Ke neu Fassung mit dem Kimdigungsversahrcu a ng e- Hommen.
. In namentlicher Abstimmung wurde ein weitere: sozial- demokratischer Antrag, der auch nach Ablehnung des Wider- spruchö gegen die Kündigung durch den Mieter die gerichtliche Nachprüfung der vom Vermieter geltend gemachten Kündi- gungsvorlgge und die Steigerung des Mieters, die Wohnung SV ™u.lnen’ "ls Widerspruch gelten lassen will, mit 165 gegen 154 Stimmen abgelebt».
Sn ber Weiteren Einzelaussprache beantragte Abg. Ferl (^oz.fchle Festlegung, daß Mietrückstände aus sozialer Rot kern Kundlgungsrecht gebe» sollten. Auch sollen Ateliers nicht als gewerbliche Räume gelten.
dlbg. Röllncburg (Dem.) forderte ebenfalls Erleichterungen für vildende Kunstler.
Abg. Obendieck (Komm.) beantragte Streichung der Be« ^u^ungen, die eine Kündigung von Werkwohnungen zu«
Abg. Dr. Jörissen (Wirtsch. Vgg.) beantragte, der Klage auf Räumung in ledcm ^alle stattzugeben, wenn der Vermieter auskömmliche Eriatzräume zur Verfügung stellt und sich bereit erklärt, die entstehenden Unizugskosten zu zahlen. Ferner soll benimmt werden, daß mit dem Harrptmieter stets auch b»r Untermieter räumen soll.
Abg. Hollein (Komm.) verlangte noch, daß den Ländern die Ermächtigung genommen werde, die Wohnungszwangs« wirtichaft zu lockern.
Abg. Winnefeld (D. Vp.) erklärte seine Zustimmung zu dem Anträge der Wirftchaftsparlei.
Darauf wurden die Abänderungsanträge der Sozialdemo- rraten, Demokraten, Kommunisten und der Wirtschaftspartei obgelehnt. Angenommen wurde die von den Regierungsparteien beantragte Zulässigkeit der Kündigung von Werkwohnungen unter gewissen Sicherungen, zu denen eine Mit- lmrkung des Betriebsrates gehöre
Abg. Lipinski (Soz.) erklärt dazu, die Sozialdemokraten wußten ihre in Auspcht gestellte Zustimmung zu beut Anträge zuruckzieheii, weil aus der Zustimmung des Betriebsrates nur ein Verhandeln mit dem Betriebsrat gemacht worden sei
Auf gemeinsame Anträge hin wurde beschlossen, daß die Novelle am 1 April 1928 in Kraft tritt und bis dahin die bisherige Fassung des Gesetzes gilt.
Im übrigen bleibt es bei der Ausschußvorlage. Da der Entwurs auch in dritter Lesung beraten ist, wurde die Schluß- .abstirnmung für Freitag in Aussicht genommen.
" Das Haus vertagte sich auf Freitag.
preußischer Landtag..
,*■-(338. Sitzung.) tt. Berlin, 9. Februar. J
§ Auf der Tagesordnurig steht die zweite Beratung des M Haushalts des Wohlfahrisministeriums.
Nach dem Berichterstatter ergriff preußischer Wohlsahrls- Minister Hirtsiefer das Won zu einer Rede über den Gesundheitszustand der preußischen Bevölkerung. Er betonte, daß der Verlaus der übertragenen Krankheiten 1927 im großen und ganzen günstiger gewesen sei als 1926. Den weiteren Ausführungen des Ministers ist zu entnehmen, daß in der Schul- gesundheitspflege die Einführung einer schulärzilichc» Überwachung aller Schulkinder weiter fo weit fortgeschritten sei, daß jetzt etwa 32 Millionen Einwohner Preußens ^.»ilärztlich versorgt seien und daß nur noch etwa für sieben bis acht Mil- lionen ein schulärztlicher Dienst fehle. Die rechr
ungünstige Lage mancher kleinen Landapothelen, deren Erhaltung im Interesse der Landbevölkerung unbedingt erforderlich ist, bereite bem Ministerium eine nicht geringe Sorge. Leider habe der Mißbrauch von Morphium, Kokain und anderen Betäubungsmitteln zugenommen. Leider finde die schwindelhafte Anpreifung.von.nutzlosen Heilmitteln, Ausbausalzen, Verjüngungsmitteln usw. nur zu guten Absatz in der Bevölkerung. Der Wirkungswcrl dieser Mittel stehe meist in keinem Verhältnis zu ihrem Preise. Mit den jetzigen gesetzlichen Mitteln könne hier leider nur in unzureichendem Maße eingeschritten werden.
Tie Kurpfuscherei drohe zu einer außerordentlichen Gefuhr für die Voltsgesuud- Heit zu werden. Preußen habe das ganze Material der Reichsregierung vorgelegt und weitcrgehendc Verhandlungen angeregt. Der Schutz der Gesundheit der in Gewerbebetrieben beschäftigten Bevölkerung fei eine der wichtigsten Fragen der Exister^fähigkeit unseres Volkes geworden, weshalb eine Vermehrung dèr Medizinalratsstellen im Interesse des ganzen Volkes liege. Hinsichtlich der Förderung des Sportarztwesens habe man erfreuliche Fortschritte erzielt.
Zum Schluß beschäftigte sich der Minister mit der Bevölkerungsbewegung im Jahre 1927. Nach statistischen Ermittlungen habe die Sterblichkeit gegenüber 1925 von 11,8 auf 1000 aus 11,6 im Jahre 1926 abgenommen, sei aber im ersten Halbjahr 1927 auf 12,8 gestiegen. Weit ernster sei aber das Bild der immer mehr absinkenven Geburtenziffern. Die Geburtenziffer ist von 20,3 pro 1000 öer Bevölkerung im Jahre 1926 in der ersten Hälfte 1927 auf 19 pro 1000 zurückgcgangrn. In den Großstävten sinkt die Geburtenzahl in geradezu erschreckendem Maße. Berlin hat heute überhaupt keinen Geburtenüberschuß nrehr, sondern bereits einen Überschuß der Todesfälle über die Geburten. In nicht allzu ferner Zeit müsse mit der Reichsregierung erörtert werden, was vom Reich und von den Ländern zur Durchführung eines ganz großen bevölkerungspolitischen Programms geschehen kann.
In der dann folgenden Aussprache wünschte der deutsch- nationale Redner bessere Volksausklärung über den
Nutzen der Roggenbrot- und Milchnahrung.
Ein Zentrumsredner verlangte, daß in allen Schulen Vorträge über das wichtige Gebiet der richtigen Ernährung einschließlich des Alkohols und Nikotins gehalten würden. Zu begrüßen sei die Milchpropaganda. Wenn trotzdem der Milchgenuß rückläufig sei, so liege das an den hohen Preiserr. Schuld trage daran offenbar der Zwifchenhandel. Der Sprecher der Volkspartei forderte die Schaffung einer erhöhten Stellenzahl für Gewerbeärzte und Gewerbeärztinnen sowie die Förderung der Seuchenbekämpfung.
Ein Brief des Reichspräsidenten zur Koalitionsfrage.
wtb. Berlin, 10. Februar. (Privatinformation.) Die „Kölnische Volkszeitung" berichtet aus Berlin, datz Reichspräsident von Hindenburg an den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet habe, in dem er darauf hinweist, daß die Legierungs- koalition zur Lösung bestimmter Aufgaben gebildet worden ist, und daß es wünschenswert wäre, wenn diese Probleme noch vor der Auflösung des Reichstages erledigt werden könnten. Die „Kölnische Volkszeitung" fügt hinzu, datz der Brief, der vielleicht entscheidend auf den Gang der Verhandlungen über das Reichsschulgesetz werden würde, wohl noch in seinem Wortlaut der Oeffentlichkeit übergeben und ohne Zweifel Gegenstand eines lebhaften Meinungsaustausches werden dürfte. Wie wir hierzu von unterrichteter Seite erfahren, ist die Tatsache eines Briefes des Reichspräsidenten an den Reichskanzler richtig, ebenso ist der Sinn des Brieses in der Information der „Kölnischen Volkszeitung" zutreffend wiedergegeben. Der Grund des Briefes dürfte darin liegen, datz der Reichspräsident ein Plötzliches Auseinandergehen des Reichstages vermieden sehen will und von dem Regierungsparteien erwartet, daß zunächst der Etat ordnungsmäßig verabschiedet wird, datz ferner die Li- guidationsgeschädigten durch die Fertigstellung des Kriegsschä- denschlutzgesetzes vor weiterer Ungewißheit bewahrt werden, daß die Hilfe für die notleidende Landwirtschaft durchgeführt wird und schließlich auch noch die große Aufgabe der Strafrechts-
Die Schülertragödie in Berlin-Steglitz^
rt^rishiTtsfifi» ^)?iTfflit1t^f Ul der Kunst und feine Kritik an dem gesellschaftlichen ^, &
^NV gwajuiiyc »riimjipi^ deutlich zeigen. Auch Hildegard Scheller hat in Gedicht ) 3
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Bis aus den letzten Platz ist die Zuschanertrrbüue deS Berliner Schwurgerichts besetzt. Pädagogen aus dem In und Ausland wollen die Sinnesart der entgleisten großstädtischen' Jugend lennentcruen, von der ein Mitglied, der Primaner Krantz, aus der Anklagebank sitzt. Er wird als Anstifter des Mordes an dem Kochlehrling Hans Stephan, des Geliebten der 16jährige» Hildegard Scheller, angesehen. Krantz macht zunächst Angaben über seine Person. Er ist 1909 als Sohn eines Musikers in Berlin geboren, hat die Volksschule besucht und dann einen Freiplav in der Oberrcalsihule erhalten.
Der Verteidiger beantragt dann die Ladung einer Reihe von Zeugen über den Lctiinünd der Hilde Scheller und über den durch Selbstmord geendeten Gtzyter Scheller. Verschiedene Zeugen wollen bekunden, daß Günter Scheller verlogen und unzuverlässig gewesen sei. Weiter beantragt der Verteidiger die Ladung der Polizeirätin, die die Hilde Scheller vernommen hat und die ihren Eindruck dahin wiedergegrhen hat:
Die Hilde Scheller spiele eine Doppelrolle.
Sie sei unglaubwürdig, sie lächele über den Tod ihres Bruders und des Geliebten. Es ersolgt dann die
Hildegard Scheller,
die Hauptzeugin, die im Mittelpunkt des Schülermord- prozesses steht.
Vernehmung des Krantz, der über sein Verhältnis zu Eltern und Lehrer befragt wird. Er erklärt, er habe das Erziehungssystem an den höheren Schulen für veraltet gehalten. Die Lehrer hätten nicht den richtigen Weg zur Jugend gefunden. Er habe sich mit literarischen Dingen beschäftigt und Gedichte geschrieben. Im Herbst 1926 habe er das Elternhaus verlassen. Der äußere Anlaß sei gewesen, daß er sich in ein Mädchen verliebt und dann plötzlich erfahren habe, daß sie ihn mit einem seiner besten Freunde betrogen habe. Er sei oft spät nach Haus gekommen und habe daheim wie in der Schule Vorwürfe erhalten. Mit einem Freunde sei er nach Passau gefahren, um über Konstantinopel nach Amerika zu fahren. Von einer Jugendhcrbergsmutter habe er dann das Geld bekommen, um die Rückreise anzutretem Im Frühling 1927 habe er
die Bummelei wieder begönne».
Aus den Rat seines Freundes Günter Scheller sei er schließlich mit Genehmigung seiner Eltern in das Schellersche Landhaus ëdergesiedclt, um dort ein freieres und ungebundeneres Leben zu führen.
Im weiteren Verlaus der Verhandlung werden dann Gedichte von Krantz vorgelesen, die seine hypermoderne Richtung
reform in einer Weise gesichert wird, das; die bisherige Arbeit nicht durch Zufälligkeiten in Frage gestellt werden kann. Die Frage, ob der Brief veröffentlicht werden soll, hängt vom Reichskanzler ab, sicher ist jedenfalls daß das Schreiben schon für die heutigen wichtigen interfraktionellen Verhandlungen über das Schulgesetz von erheblicher Bedeutung ist.
Fernsehen über den Ozean.
Die neuesten Wunder der Technik.
Die neue Welt rückt näher und näher. Tas ist nicht wörtlich zu verstehen, denn die große amerikanische Halbinsel ist heute noch ebenso weit von Europa entfernt wie vor hunderttausend und mehr Jahren. Aber unser Auge und unser Ohr kommen durch die Wunder der Technik so schnell mit dem fernen Erdteil in Berührung, wie cs selbst ein phantasie- begabter Jules Verne nicht träumen konnte.
Die Bilder eines Mannes und einer Frau, die in einem Londoner Laboratorium vor einem „Elektrisches Auge" genannten Apparat für Fernsehen faßen, konnten eine Gruppe von Personen beobachten, die sich in einem dunklen unterirdischen Raum in Hartsdale (Staat Newyork) befanden. Die Beobachter vermochten die Kopfbewegungeu der in London Atzenden Personen wahrzunehmen, obwohl die Bilder nicht ,ehr scharf waren.
k Das Experiment des Fernsehens über den Ozean ist ’’ also zum erstenmal geglückt.
Das Ergebnis wurde mit einem schwachen Strom erzielt, was oie Hoffnung rechtfertigt, daß das überozeanische Fernsehen verbessert werden kaun und so deutlich werden wird, wie das Fernsehen bei nicht allzu weiten Strecken.
Ein Telephonoefpräch über den Ozean kann ab 10. Februar jedermann in Berlin, in Hamburg und in Frankfurt a. M. vor- uehmen, wenn er das nötige Kleingeld dazu hat. Die Gebühr für ein gewöhnliches Drciminulengesprüch zwischen Deutschland und der amerikanischen Zone I beträgt
330 Mark,
für jede weitere Minute 110 Mark. Gespräche mit den übrigen amerikanischen Zonen kosten 12 Mark je Zoile mehr.
Letzte Nachrichten.
(Eigene Funkmeldungen.)
Daily Expreß tritt für die Wiederaufnahme bet Beziehungen zu Rußland ein, da aus der Handelsstatiftik für 1927 das nahezu völlige Erlöschen des Geschäftes mit Rußland hervorgehe.
„Times" zufolge stehen neue Erörterungen zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich über einen mehrseitigen Vertrag bevor, der den Wunsch der Großmächte bekräftigen würde, auf Krieg als Werkzeug der Politik zu verzichten.
„Times" zufolge rechnet man in manchen Kreisen Washingtons mit der Möglichkeit, daß der Senat dem neuen Flotteü- progranrm eine Bestimmung einstigen wird, die de» Präsidenten ermächtigt, im Falle einer neuen Konferenz zur Beschränkung der Klüftungen „den Bau ganz ober teilweise zu fufpenbieten“.
Rach einer Veröffentlichung der „Times" vertreten die Vereinigung der Mütter und der Nationalrat der Frauen in England den Standpunkt, daß die Vorführunb des Eavell-Films unerwünscht und bett Verwandten von Miß Cavell äußerst zuwider fei.
Zn Würzburg verletzte gestern nach einem Wortwechsel der Student Weber bett Studenten der Medizin Rachor schwer durch einen Schuß in den Kops und erschoß sich dann selbst.
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deutlich zeigen. Auch Hildegard Scheller hat in Gedichm, in nicht ungeschickter Art auf einen Tewstmordplan beschwichtigend geantwortet.
bcscbwichtigeud geantwortet.
Der Angeklagte schildert nunmehr, wie er mit fe, »11 Sckcller sufammen nach Steglitz in die Schellersche . bei Wohnung gefahren sei. Als sie in die Wohnung kamen ug V sie dort Licht. Ans der Treppe trafen sie Hilde Scheller V L'^ ein zicrnlich erstauntes Gesicht machte. Das Zusarnrrienirkü . mit dem Bruder uud dem Freund war ihr nicht annej rö Sie hatte nämlich, so sagt der Angeklagte, kurz vorher iaer ehemaligen Freund, ben Kochlehrling Hans Stephan jW bestellt. Der Gedanke, daß Hilde mit Stephan zusamnien war ihm furchtbar unangenehm. Er suchte Trost beim und fand ihn auch. Hilde nahm ihm oas Ehrenwort ab I er Stephan nicht verraten sollte, und versteckte ihn im zimmer. ~ ' "
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Die weiteren Vorgänge schildert Krantz so, wie ne Laufe der Voruntersuchung bekanmgeworden sind daß Günter schließlich mit Gewalt den Stephan wollte, Hilde ihn aber zunächst geschickt versteckt hatte, wurde dann von Scheller hinter e i n e m T u ch e n r w . unb von ihm niedergeschossen, worauf sich $ü sofort selbst erfchoß. ™
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wtb. Berlin, 10. Februar. Unter unvermindertem AM., st des Publikums begann heute früh der 2. Tag der Verhandl e g! über die Steglitzer Schülertragödie. Rechtsanwalt Dr iÄ beantragte die Ladung des Polizeivizepräsidenten Dr. M als Zeugen und Sachverständigen. Dr. Weiß habe bei den n nehmringen über das Verhalten der Zeugin Hilde Scheller aâ - gewöhnliche Wahrnehmungen gemacht. Lächelnd, freudin m k strahlend halse sie das, was geschehen sein sollte, mit einer cherheit, wie sie Dr. Weiß noch nie vorgekommen war, tejiW in Abrede gestellt^ Noch nie habe Dr? Weiß, wie er sich ausdrückte, einen derartig erschütternden Eindruck von öer ’n glaubwürdigkeit eines Menschen erhalten. Nach kürzer Lp tiiiig beschloß das Schwurgericht die Entscheidung über W Antrag zurückzustellen, bis'die Vernehmung der Zeugin Scheller abgeschlossen ist. BÄrn Zeugenausruf erklärte M an walt Dr. Frey, trotz des gestrigen strengen Verbotes mJ die Eltern Scheller die Zeugin Eüftior in ihre Mitte men und laut auf sie eingeiprochen, sodaß man allgemein^ Eindruck gewann, daß diese Zeugin beeinflußt werbe"
Der Vorsitzende ersucht die beiden Zeugen nochmals im gend, sich an seine Weisungen zu halten. Dann wurde bi^ weisaufnahme fortgesetzt und Hilde Scheller weiter vernov! Sie schildert im Einzelnen, wie sich das ZusymmeiitA aller Beteiligten am Abend vor der Tat abgespielt j Stephan habe wohl ihren Bruder gesehen, aber dieser i ihn. Sie habe dann Stephan heimlich mit in die Wri, genommen und sei mit ihm ungefähr % Stunden in Kammer ihres Bruders gewesen. Dort haben sie sich un halten und auch geküßt.
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* F u lda, den 10. Februar ® Zur gold'nen Myrtenkränze.
Merkblatt für den 11. Februar.
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Sonnenaufgang Sonnenuntergang
, Msndaufgang 17*” ß Mondumergang
1919: Friedrich Ebert wird Reichspräsident.
1. Staatsanwalt Steinbeck: Ich möchte anheimiteHen, Ausschluß der Oeffentlichkeit zu beschließen. Es ist wohl; erwarten, daß der Verteidiger über diese Angelegenheit »t weitere Fragen stellen wird und ich möchte nicht, dH fe sexuellen Dinge in voller Oeffentlichkeit erörtert werden.
Verteidiger Rechtsanwalt Dr. , Frey: Ich werde mih« Fragem sehr zurückhalten und von mir soll alles geschehen,« den Ausschluß der Oeffentlichkeit nicht herdeizuführen.
Da kein Antrag des 1. Staatsanwalts auf der Oemnilij feit vorliegt und die Erklärung des Verteidigers der Ci« anwaltschajt genügt, geht die Verhandlung in voller Och lichkeit weiter. Die Vernehmung wendet 'sich den Vorgön am Morgen nach dieser Nacht zu, es handelt sich jetzt Mir Tat selber. Die Zeugin schildert nun, wie sie am Morgen L das Klingeln die Ellinor Rali in die Wohnung emiich i als sie zurückkam, die Schüsse hörte und ihren Bruder und i Geliebten am Boden liegen sterbend vorfand. >.#'.
Aus Seffeu-Aaffa« und AachöargM
Unseren geistigen Kindern sind wir schlechte Väter und N ter — wir setzen sie wohl in die Welt und sorgen um ihre ® Gestalt. Aber — von ihrer Geburt an sollen sie uns erröte1
Werner Fuchs-Hart man«
Wetterbericht.
Die rege Wirbel tat igkeit über Nordeuropa hat angeW Auch in den nächsten Tagen werden die Ausläufer der ini^ den vorüberziehenden Tiefdruckgebiete die Witterung ÄW eurcpas weiterhin beeinflussen, sodaß der Wechsel zwischen? weiser Aufheiterung und starker Bewölkung mit einzelnen genfällen sehr wahrscheinlich fortdauert. — Vorhersage bis ^ tag abend : Bewölkung wechseln, zeitweise kurze RegenMe,» südwestliche Winde. — Witterungsaussichteu bis Sams' Fortdauer der milden Witterung' mit zeitweisen Rcgenff
Den Eheleuten Adam Danz. An der Waides 3, ist es inenden Sonntag, den 12. Februar, vergönnt, in voller - perlicher Rüstigkeit und geistiger Frische das seltene sieh.> Goldenen Hochzeit zu feiern. Dem Jubelpaar, das allseitig! beliebt ist, wird es an zahlreichen Beweisen der Liebe an W Ehrentage nicht fehlen. Der Jubilar und seine Ehefrau - langjährige treue Mitglieder des evangelischen Volksoem
Vestandeue Prüfung.
Vor dein Deutschen Prüfungsausschuß für EinhsitstzstM ( Vors. : Prof. Dr. Amsel, Berlin-Lichterfelde) bestand die.: fung als Lehrer der Einheitskurzschrift Herr Willy Fulda. Die mündliche Prüfung wurde abgenommenIran Herren Oberlehrer W. Sauer, Hersfeld; Studienrat Fulda und Lehrer Ramb, Neuenberg.
Von der Stadttraftpost.
S o n ir i a g s v e r k c h r : An den Sonntagen werden ku«! regelmäßig um 15, 16, 17, 18 und 19 Uhr KraftposifalP^M Bedarfsfälle nach Kohlhaus—Bronnzell und nach Horas^ bcrzell ausgcführt werden. ...,
K r a f t p oftv e r b i n bu n g nach den Stadtl« Zu den Faftnachtsvergniigen am 11., 12., 18. und lü w (Samstag und Sonntag) werden die Kraftpostwageii v bis 20 Uhr nach den Siadtfülen durchfahren. ..
Neue KraftPostwagen : Wie wir hören, sind Fuldaer Statdkraftpost einige neue Wagen in Auftrag ? N worden. Diese, den Anforderungen des Stadtverkehrs N , die seitherigen Wagen entsprechenden Autobusse werden gefähr 4—6 Wochen in Dienst gestellt werden tönncu.
Aus dem Eerichtssanl.
D i e b ft ä b I e : Der Ehefrau A. H. von hier wurde / gelegt, im Juni 1927 in einem hiesigen Damcnputzgdlww blauen Damenhut gestohlen zu haben. In der geitrik M Handlung bestritt die Angeklagte, die Täterin gewann Das Gericht hielt sie aber auf Grund einiger ZoM sagen für überführt. Als Beweis tarn auch in »ct der Ehemann der H. einen blauen1 Damenhut verWw ^ und eine jetzt auswärts wohnende Schwester der • Aussagen in dieser Angelegenheit verweigerte. tfj, auf eine Vorstrafe erkannte bars Gericht statt einet Gefängnisstrafe von 2 Wochen auf 40 Mark Gclvsftap>^ jetzt arbeitslose verheiratete Arbeiter A. F. Halte w