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Ms Aaerkemmrrg durch Amerika!

Jeri sag auf Glecchber e ch t i g u n g.

. Kündigung der chinesischen Regierung in

n betraf ungefähr alle Handelsablomineu mit ben i^ i Staaten, soweit darin irgendeine Bevorzugung ^^"länder zum Ausdruck kam. Während Japan sich iA" yiefe Kündigung anznerlemien, hat jetzt der >"E°--,'jsche Gesandte in China mit dem chinesischen Fi-

.Miller einen B e r t r a g abgeschlossen, der zu,lachst

alten HaildelÄvertrag aufhèüt lind Dc3 »yoi

) 1 ^wiiinitnt daß 6 h i n a allein das Recht hat, die

^L niif amerikanische Jnlpvrlwaren festzusetzen; das S^T der Meistbegünstiftung wird dabei gewährleistet. "-Mild ist die Meldung, daß die Berhandttulgcn über L ertrag bereits im März eingeleitet worden sind, kleiner Zeit, als die Nankmgrcgierung noch ziemlich «A^on entfernt war, alleiniger Machthaber in Chilta

Ken feil iiia

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lins I All I üil- I Ken. I

kEl Vertrag bedeutet die tatsächliche Anerkennung der snaregierung und annulliert alle Vorzugsrechte Ken Natürlich ist die chinesische Presse über dieses

^'-eukommeu der Vereinigten Staaten außerordentlich mal ®at unb betrachtet die Unterzeichnung des Vertrages bn Ereignis von weittragender Bedeutung, weil yM ^a^liiusig auch die anderen Mächte auf denselben Weg werden.

M' r'dir scharf ist natürlich die Kritik der japa- '^ L inien P r e s s e , obtvohl man auch dort sich grund- bat k^!^ bereit erklärt, in eine Revision der Verträge mit he» IC ein Verschärft wird die Lage noch dadurch, litt- chinesische Außenminister W a n g in Tokio U Protest gegen die japanische Warnung erhoben hat.

M L ife p boâ CI', um |s bon s

L bevorstehende Königsberger Konferenz.

Eichau, 28. Juli. (WB.) Das Regierungsblatt Mi" bestätigt, baß von Litauen an die polnische Ro- WM^in Vorschlag ergangen ist, zwischen dem 15. und Vwi* die polnisch-litauische Vollkonferenz, die sich nii. ^Wbnissen der in Warschau, Berlin und Kowno ab= ilW polnisch-litauischen Kommissionsarbeiten üe- MM soll, nach Königsberg einzuberufen. Wie erin- ,chA hatten in Warschau und Kowno die Ausschutz- Meti 511 keinem positiven Ergebnis geführt.

M- sion. ittesi scheu raste

lMyorker Presfeftimlnen zum Anschluhwunsch LbfLerreichs.

Wysrk, 28. Juli. (WB.)Eocning Post" bemerkt, ^rreidjs Anschluß an Deutschland erscheine als ein so M Schritt, daß es schwer ersichtlich sei, wie eine dau-

i von lisch echt

1 ßnj. ickzu-

â Opposition dagegen möglich wäre. Wenn die Welt iillid) den Frieden will, so ließen sich die Einwände lièeichs, Italiens und der Kleinen Entente gegen ein Ws Mitteleuropa schwerlich aus die Dauer rechtfer- N Allerdings könnte ein plötzlicher Schritt zu einer

MMterreichischen Bereinigung eine Krise verursachen. Ktjebocf) diese Vereinigung schrittweise und ohne Auf- âherbeigeführt, so könnten sich Frankreich und Jta-

iude-M^« Tages einer vollendeten Tatsache gegenüber- ^^ Pc annehmen müßten. ne^^ t der

^.WKert-Hilldenüurg-Haus in Zolzminden.

Sulin, 28. Juli. Die Holzmindener Presse aller Var­ia, veröffentlicht nach einer Melduug derBoss. Ztg."

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neu vom Reichsbanner Schwarz-Rot-Eold, Stahlhelin, Delo Wild der Frontsoldaten, Jungdeutschen Orden, von den ^turW^ Militärvereinen und dem Magistrat der Stadt rMWe der Stadtverordnetenversanunlnng von Holzminden

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^zeichneten Ausruf zur Errichtung eines Wahrzeichens eilten der Repräsentanten der deutschen Republik, unfe-

I Reichspräsidenten. Dieses Wahrzei^en soll ein Sinn- i.bf^ W der Einigung aller Volksgenossen zu einer großen ulsch-

Ameinschrft sein. Es wird die Form eines Tor- chs haben, das in seinem unteren Stockwerk der Holz-

SI^« 3u» geweiht ist und »in den oberen Stockwer-

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ischeil und

Mci Wohnungen für Kriegsbeschädigte oder Kriegs-

linbliebene enthalten wird. Die Eeldsämmlungen für PS sollen in etwa zwei Wochen beginnen.

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Festliche Begrüß u n g.

'ieBremen"-Flieger Köhl und V. Hünefeld, die ^Mend Nachmittag in einem Junkers-Flugzeug in e11au eingetroffen innren, führen nach der Begrüßung i dem Dessauer Flugplatz nach dem Grabdenkiual des 'lschest Kriegsfliegers Boelcke und legten einen Eichen- lP> am Fuße des Denkmals nieder. i

-vas Auto der Flieger, in deren Mitte Professor Wei'5 fuhr, konnte sich nur mühsam einen Weg durch tcnscheumasseu bahnen. Von der Freitreppe des ^Hauses begrüßte Bürgermeister H esse die beide-, Ar und brachte ein Hoch auf sie aus, in das die den K^ausplatz füllenden Menschenrnassen freudig ein- mtèn. Darauf überreichte Bürgermeister Hesse im ne= ^dten Sitzungssaal des Gemeinderathauses Professor dm niit bitter Ansprache den Ehrenbürgerbrief der Dessau in Anerkennung der Verdienste, die er sich A deutsche Luftschiffahrt erworben hat. Professor i erwiderte mit Worten des Dankes, in denen er ^.Askeunung für seine Arbeit auch seiner gesamten Arbeiterfeinst zuerteilte. Die Flieger fuhren dann in .Ahnung von Professor Junkers. Sie mußten sich der Arten Menge wiederholt zeigen.

dieser Dessauer Ehrung haben die offtgieKen ihm' -Jfex^cn und die Deutschlaudsahrt der Flieger über- stlr Ende erreicht. Abends fandest vaterländische der Dessauer Bürgerschaft zu Ehren der

*

^H^ftug des Fliegcrhauptmannö Wirth vom

. Jungfrau-Joch.

Zürich, 30. Juli. Wie erst jetzt bekannt wird, ist ils m^nn Wirth, dein es, wie gemeldet wurde, gelang, iejCr A^ungfrau-Firu zu landen, am Mit-woch, dem 25. Ium,,,'J^ts, vormittags, mit seinem Kleinm-Dainiler- d^ mit einem Eleitkufeugestell ausgerüstet ist, ein L,n^EUu-Firn glatt gestartet und wohlbehalten auf Kai ^M^"^ . in Lausanne gelandet. Es ist das erste â es einem Flieger gelang, auf einer Landungs- Hkx?! uur 18 Meter Länge und ohne feine Maschine ^"Mn, zu landen und wieder abgufliegen.

Wwendurig der Etteikgefahr im SäargMet.

SaarbrMen, ZS.. Jäsi. .MD.)' Pi.« Qreilgefatzr im faar- lündiichen Bergbau ist nuamehr abgvwendet. Diicch die Ver- milUuilg her Regierungskommission schlag bie Bergocrwalrung vor, vorläufig keine Erhöhung der Löhne eintreten zu lassen, da dies die jetzige Lage des Kohlenmarttes nicht zulasse. Sie ist jedoch auf der anderen Seite bereit, Vorschläge, welche die Orgainsatiovsvertreler eventuell zu uuterbreilen wünschen und welche keine wesentliche Erhöhung der Lohnausgaben mit sich bringen würden, zu prüfen. Die Bergverwaltung erklärte sich bereit, wieder mit den Organisationen über die Lohnfrage an Geiste des beiderseitigen Enlgegenkvininens zu verhandeln- wenn die wiitfchaftliche Lage der Bergverwatlung eine tat­sächliche Verbesserung ausweisen wird. Die Bergverwallung brachte weiter zum Ausdruck, sie wünsche ebenso wie im Jahre 11127 die durch Zusammenwirken aller Beteiligten erlangte Lei- stungserhöhung anzuerkennen und werde demzufolge, wenn die jetzige Leistling bis dahin ^nufrechterhalten bleibt, am Ende des Jahres den Arbeitern dieselbe außerordentliche Zulage wie im letzten Dezember verteilen. Die Aegierungskommifsion be­schloß mit Rücksicht auf den durch die heutige Feierschichten ent­standenen Lohnausfall, den Bergarbeitern ausnahmsweise eine einmalige Beihilfe von HK) Franken zu zahlen. Die beteilig­ten Dergarbetterorganifationen haben nach eingehender Pri,- lung der Gesümtlage dem Ergebnis der Verhandlungen zu- geftimmt.

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Nobile schreibt einen Ekpedttionsberichk.

Zeppelinluftschiffe für Polarforschung.

Einem Mitarbeiter des StockholurerAftonbladet" ist es auf Grund eines Empfehluttgsschreibens des italie­nischen Gesandten in Stockholm gelungen, Nobile auf der Fahrt durch Schweden im Zuge zu sprechen, Mobile, der wohl und munter aussah, erklärte, er sei kein gebrochener Mantl, nur sein Bein sei gebrochen. Er stellte dem Presse" Vertreter seinen Mitarbeiter Ceccioni vor und oab im- weiteren Verlauf der Unterhaltung seiner Dankbar­keit für die s ch w e d i s ch e R e t t u n g s e x p e d i t i 0 n Ausdruck. Zukunftspläne habe er im Augenblick nicht, da ihn die Abfassung seines Berichtes über seine Expedition beschäftige. Abschließend sprach Nobile die Meinung aus, daß für die Polarforschung Z e p p e l i n l u f t s ch i f f e wohl am geeignetsten wären.

Anfall ans bereiteste Pforzheim-Erlangen

D i e verlorenen L.a g e r t e i l e. -

Kurz nach der Ailsssthrt ciues Personenzuges aus der Skation Kersbach (Strecke PforzheimErlangen) be­merkte der Lokomotivführer Freitag nachmittag, daß ein Schaden au der Maschine entstauben war. Er brachte den Zug zum Halten und stellte fest, daß an der linken Seite der Lokomotive das Rahmengestell, in dem das Lager der Zugstangen ruht, gespruilgen und die Hälfte des Lagers verlorengegangen war. Der Heizer ging die Strecke zu­rück iNid faud die fehlenden Lagerteile bei der Station Kersbach. Infolge der Sperrung der Strecke war der Bahnhof Pforzheim mit Güterzügen verstopft.

Eisenbahnunglück in Südslawien.

Auf der Strecke BudapestBelgrad stieß infolge falscher Weichenstellung ein Güterzug mit einem Personen­zug zusammen. Die beiden Lokomotiven schoben sich in­einander. Drei Bahnbeamte wurden getötet.

Tödlicher Stratzenunsall eines Epileptikers.

wtb. Frankfurt a. $L, 30. Juli. .DieFron-furier Zeitung" meldet aus Darmstadt: Das dem Sohn des frühe­reu Reichskanzlers Cuno gehörige Personenauto fuhr kurz hinter Darmstadt, als der Wagen lenket auf der Straße einen dunklen Fleck bemerkte und naeffbem er die Stelle passiert hatte, einen Ruck im Wagen verspürte. Er hielt an, um nach der Ursache zu forschen. In einiger Entfer­nung hinter dem Wagen fand man eine größere Blutlache und nach längerem Suchen im Fahrgestell des Wagens hängend die Leiche des 44jährigen Tagelöhners Fritz von Borowsky aus Darmstadt. Die Feuerwehr mußte das Vordergestell des Wagens heben, um die Leiche herauszu­lösen. Man nimmt an, daß Borowsky, der an epileptischen Anfällen litt, auf der Straße zusammengebrochen und bann überfahren worden ist. Es ist jedoch noch nicht ge­klärt, ob er von dem Cunoschen Auto totgefahren wurde oder bereits von einem vorher passierenden Auto.

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Aus Hessen-Nassau und Nachbargebieten.

Merkblatt für den 31. Juli.

Sonnenaufgang 4M C Mondaufgang J9

Sonuenuntergaug 1950 || Monduntergang

1843: Schriftsteller Peter Nosegger geb. 188G: Komponist Franz Liszt gest.

Müßige deinen Zorn; es fallen bie Funken des Zornes Erft arf dich; auf den Feind, wenn sie je treffen, zuletzt. Zähle dich nicht zu Menschen, solange Zorn dich empört; Nur in der Ruhe gedeiht Menschheit, des Menschen Verstand. Ter ist nicht ein Held, der im Zorn den Löwen horvorlockt, Dor ift's, der auch im Zorn gütig die Worte behrrrfcht.

Herde r.

Wetterbericht.

Das Tiefdruckgebiet über Skandinavien wird sich mehr und mehr verflachen, so daß feine Randstöruiigen nur noch geringen Einfluß auf die Witterung unseres Bezirks erlangen. Nieder­schläge treten daher nur noch ganz vereinzelt auf. Die Tempe­raturen steigen zunächst nur mäßig an. ,Vorherjage bis Mon­tag abend: Wolkig, vielfach aufheiternd, meist trocken, mäßig warm, westliche Winde. Witterungsausuchten für Dienstag: Fortfchreiten der Aufheiterung und allmählich weitere Erwär­mung bei abflauenden Westwinden.

* Fulda, den M Juli 192$

Betr. Feuerwchrübung.

Zu der am Mittwoch, den I. August 1928, 19 Uhr, statt fin­denden Uebung der Pflichtfeuerwehr haben die Fenerwehrpflich­tigen, deren Familicvrinmc mit 'nen Anfangsbuchstaben

91 bis 3 (nicht M bis Z) beginnt, zu erscheinen.

Empfang der Sieger vom Kölner Turnfest.

Heute, Montag, abends 6.30 Uhr, erfolgt am Bahnhof Fulda bie feierliche Abholung der Sieger der Turngemeinde 1818 e. V. Fulda vom Kölner Turnfest. Es wird vorausgejetzl, daß sich alle Atitglreder der hohen Pflicht bewußt sind und sich restlos am Empfang beteiligen. Der Vorsitzende wirb die Sie­ger durch eine Aufmache begrüßen und ihnen eine Auszeich­nung überreichen. Anschließend findet unter den Klängen der Musitkapelle Bioneck gemeinsamer Marsch nach demBallhaus" statt, wo zu Ehren der Sieger ein gemütliches Zusammensein mit Damen statt findet.

CrLnLnvq eines KrefsoLstbsu-verems, * - 1

Au; V-ig7.wst.,nZ Lnndratsamtrs W21-7. auf Samstag 1 nachmtpog 'erne VerfirmmluM in bei -Harmonie" einhsrufen / Worden, die sich mit der Gründung eines Kre-sobstbarwereins ) für den Kreis Fulda befassen feilte. Die nicht allzustark be­suchte ^Versammlung wurde in Verhinderung des Herrn Land- < rais Frhr. von 63agern von Herrn Reg.-Asf. Dr. Lorscheider geleitet. Veranlaßt durch die Ausführungen auf der kürzlich hier gogchallenen Frühjahrs-Haupiverfainmluiig des Obstbau- vereins für den Regierungsbezirk Kastel, jo führte Herr Reg.- Afscsfcr aus, halte es Herr Laiidral iiir sehr angebracht, wenn ; bch auch im hiesigen Kreise ein Kreisobstbauvercin grünbeie, wie solche schon in vielen Kreisen unseres Neg.-Bezirkes be- j ständen, die zum Teil schon recht schöne Erfolge gezeitigt hätte», i Dringend notwendig sei es, daß sich die Obstzüchler im hiesigen Kreis zusammenschließen, um durch den Kreisobstbauvereiii ihre Amre besser verwerten zu können. Die Kreisverwalluiig wird den Kreisobstbauvercin nach Kräften unterstützen. In der sich ' anschließenden Aussprache wurde darauf bingewieien, daß von der Landw.-Kammer Kassel im Herbst d. J. in Fulda eine Sant- nuO und Verpackungsstelle für Obst errichtet wird, die das Obst < lortiert und dann zum Versand bringt, wodurch den Züchtern bessere Preiie gewährleistet werden. Auch über die sonstige ! Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit eines Kreisobstbauvereins sprach man sich eingehend aus. Tas (Ergebnis der Aussprache war die Gründung des Krcisobstbauvereins Fulda. Die geiü- tigte Vorstandswahl ergab folgendes Resultat: Ehrenvorsitzen- der Herr Lar.drat Frhr. v Gagern, 1. Vorsitzender Kunst- und Handclsgärtnereibesitzer Ries-Fulda, Schriftführer Landwirl- schaftsrat Tremmel-Fulda. Kassierer Rektor Rausch-Petersberg als Beisitzer: Axt-Petersberg, Vogel-Zirkenbach, Bott-Dicters- Haufen, Trabert-Neuhof, Bocker-Bad Salzschlirf, Beck-Hofvicber und Bürgermeister Leinweber-Hainzell. Herr Ries wies darauf hin, daß sich in einigen Orten bereits bestehende Obftbauvereine dem Kreisobstbauvercin anlchließen können. In anderen Ge- meinben, wo noch keine derartige Vereine bestehen, soll versucht werden, solche zu gründen, oder die betr. politischen Gemeinden geschlossen als Mitglieder aufzunehmen. Tie Ausbildung von 3 4 Saumwärtern in unserem Kreise ist ebenfalls ins Auge gefaßt.

Hilfe für erwerbslose, ältere Angestellte.

Wie wir von amtlicher Stelle erfahren, wurde der Kredit- gemeinschaft gemeinnütziger Selbsthilfeorganisationen in Ber- , lut N. 24, Monbijouplatz 3 (Kageso), ein bestimmter Betrag vomAeich zur Verfügung gestellt, aus dem erwerbslosen, über 40 Jahre allen Angestellten verzinsliche Darlehen gegeben werden können, die es diesen erleichtern sollen, sich wirtschaftlich selbständig zu machen. Bedingung für die Gewährung der Darlehen ist, daß die Antragsteller genügend Sicherheit leisten können. Zur Behebung von Notlagen bzw. zur Deckung des Lebensbedarfs können keine Darlehen gewährt werden. Tie Anträge sind bei der zuständigen Bezirksfürforgeftelle (Kreis- amt) zu stellen, bie auch nähere Auskunft erteilt.

Kassel, 28. Juli. (Tr. Friedensburg aus dem Urlaub zurück.) Regierungspräsident Dr. Friedensburg ist gestern aus dem Urlaub zurückgekehrt und Hal die Dienstgefchüfte wieder übernommen.

* Lauterbach, 30. Juli. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich gestern abend kurz nach 10 Uhr anläßlich der Strnmpflirmes in Lauterbach. Ein Postbeamter kam, als er feinen Sohn im Alter von ca. 5 Jahren Karusiel fahren lassen wollte, durch unverantwortlichen Leichtsinn eines Angetrunke­nen demselben zu nahe, so daß ihn ein Kasten des Äarussels mit voller Wucht an den Kopi traf. Besinnungslos mußte man den Schwerverletzten vom Platze tragen. Herr Dr. Lang leistete die erste Hilfe und ordnete die Ueberführung des Ver­letzten in das Krankenhaus an. Tas Kind erlitt ebenfalls leichtere Verletzungen. Das Karusiel wurde auf polizeiliche An­ordnung sofort geschlossen, auch konnte der Name des die Schuld tragenden Burschen polizeilich ermittelt werden. Schuld mit an dem Unglück trägt die fürchterliche Enge auf dem Ver- gniigungsplatz und das Fehlen jeglicher Schutzvorrichtung.

Hopsmannsfeld, 29. Juli. (Gustav-Adolf-Fe st.) Das Guftav-Adokf-Fcst unserer Gemeinde nahm bei zahlreicher Be- teiktgung von Nah und Fern einen schönen Verlauf. Es war gelungen, als Festredner den evangelischen Pfarrer Müller aus Olmütz in Mähren zu gewinnen, und die Senwnbe wird dank­bar fein, daß sie ihn hören bürste. Der Predigt des Gottes­dienstes lag Matthäus 4, 4 zu Grunde :Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von einem jeglichen Worte, das aus dem Mund Gottes geht". Der Festredner sah darin zunächst die Mahnung: Wir Evangelische des Auslands brauchen als tägli­ches Brot das Gotteshaus, die Orgel, Glocken usw. Aber die Dias­poraarbeit darf nicht in diesen Acußcrlichlcikcn stecken bleiben, im Streben nach diesen Dingen und im Sammeln des Geldes dazu, sondern ihre Hauptaufgabe besteht im Dienst an ber Menjchcnseele, die zum Worte Gottes geführt werben soll. Den Gottesdienst verschonte der schwierige, aber unter der Leitung des Herrn Lehrer Ludwig fein gemeisterte Chor des Mäiiner- gejangoereins von HopfmannsfeldDie Himmel rühmen des Ewigen Ehre". Außerdem hatte sich der Posaunenchor von Stockhaufen-Schadges mit feinen stets hilfsbereiten Mitgliedern in den Dienst der Sache gestellt und, wie immer, feinem Leiter. Herrn Lehrer Rausch, alle Ehre gemacht. Bei der Nachoer- sammlung im nahen Walde, bei der bie feinen Darbietungen des Männer- und des Pofaunenchors ebenfalls dankbar auf genommen wurden, zeichnete nach einer kurzen Begrüßung des Ortsgeistlichen, Herrn Pfarrer Zehfuß, ber Auslandpfarrer ein treffliches Bild von den Kämpfen und Diäten, vor allem aber auch von der Treue und dem Opfersiiin feiner Eemcindegliedcr in Olmütz. Olmütz ist eine Stadt von 70 000 Einwohner^ Deutsche und Tschechen, Katholiken und Evangelische gemischt. Während jedoch bie an sich schon große Zahl ber deutschen Ka­tholiken an ihren tschechischen Glaubensgenossen und an der gemeinsamen Kirche einen Rückhalt hat, stehen bie etwa 1200 Evangelische allein. Sie sind als Frontkämpfer angewiesen auf sich selbst und auf die Bruderliebe der Glaubensgenossen. Welchen Schatz hat dagegen die Heimat in ihrer Geschlossenheit, in ihrer Kirche, in ihren Gottesdiensten! Sie soll das zu wür­digen wissen und in dankbarer Anerkennung der Pionierarbeit ber Änstandshclden und des eigenen, ruhigen Besitzes ber Elaubensbrüder gedenken im Geben und Gebet. Herr Pfarrer Trabandt aus Herbstein erzählte von feinen Erlebnissen in Graz. Herr Pfarrer Herrfurth aus Aiainz. der zur Zeit mit einer kleinen Schar von Mainzer Buben im Ferienlager von Herb­stein zu Gäste ist, hat denPudding", wie er humorvoll sagte, b. h. die Mahnung zum Sehen vielleicht etwas zu starküer= falzen". Die Sammlungen ergaben insgesamt 102,50 Mark, ber Erlös aus dem Echriftenverlauf betrug 16,50 Mark, für bie kleine Gemeinde Hopfmannsfeld immerhin eine ganz hübsche Summe. Im Schlußwort dankte ber Ortsgeistliche noch ein­mal allen Helfern für ihre treue Mitarbeit. Dann ging's zurück ins Dorf, und manches Bild aus den Schilderungen des tschechoslowakischen Pfarrers klang noch lange im Innern nach.

* Ulrichstein, 28. Juli. Nachdem man am Freitag abend schon mehrere Gewitter in ber Ferne hatte vorbeilieben sehen, entlud sich um 7.30 Uhr ein solches mit voller Heftigkeit über unserem Ort. Hierbei schlug ber Blitz, wie schon früher des öfteren, in bie stattliche, breite Ulme am allen ZM Häuschen, glücklicherweise ohne Schaden anzurichten. Der starke Gcwikicr- regen hörte leider nur zu bald wieder auf, doch fiel bei einem zweiten Gewitter in der Nacht noch reichlicher Regen, ber den Feldern mit ihrem nusgedörrten Boden gut getan hat. Jm hohen Alter von 81 Jahren verstarb hier am vergangenen Sonntag Herr Abraham Reiß und wurde am Dienstag nach Vornahme ber Trauerfeierlichkeit durch Herrn Rabbiner Dr. Sander von Gießen auf dem Friedhof der israelitischen Ge­meinde beigejetit.

* Gedern, 27. Juli. (Ein Bubenstreich, ber leicht noch schlim­mere Folgen hätte haben können.) Beim Kühehiiten wirb es ben Buben oftmals etwas langweilig, und sie suchen bie Zejt auf allerlei Art ausiufüUen. So kletterte gestern nachmittag der 12jährige Solch ber Witwe Hof in der Seife auf auf eine Buche. Plötzlich krachte der Ast, und der Junge fiel aus etwa 3 in Höhe auf den Boden. Der später vorübergchendc Flurschütz fand ben Verunglückten etwa nach einer halben Stunde und sorgte für