Einzelbild herunterladen
 

Eröffnung der Frankfurter Messeaussiellungen.

B k *{Uft o. M" 15 April. Acht Tage vor Beging , der . M"'i"Miäbjahrsmesse sind die damit vetbundenen Son- e „Das.flache Dach", „Deutsche Qualitatsmarken

" Licht", „Nahrüngs- und Genußmittel" und „Der ü! sliliin "H^ErtetU'“ eröffnet worden. Diese Ausstellungen haben nb Z p«d'""^ „ Bedeutung durch den internationalen Einschlag, ft MEhic Beteiligung Oesterreichs, Frankreichs, Italiens, ''Rn i fr Hollands erhalten haben. Schon am Samstag großer französischer Doppeldecker offizielle Persön- i (litt.CI!I “ Paris herübergebracht, so Professor Comoz als tc|i bj Kielten " Internationalen Handelskammer und Direktor EAbrtlonimitees in Paris, Dr. Wohl von der Trans- vUiH Wjmjßn der Internationalen Handelskammer, Botschafts- ' -'iiiii EE'^celile (Paris), der Bearbeiter der deutjch-franzö- j ( I Azondclsauqelegenheiten, sowie amerikanische Journa-

Ausstellung „Das flache Dach" sind die Erfahrungen, mit dem flachen Dach gesammelt worden sind, zu- ' getragen. Gerade Frankfurt, von dem ja bekanntlich i<cl! '[et Impuls für das Bau- und Siedlungswesen aus- c gegebene Ort für eine derartige Sonderschau. Eine KW. Lie verschiedenen Frankfurter Eicd- ^ "dar die seit ihrem Bestehen das Interesse der Fachwelt V Auslandes erregt haben. Die Ausstellung gliedert ■ bie Darstellung der begehbaren und nicht begehbaren Man sieht Bedachung aus Kupfer, Aluminium, Blech iJiavoc Die begehbaren Dächer zeigen naturgemäß eine ' rlntcrkonstruktion, während für die nicht begehbaren E eine Unlerkonstruktion aus Holz genügt. In einer t Kojen haben die beteiligten Industrien die für die ildachbauten erforderlichen Materialien in anschaulicher 1 ausgestellt. Hier erweckt besonders Las Kupferdach der Meimer Kupferwerke mit einer auf 0.7 mm ausgewalzien besonders Interesse. Eine besondere Abteilung imb é baugeschichtliche Entwicklung des flachen Daches, deren an A tU Lcranschaulichung allein aus den reichen Beständen igtivli âjxr Archive gedeckt werden konnte. Diese Ausstellung e Mcrlich nicht nur für die Fachwelt, sondern auch für den einen großen Anziehungspunkt bilden.

8 AussiAlung „Deutsche Qualitätsmarken im rechten Licht" „ja künstlerisch betrachtet, den Clou der ganzen Aus- Hier ist unter Ler künstlerischen Hand von Professor Al-Offenbach in dem Kuppelsaal der Fcsthalle ein Raum L amrden, der den Qualitätsmarken erster deutscher chinen einen würdigen Rahmen gibt. Alle Arten Gewebe, Stumtfeibe, Wolle, Baumwolle, Druckstoffe, alles, was als ion den letzten Verbraucher kommt, wird hier von 40 der Men Markenfabriken .unter wirkungsvollen Lichtef- , ins rechte Licht gerückt. Diese Ausstellung dürfte sich Ito größten Zuspruchs zu erfreuen haben.

Stils beschickt aus dem In- und Ausland ist die Ausstellung timgs- und Genußmittel". Neben deutschen Firmen sind Mr, Schweizer, belgische und österreichische Aussteller ver- I die die hauptsächlichsten Produkte ihrer Heimat recht cin- Schau bringen. Molkereiprodukte, Gemüse, Sämereien, Itticn und Spirituosen bilden die Hauptgegenstände .Wellung. Am reichhaltigsten ist hier die französische Wng, die einen besonderen Raum beansprucht. Die be- Km französischen Firmen zeigen hier durch ihre reich- ij! Beschickung, welche Bedeutung sie dem deutschen Absatz- Ä btimeffen. Ein Original-Pariser Restaurant „Polin" : in einem echt Pariser Diner ein.

1« tu

Tchlzj ebutte

bro 1$

Ähr« lisch!«

lensch ^' 2^e

bis?

bk 6i

I

0110

8 in ich t ih

Ws

1er S iche nglfl

Hella i «

jliM

n %! mb tii nullit ch« oerfd auch!

um I

'■ JM ist i nur t igl i, Sil t, Je ‘

Am HÜ ellm W

M ß für t Lj

»Doi -gelil' nii bi unb 1 ien, b Zat

in Ei SÄ

ire H

i ibn tfdje ’

921.

L 17 sie ew ei rh 3ei.

ngt” biisci

)3 55 18 )li 17. » 12

5 8

»Um-Aaffau und Äachbargebieren.

Merkblatt für den 18. April.

«ausgang

4W II Mond aufgang

1901 Monduntergang

4«

16"

Amuntergang — _

! K Chemiker Justus v. Liebig gest. — 1892 Dichter

Wâ v. Badenstedt gest.

Wist so recht wie ein Ball, — Wer steiget, soll fürchten

— ^LM-^MWWS»-

Wetterbericht.

^Mitteleuropa liegenden Tiefdruckstörungen ziehen Stiftung weiter, so daß unser Gebiet mehr und mehr w'Mixite gelangt. Bei nördlichen Winden werden die ^âiri, dabei trotz zeitweiliger Aufl^iterung noch nicht rchingsmätzige Höhe erreichen. Auch sind noch Nieder- ^âlin zu erwarten. Vorhersage bis Dienstag abend: 'Mkch, wiederholte Niederschläge, Temperaturen zwischen .«lS Erad, Winde Richtung wechselnd. Wilterungsaus- ^ A Mittwoch: Wechselnde Bewölkung, einzelne Nièdcr- Wiier, kühl, nordwestliche Winde.

* F u l d a , den 17. April 1928.

Hoher Besuch.

.W.Bspräfibent Dr. Friedens b u r g von Kassel weilt Wrnin dienstlichen Angelegenheiten in unserer Stadt.

^«alseldmarschall von Mackensen kommt nach Fulda.

Herein ehemaliger Kavalleristen teilt uns mit, daß mit Zunahme des Herrn Generalfeldmarschalls von Mackensen f Ostdeutschen Kavalleristentag. der bekanntlich vom 9. , Mi in unserer Stadt stattfindet, bestimmt gerechnet Der Eeneralfeldmarschall wird am 9. Juni hier w und an den verschiedenen Veranstaltungen terlnehmen.

Schulbeginn.

Ä begann an den hiesigen Schulen das neue Schuljahr. »Mitten die kleinen A-B-C-Schützen. heute noch einmal der Mutter, zum ersten Male zur Schule die sie Zahre in ihre Obhut nimmt, um tüchtige,brauch- ^ki M?"kinder aus den Kleinen zu machen. Für die 4» ist °^°r erste Schulgang ein recht freudiges Ereignis, !iliâ?a doch die großen „Schultüten" mit allerhand Nasch- lciid? "^unterung für ein braves und fleißiges Verhalten t?“ ln der Evangelischen Volksschule neu au'ge- tj â-, Schulneulinge beträgt einschließlich der nicht ver- 68 Knaben und 45 Mädchen. Die seither von '«Winkel verwaltete Hilfslehrerstelle wurde in A umgewandelt. _ ,... ... ..

'iiuno ) auf die große Zahl der neuen Schuler ist die 'gâ°u weiteren Hilfslehrern unumgänglich. Da mder 4s «item Mädchenschule die Klassen des 7. und 8 Schul- m ein»/,! Arden sollen, muß ein weiterer weiblicher Hucs- > 3 werden. .

Uli V. ^-Kollegium der Staatlichen Oberrealschule sind zu 4v A Auen Schuljahres folgende Aenderungen ecng' ' Aieif. diese Lehranstalt wurden neu berufen die Serie» ’ ^il cJ1 ? rger, seither an der hiesigen Aufbauschule, •■«teb I "e’ der, Dr B r ü ck n e r , die Studreil-Messo- M Fuld? ' a r e w s c e w i s ch und Rösing voin Eym- ‘3ei4i£tben die seither an der Oberrealschule tätigen >i Dr. W e i e r an das hiesige Gymnasium, . Dr. hat ?A,?'Uteln (Weser), Dr. M a u s nach Elsen, R o s e i ^Mslnl^"^u und Studienrat Dr. Georg Schneider

A Straßensperrungen. .

der Hess. Provinzialdirektion Gießen

Ä Em?^"strecke: „Lauterbach Bli i* Ä von Kleinpflasterarbeiten vom 18. April l .„8 über für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung 'süchborn bzw Rudlos—Angersbach.

KM«f»ldÄ Provinzialstraßenstrecke: „La u te r^ (^btl. Landenhausen—Müs) wegen. Vornahme 001,1 23 April 1928 bis auf weiteres für eh* gesperrt. Umleitung erfolgt über valz-

In der Aussteifung „Der Fremdenverkehr" haben die Spitzen- organisgtionen für Verkehrswerbung ihr Werkemalerial zur Schau gestellt. Auch die bekanntesten Bade- und Kurorte sind in Sonoerkojen mit bildlichen und textlichen Darstellungen ihrer Vorzüge vertreten. Vertreten sind ferner die französischen Ei­senbahnen, sowie holländische, schweizerische und italienische Verkehrsorganisationen.

Die offizielle Eröffnungsfeier.

Die offizielle Eröffnungsfeier erfolgte Sonntag vormittag H Uhr im Beethooenfaal des Frankfurter Messegeländes. Stadt- rat Schlotter begrüßte im Namen der Stadt Frankfurt und'des Aufsichtsrats Ler Messe- und Ausstellungsgesellschaft die in- und ausländischen Gäste, insbesondere den Vertreter der Reichs- und preußischen Staatsregieruna, Regierungsvizepräsident Common- Wiesbadèü, wobei er den Dank Frankfurts an die Reichsregie­rung für die Gewährung eines erheblichen Zuschusses zum Aus­druck brachte, die Vertreter der Frankfurter und der in Frank­furt domizilierenden Reichs- und Staatsbehörden, die Vertreter der ausländischen Regierungen, unter ihnen die Vertreter des belgischen Ackerbauministeriums, des französischen Handels- und Ackerbauminifteriums, des österreichischen Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, der holländischen Stadt Dortrecht, der Schweiz usw. Namentlich gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß Frankreich zum erstenmal mit einer ausgedehnten Schau auf einer Frankfurter Ausstellung vertreten ist. Beson­ders Worte der Begrüßung fand er für den Vorsitzenden des Bundes deutscher Verkehrsvereine, Reichsminister a. D. Krohne. Mit dem Hinweis darauf, daß die Arbeit, die die Ausstellungen darstellen, kein Produkt des Augenblicks, sondern ernster und vom Verantwortungsgefühl getragener Arbeit ist, eröffnete Stadtrat Schlotter die Ausstellungen.

Regierungsoizepräsident Lommon-Wiesbaden übermittelte der Stadt Frankfurt zur Eröffnung der Ausstellungen die Grüße und Wünsche der Reichs- und preußischen Staâregierung. Die Reichs- und Slaatsregieiung begrüße er freudig, daß so viele erlauchte Vertreter der fremden Staaten hier erschienen seien. Die Ausstellungen zeigten, daß die deutsche Arbeit einen guten Klang hat und keine Konkurrenz zu scheuen brauche. Möchten viele Kaufabschlüsse die Folge sein.

Der Präsident der Vereinigten Handelskammern Frankfurt ü. M.-Hanau, Generalkonsul Dr. h. c. Kotzenberg, überbrachte die Grüße der Handelskammer, besonders an die ausländischen Gäste, die hoffentlich recht oft die Frankfurter Mepeveranstal- tungen besuchen möchten. In längeren Ausführungen gab er einen geschichtlichen Rückblick über die Entwicklung der Frank­furter 'Messen. Als Mitglied der Internationalen Handels­kammer wies er auf den großen Nutzen hin, den der Eintritt Deutschlands in diese internationale Korporation für Deutsch­land gehabt habe. Von der Internationalen Handelskammer sei der Anstoß zur Weltwirtsckiaftskonferenz ausgegangen, deren Früchte sich zwar langsam, aber sicher ausreifen würden.

Der französische Staatskommissar für die Frankfurter Messe, Monsieur Bertrand-Taquet, stattete in französischer Sprache dem Oberbürgermeister Dr. Landmann seinen Dank für den freund­lichen Empfang ab, ebenso dem Direktor der Messe für die Mühe und Sorgfalt, die er bei der Unterbringung der französischen Abteilung aufgewandt habe. Er verwies dann auf die Rede Herriots anläßlich der Eröffnung der vorjährigen Frankfurter Musikausstellung und betonte, daß auch Lie gemeinsame Arbeit auf der Messe die Harmonie unter den Völkern hebe.

schlirf—Großenlüder. Die aufgestellten Warnungstafeln sind

zu beachten.

Tagung des Evangelischen Bundes.

Die Hauptversammlung des Evangelischen Bundes wird von Donnerstag, 7., bis Montag, 11. Juni in Danzig abge­halten werden. Als Tagungsfolge ist vorgesehen: Am 7. Funi Sammelfahrt Berlin—Stettin, Stettin—Danzig mit Sonder- Lampfer. Abends Begrüßung durch den Senat im Artus-Hof. Am 8. und 9. Juni Sitzung der Ausschüffe und des Eefamtvor- ftandes^ Hauptversammlung (nur am 9., nachm.) und Bolks- abende mit dem Thema: Die einigende Kraft Des deutschen Protestantismus in ihrer Bedeutung a) für das Leben der evangelischen Kirchen Deutschlands, b) für die internationale Einigungsarbeit des Weltprotcstantismus, c) für das deutsche Volks- und Staatsleben, d) für das deutsche Kultur- und Geistesleben. Am Sonntag, 10. Juni, Festgottesdienste; abends Aufführung eines Oratoriums in der Marienkirche. Am 11. Juni Schlußfcicr in Zoppot. Abends Rückfahrt nach Stettin.

Jagdscheine.

Es wird uns geschrieben:

Bis zum Ausscheiden der Stadt aus dem Kreisverbande konnten Iagdberechtigte — Eigenjagdbesitzer, Jagdpächter. Jagd- gäste — die ihren Wohnsitz in Fulda hatten, nur beim hiesigen Landratsamt den Jagdschein erhalten. Seit Bildung des Stadt­kreises Fulda ist nach § 29 der Preuß. Jagdordnuch fur Ertei­lung der Jagdscheine an hier wohnhafte Iagdberechtigte nun­mehr natürlich auch die hiesige städtische Polizeiverwaltung bc- rechtigl. Aus alter Gewohnheit, insbesondere offenbar auch deshalb, weil sich beide Behörden in ein und demselben Gebäude befinden werden von den in Fulda wohnhaften Jagdberech- tiqten die Jagdscheine immer noch zum großen Teil beim hie­sigen Landratsamte beantragt. Zweckmäßig- und ^illigkelts- grunde, und nicht zuletzt das Interesse der hier wohnenden ^agd- dercchtigten selbst, laßen es daher geboten erscheinen, hlerdurch auf die obige Bestimmung der Jagdordnung einmal besonders hinzuweisen.

Vom nächsten Biehmartt.

Der Auftrieb des Viehes am 19. April findet nicht wie irrtümlich angegeben um 7.30 Uhr sondern um b.30 Uhr statt.

* Künzell, 16. April. (Einbruchsdiebstahl.) Dein Konsum­verein Künzell statteten dieser^ Tage Emb^cher einen Bes i ab Sie verschafften sich vom Hofe her durch Einschlagen einer Fensterscheibe Eingang, brachen dann eine Verbindungsture gewaltsam auf und entwendeten größere Kosten ZlgaretUm un Zigarren sowie Schokolade. Auch das Wechselgeld nahmen mit. Den Tätern ist man auf der Spur.

* Hünfeld (Rhön), 18. April. (Ozeanflieger von Hünefelüs Vorfahren in der Rhön.) Der durch den längsten Ozeanslug neben Hauptmann Köhl bekannt gewordene Freiherr Hiinefeld ist^ein Nachkomme des Geschlechrs derer von Huneielb, die in der jetzigen Kreisstadt Hünfeld (^on) ihren Sitz hatten Hünfeld wurde früher Hunfelt. dann Huinfelt und Hunefeld geschrieben. Die Ritter von Hünefeld gehörten zu den Mlni- âerralen der Aebte von Fulda. Sie spielen als Zeugen m einer Reihe von Urkunden des frühen Mittelalters neben den Rutern von Geisa, Haselstein, Heringen, Romrod, Haune, Boyneburg usw eine Rolle In den Rats- und BurgerUsten der Stadt Fulda werden Mitglieder der Familie von. vuneseld bis, um 1400 genannt. Sie bekleideten verschiedentlich das Amt eines Schöffen. 1463 wird ein Klaus Hunefelt als Vorsteher des Siechenhöspitals in Hersfeld genannt. Ein Freiherr von Hün­feld war 1707 fürstlich kulmbachscher Po rat und als solcher bei der Visitation des Relchskammergerichts in A Zstar 3 ligt. Uebrigens hat auch der lange Goethe in seinem Eedichr Der Jahrmarkt zu Hünefeld", das 1/55 auf seiner Reise von Frankfurt am Main nach Weimar entstanden ich bie a tc Schreibweise gebraucht. Das Stammhaus des Geschlechts ist allerÄngs wieAs so mancher anderer Ritter verschwunden.

Nassau, 15 April. (Aus der Nassauischen Landeskirche) Ein Werbesonntag für die Kirchenchöre der Evangelischen Landes­kirche in Nassau ist für Sonntag, den 6 Mai, geplant Gleich­zeitig sollen an diesem Tage da, wo und) keine Kirchenchore be­stehen, neue Chöre gegründet werden Am 6 Ma, findet aleich- ceitia in der Kirche zu Bad Nassau das Jahresfest des Allge- melnen evanqelischcn-protestantisck^n Missionsvereins statt Vom 7. Mai ab wird alsdann ein Mißwnstur us unter Le tung des Missionsinspektors Devaranne die nassauischen Geistlichen vereinigen.

Turnen, Sport und Spiel.

Eipe AbschieSsfeier für Herrn Dr. Schütz.

Am Sumstag abend hatte sich im. „Düraervere.in" eine an­sehnliche Zahl Vertreter vom Gau Fulda des Westdeutschen Spiel- verbands eingefunden, um sich vor, ihrem bisherigen Obmann, Herrn Dr. Schütz,, zu verabschieden. Der die Feier präsi­dierende Gau-Geschäftsführer Hüttenmüller würdigte in seiner Begrüßungsansprache die großen Verdienste, die der Scheidende in seiner 4jährigen Tätigkeit in selbstlosester Weise und mit be­sonderem Eeichick sich erworben habe; nicht nur in Vertretung unserer Belange in Kassel, sondern auch bei den höheren In­stanzen, dem W. S. V. und dem D. F. P., habe er sein reiches Wissen zum Vesten unserer Sache eingesetzt. Den äußeren Dank im Namen des Gau-Ausschusses stattete der Redner ab durch Ueberreichung einer kostbaren Schreibtischgarnitur. Sichtlich be­wegt durch die besondere Ehrung nahm Herr Dr. Schütz das Wort, um seinen treuen Mitarbeitern den tiefgefühlten Dank für das reiche Präsent, das ihn in seiner täglichen Benutzung immer wieder an Fulda und Lauterbach zurückerinnern werde, abzustatten. In seinen weiteren Ausführungen verbreitete der Scheidende sich über den Begriff Sport und knüpfte an die von einem idealen Sportsmann geprägten Worte: „Sportsmann fein, heißt Charakter fein“ an, indem er den Anwesendem den tiefen Sinn des idealen Wahlspruchs erläuterte und sie bat, in ihren Reihen, zur Verwirklichung des Ideales beitragen zu helfen. Dann feierte der Gauschiedsrichter-Obmann Wingenfeld Herrn Dr. Schütz als befähigten, tatkräftigen Verwaltungsbeamten und gab dem Wunsche Ausdruck, daß er auch weiterhin sich des Gaues Fulda annehmen möchte durch Unterstützung seines Nachfolgers mit Rat und Tat in Fällen, die ein Zusammenwirken des neuen mit Lem alten Beamten erheische: Herr Dr. Schütz erklärte sich bereit, dem Wunsche gerne zu entsprechen. Der Fuldaer Vertre­ter der Sportpresse entbot dem Scheidenden den Abchiedsgruß und wünschte ihm alles Gute in seinem neuen Wirkungskreise. Mit besonderer Genugtuung wurde die Anwesenheit von Ver­tretern der D. J. K. und der Fußballabteilungen der Turn­gemeinde und der Reichswehr festgestellt. Cr.

Fuftball.

Borujsta-Fulda gegen F. C. 83-Hanau 1 : 4 (0 : 3). Eisenbahn T. und Sp. V.-Fulda gegen E. T. Sp. V.-Meiningen 2 : 1 (Bundespokal-Spiel).

Beide Begegnungen wurden in ihrem Verlaufe erheblich beeinträchtigt durch die schlechtem Bodenverhältnisse, die der Dauerregen erzeugt hatte. Unter diesen Mißverhältnissen hat­ten Lie auf Lem V.-Platz spielenden Eisenbahner ganz beson­ders zu leiden, hier stand der Platz stellenweise direki unter Wasser. Sehr zu bedauern war auch, daß das Freundschaftsspiel der Borussen mit den 93ern, das bei trockenem Boden zu einem Genuß für den Zuschauer geworden wäre, in bezug auf Fein­heiten eine starke Einbuße erleiden mußte. Die Platzmannschaft war gezwungen, ihrem in stärkster Vejetzung angetretenen Geg­ner ohne Meid und Mainz zu begegnen; das Fehlen dieser bei­den Spieler machte sich offensichtlich ungünstig bemerkbar und bedeutete einen Vorteil für Hanau. Immerhin lieferten die Gäste die bessere Partie durch Len vorzüglichen Aufbau, der von der Hintermannschaft geleistet wurde. Auch in bezug auf Dek- kung- und Stellungsspiel ließen Lie 93er keinen Wunsch offen. Und dann besaß der Angriff in Lem kleinen Karl einen gei­stigen Führer, der auf der Gegenseite trotz des eifrigsten Wil­lens leider fehlre. Wenn auch der Sieg für Hanau gerecht­fertigt ut, so muß doch gesagt werden, daß er zu hoch ausge­fallen ist in Anbetracht der zeitweisen Gleichwertigkeit der Platzelf. Zudem hat noch der Schiedsrichter durch mehrere krasse Fehlentscheidungen, mit denen er beide Teile benachteilig­te, Anteil an der Enttäuschung, die das Spiel ergab. In einem Falle erkannte er das Führungstor der 93er in der 7. Minute an, obgleich es aus vorheriger glatter Abseitsstellung erzielt war. Ueber ein zweites angebliches Tor der Hanauer, das er trotz Reklamation nicht gab, entscheide ich weder zu Recht noch zu Unrecht, da der Vorgang von der Tribüne aus nicht ein­wandfrei ?eft$ustellen war. Dahingegen wurde ein vom Dor.- Halblinkem aus unmöglicher Stellung mit dem Absatz cin- wandfrei erzieltes Tor wegen angeblichen Abseits nicht gegeben.

zweite Tor für Hanau in Ler 1.9. Minute stammt aus einer fernen Leistung Les Linksaußen, während Nr. 3 die Ver­wertung eines Eckballes durch Len Mittelstürmer mittels Kopfstoßes war. Zu dieser Zeit war vorher Bor. rechter Läu­fer ausgcschieden. dessen Fehlen sich sehr bemerkbar machte. In der 6. Minute nach Wiederbeginn läßt Hanaus Rechts­außen einen „Erdroller" auf das Fuldaer Gehäuse los, und der Ball findet unte dem zur Abwehr bereits knicendcn Hüter hin­durch seinen Weg ins Netz als zweiter billiger Erfolg der Gäste. Erft in der 76. Minute kann Bor. linker Verteidiger durch Verwandlung eines Freistoßes im Strafraum das Ehrentor zuwegebringen.' Von jetzt ab wird das Spiel immer lebhafter, da Borussia versucht, den Vorsprung der 93er zu verkleinern, und Hanau seinerseits einen noch klareren Sieg herauszuholen bestrebt ist. Doch ereignet sich bis zum Schlußpfiff nichts mehr von Bedeutung, da beide Hintermannschaften sehr auf der Hut sind.

Ueber das Spiel um den Bundespokal erübrigt sich die Wie­dergabe des Spielverlaufes in seinen Einzelheiten, da der Bo­den eine einwandfreie Austragung überhaupt nicht gestattete. Die Niederlage der Meininger ist unverdient, denn bereits nach 5 Minuten Spielzeit mußte ihr Rechtsaußen infolge sich selbst zugezogener Knieprellung ausscheiden, und der Kampf mußte mit 10 Mann weiter und zu Ende geführt werden. Die Führung erfolgte in der 25. Minute durch Lie Mitte, und in Ler 40. Minute verwandelte der Rechtsaußen einen Freistoß im Strafraum zum zweiten Treffer. Meiningen gab die Par­tie aber noch nicht verloren, und sein großer Eifer wurde durch das Ehrentor in der 60. Minute vom Halbrechten belohnt. Die­ser Erfolg wäre allerdings bei größerer Aufmerksamkeit des Hüters zu verhüten gewesen. — Ueber bevorstehende Spiele der Fuldaer Mannschaft mit Karlsruhe oder Wiesbaden wird demnächst berichtet. Er.

Sp. Straßcnradfernfahrtcn wurde» trotz schlechten Wetters am Sonntag zuni Austrag gebracht. Im Großen Mifapreis von Sachsen (162,4 Kilometer» siegte in der Atlasse Seidel- Berlin in 5 :48 vor Büttner (>- L.) und Stache, beide Berlin. Brauer-Berlin siegte in der L-Klasse in 5 : 45,10 Der Groß' ^ Diamcuttpreis von Nordwcsldcuffchlaud fand nur geringe Be­teiligung. Sieger blieb Fuhrmann-Erfurt in 6 : 20 : 25 vor Mandclkow Berlin und bei den 8-Fahrern Kausc-Bremen in 6:40. Im Großen Semperpreis von Schlesien, der auf 150 Kilometer gekürzt wurde, siegte Schröder Berlin in 5 :47:25 vor Franke und in der Belasse Knöfel-Breslau in 5 : 47 :10.

Frankfurter Theater-Nachrichten.

Opernhaus: Mittwoch: Cavalleria rusticana, Der Ba­jazzo; Donnerstag: Der Rosenkavalier; Freitag: Jonny spielt auf; Samstag: Cosi fall tutie; Sonntag: Die Meistersinger von Oiürnberg.

Schauspielhaus: Mittwoch. Liliom; Donnerstag: Schinderhannes; Freitag: Max der Prominente; Samstag: Max der Prominente; Sonntag: 3.30 Uhr, Liliom, 8 Uhr, Schinderhannes.

Neues Theater: Mittwoch: Kleine Komödie; Donners­tag: Kleine Komödie; Freitag: Marquis von Keith; Samstag: Die Opunzie Komödie des Prominenten; Sonntag: 3.30 Uhr, Der Garten Eden, 8 Uhr, Die Opunzie Komödie des Pro­minenten.

Neues Operettentheater: Von Dienstag—Sonn­tag: Lady X.; Sonntag nachmittag 3.30 Uhr: Das Schwarz­waldmädel.

Verantwortlich für die Schriftleitung:

Dr. rer. pol. Karl Krömmelbeitr -Gulda.

Verantwortlich für den Anzeigenteil:

Sil» Schneider-Fuld». ,