M5 und Fem. I
O 2386 Autobuslinien. NaK Angaben dts 'RtlLâv^ kehrsministerjums. über den öffentlichen Krastwagc-nMr- kehr betreibt die Reichspost 1600 Linien mit 2675 Omnibussen. Die Kraftverkehrsgesellschaften, an denen die Reichsbahn beteiligt ist, lassen auf 339 Linien 780 Omnibusse laufen.
O Der verlorene Sohn. Ein Einbrecher gab naH mehreren falschen Namen im Berliner Polizeipräsidium schließlich seinen richtigen Namen an. Die mißtrauischen Beamten riefen die Eltern des Verhafteten herbei. Seine Angehörigen hatten seit zwölf Jahren nichts mehr von ibm gehört. Die Eltern erkannten aber doch in dem Mann ihren Sohn wieder. Er hatte sich im Jahre 1914 etwas zuschulden kommen lassen. Weil er Anzeige und Strafe fürchtete, verschaffte er sich neue Ausweispapiere und wurde 1911 unter falschem Namen zum Kriegsdienst ein- gezogen. Nach Berlin zurückgekehrt, führte er den fremden Namen weiter und blieb unbehelligt.
O Großfeuer in einem Bückeburger Dorf. In dem bei Bückeburg gelegenen Dorfe Wölpinghausen brach ein Großfeuer aus. Im ganzen wurden sieben Häuser ein Opfer der Flammen. Der Schaden ist sehr bedeutend. Zwei bei der Brandstelle angetroffene Arbeiter wurden wegen Verdachtes der B r a n d st i f t u n g festgenommen?
O Schwerer Unfall aus einer Grubenbahn. Im Abraumbetrieb der Grube Friedländer der Braunkohlen- und Brikettindustrie-A.-G. bei Halle ereignete sich ein folgenschwerer Zusammenstoß zweier Kohlenzüge. Die Führerstände der beiden Lokomotiven wurden vollständig zertrümmert. Dabei wurden Führer und Heizer der einen Maschine getötet, während die Bedienusgsleute der zweiten Maschine schwere Verletzungen erlitten.
O Mord und Selbstmord. Der 26 Jahr alte Hilfsarbeiter Peter Wein erschoß in Regensburg eine 36jäh- rige Arbeiterfrau. Der Täter ergriff zunächst die Flucht und erschoß sich dann selbst.
O Eine Metangasquelle in Ungarn. Die in der Nähe von Karczag durchgeführten Melangasbohrungen führten zu gutem Ergebnis. Aus 600 Meter Tiefe brachen explo- stonsarlig Melangase hervor. Die aus den Äorröhren heransströmenden Gase stürzten den 27 Meter hohen Bohr- turm um. Auf Verfügung des Finanzministeriums^ ist eine aus Geologen bestehende Sachverständigenkommission an Ort und Stelle entsandt worden.
O Ein deutscher Schleppdampfer mit Besatzung ge- surcken. Der Dampfer „Maurita", der im Tau des deutschen Schleppdampfers „Albatros" von Gibraltar nach Bergen unterwegs war, meldet, daß der „Albatros" im Orkan gesunken ist. Die ganze zehn bis zwölf Personen starke Besatzung ist umgekommen. Die „Maurita" befand sich in außerordentlich schwerer Lage, da sie kein Feuer unter den Kesseln hatte und sich nur sechs Personen an Bord befanden.
Q Festnahme von Herstellern falscher Zweimarkstücke. In Köln wurden ein Fuhrunternehmer und ein Händler festgenommen, die falsche Zweimarkstücke angefertigt und in den Verkehr gebracht haben. Das Herstellungsmaterial wurde in einem Stalle des Fuhrunternehmers voo- gefunden und beschlagnahmt. Die verausgabten Falschstücke tragen die Jahreszahl 1926 und das Münzzeichen A.
O Am Bahnübergang überfahren. Bei der Heimkehr von der großen Winterfahrt des Allgemeinen Deutschen Automobilklubs nach Bad Flinsberg wurde eines der Automobile von einem schweren Unglück betroffen. Der Wagen, de rdem Fahrradhändler Paul Busch aus Goldberg gehört und mit vier Personen besetzt war, wurde in der Nähe der Station Friedeberg an einem Bahnübergang von einem Personenzug erfaßt und ein großes Stück milgeschleift. Der Kaufmann Pusch und ein neuen ihm sitzender Herr Walter Hübner aus Kosendau (Kreis Goldberg) wurden getötet.
< O Grausiger Unfall im Walzwerk. Im Hüttenwerk Donawitz in Oberschlesien hat fick' ein gräßliches Unglück zugetragen. Der 19 Jahre alle Siegfried Haindler, der im Walzwerk beschäftigt war, geriet in die Mittelstrecke - und wurde bis zur Unkenntlichkeit ausg^walzt. Die । Untersuchung ergab, daß Haindler an dem Unfall selbst schuld war.
O Beim Überschreiten der Grenze erschaffen. Beim Versuch, die polnische Grenze an der Scharnafta zu überschreiten, wurde der 19jährige Arbeiter Höhnisch aus Za- borze von einem polnischen Grenzbeamten, dessen Aufforderung zum Stehenbleiben Höhnisch unbeachtet ließ, angeschossen. Die Verletzung war so schwer, daß Höhnisch kurze Zeit darauf verstarb.
z O Der Typhus in Duingen. Im Kreise Alfeld sind vier weitere Typhuskranke ins Gronauer Krankenhaus eingeliefert worden. Die Gesamtzahl der Typhuskranken beträgt 22. Gestorben ist bisher eine Person. Geheimrat Lentz-Berlin vom preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt begab sich nach Duingen, um an Ort und Stelle Erkundigungen einzuziehen. Es wurde festgestellt, daß die Erkrankungen leichter Art sind.
O Zwei Knaben im Eis eingebrochen und ertrunken. Ein vierzehnjähriger Knabe, der sich mit einem gleichaltrigen Kameraden auf dem Eise eines Tümpels in der Nähe der Domäne Fredeburg bei Hamburg tummelte, brach plötzlich ein und verschwand unter der Eisdecke. Bei den Bemühungen, ihn zu retten, brach auch der zweite Knabe ein und beide ertranken.
0 Eine 114 Köpfe starke Familie beerdigt die Urgroßmutter. Zum Begräbnis einer 96jährigen Frau, die in Güdingen im Saarland gestorben war, erschienen zehn 5' uder, 46 Enkel und 58 Urenkel. Das älteste der Kinder ist 74 Jahre alt.
0 Erdbeben in Messina. Aus Messina, das besonders oft von Erdbeben, heimgesucht wird, werden wieder wellenförmige Erdstöße gemeldet, und auch in den Bergpmaskei Alpen kam es zu Erderschütterungen, die einen 25 Meter langen Spalt hervorgerufen haben, der sich sofort mit Wasser füllte. Man glaubt, daß sich der See von Jseo gesenkt hat.
O Zimmereinsturz bei der Kindtaufe. In Saffi bei Rabat stürzte während einer Kindtaufe der Fußboden des Zimmers ein, in dem sich die Gäste befanden. 28 Personen wurden verletzt, darunter zehn schwer.
0 10 000 Dollar für den Südpolslug. Der bekannte Philantrop Julius Rosenwald hat dem Obersten Richard Byrd für seinen beabsichtigten Südpolflug einen Scheck über 10 000 Dollar übermittelt. Byrd war mit Amundsen in der Nähe des Nordpols und hat als dritter Flieger nach Lindbergh und Chamberlin den Atlantik überquert.
O Zum Leichensund in der Jnde. Der bei Eschweiler in der Jnde tot aufgefundene Fußballspieler Schmitz ist nicht ermordet worden, wie man zuerst annahm. Schmitz hat vielmehr den Weg allein gemacht. Der. Leichenbefund hat einwandfrei ergeben, daß der Tod durch Ertrinken eingetreten ist. Die Verletzungen sind später wahrscheinlich durch Anstoßen an Brücken und Wehren entstanden.
O Stierkampf auf offener Straße. Eine Hauptstraße in Madrid war der Schauplatz eines Stiergefechts, da zwei
Miere cmsgcbrochen waren"'und Ine Mrasie enflängräffeN. In ihrer Angst schlossen die Kaufleute ihre Läden, eine Frau wurde getötet und mehrere Personen verwundet. Ein zufällig bot verkommender Stierkämpfer verschaffte sich au xinem^Wasfenladen einen Säbel und tötete einen der Stiere auf den ersten Hieb. Der andere wurde eingefangen.
O Doppelhochzeit im Untersuchungsgefängnis. Im Untersuchungsgefängnis der Staatsanwaltschaft Budapest gab es eine Doppelhochzeit. Der eine Bräutigam war der wegen Wechselfälschung und Unterschlagung angcklagte ehemalige Bankier Ladislaus Kalmar, der zweite war ein Defraudant.
0 Eine Milliardärsbraut folgt der andern. In New- vork wird die Hochzeit zwischen Jaspar Morgan, dem Neffen des Bankiers Pierpont Morgan, mit Frau Rachel L'ttleton Vanderbilt angekündigt. Bis vor wenigen Monaten war die Braut Morgans die Frau von Cornelius Vanderbilt jun., eines Mitgliedes der anderen amerikanischen Milliardürsamilie.
Bunte Tageschronik.
Stendal. In Klecdcn wurde in der Nähe eines Schaf- stalles von einem Dorfbewohner die Leiche einer unbekannten, etwa 35jährigen ermordeten Frau aufgefnndm.
Essen. Zwei junge hiesige Tuchcrrbcitcrinnm wurden von einem Personenwagen anacfahrm und in den Straßengraben geschleudert, wobei das eine Mädchen getötet wurde. Der Kraftwagen ist unerkannt entkommen.
Dresden. Das Sächsische Oberlandeisgericht hat jetzt auf Antrag des Rechtsanwalts der Familie Bleichröder sämtliche Haftbefehle in der Kindesentführungsaffäre Bleichröder- Herschel aufgehoben.
Schlettau. In der hiesigen Kirchmkaffenverwaltting sind groß- Unterschlagungen festgcstellt worden, die sich auf 100 00O Mark belaufen sollen.
Waldenburg. In einem Schacht der Fürstensteiner Gruben wurden durch vorzeitiges Losgchen eines Sprengschusses vier Bergleute schwer verletzt.
Landau. Bei der Homburger Bäckereinkaufsgcnossenschaft unterschlug der Bäckermeister Eduard Biehl als Rechnungsführer die Summe von 30 000 Mark.
Rom. In Mailand fragt man sich vergebens, wie die dramatische Schilderung der Hinschlachtung der Nichte des Papstes nach Deutschland gelangen konnte. Diese'Nichte lebt nämlich nicht in Mailand, sondern in Rom und ist kein Fräulein, sondern eine Frau Ugolini.
Kapstadt. Bei einem Eisenbahnunglück in Fish Hoek, etwa 30 Kilometer von Kapstadt entfernt, wurden vier Eingeborene und ein Europäer getötet und einige verletzt.
Newyork. In der Nähe von Detroit gelang es 21 Zuchthäuslern, aus dem Zuchthaus zu entkommen, indem sie einen Tunnel unter die sechszöllige Zuchthausmauer gruben
Wien. Der Chef der Seidenfirma Leopold Hirschmann n. Sohn wurde wegen betrügerischen Bankrotts verhaftet. Die Passiven belaufen sich auf 10 Milliarden Kronen, denen ganz geringfügige Aktiven gegenüberstehen sollen.
Kopenhagen. Der dänische Motorschoner „Ellen" ist in der Aarhusbucht mit gewaltigen Eisschollen zusammengestoßen und gesunken. Die Mannschaft konnte sich noch im letzten Aua^-blick im Beiboot retten.
Paris. Hier sind fünf Personen infolge schlechten Sä» eßens der Gashähne durch ausströmendes Gas ums Leben gekommen.
Lissabon. Der aus Paris kommende Schnellzug ist bei Contomil entgleist. Zwei Eisenbahnangestellte wurden getötet.
Aus dem Genchtssaal.
§ Rubinsteins Sieg über Piscator. In dem Zivilprozeß, den der jetzt wegen Aktienschwindeleien oft genannte russische Bankier Dimitri Rubinstein gegen Erwin Picator angestrengt hatte, weil in dem Stück „Rasputin" seine Person auf die Bühne gebracht wird und in ehrenrühriger Weise von ihm in mehreren Szenen die Rede ist, hat jetzt das Berliner Landgericht das Urteil verkündet. Das Gericht hat dem Antrag stattgegeben, wonach der Piscator-Bühne verboten ist, ehrenrührige Bemerkungen über Rubinstein zu machen, und ihr ferner untersagt wird, die Person Rubinsteins auf die Bühne zu bringen.
^ S Todesstrafe im Mordprozeß Schwarze beantragt. Im Mordprozeß Schwarze beantragte der Staatsanwalt für den Caputber Mörder die Todesstrafe. Die beiden'medizinischen Sachverständigen hatten vorher das Borliegeu einer geistigen Erkrankung bei Schwarze verneint.
Börse und Handel.
Frankfurter Börsenbericht vom 25. Januar. Wie an den Vortagen war das Kennzeichen der heutigen Börse die fast vollkommene Geschäftslosigkeit. Eine Beteiligung des privaten Publikums blieb auch heute vollständig aus, und die Umsatz- tätigkeit litt wieder erheblich unter dem herrschenden Order- mangel, da auch die berufsmäßige Spekulation wenig Neigung zu neuen Engagements an den Tag legte. Die Stimmung war ziemlich unsicher im Zusammenhang mit der veränderten Streik- lrae in der mitteldeutschen Metallindustrie und auf den neuerlichen Beschluß der Ruhrbergarbeiter, das Arbeits- und Lohnabkommen zu kündigen. Weiterhin verstimmte es, daß in der dritten Januarwoche wieder ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen war. Daher unternahm die Baissespekulation verschiedentlich kleinere Vorstöße, sodaß bei der ersten Notierung fast durchweg neue Kursrückgänge von 1 bis 2 Prozent. festzustellen waren. Am Montanmarkt erhielt sich für Phönix, Overbedarf und Otavi Minen etwas Interesse bei behaupteten Kursen, Rheinische Braunkohlen, Rheinstahl und Stahlverein waren dagegen angeboten und je 1,5 Prozent schwächer. F E. Farben und Scheideanstalt eröffneten knapp behauptet. Elektrowerte verloren 1 bis 2 Prozent, Gesfürel waren mit minus 3 Prozent etwas stärker gedrückt. Schiffahrtswerte blieben vernachlässigt und wenig verändert. Es verstimmte, daß bei den Verhandlungen über die amerikanische Freigabeangelegenheit verschiedene Einwände erhoben worden waren. Südd. Zucker gaben 2 Prozent nach, Zellstoff Waldhof minus 1,5 Proz. Am Anleihemarkt waren Neubesitzanleihe weiter etwas gefragt. Ausländer lagen fast umsatzlos. Im weiteren Verlaufe wurde die Stimmung etwas freundlicher. Etwas lebhafteres Interesse zeigte sich jedoch nur für J. G. Farben, die 2 Prozent anzogen. Rheinstahl gewannen 1 Prozent. Am Geldmarkt machte die Erleichterung Fortschritte. Der Satz für Tagesgeld wurde auf 4,5 Prozent ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1950, gegen Pfunde 20.448, London-Kabel 4.8745, Paris 124.02, Mailand 92.10, Madrid 28.75.
Frankfurter Abendbörse vom 25. Januar. Die Abendbörse verkehrte in außerordentlich stiller und lustloser Haltung. Das Fehlen fast jeglicher Orders machte sich wieder bemerkbar. Die Erundstimmung blieb unsicher auf die bekannten Befürchtungen hinsichtlich der Geldmarktentwicklung im Zusammenhang mit einer kommenden Reichsbahnmission. Gegen den Berliner Schluß waren die Kurse im allgemeinen gut behauptet. Die Tagesspekulation nahm einige kleine Deckungskäufe vor, ,odaß sich die im heutigen Schlußverkehr besonders gedrückten Werte, wie Mannesmann und Siemens, sich etwa 1 Prozent im Kurse erholen konnten. Von Lokalwerten lagen. Sckeideanstalt im Angebot und 1,25 Prozent niedriger. Im Verlaufe blieb das Geschäft ruhig. Renten lagen fast umsatzlos. Abl.Schuld 17, Schutzgebiete 7 90, Barmer Bank 149.5, Commerzbank 176, Danatbank 238, Deutsche Bank 166, Diskonto 166, Dresdner Bank 159.75, Buderus 103, Gelsenkirchen 139Ä Harpener 190.5, Aschersleben 178.5, Westeregeln 187.5, Mannesmann 152 25, Mansfeld 120 5, Oberbedarz 104, Phönix 103.5, Rheinische Braunkohlen 238.5, Rheinstahl 172.75, Skahlverein 124.5, Äd- lerwerke 87, A. E. E. 169, Bergmann 187, Daimler 85,25,
Scheideanstalt 196, Licht it Krüst 221, $ E. Farben 268 !r„ 124, Gesfürel 270.5, Holzmann 144, Lahmeyer 168 werke 98.5, Schlickert 186, Siemens u. Halske 29o' Häffner 178, Zellstoff Aschaffenburg 179, Waldhof 257 5 â® 147.5, Nordd. Lloyd 151.25. '
Frankfurter Produktenmarkt vom 25. Januar. weiterhin stark angeboten, aber nur schwer verkäuflich P Mühlen wollen die geforderten Preise nicht anleyen sic unter Berücksichtigung der Qualität zu hoch seien der nicht allzu stark augeboten ist, findet kaum AbnL Braugerste gibt im Preise etwas nach. Hafer ist besser und befestigt. Die Stagnation in Mehl besteht weiter Kleie ist gesucht, aber kaum am Markte. Die Preise wie folgt festgesetzt: Weizen 1. 25, Weizen 2. 23 Weizen 3. 22.75—23.25, Roggen 24.50, Sommergerste 27^ Hafer inl. 23.50—24, Ma iS für Futterzwecke 21.75, Mai-' andere Zwecke 22.50, Weizenmehl 37—37.50, Noqaenmebi 35.50, Weizenkleie 14.25, Roggenkleie 15—15.25." 5 "1
Amtliche Berliner Notierungen vom 25. Januar.
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* Börsenbericht. Tendenz: Abgeschwächt. ?< Börse eröffnete in schwächerer Haltung, da die in Chikago genommene Diskonterhöhung um % Prozent zu der SW folgerung führte, daß nunmehr auch bei der Bank von Ä land und der Reichsbank für die nächste Zeit keine sctzung der Diskontraten zu erwarten sei. Tagesgeld L mit 4—6 und Monalsgeld mit 7,5—8,5 Prozent genau Im weiteren Verlauf war die Haltung der Börse uncinb lich, aber überwiegend schwächer. Eine Sonderbewem hatten Hohenlohe zu verzeichnen, die einen Kurs von ■ Prozent nach 102,50 Prozent erreichten. Farben waren« 169,25 Prozent gut behauptet. ' »I
^ Devisenbörse. Dollar 4,19—4,20; engl. Pf«. 20,42—20,46; holl. Gulden 169,01—169,35; Danz. H bis 81,85; franz. Frank 16,46—16,50; schweiz. 80,72 6 dl 80,88; Belg. 58,36-58,48; Italien 22,19-22,23; schy U Krone 112,49-112,71; dän. 112,25—112,47; norm, 1 111,46—111,68; tschech. 12,42—12,44; österr. Schillii 59,07—59,19; p 0 l n. Zloty (nichtamtlich) 4 6,98—47,18: 5 gentinien 1,792—1,796; Spanien 71,13—71,27. M
* Produktenbörse. Warme Temperatur und Regen in den Schiffahrtsverhältnissen weiter manches gebessert, â allgemein sind die Flüsse und Kanäle noch keineswegs zumal eine größere Zahl von Schleusen noch geschlâ bleiben. Die Preise für inländischen Weizen zur proi»® Abladung sind durchschnittlich eine Mark im Preise ermöÄ und von den jetzt herankomnienden früher gekauften kW landspartien wird manches ausgeboten. Überseeische OsskW bleiben am Markt. Es besteht wohl auch einiges IntmR. aber die Gebote der Käufer stimmen mit den ForderuM, wenig überein. Im Zeitgeschäft stellten sich die Kurse etlÄ niedriger. Roggen ist in den Provinzen mehr offeriert, W meist in leichten Qualitäten, hier ist das Angebot mäHW' etwas billiger als gestern. Im handelsrechtlichen Liefernâ markt stellten sich die Preise bei ruhigem Verkehr und bei M überwiegenden Zahl der Verkäufer wieder billiger, wobeiM März besser als spätere Sichten behauptete. Gerste in Ware knapp, in Jndustriegerste etwas mehr begehrt. für den Export weiter gesucht, der Konsum kauft auch, vorsichtig. Mais in den Cifpreisen gehalten, hier fetir ■ über den Absatz von Weizenmehl wird weiter geklagt, mehl ruhig. *
Genetde und Olfaaten per 1000 Kilogramm, sonst p« 100 Kilogramm tn Reichsmark
25. 1.
24. 1.
25. L
24.1
Weiz., märt
233-236
233-236
WetzkI s Brl
15,2
15,0
pommersck
—
Nogkl f Brl
15,2
15,0
Rogg. märt
235-238
235-238
Raps
345-350
pommersch.
Leinsaat
—
westpreuß
Vikt -Erbsen
50-56
6056
Braugerste
220-270
220-270
kl Speiseerb
32-35
32-35
Funergkiste
——
—
Fultererhsm
21-22
21-22
Haier, mârk
202-213
201-212
Pelusckken
20-21
20-21
pommersch.
——
Ackerböhnen -
westpreuß.
——
Wicken
21-24
21J
Weizenmehl
Lupln.. blaue
14,014,1
14,010
P 100 kg fr
Lupin. gelbe
15,7-16,1
15,
Bin br ins!
Seradella
21,0-25,0
21,03
Sack (feinst.
Rapskucken
19,9-20,1
Mrk ü Not
29,7-33,7
30,0-34,0
Leinkuchen
22,0-22,2
22,141
Roggenmehl
Trockensckyl
12,3-12.5
12,311
p 100 kg fr.
Sova-Sckrot
22,0-22,4
21,6-211
Berlin br
$orfmL30/7(
—
infl Sack
30,7-33,5
31,0-33,7
KartoNekslck
23,6-23,9
23,5-d
* Schlachtviehmarkt. Austrieb: 1315 Rinder, do»M 215 Ochsen, 353 Bullen, 747 Kühe und Färsen, 2450 3307 Schafe, '16 078 Schweine, zum Schlachthos direst M letztem Viehmarkt 2609, 939 Auslandsschweine. VerlachM Rindern in guter Ware glatt, sonst ruhig, bei Kälber«, EM und Schweinen ruhig. Preise: Ochsen a) VollMM ausgemästete höchsten Schlachtwerts —, b) fönte ■ fleischige 53—57, c) fleischige 47—51, d) gering genG' M bis 45; Bullen a) 55—57, b) 51—53, c) 48—50, d) Kühe a) 45—46, b) 32—42, .c) 25—29, d) 20—22; FärM ' M bis 57, b) 48—53, c) 42—46; Fresser 38—48; Kälber (» b) 78-85, c) 60-75, d) 46-55; Schafe a) 50-55, b)/M c) 25—35; Schweine a) —, b) 54, c) 52—53, d) 50-41 bis 48; Saum 46—49. M
* Schweinemarkt. Auftrieb: 561 Schweine, 537 F it Marktverkauf: Sehr langsam,. Preise gedrückt. Es wuroKM zahlt im Engroshandel pro Stück für Lüuferschweme, M Monate alt 43—56, dto., 4-6 Monate alt 30—44, Pâ M Monate alt 21—30, Ferkel, 8—12 Wochen alt 13—M
6—8 Wochen alt 10—13 Mqrk
Bücherschau. 1
Eine Empfehlung an Schulen und Volksbüchereien! Kosmos, die Gesellschaft der Naturfreunde, begeht m . M Jahre ihr 25jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlaß vcstM er kostenlos 15 000 Kosmosbändchen an bedürftige meinden und Volksbüchereien, um damit der Verbreite» naturwissenschaftlichen Gedankens zu dienen. Der VerlGM sämtliche Derpackungs- und Portospesen, und den W| erwachsen keinerlei Unkosten. Anträge sistd an Abt. M Kosmos, der Gesellschaft der Naturfteunde, Stuttgart, I M stratze 5, zu richten. — Ueber den Wert der Geschenke M man nicht lange im Unklaren, wenn man die Reihe M aibeiter durchgeht, unter denen sich Kapazitäten ersten -..W besmden. Es sei hier nur der Erfinder der Kohlenverftub.M Friedrich Bergius, genannt. Schulen und Volksbüchsrele M dieses uneigennützige Geschen'kangebot, das mit unlauter M trrebssystemen nicht gemein hat, nur bestens empfoylen ■
«Der Kreis um das Kind". Diese jetzt in den drittens
tretende illustrierte Halbmonatsschrift für Eltern«» ^,1 Schule bringt in ihrem entzückend ausgeftatteten M eine Reihe für die Eltern sehr wichtiger Aufsätze wie K . • Oberarzt Dr. Berndt Götz über „Das Spielzeug und M beutung für die seelische Entwicklung des Kindes , Heimat ‘ von Carl Rase, einen Artikel von dem -Berlin 1 schulurzt Dr. H. Franzmeyer über die „Diphterie ul®'«« treusorgenden Vätern und Müttern wird besonders die e W stunde" dieser schönen und billigen illustrierten lammen sein, während für die Schuljugend selbst ’KvVft™ ausgestatteteri und illustrierten Beilage „Der Kin^ eine eigene Zeitung mit viel Liebe und Sorgsau » wurde, auf die die Kinder gewiß alle 14 Tage feinte ten werden. Der vierteljährliche Bezugspreis uiu ^M band beträgt nur 2.60 Mark. Der Verlag „Der Kstu ^M Kind" Berlin SW. 68, Alte Jakobstraße 156/157, V kostenlos großen Prospekt an jedermann.
Le Traducteur, französisch-deutsches Spruchlehr- nn K
haltungsblatt.
Allen, die bereits Vorkenntnisse in der französisch^^ * besitzen, ihr Wissen aber auf unterhaltsame und dende Weise vervollkommnen wollen, wird die n ■ großem Nutzen sein.
Probenummer kostenlos durch den Verlag des „ teur" in La Chaux-dc-Fonds (Schweiz).