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f Schweinemarkt vom 3. August.

Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 211 Ferkel und 6 Läufer aufgetrieben. Die Preise für Ferkel waren 32 39 unb 47 Mark. Für Läufer wurden 80 bis 00 Mark gezahlt. Der Handel war flott, es verblieb nur wenig Ueberstand.

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Vollgummireifen an Lastkraftwagen können aus Antrag aufgebraucht werden.

Nachdem das Reichsverkehrsministerium der Forderung des Reichsverbandes Deutscher Lastkraftwagenbesitzer (Sitz Frank­furt a. M.) auf Verlängerung der Schonfristen in bezug auf den verordneten Ersatz der Vollgummireifen durch Luftreifen und Elastikreifen nur in Hinsicht auf die Zugmaschinen stattgegeben hat, ist jetzt vom Reichstag im Sinne der Forderung des ge­nannten^ Verbandes eine Milderung m der Durchführung der Reifenverordnung beantragt worden. Gelegentlich der zweiten Beratung des Entwurfes eines Gesetzes über die Feststellung des Reichshaushaltsplnnes für das Rechnungsjahr 1929 wurde vom Reichstag folgende Entschließung, angenommen:Die Reichsregierung zu ersuchen, auf die Lander einzuwirken, bet .her Durchfübrung der Bestimmungen der Krastverkehrsordnung vom 10 3 1928, betr. Aufbrauchsfristen für Vollgummireifen, Anträge auf Verlängerung der Aufbrauchsfrist infolge wirt- tonffltoet Notlage wohlwollend und entgegenkommend zu be­handeln" Hiernach ist es also seitens derjenigen Lastkraft- wagenbesitzer, welche die Vollgummireifen an ihren Lastwagen 4 nicht durch Luftreifen bzw Elastic-Reifen ersetzt haben, erforderl ch einen Antrag auf Verlängerung der Ausbrauchs- frist ihrer Vollgummireifen zu stellen. Diese Anträge sind in den grösseren Städten an die Verkehrsabteilungen der Polizei­präsidien zu richten, in kleineren Ortschaften an die zuständigen Landrats- oder Bezirksämter, und zwar unter ausdrücklicher Bezugnahme auf den vorstehend wiedergegebenen Beschluß des Reichstages. Es ist dies umso dringender, als kürzlich eine Notiz durch die Tagespresse die Runde machte, wonach die Poli­zeibehörden angewiesen seien, auf die Durchführung der Reifen- verordnung besonders zu achten und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. Einem solchen Vorgehen der Polizeibe­hörden steht der vorstehende Beschluß des Reichstages zwar entgegen, aber die in diesem Beschluß geforderte Einwirkung der Reichsregierung auf die Länder dürfte einstweilen noch nicht zur' Durchführung gekommen sein. Das Eingreifen des Reichstages ist eine Folge der Maßnahmen des Reichsverban­des Deutscher Lastkraftwagenbesitzer, der sich seinerzeit mit sämt­lichen Reichstagsabgeordneten aller Parteien wegen einer Mil­derung der Reifenverordnung in Verbindung gesetzt und bei der Mehrzahl der Reichstagsabgeordneten volles Verständnis

für feine Forderungen gefunden hat.

Wasser auf Obst.

Wenn man nach der Volksmeinung gehen will, die immer ein gut Teil von Erfahrungswissen in sich birgt, dann sollte man das Wassertrinken auf Obst grundsätzlich vermeiden. Die Aerzte beantworten diese Frage nicht einheitlich. Beides in kleinen Mengen zugleich genossen, wird kaum schaden, weil der Magen auf die geringe ileberdehnung des Obstes noch eiliges stellt werden kann, ohne daß sich Beschwerden bemerkbar machen. Versuche haben erwiesen, daß Obst, wenn ihm Wasser zugdsetzt wird, eine besonders hohe Quellfähigkeit besitzt, die besonders auffällig bei Kirschen! ist, deren Volumen manchmal bis zu 100 Prozent zunimmt. Auch Stachelbeeren quellen stark auf, wäh­rend die anderen Obstsorten, beispielsweise Aepfel, nicht so aufnahmefähig sind. Man hüte sich also davor, zu großen Obstmengen Wasser zu trinken, weil sich dann infolge des Aufquellens ein Füllungszustand des Magens ergibt, der Herz und Atmung nicht bekömmlich ist und außerdem den Darm zu großer Tätigkeit an reizt. Auf unreifes Obst sollte man nie Wasser trinken, weil die in ihm enthaltenen Stoffe zur Ver- dauungsreizung/ führen und bösartige Krankheiten Hervor­rufen. Verdorbenes Obst sollte man ebenfalls nicht genießen, weil im Magen vor sich gehende Gärungsprozesse sogar Ver- giftungserscheinnngen hervorrufen können. Bier und Obst soll man nicht zugleich genießen, da dem Magen die Obstsäure, ver­mischt mit den Hefebestandteilen des Bieres, nicht bekömmlich ist. Der Genuß von Wasser vor dem Obstgenutz ist ungefährlich, ,idg. der Magen Wasser schnell wieder ausfchetdet, so daß eine Vermischung mit dem Obst nicht zu befürchten ist.

* Gersfeld (Rhön), 2. Aug. Nach der neuesten Kur- und Fremdenliste sind bisher im Luftkurort Gersfeld 1243 Fremde abgestiegen.

Hersfeld, 2. Aug. (Der gefährliche Insektenstich.) Die 10- jährige Tochter eines hiesigen Einwohners wurde vor einigen Tagen von einem Insekt gestochen. Das Mädchen beachtete die geringe Verletzung nicht, mußte sich aber später wegen heftiger Schmerzen in ärztliche Behandlung begeben. Durch den In­sektenstich hatte sich die Bedauernswerte eine Blutvergiftung zugezogen, an deren Folgen sie jetzt gestorben ist.

Kirchheim (Bez. Kassel), 2. Aug. (Ihr Kind im Ofen ver­brannt.) Seit Wochen wurden in einem Dorfe des Wohratales gerichtliche Erhebungen über den Verbleib eines neugeborenen Kindes angestellt. Nun wurde die Asche im Zimmerofen in der Wohnung der Mutter, eines 18jährigen Mädchens, durch­sucht und durchgesiebt. Man fand hierin die Knöchelchen eines Kindes. Ob das Kind vor der Verbrennung gelebt hat oder tot geboren ist, wird noch untersucht.

Kassel, 2. Aug. (Nun doch sein Ziel erreicht.) Am Mitt­woch abend wurde der 93 Jahre alte frühere Laiernenwärter Heinrich Fehr in seiner Küche bewußtlos aüfge fünden. Er hatte bereits vor 14 Tage den Versuch gemacht, sich mit Leuchtgas zu vergiften. Am Mittwoch wiederholte er diesen Versuch. Die angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Ein Arzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Gelnhausen, 2. Aug. (Vom BreiteNborner Schulstreik.) Im Kreisort Breitenborn fand am 31. Juli erneut eine Elternver- sammlung statt, an der auch die gesamte Gemeindeverwaltung teilnahm. Anwesend war ferner der Landagsabgeordnete Mül­ler-Frankfurt a.M. Nach eingehender Diskussion beschloß man, die kommunistische wie auch die sozialdemokratische Landtags- frathon mit der Angelegenheit zu betrauen und die Forderungen der Eltern und des gesamten Gemeindevorstandes beim preußi­schen Kultusministerium mit Nachdruck zu vertreten.

Frankfurt a. M 2. Aug. (Amerikanische Kunstschätze im Frankfurter Volkermuseum. Aus Prof. Wegners Expeditions­erträgen.) .Professor Wegner, der im Frühjahr dieses Jahres von seiner auf Einladung der Universität La Paz unternom­menen südamerikanischen Forschungsexpedition zurückgekehrte Frankfurter Gelehrte, wird, wie wir erfahren, vom 15. August ab den künstlerisch interessantesten Teil seiner Expeditionsschätze in einer Ausstellung im Völkermuseum nun endlich der öffent­lichen Besichtigung zugänglich machen. Da der für die Zwecke der Ausstellung von der Stadt Frankfurt zur Verfügung gestellte Fcstsaal bei dem großen Umfang der Wegnerschen Sammlung einstweilen nur eine provisorische Auswahlschaustellung erlaubt, wird nur der künstlerisch interessanteste Teil der altperuanischen Kunstschätze ausgestellt werden. Damit ist Franffurt wenigstens die Erstausstellung der Sammlung von rund 1000 prachtvollen Stücken altperuanischer Keramiken, u. a. Kunstschätze aus dem Nazka-Eebict, die in bezug auf Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit in Europa nicht ihresgleichen haben, gesichert.

Babenhausen, 2. Aug. (Denkmalsweihe in Babenhausen.) Am 1. September wird in Babenhausen das Denkmal für die Toten der zweiten Abteilung des Feldartillerie-Regiments â oi. eingeweiht. An die Denkmalsweihe schließt sich eine Wiedersehensfeier der ehemaligen 61er an.

.. .^"âstadt, 31. Juli. (Eine Kirchenkollekte für die Stadt- ^tche zu Homberg a. d. Ohm.) Nach einem Ausschreiben der Hess. Landeskirche befindet sich die Stadtkirche zu Homberg a. d.

in einem höchst unwürdigen und verwahrlosten Zustand und bedarf einer gründlichen Wiederherstellung. Die Wieder- berstellungskosten belaufen sich auf etwa 4050 000 Mark; der Tentmalspfleger hat vor einer oberflächlichen Renovierung gc= warnt. An und für sich obliegt die Baulast der Kirche der Stadt romverg. Der Gemeinde kann jedoch die Tragung der gesamten

& oilligerweise nicht zugemutet werden; sie hat schon Jayre 1926 den Kirchturm mit einem Kostenaufwand von

mehreren Tausend Mark herstellen lassen, hat sich auch jetzt mit der Herstellung nach dem Vorschlag des Denkmalspflegers einverstanden erklärt und zunächst eine Räte von 10 O00 Mark bewilligt. Demgemäß hat die Kirchenregierung eine Landes­kirchenkollekte angeordnet, die in der zweiten Hälfte des Kalen­derjahres 1929 zu erheben ist.

Darmstadt, 2. Aug. (WandsEtappe Gent". Eine Be­leidigungsklage.) In dem Buche des Schriftstellers Wand Etappe Gent" sind scharfe Angriffe gegen den in Darmstadt wohnenden Grafen v. Schwerin enthalten. Die Buchhandlung desHessischen Volksfreund" hatte aus Wands Werk ein Kapi­tel abgedruckt und verschiedentlich den. Grafen Schwerin aufge­fordert, er möge doch Klage erheben. Der Rechtsvertreter des Grafen, Rechtsanwalt Dr. Dingeldey, teilt nunmehr in der Hessischen Landeszeitung" mit, daß gegen den Verfasser, gegen den Verleger und gegen den verantwortlichen Redakteur des Volksfreund" Klage erhoben worden sei, gegen die ersten beiden bereits vor Erscheinen des Artikels imVolksfreund".

Sprendlingen (Rheinhessen), 2. Aug. (LebensLberdrüssig wegen Liebeskummer.) Aus Liebeskummer wollte ein hie­siger Knecht seinem Leben ein Ende machen. Er entwendete seiner Braut eine giftige Arznei und nahm diese ein. Bald darauf stellten sich starke Schmerzen ein und man pumpte ihm den Magen aus. Doch der Lebensmüde war von seinem Welt­schmerz noch nicht geheilt. Nun versuchte er, sich die Puls­adern zu öffnen, doch konnte man ihn im letzten Augenblick noch daran hindern. Der liebeskranke Knecht müßte nun nach Alzey ins Krankenhaus überführt werden.

Guntersblum a. Nh., 2. Aug. (Glücklicher Sturz aus 10 m Höhe.) Im sogenannten Sonnenberg stürzten die Pferde eines Landwirts, die scheu geworden waren, mit dem Wagen in eine 10 Meter tiefe Schlucht. Hilfsbereiten Händen gelang es, die Pferde, die übrigens bei dem Sturz, der leicht hätte verhäng­nisvoll hätte ausgehen können, keinen Schaden genommen hat­ten, aus ihrer mißlichen Lage zu befreien. Nur das Fuhrwerk war leicht beschädigt.

Neckargemünd, 2. Aug. (Todessturz eines Nachtwandlers.) Der 14jährige Metzgerlehrling Wilhelm Reisig stürzte wohl in­folge Nachtwandelns, aus dem Fenster feines im dritten Stock gelegenen Schlafzimmers auf das Pflaster, wo ihn Nachbars­leute schwerverletzt auffanden. Reisig wurde sofort in die Hei­delberger Klinik transportiert, wo ein schwerer Schädelbruch festgestcllt wurde, dem er wenige Stunden später erlag. Der im gleichen Zimmer schlafende andere Lehrling hatte von dem ganzen Vorfall nichts gemerkt.

Miltenberg a. M., 1. August. (wieder ein Großfeuer bei Milten­berg.) Vier Wohnhäuser und vier Scheuen in Erlenbach eingeäschert. Nachdem erst vor wenigen Tagen der (Ort Rollfeld von einem Groß­feuer heimgesucht wurde, entstand gestern nachmittag in dem Grt Erlenbach ein änhlich großer Brand, dessen Entstehungsursache noch nicht geklärt ist. Trotzdem sofort sechs Feuerwehren die Löschar­beiten tatkräftig in Angriff nahmen, konnte doch nicht verhindert werden, daß das Feuer rasch auf vier Wohnhäuser und vier mit (Erntevorräten gefüllte Scheunen Übergriff und einäscherte. Beim Ausbruch des Brandes waren die Ortsbewohner zum großen Teil mit (Erntearbeiten auf dem Felde beschäftigt, sodaß ein erfolgreiches Eingreifen erst nach und nach möglich war. Der Schaden beläuft sich auf etwa 60 000 bis 70 000 M. Er ist zum Teil durch Versi­cherung gedeckt.

Oberlahnsteèn, 2. Aug. (Sie wollten zur Fremdenlegion.) Am Sonntag verließen swei Handwerkslehrlinge aus Ober- lahnftcin heimlich ihre Vaterstadt, um in die Fremdenlegion einzutreten. In Wafferbillig wurden sie jedoch von der Grenz­polizei festgenommen und so vor der Ausführung ihres unseligen Vorhabens bewahrt. Die jugendlichen Abenteurer wurden wie­der in ihre Heimat transportiert.

Diez, 1. August. (Eine niederländische Studiengesellschaft in viez.) Eine niederländische Studiengesellschaft weilte mehrere Tage in viez, um die Stadt, der das holländische Königshaus entstammt, näher kennen zu lernen. In einer Begrüßungsfeier wurden herzliche Worte über die Viez niederländischen Beziehungen gewechselt. 3u Ehren der Gäste fanden verschiedene Veranstaltungen statt, wie Schloß - und Rezepturbeleuchtung, Vorführung des Stadtjubilä- umsfilms, ein niederländischer Gottesdienst u. a. Mittwoch vormit­tag hat die Gesellschaft Diez wieder verlassen, nachdem sie vorher eine Rundfahrt ünrch die Städte des Nassauer Landes unternom­men hatte.

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Turnen, Sport und Spiel.

Fuldaer Turner bei den Volksturnmeisterschaftcn der D. T. in Kässel.

Am 10. und 11. August finden in Kassel die diesjährigen Volksturnmeisterschaftskämpfe der D. T. statt. Nachdem die 18 Turnkreise ihre besten Turner ermittelt haben, rüsten sich diese eifrig für die Kasseler Meisterschaftskämpfe. Nach den jetzt vorliegenden Meldeergebnissen sind auf der herrlich ge­legenen Kasseler Hessenkampfbahn spannende Kämpfe zu er­warten. Bei diesen Wettstreiten wird die Stadt Fulda durch die Turner Werner Pontow (100 und 200 Mtr.) und Walter Klein (200 Mtr.) von der Turngemeinde 1848 e. Ä. und Hanns Jakobs (Hoch- und Weitsprung) vom Turn- und Fechtklub ver­treten sein. Auch hat sich die 4 X 100 Meter-Staffel der Turn­gemeinde für die Volksturnmeisterschaften qualifiziert. Außer­dem stellt die Turngemeinde 2 Läufer für die Kreisstaffel 10 X 250 Mtr. Hoffen Wir, daß die Fuldaer Turner ihre Vaterstadt würdig vertreten und mit Erfolgen von den Volks­turnmeisterschaften zurückkehren. Hoffen wir auch, daß recht viele Fuldaer Turnfreunde unsere Vertreter nach Kassel be­gleiten, um ihnen dort mit Rat und Aufmunterung zur Seite zu stehen.

Kreis-Schwimmeisterschaften des 7. Turnkreises Oberweser der D.T.

Die Corbacher Schwimmanstalt sah am Sonntag fast alle schwimmerisch tätigen Turnvereine des Oberweserturnkreises bei den 7. Kreis-Meisterschaften im Schwimmen mit ihren besten Kräften im Wettbewerb. Dank der guten Beteiligung und der vorbildlichen Kampfesfreude aller Teilnehmer nahmen die Kämpfe, die sich eines recht guten Zuschauerbesüches zu er- freuen hatten. einen anregenden und befriedigenden Verlauf. Die erfolgreichsten Vereine des Tages waren Weitere Kasseler Turngemèinde und Kasseler Turngemeinde 1844 Kassel, welche auch die Staffellnufe gewannen. Nachstehend die Ergebnisse: 4X 100-Meter-Lagenstaffel für Turner: 1. Kasseler Tgm. 1844 6 : 36. 100 Meter Brust. Turnerinnen: 1. Sonderstufe: Glei (Aelt. Kasseler Tgm.) 1 : 51,2; Oberstufe: 1. Vorländer (Aelt. Kasseler Tgm.) 1 : 52. 100 Mster Seite, Turner: Oberstufe: 1. Müller (Aelt. Kasseler Tgm.) 1 : 26,2. 100 Meter Brust, Turner: Sonderstufe: 1. Teichmann (Aelt. Kasseler Tgm.) 1 : 32,8; Oberstufe: 1. Schmidt (Kasseler Tgm. 44) 1 : 43. 100-Meter-Rettungsschwimmen. Turner: Sonderstuse: 1. Schling (Kasseler Tgm. 44) 2 : 40,6. 4X50-Meter-Beliebig- Staffel. Turnerinnen: 1. Aeltere Kasseler Turngemeinde 3 : 34. 50-Meter-Streckentauchen, Turner: Sonderstufe: 1. Schreier (Tv. Fritzlar) 44,90 Meter in 45,2 Sek. Turnerinnen: 1. Schlote (Tuspo Göttingen) 27 Meter. 4X100-Meter-Brust- staffel, Turner: 1. Kasseler Turngemeinde 1844 6 : 43,6. 100 Meter Rücken, Turner: Sonderstufe: 1. Bührmann (Kasse­ler Tgm. 44) 1 : 39. Mustervorführung: 1. Tv. Gut Heil- Wetterburg: RoteSehr gut!" 50 Meter Hüh, Turnerinnen: 1. Möller' (Kasseler Tgm". 44) 50,2 Sek. 100 Meter Hüh, Turner: Sonderstufe: i. Jansfen (Kasseler Tgm. 14) 1 : 19.8. Springen für Turner: Sonderstufe: 1. Börner (Aelt. Kasse­ler Tam.) 38% V.; Oberstufe: 1. Hollstein (Aelt. Kasseler Tgm.) 35% P. 300 Meter, Turner: Sonderstuse: 1. Janssen (Kasse­ler Tgm. 44) 5 : 20,2; Oberstufe: 1. Teichmann (Aelt. Kasseler Tgm.) 5 : 27. Mehrkampf, Altersturner, 45 I. und mehr: 1. Ihle (Tv. Ziegenhain) 58 P.; 35 J. 45 I.: 1. Eybel (Kasseler Tgm. 44) 84 P. 50 Meter Brust, Altersturner. 3540 J.: 1. Renz (Kasseler Tgm. 44): 4555 I.: 1. Bremer (Tv. 18,>0= Eorbachl. - 50 Meter Beliebig, Altersturner. 3545 I.: 1. Renz (Kasseler Tgm. 44): 4555 I.: 1. Bremer (Tv. 18a0= Corbach). 4XbÖ-Mcter-Bruststaffel, Turnerinnen: 1. Aeltere Kasseler Turngemeinde 3 : 33.2. 200-Meter-Lagensckwim- men. Turner: Oberstufe: 1. Mathäi (Kasseler Tgm. 44) 3 : 2. Wasserballspiel: Kasseler Turngemeinde 1844Pol.-Verein Hann.-Münden 5 ; 0.

Pp. 2äjährigeS Jubiläum des S. C. Hellas-Magdeburg. Der Schwimmspvrtktub Hellas-Magdeiburg e.V., der Meister- klub unter den deutschen Schwimnrvcrcinen, feiert am 3. August sein 25jähriges Bestehen, gerade zu der Zeit, wo seine Mannen bei den Deutschen Schwimmeisterschasten in Breslau wieder um Die höchsten Titel im Schttrimmsport ringen.

Sp. Die Amcrikareisc Dr. Lewalds und Dr. Diems hat zur Folge, daß im nächsten Jahr ein Gegenbesuch einer amerikani­schen Studienkommission in Deutschlan-d statlsindcl.

Sp. Deutschlands Leichtathletikmannschast gegen England (24. August in London) ist bereits naiuhasl gemacht. Sie besteht aus Körnig, Dr. Wichmann, Geerlrng, Eldrachcr, Neu­mann, Krebs, Slorz^ Engelhardt, Böcher, Dr. Peltzer, Müller, Schilgen, Walpert, Trotzbach, Beschetznik, Welscher, Weiß, !lilp, Diekmann, Kohn, Helder, Wegener, Köchermanu, Dober­mann, Huhn, Köpke, Hänchen, Hossmerster. Übler und Schneider. Es fehlen seltsamerweise Lammers und Hirschfeld.

sp. Haymann Sieger über Johnson. In Longebeach auf Long Island fand der Boxkampf des Deutschen Schwergewicht­lers Haymann gegen Eddi Johnson in Boston statt. Hay­mann besiegte seinen Gegner bereits in der 1. Runde, nach 29 Sekunden durch Niederschlag.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelischer Gottesdienst.

Sonntag, den 4. August (10. Sonntag nach Trinitatis).

Fulda. Vorm. 8-und 9% Uhr: Pfarrer Hattendorf. Bad Salzschlirf. Vorm. 10 Uhr: Kirchenrat D. theol. Merzyn-Kassel. Fulda. Abends 8 Uhr: Jungmänuerverein im Bibliotheks­zimmer des Gemeindehauses; abends 8 Uhr: Jungmädchenver- ein im Schwesternhause. Amtswoche: Pfarrer Hattendorff. Mfttwoch, den 7. August abends 8 Uhr: Bibelstunde im Schwe­sternhause. Donnerstag, den 8 August, abends 8 Ubr: Mütt--r- verein im Schwesternhause. Am Dienstag, den 6. August, be­ginnt wieder der Kindergarten. Donnerstag, den 8. August, nachm. 5% Uhr: Besprechung lebenskundlicher Fragen in der Kirche zu Salzschlirf.

Evangelische, landeskirchliche Gemeinschaft, Buttlarstratze 17.

Sonntag, 4. August, abends 8 Uhr: Evangelisationsver­sammlung. Redner: Herr Pfarrer Hattendorf.

Dienstag, abends 8% Uhr: Bibel- und Gebetstunde. Jedermann ist herzlich eingeladen.

Evangelische Kirche Gersfeld.

Sonntag, 4. August. 10. S. n. Trinitatis. 9.30 Uhr Got­tesdienst mit Liturgie und Predigt. (Pfarrer Langheinrich.) 10.45 Uhr Christenlehre für die Jungen. (Pfarrer Langhein­rich.) 11 Uhr Kindergottesdienst im Diakonissenheim. 3 Uhr nachm. Mütterverein. 8 Uhr Jungmädchenverein im Dia­konissenheim.

Amtlicher Teil.

Programm

für die Feier des Verfassungstages im Landkreise Fulda am 11. August 1929 in Bachrain.

8 Uhr Festgottesdienst in der Kirche zu Bachra in.

8 .45 Uhr Abmarsch nach dem Sportplatz.

9 Uhr Reichsjugendwetlkämpfe für alle Klassen.

12 Uhr Wettkämpfe der Schüler.

Stüffelläufe um den Preis des Kreisjugendamtes.

1.30 Uhr Fußballspiel der Deutschen Jugendkraft.

3 Uhr Faustballspiel der Deutschen Turnerschaft.

4 Uhr Fußballspiel des Westdeurscheir Spielverbandes.

5.30 Uhr Verfassungsfeier: Musikstück, Gesang, Sprechchor der Schulen von Künzell und Bachrain, Gesang, Festrede, Deutschlandlied. Gesang. Musikstück.

Anschließend Preisverteilung für sämtliche Klassen.

Von 2 Uhr ab finden während der Spiele in zwangloser Folge die besonderen Darbietungen der einzelnen Vereine, Reigen und Spiele .der Mädchenvereine, Musterriegen der Turn- und Sportvereine, Liedervorträge der Gesangvereine u. a. statt.

Die Kreisbevölkerung wird hierzu herzlich eingeladen.

Eintritt frei.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses:

Freiherr von Eagern, Landrat.

Zweite Verordnung über Betriebskosten in der gesetzlichen Miete. Vom 3. Juli 1929.

Auf Grund des § 22 des Reichsmietengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Februar 1928 (Reichsgesetzbl. I. S. 38) sowie der §§ 2 und 8 des Gesetzes über den Geldentwer­tungsausgleich bei bebauten Grundstücken in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juni 1926 (Reichsgesetzbl. I. S. 251) wird folgendes ungeordnet:

§ 1-

(1) Werden in einer Gemeinde für die im § 21 der Ver­ordnung über die Mietzinsbildung in Preußen vom 17. April 1924 (Gesetzsammlung S. 474) in Verbindung mit Nummer X zu 2, 3 und 6 der Ausführungsbestimmungen zum Reichsmieten gesetz vom 4. August 1923 (Gesetzsamml. S. 382) bezeichneten Betriebskosten nach dem 1. Oktober 1927 vom Vermieter höhere Abgaben als vor diesem Zeitpunkt erhoben, so erhöht sich die gesetzliche Miete in der Gemeinde um einen der jeweiligen Er­höhung dieser Abgaben entsprechenLett Hundertsatz der reinen Friedensmiete.

(2) Den Hundcrtsatz hat die Gemeindebehörde allgemein zu bestimmen.

8 2.

Die Erhöhung der gesetzlichen Miete (£ 1) findet nicht statt, sofern die gefctzlichc Miete nach § 2 der Verordnung über Be­triebskosten in der gesetzlichen Miete vom 14. April 1928 (Ge­setzsamml. S. 100) erhöht worden ist.

§ 3.

Im 8 2 der Verordnung über Betriebskosten in der gesetz­lichen Bliebe vom 14. April 1928 (Gesetzsamml. S. 100) wirb im Absatz 1 das WortGebühren" jeweils durch Las Wort Abgaben" ersetzt.

8 4.

Diese Vercrdnuirg tritt am 1. August 1929 in Kraft.

Berlin, den 3. Juli 1929.

Dws Preußische Staatsministerium: gez. Brau n. gez. H i r t s i e f e r.

Wird veröffentlicht.

Fulda, den 31. Juli 1929.

Der Versitzende des Kreis-Ausschusses: Frh. v. Eagern.

Bekanntmachung.

Nach § 7* der Verordnung über die Regelung der Gewerbe­steuer für das Rechnungsjahr 1929 vom 8. Mai 1929 hat der Steuerschuldner bis zum Empfange des Veranlagungsbeschei­des über die Gewerbesteuer nach dem Ertrage Vorauszah­lungen nach Maßgabe des zuletzt veranlagten Steuergrund­betrags und des für das vorangegangene Rechnungsjahr be­schlossenen Zuschlags zu leisten. Auf Grund dieser Bestim­mung fordern wir die Gewerbetreibenden der Stadt Fulda auf, als Vorauszahlung für das 2. Quartal des Rechnungs­jahres 1929 (Monate Juli, August und September 1929), die für das 4. Quartal des Rechnungsjahres 1928 tMonate Januar, Februar und März 1929) fällig gewesene Gewerbe- ertragssteuer bis zum

16. August 1929 (ohne Schonsrist) unter Vorlage des für das Rechnungsjahr 1928 ausgestellten Gewerbesteuerzettels einzuzahlen.

Eingetragene Firmen haben 5 v. H. Handelskammerbei­trag miteinzuzahlen.

Fulda, den 25. Juli 1929.

Der Magistrat: Dr. Anto n i.