M-aer Anzeiger
' «Ää Tagebla« für Rhön UN- Vogelsberg ^S^S
^?n^:Tn^aaC^e'^ Zul-a- un- Haunetal-Zul-aer Kreisblatt Reklamezëkle 0.Y0 Mk. malle «nöecen 0.15 Mk.,
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Rr. 57 —1928 Fulda, Mittwoch, 7. März 5. Jahrgang
Meine Zeitung für eilige Les«
.. «-iMkanzler Dr. Marr wird am Mittwoch die Partei- Mn empfangen, um mit ihnen über die Phöbusassäre zu >5 Leipziger Messe zeigt weiterhin befriedigendes K-lDst.
M »Die Sejmwahlen in Polen haben erfreuliche deutsche Er, auszuweisen.
UM», Java ereignete sich ein besonders schweres E^lo- WMngluck, das über zwanzig lupfet forderte.
I pilsudskis Sieg.
In den östlichen Staaten Europas muß man parla- . Mâtsche Wahlen sozusagen in Anführungsstriche fetzen, MM mit der Freiheit der Wahlagitation ist es für die MMjche Opposition ebenso schlimm bestellt wie mit der
Liimmenabgabe. Und meistens auch mit ber Zuver- Misigleit bei der Ermittlung des Wahlresultatcs. Ter- ■itfiinb behördliches Eingreifen, Gewalt- ■itt iinb dergleichen sind etwas Alltägliches und die Re- WMiing erhält dann meistens auch getabc das von ihr ge» Minschte Resultat.
I Pilsudski hat sich ja als Diktator in einer sehr betonten ■jcniiberftefiung zum Parlament überhaupt befunden Mi!'.seine" Wahlparole war auch gar nicht parteipolitisch. ■ r” sollte sozusagen eine Partei der anständigen Leute MM, die namentlich der tief cingcrissenen Korruption Mi früher unumschränkt regierenden, übrigens fanatisch» ■utioimliftifdjen Rechten zu Leibe gehen sollte. Parla- M"«irisch gesehen, steht er noch immer links, wenn auch MM tat bon den Spuren seiner sozialistischen Vergangen- ■ ® tarn noch etwas übriggeblieben ist. Hierfür hat er MAÄich aber trotzdem alle Mittel osteuropäischer Wahl» ■Wjfiimg eingesetzt, namentlich im Osten Polens, und Mi«-ir:zrecht viel zu dem Erfolg bei, den er errungen hat. Mbi Wetzt eine Partei unbedingter Anhänger hinter sich MA «Größe, wie sie bisher kein polnischer Minister- MWnMr Verfügung gehabt hat.
■ M Dents ch l a n v hat man aus naheliegenden Whiwden den Wahlkampf sehr genau verfolgt und mit Bitterkeit feststellen müssen, daß dabei gegen die ■ ^Wn in Polen nicht minder scharfe Kampfmcthoden ME^Hörden gebraucht wurden als früher in der Zeit der ■ •iiioMfiften^ überhaupt sollte man sich vor
Glauben Hitten, als bedeute das Regime Pilsudski M Meine besondere Kandareuhaltung den Deutschen ge- W»ecr. Weder bei denen drinnen noch in den Be- Mk "Wn zum Reich. Darin findet sich eben alles in MA susammen, gleichgültig, ob man Freund Pilsudskis M -n dessen Gegner ist, ob man links oder rechts steht Die
Wit Wahlen sind eben eine durch und durch inne n- 'fische Angelegenheit gewesen und iverden M ^ihren Auswirkungei: auch bleiben.
-KL0 erfreulicher der gro ß e deu tiW e E r f o l g. Mailich der in Ostoberschtesièn. Man weiß ja. wie es M Wahlkampf zugiNg, den vorneweg der Woiwode M.Miskl selbst leitete, einst einer der obersten Führer bei
l- . der polnischen Insurgenten nach Ober- Mr'^in. Knebelung der deutschen Zeitungen, Bcr- K?? Deutschen, der öffentlich für sein Volkstum K ' Gewalttaten und schwerster Terror bei deutscheu ■^»eriantmiungen, die schließlich gar Hiebt mehr statt- ümntén, weil sie durch den Westmarkenvdrein ge- Kurden — und trotz alledem haben , die dortigen M^Z.'ider 70 000 Stimmen mehr erhalten als bei den ^Mwahlèn 1922. Nnr 4000 Stimmen weniger M?in>^? ollen obenerwähnten Mitteln arbeitende Re- » Mblock. Dabei sind seit 1922 an 22 COO Deutsche M» .f "derschlesicn ausgewandert. Die Drastik des deut- Mu M^.-â ^äre noch größer geworden, wenn die deut»
Ä!?1’^" es nicht abgelthnt hätten, mit der deut» Mbc?n,°/^^u^lhaft zusammenzugehen, sondern sich I Jvten polnischen Klasscngenvssen verbanden. M/,,?'â) ist es im frü Heren P o s e n und W e st - Htgen hÂ^- Auch hier wurde der deutsche Besitzstand, ■Wim ^te, bolnische Regierungswelle mit dem gleichen ■tien 9ö,^ nicht bloß gehalten, sondern in ein- Mj^.^Mrelsen trotz aller Schwierigkeiten noch er- ■titfo[L es den Polen nicht gelungen, mit besonders Müg,,„„ Noteln die weißrussische und ukrainische Wahl- Missen ^âch zusammenzuschlagen, und hätten nicht die M>Aerun/^^^ infolge einer verhängnisvollen Zer- ■'tbeiL'.WV Verluste erlitten, so wäre der M r u - M'ticsünnttlock, in dem alle diese Parteien zusam- Mim ci nl ftnb- 'n sehr viel größerer Stärke in den ■ bei eii^Äh( stIé ^ jetzt geschieht. So aber blieb MMichlüiGewinn von fünf Mandaten. Und das er» Min ^ Beweis ist geliefert, daß das Deutsch - ole« lebt miß sich seiner Kraft bewußt ist.
I , Tjx^ Wahlergebnis in Polen, l ^" deutschen Listen. '
B^ciüti«ahicit bon den am Sonntag stattgefundcneu !d,?^erhj ,"' Volcn die genaücri Ergevttisse bekannt. ICWeunÄ b^ Regieruirgsblock mit kleineren reaie- BÄ^ctc Gruppen 138 Abgeordnete, sozialistische Mn-f"ndalk 5. wzialistisch eingestellte Bäuernpartciler Mus?^°r rw'iis^noler katholischer Rechtszentrumsblock L^Q,ut 75 . J9°) Abgeordnete, nationale Minderheiten l-a »'Misch ^,'nderhettenhlock S6). Kommunisten und drei Gruppen 17, wilde Parteien 10,
M har de/^ â''w' Kandidaten in Oberschlcsien. Zu- Mè.n Biels,»„Polnische Sejm 444 Abgeordnete.
r ^ita, ba?^tl "Us allen Wahlkreisen ergeben di- * h^ Teutschen überall große Erfolge er»
Deutschlands Wirtschaftspolitik
Mittelstand und Handwerk
Deutscher Ireichstag.
(394. Sitzung.)
CB. Berlin, 6. März.
Ohne Aussprache wird in allen drei Lesungen das Gesetz über die weitere Hinausschiebung der Bindung einzelner Länder und Gemeinden an die Steuereinheitswerte bis 1. April 1929 angenommen. Die zweite Beratung des Etats des Reichswirtschastsministeriums wird fortgesetzt.
Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius
nahm zu einer Reihe von Fragen Stellung, die in der Debatte aufgeworfen waren, und besprach zunächst die Handelspolitik. Er wolle nicht, so sagte et, dabei besorgt sein über die Entwicklung, die daS Handelsvertragsverhältnis mit England genommen hat. Auch er stünde auf dem Standpunkt, daß manche Maßnahmen der englischen Regierung eine Verschiebung der Basis bedeuten, die man seinerzeit gemeinschaftlich gefunden hätte. ES sei selbstverständlich, daß Deutschland bei der erstmöglichen Gelegenheit
den Handelsvertrag mit England kündigen
werde, um zu versuchen, das Verhältnis mit England auf eine andere Basis ; " * ~ ~ " '
tu stellen. Zu Wortführern der Beschwerden, die Methode beim deutsch-italienischen vertrag richteten, seien nur diejenigen berufen, die auch von sich aus solche Methoden als verwerflich betrachten. Er könne sich baritni nicht denjenigen anschließen, die das Heil in einer Grenzsperre für landwirtschaftliche Artikel und in Einfuhrverboten sähen. Diese Forderungen stünden im Widerspruch zu den in der Genfer Wellwirlschaits- konferenz auch von der landwirtschaftlichen Gruppe unter Zustimmung der deutschen Landwirtschaftsvertreter sestgelegtcn Grundsätzen. Seine, des Ministers, Jndustriepolitik, feine Bemühungen um Zollsenkunz hätten nach seiner Überzeugung zugunsten der Landwirtschaft gedient. Am Zustandekommen des deutsch-französischen Handelsvertrages, so erklärte der Miuister weiter, habe Reichse;nährungsminister Schiel« den stärksten Anteil gehabt.
Wen«. DcUlf 4*1« ab mit Paltn zum Drrlrag^ a b s ch l u ß käme, so basiere das auf der Grundlage die die Minister Schiele und Stresemann geschaffen hätten. Man dürfe den langsamen Fortgang der deutsch-polnische« Verhandlungen nicht einzig auf deutsche Hemmungen zurückführen. Die größten Schwierigkeiten gingen in der Niedttlassitngs- und Balorisierungsfrage von Polen aus. ES fei' bedauerlich, wie die Tschechoflowakei die deutschen Kleinbauern aus den Borkttegsanlcihen benachteilige. Er sähe keine Möglichkeit zur Fortsetzung der deutsch-tschechischen Bcrhand- lnngeu, wenn sich das nicht ändere.
Was die Klagen des Mittelstandes betrâf-, so habe der RsichsernNrnnasmimster die Beteiliguna von Ver
die sich aeg Handels
bahe
:en
auf deutsche Hemmungen : Schwierigkeiten gingen in der
tretern des Handwerker- und Mittdillandes an den BelrSien für die Durchführung des landwirtschaftlichen Notprogramms zugesagt. Die Entschließung, in der eine Kontrolle der staatlichen Auftragsvergebung verlangt werde, ginge nicht weit genug, weil sie sich nur auf die Reichsbetriebe erstrecke, die nur 10 Prozent aller Betriebe vergeben. Richtiger wäre es, wenn alle von Reich, Ländern und Gemeinden vergebenen Aufträge dem Reichswirtschaftsministerium mitgeteilt würden, das dann die gewünschte Kontrolle ausüben könnte.
Die Handwerksnovelle
sei im Reichswirtschafisrat auf erhebliche Schwierig^ stoßen. Es sei daher nicht die Schuld des Ministers oder der Rcilhsregicrung, wenn sie im Reichstag nicht mehr zur Verabschiedung komme. Bei der Neugestaltung des Reichs« kommiffariats sei den Wünschen des Handwerks weitestgehend Rechnung getragen worden. Insgesamt sei festzusteÜen, datz
das Handwerk nicht etwa aufgesaugt
eiten ge-
sei. Seit 1926 habe sich seine Lage entschieden gebessert atâ Folge der allgemeinen Konjunklurbcfleruna. Eine (Bereinigung von Wirtschafts- und Arbeitsministerium sei unmöglich. Kein Minister wäre in der Lage, ein derartges ungeheures Amt überhaupt doch als Minister zu verwalten. Man müsse aus anderen Wegen dazu kommen, Schwierigkeiten zwischen den verschiedenen Ressorts und öffentlichen Stellen zu beseitigen Ter Minister trat weiter für stärkere Kundenpslegr ^ältnis zwischen Unternehmer und Arbeiten werocn. Besondere Bedeutung würde
ein. Auch das Verb nebmer müßte gebest:., hier der künftige Reicbswirtschastsrat haben.
Abg. Husemann (Soz.) wies auf die große ProduktionS- ' .‘jerung im Kohlenbergbau hin. Die Bergarbeiter hatten an den dadurch erzielten Gewinnen wenig Anteil erhalten. Die hohen Kohlenpreise seien angesichts der niedrigen Arbeitslöhne nicht gerechtfertigt. c __V
Aba. Esser (Ztr.) wandte fub gegen den Redner der Wirtschaftlichen Vereinigung. Auch un neuen Reichstag, so meinte er, würden die Vertreter des Handwerks und des Klein« Handels nur etwas erreichen können, wenn sie sich auf die
steigerung im Kohlender^ an den dadurch erzielten
großen volitifchen.Parteien stützten.
Abg. Beythien (D. Dp.) âutzeri« eine Reihe von ßinwt- fvünscheu und verlangte dabei u. a. Anwendung der Reichs- vcrdmguugsSrdnung auch durch Betriebe wie die Preußag, Er sprach sich besonders
gegen das Eindringen der SffeMlichea Hand i« die Privatwirtschaft
aus und trat weiter dafür ein, daß die Hauszins steuermittet in stärkerem Maße der Privatwirtschaft zugeführt würden« Abg. Bartschat (Dem.) dankte dem. Minister, für dich Festigkeit, mit der,er feine Überzeugung auch seinem deutsch, nationalen Ministerkollegen gegenüber vertreten habe.
Abg. Dr. Reichert (Ttn.) nahm das EiseukarteS gegen bett Vorwurf in Schutz, es hätte mit seinen Preiserhöhungen big Wobnunasbauvolitik sabotiert
Die Unterredung Stresemann—Briand
Die öffentliche Sitzung des Völkerbund rotes am Dienstag dauerte nur 2% Stunden. Die auf der Tagesordnung vorgesehene nichtöffentliche Sitzung, in der eine erste Aussprache über den Zwischenfall in Szent-Gotthard stattfinden sollte, kam nicht zustande. Sie wird nunmehr für Mittwoch erwartet. Am Dienstag nachmittag war eine eingehende Besprechung der fünf ständigen Ratsmit- glieder angesetzt, die vor allem der weiteren Beratung des Militärtontrollgesuchs der Kleinen Entente über Ungarn und einer ersten Aussprache über die Note des amerikanischen Staatssekretärs Kellogg und seiner Aufforderung âum Abschluß eines allgemeinen Nichtangriffspaktes ge- widmet fein wird.
Allgemeine Beachtung findet in Genf die Zusammenkunft' zwischen dem Reichsaußenminister Dr. Stresemann und Briand, die etwa eine Stunde dauerte. Über den Inhalt der Besprechungen wird wie immer strengstes Stillschweigen bewahrt. Wie eS heißt, soll Dr. Stresemann Briand gegenüber versichert haben, daß er während dieser Tagung die Frage der Rheinlandräumung nicht anschne,- deu würde, dagegen sich Vorbehalte, auf der Junitagung des Völkerbundes diese Frage zur Sprache zu bringen. Im übrigen soll zwischen beiden Staatsmännern die ungarische Waffenaffäre besprochen worden sein, ohne daß Dr. Stresemann bereits die Stellung Deutschlands zu dieser Frage sestaelegt haben soll.
Abschluß der Verhandlungen
-es SicherheiisauSschusseL
Der Sicherheitsansschuß hat die verschiedenen Reso» lutionSentwürfe für das Schiedsgerichts- und Vergleichs- vcrfÄjren sowie die Modelle für die Schieds- und Sicherheitsverträge ohne weitere Debatte angenommen. Es wurde beschlossen, die deutschen Sicherheitsvorschläge sämtlichen Regierungen zur Stellungnahme zugehen zu lassen. Für die weitere Behandlung der deutschen Bor- schlage wurde als Berichterstatter der belgische Delegierte Rollin eingesetzt. Aus der zweiten Tagung des Sicher- Heitsausschusses, deren Zeitpunkt bisher noch nicht feststeht, sollen die deutschen Vorschläge auf Grund der Stellungnahme der einzelnen Regierungen von neuem zur Behandlung gelangen. Die Resolutton, in der de« Staaten die Unterzeichnung der fakultativen SchrcdS gerichtöklausel des Haager Schiedsgerichtshofes empfohlen wird, wurde einstimmig vom Sicherheitsausschutz an*
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ruügen haben. In Pommereven wurden drei deutsche Mandate, in Posen 4, in Oberschlcsien und in dem Polen zugesprochenen österreichischen Teil Schlesiens 1, erzielt, überdies noch 3 deutsche Mandate in dem westlichen Wahlkreis Polens (Lodz, Kanin und Wloclawrk). Dann wurde noch gewählt ein Deutscher im Landkreise von Lemberg. Hierzu kommen noch wahrscheinlich ein oder zmei deutsche Mandate von der Staatsliste des Minder- beitcnbloâs, so daß man die G e s a m t z a h t der deutschen Abgeordneten bei der polnischen Landtagswahl aus 19 schauen kann.
Am 2t. März wird voraussichtlich der neue Sc,m zu seiner ersten Sitzung zusammentreten. Ohne sich schon in Kombinationen über die zukünftige Regierungsgestaltung cinzulaffen, betont die polnische Regrerungsprefle die großen Erfolge der Liste des Regierungsblocks und bte vernichtende Niederlage der nationalistischen Parteien und begrüßt cs auch, daß die Ukrainer und die Weißruffen in so geringer Zahl in den neuen Sejm einziehen werden. Die nationalen Zeitungen beschäftigen sich vorwiegend mit der politischen und sozialpolitischen Zusammensetzung des neuen Landtags. Für sie ist das wesentliche Merkmal des Wahlergebnisses die darin 5um Ausdruck kommende Rad:- kalisicruna. / ~
genommen.
Lord Cushendun erklärte hierzu, die englische Re» gierung empfehle sämtlichen Staaten die Unterzeichnung der Klausel, könne jedoch selbst im Hinblick auf die besondere Lage Englands die fakultative Klausel nicht unter- zeichnen. Ferner wurde ein Resolutionsentwurf angenommen, in. dem die Errichtung einer Funkstation beim Bölkerbuudsekretariat sowie die Schaffung eines Flug- Hafens zur Verbesserung der technischen Verbind,tugcy mit dem Völkerbund in Krisenzeiten empfohlen wird.
Die Resolutionen werden nunmehr der VorlMeiten- den Abrüstungskommission, den Regierungen, dem Völkerbundrat und der Vollversammlung des Völkerbundes zu- aeben.
Berschärste Bedrückung GüdiLrolS.1
Feldzug gegen deutsche Religions bücheL
Die italienischen Lehrer in Südtirol haben den Aust trag erhalten. scharf darüber zu wachen, daß die deutsches Geistlichen keine deutschen Religionsbücher benutzen. Sie haben auch die Weisung erhalten, die Schultaschen bei deutschen Kinder zu durchsuchen und die deutschen Religionsbücher zu beschlagnahmen. In zahlreichen Orten haben italienische Amtspersonen deutsche Religionsbücher vor den Augen der Kinder zerrissen. Ein italienischer Lehrer in Lengmoos visitierte die Kinder und vernichtete eine Anzahl gefundener deutscher Katechismen. — In W i e n wird eine Denkschrift maßgebender politischer Kreise über die Deutschenverfolgungen in Südtirol angc-- kündigt. Die Denkschrift soll den europäischen Regie» rungen und dem Völkerbund überreicht werden. j