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^, 206 -—1928
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Kleine Zeitung für eilige Leser
t m^isvräsideni von Hindenburg Hal den Wunsch aus- tZi daß den Städten möglichst keine Kosten bei seiner 1 MwL’ durch Schlesien entstehen sollen. Etwa schon be- Gelder sollen sozialen Zwecken zugeleitet werden.
, L sächsische Regierung hat das Abkommen mit der
- . â Lufthansa gekündigt, nach dem Sachsen einen Kosten- 2g für das Unternehmen zahlte.
* m der Kriegsanleihebelrugssache fand die Vernehmung I , wrbafteten Hugo Stinnes statt. Der in derselben An- t l„Xt in Untersuchungshaft befindliche V. Waldow wurde I Mn Fuß gesetzt.
^ii Arbeiten zu einem Entwurf für Bestimmungen über ' jn-MÜonale Überwachung der Waffenherstellung wurden in ( .1 otat Resultat abgebrochen und werden als vorläufig P Miâ angesehen.
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I Zweierlei Arbeit.
I ?fA Erfindungen—Neidvolle Gesichter— Französische
1’ Kriegsgerichte.
Heute „Zähringe n", morgen der neue „Z e p p e -
in Wilhelmshaven das zum erstenmal er« frobte Gespensterschiff der Reichsmarine, das von unsicht- I Mn Händen gelenkt und geleitet, ohne irgendein lebendes »^en an Bord, auf hoher See einherspaziert, mit unüber« i Kiffer Korrektheit verwickelte Manöver ausführt, be« I Wit lediglich durch äußerst sinnreich erdachte elektrische W WM, die durch bloßen Tastendruck von einem kleinen
»WM Torpedoboot aus in Bewegung gesetzt werden.
»UW Friedrichshafen aus wird in den nächsten I Wider neueste deutsche Luftkrcuzer zu weit ausgedehn- ■ Mckstsährten gen Himmel aufsteigen, um, wenn alles
WmchMsch verläuft, nach wenigen Wochen rasch mal ein
■ b^niter das große Wasser hinüberzuwechseln und ba« MMZN die Zeiten günstig sind, vielleicht zur Ab- e H/M eine R e i s e u m d i e W e l t oder einen Besuch MAÄrrdpolDu riskieren. EL., ist schon wahr, in M^tülschland wird zwar viel, Man darf vielleicht ruhig
■ bietiubiet geredet und geschwätzt. Aber wir haben Wlechstens den Trost, daß nebenher doch auch tüchtig ■ gearbeitet wird auf allen Gebieten des menschlichen »-«schms und Strebens. Und kein Tag fast vergeht, ohne ■ M nidjt von neuen Fortschritten, von neuen aussichts-
»Wi Entwicklungen zu berichten wäre
*
I . Im Ausland beginnt man schon wieder ängstliche und Wèllc Gesichter zu zeigen: wohin das wohl führen solle, ■teiln Deutschland wieder so machtvoll vorrücke im frieb« »Wettbewerb der Völker, und ob nicht doch hinter I Met rastlosen Arbeit wieder geheime feindselige ».'"lichten zum Nachteil anderer Länder verborgen 1 ei£n, vor denen sich die Siegerstaaten von 1918 abermals »A zu nehmen hätten. Einstweilen dürfen wir aber hossm, daß unter der Herrschaft des Völkerbundes, mtnparlmnentarischen Zusammenkünfte, der nach- Wins herdenmäßige anwachsenden internationalen M^WEschasten eine so engherzige Gesinnung mcht I Ehelicheren Schaden wird anrichl"'. können. Wrr M,wenigstens dürfen für uns die A.rerkennung in idaß wir mit einer Großzügigkeit, bie MM. Ngs Allgemeingut der sogenannten eure« M ^Wengemeinschaft geworden ist, auch andere I LN.unseren technischen und kulturellen Errungen« Nehmen lassen. Man soll sich in dieser Be- erst überall zu einiger Gegenseitigkeit ent« I N Aitt ewig mit scheelen klugen auf die Besiegten ^Ien ^ sehen.
Sman freilich aufGenf, so wird man sich durch Web»i> ^ange, die sich dort abspielen oder für die bevor- UbâD Plenarberatungen der Völkerbundversammlung Etet weniger als angezogen fühlen. Immer
M.a ten Bekannten von vergangenen Tagungen EuViL ' unzählige Male behandelte Streit zwischen ^^^^ und Ungarn, den ein Schiedsgericht Ei{nmon;^e^ wenn es von der rumänischen Re- ■tee, M^^dtt und wieder durch sehr unschöne Maß- M di?EE"^ worden wäre. Und vor und hinter ihm l’ikT ^bneber der gleichfalls bereits bis zur Er- ■itt® "lettene litauisch-polnische Kon- a, aus dem offenbar niemand einen W Mt M Ausweg zu finden weiß. Der Völkerbund ubfrnden zu wollen, daß die Herren in Uhren. W^i.v M ^n regelrecht an der Nase herum- ■'»fien, um r MEns hat er bis jetzt keine Anstalten ge« k Ns nun Meinung, die wohl doch dahin geht, polnisck f? oder so polnisch geworden ist, etwa müsse, Respekt zu verschaffen. Und Mwnienden t^Ätsche Reichskanzler in der MNung aufrniYe ?or ihm die Frage der Rheinland- hohen ^ «ewiß kaum ein Delegierter Recht auf s,'i!,EE""ll danach fragen, ob Deutschland Herrn R ^be. sondern aller Augen wer- Minensviel «?Ä gerichtet sein, um zu sehen, mit ■ "Demarche" $ur Beantwortung dieser _ )e âum Rednerpult begeben werde.
WM^dfalz aber fi»^ ^?ünde von der Welt zur Seite, SrieqânLi*? immer und immer wieder Wiechs ricbtÄ ^, den Mut habe», noch heute liebe M denen jede von den „Boches" zu lek^, die v Sch echt^reit zuzutrauen sei und die WöiiiS Männern un< ^^^ngen der Besatzungsarmee |oHÄ« und âÄuen angetan wurde, mit Be- o^b dauern a; -^w""äen. zudeckeu. Wie lange ' der Geist der Verständigung, der
TagèblaK für Rhon unö Vogelsberg ten,Banken usw. beträgt die Klemzeile 0.30H1E.,
unö Haumtal-ZMaer Kreisblatt
Rebaktton unö Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Zernsprech-^nschluß Hr.989
Nachöruck der mit * versehenen Artikel nur mit (Quellenangabe. Zulâaer F^etgrr'geflattet.
Fulda, Samstag, 1. Septemblr
Der Millionenbetrug mit Kriegsanleihe
Die Verhüllung von HugoStinnesjun. von Waldow aus der Haft entlassen.
"°v Hugo Stinnes jun. ist erfolgt anläßlich der Aufdeckung des großen Betruges mit Kriegsanleihen. Stmnes ist, wie jetzt bekannt wird, schon seit langem nach Ansicht des Untersuchungsrichters schwer belastet. Nach der Verhaftung und mehrfachen Verneh- mu'w fernes ehemaligen Privatsekretärs v. Waldow spitzte sich die Angelegenheit immer mehr zu. Waldow bekanntlich nach London gefahren und hatte dort für opo $^arf deutsche Kriegsanleihe im Nennwert von Ä Mmionen aufgekauft. Der Kriegsanleihealtbesitz, also sämtliche Kriegsanleihen, die vor dem Juni 1920 er« worben waren, werden mit 15 Prozent des Goldwertes aufgewertet, während die später erst in der Inflation er-
Hugo Stinnes jun.
wordenen eine Aufwertung von nur 5 Prozent erfahren. Unter Ausnutzung dieser Tatsache soll Waldow die von ihm aufgckauften Kriegsanleihestücke, die er erst vor kurzem in London erworben hatte, als Altbesitz ausgegeben und dadurch versucht haben, den Staat um 3 Millionen Mark z u betrügen. Es war von vornherein ausgefallen, daß Waldow, der kein eigenes Vermögen besitzt, in der Lage war, über derartig große Beträge zum Aufkauf der Kriegsanleihe zu verfügen. Der Verdacht, die Manipulationen Waldows finanziert zu haben und überhaupt der Anstifter da« von gewesen zu sein, fiel auf Hugo Stinnes. In der gerichtlichen Voruntersuchung wurde so viel belastendes Material gegen Stinnes zutage gefördert, daß Haftbefehl gegen ihn wegen dringenden Verdachts des versuchten Betruges und wegen Vorliegens von Verdunkelungsgefahr erfolgte. Bei der
Vernehmung durch den Untersuchungsrichter gestaltete sich besonders die Gegenüberstellung v. Waldows mit Stinnes sehr dramatisch. Waldow soll seinen ehemaligen Chef erheblich belastet haben.
angeblich die führenden Männer in Paris erfüllt, im Alltagsleben unserer besetzten Gebiete wirklich fühlbar wird? Auf der einen Seite prägt man das stolze Wort vom W e l t p a r l a m e n t, das jetzt in der deutschen Reichs- Hauptstadt zu fröhlichem Redekampf versammelt war. un> •cuf der anderen Seite müssen sogar so bescheidene Volker- bundausschüsse wie diejenigen, die zur Regelung der Minderheitenfrage oder zur Einrichtung einer Bundeskontrolle bloß über die Rüstungsindustrie niedergesetzt sind nach tagelangen Debatten ohne jedes Ergebnis aus- eina'nderoehen. Die Welt wird nicht vom Fleck kommen, solange das Heil der Menschheit nur in Reden gesucht wird und in Beschlüssen, die von hundert- oder^ lausendköpfigen Versammlungen gefaßt werden sollen. .
Uzbeiien des Bölkerbundraies.
Opiumfragen in Gen f.
In der zweiten öffentlichen Sitzung des Pölker- bundrates wurde über Opium verhandelt. Es lag ein britischer Antrag auf Einsetzung eines Ausschusses zur Untersuchung über die Rauchopiumproduzenten im Fernen Osten vor, dem die Vertreter Japans, Frankreichs und Hollands zustimmten mit dem Vorbehalt, daß die Untersuchung sich auf alle rauchopiumproduzierenden Länder im Fernen Osten erstrecken solle. Der chinesische Gesandte in Brüssel meinte, man sollte die Untersuchung nicht nur im Fernen Osten, sondern in der ganzen Welt anstellen, und zwar nicht nur in den produzierenden, sondern auch in den Ländern, in denen Opiumartikel hergestellt werden. Der englische Vorschlag wurde schließlich der bevorstehenden Bundesversammlung und ihrem zuständigen Ausschuß zur
für auswärtige Tluftraggeber 0.25 Mk., für öle Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk^ Reklamezeile 0.60 Mark ♦ Bei Rechnungsstel. lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfolgen ♦ Tag- und Plahvorschristen unveAx'nölich.
5. Jahrgang
Wie der Verteidiger Waldows mitteilt, hat dieser Hugo Stinnes restlos gedeckt bis zu dem Augenblick, als Art und Umfang der Beteiligung von Hugo Stinnes an den fraglichen Vorgängen den behördlichen Stellen anderweitig bekanntgeworden war. Zu diesem Zeitpunkt hat Waldow keine Veranlassung mehr gehabt, mit der vollen Wahrheit zurückzuhallen. Im Laufe der Vernehmung hatte sich dann der Verdacht so weit verdichtet, daß sich der Untersuchungsrichter nach schweren Bedenken dazu entschließen mußte, die Ausstellung des Haftbefehls gegen Stinnes zu veranlassen. Die plötzliche Verhaftung machte auf Stinnes einen niederschmetternden Eindruck. Er wurde sofort in das Untersuchungsgefängnis abgeführt. Die Vernehmung von Stinnes dauerte den ganzen Freitag über an.
Erklärung der Verteidigung.
Die Verteidigung von Hugo Stinnes, die in den Händen der Rechtsanwälte Dr. Alsberg-Berlin. Dr. Höck- Hamburg und Dr. Alfred Friedmann-Berlin liegt, veröffentlicht eine Erklärung, in der sie gegen die Bere-siti- gung der Verhaftung protestiert. Es wird darin behauptet, daß die Verhängung der Untersuchungshaft erfolgt sei. um Urkunden, die selbst bei der rücksichtslosesten Haussuchung nicht auffindbar waren, herbeizuschakren. Fluchtverdacht dürfte bei Stinnes. der zu seiner Vernehmung eigens aus England zurückgekehrt sei, nicht angenommen werden. Die Verteidigung kündigt an, daß sie mit allen gesetzlichen Mitteln gegen die nach ihrer Meinung unzulässige Verhängung der Untersuchungshaft vorgehen werde.
Nach der Verhaftung von Stinnes jr. wurde W a k« d 0 w in einem Haftprüfungstermin aus der Untersuchungshaft freigelassen.
Der zusammrngetrochene Siinneskonrern.
Die ^l'&slj&ij^ Au Glied in eines
Reihe höchst unerquicklicher Vorgänge, die sich in her Familie Stinnes nach den, Tode des Vaters abges' elt haben. Nachdem dieser einflußreiche deutsche Wirtschosts- führer gestorben war, brach bekanntlich das Riesennn?er- nehmen, das er während der Inflation ausgerichter hatte, zusammen. Die Schulden betrugen Hunderte von Millionen und nur mit äußerster Anstrengung und durch das größte Entgegenkommen und die Hilfsbereitschaft von Freunden des Hauses konnten die Erben einen kleinen Teil des väterlichen Vermögens retten. Nun brach ein heftiger Fümilienstreit aus zwischen dem jüngeren Sohn Hugo und dem älteren Edmund. Edmund trat aus dem Konrorn aus und Hugo, unterstützt von seiner Mutter, übernahm die Leitung des zusammengeschrumpften Familienbesitzes, der nur noch aus den Kohlenzechen bei Mülheim und einer Anzahl Hotels bestand. Bald aber stellte es sich heraus, daß zur Sanierung des Unternehmens eine Anleihe von 25 Millionen Dollar in Amerika ausgenommen werden mußte. Eine Reihe mißglückter Transaktionen, die daraufhin folgten, zeigten die unglückliche Hand, die Hugo Stinnes bei seinen Unternehmungen hat. Hugo Stinnes wird als ein ungewöhnlich begabter, aber außerordentlich eingebildeter und eigensinniger Mensch geschildert, der durch eine übertriebene Liebe seiner Mutter in seinen Un
lunaen, rd ab-
tugenden stets bestärkt worden ist.
Vorläufig handelt es sich ja nur um Beschuldig die gegen Stinnes erhoben werden, und man wi warten müssen, inwieweit es dem Gericht gelingt, die Be
weise für seine Behauptung zu erbringen. Sehr beb-iner» lich aber auf alle Fälle ist es, daß ein so glanzvoller " me , überhaupt in Zusammenhang mit dieser unsauberen Affäre gebracht wird.
inerteren Beratung überwiesen. Dann handelte es sich um die Errichtung des in der Genfer Opiumkonvention von 1925 vorgesehenen Zentralkontrollamts, das aus acht Sachverständigen bestehen soll. Der Generalsekretär wurde beauftragt, die Vereinigten Staaten von Amerika zur Entsendung eines Vertreters aufzufordern.
Beratungen über die Monroelehre.
Ein für die Vereinigten Staaten besonders empfind- nches Thema kam auch auf die Tagesordnung. Der Staat Kostarika will dem Völkerbund bekanntlich nur dann bcitreten, falls eine genügende Erklärung dafür gegeben wird, welche Bedeutung der sog. Monröelchre (Amerika den Amerikanern, Europa den Europäern) eigentlich innewohne.
In einer kurzen nichtöffentlichen Sitzung, in der die «rage der Zuziehung einer Vertreterin der Weltunion der katholischen Frauenverbände zum beratenden Ausschuß für Kinderschutz erörtert wurde, aber unentschieden blieb, trat der Rat zu einer Geheimsitzung zwecks Beratung der Antwort zusammen, die Kostarika in bezug auf die von ihm verlangte Interpretierung der Monroedoktrin vor seiner Rückkehr in den Völkerbund gegeben werden soll. Der Bölkerbundrat, der nach fast einstündiger Geheim- sitzung noch keine Entscheidung in der Frage des Antwortschreibens von Kostarika getroffen hatte, trat nachmittags zu einer zweiten Geheimsitzung zusammen. Die nächste öffentliche Sitzung wurde auf Sonnabend angesetzt.
Das Versagen der Rüstungskontrollkommission.
Die Völkerbundkommission, die von der Vollver» sammlung mit der Ausarbeitung eines Konventionsent- Wurfes über die Kontrolle der Waffenherstellung als Grundlage für die Einberufung einer internationalen Kon- ferenz beauftragt worden war, hat ihre Verhandlungen abgeschlossen, ohne zu einem Ergebnis zu gelangen.