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Zul-aer Anzeiger

Zul-a / Statt 2

Nr. 222 Samstag, 21. September 19*29

Die weiteren Plane desGras Zeppelin"

Keine neue Amerikafahrt. r

Der Luftschiffbau Zeppelin hat die Absicht, die für den Herbst geplant gewesene Amerikafahrt desGraf Zeppe­lin" aufzugeben, da noch etwa zehn Passagierfahrten in Deutschland und den angrenzenden Gebieten unter­nommen werden sollen. Im Winter will man vor allem einige Passagierfahrten nach dem Süden zum Mittelmeer unternehmen. Dazwischen hinein will man Schulfahrten durchführen, um bis zum nächsten Sommer eine zweite vollständige Besatzung ausgebildet zu haben. Das neue größere Luftschiff soll bereits bis zum Herbst nächsten Jahres fcrtiggestellt werden.

Wie vom Magistrat der Stadt Berlin mitgeteilt wird, stehi der Zeitpunkt für die Fahrt desGraf Zeppelin" nach Berlin noch nicht fest. Wie verlautet, beabsichtigt Dr. Eckener, die Rückkehr des Reichspräsiden- t e n nach Berlin abzuwarten und erst dann den Flug an­zutreten.

Erklärungen Dr. Eckeners.

Friedrichshafen, 20. Sept. (W.V.) Dr Eckener erschien heute nach mehr als einmonatiger Abwesenheit wieder in der Luftschiffwerft, die ihm zu Ehren mit Blumen und Blatt­pflanzen geschmückt war, und begrüßte seine Mannschaft.

In einer längeren Unterredung mit einigen Presievertre- tern erklärte Dr. Eckener zu dem Stande der Verhandlungen über die Einrichtung ständiger Luftschifflinien, daß nach der be­reits erfolgten Fühlungnahme mit Vertretern der Hapag in den nächsten Tagen auch Besprechungen mit anderen deutschen Jn- teressentengruppen ausgenommen würden. Eckener machte weiterhin darauf aufmerksam, daß eine seiner Aeußerungen vor Journalisten in Lakehurst über den Luftverkehr zwischen Europa und Amerika entstellt wiedergegeben worden seien. Man habe geschrieben, daß der europäische Endpunkt einer transatlantischen Verbindung wahrscheinlich in Frankreich lie­gen müsse. Demgegenüber stellte Dr. Eckener fest, daß der Ausgangspunkt einer deutsch-amerikanischen Luftfahrtlinie selbstverständlich in Deutschland zu finden sein würde. Aller­dings sei es nicht unmöglich, daß gegebenfalls auch eine Zwi- schenlandestelle in der Nähe der französischen Küste aus navi­gatorischen Gründen ausgebaut werde, die.es den Luftschiff­führern bei schlechtem Wetter über Mitteleuropa erlauben würde, die Fahrt zu unterbrechen. Die Lösung der Frage, wo in Deutschland die neue Luftschiffhafen eventuell, errichtet werde, sei gleichfalls noch zukünftigen Beratungen vorbehalten.

D. O. X. kommt nach Berlin.

Aufgrund der vor einiger Zeit von dem Berliner Stadt­baurat Dr. Adler in Friedrichshafen geführten Verhandlungen wird das 12motorige FlugbootD. O. X", das 100 Pasiagiere faßt, nach Beendigung der Probeslüge auf dem Bodensee und nach Ausprobung im Hochseegang auf der Ostsee nach Berlin kommen. Es wird auf dem Müggelsee ankern. Es sollen - über Berlin durchgeführt werden.

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Zurückziehung amerikanischer Kriegsschiffe von europäischen Stationen.

Washington, 21. Sept. Der Staatssekretär der Marine, Adams, gab bekannt, daß amerikanische Kriegsschiffe in Zu­kunft nicht mehr in europ. Gewässern stationiert werden. Die Regierung halte den Aufenthalt amerikanischer Kriegsschiffe in europäischen Gewässern für überflüssig, und habe daher das einzige noch dort stationierst gewesene Schiff, den kleinen Kreu­zerRaleigh" kürzlich zurückgerufen.

Die AußerdienststeÜung von 53 Zerstörern, deren Abwrak- kung in der letzten Woche in Aussicht genommen wurde, ist nun endgültig beschlossen worden. Die Schiffe sollen nicht durch Neubauten, sondern aus den vorhandenen Reservebeständen er­setzt werden. Die Zahl der amerikanischen Zerstörer beträgt nunmehr 262 gegenüber 184 britischen Zerstörern;

Die österreichische Verfassungsreform vor dem Ministerrat.

Wien, 20. Sept. (W.B.) Amtlich wird verlautbar: Nach Abschluß der Berichterstattung der Referenten über Verfas­sungsreform fand unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers ein mehrstündiger vollzähliger Ministerrat statt, in dem einmütig der Beschluß gefaßt wurde, in der nächsten Sitzung des Na­tionalrats eine Novelle zum Bundesverfassungsgesetz mit weit­gehenden Abänderungs- und Erweiterungsvorschlägen einzu­bringen und eine Reihe bereitstehender Vorlagen einer be­schleunigten Behandlung zuzuführen.

Vor Streeruwitz Rücktritt.

Wie nach Blättermeldungen aus Wien von christlich-sozia­ler Seite mitgeteilt wird, ist nach Wiederzusammentritt des Nationalrats mit einem Rücktritt der Regierung Streeruwitz zu rechnen. Streeruwitz wird noch die von der Regierung aus­gearbeitete Verfassungsänderung vor dem Nationalrat vertre­ten, dann aber die Durchsetzung der Vorlage auf parla­mentarischem Boden einem Anderen überlassen. Polizeipräsi­dent Schober wird als Nachfolger von Streeruwitz genannt.

Der niederösterreichische Bauernbund zur Lage. Vertrauens- kundgebung für Bundeskanzler Streeruwitzsch.

Wien, 21. Sept. Der niederösterreichische Bauernbund ist heute zu einer großen Tagung zwecks Besprechung der wirt­schaftlichen und politischen Lage zusammengetreten. Nach An­sprache des Bundeskanzlers Streeruwitzsch und anderer Führer des Bauernbundes wurde eine Resolution angenommen, in der unter Ablehnung des Klassenkampfes und Betonung der Volks­gemeinschaft ausgesprochen wird, cs fei Pflicht des Bauernbun­des, Hand in Hand mit der Heimwehr und im vollen Ver­trauen zu den legalen Sicherhcitstruppen mit allen erlaubten Mitteln den Reinigungsprozeß durchzuführen, um deip ideellen Zweck des Heimat-Schutzgedankens zum Durchbruch zu verhel­fen wird dem bodenständigen Arbeiter in gemeinsamer wirt­schaftlicher Kampffront den sozialen Aufstieg zu bringen. In der Entschließung heißt es weiter, das frei gewählte Parlament müßte auf dem Boden bleiben, auf dem ganze Arbeit für Wirtschaft und Kultur geleistet werde. Schließlich wird der Regierung Streeruwitzsch das Vertrauen des Bauernbundes ausgesprochen und weiter betont, daß die Regierung unter Führung eines hervorragenden Mannes der Wirtschaft stehe, der Wege finden werde, denen das Parlament folgen könne und daher folgen müsse.

Börse und Handel.

Frankfurter Börse vom 20. September. Obwohl die gest­rige Newporter fest schloß und auch der Geldmarkt am dortigen Platze mit 7 % eine wesentliche Entspannung aufzuweisen hatte, eröffnete die heutige Börse in unsicherer Haltung. In- solvenzgerüchte, die nicht zu kontrollieren waren, wirkten panik­artig, und die Spekulation kam mit Material heraus, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse Kursverluste bis zu 2 % eintraten. Nur die Insolvenz eines Berliner Bankhauses be­stätigte sich, doch war hierdurch immer noch keine Veranlassung gegeben, daß eine allgemeine Lustlosigkeit gerechtfertigt ge­wesen wäre, denn der Frankfurter Markt soll hiervon nicht berührt werden. Das Geschäft war heute dadurch äußerst be­scheiden, Orders sollen kaum vorgelegen hüben. Die Verluste nahmen jedoch kein größeres Ausmaß an, denn man stand im allgemeinen den Gerüchten skeptisch gegenüber, da die Kulisse der Ansicht zuneigte, man dürfe nicht jeder hingestreuten und nicht bestätigten Nachricht Glauben schenken. Stärker gedrückt eröffneten Deutsche Linoleum mit minus 5 % und Glanzstoff­aktien mit minus 6 %. Das Angebot in beiden Papieren war jedoch nicht sonderlich dringend: die Aufnahmeunlust führte zu diesen Rückgängen. Am Elektromarkt gaben die meisten Werte bis zu 1 % nach, nur Siemens verloren 2% %. Montanwerte stagnierten fast vollkommen, nur in Mannesmann kam eine Erstnotiz mit minus 1% % zustande. Banken bis zu 1% % niedriger. Für Holzmann bestand mit plus 1X % einiges Interesse. Renten leicht nachgebend. Im Verlaufe trat für einzelne Werte einiges Interesse zu Tage, und das Kurs­niveau besserte sich ein wenig. Zum Schluß wurde die Hal­tung wieder schwächer, nur Elanzstoffaktien konnten sich um ca. 5 % erholen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6% % weiter leichter. Am Devisenmarkt war die Lage wenig ver­ändert Man nannte Mark gegen Dollar 4.2002, gegen Pfunde 20.352, London-Kabel 4.8465, Paris 123.85, Mailand 92.67, Madrid 32.82, Holland 12.0890.

Frankfurter Abendbörse vom 20. September. An der Abend­börse blieb die Stimmung lustlos und unsicher bei außerordent­lich stillem Geschäft. Die Kurse waren meist knapp gehalten. I. E. Farben gaben geringfügig nach, während Glanzstoff 3 % gegen den Berliner Schluß nachgaben. Elektrowerte und Mon­tanaktien lagen geschäftslos. Ebenso blieben Renten vernach­lässigt. Am Kassenmarkt, konnten Klein, Schanzlin u. Becker 7% % gewinnen. Ablösung 10, Commerzbank 174^. Danat­bank 266%, Deutsche Bank 163%, Dresdner Bank 154%, Reichsbank 292, Buderus 68, Aschersleben 230 Westeregeln 235, Phönix 104%, Stahlverein 112, AEG. 191, Chade 442, Deutsche Linoleum 300, Licht u. Kraft 203, J. G. Sorben 210, Felten 135, Eesfürel 206, Holzmann 97, Lahmeper 168%, Metallgesellschaft 126, Rütgerswerke 76%, Siemens 377, Ver. Glanzstoff £94, Hapag 114%, Nordd. Lloyd 106%.

Frankfurter Obst- und Gemüsepreise vom 20. September. Marktlage: Obst: Bei starken Zufuhren, besonders in Zwet- schen. Aepfeln und Birnen war das Geschäft schleppend, und die Preise gaben nach. Es verblieben Ueberstände. Gemüse- Zu- stlhren reichlich, besonders in Kohlgemüsen und Tomaten. Preise rückgängig. Geschäft unbefriedigend. Gemüse: Blumen­kohl Inland 2050 (Ausland 35 holl.), Stangenbohnen 2832, Buschbohnen 2225, Feldsalat 7080, Gelberüben 6 bis 7, Gurken Salat 612, Gurken Essig (100 Stck.) 70 bis 80, Gurten® Salz (100 Stck.) 100120, Karotten 1012, . Kartoffeln 3%3%, Kartoffeln Salat 4%4%, Kopfsalat 1015, Meerrettich 4560, Rettich 510, Römischkohl 1012, Roterüben 68, Rotkraut 68, Rotkraut 1012 (1314 holl.), Spinat 1820, Tomaten 410 (1214 holl.), Weißkraut 6 bis 8, Wirsing 1218 (1315 holl.), Zwiebeln 5%6% (5% ital. 7 holl.) Zwiebeln Einmach 1518 (8%10 holl.). Obst: Aepfel 615, Aepfel Wirtschafts 45, Apfel­sinen lose (25 Imperial), Apfelsinen Kiste (2021 Kapland), Bananen (3638), Tafelbirnen 1215, Eßbirnen 68, Brom­beeren 80, Himbeeren 5070, Melonen (40 spanische), Pfir­siche 2035 (4050 ital.), Preiselbeeren 2835, Trauben (2330 franz, blau), Trauben (3342 franz, grün), Trauben (2225 ital. grün), Walnüsse 6075, Zivetschen 79, Zwet- schen Bühler 1012, Zwetschen Eier 1012, Zitronen Stück (810). Die angegebenen Preise sind Großhandels­preise, sie sind auf % kg bzw. 1 Stück in Pfennigen umgerech­net, mit Ausnahme weniger Artikel, die in Originalpackungen verkauft werden.

Schweinemarkt in Grünberg vom 20. September. Auf dem gestrigen hiesigen Schweinemarkt waren 615 Ferkel und 35 Laufer zum Verkauf gestellt. Bei gutem Handel hinterließ der Markt nur geringen Ueberstand. Man bezahlte für sechs Wochen alte Ferkel 2328 3M sechs bis acht Wochen alte 2835 3M acht bis dreizehn Wochen alte 3545 3M Läufer 4555 3M

Nah und Fern.

O 25 Seeleute verschollen. Die Mannschaft des Fisch­dampfersBaravel", der von seiner Fahrt in die Grön­ländischen Gewässer nicht zurückgekehrt und für überfällig erklärt worden ist, soll jetzt gerichtlich für tot erklärt wer­den. Es handelt sich um 25 Mann.

O Die Schere im Leib des Patienten. Die Berliner Staatsanwaltschaft beschäftigt sich mit dem Tod eines dänischen Lehrers, der nach einer Operation in Steglitz, bei der man im Leib des Patienten eine Darmschere fand, die bei einer früheren Operation vergessen worden war, starb. ' *W®gM

Bunte Tageschronik.

Gladbeck, 20. Sept. (W.V.) Heute nachmittag ist es der Kriminalpolizei gelungen, den Haupttäter des im Februar d. I. auf der ZecheMatthias Stinnes % in Gladbeck ver­übten Lohngeldraubes, Wilhelm Hutmacher, in Bad Driburg festzunehmen. Wie erinnerlich, fielen den Räubern 118 000 M in die Hände. Hutmacher, der nach Holland geflüchtet war, wohnte seit dem 5. d. M. in einer Privatpension in Bad Dri­burg, wo er jetzt verhaftet wurde.

Newyork, 20. Sept. (W.B.) Der Bote der Maklerfirma Hiscoe u. Co., der mit Wertpapieren im Werte von 512 000 Dollar verschwunden war, hat seine Firma telephonisch benach­richtigt, daß er sich in Brooklyn befinde, wohin er von zwei Männern verschleppt worden sei, die ihm die Wertpapiere ge­stohlen hätten.

uppen würfel

^ÖxnAnw

Erbs Reis

Erbs "/Speck Reis-Julienne

Erbs "/Reis Rumford

Eier Nudeln Sago Eier-Sternchen Spargel Blumenkohl Tapioka

MAGGI5

Hausmacher Eier-Riebele

IlfSrlBi 13 Rfg.

Her-Buchstaben bis "/Minken Mockturtle Reis/Tomaten

Tapioka-Jul. Tomaten Windsor

Kartoffel Königin Pilz Ochsenschwans

Gersten Grieß Grünkern

Amtliche Berliner Notierungen vom 20. September.

Börsenbericht. Tendenz: Schwankend. Der vorbörsliche Freiverkehr hatte zunächst eine freundliche Tendenz gezeigt, er fuhr aber nach Bekanntwcrden von Schwierigkeiten einer Ber­liner Bankfirma eine schärfere Ermattung. Der offizielle Ver­kehr setzte jedoch nicht so schwach ein, wie man anfangs be­fürchtet batte.

* Devisenbörse. Dollar 4,194,20; engl. Pfund 20,33 bis 20,37; holl. Gulden 168,21168,55; Danz. 81.3181,47; franz. Frank 16,41-16,45; schwer; 80,8481,00; Belg. 58,2958,41; Italien 21,9521,99; schwed. Krone 112,32^12,54; dän. 111,70 bis 111,92; norweg. 111,69-111,91: tschech. 12.4212,44, österr. Schilling 59,0259,14; Argentinien 1,7601,764; Spanien 61,9262,04.

Produktenbörse. Tendenz: Lustlos Vom Jnlande wie auch von draußen lagen kaum Anregungen vor. Die Un­sicherheit der Getreidemarktlage, besonders am Roggenmarkt, in Verbindung mit den Kalamitäten im Schiffahrtswesen ver­ursachte Zurückhaltung der Käufer und damit weiteres Ab­sacken der Notierungen in allen Artikeln.

Getreide und Olsaaren per 1000 Kilogramm, sonst per

100 Kilogramm in Reichsmark

Wetz., mârt.

20. 9.

19. 9.

20. 9.

19. 9.

222-225

222-226

Wetzkl f.Bln

11.6-12,2

11,6-12.2

pommersch

Rogkl f.Bln.

10,8-11,2

10,8-11,2

Rogg., märk.

177-180

180-183

Raps

Braugerste

205-223

205-223

Leinsaat

Futlergerste

170-186

170-186

Viki.-Erbsen

38,0-46.1

38,0-46,0

Sommergerste

kl Speiseerbs

28,0-33,C

28,0-33,0

Wintergerste

Fuitererbsen

21,0-23.0

21.0-23,0

Hasei., märt.

166-175

168-176

Peluschken

pommersch.

Ackerbohnen

westpreuß

Wicken

Weizenmehl p 101' k Brl br inkl Sack (feinst Mrk ü Noi

27.7-34.0

27.7-84,0

Lupin., blaue Lupin., gelbe Seradella Rapskuchen Leinkuchen

18,5-19,0

24.3-24.6

18,5-19.0

24,3-24,6

Roggenmehl P 100 kg fr. Berlin br. inkl Sack

24.0-27.2

24.2-27.5

Trockenschtzl. Sova-Schroi Torsml. 30/70 Kartofselslck

12,5-12.7

20.4-20.9

17.8-18.4

12:6-12>

20.4-20.9

18,0-18.5

Berliner Schlachtviehmarkt. (Amtlicher Bericht.) Bezahlt wurden für 50 Kilogramm in Mark:

20.9.

17.9.

Ochsen: 1 vollst ausgemäst höchst. Schlachtw., jg.

5659

54-56

ältere

2. sonstige vollfleischige jung,

ältere

5255

5052

3. fleischige

4850

4546

4. gering genährte

4246

40-44

Bullen: 1 jüngere, vollst., höchst. Schlachtwerles

5658

2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete

5254

5052

3. fleischige

47-49

454h

4. gering genährte

4346

4044

Kühe: 1. jüngere, fleischige, höchsten Schlachtw. 2. sonstige vollfleischige oder ausgemästete

4448

4145

3341

3139

3. fleischige

2832

2630

4. gering genährte

2326

2225

Färsen: 1 vollst., ausgemäst., höchst. Schlachtw

5355

5052

2. vollfleischige

4952

4749

3. fleischige

4146

3944

Fresser: 1 mäßig genährtes Jungvieh

3745

3343

Kälber: 1. Doppellender bester Mast

beste Mast- und Saugkälber

8088

8086

2. mittlere Mast- und Saugkälber

6883

7286

3 geringe Kälber

5363

5868

Schafe: 1. Mastlämmer u jg Masih (Weidemast) 2. Mastlämmer und junge Masthgm. (Stallmast)

6063

6770

7073

7375

3. mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel und gui genährte Schafe

6069

6470

Schweine: 1. Fettschweine über 300 Pfd 2. vollst Schweine v. etwa 240300 Pfd / s

8687

8788

8788

89-90

3 vollst Schweine v. etwa 200240 Pfd ( A

88

8991

4. vollst Schweine v. etwa 160200 Pfd 1 =

8587

87-89

5 fleisch Schweine v. etwa 120160 Pfd. J

83-85

8586

6. fleifchige Schweine unter 120 Pfd. «

7. Sauen

7779

7981

Auftrieb: 2062 Rinder, darunter 686 Ochsen, 445 Bullen, 931 Kühe und Färsen, 1675 Kälber; 7490 Schafe, 448 direkt zum Schlachthof, 8252 Schweine, 1572 direkt zum Schlachthof seit dem letzten Viehmarkt, 720 Auslandsschweine. Verlaus: bei Rindern und Schweinen glatt, bei Kälbern in guter Ware glatt, sonst ruhig, bei Schafen ruhig, bleibt Überstand.

Motorboot gekentert. 30 Tote.

Newyork, 20. Sept. WieAssociated Preß" aus Mexiko meldet, kenterte während èinös schweren Sturmes ein mit heimkehrenden Ausflüglern besetztes Motorboot in der Nähe von Puerto Fallerta im Staate Jalisco. 30 Ausflügler er­tranken. Es handelt sich um Angestellte der Montgomery Fruit Company.

Zeitgemäße Betrachtungen.

(Nachdruck verboten.)

Sommers Abschied!

Wenn die Schwalben südwärts zieh'n klingen Abschieds- Melodie'n, von dem 'Sommer sonder Grämen müssen mir nun Abschied nehmen, doch ein Trost ist andrerseits: Jede Zeit hat ihren Reiz, und so steht es außer Frage, auch der Herbst hat schöne Tage.--

Ist der Sommer heiß und schwül wird's des Guten leicht zuviel; ist der Boden hart und trocken kommt die Ernte leicht in's Stocken und der schönste Frucht verdorrt, reg­net es nicht hier und dort, darum litt der Sommersegen, denn es fehlte ihm der Regen.--

Allgemeine Trockenheit herrscht im Lande weit und breit, es versiegt die muntre Quelle, träge fließt des Stromes Welle, manche Gegend ist bedroht jetzt schon von der Wasiernot. Dieser Mangel darf nicht bleiben, und der Herbst muß ihn vertreiben.--

Wenn der Sommer Abschied nimmt und der Herbst den Kurs bestimmt, wird es stiller in den Wäldern, in den Bergen, in den Feldern, es verwaist der Badestrand, weil der Gast sich heimgewandt, nach gehabter Ruhepause ist's am besten doch zu Hause!--

Dieser Sommer, wie man weiß, macht' sehr oft die Köpfe heiß, und die Herren Diplomaten mußten tagen und be­raten, als noch über Land und Haag heiß die Sommer­schwüle lag. Nun, die Schwüle ist vertrieben, doch der Poungplan ist geblieben. --

Wenn die Schwalben heimwärts zieh'n klingen Abschieds- Melodie'n; von dem Rheine lenkt der Brite wieder heim­wärts seine Schritte, er versprach ja: Ungesäumt wird das Rheinland jetzt geräumt, und er hat bereits begonnen. marschbreit stehn die Kolonnen.--

Mit Gefühlen mancherlei sehnen wir den Tag herbei, wo die Fremdherrschpft vorbei ist und das Rheinland wirk­lich frei ist, daß wir, weyn der Lenz beginnt, wieder Herr'» im Hause sind und, daß uns kein Fremder weiter drein zu reden hat! Ernst Heiter.