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der Stickstofsdüngung der Herbstsaaten.

u noch keineswegs allgemeine ilebereinstim« jW ob man dem Wintergetreide bereits im [I ^^Yirfiioifbiingung mitgeben soll oder nicht. Die eine -, legten Jahres mit seinen starken Aus- «!' n'besonders in Ostdeutschland und in ungün- Mae, lehren jedoch, daß die Gefahr der Äus- reichliche Anwendung von Kalkstickstofs im iifl vermindert wird. Saaten, die im Herbst die leichten Böden einen Teil der beabsichtigten brr E n von Kalkstickstofs erhalten hatten, wider- M Z instigen Wetter im Frühjahr besonders gut 50" â zufriedenstellende Erträge. Der Kalkstick- deshalb besonders für die Herbstdüngung, weil litt irrige» Temperaturen nur sehr langsam umsetzt bei ausgewaschen wird. Auf schweren Böden 6t CX unbedenklich die ganz beabsichtigte Kalkstick- j» Saat. In vielen Gegenden hat sich seine ! E Zuckerrüben bereits im Herbst eingebürgert. M 4 , in diesem Falle unter. Vorbedingung für die M inner Herbstdüngung mit Stickstoff wie überhaupt W^ijnaung ist jedoch, daß sonst keine Fehler bei der Jwerden. Anwendung erstklassigen Snat- MCjj nicht zu starke Aussaat in abgelagertem, ! Anen sind Vorbedingung für die gute Rentabi- E-âng. Man soll nicht glauben, verspätete Aus- önc Wickstoffdüngung ausgleichen zu können! Das ns wieder gezeigt, daß spätgesäte Saaten der F L Oni leichtesten zum Opfer fallen. Daher recht- Lund richtig düngen! Der Erfolg wird dann nicht

Zapfstellen, Hinweistafeln und -schilder dürfen nicht in un- willclbater Umgebung von Bauwerken von geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung angeerbtttt werden Das An bringen von Tafeln und Schildern an derartigen Bauwerken und an Bäumen ist nicht gestattet. Bei der Aufstellung von Zapfstellen und der Anbringung von Schildern sind die örtlichen Vorschrif­ten und die Bestimmungen der Bauordnung zu beachten Die Großfirmen machen sich verbindlich, bei ihren Reklameeinrich- tungen (an der Zapfstelle und aus der Hinweistafel) und bei der Anbringung im Einzelfalle die erforderliche Rücksicht auf das Straßen-, Platz-, Orts- und Landschaftsbild zu nehmen.

Gegen eine Beleuchtung des Zapfständers ist nichts einzu­wenden. Sie kann sogar erwünscht sein. Doch soll die Beleuch­tung geschmackvoll sein. Blinklicht ist unter allen Umständen auszuschließen.

* Fulda, den 15. August 1928.

berKriegerehrung" in der evangelischen Kirche, brr gestrigen A »zeige ersichtlich, findet die Ein- Hricgerehrung" für die im Weltkriege gefallenen Cito am nächsten Sonntag im Rah-

k^Mottesdienstes statt. Der Evangelische Volks- wrtin'it seiner Fahne an dieser Feier teil und wird " Mnktesel einen Kranz niederlcgen lassen. Der Mannerchor wie auch der Kirchenchor haben S Mitwirkung zugesagt. Die Gedenktafel, die eine unserer Gefallenen darstellt, wird sich als S Schmuckstück präsentieren, das sich gut in den Arche einpaßt, und kann auch nach der Feier noch K7sâ Die Kirche bleibt für diesen Zweck am Eonn- M geöffnet.

Der nächste Viehmarkt.

°, Igust 1928 findet hier ein Viehmarkt statt. Der JX Ächcs von der Viehladerampc am hiesigen Bahn- M über die Straßenecke KursürstcnstraßeZieherser- Udtt StraßeAm Viehmarkt" und von da unmittel- â einzelnen Stallungen in der Stadt. Der Auf- jjjitjes zum Markt am Markttage selbst beginnt um mu| um 8 Uhr beendet sein. Hierbei ist das nicht- L Netz durch die Schloßstraße, das voruntersuchte 2 die Lindenstraße aufzutreiben. Im Interesse der Mn Abwicklung des Marktverkehrs wird die Bevöl- |(iali||, auf die vorstehenden Verhältnisse Rücksicht zu

Mtzenfreiheit für kriegsbeschädigte Siedler.

iMlverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kric- Wvdèner teilt mit: Nach den Bestimmungen des § 84 wirb den Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterblie- ch mi Hilfe der Kapitalabfinduna sich eine Heimstätte haben, Kosten- und Ecbührenfreiheit bewilligt für D der freiwilligen Gerichtsbarkeit bei der Durchfüh- «Mnöhmen der Behörden zur Verhinderung der Körung des Grundstücks ober des am Grundstück Rechts. Durch einen Erlaß des preußischen LeiMüms ist in Abänderung früherer Erlasse die Wstz die Eebührcnfreiheit bei bebauten Erundstük- ^W ÄM., bei unbebauten Grundstücken auf 5000

ml Md die Einkommensgrenze des Antragsstellers auf KjMcfetzt morden. Durch diese Vergünstigungen soll

Intben.

Sie Errichtung von Tankstellen.

imhische Minister- für Volkswohlfahrt hat folgende tt für die Genehmigung von Straßenzapfstellen l) erlassen:

Ku steigenden Kraftwagenbetrieb müssen die damit mbundenen Begleiterscheinungen in Kauf genom- .. Eine notwendige, zugleich aber auch zweckmäßige Meinung ist die Aufstellung von Zapfstellen. Soweit einzelner Firmen typische Form und Farbe haben, Minnen nicht zugemutet werden, diese Ständer der Wmncksrichtung' anzupassen. Derartige Ständer «ändert zuzulassen. Sie wirken dann an sich als t. inib es bedarf dann dafür regelmäßig keiner wei- «iilid)sit Reklame mehr. Nur an Orten, an denen die «n Sander von Verkehrsstraßen aus infolge ihrer Wins Auge fallen, wird die Anbringung je einer Hin- Massen. Auch die Hinweislafel soll tas. typische Firma enthalten. Fnhncnschildcr sollen nur an- Wi>, wo sic nicht zu vermeiden sind.

* Dalherda, 13. Aug. Fast jeden Tag treffen in unserem Orte Kraftfahrzeuge ein, die eigentlich die Absicht haben, nach BrückenauKissingen zu fahren. Die Abzweigung der Land­straße Motten- Kothen Brückenau gegenüber dèr Peckerschen Gastwirtschaft in Schmalnau ist nur mangelhaft bezeichnet, so daß sie von den Lenkern der Kraftfahrzeuge übersehen wird. Am Ausgang unseres Dorfes angelangt, erkennen sie erst den Irrtum. Diese Fehlfahrt bedeutet einen Zeitverlust von min­destens 20 Minuten. Es wäre Zeit, an der Abzweigung in Schmalnau ein großes, weithin sichtbares Wegcschild anzu- bringen, um diesen Zustand endlich einmal zu beseitigen.

* Rudlos. Am verflossenen Sonntag feierten wir unser siebtes Iugendfest. Es wurde durch einen Festgottesdienst im Freien ciiigeleitet. Herr Pfarrer Krämer von Angersbach hatte seiner Predigt die Worte aus Matth. 21, Vers 2731, zu Grunde gelegt. In geschickter Weise knüpfte er an den Iu- gendfeiertag an und fand prächtige Worte über die Zusammen­arbeit von Elternhaus, Schule und Kirche. Nach einer kurzen Pause folgten Brezelvcrteilung, Lied- und Ecdichtvorträge, Märchen- und Rcigenspiele, sowie lustige Wettkämpfe, bei denen auch nicht nur die Schüler, sondern auch die noch nicht schul­pflichtigen Kleinen bedacht wurden. Der Posaunenchor Schad­ges unter seinem unermüdlichen Leiter, Herrn Lehrer Rausch, umrahmte den Gottesdienst in feierlicher Weise und trug Volkslieder, Märsche usw. in gefälliger Form vor. In seiner Ansprache begrüßte Lehrer Schwarz besonders Herrn Bürger­meister Walz und Familie und die zahlreichen auswärtigen Gäste, die sich fast alljährlich zu unserem Iugendfest einstellen. Sodann kennzeichnete er das heutige Fest als ein Fest der Freude, der Dankbarkeit und des Ged e n k e n s (Jahn und Verfassunastag) und schloß im Hinblick auf den 11. August mit der Mahnung an die Jugend, allezeit zum Dienste für Volk und Vaterland bereit zu sein. Gegen 6 Uhr abends ging es unter den Klängen des Posaunenchors ins Dörflein zurück. Besonders rühmend muß hervorgehoben werden, daß die Gemeindeverwaltung sämtliche Mittel zur festlichen Gestaltung des Tages bereitgeftcllt hatte. Dem Gerrit Bürgermeister und dem Gemeinberat fei auch an dieser Stelle der Dank der Schule ausgesprochen!

* Bom Hoherodskopf. Die am Sonntag hier oben so schön verlaufene Söngertagung endete, wie bereits kurz erwähnt, mit einem blutigen Streit. Auswärtige junge Burschen zet­telten einen Streit an, wobei das Messer die Hauptrolle spielte. Ein junger Mann aus dem benachbarten G. wurde derart schwer verletzt, daß er mittelst Autos heimgebracht werden mußte. Der Arzt stellte fest, daß eine Operation notwendig sei. Der Verletzte wurde mit einem Sanitätsauto in die Klinik nach Gießen verbracht. Die Täter haben sich zu ver­antworten.

* Gedern, 13. Aug. (Verfassungsfeier.) Am vergangenen Samstag abend fand in unserer Stadt eine von der Gemeinde­vertretung angeregte öffentliche Verfassuncfsfeier statt, die eine starke Beteiligung aufwies und an der die verschiedenen Ver­eine sich geschlossen beteiligten. Zur Einleitung der Feier be­wegte sich ein stattlicher Fackelzug unter den Klängen der Fcüerwehrkapelle nach dem Festplatz. Die Festrede, von Vor­trägen der Gesangvereine und der Musikkapelle umrahmt, hielt Herr Oberamtsxjchter Dr. Andrae-Ortenberg, nach einem ge­schichtlichen Rückblick auf die politischen Bestrebungen der 10er Jahre des vorigen Jahrhunderts, die das Sehnen des deut­schen Volkes nach Einheit und Freiheit nicht erfüllen konnten, in dem Sinne, daß der 11. August für jeden Deutschen ein Tag ernstester Selbstbesinnung und ehrlicher Rechenschaftspflicht sein möge. Die Verfassung vom 11. August 1919 sei für uns heu­tige Deutsche die Plattform -für alles weitere staatliche Leben und der bindende Kitt, der das Nationalempfinden des deut­schen Volkes Zusammenhalte. Alle Klassen des deutschen Vol­kes, ohne Unterschied des Standes und des Berufes, der Ge­burt etc. müßten zum Staate hingeführt werden und durch die Verfassung tätige Mitarbeiter des Staatsganzen werden. Ver­söhnung der Gegensätze innerhalb des deutschen Volkes, aber auch eine vernünftige Verständigungspolitik mit dem Auslande müsse erilsthaft angestrebt werden. Angestrebt werden müsse auch die Vereinigung aller Deutschen in einem einigen Grotz- deutschland. Im Anschluß an die mit großem Beifall nusge­nommene Rede sangen die Anwesenden das Deutschlandlied. Bürgermeister Müller, der auch die Festversammlung begrüßt hatte, dankte Obernmtsrichter Andrae für seine schlichten, sach­lichen und von Parteifanatisinus freien Ausführungen herzlich im Warnen der Stadt. Er wünschte, daß die Worte des Red­ners einen starken Widerhall in aller Herzen finden möchten. Den Vereinen dankte Bürgermeister Müller für ihre Darbie­tungen. Es folgte eine kurze Ansprache des Vorsitzenden der Reichsbannergruppe Gedern, worauf der Turnverein mit 6 prachtvoll gestellten Pyramiden der Feier einen würdigen Ab­schluß gab.

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800 000 Reichsmark, und der

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* Laubach. Der Gemeinberat genehmigte in seiner letzten Sitzung den Verkauf von 7200 qm Oedland amRoten Berg" für WHW - 9Jkrt an deck Fabrikant Schunk, der sich an diesem herrlichen Punkte ein neues Heim bauen will, sobald der Ver­kauf feiner VillaFriedensruhe" an die Ortskrankenkasse Offenbach erfolgt ist. Weiter wurde an den Justizselretär Metzger ein Stück Oedland am Fuße des Ramsberges, das 600 qm groß ist, zum Preise von 1 Mark pro Quadratmeter als Bauplatz verkauft. Ferner beschloß der GcrMnberat die Anstellung eines neuen Feldschützen, weil der jetzige Inhaber der Stelle bereits über 70 Jahre alt ist. Geeignete Bewerber wollen sich bei der Bürgermeisterei melden. - Der hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhcnklubs machte Samstag und Sonntag einen zweitägigen Ausflug in den Vogelsberg, bei dem die Wanderer auch die bekannten Mooserteiche be­suchten. Der Ausflug war von herrlichem Wetter begünstigt.

Birstein, 11. Aug. (Vom Starkstrom getötet.) Der Chauf­feur August Greb aus Fleschenbach wurde am Montag abend in der Garage seines Brotherrn beim Hantieren an der Licht­anlage vom Starkstrom getroffen und sofort getötet.

Aus dem mittleren Odenwald, 13. Aug. (Umstellung der Landwirtschaft.) Zu letzter Zeit ist im mittleren Odenwald allmählich eine Umstellung der Landwirtschaft vor sich gegan­gen. Die zwangsläufige Ursache liegt in dem Mangel an männlichen und weiblichen Arbeitskräften, da die Landwirte infolge allgemein schlechter finanzieller Lage mit der Lohnhöhe der Industrie nicht konkurrieren können. Alle Arbeitskräfte wandern deshalb zur Industrie ab. Notgedrungen müssen die Landwirte nach einem Ausweg suchen. Dem aufmertjamen Beobachter entgeht es nicht, dâß bereits viel Ackergelände in Viehweide verwandelt wurde. Dadurch sparen die Landwirte viel Zeit und Gelb und kommen auch mit weniger Arbeits­kräften aus. Auch werden die bäuerlichen Betriebe immer mehr motorisiert. Nur macht sich hier die Geldknappheit sehr bemerkbar. Dazu kommt, daß das gebirgige Gelände doppelte Arbeitskräfte, sowie doppelte Bespannung erfordert, stärkere Abnutzung der Geräte mit sich bringt und damit größere Mehr­ausgaben gegenüber anderen günstiger gelegenen Gebieten. Aus diesem Grunde erscheint das Verlangen der Landwirte des mittleren Odenwaldes nach besonderer Berücksichtigung bei Steuern, Zuschüssen, Darlehen usw. wohl berechtigt.

/ Alie TafeLsiiien.

Bis um die Mitte des 16. Jahrhunderts beschränkte sich der Gebrauch des Tafclsilbcrs fast ausschließlich auf Trinkgeschirr, Kannen, Humpen, Becher und Pokale.

Die begüterten Klassen speisten von Zinn, Minderbe­mittelte von Holz oder großen Brotscheiben, die den Speisen als Unterlage dienten. Damals fand man Tafel­geschirr aus Edelmetall nur an Fürstenhöfen und auch dort kam cs nur bei außerordentlichen Gelegenheiten zum Vorschein. Der bekannte brandenburgische Markgraf Hans . von Stift rin setzte sein Tafelsilber nur erlauchten Gästen vor. Er und fein Hofstaat speisten von einfachem Zinn. Bestecke gab es nicht. Man bediente sich zum Essen aller zehn Finger. Bei Feiern pflegte man die Tafel in Huf­eisenform aufzubauen. Der Jnnenraum der Tafel blieb frei, die Gäste nahmen nur au den Außenseiten des Huf­eisens Platz. Der Fußboden wurde mit Rosen bestreut und die Musik spielte lustige Weisen auf. Erst um die Mitte des 17. Jahrhunderts begannen Fürsten und Hochadel, sich beständig des silbernen und goldenen Tafelgeschirrs zu bedienen, und in der Zeit der Renaissance, des Barocks und des Rokokos wurde geradezu ein märchenhafter Lurus an Edelmetall auf den Tafeln der Großen und Reichen ent­faltet. So wog z. B. das goldene Tafelservice, das sich Kaiser Franz I. hatte anfertigen lassen, nicht weniger als viereinhalb Zentner und wurde auf 1 300 900 Gulden be­wertet. Das goldene Service, das der Herzog von New­castle 1748 nach Hannover brachte, war hundertjähriger Familienbesitz und repräsentierte einen Wert von 40 000

1760 verstorbene Fürst Pamfill hinterließ allein an Silber­geschirr für mehr als 70000'römische Pfund. Demzufolge erreichte die Edelschmiedekunst in dieser Zeit ihre höchste Blüte. Guß-, Treib- und Ziselierarbeiten erhielten eine bewundernswerte Vervollkommnung. Nicht mehr Trink­gerät bildete die Masse des Tafclschmuüs, sondern Tafel­gerät. Pokale und Humpen, wie sie die Evelschmiedckunst jener Epoche in Hervorragender Schönheit schuf, dienten zumeist als Prunk- und Zierstücke. Gewichtige Eßbestecke lagen auf kunstvoll gearbeiteten Messerbänken,allerlei zier­liches Gerät, Salzfässer, Streubüchsen usw. waren reichlich über die Tafel verstreut. Die Formen der Tee- und Kaffee- kannen waren zumeist bauchig, die der Schokoladenkannen zylindrisch.

Die Französische Revolution machte dieser Zeit ein Ende. Die folgende Epoche derBiedermeierzeit" stand im Zeichen des gebildeten Bürgertums. Erst in der Gegen­wart prägt sich wieder ein neuer Stil aus, der jedoch noch längst nicht ausgercift ist. Er gipfelt in der Einfachheit