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i f der Stickstossdiingung der Herbstsaaten. jiir w ' I fll(e noch keineswegs allgemeine Uebcreinstim« W Äci ob man dem Wintergetreide bereits Um i i" ""«Uâofsdüngung mitgeben soll oder nicht. Die !»" 'l d/s letzten Jahres mit seinen starken Aus- MM^'II besonders in Ostdeutschland und in ungün- Lage, lehren jedoch, daß die Gefahr der Aus- IW u ras reichliche Anwendung von Kalkstickstofs im Mita vermindert wird. Saaten, die im Herbst die leichten Böden einen Teil der beabsichtigten litt u AOrm von Kalkstickstofs erhalten hatten, wider- Wt' iimtiaen Wetter im Frühjahr besonders gut n W11 zufriedenstellende Erträge. Der Kalkst'ick- deshald besonders für die Herbstdüngung, weil # ' Trigen Temperaturen nur sehr langsam umsetzt leicht ausgewaschen wird. Auf schweren Böden unbedenklich die ganz beabsichtigte Kalkstick- n"" r bei Saat In vielen Gegenden hat sich seine ' Zuckerrüben bereits im Herbst eingebürgert. H in diesem Falle unter. Vorbedingung für die cincr Herbstdüngung mit Stickstoff wie überhaupt ""^iiiiaung ist jedoch, daß sonst keine Fehler bei der "^mncht werden. Anwendung erstklassigen Saat- C^jiiqc, nicht zu starke Aussaat in abgelagertem, Concil sind Vorbedingung für die gute Rentabi- Ml^i,Jg. Man soll nicht glauben, verspätete Aus- eine Stickstossdiingung ausgleichen zu können! Das s bat uns wieder gezeigt, daß spätgefätc Saaten der " iiia am leichtesten zum Opfer fallen. Daher recht- u und richtig düngen! Der Erfolg wird dann nicht

23. Kßust 1928 findet hier ein Viehmarkt statt. Der

Mt 192» festlichen Gestaltung des Tages bereitgestellt hatte. Dem freun

Bürgermeister und dem Gemeinderat sei auch an dieser Stelle

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Aus diesem Grunde erscheint das Verlangen der Landwirte des mittleren Odenwaldes nach besonderer Berücksichtigung bei Steuern, Zuschüssen, Darlehen usw. wohl berechtigt.

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und mir.

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* Fulda, den 15. August 1928.

Der nächste Viehmarkt.

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CIGARETTEN

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berKriegerehrung" in der evangelischen Kirche. 1 her gestrigen Anzeige ersichtlich findet die Ein- Kricgerehrung für die im Weltkriege gefallenen L/Kcmeindcglieder am nächsten Sonntag im Rah- cttivtqottesdicnstes statt. Der Evangelische Volks- 1 ni-it mit seiner Fahne an dieser Feier teil und wird ^ânktasel einen Kranz niederlegen lassen. Der . Wunerchor wie auch der Kirchenchor haben Aätwirkunq zugesagt. Die Gedenktafel, die eine ^Mna unserer Gefallenen darstellt, wird sich als Schmuckstück präsentieren, das sich gut in den 8Arche einpaßt, und kann auch nach der Feier noch Lim Die Kirche bleibt für diesen Zweck am Sonn- geösfuct.

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Hin­sicht«

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Im' über die Straßenecke KurfUrstenstraßeZieherser- M der StraßeAm Viehmarkt" und von da unmittel- -W einzelnen Stallungen in der Stadt. Der Auf- «Mes zum Markt am Markttage selbst beginnt um iiimtb uni 8 Uhr beendet sein. Hierbei ist das nicht- W Bich durch die Schloßstraße, das voruntersuchte 6 die Lindenstraße aufzutreiben. Im Interesse der Mi Abwicklung des Marktverkehrs wird die Beoöl- chcht, auf die vorstehenden Verhältnisse Rücksicht zu

Whrcnsreiheit für kriegsbeschädigte Siedler.

tyMoerbanb deutscher Kriegsbeschädigter und Krie- ^iiebener teilt mit: Nach den Bestimmungen des § 84 K wird den Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterblie- mit Hilfe der Kapitalabfindung sich eine Heimstätte il haben, Kosten- und Ecbührenfreiheit bewilligt für W der freiwilligen Gerichtsbarkeit bei der Durchfüh- mMchwhmen der Behörden zur Verhinderung der mchrung des Grundstücks oder des am Grundstück * Rechts. Durch einen Erlaß des preußischen giiiitriums ist in Abänderung früherer Erlasse die WW die Gebührcnfreihcit bei bebauten Grundstük- (WK RM bei unbebauten Grundstücken auf 5000 nl und die Einkommensgrenze des Antragsstellers auf " festgesetzt worden. Durch diese Vergünstigungen soll Milz von Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen er- sttben.

Die Errichtung von Tankstellen.

lWjche Minister- für Volkswohlfahrt hat folgende m für die Genehmigung von Straßenzapfstellen ' erlassen:

ton steigenden Kraftwagcnbetricb müssen die damit M verbllndenen Begleiterscheinungen in Kauf geuom- M Eine notwendige, zugleich aber auch zweckmäßige Meinung ist die Aufstellung von Zapfstellen. Soweit einzelner firmen typische Form und Farbe haben, Sinnen nicht zugemutet werden, diese Ständer der »Wuacksrichtuug anzupassen. Derartige Ständer ""iidcrt zuzulassell. Sie wirken dann an sich als je, «d es bedarf dann dafür regelmäßig keiner wei­bliche» 'HeHmne mehr. Nur an Orten, an denen die Alm Stäuber von Vertehrsstraßen aus infolge ihrer lins Auge fallen, wird die Anbringung je einer Hin- i'igelajjen. Auch die Hinweistafel soll tas. typische oirma enthalten. Fahncnschildcr sollen nur an- mde», Wo sie nicht zu vermeiden sind.

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Zapfstellen, Hinweistafeln und -schilder dürfen nicht in un­mittelbarer Umgebung von Bauwerken von geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung angevrdnet werden. Das Anbringen von Tafeln und Schildern an derartigen Bauwerken und an Bäumen ist nicht gestattet. Bei der Aufstellung von Zapfstellen und der Anbringung von Schildern sind die örtlichen Vorschrif­ten und die Bestimmungen der Bauordnung zu beachten Die Großsirmcn machen sich verbindlich, bei ihren Rcklamceinrich- tungen (an der Zapfstelle und auf der Hinweistafel) und bei der'Anbringung im Einzelfalle die erforderliche Rücksicht auf das Straßen-, Platz-, Orts- und Landschaftsbild zu nehmen.

Gegen eine Beleuchtung des Zapfständers ist nichts einzu- wenden. Sie kann sogar erwünscht sein. Doch soll die Beleuch­tung geschmackvoll sein. Blinklicht ist unter allen Umständen auszuschließen.

* Dalherda, 13. Aug. Fast jeden Tag treffen in unserem Orte Kraftfahrzeuge ein, die eigentlich die Absicht haben, nach BrückenauKissiugen zu fahren. Die Abzweigung der Land­straße MottenKothen Brückenau gegenüber der Beckerschen Gastwirtschaft in Schmalnau ist nur mangelhaft bezeichnet, so daß sie von den Lenkern der Krastfahrzeuge übersehen wird. Am Ausgang unseres Dorfes angelangt, erkennen sie erst den Irrtum. Diese Fehlfahrt bedeutet einen Zeitverlust von min­destens 20 Minuten. Es wäre Zeit, an der Abzweigung in Schmalnau ein großes, weithin sichtbares Wegcschilü nnzu- bringen, um diesen Zustand endlich einmal zu beseitigen.

* Rudlos. Am verflossenen Sonntag seierten wir unser siebtes Jugendsest. Es wurde durch einen Festgottesdienst im Freien ciiigeleitet. Herr Pfarrer Krämer von Angersbach hatte feiner Predigt die Worte aus Matth. 21, Vers 27- 31, zu Grunde gelegt. In geschickter Weise knüpfte er an den Ju- gcndfeiertag an und fand prächtige Worte über die Zusammen­arbeit von Elternhaus, Schule und Kirche. Nach einer kurzen Pause folgten Brezelverteilung, Lied- und Gedichtvorträge, Märchen- und Neigenspiele, sowie lustige Wettkämpfe, bei beiseit auch nicht nur die Schüler, sondern auch die noch nicht schul­pflichtigen Kleinen bedacht wurde». Der Posaunenchor Schad- «vou.)....» wi «uuu um n«, vt.uHl unu vuum »lunm -vier­tle s unter seinem unermüdlichen Leiter, Herrn Lehrer Rausch, ausgaben gegenüber anderen günstiger gelegenen Gebieten,

umrahmte den Gottesdienst in feierlicher Weise und trug or r Volkslieder, Märsche usw. in gefälliger Form vor. In seiner Ansprache begrüßte Lehrer Schwarz besonders Herrn Bürger­meister Walz und Familie und die zahlreichen auswärtigen Gäste, die sich fast alljährlich zu unserem Jugendfest entstellen. Sodann kennzeichnete er das heutige Fest als ein Fest der Freude, der Dankbarkeit und des Gedenkens (Jahn und Verfassungstag) und schloß im Hinblick auf den 11. August mit der Mahnung an die Jugend, allezeit zum Dienste'für Volk und Vaterland bereit zu sein. Gegen 6 Uhr abends ging es unter den Klängen des Posaunenchors ins Dörflein zurück. Besonders rühmend muß hervorgehoben werden, daß die Gemeindeverwaltung sämtliche Mittel zur

der Dank der Schule ausgesprochen!

* Bom Hoherodskops. Die am Sonntag hier oben so schön verlaufene Sängertagung endete, wie bereits kurz erwähnt, mit einem blutigen Streit. Auswärtige junge Burschen zet­telten einen Streit an, wobei das Messer die Hauptrolle spielte. Ein junger Mann aus dem benachbarten G. wurde derart schwer verletzt, daß er mittelst Autos heimgebracht werden mußte. Der Arzt stellte fest, daß eine Operation notwendig sei. Der Verletzte wurde mit einem Sanitätsauto in die Klinik nach Gießen verbracht. Die Täter haben sich zu ver­antworten.

* Gedern, 13. Aug. (Verfassungsfeier.) Am vergangenen Samstag abend fand in unserer Stadt eine von der Gemeinde­vertretung angeregte öffentliche Verfassungsfeier statt, die eine starke Beteiligung aufwies und an der die verschiedenen Ver­eine sich geschlossen beteiligten. Zur Einleitung der Feier be­wegte sich ein stattlicher Fackelzug unter den Klängen der Fcüerwehrkapelle nach dem Festplatz. Die Festrede, von Vor­trägen der Gesangvereine und der Musikkapelle umrahmt, hielt Herr Obcramtsrichter Dr. Andrae-Ortenberg, nach einem ge­schichtlichen Rückblick auf die politischen Bestrebungen der 10er Jahre des vorigen Jahrhunderts, die das Sehnen des deut­schen Volkes nach Einheit und Freiheit nicht erfüllen konnten, in dem Sinne, daß der 11. August für jeden Deutschen ein Tag ernstester Selbstbesinnung und ehrlicher Rechenschaftspflicht sein möge. Die Verfassung vom 11. August 1919 sei für uns heu­tige Deutsche die Plattform für alles weitere staatliche Leben und der bindende Kitt, der das Nationalempfinden des deut­schen Volkes zusammcnhalte. Alle Klassen des deutschen Vol­kes, ohne Unterschied des Standes und des Berufes, der Ge­burt etc. müßten zum Staate hingeführt werden und durch die Verfassung tätige Mitarbeiter des Staatsganzen werden. Ver­söhnung der Gegensätze innerhalb des deutschen Volkes, aber auch eine vernünftige Verständigungspolitik mit dem Auslande müsse ernsthaft angestrebt werden. Angcstrebt werden müsse auch die Vereinigung aller Deutschen in einem einigen Groß- dcutschland. Im Anschluß an die mit großem Beifall aufge- nommene Rede sangen die Anwesenden das Deutschlandlied. Bürgermeister Müller, der auch die Festversaminlung begrüßt hatte, dankte Obernmtsrichter Andrae für seine schlichten, sach­lichen und von Parteifanatismus freien Ausführungen herzlich im Namen der Stadt. Er wünschte, daß die Worte des Red­ners einen starken Widerhall in aller Herzen finden möchten. Den Vereinen dankte Bürgermeister Müller für ihre Darbie­tungen. Es folgte eine kurze Ansprache des Vorsitzenden der Reichsbannergru'ppe Gedern, worauf der Turnverein mit 6 prachtvoll gestellten Pyramiden der Feier einen würdigen Ab­schluß gab.

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* Laubach. Der Gemeinderat genehmigte in seiner letzten Sitzung den Verkauf von 7200 qm Oedland amRoten Berg" für 8000 tUfarf an den Fabrikant Schunk, der sich an diesem herrlichen Punkte ein neues Heim bauen will, sobald der Ver­kauf seiner VillaFriedensruhe" an die Ortskrankenkasse Offenbach erfolgt ist. Weiter wurde an den Zustizsekretär Metzger ein Stück Oedland am Fuße des Ramsberges, das 600 qm groß ist, zum Preise von 1 Mark pro Quadratmeter als Bauplatz verkauft. Ferner beschloß der Geâinderat die Anstellung eines neuen Feldschützen, weil der jetzige Inhaber der Stelle bereits über 70 Jahre alt ist. Geeignete Bewerber wollen sich bei der Bürgermeisterei melden. Der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhenklubs machte Samstag und Sonntag einen zweitägigen Ausflug in den Vogelsberg, bei dem die Wanderer auch die bekannten Moosertcichc be­suchten. Der Ausflug war von herrlichem Wetter begünstigt.

Birstein, 14. Aug. (Vom Starkstrom getötet.) Der Chauf­feur August Greb âus Fleschenbach wurde am Montag abend in der Garage seines Brotherrn beim Hantieren an der Licht­anlage vom Starkstrom getroffen und sofort getötet.

Aus dem mittleren Odenwald, 13. Aug. (Umstellung der Landwirtschaft.) In letzter Zeit ist im mittleren Odenwald allmählich eine Umstellung der Landwirtschaft vor sich gegan­gen. Die zwangsläufige Ursache liegt in dem Mangel an männlichen und weiblichen Arbeitskräften, da die Landwirte infolge allgemein schlechter finanzieller Lage mit der Lohnhöhe der Industrie nicht konkurrieren können. Alle Arbeitskräfte wandern deshalb zur Industrie ab. Notgedrungen müssen die Landwirte nach einem Ausweg suchen. Dem aufmerksamen Beobachter entgeht es nicht, dâß bereits viel Ackergelände in Viehweide verwandelt wurde. Dadurch sparen die Landwirte

viel Zeit und Geld und kommen auch mit weniger Arbeits­kräften aus. Auch werden die bäuerlichen Betriebe immer mehr motorisiert. Nur macht sich hier die Geldknappheit sehr bemerkbar. Dazu kommt, daß das gebirgige Gelände doppelte Arbeitskräfte, sowie doppelte Bespannung erfordert, stärkere Abnutzung der Geräte mit sich bringt und damit größere Mehr- AllrrAA hrtlt ArtArt-»3f A HSM H I 1 tCirtki rttrtl»

Alie TaseLsitien.

Bis um die Mitte des 16. Jahrhunderts beschränkte jich der Gebrauch des Tafelsilbers fast ausschließlich auf Trinkgeschirr, Kannen, Humpen, Becher und Pokale.

Die begüterten Klassen speisten von Zinn, Minderbe­mittelte von Holz oder großen Brotscheiben, die den Speisen als Unterlage dienten. Damals fand man Tafel­geschirr aus Edelmetall nur an Fürstenhöfen und auch dort kam cs nur bei außerordentlichen Gelegenheiten zum Vorschein. Der bekannte brandenburgische Markgraf Hans . von Küstrin setzte sein Tafelsilber nur erlauchten Gästen vor. Er und sein Hofstaat speisten von einfachem Zinn. Bestecke gab es nicht. Man bediente sich zum Essen aller zehn Finger. Bei Feiern pflegte man die Tafel in Huf­eisenform aufzubauen. Der Jnnenraum der Tafel blieb frei, die Gäste nahmen nur an den Außenseiten des Huf­eisens Platz. Der Fußboden wurde mit Rosen bestreut und die Musik spielte lustige Weisen auf. Erst um die Mitte des 17. Jahrhunderts begannen Fürsten und Hochadel, sich beständig des silbernen und goldenen Tafelgeschirrs zu bedienen, und in der Zeit der Renaissance, des Barocks und des Rokokos wurde geradezu ein märchenhafter Lurus an Edelmetall auf den Tafeln der Großen und Reiches ent­faltet. So wog z. B. das goldene Tafelservice, das sich Kaiser Franz I. hatte unfertigen lassen, nicht weniger als viereinhalb Zentner und wurde auf 1 300 900 Gulden be­wertet. Das goldene Service, das der Herzog von New­castle 1748 nach Hannover brachte, war hundertjähriger Familienbesitz und repräsentierte einen Wert von 40 000 Pfund Sterlin 800 000 Reichsmark, und der 1760 verstorbene Fürst Pamfili hinterließ allein an Silber­geschirr für mehr als 70 000'römische Pfund. Demzufolge erreichte die Edelschmiedekunst in dieser Zeit ihre höchste Blüte. Guß-, Treib- und Ziselierarbeiten erhielten eine bewundernswerte Vervollkommnung. Nicht mehr Trink­gerät bildete die Masse des Tafelschmucks, sondern Tafel­gerät. Pokale und Humpen, wie sie die Edelschmiedekunst jener Epoche in hervorragender Schönheit schuf, dienten zumeist als Prunk- und Zierstückc. Gewichtige Eßbestecke lagen auf kunstvoll gearbeiteten Messerbänken, allerlei zier­liches Gerät, Salzfässer, Streubüchsen usw. waren reichlich über die Tafel verstreut. Die Formen der Tee- und Kaffee­kannen waren zumeist bauchig, die der Schokoladenkanncu zylindrisch.

Die Französische Revolution machte dieser Zeit ein Ende. Die folgende Epoche derBiedermeierzeit" stand im Zeichen des gebildeten Bürgertums. Erst in der Gegen- wart prägt sich wieder ein neuer Stil aus, der jedoch noch längst nicht ausgercist ist. Er gipfelt in der Einfachheit der Formen. Ph. P.