Zulöaer /inzeiger
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Nr. 212 — 1929
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Fulda, Dienstag, 10. September
6. Jahrgang
Für Frieden und Arbeit.
Stresemanns Rede in Genf.
Saargebiet, Paneuropa, Minderheitenproblem.
Die Mvntagsvollvcrsammlung des Völkerbundes in Genf war in außergewöhnlicher Weise besucht; sowohl sämtliche Delegationen waren erschienen, wie sich auch die Zuschauertribünen bis aus den letzten Platz gefüllt hatten, da die mehrmals angekündigte Rede des deutschen Reichs- außenministers Dr. Stresemann auf der Tagesordnung stand. Dr. Stresemann nahm alsbald nach der Eröffnung das Wort. Er wurde beim Erscheinen durch Zurufe lebhaft begrüßt und des öfteren durch Beifall unterbrochen. Eine große Menschenmenge hatte sich auf der Straße vor dem Sitzungssaal angesammelt, der die Rede durch Lautsprecher übermittelt wurde. Nach Beendigung seiner Ansprache wurde Dr. Stresemann von den Delegierten der anderen Staaten beglückwünscht. Die Menge vor dem Sitzungssaal brach während der französischen Übersetzung mehreremal in Beifall aus.
"""(Fortsetzung des Berichts aus gestriger Nummer.)
Eine andere wichtige Aufgabe sei der
Schutz der Minderheiten.
Än Hand der gemachten Erfahrungen müsse man sich darüber klar werden, ob nicht frühere Beschlüsse in dieser Hinsicht berichtigt oder ergänzt werden müßten. Eine Verbesserung des bisherigen Zustandes sei eigeleitet, wenn auch nicht alle Wünsche, die namentlich von deutscher Seite vorgebracht wurden, erfüllt wurden. Der Völkerbund dürfe sich nicht auf die Erledigung einzelner Beschwerden beschränken. Er zweifle nicht daran, daß der Bund keineswegs zögern werde, die geschaffene Regelung durch weitere Verbesserungen zu ergänzen. In der Stellung- nahme 31t dem Minderheitenproblem sei kein Unterschied zwischen interessierten und nichtinteressierten Staaten. Er hasse, daß ein besonderes Organ des Völkerbundes für diese Gebiere geschaffen wird. Run kommt der Minister auf die von Briand angeregte Idee der Schaffung eines vereinigten Europas.
Er möchte diesen Plan nicht etwa betrachten wie jene, die von romantischen Einfällen und von Utopien reden. Weshalb sollte der Gedanke, dasjenige, was die europäischen Staaten einigen könne, zusammenzufassen, von vornherein unmöglich sein? Natürlich lehne er politische Gedanken ab, die sich etwa mit irgendeiner Tendenz gegen andere Erdteile wenden würden.
Aber andererseits erscheine es geradezu grotesk, daß die wirtschaftliche Entwicklung Europas nicht vorwärts-, sondern rückwärtsgegangen sei. Diese Frage werde sich nicht mit Hurra lösen lassen, aber sie gehöre zu den großen Möglichkeiten der Zukunft und könne ruhig in Angriff genommen werden. Wie die Zollinien innerhalb über- einstinimender Vollsgenosscnschaften früherer Zeit, wie etwa in Deutschland vor dem Zollverein, heute belächelt werden, so gebe es tatsächlich innerhalb des neuen Europas noch Dinge, die einen ganz ähnlichen Eindruck machten.
Zum Schluß kommt Dr. Stresemann nochmals auf die Heranziehung der I u g e nd zu sprechen, für die sich Briand eingesetzt habe. Hier sei wirklich Raum für große Ideen. Nicht, wie man früher angenommen habe, nur für die Wege der Hinlenkung zum kriegerischen Heroismus, den man der Jugend vermitteln müsse, sondern es böten sich genügend Möglichkeiten, an die S i e g e der Menschheit zu denken, die über der Lehre der gegenseitigen Bekämpfung ständen. Die Gegensätze müßten überbrückt, nicht verschärft werden. Die etwaigen technischen Kriege der Zukunft gäben sowieso wenig Platz zum Heroismus. Man könne allerdings nur langsam arbeiten; es sei nach den Worten Schillers ein Fleiß notwendig, der langsam schaffe, doch nie zerstöre, der zu dem Bau der Ewigkeiten Sandkorn auf Sandkorn reihe, aber von der großen Schuld der Zeiten Minuten, Tage, Jahre streiche.
Rach der Rede Stresemanns sprach der italienische Delegierte S c i a l o j a, der mitteilte, daß er die Anerkennung der obligatorischen Schiedsgerichtsbarkeit durch Italien unterzeichnet habe. Dann wurde die Sitzung des Völkerbundes geschlossen. — Nachmittags fand die Neuwahl zum Völkerbundrat statt.
Echo der Rede Dr. Stresemanns in der Londoner Presse.
London, 9. Sept. (WB.) Die Rede Dr. Stresemanns wird von der Abendpresse an hervorragender Stelle veröffentlicht. „Star" bringt als Ueberschrift in Fettdruck: „Deutschlands Wunsch nach Weltfrieden". „Evening Standard" überschreibt ^ie Rede: „Der deutsche Außenminister Feuer und Flamme für ^ Vereinigten Staaten von Europa". Alle Blätter erwähln den „dramatischen Zwischenfall", als Briand unter dem aärinischen Beifall der Zuhörer die Hand des Reichsaußemni- "ifters herzlich schüttelte.
Die Neuwahlen in den Völlerbundrat.
. Genf. Die Völkerbundversammlung hat mit 50 von ■’S Stimmen Polen für ein weiteres dreijähriges Mandat als nichtständiges Mitglied des BölkerbundrateS bestätigt. An Stelle Rumäniens wurde Südslawien hüt 42 Stimmen und an Stelle Chiles Peru mit 36 Stimmen für drei Jahre in den Völkerbundrat gewählt.
Aufhebung des Ein- und Ausfuhrverbots von Häuten und Knochen.
Genf. Die Staatenkonferenz zur Inkraftsetzung der Abwachungen über die Befreiung der Häute- und Knochenaus- mhr hat beschlossen, beide Abkommen zum 1. Oktober d. J. zwischen 20 Unterzeichnerstaaten in Kraft treten zu lassen, obwohl nur 15 die Abkommen ratifiziert haben.
Paneuropa in Genf.
Eine wichtige Besprechung der Außenminister.
Auf Einladung des französischen Ministerpräsidenten Briand fand in Genf ein Frühstück statt, an dem die ersten Delegierten der europäischen Staaten teilnahmen. An dieses Frühstück schloß sich eine Erörterung der wirtschaftlichen Vereinigten Staaten von Europa an. Es sprachen zu diesem Thema der französische Ministerpräsident Briand, der deutsche Reichsminister des Äußeren, Dr. Stresemann- der englische Außenminister Henderson, der schweizerische Delegierte Motta, der belgische Außenminister Hymans und der östereichische Delegierte von Streeruwitz. Das von Briand gestellte Thema wurde sehr ernst, sehr lebhaft diskutiert. Als Resultat der Besprechung wurde Briand gebeten, seine Ideen und die Ergebnisse dieser Diskussion in einem Memorandum zusammenzufassen und den beteiligten Außenministern zuzustellen. Die Außenminister werden an Hand dieses Memorandums mit ihren Regierungen Fühlung nehmen und man wird an einem noch zu vereinbarenden Zeitpunkt dies Dis kussiou über dieses Thema fortsetzen.
Die Aussprache über den Gedanken des europäischen Staatenbundes.
Paris, 9. Sept. (WB.) Der Vertreter der Hrvas-Agen- tur in Genf berichtet über das Frühstück, das Briand heute zur Förderung des Gedankens des europäischen Staatenbundes im Hotel des Bergues veranstaltete, und gibt der Meinung Ausdruck, Briand wolle durch seine Initiative die Genfer Organisation beleben und einer Stagnierung vorbeugen, die, wenn sie eintreten sollte, die berechtigten Hoffnungen der Völker enttäuschen müßte. Er wolle den europäischen Staatenbund im Rahmen und im Geiste des Völkerbundes verwirklichen. Briand habe sich formell dahin ausgesprochen; daß eine derartige Eruppierung keinerlei OssensivÜMraüer gegen die nicht daran beteiligten Staaten oder gegen Staaten anderer Erdteile haben dürfte. Die Nachkriegszeit habe die gegenseitige Abhängigkeit der europäischen Staaten besonders auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet gezeigt. Es erweise sich immer mehr als dringend notwendig, Produktion und Warenaustausch zu rationalisieren, besonders angesichts der stets schärfer werdenden Weltkonkurrenz, die unwiderstehlich werden könne, wenn dem Zustand der Anarchie des europäischen Marktes nicht ein Ende bereitet werde. Gegen den Gedanken Briands, so heißt es in der Havas-Auslaffung weiter, sei keinerlei grundsätzliche Opposition laut geworden; allerdings habe man Vorbehalte gemacht, wie dies angesichts eines so umfassenden Planes ganz natürlich sei, aber es habe sich weder eine systematische Ablehnung noch eine Kritik a priori ergeben. Stresemann, der als erster seine Ansicht äußerte, habe das unbestreitbare Interesse vom wirtschaftlichen Standpunkt aus anerkannt und sich trotz Hervorhebens der politischen Schwierigkeiten dem Plan entschieden günstig gezeigt.
Ein undankbares proiekisrai.
Deutsche Note an das Außenkommissariat in Moskau.
In Beantwortung der russischen Verbalnote, in der die Sowselregierung über Gewalttätigkeiten gegen Sowjetbürger in China und die geringen Erfolge der von den deutschenKonsulnin China ergriffenen Schutz- maßnahmen Klage führt, hat der deutsche Botschafter in Moskau im Auftrage des Auswärtigen Amtes dem Außenkommissariat eine Verbalnote überreicht, in der cs u. a. heißt: Die deutsche Gesandtschaft in Peking sei zu einem eingehenden Drahtbericht über die Lage der Sowjetbürger in China aufgefordert worden; ein höherer Beamter der deutschen Konsulate in Barbin habe sich inzwischen zu einer Informationsreise persönlich nach Mandschuria begeben. Das Auswärtige Amt möchte der Sowjetunion im Interesse der f r i e d l i ch e n R e g e - lung der bestehenden Differenzen anheimgeben, das Eintreffen dieses Berichts abzuwarten, ehe sie sich zu Repressalien entschließe.
Sparkassen und Arbeiinehmer.
Der Sparkassentag in Königsberg.
In Königsberg fand der 4. Allgemeine Deutsche Sparkassen- und Kommunalbankentag statt. Etwa 2000 Delegierte aus allen Teilen Deutschlands waren zu dieser Tagung erschienen.
Aus dem Begrüßungsabend überbrachte der Vorsitzende des Sparkassentages, Reichsminister a. D. Dr. Scholz, persönliche Grüße des Reichswirtschafts- und des Reichsinnen- ministers. Ministerialrat Dr. Simon überbrachte die Grütze des preußischen Innenministers.
Bei den sachlichen Beratungen erstattete Präsident Dr. Kleiner den Vcrbandsbcricht. Dr. Jahn. Berlin sprach über „Das Sparen in der Gedankenwelt der deutschen Arbeitnehmer", Oberregierungsral Dr. Engelhard, Münchenüber „Die gemeinnützige Tätigkeit der Sparkassen zugunsten der Arbeitnehmerschaft". Präsident Dr. Gugel meter, Mannheim erörterte das Thema „Öffentliche Bausparkassen" und Professor Dr. Eisfeld, Hamburg machte interessante Ausführungen über den Betriebsaufbau der Sparkassen als Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre Die Entwicklung der Spar- kassenlage von Augsburg über Kiel nach Königsberg zeigt, daß diese nach der Stabilisierung zunächst den langfristigen Realkredit stark gefördert haben. In Kiel wurde die P e r s o naU kr.cdit gewährung besonders zugunsten des Mittelstandes hervorgehoben, und jetzt wurde das Verhältnis der Sparkassen zur Arbeitnrhmerfchast klargestellt.
Die Bedeutung der Sparkassen.
Es gibt in Deutschland Leute, die das Sparen — verurteilen. Aus volkswirtschaftlichen „Gründen". Denn "ur wenn mit allem vorhandenen Geld der Konsumbedarf möglichst befriedigt, die Kaufkraft also bis zum letzten Pfennig ausgenutzt, nicht gespart, sondern alles ausgegeben wird, was der einzelne verdient, als Gehalt oder Lohn bezieht — dann werde die gewaltige Nachfrage nach Waren aller Art die Erzeugung und den Handel weitgehend anspornen, einer raschen volkswirtschaftlichen Blüte entgegenführen. Das Sprichwort: „Spare in der Zeit, dann hast du in der Not" ist nach dieser Anschauung ein volkswirtschaftlicher Unsinn.
Dabei vergißt man nur eins: Sparen heißt doch den Verbrauch des Geldes, eines Teiles des Einkommens usw nur hinauszuschieben, heißt nicht, ihn in seinem Gesamt umfang genommen, nun ein für allemal einzuschränken. Das ersparte Geld wird nur anderswo verwendet, wo es volkswirtschaftlich Früchte trägt. Weil man ja nicht nur spart, um in der Zeit der Not zu „haben", sondern weil auch die augenblickliche Konsumeinschränkung noch besonders ertragreich sein soll durch den Genuß von Zinsen für das ersparte Geld, denn das Zeitalter des in der Kommode verborgenen, sorgfältig für „ das Alter aufgehobenen „Sparstrumpfes" ist ja vorbei.
Schließlich bedeutet ja z. B. auch unsere gesamte Sozialversicherung nichts anderes als eine immer weitergehende Durchführung jenes Sprichworts. Vor allem die Alters- und Invaliditäts-, die Angestellten- und die Knappschaftsversicherung. Und dagegen zu polemisieren ist doch wohl kaum jemand eingefallen.
Diese „Andersverwendung" des nicht für den Konsum verbrauchten Einkommens ist aber für die Volkswirtschaft von allergrößter Bedeutung. Die Erträgnisse, die sie abwirft, dürfen nicht bis zum letzten verbraucht werden, sondern erhebliche Teile dieses Ertrages sind notwendig, um die Wirtschaft selbst in Gang zu halten, ihre Betriebe, Maschinen ständig zu erneuern, zu verbessern, zu erweitern. Dazu braucht man — Geld. Und jener Teil des Ertrages, der für diese Erneuerung, Verbesserung, Erweiterung verwendet, also nicht im Konsum verbraucht wird, die — Ersparnisse mithin, stellen die dringend notwendige „Kapitalneubildung" dar.
In der Sammlung und Weiterleitung dieses Neukapitals. dieser Ersparnisse spielen die deutschen Sparkassen — sie nicht allein — eine wichtige, mit den Jahren nach der Inflation erfreulich steigende Rolle. Besonders beim Realkredit, also dem Hypotheken- wesen. Nach dem Zusammenbruch der Inflationszeit schuf die Nufwertungsgesetzgebung hier wieder einen festen Boden. Wurde es doch erst mit der Stabilisierung der Währung überhaupt wieder möglich, zu sparen — und da bedeutet es doch einen großen, bedeutsamen Fortschritt, daß seit 1924 trotz erheblicher Konkurrenz durch andere Einrichtungen und trotz des Druckes der Reparationslasten, trotz wirtschaftlicher Nöte und Krisen doch das Sparkapital bei den Sparkassen von 608 auf 8190 Millionen gestiegen ist. Freilich ist dieses Niveau zahlenmäßig gesehen nur halb so hoch wie im letzten Vorkriegsjahr und noch niedriger jenem gegenüber, wenn man die heutige Kaufkraft des Geldes der damaligen gegenüberstellt. Aber nicht nur für den langfristigen Realkredit sind die Summen, über die die Sparkassen verfügen, von allergrößter Wichtigkeit — mehr als die Hälfte jener acht Milliarden sind im Hypotheken angelegt —, sondern aus diesem Reservoir schöpfen auch noch andere Kreditnehmer. So Kommunen, die geldbedürftig sind und deswegen den Anleiheweg beschreiten, Hypothekenbanken, die ihre Pfandbriefe verkaufen wollen, auch kurzfristige Kreditwünsche öffentlicher Körperschaften jeder Art treten an die Sparkassen heran. Und schließlich bleiben deutsche Staaten, in letzter Zeit auch das Reich nicht im Hintergrund, sondern haben die Mittel der Sparkassen zum Teil sehr erheblich in Anspruch genommen. Das geht — leider — nicht immer ohne Verluste ab, weil die dann hereingenommenen Anleihepapiere bisweilen eine recht unangenehme Kursentwicklung .nach unten aufgewiesen haben. Das alles zwingt natürlich den Sparkassenverwaltungen eine gewaltige finanzielle wie wirtschaftliche Verantwortung auf. Nicht bloß für den städtischen Grundbesitz ist die Art von größter Bedeutung, wie und wohin in den einzelnen Kanälen diese Riesensummen aus dem großen Reservoir hinausgeleitet werden, sondern auch die Landwirtschaft ist ganz gewaltig daran interessiert.
Diese, also die Verteilungsseite der Sparkassen, ist volkswirtschaftlich von nicht minder großer Bedeutung als die andere, also ihr Charakter als Sammelbecken für die Ersparnisse bis zur Mark und zum Groschen herunter. Bei der Verteilung, d. h. bei der Gewährung des Kredits, hat die Ausbreitung der Sparkassen jeder Art noch ihre besondere Bedeutung: die Verbindung vom Kreditnehmer zum Kreditgeber ist eine engere, persönlichere. die Sicheruna des Kredits ist eine bessere, weil die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers genauer bekannt und kontrollierbar sind, Zeiten der augenblicklichen Verlegenheiten andererseits nicht gleich unbedingt durch Kreditkündigung verschärft zu werden brauchen. , ,,
Leider verhindert aber die schwere, wirtschaftlich von Krisen immer wieder durchschüttelte, unter dem Druck der Reparationsverpflichtungen stehende Gegenwart eine ruhige Entwicklung des deutschen Sparkaffenwefens. ; Hindert vor allem eine raschere Entwicklung nach oben. ’ Nur langsam geht es aufwärts. Aber — es geht doch aufwärts.
Raubmord in Eberswalde.
Eberswalde. In der Viktoriastraße wurde die Witwe ENe- i brand in ihrem Ziaarrengefchäft ermordet aufgefunden. Alle ; Behältnisse der Wohnung waren durchwühlt. Der Täter hat I anscheinend mehrere hundert Mark erbeutet.