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preußischer Landtag

(369- Sitzung.) tt. Berlin, 28 März.

Das Haus verabschiedete zunächst in allen Lesungen und in der Schlußabstimmung den Gesetzentwurf, der das bisherige Pr zeikostcngesetz bis Ende März nächsten Jahres verlängert. Es folgt die zweite Beratung des.

Volksschullchrer-BcsoldungSgeseYes, mit der u. a. die Gesetzentwürfe über die Neuregelung der Mittelschiillehrerbesolduitg und der Gewerbe- und Handels­lehrerbesoldung verbunden sind.

Ein Rcgierungsvcrtreter weist daraus hin, baß ein Erlaß in Vorbereitung sei, nach welchem die etwa bei der Vorschutz­leistung auf die Besoldungsèrhöhung an Lehrer zuviel ge­zahlten Bezüge außer Ansatz bleiben sollten.

Der Gesetzentwurf wird in zweiter und in dritter Lesung dura) eine on-bloc-Annahme verabschiedet, ebenso das Besol­dungsgesetz für Mittelschullehrer und Berufsschullehrer.

In der dann erfolgenden zweiten Beratung des Gesetzes über die Neugestaltung der Preußenkasse tritt der Finanz­minister für die Verabschiedung des Gesetzes ein. das mit» helfen soll, die Not der Landwirtschaft zu überwinden.

Die zweite Beratung des Prcußcnkasscngesetzcs kon «e nicht mehr zur Erledigung kommen, da das Haus be­schlußunfähig war, ebenso der Gesetzentwurf über die Beflaggung öffentlich-rechtlicher Gebäude.

2er Landtag ging dann zur dritten Haushaltsberatung über

Den Ausführungen, die Wohlfahrtsmrnistcr Dr. Hirt­sief er über die Tätigkeit der Rcgieruugskoalitiou in Preußen gemacht hat, ist besonders zu entnehmen, daß in Preußen von Oktober 1924 bis Ende 1927 rund 420 000 Neubauwohnungen fetliggestellt worden sind. Die Herstellung dieser Wohnungen habe 1,52 Milliarden verschlungen. 130 Millionen Mark seien der Preußenkasic erneut zugcfübrl worden, 13 Millionen Mark hätten die verschiedenen Notmaßnahmen für die Landwirtschaft gefordert. Für Ostsiedlungszwccke seien 50 Millionen Mark preußische Gelder und 100 Millionen Mark Reicksgelder ver­ausgabt worden. Von 1925 bis 1927 seien 84 Millionen Mark für Ödlandkultivierungen gegeben worden. Gegenüber 6700 ländlichen Fortbildungsschulen im Jahre 1913 seien im Vor­jahre bereits 11 500 vorhanden gewesen. In den letzten drei Jahren habe Preußen für die Landwirtschaft 455 Millionen «usgegeben, von denen nur 93 aus ReichsEtteln stammten.

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Auflösung des preußischen Landtags am 19. Mal.

Berlin. Die Frage der Auflösung des Landtages wird voraussichtlich am kommenden Freitag vom Plenum des Landtages entschieden werden. Es wird ein Antrag sämt­licher Parteien eingebracht werden, der die Auslösung auf einen Tag vor den Wahlen, also aus den 19. Mai, aus- sprechen wird. Der Antrag wird zweifellos ohne Schwieris» leiten Annahme finden.

politische Rundschau.

Deutsches Mich.

Deutsche Kommission für geistige Zusammenarbeit.

Im ehemaligen Preußischen Herrenhause fand die erste Tagung der durch Verordnung des Reichspräsidettlen ins Leben gerufenen Deutschen Kommission für geistige Zusammenarbeit statt. Die Kommission hat die Aufgabe der Vertretung der deutschen geistigen und kulturellen Interessen in der Völkerbundkommission für geistige Zu­sammenarbeit. Zu der Sitzung waren neben Vertretern der beteiligten Reichsministerien und Vertretern der Hoch- schulländer die große Mehrheit der aus allen Kreisen des wisienfchafttichen Lebens berufenen Mitglieder erschienen. Der Reichsminister des Innern, von Keudell, begrüßte im Namen der Neichsregierung die Erschienenen.. Bei der Wahl des Präsidiums wurden Exzellenz v. Harnack und Geheimrat Professor Dr. Planck zu Vorsitzenden gewählt. - £

General v. Lüttwitz und Major Bischof.

Der dritte Zivilsenat des Reichsgerichts entschied zu den erhobenen Ansprüchen des Generals v. Lüttwitz und des Majors Bischof aus dem Offizierentschädigungsgesetz wie folgt: Das Urteil der Vorinstqnz wird aufgehoben, in'oweit das Reich verurteilt ist, an Bischof 414 Mark zu zahlen; die Sache wird an die Vorinstanz zu einer ander­weitigen Entscheidung zurückverwiesen. Die Revision des Reiches in Sachen Lüttwitz (Zahlung von 925 Mark) wird verworfen. Über die Pensions- und Rentenansprüche deK Generals V. Lüttwitz wird später entschieden.

Tentsch-russisch-polnische Eisenbahnkonferenz. ..... .

Montag fand in Leningrad die Schlußsitzung der deutsch-russisch-polnischen Eisenbahnkonferenz statt, auf der die Protokolle unterzeichnet wurden. In allen Fragen mit Ausnahme der Tariffrage ist eine Einigung erzielt worden. In der Tariffrage muß die besondere Zustim­mung des polnischen Eisenbahnministeriums eingeholt werden. Nach dem Eintreffen dieser Zustimmung wird auch diese Frage geregelt werden. Die nächste Konferenz dèr Vertreter der beteiligten Länder soll am 5. Oktober d. I. in Lemberg zukammentreten.

Bayerisches Beamtenbesoldungsgesetz angenommen.

In einer Doppelsitzung hat der Bayerische Landtag die so scharf umstrittene Beamtenbesoldungsvorlage nach den Beschlüssen des Besoldungsausschusses mit 72 gegen 43 Stimmen angenommen. Gegen das Gesetz stimmten der Bauernbund, die Sozialdemokraten, die Kommunisten so­wie ein deutschnationaler, ein völkischer und ein frak­tionsloser Abgeordneter. Der Bauernbund ist seiner ab­lehnenden Haltung treu geblieben, nachdem sein Abände­rungsantrag, die oberen Beamten von der Neuregelung auszuschließen, mit 64 gegen 38 Stimmen abgelehnt wor­den war. Aller Voraussicht nach dürfte es nun zum Aus­scheiden des Landwirtschaftsministers Fehr aus der bayerischen Regierung kommen.

Befoldungsbeschlüsse in Weimar.

In der Landtagssitzung stellten die Deutschnationalen den Antrag auf Eingruppierung der Warte- und Ruhe­ständler in die Besoldungsordnung. Der Finanzminister erklärte, daß die Annahme dieses Antrages untragbar sei, da er eine Mehrbelastung von 600 000 Mark bedeute. Die Regierung müsse bei der Annahme des Antrages die Vorlage entweder zurückziehen oder andere Schritte er­wägen. Trotzdem ging der Antrag mit den Stimmen der Antragsteller, Sozialdemokraten, Kommunisten und des Sparervertreters mit 28 gegen 26 Stimmen durch.

Tschechoslowakei.

Gründung eines Sudetendeutschen Landbundes. . _

Im Deutschen Hause in Brünn fand der konstituierende Parteitag des Sudetendeutschen Landbundes statt. Der Vorsitzende Pittinger erklärte, daß durch die neue Gründung eine Partei ins Leben gerufen werden solle, die neben den wirtschaftlichen in erster Linie die völkischen Interessen gewahrt wissen will. Die neue Partei ist in den mährisch-schlesischen und den böhmischen Kreis ein- geteilt, deren Landesparteileitungen einen gemeinsamen Ausschuß bilden. Mit dem Reichslandbund im Deutschen Reich und mit der Christlich-nationalen Bauernpartei soll sofort Fühlung genommen werden. In nationalen Fragen wird das Zusammenarbeiten mit den deutschen Parteien pes sudetendeutschen Sprachgebietes zur Pflicht gemacht,

Danzig.

Die Neuregelung der Bcamkeugchâlicr.

Nach schwerer und lebhafter Auseinandersetzung wurde im Danziger Volksiag das Gesetz über die vor­läufige Neuregelung der Bcamtengehälter, das das bis­herige Notopscr der Beamten in gesetzliche Formen bringen will, sowie die Verlängerung der Umsatzsteuer an­genommen. Die Debatte nahm so hitzige Formen an, daß cs nur mit Mühe gelang, eine Schlägerei zwischen den streitenden Abgeordneten zzu verhindern.

Litauen.

Neue Bedrängungen des Memelgebretes.

Der litauische Außenminister hatte dem Ministerrat eine neue Vorlage über Erhöhung der Vifumgebühren und der Aufenthaltsgebühren für Ausländer eingereicht. Diese Vorlage ist nunmehr vom Ministerrat angenommen korben und bringt außerordentliche Erhöhungen der Ge­bühren. Die starke Erhöhung der Gebühren ist nach Auf­fassung politischer Kreise des Memelgebietes darauf zu- rückzuführen, daß den deutschen Optanten, deren Abzugs­frist am 1. April abläuft, der Aufenthalt erschwert werden soll, da die Aufenthaltsgebühren für größere Familien außerordentlich hoch sind. Damit würde die Zusicherung Woldemaras', die er seinerzeit Stresemann gegeben hat, daß den Optanten der Aufenthalt- nach der Abzugsfrist nicht erschwert werden solle, gebrochen sein.

Aus Zn- und Ausland

Berlin. Zwischen dem Deutschen Reich und Nikaragua ist ein Abkommen über die Aushebung des Sichtvermerks­zwanges im Verkehr zwischen beiden Ländern abgeschlossen wordèn, das am 1. April d. J. in Kraft tritt.

Berlin. Der Reichsverkehrsminister hat die Geltungs­dauer des Nottarifs für die Re i ch s w a s s e r st r a ß e n vom 25. Oktober 1925 vorbehaltlich jederzeitigen Widerrufs bis zum 30. Juni 1928 einschließlich verlängert.

Berlin. Zur Frage des Zusammenhangs zwischen der polnischen Grenzzonenverordnung und vem Nicderlassungsabkommen sind die diplomatifchen Verhand­lungen mit der polnischen Regierung emgeleitet.

'Berlin. Der Vorsitzende der Zemrumssraktion des Reichstages, der Abgeordnete von Guörard, hat die Krisis seiner schweren Erkrankung überstanden und befindet sich feit Sonntag außer Lebensgefahr.

Berlin. DieReichspariei für Aufwertung und Recht e. V." hat ihren Namen inAllgemeine V o l k s p a r 1 e ^"Stettin. Dem pommerschen Oberpräsidenten Lippmann ist es wie er in der Vollversammlung der Landwirtschafts­kammer in Stettin mitteilte, gelungen, für die nicht in das Gebiet der neuen Hilfsaktion fallenden pommerschen Kreise insgesamt 11,5 Millionen Mark D ü n g c m i t t e l k r e d i t e zu beschaffen. ,

Benrath. Ein angeblicher Monteur Holtappelts wurde hier verhaftet. Er wird beschuldigt, einen 15jährigen Metzgerlehrling in die französische F r e m o c n r e g i o n ver­schleppt zu haben.

Münster. Wie gemeldet wird, hat die Vereinigung der Deutschen Bauernvereine den Reichsminister a. D. Dr. Hermes zu ihrem Präsidenten gewählt.

Essen. Im Kaiserhof fand unter Vorsitz von Ober­bürgermeister Bracht eine von zahlreichen Vertretern der Industrie, des Handels und der Verwaltung besuchte Sitzung statt, in der die Gründung einer deutsch-niederlän­dischen Gesellschaft für den Handelskammerbezirk Essen beschlossen wurde.

Paris. Der deutsche Botschafter Dr. von Hoesch hatte eine Unterredung mit dem Außenminister Briand. Über den Inhalt der Unterredung verlautet bisher nichts.

London. Der König hat den bisherigen Gesandten in Durazzo, William Seeds, zum Oberkommissar der Inter­alliierten Rheinlandkommiffton ernannt.

Newyork. Die bekannte Marinevorlage, die 369 Millionen Dollar fordert, ist vom Repräsentantenhaus« an­genommen worden.

peewyork. In Ehikago wurde das Haus des Senators Charles Deneen, der ein politischer Gegner des Oberbürger­meisters Thompson ist, durch ein B o m b e n a t t e n t a t fast vollkommen zerstört. Personen kamen nicht zu Schäden.

Rewyork. Der Vorsitzende des Marineausschusses des Repräsentantenhauses. Britten, veröffentlichte eine Erklärung, in der er sagte, die englischen Vorschläge zur Herabsetzung der Secrüstungen seien nur eine Geste, die auf die amerikanischen Pazifisten Eindruck machen solle und Japan auf Kosten der Vereinigten Staaten zugute kommen würde.

Aus Htffen-Aafßlu und RachSargeMen.

Merkblatt für den 30. März.

Sonnenaufgang 5 II Mond au sc g 11"

Sonnenuntergang 18" II Monduntergang 33"

1559 Der Rechenmeister Adam Riese in Aunaberg gest

Geiz wird nicht satt, Bis er den Mund voll Erde hat.

Was ist das Glück? Ein süßer Traum der Gegenwart, Den milde Genien aufgespart, Vergessen der Vergangenheit Mit ihrem Leid. I u l i u s S r o ff e.

Wetterbericht.

In die zwischen dem schottischen und italienischen Tiefdruck­wirbel gelegene Tiefdruckrinne hat sich vom Westen her ein Hochdruckkeil geschoben und bei merklicher Abkühlung unserm Gebiet eine zu Schauern neigende Witterung gebracht. Vor­hersage bis Donnerstag abend: Wolkig, vereinzelt Nieder­schläge, kühler, nordwestliche bis westliche Winde. Witterungs­aussichten für Freitag: Wechselnde Bewölkung. Fortdauer der zu Niederschlägen neigenden Witterung.

Mutter und Kind.

Sobald die Frühlingssonne ihre Grüße vom Himmel sendet, geht ein Leuchten durch die Welt, und wer einiger­maßen Zeit und Muße hat, zieht hinaus ins Freie. Auch die Hausfrau sollte sich wenigstens eine Stunde am Tage frei halten, um den Frühlingssonnenschein zu genießen. Der Früh­ling gibt Körperfrische, er läßt das Blut rascher durch die «Ädern fließen und schafft um so größere Kraft für die nach­kommenden Pflichten. Jeder Arzt sagt der Frau, die Frische braucht, daß gerade der Frühling ein Erneuerer der Kräfte ist. Nicht nur Tiere, Blumen und Bäume erwachen aus winter­lichem, dumpfen Ruhen, auch der Mensch hat seinen Anteil an der allgemeinen Verjüngung der Säfte. Der Krieg, der uns so viel genommen hat, eines mußte er uns lassen: die Freude an der Natur. Die Mutter, die ein offenes Herz und einen offenen Blick für die Natur hat, wird auch ihren Kindern die Augen öffnen für die Schönheiten der Erde. Dem Kinde können Spaziergänge mit der Mutter Natureindrücke für das ganze Leben geben. Die Mutter gilt ja dem Kinde noch als Quell aller Weisheit und Wahrheit. Und so beginnt denn draußen ein Bewundern und Fragen, das kein Ende nimmt. Jede Blume ist des Staunens wert, jede Blüte bedeutet ein Wunder. Die Jugendjahre sind es, die den Grund legen zur Liebe oder zur Entfremdung zwischen Mutter und Kind. Wie- wenig Mütter denken daran! Darum, sowie die Sonne lacht, hinaus mit dem gesunden Kind in die Luft, hinaus in die freie Natur! Mutter und Kind haben gleichen Nutzen davon,,

* Fulda, den 29. Minz

Wandel konzert im Schloßgarten.

Morgen mittag findet bei günstiger Witterung 6.30 Uhr im Schloßgarten ein Wandelkonzerr 5. Artillerie-Regiments statt.

Die Landesbibliothek

ist in der Karwoche für jeden Verkehr geschlossn

Deutscher NentuerSünd, Ortsgruppe Fighg

Zu der gestern mittag in derHarmonie" 'stattn-ö^ Hauptversammlung der Ortsgruppe Fuloa des DeiniL Verbundes hatten sich die Mitglieder recht zahlreicki^-n^-^-^ Aus dem durch Frau Neuhaus erstatteten Jah'-esbÄ^i hervor, daß die Ortsgruppe im vergangenen Jahr der durch den Tod verloren hat. Am Jahre send? r.J,'S*'61 Mitgliederzahl 190. Zur Zeit liegen zahlreiche weite» iic Meldungen vor. Im Dezember d. J. erhielt die durch die Schweizer-Hilfe eine größere Geldspende dem Israelitischen Frauenverein und von Wohltätern Con Amerika kamen Zuwendungen, so daß die Ortsgruppe n , nachten in der Lage war, einem Teil ihrer besondere Weihnachtsfreude bereiten zu können ^'"^ nen Jahr fanden 29 Vorstandssitzungen, 1 Hauptversammn^ 1 Mitgliederversammlung und 1 ProtestversammL Auch über die Tätigkeit der Bundesleitung und dc- Landes wurde Bericht erstattet. Der Kassenbericht getragen und dem Schatzmeister nach erfolgter R->âimm^°' fung Entlastung erteilt. Darauf wurde der bisherig einstimmig wiedergewählt. Der Haushaltsplan für ' S wurde mit 1180 M in Einnahme und Ausgabe feßa-Ä Weiter wurden die Mitglieder darauf aufmerksam aemnAt S' die neuen Aenderungen des Mieterschutzgesetzes und des R-i? mietenaesetzes beim 1. Vorsitzenden, Rentner Karl eingesehen werden können. Ferner wurde mitgeteiit Mitglieder in den beiden Fuldaer Lichtspieltheatern 'bei « zeigung der Mitgliedskarte an allen Tagen außer GamZ' und Sonntag auf allen Plätzen nur halbe Preise zu S brauchen. Zu den Vorträgen der Volkshochschule erbalt?» bei Frl. Binder im Rathaus Freikarten. Der von ber

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desleitung herausgegebene, Fragebogen zum Rentnervâ

gungsgesetz, der den Mitgliedern der Fuldaer Ortsgruppe Ä die Vertrauensdamen zugegangen ist, wurde sodann einM besprochen. Die Mitglieder wurden gebeten, diese" IM bogen ausgefüllt bis spätestens 2. April an die Vertrau"» damen zurückzugeben. Dann wurde ein eingehender Serin über die am 3. März in Kassel stattgefundene außerordent» Landesverbandstagung erstattet. Gegen die andauernde M auszögerung des Rentnerversorgungsgesetzes nahm die FuldM Ortsgruppe einstimmig eine Entschließung an, die an der Reichsarbeitsminister und an die anderen zuständigen Stellen weitergeleitet werden soll. Die Entschließung hat sâeiiikn Wortlaut:

Die am 28. März versammelten Rentner der Ortsgruppe Fulda des Deutschen Rentnerbundes protestieren dagegen, daß von einer Erledigung des Rentnerversorgungsgesetz» Abstand genommen wurde und sie nochmals durch Sewa^rung eines Almosens hingehalten werden sollen. Wenn der Herr Reichsarbeitsminister sein Ideal,den sozialen- staat", durchführen will, so wollen die Rentner ihm und den anderen zuständigen Stellen ins Gedächtnis zurückrufen, big sie auch eine Schicht dieses Staates sind, und daß das seitens des Reiches an ihnen verübte Unrecht, wenn auch nur M eine Spur christlicher Gesinnung vorhanden ist, sofort dnrch Schaffung eines ausreichenden Verforgungsgesttzes einiger­maßen wieder gut gemacht werden muß. Die Rentner h« mindestens den gleichen Anspruch, ihrem Lebensabend ohne allzugroße Sorgen und Entbehrungen entgegensehn -n kön­nen, wie jede andere Volksschicht. Gegen die beabsichtigt! Verschlechterung der Fürsorgebestimmungen protestieren bic Rentner ebenfalls, da ihnen nur ein ausreichendes Bewr- gungsgesetz die notwendige Sicherheit für eine Lebensn-Sg- lichkeit bietet. Damit das Rentnerversorgungsgefeij im neuen Reichstag rasch zur Erledigung gebracht werden kann; verlangen sie die Ueberleitung desselben vom alten M neuen Reichstag." J

Am Schluffe der Versammlung wurde auf die knarMN- den Wahlen hingewiesen und dabei bemerkt, daß bic MM Parteien ihre Versprechungen, den Rentirern zu W», gehalten haben. Die Ortsgruppe Fulda empfiehlt ihm: gliedern, vorläufig abzuwarten, wie sich die Bundcslcimg st der Wahlfrage stellt. Nach deren Entscheidung wird dann m Fulda von der Ortsgruppe eine Versammlung einberusm «- den, in der ein auswärtiger Redner zu der AMe«e sprechen wird. Auf der vom 12.14. April in Scrhn J»- findenden Bundesversammlung wird die Ortsgruppe durch Frau Neuhaus vertreten sein.

Mitglirderrersammlung des Vaterländischen Fraueauneiv

Fulda. -

Die gestern nachmittag im kleinen Sitzungssaal ratsamtes stattgefundene Versammlung wurde von sitzenden, Freifrau von Eagern, eröffnet und geleitet w getragene und bereits geprüfte Jahresrechnung mcaw s Kenntnis, dem Schatzmeister wurde Entlastung erteu-- dem zur Verlesung gekommenen Jahresbericht ^NNg > ' daß der Verein seine Haupttätigkeit aus die Weihnacht sfreuden beschränkte. An 60 bedürftige d > ... wurden Wäschestücke im Werte von 810 Mark renu ^ Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebene' - zur Weihnachtsfeier eine Unterstützung von 50 .war gelangten Barunterstützungen von 45 Mark M ausscheidenden 8 Vorstandsmitglieder wurden Jur 'M, stimmig wiedergewählt. Es ist beabsichtigt, im einen Krankenpslegekurfus für junge Mädchen Auch soll die Werbetätigkeit für den Daterlandrstgen verein, besonders anläßlich des Rote-Kreuz-Tages rn in stärkerem Maße betrieben werden.

Auch in der sich anschließenden c _ ^

Mitgliederversammlung des Zwergvererns vom unter dem Vorsitz des Herrn Landrats Freiherrn von wurde zunächst die geprüfte Jahresrechnung dem Schatzmeister Entlastung erteilt. Aus dem -zE ging hervor, daß die Sammlung anläßlich des .--« i-^ Rote-Kreuz-Tages 616 Mark einbrachte. Don dm r ^, erhielt die Freiwillige Sanitätskolonne 200 Ma MnW. schaffung von Dienstkleidung und 2Iu5.ru|tung-:'^ Auch die Bahnhofsmission Fulda wurde mit einer i ' Mc bedacht. Dem Vaterländischen Frauenverein wur^ - - .^j^- zur Beschaffung von Wäschestücken für die bedurft» ^ einea rung Fuldas überwiesen. Die Sapitätskolonne n ihrsi weiiercn Unterstützungsbeitrag zu den ^ni^slou n euen K ranken Iran spor t autos. Auch im wff n Hiiitcv wurden an verschiedene \ Veteranen von 1870/71 u ^gtiftrt bliebene solcher Veteranen aus der Kalser-WUy ^M Unterstützungen gewährt. Der Vorstand würbe.ve lB 1928 aus dieser Stiftung Beihilfen an bic Stadt- und Landkreis Fulda zu verteilen. .

Anschließend an diese Versammlung fand eine , gemeinsame Vorstandssitzung der Vorstände beider ^c.e^ des Vorstands der Freiwilligen Sanität5?0

statt, die sich mit der Festsetzung der Veranstaltung-" treib' des diesjährigen, in größerem Rahmen geplame ,^1« Tages beschäftigte. Dieser Rote-Kreuz-Tag wu . rcin Aift^ für den Monat Mai vorgesehen. Wegen der lu i^^ ^ stattfindenden Wahlen und der im Laufe de- m tjciiJ/ findenden größeren Festlichkeiten wurde er M Oktober festgesetzt. Die hiesigen Vereine werden sen Tag sreizuhâlten. Nach längerer Beratung^^gnftaM Rote-Kreuz-Tag folgende Festfolge ^stU^Ä j »S einer Haussammlung, von 11-12 Uhr SBanWW, nOly pelle der Sanitätskolonne und Ge^nssvortrag. âgr 9_ bestimmenden größeren Gesangvereins, 2 siMöl, dpelb^ft ßcre Uebung der Sanitätskolonne, ntm 36 un ii« der Feuerwehrkapelle und der Kapelle der San g llhr sonstige Veranstaltungen im Schloßgarten, ab n großen Stadtsagl Milftärkonzert der Kci^ trag des Herrn Oberst Klug und Gefangsvour j