­satzmarktes an Reichstag und Reichsregierung zu richten seien. Es bestand Einmütigkeit darüber, daß bei allen Maßnahmen zur Sicherung auskömmlicher Preise die Veredelungsproduktion in den Vordergrund ^stellt werden müsse. Insbesondere müsse durch Aus- rcstaltung des landwirtschaftlichen Notprogramms Vor- «arge getroffen werden, daß die sich ständig wiederholenden viastrophalen Preisrückschläge auf dem Gebiete des Viehabsatzes vermieden werden.

L In bezug auf die Ausgestaltung der GetreidehandelS- politik war man sich darüber einig, daß eine Erhöhung der Zölle allein wirksame Abhilfe gegenüber rcNzü- »eichenden Getreideprejsen nicht bieten könne. Der Vor- stand- beschloß deshalb, der Reichsrsgierung VorschkSge über eine Regelung der Getreidebewirtschaftung zu unter- h reUen.

30000 Mark für vflanzenzüchtungs- forschung.

Eine Mitteilung des NeichsernährungsministerS.

Bei der Einweihung des Instituts für Züchtungsfor­schung in Müncheberg ergriff auch Reichsernährungs­minister Dietrich das Wort, der die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im Dienste des Wiederaufbaues Deutschlands betonte, und die Wichtigkeit der Pflanzenzüchtungsforschung für die deutsche Land« wirtschaft unterstrich. Der Reichsernährungsminister teilte mit, daß er aus einem ihm zur Verfügung stehenden Dis­positionsfonds dem Reuen Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungslehre den Betrag von 10 000 preußischen Tälern gleich 30 000 Mark als Patengeschenk zur Verfügung ge­stellt habe.

Der Minister gab der Überzeugung Ausdruck, daß man mit diesem Institut an dem Wiederaufbau des deutschen Volkes und seines Staates einen neuen und gewichtigen Baustein setzt und einen Schritt tut, der der bedrängten Landwirtschaft, um deren Erhaltung wir gegenwärtig kämpfen, und die letzten Endes doch die festeste Basis eines gesunden Volkstums ist, einen außerordentlichen DieNst leisten.

Die MiedsWer-eit' ' der ReilSsSO.

Die Denkschrift des Arbeitsausschusses.

Die am 1. August infolge der wiederholten Eisenbahn­katastrophen namentlich in Süddeutschland eingesetzte par­lamentarische Untersuchungskommission hat zahlreiche Be­sichtigungen und Priisungen in den verschiedensten Ge- bieten des Reiches vorgenommen und als Resultat ihrer Arbeit einen einheitlichen Bericht sertiggestellt, der als Denkschrift nunmehr vorliegt.

Der Ausschuß gibt ein Bild über das Auftreten von Unfällen bei der Deutschen Reichsbahn, wobei sich ergibt, daß die Intensität des Betriebes in den letzten Jahren sich etwa auf der Höhe derjenigen von 1913 hält, daß dabei die Zusammenstöße gegen 1913 erheblich abgenommen haben, wohingegen

bei den Entgleisungen eine Zunahme

zu verzeichnen ist. Diese Zunahme ist zum großen Teil auf Mängel am Oberbau und an den Fahrzeugen zurückzu- führen, die in der durch Kriegs- und Nachkriegszeit beein­trächtigten Unterhaltung, deren nachteilige Folgen zwei- fellos noch nicht als völlig beseitigt gelten können, be- gründet sind. Wichtig für die klare Beurteilung der Un- fallursachen erscheinen ferner Angaben über die Dienstzeit der an den Unfällen beteiligten Bediensteten bei Eintritt des Unfalles, die zeigen, daß in den ersten Stunden nach dem Antritt des Dienstes die Unfallhäufigkeit im allge- meinen etwas größer ist als in den späteren Stunden der ^ienstschichten. Durch Bereisung von zwölf Reichsbahn- direktionen wurden umfangreiche praktische Unterlagen gewonnen^ . ^ jechnischen Apparats sowohl bei bey bau* lichen Amaaen als auch bet den AaLrzcuaeu und den Siche-

rungseinrichtunqcn wirb im allgemeinen als einwandfrei fest­gestellt. Bezüglich der

Gleispflege

stellt der Ausschuß fest, daß noch nicht überall die neuzeitlichste, zweckmäßigste Arbeitsmethode eingeführt ist. Der Ausschuß weist weiter auch darauf hin, daß für die

Erneuerung des Oberbaues

in stärkerem Maße als in den letzten Jahren Mittel bereitgestellt werden müssen, um eine für die Zukunft dauernde Betriebs­sicherheit zu erhalten. Der Ausschuß gibt bezüglich der Fahr­zeuge älterer Bauart der Ansicht Ausdruck, daß auch diese durch­aus betriebssicher sind. Den Zustand der mechanischen und

elektrischen Sicheruttgsanlage»

erklärt die Ausschußdenkschrift als im allgemeinen einwand­frei. Für teilweise überalterte Stellwerkseinrtchtungen wird Ersatz durch neuzeitliche Anlagen empfohlen. Eine baldige be­friedigende Lösung der für die Betriebssicherheit wichtigen Vorrichtungen, die das Überfahren von Hauptsignalen ver­hüten sollen, wird aus Grund der Besichtigung der zurzeit im Gange befindlichen Versuche mit

> Zugbeeinflussungseinrichtungen

erhofft.

Die Ausschußdenkschrift macht weiter grundsätzliche Aus­führungen über die

Wegübergänge in Schienenhöhe.

Der Ausschuß führt hierbei an, daß vereinzelt die Übersichtlich­keit an solchen Übergängen zu wünschen übrig läßt. Der Aus­schuß schlägt weitere Verbesserungen vor. Er betont dann aber besonders, daß es im Interesse der Verminderung der Unfälle an Überwegen auch Pflicht der Kraftwagenführer sein muß, die Übergänge mit Vorsicht zu befahren und vor dem Be­fahren die nötige Umschau zu halten. Es wird eine diesbezüg­liche Ergänzung der bestehenden Verordnungen empfohlen. Von besonderem Interesse sind die umfangreichen Darlegungen der Denlicbttfi über -J.