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Nah und Kern.

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) Eine Bluttat nach elf Jahren aufgeklärt. Von Ge­rieben wurde in der Nacht vor dem Bußtag des

1917 auf einem Bauerngehöft in Rud 0 w bei »tZdain der 20 Jahre alte Grenadier Hermann Lnbt vom 93. Jnf.-Rgt. erstochen, der bei seiner Liter auf Heimatsurlaub war. Als Täter wurden nach elf Jahren, der Arbeiter Paul Böhme und der i'nsctzer Paul Grahl ermittelt und festgenommen. Nach Migem Leugnen haben beide die Tat zugegeben. ODer Tod im Auto. Auf der Landstraße zwischen «born und Detmold wurde der Architekt Funke in «in umgestürzteu Auto tot aufgefunden. Er ist an- »iiend mit dem Kraftwaa,en gegen einen Steinhaufen ^hren und dabei verunglückt. Bei einem zweiten Un­sand der Sanitätsrat Muhlert aus Hannoversch­jaden den Tod. Der Kraftwagen überschlug sich in- Platzens eines Reifens. In Kitschkas, in der Mne, wurden auf der nach DnjeprOstroi führenden ^[traße bei einem Zusammenstoß eines Autobusses mit M Kraftwagen drei Personen getötet und zehn verletzt, darunter vier sehr schwer.

g Wirbelsturmkatastrophe bei Graz. Der zehn Kilo- iter südwestlich vom Gleichenberg entfernt auf einer An­de liegende Ort Straden wurde von einer verheerenden tzbelsturmkatastrophe heimgesucht. Mehrere Häuser Ben zum Einsturz gebracht. Der Sturm entwurzelte kle Bäume und trug die Erde vou den Feldern davon.

0 Eine Millionenerbschast für ein holländisches Dorf. A reiche Dame hat ihrem Heimatdorf Dirksland (1600 Wohner) eine Millionenerbschast hinterlassen, die igendermaßen verwandt werden muß: eine Million ililden für den Bau eines Krankenhauses, 100 000 für ine Nähschule, 50 000 für eine Badeanstalt für Schul­ter, die Zinsen von 35 000 Gulden zur alljährlichen ßihnachtsbescherung von Kindern. Außerdem hat die sich rund 100 000 Gulden erhalten. Auch die Grund- M für den Bau der Anstalten wurden von der Be- i^erin gestellt.

0 Belgische Gehässigkeiten gegen einen Deutschen. Ein Wiener, der sich als Rekonvaleszent mit seinem Kräft­igen auf dem Wege zu den belgischen Seebädern be- M, wurde in Löwen das Opfer eines Studentenstreichs. Während er in einem Lokal zu Mittag speiste, durchstach ein wallonischer Student am Wagen sämtliche Schläuche und Decken, auch an den Reserverädern. Eine immer mehr anwachsende Menschenmenge amüsierte sich stunden­lang über die Bemühungen des Wagenbesitzers und seines IChauffeurs, das Fahrzeug wieder flottzumachen. Ob­wohl die Polizeiwache dem Cafö gegenüberlag, war zn- nächsj sein Polizeibeamter zu sehen. Ein von einem bel- gischm Leugen als Täter bezeichneter Student wurde fest- MMmep, aber sofort wieder freigelassen und dann von I einen Kommilitonen stürmisch gefeiert. Der Aachener Herr at Ersatzansprüche an die belgische Regierung gestellt.

Börse und Handel.

Frankfurter Börfenbericht vom 6. Juni. Die schon vorbörs­lich in Erscheinung getretene Erholung konnte zu Beginn des offiziellen Verkehrs weitere Fortschritte machen. Die festere Haliung der Newyorker Börse und die Ablehnung bes Tarifer­höhungsantrages der Reichsbahn durch die Negierung gaben der Börse eine kräftige Stütze, so daß sich die Spekulation ge­nötigt sah, verschiedentlich Rückkäufe vorzunehmein Da aber die Beteiligung des Auslandes und des privaten Publikums am Geschäft nicht groß war, beschränkte sich die Ilmsatztätigkeit im wesentlichen nur auf verschiedene bevorzugte Werte, wobei Kursbesserungen bis zu 9 Prozent festzustsllen waren. Auch sonst waren bei den Siebenwerten im allgemeinen Kursbesse­rungen gegenüber der gestrigen Abendbörfè bis zu 3 Prozent zu verzeichnen. Am Montanmarkt waren besonders Rheinische Braunkohlen mit plus 9 Prozent lebhafter gehundeU. Man­nesmann waren nur knapp behauptet, Phönix sogar eher on- geboten und vernachlässigt. In Zellstosfwerten machte sich für Zell stoss Aschaffenburg mit plus 5.5 Prozent stärkeres Interesse bemerkbar. Im Einklang damit waren Waldhos mit plus 4.5 Prozent gefragt. Am Lhemiemarkt konnte sich das Geschäft nur langsam entwickeln, doch zogen I. G. Farben 1.75 Prozent an. Scheideanstalt gewannen 2.5 Prozent, Holzverkohlung ver­nachlässigt. Trotz des guten Kaliabsatzes blieben Kaliweris nur behauptet. Am Gleftromarft waren Siemens lebhaft verlangt und 4.25 Prozent gebessert. Auch Licht 11. Kraft 1 nb Gessstrcl zogen je 2.5 Prozent an. Am Bankenmarkt traten Neichsbank mit plus 5 Prozent stärker in den Vordergrund. Am Metall- bankkonzern waren Metallgesellfchaft 3 Prozent erhöh: Am Rentenmarkt waren Türken, bei zwar geringerem Geschäft weiter eine Kleinigkeit fester. Deutsche Anleihen still und ct= was vernachlässigt. Im weiteren Verlaufe erfuhr die Tendenz' eine allgemeine Abschwächung, da sich der Ordermangel stärker bemerkbar machte. Besonders angeboten waren J. G Farben mit minus 4.5 Prozent, Rheinische Braunkohlen mit minus 6 Prozent, AEG. mit minus 3.5 Prozent und Siemens mit minus 5.5 Prozent. Der Geldmarkt erfuhr eine weitere Entspannung. Tägliches Geld 6 Prozent. Am Devisenmarkt lagen Devisen weiter fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4 1855, gegen Pfunde 20.434, London-Kabel 4.8825, Paris 124.18, Madrid 29.25, Mailand 92.70, Holland 12.10.

Frankfurter Abendbörfe vom 6. Juni. An der Abendbörfe konnte sich die Stimmung allgemein etwas erholen, und die Spekulation schritt zu Deckungskäufen. Das Gefchäft war jedoch nur auf einigen Spezialgebieten etwas lebhafter. So konnten sich in J. E. Farben, die 2 Prozent gegen den Berliner Schluß gewannen, lebhaftere Umsätze entwickeln. Stärkeres Interesse bestand ferner für Rheinifche Braunkohlen, die 4 Prozent an­zogen. Ziemlich rege gefragt waren auch die Elektrowerte bei 1= bis 2prozenligen Kurserholungen. Scheideanstalt waren 2.75 Prozent gebessert. Etwas schwächer I .gen dagegen Metall- gefellfchajt und Voigt u. Häffner. Anleihen blieben vernach- läffigt. 3m Verlaufe konnte sich die Haltung meist weiier et­was bessern bei lebhafteren Umsätzen. Abl. Schuld 19.6, Bar­mer Bank 149, Eommerzbk. 191, Deutsche Bank 171, Danatbank 281, Diskonto 167.5, Gelsenkirchen 141.5, Aschersleben 224, Westeregeln 223, Mannesmann 156.25, Phönix 98.5, Rheinische Brannkohlen 312, Rheinstahl 169.5, Stahloerein 100, AEG. 186, Scheideanstalt 212, Licht u. Kraft 237.5, J. G. Farben 281.5, Gesfürel 288, Holzmann 155.75, Karstadt 250, Schuckeri 211.75, Siemens 363.5, Zellstoff Aschaffenburg 208.75, Waldhof 321.75, Hapag 167.5, Nordd. Lloyd 159.625.

Frankfurter Produktenmarkt vom 6. Juni. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte in flauer Haltung. Die schwächeren amerikanischen Notierungen wirkten verstimmend. Besonders Weizenmehl war mit einer l>albcn Mark billiger stark ange­boten. Auch Roggenklcie gab eine viertel Mark nach. Sonst blieben die Preise gut behauptet. Umsätze waren kaum zu ver­zeichnen. Die Preise wurden wie folgt festgesetzt: Weizen 1. 26.5026.75, Roggen 28, Hafer 2828.50, Mais für /Futter­zwecke 25, Mais für andere Zwecke 25, Weizenmehl 37-50 38.50, Roggenmehl 39.5040, Weizenileie 14.5014 75, Nog- genkleie 17.

Schlachtviehmarkt vom 7. 5« ns (Nicht acktlich)'. KâlLer: b 80<83, c 7479, d 6673. Schweine: b 6063, c 6265, d 6567, e 6064, g 5962. Aufgetrieben waren: Kälber 964, Schafe 107, Schweine 951. Marktverlauf: Kälber lebhaft ausverkauft. Schweine langsam, Ueberstand. Sperrmarkt.

Amtliche Berliner Notierungen vom 6. Juni.

' * Börsenbericht. Tendenz: Le icht erholt. Nach dem schwachen Verlauf setzte die Börse wesentlich beruhigter und in zum Teil fester Haltung ein. Am Geldmarkt ist der Satz für Tagesgeld aus 5%7% Prozent zurückgeganacn. Monats­geld wieder 7148%, bankgirierte Warenwechsel etwa 67/. Späterhin trat bann wieder eine Abschwächung ein, da keine Publikumsorders vorlagen. Auch heimische Rente lag gedruckt. Faxben notierten 277% Prozent.

* Devisenbörse. Dollar 4,1814,189; engl. Pfund 20 4120,45; holl. Gulden 168,71169,05; Dan z. 81,53 bis 81,69; frans. Frank 16,4316,47; fchwei z. 80,56 bis 80,72; Belg. 58,3358,45; Italien 22,0222,06; schwed. Krone 112,15112,37: b ä n. 112,17112,39; n 0 r w e g. 141,97 bis 112,19; t schech. 12,3812,40; ö stc r r. Schilling »8,82 bis 58,94; p 0 l 11. Z [ 0 t y inichtamtlichs 46,7546,95; Argen­tinien 1,7831,787; Spanien 69,7569,89.

* Produktenbörse. Die amerikanischen Nachrichten lauteten recht schwach. Vom Inland zeigte sich mäßiges Weizenangebot besserer Qualitäten, während geringeres mehr zur Hano war. Die polnische Frage war zurückhaltender. Im Zeitaeschait stellten sich bei Uchiem Umsatz die Preise niedriger. Roggen ist nur schwach aus den Provinzen angeboten und an den Konsum unterzubringen. Im Lieferungsgeschäst sanden tue nicht großen Umsätze auch nur zu nachgebeuden Kursen statt. Hafer ist in den amerikanischen Forderungen wieder ermäßigt und daher hält der Wunsch der Engländer, frühere Kontrolle deutschen Hafers zurückzuregulieren, an, führt aber nur selten zu Resultaten. Die Jnlandsforderungen sind wenig nachgiebig und der Bedarf zeigt weiter Kaufneigung. Mais vom Konsum gefragt bei mäßigem Lokoangebot. Auslandsforderungen gut, Mehl auch heute ruhig.

X Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, sonst per 100 Kilogramm in Reichsmark.

Weiz, mârt. pommersch

6. 6. 261-264

5. 6 262-265

Weizkl.s.Bln.

Rogtl. f.Bln

6. 6. 17,0 18,5

5.6.

17, ?

181

Rogg., mark.

277-279

278-280

Raps

pommersch.

Leinsaat

westpreuß.

Vikt.-Erbseii

50-60

50-Cfs.

Braugerste

250-278

250-280

kl.Speiseerbs.

35-40

35-40

Fullergerste

Futtererbsen

24-26

24-26 ,

Hafer, märt.

261 268

262-268

Peluschken

24,0-24,5

24,0-24,5

pommersch.

Ackerbohnen

23,0-24,0

23,0-24,0

westpreuß.

Wicken

25,0-27,0

25,0-27,0

Weizenmehl p 100 kg fr. Brl br. infl. Sack (feinst. Mrk. ü. Not.

4

32,2-36,2

32,2-36,2

Lupin.. blau Lupin., gelbe Serabella Rapskuchen Leinkuchen

14,2-15,5 16,0-17,0 23,0-28,0

18,8-19,0 23,0-23,6

14,2-15,5 16,0-17,0 23,0-28,0 18,8-19,0 23,0-23,6

Roggeiimebl p 100 kg fr. Berlin br infl. Sack

36,2-39,0

36,2-39,0

Trockenschyl. Sova-Schrot Torfml 30,70 Uartoffclflcf.

15,2-15,4

20,6-21,2

26,5-27,0

15,2-15,4

20,8-21,4

26,2-26,8

* Amtlicher Berliner Schlachtviehmarkt. Auftrieb: 1387 Rinder, darunter 299 Ochsen, 385 Bullen, 703 Kühe und Färsen; 3100 Kälber, 7100 Schafe, 14 251 Schweine, zum Schlachthof direkt seit letztem Viehmarkt 2599 Schweine, Aüslandsschweine 61 Stück. Verlauf: Bei Rindern und Schweinen ziemlich glatt, bei Kälbern und Schafen ruhig. Preise: Ochsen a) aus- gemästete, vollfleischige Höchsten Schlachtwertes 6063, b) sonstige vollflcischige 5559, c) fleischige 5053, b) gering genä^ te 4447; Bullen e) 5556, ü) 5253, c) 4850, b) 45 bis 47; Kühe a> 4751, V 3547, c) 2632, b) 2022; Färsen a) 5760, b) 5054, c) i346: Fresser 38-48; Kälber a), b) 75-85, c) 6875, di 5565; Selms- a) 6064, b) 5359, c) 5056, 0) 4550, e) 3040; Schweine a) 72, b) 7173, c.- 7172, b) 6870, ei 6467; Sauen 6466.

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*°" k Mm, den die Welt nicht snh.

gen . igege^

)f[tr* ms e Bef' gerei^ Mord-

tl

Roman von Traum und Erin von Hann» Marschall, lopyright bg Novifssma-Verlag, Berlin.

(Nachdruck verboten.)

Langsam richtete sich Lanis Carlson auf. Die Starre aus seinem Gesicht.Ich habe ihn nicht ermordet!" 5 e ar, jedes Wort abwägend.

stand in allen Zeitungen!"

kann ihn nicht ermordet haben, weil ich ihn . *m Laboratorium in Gesellschaft unseres Fakto- , Naljnar. Der Diener hat ihm Essen besorgt, glaube ich. rann mich nicht mehr aller Einzelheiten besinnen!" "Natürlich nicht!"

»Ich werde am 10. September um 6 Uhr 15 Minuten yentrnl Banegard in Kopenhagen sein!"

Q c. Chilton trat einen Schritt zurück, ohne den Blick , ^anis Carlson zu wenden.Sie werden nicht dort ' wenn ich es nicht will!"

»Äas heißt das?"

«sind nach Buenos Aires gekommen, Lanis Carlson, in J^üJern sich jetzt, mit mir ein ganz natürliches Geschäft

' bei dem Sie nur gut abschließen können. Ich d.^ èen, was Ihnen noch kein Mensch bieten konnte. Sie w wenn man Ihrer habhaft wird. keinesfalls mehr hnn^ ^"sgehen. Gründe find genug vorhanden uno lallte ^^klich keine finden, wird man Sie in ein Irrenhaus Man wird Sie vergessen. Kein Mensch wird in Mähren sich noch Ihrer erinnern können. Sie waren ein

Gin Kinderschreck! Nichts weiter! Ich ver- in , *n die Lage, irgendwo unterzutauchen und wieder g"â"'rhUches Leben zu führen. Wenn über alle» Gras i)t, kehren Sie zurück in die memchliche Gewll- auf 5rw Chilton stand neben der Tür und hatte die Hand ' den Drücker gelegt.

"uu frage ich Sie zum letzten Male, ob eie ein- ^Jstibe ssd mit meinem Angebot. S<b fraoe Sie, ob SlinyL^wöirien wollen oder nicht. Ich lasse ^bnen fünf L^C Zeit. Nicht mehr und nicht weniger! -^ck habe iaben^"^ in der Hand, von denen Sie keine Ahnung

^iiienhr8 Carlson stand unbeweglich und saß auf den y^cr, der ihn nickt aus den Sinnen ließ.

'He stehen ein Ultimatum, Eric Chilton? "Wenn Sie es so nennen wollen??

^en mit Machtmitteln?"

Sie hörten, ja!"

»Gewalt?!" Gewalt!"

wich machen mich gespannt. Ich möchte sehen, wer °s?>ngen will'"

ii«t I®« Beamten, die das Haus umstellt haben und die

An Signal von mir warten!"

Polizei?"Ja!"

Und auch vielleicht Madame Jolanthe Marazeth?"

Sie wartet imHotel Atlantic" auf meinen Bescheid!"

,So antworten Sie ihr. daß Lanis Carlson nicht so dumm war, sich für schmutziges Geld auszuliefern!"

Eric Chilton hielt die Uhr in der Hand.Noch vier Minuten!"

Sagen Sie ihr. das; ich ihr meine Ehrerbietung zu Füßen legen ließe, und daß England mit der Auszahlung der Prämie von zwanzigtausend Pfund noch warten müsse!"

Sie vergessen die anderen Länder! Es sind insge­samt nach den neuesten Meldungen bereits 2 Millionen!" Sie erhoffen diese zwei Millionen zu bekommen?"

Dreieinhalbe Minute!"

In einer Minute bin ich verschwunden!"

Es wird Ihnen unmöglich sein!"

Sie glaubeg das Geld sicher?"

Ich bin Geschäftsmann!"

Draußen wurde die Gartenpforte geöffnet. Eric Chilton sah flüchtig zum Fenster hinüber.Ich glaube, man wird ungeduldig!"

Buenos Aires scheint in starker Erregung zu sein!"

Die Erregung wird einer jubelnden Freude Platz machen!"

Haben Sie auch dafür gesorgt, daß die staunende Welt sofort unterrichtet wird?"

Alle Funksender sind besetzt. Man wartet nur auf den Bescheid vom Gouvernementsgebäudc!"

Wann kann der kommen?"

In drei Minuten!"

Ich werde die Nachricht selbst geben!"

Lanis Carlson machte eine Bewegung. Eric Chilton griff in die Tasche.Ich warne Sie, Lanis Carlson! Das Fenster, dem Sie sich zuwenden wollen, ist besetzt!"

In diesem Augenblick tauchte auf dem Fenstersims der Kopf eines Polizisten auf.

Achtung!"

Ein Schuß krachte in die Stille hinein. Der Polizist verschwand im gleichen Augenblick.

Lanis Carlson!" schrie Eric Chilton auf. Er drehte den Schlüssel im Schloß herum, zog ihn ab und sprang zum Fenster. Ilebera II im Hause wurde es lebendig. Im Garten erklangen Stimmen.

Lanis Carlson war verschwunden. Vor den zwei offe­nen Fenstern zum Arbeitszimmer nahmen Polizisten Auf­stellung.

Wer hat geschossen?" fragte eine Stimme. Der Präsi­dent drängte sich durch die Beamten.

Lanis Carlson selbst!" rief Eric Chilton.

Auf wen?"

Ich weiß es nicht!"

Ist jemand getroffen?"

. Niemand ntelbcte sich. Der Polizeibeamte, der vorher durch das Fenster gelugt hatte, war nicht getroffen. Er­halte sich berabfallen lassen, als er in der Hand Carlsons die Waffe sab.

Das Haus bleibt eng umstellt!"

Stimmen und Kommandos schrillten durcheinander. Draußen auf der Straße fuhr ein großes Auto vor, dem zwanzig Beamte entstiegen.

Schritt für Schritt wurde der Park abgesucht. Man fand keine Spur.

Er kann nicht aus dem Hause sein!" sagte das Mädchen zu dem eintretenben Polizeihauptmann.Alle Türen haben wir vor einer halben Stunde auf Anweisung des Herrn sestverschlossen und die Schlüssel abgezogen!"

Langsam nahm die Durchsuchung ihren Fortgang. Die kleinsten und verschwiegensten Ecken wurden sorgsam abge­lastet und befühlt.

Alle Zimmer im Parterre waren vollkommen leer.

Etwa eine halbe Stunde nach allen diesen Ereignissen, die sich in der Villa des reichen Minenbesitzers überstürzten, daß man kaum Besinnung fand, geschah eiwas ganz Selt­sames. Es ging auf zwei Uhr und in den Straßen, in den Restaurants und Hotels herrschte noch reges Leben und Treiben. Am Kai wanderte noch immer eine Menschen­menge auf und ab und sah gespannt zu dem riesigen Laut­sprecher hinauf, dec stumm auf dem Dachfirst eines großen Hauses thronte.

Plötzlich tönte ein Heulen auf. Ein seltsames Geräusch erklang in der Luft. In den Straßen trat eine lähmende Stille ein.

Eine Nachricht!" ging es murmelnd von Mund zu Mund.

In allen Lautsprechern, die noch im Betrieb waren und von anderen Städten Konzert übermittelten, wurde es still. Dann hörte man eine klare, tiefe Stimme durch die Nacht:

Bürger von Buenos Aires! Lanis Carlson spricht zu Euch selbst vom Senderrauni! Sille anderen Leitungen und aukgeschaltet! Wer mich hören kann, vernehme, was ich zu sagen habe! Ich trete freiwillig meine letzte, große Reise an. Befürchtet nichts! Bewahrt die Ruhe und Ordnung, die schon der Gouverneur von Euch gefordert hat! In der Villa Eric Chilton in der Avenue Vertiz- Palermo sucht mich der Herr Präsident der Polizei zur Zeit vergeblich. Es ist mir mit Leichtigkeit gelungen, mich zu entfernen, obwohl das Haus geradezu mustergültig umstellt war! Bürger von Buenos Aires, ich, Lanis Carlson, grüße Euch, insbesondere aber meine Freunde, den Herrn Gouverneur, Mister Chilton, Madame Jolanthe Marazeth imAtlantic-Hotel". und alle diejenigen, die an mir und meinem Schicksal wärmstes Interesse gehabt haben! Lebt wohl!"

Gin dumpfes Knacken folgte, ein Geräusch, als wenn eine Batterie schwerer Geschütze abgefeuert würde, dann war es still. <

(FortsetzunH folgt.)