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Kleine Zeitung für eilige £efer

* Für die Begnadigung der bei den Femeprozessen Ver- urteilren tritt die »Nationale Rothilfe" in einer Eingabe an den Reichspräsidenten von Hindenburg ein.

* Die Führer derGrünen Front" trugen dem Reichsprä­sidenten ihre Bedenken Tr die t'gge der Landwirtschaft, be­sonders mit Bezug auf die schwebenden deutsch-Polnischen Handelsvertragsverbandlungen, vor.

* Die Bank für Deutsche Beamte in Berlin hat ihre Zahlungen eingestellt.

* In den Bereinigten Staaten ist der Schiedsrichter für die deutsch-amerikanischen Verhandlungen bezüglich des be­schlagnahmten deutschen Eigentums, Edwin Parker, ge­storben.

Scharfe Opposition der englischen Bergarbeiter gegen die Regierungsvorschläge.

London, 1. Nov. Die Blätter berichten, daß die Führer der Bergarbeiter von den Vorschlägen des Kabinetts zur Reorganisierung der Kohlenindustrie unbefriedigt sind, und daß die gestrigen Verhandlungen die Lage nicht gefördert hät­ten. Das offizielle Organ des Bergarbeiterverbandes,Miner" schreibt: Um ihrer eigenen Sicherheit willen muß die Regie­rung dafür sorgen, daß die versprochene Verminderung der Arbeitsstunden zumindest nicht mit einer Herabsetzung der Löhne verknüpft wird. Wir treiben geradeaus einer Krise im Dezember entgegen. Wenn die Regierung beiseite steht und den Grubenbesitzern gestattet, uns einen Kampf aufzuzwingen, so bedeutet dies einen Verrat an den Bergarbeitern, eine Gefähr­dung aller Aussichten auf Erholung der Industrie und die Ent­fachung einer politischen Krise.

Zahlungsunfähigkeit der Sank für SeuMe Seamie.

Die Sorge um die Gehaltszahlungen.

Die BanksürTcutsche Beamte in Berlin hat ihre Zahlungen eingestellt und ihre Kassen geschloffen. Diese Insolvenz wirkte sich für eine grosse Anzahl kleinerer und mittlerer Beamten um so tragischer aus, als die Be­hörden die Gehälter der Beamten, soweit sie Genossen der Bank waren, an diese Bank überwies.

Als die Beamten am Ultimo bei ihrer Bankstelle ihr Geld abhcbcn wollten, fanden sie die Schalter ge­schlossen. Natürlich war die Aufregung sehr groß und es kam zu stürmischen Ansammlungen, so daß teilweise die Polizei eingreisen mußte. Von Beamten der Bank wurde die Erklärung abgegeben, daß es sich nur um eine Z a b l u n g s st o ck u n g" handele, die durch eine Kredit­sperre. die von der zweiten deutschen Beamtenbank, der Deutschen Beamten Zentralbank", Hervor- gerusen wurde. Woraus die Zahlungseinstellung tat­sächlich zurückzuführen ist, werden die behördlichen Unter­suchungen, die zurzeit geführt werden, ergeben.

Es ist noch darauf hinzuweisen, daß die Beamten- Verbände mit dieser Bank nicht in Verbindung stehen, weder der Teutsche Beamtenbund noch der Teutsche Beamtenwirtschaftsbund und der Revisionsverband der Beamtengenossenfchaftcn. Die Bank für Deutsche Beamte arbeitete vielmehr aus privater genossenschaftlicher Grund­lage, Beamte gehören ihrer Leitung nur als Einzel­personen an. Das Stammkapital der Bank beträgt etwa 600 000 Mark, die Haftsumme etwa fünf bis sechs Mil­lionen.

Oderdürgermeifier Söß in Bremen.

Ein peinlicher Zwischenfall.

Oberbürgermeister Böß, der in Bremerhaven an Land gegangen ist, hat es in äußerst höflicher, aber bestimmter Form a b g e l e h n t, der Presse schon jetzt eine Erklärung abzugeben. Bürgermeister Scholz, der derBremen" enk- gegengesahren war, erklärte, er habe dem Oberbürger­meister die Sklarek-Akten vorgelegt, die dieser bis zur Landung in Ruhe durchgelesen habe. Bürgermeister Scholz hofft, wie er weiter erklärte, noch rechtzeitig auf dem Bahnweg nach Berlin gelangen und zu? Berliner Stadtverordnetensitzung kommen zu können. Aus das für ihn bereitgestellte Flugzeug hat er verzichtet.

Bei der Landung ereignete sich ein Zwischenfall. In ^em Augenblick, als der Dampfer festmachte, ließen junge Leute vom Fenster des Hafenrestaurants auf dem Pier eine vier Meter lange und zwei Meter breite Fahne heraus, auf der in großen roten Buchstaben neben dem Bilde eines Pelzmantels zu lesen stand:Tklarek-Pelz- mantel! Früher 4000 Mark, jetzt 400 Mark. Pelzmäntel für Herrn Böß immer nur 400 Mark!"

Oberbürgermeister Vöh wieder in Berlin.

Berlin, 31. Okt. Ter Oberbürgermeister Böß und seine Gattin trafen heute abend gegen 21)4 Uhr im Sonderzug des Norddeutschen Lloyd auf dem Bahnhof Zoologischer Garten ein und wurden hier von ihren beiden Söhnen empfangen. Außer­dem war zahlreiches Publikum sowohl auf dem Bahnsteig wie vor dem Bahnhof erschienen, obgleich Stunde und Ort der An­kunft geheimgehalten worden waren. Als der Oberbürger­meister erschien, wurde er mit grellen Pfiffen und lauten Zu- -rufen empfangen. Durch einen Seitenausgang geleiteten ihn Bahnbeamte hinaus, worauf er in einem Auto nach seiner Wohnung fuhr.

Das neue Landwirtschastskammergeseh Preußens.

" Arbeitnehmer in der Kammer.

Dem Preußischen Staatsrat ist der Entwurf zu einem neuen Landwirtschaftskammergesetz zugegangen. Aus dem außerordentlich wichtigen Entwurf wird folgendes bekanntgegeben:

Als wichtigste Änderung, die den weiteren Ausbau der Berufsvertretung bezweckt, sieht der Entwurf die Ein­beziehung der landwirtschaftlichen Arbeitnehmer in die Landwirtschaftskammern vor.

Für das Maß der Beteiligung der Arbeitnehmer, zu denen auch die mitarbeitenden Familienangehö­rigen rechnen, stellt der Entwurf den Grundsatz auf, daß ein Drittel der Sitze in den Kammern den Arbeit­nehmern zufallen soll, während den Betriebsinhabern zwei Drittel der Sitze verbleiben. Durch Satzungsbestim­mung soll indes das Anteilsverhältnis abweichend, ge­regelt werden können, wenn die Zahl der aus die Vetriebs- inhaber einerseits und die Arbeitnehmer andererseits ent­fallenden Berufsangehörigen erheblich von dem Durch­schnitt für das Staatsgebiet abweicht.

Der Aufmarsch zu den Wahlen.

Wahlvorschläge zum Kommunallandtag wurden außer den bereits gemeldeten Vorschlagslisten noch folgende Listen ausgestellt:

Kennwort: Deutsche Demokratische Partei.

1. Döbrich, Max. Tapeziermeister zu Hanan, Hauptstr. 25.

2. Stetefeld, Georg Bürgermeister zu Wächtersbach, Kreis Gelnhausen.

3. Büttner, R u d o l f, Dr., R e ch t s a n w a l t zu Fulda.

4. Basermann, Nikolaus, Maler- und Weißbindermeifter zu Schlüchtern.

5. Schäfer, Martin, Lehrer zn Gondsroth, Kreis Gelnhausen.

6. Schneider, Klaus, Katasterdirektor zu Hünfeld.

7. Fischer, Daniel, Oberpostschaffner a. D. zu Windecken, Kreis Hanau.

8. Kürle, Karl, Fabrikant zu Gelnhausen, Langgasse 27.

9. Fucker, V. Heinrich, Landwirt zu Langendiebach, Kr. Hanau.

Kennwort: Christlicher Volksdienst.

1. Riebeling, Magnus, Pfarrer zu Kassel, Große Rosenstr. 5.

2. Kaiser, Otto, Landesinspektor zu Kassel-Wilhelmshöhe, Westfalenstr. 4.

3. Groß, Joh. Gustav, Direktor zu Kassel, Hohenzollernstr. 44.

4. Wilhelm. Heinrich, Landwirt zu Werkel, Fritzlar-Land.

5. Löber, Marlin, Kaufmann zu Hofgeismar.

6. Jourdan, Gottlob, Bundesgauwart zu Kassel-B., Senzen- steinstr. 6.

7. Seiler, Heinrich, Jugendsekrctür zu Kassel, Grüner-Weg 28.

8. Fröde, Carl, Maurermeister zu Mühlhausen, Post Homberg.

9. Kepper, August, Landwirt zu Wohlfhagen.

Kennwort: Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartel).

1. Erbe, Karl, Kaufmann zu Hanau M., Bruchköbelerland­straße 7.

2. Pauly, Karl, Drogerie besitzet: zu Fulda, Frankfurter ftr.

3. Wißler, Franz, Ingenieur zu Fulda, Lin­de n st r. 35.

4. Schang, Carl, Dachdeckermeister zu Hanau M., Sandel­damm 10.

Bier Wahlvorschläge zur Kreistagswahl.

Der Wahlausschuß für die bevorstehenden Kreislagswahlen im Landkreis Fulda hat in seiner Sitzung am 31. Oktober die eingegangenen Wahlvorschläge geprüft und alle vier Wahlvor­schläge zugelassen. Die Wahlvorschläge enthalten folgende Namen:

I. Wahlvorschlag mit dem KennwortHessische Arbeits­gemeinschaft".

1. Andreas Brunstein, Dr., Gutsbesitzer, Gut Margretenhaun.

2. Willi Würz. Kaufmann, Bad Salzschlirf, Bahnhofstr. 146.

3. Adolf Harnier, Gutsbesitzer, Künzell, Gut.

II. Wahlvorschlag mit dem KennwortSozialdemokratische Partei Deutschland" S.P.D.

1. Gustav Auth, Eewerkschastssekretär, Niederkaibach.

2. Damian Jahn, Maurer, Neuhof-Opperz Nr. 5%.

3. August Burkard, Bezirksleiter der Kriegsbeschädigten in Neuhof-Ellers Nr. 125.

4. Kurt Lindner, Schreinermeister, Künzeller Höhe Nr. 55.

5. Wilhelni Diel, Hüttner, Mittelkalbach.

6. Martin Herzig, Polier, Petersberg.

7. Hugo Jöckel, Eisenhobler, Eichenzell.

8. Leo Atzert, Maurer, Flieden.

9. Josef Atzert, Maurer, Rommerz.

10. Leo Volkmar, Schlosser. Vachrain Nr. 84.

11. Josef Heil, Schmied, Rückers.

12. Wilhelm Hillenbrand 2., Arbeiter, Rothemann Nr. 46.

13. August Jahn, Steinfpalter, Schweben Nr. 6%.

III. Wahlvorschlag mit dem KennwortZentrumspartei".

1. Otto Sondergeld, Land- und Gastwirt, Hofbieber.

2. Fritz Schönherr, Maurer, Großenlüder.

3. Karl Schum, Schneidermeister, Dietershausen.

4. Robert Vögel, Hauptlehrer, Künzell.

5. Karl Kramer, Landwirt, Flieden.

6. Ferdinand Hillenbrand, Arbeiter, Pilgerzell.

7. Albert Pütz, Bürgermeister, Bad Salzschlirf.

8. Josef Medler, Landwirt, Rodges.

9. Adolf Kreß, Malergehilfe, Neuhof.

10. Josef Hartung, Schuhmachermeister und Bürgermeister, Hosenfeld.

11. Klemens Bott, Landwirt und Bürgermeister, Margreten­haun.

12. Adalbert Axt, Vahnarbeiter, Petersberg Nr. 109%.

13. Philipp Appel, Landwirt und Bürgermeister, Blankenau.

14. Alois Hohmann, Metallarbeiter, Horas.

15. Dr. Wilhelm Ensgraber, Syndikus, Künzell.

16. Joses Vogel, Landwirt, Zirkenbach.

17. Johann Sippel, Maurer, Uffhausen.

18. Hermann Schmitt, Land- und Gastwirt, Eichenau.

19. Wilhelm Heil, Eisenbahn-Werkführer-Anwärter, Künzell.

20. Ferdinand Graner, Metzgermeister, Eichenzell.

21. Anton Abel, Landwirt und Bürgermeister, Marbach.

22. Joses Bub, Landwirt, Niederkalbach.

23. Leopold Krah, Maurer, Flieden Nr. 98.

24. Leopold Leinweber, Landwirt und Bürgermeister, Haus­wurz.

25. Anton Seuring, Landwirt und Bürgermeister, Wisselsrod.

26. Karl Becker, Landwirt, Bad Salzschlirf.

27. August Jahn, Arbeiter, Steinau.

28. Ferdinand Deigmüller, Hüttner, Kerzell.

29. August Hillenbrand, Landwirt, Jossa.

30. Johann Och, Bahnarbeiter, Bachrain.

Ein Denkmal für Gchlageier.

»Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen."

In der Grube der Golzheimer Heide, an der Stelle, wo Albert Leo Schlageter den Heldentod erlitt, soll das Schlageter-Ehrenmal erstehen. Das Ehrenmal soll eine Gedenkstätte für Albert Leo Schlageter und seinen Helden­tod sein. Einmal soll das Stück Erdboden, das damals vom Blute des Helden getränkt wurde, für alle Zukunft in würdiger Weise seinem Andenken erhalten werden. Hier soll der Kernpunkt der Anlage sein; darüber hinaus soll in die Landschaft hinein noch emporragen ein sinn-' volles Zeichen des Gedenkens an das heldenhafte Sterben eines deutschen Herzens. Über dem Gedenkraum wird sich .^in Sarkophag erheben, der auf der einen Längsseite wen Spruch tragen soll:Deutschland muß leben, und wenn wir sterben müssen." Die andere Seite wird den Namen Albert Leo Schlageter in goldenen Lettern tragen.

Dampfer-Zusammenstotz auf dem

Michigan-See.

33 Todesopfer.

Milwaukee, 31. Okt. Auf dem Michigan-See sind die bei­den FrachtdampferMarquette" undSenator von Micholson" 20 Meilen vom Fort Washington (Wisconsin) entfernt zusam- mengestohen. DerSenator" ist innerhalb 10 Minuten unter­gegangen; wie gemeldet wird, sind 33 Personen ums Leben gekommen und nur zwei gerettet worden. Der Dampfer Marquette" wurde schwer beschädigt.

31. Wilhelm Kreß, Maurer, Rückers.

32. Ferdinand Jahn, Arbeiter, Eiesel.

33. Paul Medler, Cchreinermeister, Petersberg.

34. Emil Kramer, Land- und Gastwirt, Rothemann.

35. Josef Müller, Arbeiter, Niederkalbach.

36. Karl Ranft, Arbeiter, Döngesmühle-Flieden.

X. Wahlvorschlag mit dem KennwortChristlich-soziale Reichspartei".

1. Arthur Vrosge, Polsterer, Bachrain Nr. 6.

2. Aloys Derbort, Arbeiter, Petersberg, Heckenstr. 32.

3. August Kremer, Arbeiter, Dirlos.

4. Egid Knapp, Tapezierer, Horas.

5. Wilhelm Hofmann, Fabrikarbeiter, Flieden Nr. 60.

6. Leonhard Oestreich, Maurer, Bachrain Nr. 6.

7. Valentin Hack, Fabrikarbeiter, Flieden Nr. 37.

8. Gustav Bücher, Arbeiter, Vachrain.

Wahlvorschläge zur Fuldaer Stadt- verordneèenWahl.

ist aus Mieterkreisen unter dein KennwortMieterpartei" fol­gende Wahlvorschlagsliste an das Wahlamt eingereicht werben:

1. Willms, Johannes, Dr. phil. Studienrat, Bosestraße 5.

2. Ebert, Justus, Verwaltungs-Angestellter, Frankfurterstr. 25.

3. Heumüller, Wendelin, Schneidermeister, Heinrichstr. 15.

4. Sander, Heinrich, Privatier, Schildeckstr. 25.

5. Glotzbach, Karl, Hilfsbetriebsasststent, Karlstr. 13.

6. Kratz, Wilhelm, Vorschlosser a. B., Schweinemarkt 10.

7. Claus, Georg, Geschäftsführer des Mietervereins, Leipziger- straße 38.

8. Weber, Ludwig, Tischler a. B., Rhönstraße 4.

9. Müller, Oscar, Fabrikschlosser, Severiberg 4.

10. Obst, Hugo, Kaufmännischer Angestellter, Rangstraße 7.

11. Rickert, August, Malermeister, Kapuzinerstraße 23.

12. Perlich, August, Oberpostsekretär, Kurfürstenstraße 18.

13. Scholz, Karl, Gewerbetreibender, Bahnhofstraße 27.

14. Siymiel, Friedrich, Schutzmann-Wachtmeister a. D., Left- zigerstraße 19.

15. Gaebler, Hermann, Werkmeister, Rangstraße 7.

16. Leibold, Reinhold, Ingenieur, Schloßstraße 12.

Die Liste derBürgerpartei der Stabt Fulda" weist fol« gende Kandidaten auf:

1. Wißler, Ingenieur, Beigeordneter, Lindenstraße 35.

2. Fuchs, Malermeister, Nikolausstraße 5.

3. Pauly, Drogeriebesitzer, Frankfurterstraße 15.

4. Hofmann, Bautechniker, Brauhausstraße 14.

5. Richter, Friseurmeister, Ritteigasse 4.

6. E. Bellinger, Fabrikdirektor, Sturmiusstraße 12.

7. Stein, Ingenieur, Rhabanusstraße 30.

8. Bosold, Oberstraßenmeister, Horaserweg 24.

9. H. N. Müller, Kaufmann, Bosestraße 4.

10. König, Schlossermeister u. Ingenieur, Wiesenmühle 22.

11. Marzin, Restaurateur, Bonifatiusplatz 2.

12. Eottesbühren, Architekt, Marktstraße 24.

13. Niebling, Oberpostschaffner a. D., Heinrichstraße 53.

14. Kollmann, Maurermeister, Am Schützenhaus 11.

15. Vrockmeier, Vorgießer a. D., Wäldschlößchen 55.

16. Walter, Architekt, Leipzigerstraße 40.

17. Wehner, Oberfärbermeister, Gartenstraße 18.

18. Becker, Elektromeister, Schweinemarkt 4.

19. Eucker, Naturheilkundiger, Rhönstraße 5.

20. Lüderitz, Schneidermeister, Rittergasse 11.

21. Henkel, Bürogehilfe, Niesigerstraße 48.

22. Frantz, Friseurmeister, Leipzigerstraße 64.

23. Berkel, Kaufmann, Buttermarkt 11-13.

24. Fleischmann, Schlossermeister, Schweinemarkt 12.

25. Wagner, W. Bäckermeister, Leipzigerstraße.

Die Liste derDemokratischen Partei" wird von folgenben Spitzenkandidaten geführt:

1. Rechtsanwalt Dr. Rudolf Büttner, Niesigerstraße 21,

2. Kaufmann Moritz Nußbaum, Heinrichstraße 31.

3. Krankenkontrolleür, Edmund Rühl, Am Wäldschlößchen 30.

Für die Sozialdemokratische Partei kandidieren: Schlosser Heinrich Zellhahn, Sattler Jos. Kind, Werkmeister W. Klein- günther, Kaufmann Katzenstein.

*

Die Kandidatenliste des Zentrums enthält folgende Namen:

1. Weingroßhändler Eduard Schmitt, 2. Domkapitular Prof. Dr. Thielemann, 3. Metzgermeister und Gastwirt Ferd. Schmitt, 4. Rechtsanwalt und Notar Richard Schultheis, 5. Küfer Lud­wig Diegelmann, 6. Lehrer Karl Taubel, 7. Fabrikant Magnus Keil, 8. Angestellter Otto Heidt, 9. Ehefrau Berta Nüchter, 10. Bäckermeister Aloys Pfeiffer, 11. "Bankvorstand Franz Enders, 12. Oberlokomotivsührer Wilhelm Weißmüller, 13.. Kaufmann Walter Plappert, 14. Schlossermeister Joseph Rup­pel, 15. Postschaffner Wilhelm Schönherr, 16. Eewerrschafts- sekretär Karl Schmitt, 17. Fabrikant M. Richard Schmitt, 18. Studienrat Dr. Hohmann, 19. Metzgermeister Karl Sunkel, 20. Glaser Ferdinand Latsch, 21. Bäckermeisters-Ehefrau Josephine Auguste Rupperti, 22. Prokurist Emil Hagedorn, 23. Maurer­meister Sturmius Grosch, 24. Spediteur P. Schulte, 25. Kaufm. Ad. Wiegand, 26. Schriftleiter Dr. Kramer, 27. Lehrer Wil­helm Becker, 28. Gewerkschaftssekretär Peter Steinbeck, 29. Pri­vatin Fanny Schmitt, 30. Angestellter Joseph Ernst, 31. Zim­mermann Konrad Storch, 32. Reichsbahnbeamter i. R. Karl Göller, 33. Kaufmann und Buchbindermeister Andreas Lange, 34. Schlosser Joseph Larbig, 35. Lehrerin Josephine Kramer,

36. Bürogehilfe August Iahn, 37. Vorarbeiter August Dehler,

38. Witwe Emilie Aßmann.

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Das Volksbegehren in Kassel.

An den beiden letzten Tagen der Einzeichnungssrist für das Volksbegehren herrschte in den Eintragungslokâlen zeitweise ein lebhafter Betrieb. Von den 123 000 Wahlberechtigten ha­ben sich nur 4 831 oder 3,9 Prozent eingetragen.

Im Landkreis Fulda 0,17 %.

Von 26 370 Wahlberechtigten trugen sich im Landkreise Fulda 45 Personen in die in allen Gemeinden aufliegenden Listen ein. Die meisten Gemeinden konnten die ihnen zugeschickten Listen sogar einsenden ohne daß ein einziger Name auf ihnen stand. Wir veröffentlichen die Ergebnisse von den Orten, wo sich Einwohner in die Listen eingetragen haben.

Dietershan 3 Personen

Dirlos 2 Personen

Giesel 2 Personen

Großenlüder 1 Person

Höf und Haid 1 Person

Hosbieber 2 Personen

Horas 5 Personen

Jossa 1 Person

Keulos 2 Personen

Künzell 5 Personen

Langenbieber 7 Personen

Marbach 1 Person

Neuenberg 1 Person

Neuhof 6 Personen

Petersberg 3 Personen

Pilgerzell 2 Personen

Zirkenbach 1 Person.

Anders sieht das Bild im Kreis Gersfeld aus. Für das Volksbegehren haben sich im Kreis Gersfeld 1 088 Porsâ eingetragen bei 13 041 Stimmberechtigten. Zum âraicui muß man die Tatsache beachten, daß im Stadtkreis und t^an - kreis Fulda mit zusammen über 40 000 Wahlberechtigten p ' noch keine 200 Personen eingetragen haben.