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zeug statt. Neben Fritz von Opel nahmen einige Konstrukteure und Ingenieure sowie der Hersteller Müller an den Start­versuchen teil, um in erster Linie ein neues Antriebsmittel auszuprobieren. Der Vorsicht halber war auch ein Arzt und eine Krankenschwester zugegen. Alle Beteiligten wurden ver­pflichtet, über das Gesehene strengstes Stillschweigen zu be­wahren.

Mainz, 17. Sept. (Michelin sucht Fabrikgelände.) Die be­deutende französische Pneumatik-Fabrik Michelin hat in letzter Zeit in mehreren deutschen Gegenden Jndustriegelände zu er­halten gesucht. Die Firma braucht etwa 100 000 qm und will 3000 Arbeiter beschäftigen. Unter den Angeboten befinden sich auch solche der Städte Mannheim, Worms, Mainz und Basel. Wie es heißt, soll das Angebot der Stadt Mainz, das erheb­liche Steuerermäßigungen zusichert, im Augenblick am günstig­sten stehen, besonders auch deshalb, weil sich augenblicklich die Direktionsverwaltung der Werke für Deutschland in Mainz befindet. Im übrigen werden zur Zeit auch die Verhandlungen mit der Grabt Mannheim wegen der Ansiedlung dieser neuen Großindustrie geflogen.

Beienheim, 17. Sept. (Gefährlicher Scherz.) Auf einem hiesigen Eutshof wurde einem Artzciter bei einer Spielerei eine Eßgabel dicht unter das Auge geworfen. Trotz aller An­strengung gelang es nicht, die Gabelzinken aus dèm Gesicht zu entfernen. Der Bedauernswerte mußte in das Friedberger Bürgerhospital eingeliefert werden.

Heidelberg, 18. Sept. (So etwas ist nur in Deutschland noch möglich".) Ein Amerikaner, der zur Zeit in Heidelberg wohnt, besuchte dieser Tage den Schwetzinger Schloßgarten. Auf dem Schloßplatz verlor er seine Brieftasche. Ein neun­jähriges Mädchen fand die Brieftasche und lieferte sie bei der Polizei ab. Schon zwei Stunden später hatte der Amerikaner, der inzwischen von Heidelberg aus die Verlustanzeige gemacht hatte, seine Brieftasche wieder. Als er auf der Polizeiwache seine Tasche abholte, erklärte er in gebrochenem Deutsch:So etwas ist nur in Deutschland noch möglich, bei uns in Amerika leider nicht mehr". Er erklärte weiter, daß dieses Erlebnis, so peinlich es auch für ihn gewesen sei, das schönste u. bleibendste Ereignis feiner Deutschlandfahrt sei. Das Mädchen bekam außer dem gesetzlichen Finderlohn noch ein schönes Geldgeschenk.

Heidelberg, 17. Sept. (Die Dame am Steuer.) Beim un­vorsichtigen Ginbiegen von der Hauptstraße in die Neugasfe geriet die Lenkerin eines Kraftfahrzeuges auf den östlichen Gehweg der Neugafle, wo sie einen Kinderwagen anfuhr. Die ohnehin unsichere Fahrerin fuhr daraufhin beim weiteren Aus­biegen auf den westlichen Gehweg der Neugasie, wo sie ein sieben Jahre altes Kind und eine ältere Frau überfuhr. Das Kind erlitt schwere Verletzungen durch Bruch beider Unter­schenkel und Verletzungen am Kopf. Die Frau erlitt Ver­letzungen am linken Bein. Feide mußten ins Krankenhaus verbracht werden.

Kirchheimbolanden, 17. Sept. (Die Manöver in der Nord­pfalz.) Zu den unerwarteten Manövern in der Nähe von Kirchheimbolanden erfahren wir, daß die Einquartierung das Maß des Erträglichen weit überschritten hat. Einige der be­troffenen Orte hatten um Verminderung der Einquartierung nachgesucht, doch wurde dieser Bitte nicht stattgegeben. Dafür bekam Morschheim zu den bereits vorhandenen 600 Soldaten einen Zuzuq von weiteren 200 Mann.

Marktheidenfeld, 14. Sept. (Zigeuner als Menschenräuber.) Hier ergab kürzlich die Kontrolle einer umherziehenden Zigeu- nertruppe, daß sich ein seit 1909 verschwundener Adolf Ezasch im Wagen befand Ezasch verschwand 1909 im Alter von zwei Monaten und kam nun bei dieser Truppe wieder zum Vor­schein. Die Nachschau im Wohnwagen hat weiter ergeben, daß noch ein zehnjähriges Mädchen mitgeführt wurde, dessen Her­kunft unbekannt ist.

Zweibrücken, 14. September. (Zum Fall Wannemacher.) Dr. Führ hat im Prozeß Wannemacher Kassationsbeschwerde eingereicht. Der Oberrheinische Landesdienst erfährt hierzu weiter, daß der Oberstkommandierendc der französischen Rhein­armee, General Euillaumat über die Zulassung der Beschwerde die endgültige Entscheidung zu treffen hat. Ueber den Be- rufungsprozeß in Mainz wird noch bekannt, daß entgegen der sonstigen Gepflogenheit bereits zu Beginn der Verhandlung zwei- Gendarmen im Eerichtssaal anwesend waren. Das läßt ver­muten, daß man sich schon vor der Verhandlung über die Ver-

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Haftung und Einkerkerung des angeklagten deutschen Beamten klar gewesen ist.

Zweidrücken, 13. Sept. (Treue Dankbarkeit.) Ein im Sep­tember 1914 als Schwerverwundeter in Gefangenschaft gerate­ner Franzose aus Marseille, der hier in ein Lazarett eingelie­fert worden war, besudle dieser Tage mit seiner Familie Zwei­brücken, um sich bei zwei Mitgliedern der Freiwilligen Sani­tätskolonne, die ihn seinerzeit gepflegt hatten, für die liebevolle Wege und Behandlung herzlich zu bedanken, die ihm 16 Monate lang bis zu seiner völligen Wiederherstellung hier zuteil wurde. Der Franzose, der jetzt in Paris ansässig ist, war hocherfreut, die beiden Männer vom Roten Kreuz, obwohl er nur noch den Vornamen des einen in Erinnerung hatte, nach 15 Jahren ausfindig zu machen, um ihnen seinen Dank abstatten zu können.

Bad Soden i. T.,_19. Sept. (Ein begehrter Posten.) Um die ausgeschriebene Stelle eines Kurdirektors in Bad Soden haben sich nicht weniger als 445 Bewerber gemeldet.

Bad Godesberg, 18. Sept. (Englische Soldaten stehlen ein Auto.) Hier wurden zwei englische Soldaten festgenommen. Sie waren von der Truppe durchgebrannt und hatten in Wies­baden das Auto des Geheimrates Dr. v. Opel gestohlen. Sie hatten es in Godesberg stehen lassen, da ihnen das Benzin ausgegangen war. Die beiden Soldaten wurden der französi­schen Militärpolizei in Koblenz eingeliefert.

Koblenz, 19. Sept. (Die Uebersiedlung der Rheinlandkom- mission.) Wie wir zuverlässig erfahren, wird die Uebersied­lung der Rheinlandkommission nach Wiesbaden nach Verminde­rung auf 50 Beamte (10 Höhere, 20 mittlere und 20 untere) in der ersten Novemberwoche begonnen werden und mit dem 15. November beendet sein.

Letzte Nachrichten.

Typhusfälle in Franken. 4 Todesfälle.

Eine größere Zahl von Paratyphusfällen ist in den letzten Wochen im Bezirk von Pegnitz festgestellt worden, von denen 4 tödlich verliefen. Die übrigen Erkrankten befinden sich auf dem Wege der Besserung. Außerdem sind in der näheren und weiteren Umgebung von Pegnitz eine ganze Reihe von Er­krankungen zu verzeichnen, bei denen der Verdacht des Vor­liegens von Paratyphus gegeben ist. Der Ursprung der Er­krankungen ist noch nicht ermittelt.

Der Kapitän derBotnia" den chinesischen Piraten entkommen.

Dem Kapitän des norwegischen DampfersBotnia" Haa- land, der vor einigen Tagen gemeinsam mit den übrigen Offi- ziern des Schiffes von chinesischen Piraten verschleppt wurde, gelang es, zu entkommen und Haichau zu erreichen. Ueber das Schicksal der übrigen Schiffsoffiziere ist nichts bekannt.

Die russisch-englischen Verhandlungen.

London, 20. Sept. Daily Mail zufolge wird bei den am nächsten Dienstag beginnenden Vorverhandlungen über die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen Sowjetruß­land wahrscheinlich durch Karachan vertreten sein.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag, den 22. September (17. Sonntag n. Trin.) Fulda. Vorm. 8 Uhr und 91/ Uhr: Pfarrer Hattendorff. Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienst. Abends 8 Uhr: Jungmädchenverein im Schwesternhaus ^ 8 Uhr abends Jungmännerverein im Bib­liothekzimmer. Bad Salzschlirf. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Fuchs-Hofgeismar.

Amtswoche: Kreispfarrer Weber.

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Fulda. Dienstag, 8 Uhr abends: Vibelkreis der Schüler höherer Lehranstalten (B.-K.) im Pfarrhaus. Mittwoch, § Uhr: Bibelstunde im Schwesternhaus. Donnerstag, 8 Uhr abends: Mütterverein im Schwesternhaus.

Katholischer Gottesdienst.

Sonntag, 22. September. Kollekte für das Priesterseminar. Fulda. Dom. 1. Beichtgelegenheiten sind: Jeden Samstag morgens von %6 Uhr ab, nachm. von 23 Uhr für Kinder, von %57 Uhr und von %8 Uhr ab für Erwachsene, Sonntag morgens von 146 Uhr ab. 2. Sonntagsgottesdienste: %6, 6, %7 und 7 Uhr hl. Messen mit Gelegenheit zum Empfang der hl. Kommunion. In der 6-Uhr-Messe Kommunion des Miit- tervereins und der Frauen der Pfarrei. 8 Uhr Pfarramt mit Predigt und Kommunion der diesjährigen Erstkommunikanten. %10 Uhr Kathedralamt mit Predigt. %11 Uhr Christenlehre der Jünglinge. 1412 Uhr letzte hl. Messe mit Predigt. 142 Uhr Andacht zur Erflehung guter Priester. 2 Uhr Christen­lehre der Jungfrauen. %3 Uhr Predigt und Andacht für den Mütterverein. Um 4 Uhr ist Vredigt, Andacht und Segen. 7 Uhr Andacht in der Marienkapelle. 3. Werktagsgottesdienste: Jeden Morgen von 1467 Uhr halbstündlich hl. Messen mit Kommunion-Austeilung. 148 Uhr Pfarrgottesdienst mit hl. Kommunion. Um 9 Uhr letzte hl. Messe mit Austeilung der hl. Kommunion. Montag atzend 148 Uhr Andacht zu Ehren des hl. Altarsakram, mit Segen. Stadtpfarrkirche. Beicht- gelegenheit: Samstag nachm. 37, 714814 Uhr. Sonntag früh 67 Uhr. Sonntagsgottesdienste: 6 Uhr hl. Messe. 6% Uhr hl. Messe und Kommunion der Frauen und Mütter. 8 Uhr erster Schulgottesdienst, Predigt und Kommunion des 4. Schuljahres. Um 9% Uhr Pfarramt und Predigt. 11 Uhr zweiter Schulgottesdienst und Pr^jgt. 114 Uhr Christenlehre der Jungfrauen. 214 Uhr Andaast um Erflehung würdiger Priester. Um 314 Uhr nachm. Andacht für den Mütterverein. Die HI. Kommunion wird von 6714 Uhr jede halbe Stunde gespendet, außerdem um 814 Uhr und 914 Uhr vorm. Werk­tagsgottesdienste: 6, 614, 7.10 und um 7% Uhr. Mittwoch, Freitag und Samstag früh 6 Uhr Beichtgelegenheit. Am Freitag abend ist um 8 Uhr Segens-Andacht. Pfarrkirche zum hl. Geist. 7 Uhr Frühmesse und Ansprache, Kommunion des Müttervereins. 8 Uhr Hochamt und Predigt, Kommunion des 5. und 4. Schuljahres. %H Uhr Kindergottesdienst und Ansprache. 1412 Uhr Christenlehre der Jungfrauen. 143 Uhr Müttervereins-Andacht. 8 Uhr abends Andacht. Mittwoch, 25. September, abends um 148 Uhr Andacht. Sodalität. Vor­mittags um 1410 Uhr Gottesdienst. St. Sturmius-Pfarr­kirche. 714 Uhr Kommunion-Austeilung. ' 714 Uhr Frühmesse mit Predigt. 914 Uhr Hochamt mit Predigt. Darauf Christen­lehre. Um 142 Uhr Segensandacht. Abteikirche der Bene­diktinerinnen. Sonntag %6 Uhr Konventamt. 2 Uhr Herz- Jefu-Bruderschaftsversammlung. Werktags %6 Uhr hl. Messe, 149 Uhr Konventamt, 3 Uhr Vesper. Herz-Jesu-Heim. Sonn­tags um 6 Uhr hl. Messe. 8 Uhr Predigt und Amt. 2 Uhr Andacht und Segen. Werktags 6 Uhr hl. Messe. Mittwoch abend 814 Uhr Andacht und Segen. Friedhosskavelle am Franzosenwäldchen. Sonntag 614 Uhr hl. Messe mit Ansprache und Kommunion-Austeilung. Werktags um 7 Uhr hl. Messe mit Kommunion-Austeilung. Frauenberg. Kl. Messen von 57 Uhr. 8 Uhr Singmesse mit Predigt und liturg. Getzeten. 9 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr Predigt, Andacht und Umgang für die Fünf-Wunden-Vruderschaft. Michaelskirche. 2 Uhr Bruderschaft v. d. 7. Schmerzen Mariä.

Neuenberg. 149 Uhr Amt und Predigt. Lehnerz. 8 Uhr Amt und Predigt. Dietershan. 1410 Uhr Amt und Predigt.

Evangelische Kirchengemeinden Tann, Neuswarts, Habel und Hilders.

Sonntag, den 22. September (17. Sonntag nach Trinitatis). Tann: 9.30 Uhr: Predigtgottesdienst: 10.30 Uhr: Christenlehre für alle Pflichtigen (Pfarrer Eüttel). Hilders: 9.25 Uhr: Kindergottesdienst: 10 Uhr: Predigtgottesdienst (Pfarrei Bäumler).

Verantwortlich für die Schriftleitung: Dr. Karl Krömmelbein-Fulda. »si'MWmitfill'tM^

Nachruf

Unerwartet schnell verschied gestern Abend

Direktion und Belegschaft des städt. Gas-Wasserwerks Fulda.

Mit Fleiss und Sorgfalt hat der Verstorbene während 14 Jahren seinen Dienst bei den techn. Werken ver­sehen. Als bescheidenen und freundlichen Menschen lernten wir ihn schätzen, dem wir ein ehrendes An­denken allzeit bewahren werden.

Herr

Bernhard Müller städt. Laternenwärter I. R.

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Kriegerverein Fulda.

Samstag, den 21 d Mts. abends 8 Uhr

Monatsoersammlung in der Traube. Rege Beteiligung erwartet der Borstand.

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