Kul-aer Anzeiger I Julia / Statt 2
^ 235 Montag, 7. Oktober 1929
P Mische Rundschau.
Deutsches Reich.
Die Deutsche Ncichspost im Jahre 1928.
Die Deutsche Neichspost veröffentlicht ihren Geschäftsbericht über das Rechnungsjahr 1928 (1. April 1928 bis 31 März 1929). In dem Bericht wird das Fortschreiten der Rationalisierung bei der Deutschen Reichspost be- bandelt und Aufschluß über die Entwicklung des Be- schaffungswesens, des Gesamtverkehrs, des Kraftfahrwesens, zumal der Landkraftposten, des Luftpostnetze^ «nd des Luftpostverkehrs, des Postscheck- und des Fern-- fvrechverkehrs sowie des Funkwesens gegeben. Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, sind in dem Berichtsjahre bei der Deutschen Reichspost etwas über 2,2 Milliarden Mark eingenommen worden. Der Gewinn be- träat 235,86 Millionen Mark, wovon 120 Millionen Mark an das Reich abgeführt, 115,86 Millionen Mark für Neuanlagen verwandt worden sind.
Reichstagsabgeordneter Dr. Scholz operiert.
Reichsminister a. D. Dr. Scholz, der Erste Vor- sitzende der volksparteilichen Reichstagsfraktion, mußte sich einer Operation unterziehen. Die Deutsche Volkspartei, deren erster Führer Dr. Stresemann soeben zu Grabe getragen wurde, wurde durch die neue Hiobpost in erneute Besorgnis versetzt. Die Ärzte, welche die Darmoperation bei Dr. Scholz vollzogen haben, geben aber Hoffnung auf baldige und völlige Herstellung.
Frankreich.
Der Finanzminister droht mit Rücktritt.
Zwischen dem Finanzausschuß der Französischen Kammer und dem Finanzminister sind wegen des Budgets für 1930 ernste Zwistigkeiten entstanden. Der Finanzausschuß hat an der Regierungsvorlage derartige Änderungen vorgenommen, daß der Budgetvoranschlag ein Defizit von rund einer halben Milliarde aufweist. Finanzminister Chöron erklärte, daß diese Maßregeln eine ernste Bedrohung der von Poincars durchgeführten Konsolidierung der budgetären und finanziellen Lage darstellten. Er wolle lieber auf sein Amt verzichten, als für derartige Maßregeln die Verantwortung übernehmen.
Großbritannien.
Gesetzesvorlage zum Achtstundentag.
Der englische parlamentarische Staatssekretär des Arbeitsministeriums, Lawson, hat dem Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamts in Genf mitgeteilt, daß in England die Gesetzesvorlage zur Ratifizierung des Washingtoner Abkommens über den Achtstundentag in Vorbereitung ist und dem Unterhaus zu Beginn seiner nächsten Tagung unterbreitet wird. Wie erinnerlich, hatte die frühere englische Regierung die Ratifikation des Achtstundentagabkommens von seiner teilweisen Revision abhängig gemacht, konnte aber im Verwaltungsrat ihren Revisionsantrag trotz wiederholter Versuche nicht durchsetzen.
Aus In- und Ausland.
Berlin. Die Rcichsfachgruppe „Banken' des Deutsch- nationalen Handlungsgehilfenverbandes teilt mit, daß das Reichsarbeitsministerium die Angestelltenverbände zu einer Besprechung der Lage des B a n k g e w e r b e s für Dienstag, den 8. Oktober, geladen hat.
Berlin. In der Nacht kam es an verschiedenen Stellen der Stadt nach nationalsozialistischen Versamm - langen zu Zusammenstößen. Drei Schwerverletzte wurden dem Krankenhause zugeführt und neun Personen wurden festgenommen.
Berlin. Der Reichsparteitag der Deutsch- nationalen Volkspartei findet am Freitag, dem 22. November, in Kassel statt. Am 20. und 23. November werden Sitzungen einzelner Ausschüsse, des Parteivorstandes und der Parteivertretung abgehalten werden.
Berlin. Die aus den Stichtag des 2. Oktobers berechnete Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 138,0 gegenüber der Vorwoche unverändert.
Berlin. Zwischen Vertretern Deutschlands und Belgiens werden Verhandlungen über die Regelung von Fragen des kleinen Grenzverkehrs nächsten Dienstag in Aachen beginnen.
Dresden. Reichspräsident von Hindenburg hat dem Präsidium der Internationalen Hygieneausstellung Dresden 1930 mitteilen lasten, daß er bereit ist, den Ehrenvorstand zu übernehmen.
Helsingfors. Der finnische Staatsrat hat mit Wirkung ab 4. Oktober den Zoll für Grammophone und Grammophonteile von 25 aus 100 finnische Mark bzw. für meistbegünstigte Vertragsländer auf 43,75 finnische Mark per Kilogramm erhöht.
Buenos Aires. Der Privatsekretär des argentinischen Präsidenten Jrrigoyen ist in Buenos Aires unter geheimnisvollen Umständen ermordet aufgefunden worden, was großes politisches Aufsehen erregt hat.
Preßburg. Im Hochverratsprozeß Tuka wurde das Urteil verkündet. Der Hauptangeklagte Tuka wurde wegen Hochverrats und Spionage zu 15 Jahren, der Mitangeklagte Snaczkh zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Der Angeklagte Mach wurde freigesprochen.
Stadt des Vatikans. Der Papst will Ende November oder in der ersten Dezemberhälfte ein Konsistorium abhalten, -oei diesem Anlaß wird der Papst wahrscheinlich einige neue Kardinäle ernennen.
London. Das zwischen Henderson und Dowgalewsty unterzeichnete Abkonlmen zwischen Rußland und England ist ver- oifcutlicht worden. Es wird in Kraft treten, sobald die vollen diplomatischen Beziehungen durch die Ernennung von Botschaftern wicdcrausgenommen sind.
Jerusalem. Infolge der allgemeinen Unsicherheit ist der Ausnahmezustand in Jerusalem Wesentlich verschärft worden, um Unruhen vorzubeugen.
Politisches Attentat in Bukarest.
Schüsse aus den Innenminister.
Vor dem Gebäude deS Innenministeriums in Bukare> wurde von einem jungen Mann, der sich vor dem Hause aufgestellt hatte, ein Revolverschuß gegen das Auto des I n n e n m inisterS Alexander Vajda-Vojvoda abge- lieben, in dem außer dein Minister sein Kabinettschef saß. Die Kugel durchschlug die Scheibe der einen Tür des Autos, verfehlte aber ihr Ziel. Minister Vajda-Voj- voda und seine Kabincttschcs blieben unverletzt Der Täter wurde sofort fcftgenommen. Bei seinem Verhör erklärte er, er heiße Goldenberg und stamme aus Jassy. Rian glaubt, daß er ein Anarchist ist.
Gemeingut des deutschen Volkes.
Wahlen in der Deutschen Turnerschaft.
Bei einem Empfang des Deutschen Turntages durch den Berliner Magistrat begrüßte Bürgermeister Scholtz die E» schienenen und führte dabei aus: Von hier aus ist die deutsche Turnerei in die deutschen Lande gegangen und Gemeingut des deutschen Volkes geworden. Einen wichtigen Teil unserer Kommunalpolitik bildet die Pflege der Jugend, die Pflege der körperlichen Ertüchtigring unserer Jugend zum Heile unseres Vaterlandes. Der neugewählte Erste Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft, Oberbürgermeister a. D. Dominicus, sprach der Stadt Berlin im Namen der Turner und Turnerinnen den herzlichsten Dank für den überaus schönen Empfang in der Rcichshauplstadt aus und richtete an Die Stadtverwaltuna Berlin die Bitte, in ibrer vorbildlichen
Staatsminister a. D. Dr. DominicuS, der neue Vorsitzende der D. T.
Tätigkeit der Schaffung von Sport- und Turnplätzen für die LeibesertUchtigung der Jugend fortzufahren.
Der Veranstaltung gingen Neuwahlen voraus. Wie schon erwähnt, wurde Staatsminister a. D. Dr. Dominicus zum
M des Ritters der Themis ledesdiz begrsdes.
Eine sensationelle Pariser Kriminalqeschichte.
Die gesamte Pariser Presse bringt spaltcniangc Berichte über eine sensationelle Kriminalgeschèchtc, die sich wie ein spannender Kolporlagcromau anhört. Seit einiger Zeit hatten mehrere große Nachrichtcublätter und Privatpersonen in Paris „Die Ritter der ThemiS" unterzeichnete Schreiben erhalten, in denen unter genauer Angabe der örtlichen und der zeitlichen Umstände mitgeteilt wurde, daß in einem Wäldchen bei Versailles ein angeblicher Marquis de Champaubcrt von den Brirfschreibern lebendig begraben worden sei. Man glaubte zunächst an eine Mystifikation, bis Nachforschungen die Angaben der anonymen Schreiben bestätigten. Die gerichtsärztliche Obduktion der Leiche und auch eine Metallröhre, die aus dem Sarg hinausragte, ließen darauf schließen, daß der angebliche Marquis, der in Wirklichkeit ein mehrfach vorbestrafter Hochstapler namens Clément Passat sein soll, tatsächlich lebendig begraben wurde.
Die „Ritter der Themis" erklären, als Rächer der Menschheit und als Vollstrecker der Justiz, die jetzt in vielen Fällen versage, gehandelt zu haben. In einem ihrer Briefe heißt es: „Die französische Justiz, die nur noch ein leeres Wort ist, wird verächtlich gemacht und als lächerlich hingestellt. Deshalb hat unsere Vereinigung den Namen „Ritter der Themis" angenommen und beschlossen, einen heiligen Kreuzzug zu unternehmen unb dafür zu sorgen, daß Hochstapler und Betrüger nach Verbüßung ihrer lächerlich geringen Strafen ihre Tat sühnen, und zwar mit dem Tode. Wir haben uns gegenseitig unter Androhung des Todes für jeden Verrat geschworen, zusammenzuhalten und verschwiegen zu sein." Dann folgt die Beschreibung der Todesart des Pseudo-Marquis,
Zag- hinèer Auioban-iten.
Die Räuber im Getümmel entkommen.
Ein Raubüberfall von durchaus wildwestlichcr Art wurde in einer der verkehrsreichsten Gegenden Groß- Berlins, dicht am Charlottenburger Rathaus, ausgeführt. Mehrere Burschen fuhren in einem Auto, das sie offenbar gestohlen hatten, vor einem Schlächterladen, in dem sich zahlreiche Kunden befanden, vor. Einer von ihnen stürzte in den Laden hinein, griff in die offen stehende Ladenkasse, raffte etwa 400 Mark Papiergeld zusammen, schlug einen der Fleischcrgesellcn, der sich ihm entgegenwarf, mit der Faust zu Boden und wurde dann von seinen draußen harrenden Kumpanen in das wartende Auto hinein- gezogen.
Mit rasender Geschwindigkeit jagte nun das Auto durch die Straßen Charlottenburgs. In der außerordentlich belebten Wilmersdorfer Straße fuhr cs mitten in eine Menschenmenge, die auf die Stratzenbabn wartete, hinein. Hierbei wurden zwei Damen aus Ostpreußen, die in Berlin zu Besuch weilten, schwer verletzt. Ein Buchdrucker namens Barthel nahm in einer Amoiaxe die Verfolgung des Räuberautos vor und es gelang dem Chauffeur der Taxe, an einer Straßenkreuzung seinen Wagen quer vor ben Wagen der Banditen zu stellen. Die Räuber aber sprangen aus ihrem Auto und verschwanden in der großen Menschenmenge, die sich angcsammelt hatte. Ob- wohl sofort von einem großen Stäbe von Polizeibeainten ihre Verfolgung ausgenommen wurde, konnte man ihrer noch nicht habhaft werden.
Beispiellose Bestialität.
Eine ganze Familie ermordet.
Auf einem Bauernhof in der Gegend von Nieswicz ist eine geradezu beispiellose Mordtat verübt worden, der fünf Personen zum Opfer gefallen sind. Zwei dem Hofbesitzer feindlich gesinnte Brüder drangen in dessen Haus ein und töteten sowohl ihn selbst als auch seine Frau, seinen Sohn, seine Tochter und deren kleines Kind durch Messerstiche. Die Körper der auf so bestialische Weise ums Leben gekommenen Familienmitglieder waren mit unzähligen Wunden bedeckt. Als das Enkelkind noch Lebenszeichen von sich gab, ergriff es einer der Mörder an den Beinen und ze r s ch m e t t c r t e seinen Kopf an der Wand. Die Täter konnten verhaftet werden.
neuen Vorsitzenden der D. T. gewählt. Als erster beglückwünschte Professor Dr. Berger, der zum Ehrenmitglied der D. T. ernannt worden war, den neuen Vositzenden. Bor! r ivar Steding einstimmig durch Zuruf an Stelle des verstorbenen Mar Schwarze zum Obenurnwarl, Schill wieder mm Kassenwart gewühlt worden. Männerturnwart wurde Schnei der, Fechlwarl Stassen, Schwimmwatt Bitsch, Volksturnwart Schmid, Fraunenturnwart Frl. Schröder.
Dr. Dominicus erklärte, nicht Ehrgeiz habe ihn veranlaßt, sich für das Amt zur Verfügung zu stellen, sondern der Wunsch und die Sehnsucht, in einem möglichst weiten Rahmen fern von der Politik der Parteien für das Wohl unseres Vaterlandes etwas tun zu dürfen, und da gebe es für ihn keine Arbeit in irgendeinem anderen Verbände, die ihm mehr am Herzen läge und von der er mehr erhoffe im Jntcrsse der Arbeit für das deutsche Volk, als die in der Teutschen Turner schaft.
Dr. Alexander Dominicus ist am 19. April 1873 in Straßburg im Elsaß geboren. Er hat Jura studiert und auch eine Zeitlang im politischen Leben eine Rolle gespielt. Dominicus ist schon ziemlich früh zur Turnerei gekommen. Er war Mitglied der Akademischen Turnvereine in Berlin und München; er gründete auch selbst einen A. T. V. In Straßburg legier als Referendar das Turnlehrerexamen ab, als Beigeordneter der Stadt Straßburg führte er dort den Pslichuuru- unlcrrichl in allen Fortbildungsschulen ein. In seiner Tätigkeit als Oberbürgermeister von Schöneberg ließ sich Dominicus eine planmäßige Förderung des Turnwesens ganz besonders angelegen sein, der Erfolg ist allbekannt. Dominicus gehört seit 1919 dem Hauptausschuß der Deutschen Turnerschaft an, seit 1926 auch als Dritter Vorsitzender dem Vorstand Der Deutschen Turnerschaft.
Schlußsitzung des 20. Teutschen Turntages.
In nichtöffentlicher Sitzung erfolgte die Beratung des Haushaltsplanes der D. T. für 1930 und 1931, der in Einnahmen und Ausgaben mit 1 185 000 Mark abschließt und der, da die D. T. alle Unkosten durch Beiträge ihrer Mitglieder deckt, eine Kopfsteuer von 85 Pfennigen voraussetzt.
Der Haushaltsplan wurde gemäß dem Voranschlag mit geringen Änderungen angenommen. Ferner wurde beschlossen, in Leipzig einen Platz in Erbpacht zu nehmen, aus dem im Laufe der Jahre eine zweite Turnschule der T. T. erstehen soll, die vornehmlich die Ausbildung von Führern des Spieles und des Volksiurnens übernehmen soll.
Zu einer feierlichen Kundgebung gestaltete sich der Schlußakt. Dr. Dominicus wies aus die Bedeutung der Tagung und ihren Erfolg hin. Mit dem Deutschlandlied und mit einem Gut Heil aus Vaterland und Deutsche Turnerschaft wurde der 20. Teutsche Turntag geschlossen.
der, wie die Auffindung der Leiche es auch bestätigte, neb? . einer Landstraße begraben war, jedoch durch ein Gummi rohr in seinem Grabe Luft zugeführl erhielt, so daß er also wohl Hungers starb. Zum Schluß wird in dem Brief angekündigt, daß die „Ritter der Themis" weitere Bestrafungen vornehmen werden, wenn sich neue Fälle ergäben.
Der Pseudo-Marquis hatte sich zu Lebzeiten für de Beraubung von Juwelenhändlern mit Hilfe von Chloroform spezialisiert, und zwar hatte er zu diesem Zweck das Schloß Pricure gemietet und dort eine mit allem Rasfine ment eingerichtete Menschenfalle organisiert. Nach Verbüßung seiner letzten Gefängnisstrafe, die zwei McFate zurückliegt, hatte er wegen der Herausgabe seiner Vcr- brechermemoiren Verhandlungen angebahnt.
Der Vollständigkeit halber muß noch gesagt werden, daß vielfach angenommen wird, der „Marquis" sei einem von ihm selbst erdachten Reklamctrick zum Opfer gefallen: er habe sich, um für seine Verbrcchermcmoiren Reklame zu machen, von seinen Freunden lebendig begraben lassen, sei dann aber, da er nicht zur richtigen Zeit wieder aus- gegraben wurde, im Grabe erstickt.
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Zeugenaussagen in der Angelegenheit desPseudo - Marquis de Chanipaubcrt haben zur Verhaftung einer vorbestraften Persönlichkeit namens Voulognc geführt, der der Hauptbeteiligte bei der Beerdigung gewesen sein soll • Er hat bei feiner Vernehmung gestanden, den Pseudo- Marquis mit dessen Einwilligung lebendig begraben -it haben. Die ganze Angelegenheit hat sich damit als ein großer Rcklamcschwindel mit tragischem Ausgang herausgestcllt.
^ah and Fern
O 140 000 Mark Fehlbetrag in einem Tarlchnska^rn- vereitt. Im Tarlehnskassenvercin Inzell ist man großen Unregelmäßigkeiten auf die Spur gekommen. Der C: herige Rechner des Vereins, Grill, hat im Laufe der lehren Jabre etwa 95 000 Mark veruntreut. Durch raffim rt ■ Buchungsfälschungen verstand er cs, den Vorstand. die Mitglieder des Vereins und die Revisoren des Lau' Verbandes zu täuschen. Ta der Tarlehnskassenvercin n ■ i andere Einbußen erlitten hat, beläuft sich das Tefizir auz 140000 Mark. 3 '
O Eine schwere Grubcnkatastrophc ereignete sich, wie an« ÄattotoiV gemeldet wird, auf der Gieschegrube im Nickischschacht. Beim Abbau einer neuen Förderstrecke stürzte die Decke ein. Von den Kohlen wurden fünf Leute veriwuttct. Nach mehrstündigen Bergungsarbeiten kon.: i sie geborgen werden; zwei von ihnen waren jedoch b rcits tot.
0 Untersuchung zweier unaufgeklärter Todesfälle in Raxgcbict. In Reichenau an der Rax bai sich eine G rlchtskommisston mit der Untersuchung zweier unou - geflirrter Todesfälle auf der Rax beschäftigt. Es hau -it sieb, dabei um einen reichsdeutschen Rittcrautsbcü - depeu Ramen nicht genannt wird, und um den' Kau nm - Georg Fischl aus Wien. In beiden Fällen liegt W.-.- verdacht vor. Der Rittergutsbesitzer, der aus Sack' -u stammt, wurde mit einem Kopfschuß tot ausgefunden, doch stellte man fest, daß bte bei ihm Vorgefundene Pistole nicht entsichert war. Die Leiche des Kaufmannes Fischl wurde unter Umständen aufgefunden, die gleichfalls das Ver- I am Iben fremder Personen wahrscheinlich machen.
Bunte Toqeschronik
.. Aarschan. Du Polnische Telcgraphenagenlur teilt mit, daß Vic Blatiermelduiig über einen Automobilunfall dcè polnischen Minutcrs des Äußern, Zaleski, nicht zutrifst. 1
Vcrsuchsslug des neuen britischen Lust- schifjeS „R. 101 ist verschoben worden. Es wird berü ' » Das die Verzögerung nicht auf technische Schwierigkeiten zu-' ruckzusühren ici. ’ J
Osaka Wie aus Charbin gemeldet wird, landeten die seit längerer Zeit vermißten und bereits verloren geglaubten französischen Flieger Coste und Bellonle beim Dorfe Kowchiu-x in der Nähe von 2.fitfifar (Mandschurei).
„i-im,^?^^ (ficntmfb). C'itfolgc eines Schiencnbruchs ritt gleisten bei der l rticbe.it Gebar Greers Hill fünf Wagen ei' s
Zuges der Louisvillc-NashvilleKLisenbahn. 21 Personen tour« bett verletzt, darunter eine schwer.