Zulöaer Anzeiger
Erscheint jeden Werktag. Bezugspreis: monat- I lich 2 Mark. Bei Lieferungsbehènöerungen durch höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, s xiahusperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Friedrich Ehrenklau, §ulöa, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungsver» leger. Postscheckkonto: Krankstnck a. M. He. 1600»
9k. 159 —1928
Kleine Zeitung für eilige Leser
* Die Senkung der Steuer auf Einkommen unter 8000 Mark Im Reiche soll dem Vernehmen nach schon zum 1. August geplant sein.
* Zwischen dem Reichspräsidenten und dem afghanischen Königspaar sowie dem amerikanischen Präsidenten Coolidge ,sanden herzliche Telegrammwechsel statt.
/ * Die „Bremen"-Flieger Köhl, von Hünefeld und Fitz- miaurice haben den ehemaligen Kaiser in Doorn besucht.
* In der Belgischen Kammer forderte der frühere Außen- ininister Vandervelde rascheste Rheinlandräumung.
* Die 3unfersflieger Risticz und Zimmermann haben einen neuen Weltrekord im Dauerflug aufgestellt. Sie waren 65/2 Stunden in der Luft. ■
* Bei dem Untergang des chilenischen Armeetransportschiffes .Augamos" kamen 291 Menschen ums Leben.
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„Turner, auf zum Streite!"
Wenn die Deutsche Turnerschaft am 21. Juli in Köln ein Deutsches Turnfest veranstaltet, so wird diese Nachricht hier und da vielleicht nur die achselzuckende Bemerkung finden: Wieder ein Fest mehr! Vielleicht werden viele Teilnehmer auch nur von der Freude über turnerische Betätigung, über die Beherrschung jedes Muskeln ihrer Körper erfüllt sein, ohne an die großen, idealen Hintergründe der deutschen Turnerei zu denken. Beides aber ist unrecht: niemals und besonders nicht in der jetzigen Zeit sollte der innere, der g e i st i g e G e h a l t vergessen werden, der gerade dem deutschen Turnen, der Deutschen Turnerschaft etwas verleiht, was sic ganz eigen- artig macht.
Die Geschichte und damit das Wesen der Deutschen Turnerschaft ist die Geschichte und die Entwicklung des deutschen Einigungsgedankens. Wir Menschen von heute, für die das einige Deutsche Reich eine Selbstverständlichkeit war und für die die Schaffung eines wirklich alle Deutschen umfassenden künftigen Reiches eine Hoffnung ist, können uns kaum noch zurückversetzen in eine Zeit, die doch nur ein paar Jahrzehnte zurückliegt, die aber die dc-chcHm Stämme und Länder, im Zustand ärgster Zersplitterung und Uneinigkeit sah. Nur wenige, dazu noch schwache Klammern äußerer Natur waren es, die den morschen Bau des Deutschen Bundes zusammen hielten, aber es gab doch stärkere geistige Klammern, die den Norden mit dem Süden, den Osten mit dem Westen verbanden, es gab große gemeinsame Strömungen, die damals als Sehnsucht und Wunsch das deutsche Leben von der Etsch bis zum Belt und von der Maas bis zur Memel durchfluteten und ihren Ausdruck im großen gemeinsamen .handeln fanden. Dadurch wurde die innere, die geistige Grundlage für das geschaffen, was erst 1871 zur Wirklichkeit wurde.
Der Gedanke der Deutschen Turnerschaft stand hierbei ganz im Vordergrund und nur billiger Spott konnte das Wirken eines Herzogs Ernst von Koburg und Gotha, des Freundes Gustav Freytags, des „Turner- und Schützenkönigs, als Phantasterei verhöhnen. Man will die Episode nicht vergessen, als Jahn, der Vater der deutschen Turnerei, einem Berliner Jungen eins hinter die Ohren schlug, weil dieser nicht wußte, was er antworten sollte, als ihm Jahn das Brandenburger Tor wies, von dem Napoleon die Viktoria hernntcrgeholt hatte. Die Geburtsstunde der deutschen Turnerei ist umleuchtet vom blutroten Schein der Deutschen Befreiungs- knege: der Geist eines Jahn und Theodor Körner, der Idealismus von Lützows wilder, verwegener Jagd hat die Deutsche Turnerschaft nie verlassen, bis der Traum der Väter erfüllt war.
Jetzt ist er wieder zur Hoffnung, zur Sehnsucht gc- wordcn^ In das 8! h e i n l a n d ruft zum Turnertag die Deutsche Turnerschaft. Nur eine kurze Bahnstunde wird in Köln die Teilnehmer von jenem Gebiet trennen, wo die fremden Besatzungstruppen stehen. In unserer mehr und mehr materialistisch geformten Zeit haben ideelle Forderungen an äußerer Wertschätzung verloren, aber doch nicht an innerer Kraft und Bedeutung. Aus allen Staaten der Neuen Welt werden deutsche Turner nach Köln kommen und sie werden zusammengcführt, nicht so sehr, nm im Wettkämpf gegeneinanander zu streiten, sondern sie werden nach Köln geleitet durch den großen gemeinsamen Gedanken, durch das Ideal des deutschen Sehnsuchtszieles. Aus Amerika kommt auch der Enkel des Begründers der «deutschen Turnerei, aber deutsche Turner kommen auch aus dèn verlorenen Gebieten, vor allem aus Österreich, ^ l s a ß - L 0 t h r i n g e n, Siebenbürgen, Polen und der Tschechoslowakei. Aus allen Teilen der Welt, wo Deutsche sitzen. In Deutschlands trübster Zeit schlug die Geburtsstunde der Turnerei und jetzt, da sie iwoß und stark geworden ist, wird sie nicht eine bloße Kör- perftählUng sein wollen, sondern von jenem Geiste gewogen werden» der ihre Väter erfüllte. Jetzt stärker denn K jetzt idealistischer, sehnsuchtsvoller als zu der Zeit, als beim letzten Turnertag im Rheinland» 1872 ein großes, mächtiges Deutschland erstand.
Im Schatten des Kölner Doms wird der Turnertag fine starke und mächtige Kundgebung des allumfassenden deutschen Gedankens werden.
Schreckliche SchMaiastrophe.
291 Tote.
Einem Bericht des chilenischen Marineministeriums zufolge, sind bei dem Untergänge des Armeetransport- ! 'üffes „Angamos" 291 Personen umgekommen, darunter ^Reisende. Der Kapitän beging auf der Kommand» milde Selbstmord.
Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg ßulöa- und Haunetal * Zulöaer Kreisblatt
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Fulda, Montag, 9. Juli
Deutscher Weltrekord in der Luft.
65^ Stunden ununterbrochener Flug.
Die Junkersflieger Risticz und Zimmermann landeten von ihrem Dauerflug um 9.30 Uhr Sonnabend abend auf dem Flugplatz in Dessau. Sie sind fast 65^ Stunden in der Luft geblieben und haben damit den bisherigen italienischen Flugzeitrekord um rund sieben Stunden überbotcui.
Bei ihrer Landung machten die Flieger durchaus keinen erschöpften Eindruck. Sie wurden von ihren Frauen empfangen, mit großen Kränzen geschmückt und Sträuße auf Sträuche wurden ihnen in die Arme gedrückt. Zuerst begrüßte als Vertreter des Anhaltischen Staates Regierungspräsident Mühlenbein die Flieger, darauf ein Vertreter des Anhaltischen Landtages, und Stadtrat Neumann brachte als Vertreter der Stadt Dessau ein Hoch auf die Piloten und Professor Junkers aus. Die Flieger Innren insgesamt 65 Stunden und 26 Minuten in der Luft und haben im ganzen 3000 Liter Benzin verbraucht.
Die „Bremen"- Flieger in Doorn.
Einer Einladung des früheren Kaisers folgend, «lackten die Ozeanflieger Köhl, v. H ü n e f e l d unb Fitzmaurice einen Besuch in Doorn. Sie wurden auf dem Flugplatz Soesterberg lebhaft begrüßt unb einige deutsche Damen überreichten ihnen Blumensträuße. Ter ehemalige Kaiser veranstaltete zu Ehren der Ozeanflieger ein Festessen, an dem außer den Familienangehörigen Wilhelms ll. und den Fliegern mit ihren Angehörigen noch ungefähr 25 geladene Gäste teilnahmen.
*
Das italienische Fluggeschwader in Berlin.
Am Sonnabend mittag sind weitere vier Flugzeuge des italienischen Fluggeschwaders, die wegen ungünstigen Wetters in Amsterdam hatten zwischenlanden müssen, in Berlin eingetragen. Es war noch ein fünftes Flugzeug gestartet, aber dieses mußte wegen einer Störnna in der âufnhrleitung wieder nach Amsterdam zurücklehren.
Die „Bremens-Flieger m Köln.
Keine offiziellen Empfangsfeierlichkeiten.
Das Flugzeug „Europa", mit den „Bremen"-Fliegern au Bord, ist, von Amsterdam kommend, 5:gen 5 Uhr am Sonnabend auf dem Kölner Flugplätze gelandet. Hauptmann Köhl und Freiherr von Hünefeld wurden vom Beigeordneten Dr. Billstein begrüßt. Dr. Billstein gab seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß infolge nicht rechtzeitiger Benachrichtigung die vorgesehenen Empfangsfeierlichkeiten leider nicht stattfinden könnten.
Hierauf begrüßte ein Vertreter des Kölner Luftfahrt- klubs die Flieger, indem er ihre große Leistung besonders unterstrich. Die Flieger begaben sich alsdann im Auto nach ihrem Hotel. Es hatten sich nur einige hundert Zuschauer eingefunden. Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden fehlten. Wie man vernimmt, ist das Unterbleiben der geplanten Empfangsfeierlichkeiten darauf zu- rückzuführen. daß die Flieger einen Besuch in Doorn bei dem früheren Kaiser gemacht haben und unmittelbar von dort kamen. Verschiedentlich wurde infolgedessen in der Öffentlichkeit Protest gegen eine feierliche Begrüßung erhoben. Sonntag fand ein Empfang in der P r e s s a statt.
In Dortmund hat die sozialdemokratische Stadt- verordnctcnsraktion, die im Stadtparlament sehr stark vertreten ist, an den Oberbürgermeister ein Schreiben gerichtet. in dem sie gegen Empfangsfeierlichkeiten zu Ehren der Ozeanflieger und besonders die Beteiligung der Schüler mit der Begründung Einspruch erhebt, daß die Flieger geradewegs aus Doorn famen und daß die vorgesehenen Festlichkeiten auf dem Flugplatz voraussichtlich durch die Rechtsverbände zu republikfeindlichen Kund- ' gedungen mißbraucht werden würden. Die S. P. D. hat das Reichsbanner aufgefordert, sich von dem Empfang ebenfalls fernzuhalten.
Die Aufgaben des neuen Zeppettns.
Nach Amerika und rund um die Welt!
Die ersten Probeflüge des Zeppelin-Luftschiffes werden üch nun doch noch bis Ende Juli verzögern. Man füllt nun die Wartezeit auf der Werft mit sorgfältigen Prüfungs- und Kontrollarbeiten aus. Die Amerikafahrt soll nach Möglichkeit noch im Somnier stattfinden. Für den
Flug um die Erde noch in diesem Jahre ist rechtzeitige Verschickung von Betriebsgas nach Japan Vor- ,aussetzung. Der frühe sibirische Winter zusammen mit den mangelhaften Karten von dem teilweise unerforschten asiatischen Gebirge bildet noch erhebliche Schwierigkeiten.
Die Hauptaufgabe des Luftschiffes besteht darin, den Beweis für die Wirtschaftlichkeit und die Betriebssicherheit des Luftschiffverkehrs zu erbringen. Das Schiff ist deshalb auch nicht zu irgendeinem Spezialzweck gebaut ivorden, also weder als ausgesprochenes Passagier- oder Postschiff noch für einen besonderen Verkehrsweg wie etwa für den Verkehr Spanien- Südamerika. Es stellt als Vorführungsluftschiff vielmehr ein Kompromiß dar. Als
Postluftschiss würde man es mit einer bedeutend größeren Geschwindigkeit ausstatten müssen, wobei nur noch für wenige eilige Passagiere Raum bliebe. Dies würde auch die Wirtschaftlichkeit wesentlich e r h ö h e n , da man an Stelle eines einzigen Passagiers bei gleicher Last mehrere tausend Briefe mit einer Einnahme von einigen tausend Mark befördern könnte. Mit den Aufgaben des neuen Luftschiffes wäre es auch unvereinbar, wenn man es frühzeitig verkaufen würde. Nur unter Führung des geschulten eigenen Personals kann es den genannten Zweck erfüllen.
Rnzeigenprels: §âr Behörden, Genossenschaften,Banken usw. beträgt die Kleinzeile 0.30 m?., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile O.YS Mk.u. alle anderen 0.15 M^ , Reklamezeile 0.60 Mark ♦ Bel Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfolgen ♦ Tag- und Plahvorfchristen unverbindlich»
5. Jahrgang
Die iLalienischen Flieger in Berlin.
Feierliche Begrüßung.
Neichsverkehrsminister v. Guörard veranstaltete in den Festräumen des Reichsverkehrsministeriums einen Empfang zu Ehren des italienischen Staatssekretärs für das Luftverkehrswesen, Balbo, und der Mitglieder her Urzeit in Berlin weilenden italienischen Fliegerstaffel. Außer den italienischen Gästen nahmen u. a. der italienische Botschafter, Baron Aldovrandi-Marescotti, der Generaldirektor der Reichsbahngesellschaft Dr. Dorpmüller, Staatssekretär v. Schubert als Vertreter des Außenministers, Staatssekretär Dr. Gutbrod und Ministerialdirektor v. Brandenburg vom Reichsverkehrsministe- rrurn, Reichsminister a. D. Dr. Scholz, Dr. Stegerwald, Prälat Leicht und Vertreter der Heeres- und Marineverwaltung und der Lufthansa an dem Empfang teil. Reichsminister v. ©itérarb begrüßte den italienischen Botschafter und die Flieger mit einer Ansprache. Staats- fetretär Erzellenz Balbo dankte für die Begrüßung und für die Httfsbereitschaft, mit der die deutsche Regierung den italienischen Flug Nobiles verfolgt habe, und für den Empfang. Er versicherte, daß jeder Besuch deutscher Flieger der italienischen Luftfahrt und der italienischen Regierung ein Vergnügen sein werde.
Ein neues Opfer des polareises.
Der Alpenjäger Sora vermißt.
Während der Retter Nobiles, Leutnant Lundborg, jetzt glücklich geborgen ist, wird ein anderer Retter, der die vermißte „Jtalia"-Mannschaft suchte, selbst als verschollen betrachtet.
Es handelt sich um den Alpenjâgerhanpt- mannS 0 ra, der vor vierzehn Tagen mit dem Varming- schen Hundegespann nach Osten auszog, um an der Nordküste des Nordostlandes zur V i g l i e r i - G r u p p e zu gelangen.
Diese Expedition hat nur wenig Proviant bei sich und fast keine andere Au s st a t t u n g als Skier. Vor dem Aufbruch wurde Sora von Polarleuten sehr gewarnt. Man hat seither nichts von ihm gehört.
Udet fliegt nicht.
Die für den Flieger Udet vorbereitete Expedition, die mit einem Schiff der Hamburg-Amerika-Linie nach Spitzbergen ausreisen sollte, um mit Flamingoflugzeugen auf Skiern die Rettung der Nobilemannschaft zu betreiben, wird unterbleiben. Die Voraussetzungen, die dem Udet- schen Plan zugrunde lagen, sind durch die Witterungsverhältnisse, die in den letzten Tagen auf Spitzbergen eingetreten sind, überholt.
Löwenstein bleibi weiter ein Rätsel.
Widersprechende Ansichten über sein Ende.
Der im Kanal zur Suche nach der Leiche des Bankiers Löwenstein ausgefahrene Schleppdampfer ist nach tiner ergebnislosen Fahrt wieder nach Dover zurück- zekehrt. Man glaubt jetzt in Fliegerkreisen nicht mehr an tinen Unglückssall, sondern an ein freiwilliges Verschwinden Löwensteins.
Die Witwe Löwensteins dagegen ist der Ansicht, daß Löwenstein sich unwohl befand und sich lediglich in der Tür geirrt habe. Da nun die Außenbordtüre zufällig nicht verschloßen gewesen war, macht sie den Flugzeugführer Drews allein für das Unglück verantwortlich. Sie hat ihn denn auch sofort entlassen. '
Die Ärzte, die Löwenstein behandelten, haben jetzt eine neue Theorie über seinen Tod aufgestellt. Löwenstein, der ständig einen Blutdruck von über 200 gehabt habe, sei wahrscheinlich zuerst in die Toilette gegangen, um sich durch Abnahme von Kragen und Schlips zu erleichtern, worauf diese in der Toilette gefundenen Gegenstände Hindeulen. Als ihm dieses nicht genug Erleichterung gebracht habe, habe er offenbar versucht, die Flugzeugtür zu öffnen, um mehr frische Luft zu erhalten; ihm sei schwindlig geworden unb er sei abgestürzt. _
vroiefl gegen das Schachtymteil.
Zahlreiche Unterschriften.
Eine Anzahl deutscher PoWiker hat cin-n Protest gegen die Urteile im Moskauer Schachtypro-. an die iSowjetmachthaber in Rußland gerichtet. Es beißt darin: * _Jm Schachtyprozetz sind elf Todesutteile gefällt vorden, von denen fünf nach dem Willen des Gerichts vollstteckt werden solle«. 34 Angeklagte sind zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt worden, unter ihnen der 68jährige Rabinowttsch zu sechs Jahren. Die Unterzeichneten halte» es für ihre Pflicht, die Sowjetregierung darauf aufmerksam zu machen, daß die Hätte des gefällten Urteils geeignet ist, in alle» Volkskreisen der nichttussischen Welt Empfindungen des Protestes hervorzurufen. Diese Empfindungen würden durch die Vollstreckung der gefällten Todesutteile aufs äußerste gereizt werden. Die Unterzeichneten fühlen sich zu diesem Appell um so mehr berechtigt, als sie von Anhängern der Sowjettegierung in unzähligen Fällen ersucht worden sind, die Stimme gegen ähnliche grausame Urteile in anderen Ländern zu erheben, und diesem Ersuchen stets nachgekommen sind."
Der Aufruf trägt die Unterschriften zahlreicher, im öffentlichen Leben stehender Persönlichkeiten, unter ihnen Reichstagspräsident Löbe, Joseph Witth, Paul Levi, Frau Katharina v. Kardorff, Geheimrat Prof. Julius Wolff, Landtagsprästdent Bartels, Georg Bernhard, M. d. R„« Erkelenz, M. d. R. -------'